
Glück

Blog eines freien Journalisten

Das kirchliche Referat für Wirtschaft, Arbeit und Soziales im Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN organisiert in Zusammenarbeit mit den Evangelischen Dekanaten und regionalen Verantwortlichen jedes Jahr Betriebsbesuche, bei denen man hinter die Kulissen einer Organisation blicken und mit ihren Beschäftigten ins Gespräch kommen kann. In diesem Jahr geht es dabei um das Thema „Sicherheit“. Im Evangelischen Dekanat an der Dill ist im Rahmen der Reihe ein Besuch bei der Polizeistation Dillenburg geplant.
Dr. Uwe Seibert, der Referent für gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat an der Dill, lädt Interessierte am Donnerstag, 21. Mai 2026 um 15 Uhr ein, die Polizeistation in der Hindenburgstraße 21 in Dillenburg näher kennenzulernen.
In der Polizeistation Dillenburg sind etwa 50 Beamte und fünf Angestellte beschäftigt, die sich überwiegend im Wechselschichtdienst und in fünf Dienstgruppen an allen Wochentagen rund um die Uhr für die Sicherheit der Menschen im nördlichen Lahn-Dill-Kreis einsetzen. Zurzeit sind in der Dillenburger Liegenschaft neben der Polizeistation auch noch der Regionale Verkehrsdienst, das Regionalkommissariat Lahn-Dill und die Führungsgruppe der Polizeidirektion Lahn-Dill untergebracht.
Aktuell verfügt die Polizeistation Dillenburg auch noch über einen Dezentralen Ermittlungsdienst. Dieser ist mit zehn Beamten besetzt und für die Bearbeitung von Verkehrsdelikten sowie von Eigentums- und Rohheitsdelikten (Körperverletzungen etc.) verantwortlich. Insgesamt sind so am Standort Dillenburg derzeit über 110 Personen für die Polizei tätig. Die gesamte Polizei in Hessen wird gerade neu organisiert, so dass sich die Organisationseinheiten vor Ort ändern.
Die Besuche sind kostenfrei! Um vorherige Anmeldung pro Person (auch bei Paaren) wird gebeten unter: https://portal-kalender.ekhn.de/V2/sl.php?id=2I9x
Wichtig: Nach der Anmeldung erhalten Sie zunächst lediglich eine Bestätigung über den Eingang Ihrer Anmeldung. Ob Sie teilnehmen können, teilt man Ihnen rechtzeitig vor dem Termin mit.
Für Rückfragen:
Zentrum Bildung und Gesellschaft
Fachfeldassistentin Wirtschaft, Arbeit, Soziales
Bianca Hahn
Telefon 06131-28744-10
bianca.hahn@ekhn.de
Zentrum Bildung und Gesellschaft
Referentin für Wirtschaft, Arbeit und Soziales
Heike Miehe
Telefon 06131-28744-45
heike.miehe@ekhn.de
Fragen zum geplanten Betriebsbesuch in Dillenburg bitte an:
Evangelisches Dekanat an der Dill
Fachstelle Geseschaftliche Verantwortung
Dr. Uwe Seibert
Telefon 02772 5834‐210
Rolf-Uwe.Seibert(at)ekhn.de
Holger J. Becker-von Wolff


Die Busfahrer waren immer fast erschrocken wenn wir ihr Gefährt mit einem fröhlichen „Guten Tag“ enterten. Wenn ich richtig beobachtet habe, sind wir die Einzigen, die sie als Menschen wahrnehmen. Schade eigentlich. Selbst Hunde begrüßen sich ausnahmslos.

Dieses Jahr hatten wir beschlossen schon im Frühjahr unseren großen Urlaub an unserer geliebten Mosel zu verbringen.


Auffallend ist, dass es viel weniger Touristen zwischen Cochem und Traben-Trarbach gibt. Würde mich nicht wundern. Der Sprit ist unglaublich teuer und die Preise in der beliebten Urlaubsregion haben naturgemäß ebenfalls angezogen.

