HR Hessischer Rundfunk

Hessische Schülerinnen und Schüler gewinnen hr-Filmwettbewerb

Hessische Schülerinnen und Schüler gewinnen hr-Filmwettbewerb

Frankfurt am Main/Wiesbaden/Herborn/Bad Emstal/Wetzlar/Maintal/Biedenkopf (ots)

Kurzfilme ausgezeichnet: Die besten Beiträge von Schülerinnen und Schülern aus ganz Hessen wurden heute beim Filmwettbewerb des Hessischen Rundfunks (hr) „Meine Ausbildung – Du führst Regie“ prämiert. Sie hatten Kurzfilme zum Thema Ausbildung gedreht und eingereicht. Der Wettbewerb fand zum 18. Mal statt.

Am heutigen Donnerstag fand im hr in Frankfurt das Finale des Wettbewerbs statt. Vor der Preisverleihung, die auch auf dem hr-YouTube-Kanal übertragen wurde, gab es eine Ausbildungsmesse im hr.

In der Endrunde waren Schulen aus zahlreichen hessischen Landkreisen und Städten vertreten. Durch das Finale führte hr-Moderator Noel Schmidt. Vergeben wurden die dotierten Preise in den Kategorien bester Film, beste Story, beste schauspielerische Leistung und bester Newcomer. Außerdem gab es einen Preis für Innovation und einen Förderpreis für Inklusion.

Die Preisträgerinnen und Preisträger in der Übersicht

Bester Film: Film-Team mtt-productions aus Wiesbaden. Film: „Anders ist jeder!“, dotiert mit 5.000 Euro, gestiftet vom Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen.

Beste Story: Comenius Schule in Herborn im Lahn-Dill-Kreis. Film: „Die Bewerbung“, dotiert mit 3.000 Euro, gestiftet von der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern.

Beste schauspielerische Leistung: Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal im Landkreis Kassel. Film: „Quo vadis Milan?“, dotiert mit 2.500 Euro, gestiftet von der Fraport AG.

Preis für Innovation: Eichendorffschule in Wetzlar im Lahn-Dill-Kreis. Film: „Komm mit!“, dotiert mit 1.500 Euro, gestiftet von HessenMetall.

Bester Newcomer: Erich-Kästner-Schule in Maintal im Main-Kinzig-Kreis. Film „Pflege mit Herz“, dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet von der Provadis GmbH – Partner für Bildung und Beratung.

Förderpreis für Inklusion: Berufliche Schulen in Biedenkopf im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Film: „From Red To Green“, dotiert mit 1.000 Euro, 500 Euro gestiftet von der DGB-Jugend Hessen-Thüringen und 500 Euro gestiftet vom Landesarbeitskreis der hessischen Medienzentren.

Kurzfilme der Finalisten online auf hr.de und im hr-fernsehen zu sehen.

Es wurden Geldpreise im Gesamtwert von 14.000 Euro vergeben. Alle Filme und ausführliche Informationen sind ab sofort unter www.hr.de/meineausbildung abrufbar. Unter dieser Adresse ist die Preisverleihung auch als Video on demand zu sehen. Zudem zeigt das hr-fernsehen vom 10. bis 14. August, jeweils ab 7 Uhr, alle sechs ausgezeichneten Filme sowie alle für die Endrunde nominierten Arbeiten.

Über den Wettbewerb „Meine Ausbildung – Du führst Regie“

Bereits zum 18. Mal hat der hr mit dem Filmwettbewerb „Meine Ausbildung – Du führst Regie“ Schülerinnen und Schüler aufgerufen, sich dem Thema „Ausbildung“ auf eigene Weise zu nähern und in einem Film zu dokumentieren. 58 Schulen, Vereine und Projekte aus ganz Hessen hatten sich Anfang des Jahres beworben. Eine unabhängige Jury hatte die Nominierten ausgewählt und schließlich die sechs Siegerfilme gekürt.

Vor der Preisverleihung für die etwa 120 Schülerinnen und Schüler fand eine Ausbildungsmesse im hr in Frankfurt statt. Hier präsentierten sich vor allem die Sponsoren des Wettbewerbs mit interaktiven Aktionen an ihren Ständen.

Veranstaltet wird der Wettbewerb „Meine Ausbildung“ vom hr in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium, dem Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen, der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, der Fraport AG, der DGB-Jugend Hessen-Thüringen, dem Landesarbeitskreis kommunaler Medienzentren in Hessen e.V., der HessenMetall sowie Provadis, Partner für Bildung und Beratung GmbH.

„ …weil immer was geht“

Mutmach-Open-Air-Konzert mit Andi Weiss in Dillenburg-Manderbach


Zu einem besonderen Open-Air-Konzert lädt die Evangelische Kirchengemeinde Manderbach am Freitag, 26. Juni 2026, ein: Auf dem alten Schulhof neben der evangelischen Kirche ist Liedermacher und Mutmacher Andi Weiss zu Gast. Unter dem Motto „… weil immer was geht“ erwartet die Besucher ab 19:30 Uhr ein Abend voller ermutigender Lieder und nachdenklicher Texte.


Der alte Schulhof verwandelt sich an diesem Abend in einen Konzertplatz unter freiem Himmel. Mit seinen lebensnahen Geschichten und hoffnungsvollen Songs möchte Andi Weiss Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen erreichen – mit Musik, die tröstet, ermutigt und neue Perspektiven eröffnet.


Für den Fall, dass es regnen sollte oder der Platz sich zu stark aufwärmt, ist ebenfalls gesorgt: Bei ungünstigen Wetterbedingungen findet das Konzert in der kühlen evangelischen Kirche Manderbach statt. So ist sichergestellt, dass der Abend in jedem Fall stattfinden kann.

Im Anschluss an das Konzert sind alle Gäste eingeladen, noch zu bleiben: Die Evangelische Kirchengemeinde Manderbach bietet Fingerfood und Getränke an und schafft damit Raum für Begegnungen und Gespräche in entspannter Atmosphäre.

Der Eintritt ist frei, um Spenden zur Unterstützung der Arbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Manderbach wird gebeten.

Eingeladen sind Menschen aller Generationen –Interessierte aus dem Ort und der Region sowie alle, die sich einen ermutigenden Abend gönnen möchten.Veranstalterin ist die Evangelische Kirchengemeinde Manderbach.

Johanneum-Bläserklassen brillieren in Kusch

Mit einem beeindruckenden Auftritt konzertieren die Bläserklassen des Herborner Johanneum-Gymnasium in der Kulturscheune (KuSch) an zwei Abenden hintereinander. Vor fast vollem Haus zeigen die Novizen aus der 5a was sie in fast einem Jahr bei ihren Ausbildern und ihren Pädagoginnen Dr. Barbara Kordes-Kögel und Damar Thesen gelernt haben. Viel Publikumsbeifall gab es für teils anspruchsvolle Stücke und die jungen Damen und Herren waren dafür, dass sie zum ersten Mal einer solch geballten Öffentlichkeit gegenüberstanden, erstaunlich selbstsicher.

Neben Blechblasinstrumenten kamen auch eine Geige, Querflöte und ein Perkussionsinstrument zum Einsatz. Man sah und hörte den ganzen Stolz der Protagonisten förmlich von der KuSch-Bühne herunterschallen. Neben zahlreichen Eltern und Geschwistern ließ sich auch Landrat Carsten Braun nebst Ehefrau Isabell- sie unterrichtet auch am Johanneum- von der Darbietung überzeugen. Schulleiter Christian Betz, der voll hinter dem Auftritt seiner Schüler steht, zeigte sich besonders darüber erfreut, dass der KuSch-Chef Jörg Michael Simmer spontan Herborns gute Stube für diesen Zweck zur Verfügung stellte.

Zum Glück war der Veranstaltungsraum angenehm temperiert. Dennoch standen drei junge Sanitäterinnen für den Fall der Fälle „Gewehr bei Fuß“. Nach einer wohltuenden Trinkpause im Foyer ertönte der große Gong dreimal und die Fortgeschrittenen aus der 6a erklommen die Bretter, die auch für sie die Welt bedeuteten. Ihr Vortrag mehrerer Konzertstücke war ein absoluter Knaller und die Konzertgäste kamen aus dem Staunen und Klatschen kaum noch heraus. Besonders der „Fluch der Karibik“ der nach der Ursprungsmelodie von Klaus Badelt & Hans Zimmer umgeschrieben wurde, ließ keinen Zweifel an der Semi-Professionalität der jungen Menschen.