Wir lieben die Konstanten. Beilstein, das Dornröschen an der Mosel, für uns zum greifen nah und der gar nicht knorzige Fährmann, der mit seiner seilgebundenen Fähre so oft über die Mosel fährt, wie Menschen auf sie warten, ist für vier Wochen unsere Welt.
Während ich diese Zeilen schreibe, genieße ich einen Dornfelelder Rotwein von unserer Winzerfamilie Claudia und Udo Loosen. Was gibt es besseres als einen Wein direkt vom Erzeuger zu trinken.
Gestern haben wir es uns bei Schweinemedaillons und Kroketten im Restaurant “ Kleine Bäckerei“ die von den gleichen Besitzern wie die „Klapperburg“ direkt daneben, betrieben wird, gut gehen lassen. Das Essen war göttlich wie immer. Kein Wunder, der Chef persönlich ist der Zauberer in der Küche.

Im kleinen Café Dehren in Ellenz trafen wir die bezaubernden Damen mit ihrem leckeren Kuchenangebot. Es ist jedes Mal ein Hochgenuss hier ungezügelt dem Genuss frönen zu können.

Das Wetter kann man nur als perfektes Moselwetter bezeichnen. Blauer Himmel, Sonne pur und angenehme Temperaturen. Wir vermissen die See nicht und Angesichts der unsicheren, teuren Treibstoffsituation ist es auch besser so.
Ach so Zell-Barl. Das muss auf jedem Moselurlaub angefahren werden. Der Globus-Markt ist unser kleines Paradies. Shoppen was das Zeug hält, heißt die Devise und es macht einfach Spaß. Unser Wohnmobilstellplatz beim Weingut Loosen war,als wir ankamen praktisch leer. Jetzt füllt er sich langsam, aber wir haben unseren Exclusiv-Platz und genießen ihn in vollen Zügen.
Wir stellen uns mit zunehmendem Alter öfter die Frage, „warum muss es denn immer noch das Wohnmobil sein. Muss es nicht, aber die Freiheit alles dabei zu haben “ was wichtig ist“ und die Freiheit zu jeder Zeit Ort und Platz wechseln zu können ist unbezahlbar.
Morgen kommen die E-Bikes in Aktion. Bewegung tut Not und bei dem Wetter ist Radeln fast Pflicht. Auch Cochem steht diese Woche noch auf dem Programm. Wir müssen unbedingt unseren Freunde im Café“ Filou“ einen Besuch abstatten und überprüfen ob die Sacher-Torte noch so gut schmeckt wie im vergangenen Jahr.

sig/Fotos: Gerdau


Meine Meinung
Deutschland hat ein neues Feindbild. Nach Putin kommt jetzt Trump dran und wir reden wieder über Autarkie. Wir brauchen die USA nicht mehr, heißt es nur müssten wir schnell aufrüsten, um Russland die Stirn zu zeigen. Zum Glück wartet der Feind aus dem Osten noch bis wir so weit sind. 1929 will er dann kommen, um sich uns einzuverleiben. Dass mit dem Aufleben der Wehrpflicht, will nicht so recht klappen. Um das besser in den Griff zu bekommen werden Männer bis 45 Jahre erst einmal an die Kette gelegt. Die Jüngeren äußern sich zunehmend bockiger. Die traditionellen Ostermärsche- natürlich ohne das damalige Grün/Rote Klientel- werden zwar nicht mehr so gut besucht wie zu Zeiten des „Kalten Krieges“, aber die Rufe nach Frieden durch Diplomatie sind nicht zu überhören.
Derzeit beschäftigen uns aber ganz andere Probleme. Dem so genannten kleinen Mann oder besser der Low Budget-Familie, um beim Neudeutschen zu bleiben, sitzt das Messer am Hals. Der Spritpreis steigt immer weiter, die Kosten für Lebensmittel und Energie ebenfalls. Der Rat an die so gebeutelten: „Kauft euch doch ein E-Auto.“ Weniger und langsamer fahren, sind ebenfalls heiße Tipps zur Linderung.

Wer in den vergangenen Jahren gut zugehört hat weiß, dass die derzeitigen und zukünftigen Entwicklungen diversen ideologischen Kräften im Land entgegenkommen. Der CO2-Ausstoß sei das Übel, dass die Erde an den Rand ihrer Existenz bringt. Deutschland müsse Vorreiter sein, um die Welt zu retten. Die Straßen leerer zu bekommen ist ein erster Schritt und das geht, wie man noch erleben wird, ganz ohne Zwang. Einfach die Preise erhöhen und notfalls die Menge des „tödlichen“ Treibstoffs verknappen. Als Sündenböcke bieten sich die Öl-Multis geradezu an. Gas und Strom zu verteuern hilft ebenfalls und bei den Preisen für elektrische Energie sind wir ohnehin Weltmeister. Da lässt sich doch fast unmerklich noch eine Schippe drauflegen. Ob das dann auch die E-Autofahrer spüren werden?
Mit der so „umweltschädlichen“ Industrie machen wir ebenfalls Fortschritte. Die Betriebe schließen reihenweise-durch Managementfehler hört man aus Linken Kreisen. Die anderen geldgierigen Unternehmer müssen halt kürzertreten oder einfach ihre Läden dicht machen. Dass die dann aber abwandern ist schon eine Sauerei. Das gilt auch für die vielen hochqualifizierten Fachleute und Ärzte. Das wiederum ist jedoch überhaupt kein Problem. Es gibt in Deutschland ja genug davon und wenn das Geld nicht reicht, gibt es eben noch mal eine Sondervermögens-Auflage. Es gibt auf jeden Fall genügend freigesetzte-früher sagte man arbeitslose Menschen. Da sind sie wieder die in der militärischen Terminologie als Kollateralschäden bezeichnet werden. Jetzt machen sich plötzlich auch die Gedanken, die einst antraten um für Arbeiter da zu sein. Dabei geht es weniger um die breite Masse. Die Angst vor DER Oppositionspartei ist einfach zu groß.
Die Gesundheitsreform- welch abgefeimter Name- muss kommen sagen die Rot/Schwarzen Brüder. Warum die Kosten für die Krankenkassen ins uferlose steigen, erfahren die Beitragszahler nur auf Umwegen. Die immer älter werdenden Alten sind schuld, hört man hier und da. Von dem Heer der nicht einzahlenden Nutznießer dieses 1883 von Otto von Bismarck eingeführte „Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter“ war damals und heute erst recht nicht, die Rede. Dabei ist die Rechnung auch für Menschen mit Dyskalkulie sofort begreifbar. Je größer die Masse der Nutznießer bei gleichbleibender Einzahler-Zahl, desto weniger Leistung für alle.
Die Mehrwertsteuer bei den Grundnahrungsmittel-sie müssten jedoch Bio sein- könnten gesenkt oder gestrichen werden, sagen Politik-Experten. Der einfachere und wirkungsvollere Weg- der Verzicht auf Mehrwert- und CO2- Steuern beim Treibstoff- ist jedoch ein absolutes Tabuthema. Man will ja schließlich die Grüne 15 Prozent-Partei nicht ihrer Ideologie berauben. Auch die gleichstarke SPD macht keinerlei Anstalten, um ihren Wählern den Rücken zu stärken. Man darf sich schon auf den 1. Mai freuen, wenn die Arbeiter vom DGB und den Genossen gefeiert werden. Ihre hartgesottenen Anhänger glauben das tatsächlich noch und suchen händeringend die Schuldigen im rechten Lager.
Alles wäre so einfach, wenn die sogenannten Etablierten endlich Politik für den Souverän im Lande machen würden. Mit der Verbohrtheit die Welt retten zu wollen und Millionen oder gar Milliarden Euro ins Ausland zu schaffen, machen sie alles kaputt. Deutschland braucht keine Feindbilder, sondern Frauen und Männer die ab und zu den Spruch am Reichstag beherzigen: „Dem Deutschen Volke“. sig/Foto: KI: Gerdau
Es war wie ein Nachhause-Kommen. Der Herborn-Seelbacher Musikverein gastierte wie schon seit 33 Jahren in der Herborn-Seelbacher Evangelischen Kirche. Bandleader und Dirigent Erwin Gabriel freute sich ebenso wie der Gastgeber Pfarrer Martin Slenczka über die unerwartet große Zahl der Konzertbesucher. Eine solch volle Kirche wünschte er sich sicher an vielen Sonntagen. Selbst seine Kollegin die Driedorfer Pfarrerin Kathleen Theiß hatte es nicht versäumt dem Kirchenkonzert die Ehre zu geben.