Einen ganz besonderen Dank erhielten die beiden Leiterinnen und Dirigentinnen der Konzertveranstaltung Barbara Kordes-Kögel und Dagmar Thesen in Form von Blumensträußen sowie von Anas Minouche (10. Klasse) dem frischgebackenen „Musikmentor für Hessen“, ein kleines Schokoladengeschenk.

 

sig/Fotos/Videos: Gerdau   

„Wir verlieren dieses Land“

Buchbesprechung.

Es ist nicht einfach in einem Land wie dem unseren Fehlentwicklungen zu beschreiben und schonungslos zu dokumentieren. Besonders wenn dabei das Thema Migration und die damit zusammenhängende Kriminalität beleuchtet wird, kann es sein, dass man dadurch in ein Wespennest sticht. Kein Handwerker sieht es gerne, wenn man seine Arbeit fachlich in Zweifel zieht und das ist bei Politikern nicht anders. Ganz besonders nicht, wenn ihnen eine immer stärker werdende Opposition im Nacken sitzt, beziehungsweise auf die Finger schaut.

Fehlentwicklungen bei der Exekutive, also dem ausführenden staatlichen Organ, sind auch für den Normalbürger sichtbar. Wenn diese Schwachstellen jedoch in Defiziten der Regierenden liegen und nicht den Polizei-Beamten vor Ort angelastet werden können, ist das nicht nur tragisch, sondern höhlt auch das Vertrauen der Bürger zum „Freund und Helfer“ massiv aus. Wer Polizistinnen und Polizisten verachtet oder gar angreift, dem ist der gesamte Staat nichts wert.

Während die politischen Blöcke, sprich Parteien, sich im „Grabenkrieg“ untereinander bis aufs Blut bekämpfen, laufen die Dinge im Land aus dem Ruder. Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen in die Bundesrepublik strömen, verstehen diese oft selten entsprechend geahndete Verächtlichmachung noch weniger als „Nichtmigranten“, sprich Einheimische.  

Liv von Boetticher, eine 39-jährige oft investigativ arbeitende, bekannte Journalistin, die absolut nicht im Verdacht steht den rechten gesellschaftlichen Rand zu bedienen, hat sich in ihrem neuen, gebundenen  Buch „Wir verlieren dieses Land“ 336 Seiten lang mit den Phänomenen einer alleine gelassenen Polizei beschäftigt. Dass dabei sehr viele gesellschaftliche und andere politische Missstände mehr als nur gestreift wurden, liegt in der Natur der Sache.

Die Journalistin über sich:
Seit 2013 schlägt mein Herz fürs Fernsehen – doch egal ob TV, Online oder Print: Meine Dokumentationen, investigativen Reportagen und Beiträge finden Sie nicht nur im Fernsehen bei RTL und n-tv sondern auch in der Mediathek bei RTL+ (RTL Spezial im Online Stream ansehen | RTL+ (tvnow.de)) sowie online bei stern.de (Reporterin Liv von Boetticher wird mehrere Monate in Kabul leben | STERN.de), n-tv.de (Liv von Boetticher – n-tv.de) und rtl.de (60 Tage Frauenhass: Reporterin im Interview: Liv von Boetticher bei den Taliban | RTL News).  Während meines journalistischen Werdegangs habe ich seit 2012 viele Stationen durchlaufen und viele Ressorts entdeckt. Seit 2015 arbeite ich nun in verschiedenen Funktionen für die Mediengruppe RTL, mit knapp 70 TV-Sendern und mehr als 30 Radiokanälen der größte private Radio- und Fernsehanbieter in Europa. Die Arbeit in einem solchen Unternehmen bietet viele Möglichkeiten.