Das Benefizkonzert zu Gunsten der Evangelischen Beratungsstelle an der Dill vom Evangelischen Dekanat an der Dill, fand bei Alt und Jung großen Anklang. Annette Isheim, die Leiterin der Beratungsstelle bedankte sich sehr für das Engagement des Musikvereins und betonte, dass dies in Zeiten der knappen Kassen dringend notwendig sei.



Mit einem mächtigen Einstieg der „Highland Cathedral“ eröffneten die Frauen und Männer den bunten Reigen beliebter Weisen. Kathi Gabriel, die Ehefrau von Erwin hatte in bewährter Weise wieder die Moderation übernommen und führte mit vielen Erläuterungen durchs Programm. Sie betonte, dass die Akustik einer Kirche wie der Herborn-Seelbacher ihren ganz besonderen Reiz habe. Sie zitierte den großen Reformer Martin Luther, der einst sagte, dass die Musik ist eine wundervolle Gabe sei.



Mit dem Song „Africa“ der amerikanischen Rockband Toto, 1982 vom Schlagzeuger Jeff Porcaro und Keyboarder David Paich komponiert, ging es druckvoll weiter. Was die Blasmusiker aus diesem Stück herausholten war sehr beachtlich und wurde von den Konzertbesuchern mit lautstarkem Beifall goutiert. Etwas nachdenklicher ging es mit dem „Irischen Segenslied“ weiter und hier sang die ganze Konzertgemeinde mit.



1981 traten die „Roten Teufel“, wie sie auch wegen ihres roten Outfits gerne genannt werden, in den USA mit der „Sound of Music“ auf und erzeugten damit überall wo sie damit hinkamen ganze Beifallsorgien. Sie waren damals noch eine Jugendband und das imponierte den „Amis“ wohl ganz besonders, erzählte Katie Gabriel. Auch am Sonntagnachmittag waren die Menschen von dem Stück restlos begeistert und klatschten sich die Hände rot.



Nach dem russischen Volkstanz „Trepak“, der ursprünglich aus Gebieten des westlichen Russlands sowie der Sloboda-Ukraine stammt, folgte ein „Klarinettenkonzert“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Hier brillierte das Musikverein Urgestein Volker Knetsch mit einem eingängigen Solo auf seiner Klarinette. Nach dem Blumentanz (The Floral Dance) mit dem die Geigerin, Pianistin und Sängerin Kathie Moss 1911 debütierte und weltweiten Erfolg hatte, stand Franziska (Franzi) Immel von ihrem Platz auf und vertauschte das Saxophon mit dem Mikrofon.

Es war ihr Wunsch „What the World needs now is Love“ zu intonieren, sagte die Moderatorin. Mit ihrer göttlichen Stimme sang sich Franzi in die Herzen der Anwesenden: „Liebe ist das fehlende Element in der Welt und dass, wenn wir mehr Liebe zeigen, die Welt zu einem besseren Ort werden kann.“ Nicht nur, dass der Text so gut in die heutige Zeit zu passen scheint, machte das Lied aus dem Mund des Ausnahmetalents Franzi Immel, zu einem überragenden Erlebnis.

Es war auch ein Geburtstagskind unter den Protagonisten. Christoph Henrich, der seit geraumer Zeit das Musikorchester mit seinem mächtigen Blasinstrument verstärkt, wurde mit einem Blumenstrauß für seinen Jubeltag geehrt. Nach weiteren Stücken wie „Concierto de Aranjuez“, „Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung“ von James Last, „Give us Peace“ und „One Moment in Time“ kam mit „Amazing Grace“ ein Stück, ohne dass ein Erwin-Gabriel-Konzert nicht enden darf. Das englischsprachige geistliche Lied zählt zu den beliebtesten Kirchenliedern der Welt. Es erzählt, wie wunderbar Gottes Gnade klingt und wie sie jemanden rettet, der sich verloren fühlte, bis er wiedergefunden wurde und klarsehen kann. Und wieder ging ein Konzert mit den Musikern des Herborn-Seelbacher Musikverein zu Ende, dass durch seine Einzigartigkeit bei den Konzertbesuchern noch lange nachklang.
Franzis Song „What the World needs now is Love“

sig/Fotos/Video: Gerdau

Der sogenannte „Politiker-Paragraf“ 188 des StGB, wurde in der Öffentlichkeit bisher kaum beachtet. Mittlerweile gewinnt er jedoch zunehmend an Bedeutung. Dies nicht zuletzt durch zunehmend fragwürdige Interaktionen im Bereich der sozialen Netzwerke. Der „Beleidigungsparagraf “ § 185 hingegen korreliert hier oft mit dem Artikel 5 des Grundgesetzes (Meinungsfreiheit und tritt daher nur bedingt in Kraft, wenn es um politische Personen geht.
Die Grenze zwischen kritischen Äußerungen und Diffamierung gegenüber politischen Personen ist oft nicht so genau auszumachen. Der § 188 StGB wurde im Jahr 1871 (im Kaiserreich) eingeführt und seitdem immer wieder den zeit-und politischen Begebenheiten angepasst. Verschärft wurde er 2021 noch einmal und zwar im Hinblick auf den erweiterten Schutz für Politiker auch auf kommunaler Ebene und als Reaktion auf zunehmende Hassreden und Bedrohungen im Internet.

§ 188 StGB stellt Beleidigungen, üble Nachrede und Verleumdung gegen politisch tätige Personen unter verschärfte strafrechtliche Sanktionen. § 188 StGB schützt Personen, die im politischen Leben stehen, vor ehrverletzenden Angriffen die ihr öffentliches Wirken erheblich erschweren können.
Der Schutz gilt auf allen politischen Ebenen, von der kommunalen bis zur Bundesebene, und berücksichtigt, dass politisch aktive Personen besonders anfällig für ehrverletzende Angriffe sind. Die Staatsanwaltschaft kann Beleidigungen nach § 188 StGB auch ohne Strafantrag verfolgen, wenn ein öffentliches Interesse besteht. Kritische, pointierte oder polemische Äußerungen bleiben durch die Meinungsfreiheit nach Artikel 5 GG geschützt, solange sie nicht in Schmähkritik abgleiten.
Meine Meinung
Es gibt doch tatsächlich Zeitgenossen die behaupten, dass die immer schlimmer werdenden Verhältnisse im Land alle nicht wahr sind. Unsere Städte versinken nicht nur in Unrat, sondern auch im Verbrechen. Allen voran die Stadt, in deren Mauern sich unsere Regierungszentren befinden. Den nachfolgende Beitrag hat das ZDF produziert. Er zeigt nur auszugsweise einen kleinen Teil der unglaublichen Abläufe nur wenige Meter vom „Zentrum der Macht“ entfernt. Berlin ist für mich keine Reise mehr Wert und ich bin dankbar die Stadt an der Spree noch anders erlebt zu haben.