Sehr objektiv und weitgehend unaufgeregt schildert Boetticher die Ergebnisse vieler meist anonymer Gespräche mit Polizistinnen und Polizisten. Was dabei herauskam ist erschreckend, weil es die Dinge in absolut schonungsloser Offenheit beim Namen nennt. Was viele Bürgerinnen und Bürger -besonders des linken Spektrums- in ihrer „Was-nicht sein darf-ist auch nicht-Blase“ nicht wissen oder einfach ignorieren, legt die Journalistin gnadenlos offen. Da das Thema illegale Massen-Migration die Beamten fast pausenlos bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten beschäftigt, widmet die Spiegel Bestseller Autorin ihm einen entsprechend großen Raum. Das gilt natürlich auch dem politischen Versagen in dieser Sache und der Unfähigkeit des Systems darüber Herr zu werden. Dass Deutschland den Kampf gegen das Verbrechen zunehmend verliert, ist für einen Rechtsstaat unannehmbar. Den Frust der Bürger nicht nur darüber bekommen die Polizeibeamten in voller Wucht zu spüren, obwohl sie am wenigstens daran etwas ändern können. Gut ausgebildet, chronisch unterbesetzt und von der Politik im Regen stehengelassen, löffeln sie eine Suppe aus, die weder schmackhaft noch sättigend ist.

Liv von Boetticher ist es mit dem hervorragend geschriebenen Werk gelungen, nicht nur Aufzurütteln sondern auch Informationslücken zu schließen. Bleibt nur zu hoffen, dass es auch von Politikern aller Couleur zur Kenntnis genommen oder besser noch gelesen wird. Das Buch ist unter der ISBN-Nummer 978-3690662567 im „Deutscher Wirtschaftsbuch Verlag“ erschienen und zum Preis von 25 Euro in jeder Buchhandlung erhältlich.

Meine Empfehlung:

Unbedingt lesen. Für „Wir verlieren dieses Land“ ist jeder Cent gut angelegt. Die Lektüre beseitigt zwar nicht den Frust über die gesellschaftlichen Fehlentwicklungen, hilft aber sie zu verstehen und richtig einzuordnen. sig/Foto: Gerdau

Veranstaltungshinweis Flora Herbornensis

🌊 Exkursion am Amdorfbach – 27. Juni 2026

Lust auf Natur pur? Am Samstag, 27. Juni, um 11 Uhr erkunden wir gemeinsam den Bachlauf der Amdorfbach und entdecken, welche Pflanzen das Ufer und die Umgebung prägen. Vielleicht sammeln wir auch ein paar Kräuter für unseren Workshop „Kräutersalz“ oder für die Küche.

📍 Treffpunkt: Parkplatz der Ambachtalschule in Burg ⏱️ Dauer: ca. 1,5–2 Stunden 🎒 Mitbringen: kleiner Korb, Leinentasche, Papiertüten – und wer Brennnesseln sammeln möchte, einen medizinischen Handschuh.

🌱 Wildkräuterbeet an der Dill – 11. Juli 2026

Wie jedes Jahr werfen wir einen Blick auf unser Wildkräuterbeet am Joh.-Daniel-Leers-Weg. Was wächst dort aktuell? Wie verändert sich das Beet? Und wie können wir es gemeinsam pflegen?

📅 Samstag, 11. Juli, um 11 Uhr 📍 Treffpunkt: Wildkräuterbeet am Radweg unterhalb der AWO ⏱️ Dauer: ca. 1,5 Stunden

Wohlverhalten verhindert Abschiebung

Ein Gesetz, das in Deutschland so nicht vorstellbar ist, geht am 16. Juli 2026 im Königreich Schweden an den Start. Während bei uns im Land sogar Verbrecher ein Recht auf Alimentierung haben, zeigen die Schweden, aber auch die sozialdemokratisch regierten Dänen, mittlerweile klare Kante.

Schweden verschärft Migrationspolitik: Neues „Wohlverhaltensgesetz“ und Meldepflicht beschlossen

Das schwedische Parlament hat zwei weitreichende Gesetze verabschiedet, die den Kurs gegenüber Migranten deutlich verschärfen. Laut einem Bericht des britischen Guardian betreffen die Maßnahmen ausschließlich Nicht‑EU‑Bürger und sollen ab 13. Juli 2026 in Kraft treten.