Warum sich Regierungsmitglieder und Heerscharen von Abgeordneten in diesem Umfeld so wohl fühlen, lässt nur einen Schluss zu. Man ist so mit sich selbst und dem Machterhalt beschäftigt, dass die Realität einfach ausgeblendet wird. Begriffe wie Revierkämpfe und Clan-Kriminalität kannte Otto-Normalverbraucher bisher höchstens aus dem Fernsehen und weit weg von der eigenen Haustüre. Im Schatten bundesdeutscher Glückseligkeit und Behaglichkeit haben sich Strukturen entwickelt, die sich diametral gegensätzlich zum Niedergang deutscher Vorstellungen von einem „sauberen“ Staatsystem entwickelt haben.
Gab es früher Bandenstrukturen dann hatten sie sich nicht unbedingt aus Familienverbänden entwickelt. Das scheint heute anders zu sein. Sogenannte meist über 1000-köpfige Familienclans sind die Keimzelle für Raub, Totschlag und Zersetzung des Staates. Mir tun die Polizisten in der Seele Leid, dass sie sich mit den Paten und deren Lakaien ständig auseinandersetzen müssen. Dazu kommt natürlich noch der ganz „normale“ Kampf gegen Straffällige und die Geisterjagd gegen Gesinnungstäter. Was denkt eigentlich ein Kanzler, Bundespräsident und andere hoch besoldete „Staatsdiener“ Angesichts dieser brodelnden Fehlentwicklung. Vermutlich nicht viel, sonst würde man sich doch intensiv Gedanken machen, wie dem beizukommen ist
Wir haben jahrzehntelang über die mafiösen Zustände in Italien gelacht. Heute haben wir nicht nur die italienische Mafia, sondern mafiöse Verbindungen aus den unterschiedlichsten Ländern der Erde zu Gast. Erst gestern habe ich von einem deutschen Gastronom erfahren, dass er „Besuch“ hatte bei dem er erfuhr, was mit seinem Restaurant passiert, wenn er nicht eine bestimmte Summe zahlen würde. Es geht also auch in der Provinz zu Sache. Hinterwäldler und sozialistische Glaubenskrieger denken immer noch, dass alles im Land Bestens sei und verdrängen mit Permanenz die prekären Entwicklungen vor ihrer Nase. sig
Berlin – Dreimal pro Tag wurde im vergangenen Jahr auf Berlins Straßen scharf geschossen. Der Bandenkrieg der Clans artet aus, die Polizei kämpft gegen Windmühlenflügel.
„Die Zahl eingesetzter Schusswaffen hat sich 2025 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt.“ Das sagte Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) am 12. März im Abgeordnetenhaus. Die Berliner Polizei registrierte 2025 insgesamt 1.119 „Schusswaffendelikte“, 2024 waren es 666. Von den ermittelten Tätern hatten 39,6 Prozent keinen deutschen Pass. Wie viele eingebürgerte Ausländer unter den Tätern waren, teilt die Polizei nicht mit.
Durchschnittlich wurde im vergangenen Jahr also dreimal am Tag geschossen – meistens auf offener Straße.
Über das jüngste Beispiel berichteten wir vor wenigen Stunden: Am Sonntag gegen vier Uhr morgens durchschlugen Pistolenkugeln die Fensterscheibe einer Bar in der Hermannstraße. Drinnen saßen Gäste, die glücklicherweise nicht getroffen wurden. Der Schütze feuerte aus einem fahrenden Auto auf die Bar.
Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Schießereien um Erpressungen und Revierkämpfe innerhalb der organisierten Kriminalität handelt. Es handelt sich um Clans, also mafiöse Banden, die auf offener Straße aufeinander schießen. Ihre Namen sind bekannt, ihre Mitglieder stammen überwiegend aus dem arabischen oder kurdischen Raum.
Und sie wachsen: Unter den Flüchtlingen aus Syrien hätten sich „gefährliche Netzwerke“ gebildet, berichtet der Clan-Forscher und Politikwissenschaftler Mahmoud Jaraba (45) von der Universität Erlangen.
Wir beobachten, dass sich unter einem kleinen Teil der syrischen Zuwanderer unterschiedliche kriminelle Strukturen herausgebildet haben. Dazu gehören familien- und verwandtschaftsbasierte Gruppen, aber auch Netzwerke, die eher über regionale Herkunft, persönliche Beziehungen und lose Allianzen funktionieren, erklärte Jaraba gegenüber FOCUS online.
Der Berliner Senat hat den Kampf aufgenommen, hauptsächlich gegen die Geldwäsche der Clans. Es ist aber ein Kampf gegen Windmühlenflügel, der viel härter geführt werden müsste. Dafür fehlen das Bewusstsein und der politische Wille.
https://www.bild.de/…/gunnar-schupelius-warum-wird-in…
Von Siegfried Gerdau
Der Mann, der diesen sybillinischen Spruch am 7. Oktober 1989 vor der Presse, anlässlich des 40. Jahrestags der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), verlauten ließ, leitete die Deutsche Wiedervereinigung bereits kurz darauf ein. Die kommunistischen Machthaber um Erich Honecker (Staatspräsident der DDR) hatten wohl nicht richtig hingehört, als Michail Gorbatschow die Notwendigkeit von Reformen hinzufügte. Der eigentliche und unblutige Systemsturz erfolgte jedoch durch die Bürger des Landes hinter dem „Eisernen Vorhang“. „Wir sind das Volk wurde zum Schlachtruf und führte letztlich zum Fall der Mauer.
Michail Gorbatschow, ein Politiker und Staatschef, der weltweit für eine der größten politischen und teilweise auch wirtschaftlichen Umwälzungen verantwortlich war, wurde in der westlichen Welt dafür geehrt und geachtet. Im eigenen Land hingegen überwiegend immer noch gehasst und verachtet. Der russische Staatspräsident der Sowjetunion wurde am 2. März 1931 in Priwolnoje geboren und starb am 30. August 2022 in Moskau.
Er war von März 1985 bis August 1991 Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und von März 1990 bis Dezember 1991 Staatspräsident der Sowjetunion. Er setzte mit Glasnost („Offenheit“), einem Bekenntnis zur Meinungsfreiheit, und Perestroika („Umbau“), insbesondere mit der Abschaffung der Planwirtschaft, neue Akzente in der sowjetischen Politik. In Abrüstungsverhandlungen mit den USA leitete er das Ende des Kalten Krieges ein.

1990 erhielt er, absolut zu Recht, den Friedensnobelpreis und anlässlich seines 80. Geburtstags 2011 schuf man den Mikhail Gorbachev Award – The Man Who Changed The World (Michail-Gorbatschow-Preis – Der Mensch, der die Welt veränderte). Mit ihm sollten Menschen geehrt werden, deren großartiger Beitrag zur Entwicklung unserer heutigen Welt unverkennbar sei, die jedoch dafür bislang kaum beziehungsweise gar keine Aufmerksamkeit oder Dankbarkeit erhalten hätten. UNO-Generalsekretär António Guterres würdigte Gorbatschow 2022 als Staatsmann, der „den Lauf der Geschichte verändert“ habe: Er habe „mehr als jeder andere dazu beigetragen, den Kalten Krieg friedlich zu beenden.
„Wenn Menschen Angst vor der politischen Macht haben, kann es zum Schlimmsten kommen. Wir brauchen Glasnost. Wir brauchen den Dialog zwischen der Gesellschaft und den Machthabern.“ Michail Sergejewitsch Gorbatschow.
Er beendete den Krieg gegen Afghanistan- im Dezember 1979 intervenierte die Sowjetunion (unter Leonid Breschnew) dort militärisch in dem Konflikt und setzte eine neue kommunistische Regierung ein. Mit der sowjetischen Invasion begann ein zehn Jahre andauernder Krieg zwischen der sowjetisch gestützten Regierung und von den USA unterstützten Widerstandsgruppen der Mudschahedin. Den Krieg Russlands gegen die Ukraine (Februar 2022) verurteilte Gorbatschow von Beginn an aufs Schärfste.
In Russland ist Gorbatschow dagegen weitgehend unbeliebt, weil er nach verbreiteter Meinung den Zusammenbruch der Sowjetunion und die folgende Phase wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit verursachte. Nach Gorbatschows Tod erklärte der Vizepräsident der Staatsduma, Witali Milonow: „Gorbatschow hat ein Vermächtnis hinterlassen, das für unser Land schlimmer als Hitler ist.“
Wir Deutsche in Ost und West hingegen haben Gorbatschow alles zu verdanken. Wer weiß wie sich die Dinge zu Zeiten des Kalten Krieges entwickelt hätten, wenn er nicht die Perestroika im gesamten Einflussbereich der damaligen Sowjetunion umgesetzt hätte. Putin, den er bereits schon im Vorfeld dessen Machtübernahme kritisch beobachtet hatte, konnte er nicht verhindern. Dass Deutschland und die gesamte westliche Welt wiederum Russland feindlich gegenüberstehen, war ganz gewiss nicht im Sinne des Reformers Michail Gorbatschow. Fakt ist jedoch und da muss man sich nichts vormachen. Wenn der Aggressor Wladimir Wladimirowitsch Putin aus welchen Gründen auch immer sein Amt verlässt, wird es einen „anderen Putin“ geben und ob der ein „neuer Gorbatschow“ sein wird, darf bezweifelt werden.