„Good Behaviour Law“ – Aufenthaltsrecht an Verhalten geknüpft

Das sogenannte „Wohlverhaltensgesetz“ erlaubt es der schwedischen Migrationsbehörde künftig, Aufenthaltsgenehmigungen zu entziehen, wenn Personen ein „schlechtes Verhalten“ zeigen. Der Begriff ist unscharf definiert, was Kritiker als problematisch einstufen.

Beispiele für Verhalten, das zur Ausweisung führen kann:

  • Nichtbefolgen von Gesetzen, Vorschriften oder Behördenentscheidungen
  • Hohe oder unbezahlte Schulden
  • Schwarzarbeit
  • Sozialleistungsbetrug
  • Verbindungen zu extremistischen Gruppen
  • Allgemein „unredliche Lebensführung“ oder Sicherheitsrisiken

Das Gesetz gilt auch rückwirkend für viele bereits im Land lebende Migranten.

Migrationsminister Johan Forssell sagte dazu:
„Wer sich nicht bemüht, das Richtige zu tun, sollte nicht damit rechnen können, bleiben zu dürfen.“

Fliegen und Teamwork erleben

Buntes Treiben herrschte am vergangenen Sonntag auf dem Herborn-Hörbacher Segelfluggelände. Der Luftsportverein Hörbach (LSV) hatte zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen und zahlreiche Flugsportinteressierte nahmen das Angebot, trotz des lebhaften Westerwälder Windes gerne an. Ein Gottesdienst mit Pfarrer Thomas Gessner ging der eigentlichen Veranstaltung voraus. Während die Technik-Interessierten sich in der Luftsporthalle den Flugsimulator und die neue Motorwinde anschauten, übten die Kleinen fleißig mit „Kleinstflugzeugen“ auf Rädern das Aus- und Einparken oder tobten auf der großen Hüpfburg, was das Zeug hielt. Im Vereinshaus hatten derweil fleißige Hände die mitgebrachten Kuchen blickgerecht drapiert und aus der Grillbude dufteten die ersten Bratwürste.

Auf dem eigentlichen Fluggelände standen die Segelflugzeuge und der Motorsegler in Position. Es dauerte nicht lange und schon enterten die ersten Flughungrigen die Doppelsitzer und ließen sich mit der starken Seilwinde in die Höhe katapultieren. An den Steuerknüppeln saßen die Besten ihrer Zunft, die alle auf ein ansehnliches Flugstundenkonto zurückblicken. Der Motorsegler „Kleiner Falke“ kam ebenfalls zu Einsatz und so herrschte bald reger Flugbetrieb.

Seit 1958 sind die Luftsportler am Himmel über der Region unterwegs. „Wir können auch Strecken über mehrere hundert Kilometer in der Luft zurücklegen“, erklärte der Pressesprecher, Fluglehrer und 1. Schriftführer in Personalunion Jan Walther-Naumann. 30 Aktive und 100 passive Mitglieder zählt der Verein zurzeit und die Segler wünschten sich, dass noch viele potentielle Mitglieder den Weg zum Damel, wie die Höhe im Volksmund heißt, finden. Zwischen März und Oktober findet Flugbetrieb an jedem Wochenende statt. Durch die Mitgliedschaft ist es möglich den Flugschein für Segelflugzeuge zu erwerben. Derzeit befinden sich neun Flugschüler in der zweijährigen Ausbildung. Wer mindestens 13 Jahre alt ist kann mit der Ausbildung starten. Der erste Alleinflug ist schon mit 14 möglich. Den Schein allerdings kann man erst ab 16 Jahren erhalten. Die Prüfung erfolgt ähnlich der Führerscheinprüfung in zwei Schritten. Nach der bestandenen Theorie kommt der praktische Teil zu dem eigens ein externer Prüfer nach Hörbach kommt. Fluglehrer Jan Walther-Naumann blickt auf einen langen Erfahrungsschatz zurück und weiß, dass jeder der sich anstrengt, die Prüfung zum Steuern eines Segelflugzeuges absolvieren kann.

Alles zusammen viele gute Informationen im Windschatten der eigentlichen Veranstaltung, die besonders junge Menschen interessieren dürften. Wer noch mehr wissen will und sich vielleicht zum Piloten ausbilden lassen möchte, dem ist die Webseite des LSV Hörbach (https://lsv-hoerbach.de) zu empfehlen. Weitere Informationen per Phone: 0173 6791445 und per Mail: info@lsv-hoerbach.de. sig/Fotos: Gerdau  

„Kunst verstehen wir nicht als Ziel, sondern als Weg“

Bilder und Farben prägen die Malschule von Oxana Wachmann in Herborn am Kornmarkt 27-29. Die 49-jährige ausgebildete Kunstdozentin ist seit 20 Jahren in der Bärenstadt zu Hause und hat sich nicht nur als Künstlerin einen Namen gemacht. Ihre Liebe zur Farbenwelt ist gleichzeitig ihr Leben und das möchte sie mit Menschen aller Altersgruppen teilen. Was lag also näher als eine Malschule zu gründen. Das war tatsächlich vor 20 Jahren. Heute residiert die Künstlerin mit ihrem Atelier „Farbpoesie“ direkt gegenüber des „Cafés am Kornmarkt“.

Am vergangenen Freitag herrschte buntes Treiben in den Galerie- und Arbeits-Räumen. Die Werke der jungen und älteren Künstlerinnen und Künstler zieren die Wände, während ein paar Schülerinnen an dem kleinen Maltisch ihre Kreationen zu Papier bringen. Oxana will mit ihren Malkursen anderen die Möglichkeit geben, ihre eigene Kreativität zu entdecken und das gelingt ihr auch perfekt. „Es kann jeder und ausnahmslos malen“, so ihr Wahlspruch und da ist etwas dran. Wenn man die Ergebnisse betrachtet und zum Beispiel auch das Alter der Mal-Novizinnen und Novizen erfährt, ist man nicht selten ganz schön überrascht. Kaum zu fassen: Da malt ein Zweijähriger ein ausdrucksstarkes Bild, dass es einen von den Socken haut. Eine 85-Jährige, die den Großteil ihrer Sehfähigkeit verloren hat, porträtiert einen wunderschönen Wolf und ein 14-Jähriger bringt fantastische Impressionen eines Waldbaches auf die Leinwand.

Oxana Wachmann verbindet professionelle künstlerische Grundlagen mit einem offenen, altersgerechten und individuellen Zugang. Experimentieren, Spielen und Forschen sowie freies Entdecken, sind ein wesentlicher Bestandteil ihrer Unterrichte. Die geschützte Atmosphäre in der Malschule begleitet in idealer Weise künstlerische Prozesse und dies vor allem ganz ohne Leistungsdruck.

„Kunst verstehen wir nicht als Ziel, sondern als Weg“

Die Workshops in der „Farbpoesie“ sind separat buchbar und werden außerdem auch auf Instagram (farb_poesie) bekanntgegeben. Veranstaltungen wie Geburtstage und Feiern aller Art für Erwachsene und/oder Kindern sind nach Absprache möglich. Auf dem folgenden Aktionsplan lassen sich Angebote der Malschule präzise verfolgen.

Der Veranstaltungsplan

Weitere Informationen bei Oxana Wachmann, Kornmarkt 27-29, Phone: 0178 919 4942, Instagram: farb_poesie. sig/Fotos: Gerdau

Seltene Orchideen und gelebter Naturschutz im Hoffeld

Rund 30 naturinteressierte Teilnehmer folgten am Samstag, dem 13. Juni, der Einladung der Freunde der Flora Herbornensis e.V. zu einer botanischen Exkursion in das Naturschutzgebiet Hoffeld bei Eisemroth. Unter der fachkundigen Leitung von Günther Schwab von der Landschaftspflegevereinigung Lahn-Dill e.V. erkundete die Gruppe das rund 37 Hektar große Schutzgebiet, das zu den botanisch wertvollsten Flächen der Region zählt.

Die Exkursionsteilnehmer lauschten interessiert den Ausführungen von Günther Schwab (dritter von rechts)

Das Hoffeld blickt auf eine bewegte Nutzungsgeschichte zurück: Bis in die 1950er Jahre wurde die Fläche als Hutefläche mit Rinder- und Schafweide genutzt, später diente sie als Truppenübungsplatz der Bundeswehr. Heute ist das Gebiet ein Refugium für zahlreiche seltene Pflanzenarten und ein Beispiel für erfolgreich gepflegte Kulturlandschaft.

Im Mittelpunkt der Exkursion standen die Orchideenbestände, die im Hoffeld in bemerkenswerter Vielfalt vorkommen. Die Teilnehmer konnten unter anderem das Brand-Knabenkraut sowie das Fuchs’ Knabenkraut entdecken. Darüber hinaus präsentierte sich die Fläche mit weiteren botanischen Besonderheiten wie Teufelsabbiss, Heilziest, Klappertopf und dem filigranen Zittergras, dessen zarte Blütenstände im Wind charakteristisch tanzen.

Günther Schwab erläuterte während der Führung aktuelle Maßnahmen zur Pflege des Naturschutzgebietes. Aufgrund der starken Ausbreitung der Herbstzeitlosen sei in diesem Jahr eine frühere Mahd notwendig gewesen. Bereiche mit Orchideenvorkommen wurden dabei bewusst ausgespart, um die empfindlichen Bestände zu schützen. Die Herbstzeitlose ist hochgiftig und macht Heu als Futtermittel unbrauchbar – in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Vergiftungen von Lämmern, die die Pflanze fraßen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Beobachtung des Brand-Knabenkrauts, das noch in voller Blüte stand. Diese seltene Orchideenart wird derzeit im Rahmen eines Forschungsprojekts der Philipps-Universität Marburg intensiv untersucht. Eine installierte Überwachungskamera dokumentiert die Entwicklung der Pflanzen und erfasst die Zahl ihrer Bestäuber. Die gewonnenen Daten sollen langfristig zum Schutz dieser außergewöhnlichen Art beitragen. Text und Bild: Anne Krüger-Zechlin

Infoabend Notfallseelsorge

Die Ökumenische Notfallseelsorge Lahn-Dill lädt ein zum nächsten Ausbildungskurs für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Notfallseelsorge im Lahn-Dill-Kreis.

Um die Arbeit kennen zu lernen, eigene Fragen zu stellen und Erwartungen abzuklären, findet ein Infoabend statt.

Wer mindestens 25 Jahre alt ist, über eine Fahrerlaubnis B und ein eigenes Auto verfügt, ist herzlich zu diesem Abend willkommen. Alle weiteren Voraussetzungen werden im gemeinschaftlichen Gespräch geklärt.

Wer vorab ein wenig über den Dienst der Ev. Dekanate an der Dill, Biedenkopf-Gladenbach, des Ev. Kirchenkreises an Lahn und Dill und des kath. Bistums Limburg erfahren will, kann auf der Homepage des Evangelischen Dekanats an der Dill vorbeischauen (https://ev-dill.de/dienste/seelsorge/notfall-seelsorge).

Der Infoabend findet am 22. Juni 2026 um 19.00 Uhr im Haus der Kirche, Am Hintersand 15, Herborn statt. Wir treffen uns im Gruppenraum im Erdgeschoss des Hauses. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Ein Hinweis in eigener Sache: Aufgrund eines Dateiabsturzes ist die Liste der bisherigen Interessenten an der Notfallseelsorgeausbildung und -mitarbeit mit allen Kontaktdaten leider verloren. Sollte dies jemand lesen, der schon Kontakt zu Christian Reifert gehabt hat und seine Daten hinterlegt hat, bitten wir um Meldung per Mail. Wir danken an dieser Stelle für das Verständnis und bitten um Nachsicht.

Kontakt:

Ökumenische Notfallseelsorge Lahn-Dill, Diakon Christian Reifert, Im Grund 4, 35239 Steffenberg,Mail: nfs.dillkreis(at)ekhn.de, Telefon: 06464/2771012.

Foto: Notfallseelsorger Christian Reifert ist für die Ausbildung neuer ehrenamtlicher Notfallseelsorger zuständig. (Text und FOTO: BECKER-VON WOLFF)