Bestreikt werden sollen ebenfalls die Lagerstandorte, etwa von Rewe, Penny und Lekkerland. Zusätzlich werden Beschäftigte von Pharma-Großhändlern aufgerufen, sich zu beteiligen.
Viele Menschen fragen sich ob ein Streik angesichts der schweren wirtschaftlichen Krise im Land besonders intelligent ist. Fakt ist: Da die Bundesrepublikaner immer weniger Geld in den Taschen haben und die galoppierende Preissteigerung viele Familien die Sorgenfalten auf die Gesichter treibt, fallen auch durch massive Kaufzurückhaltung die Umsätze in mittelständigen Unternehmen. Klar wollen und sollen die Mitarbeiter in den genannten Branchen ordentlich bezahlt werden, aber der Zeitpunkt ist sicher nicht der Richtige.
Ob die Gewerkschaft Verdi damit der ihr nahestehenden, aber erodierenden SPD einen Gefallen tut, ist ebenfalls mit einem Fragezeichen zu versehen. sig/Foto: KI
Die goldene 60 hinter dem Herborner Ehepaar Monika und Gerd Kring spricht für sich. 60 Jahre ist das Kaufmannsehepaar verheiratet und noch sehr gut im Schuss, wie man in der Bärenstadt sagt. Einen Teil ihrer Diamantenen Hochzeit feierten beide mit Kindern und Freunden bei Stavros Florinas in dessen Gaststätte „Omega“ in der Herborner Hauptstraße/Eingang Turmstraße. Martin Theis, „Chef de Cuisine“ und Freund des Hauses, stellte wieder seine Kochkünste mit einem tollen Jubiläumsmenu unter Beweis.
Ein halbes Leben lang versorgten Gerd Kring und seine Ehefrau die Herborner samt Anreinerkommunen zuverlässig und pünktlich mit Getränken, teils aus hauseigener Produktion . Vor wenigen Jahren haben die Beiden ihren geliebten Job an den Nagel gehängt und sind in den garantiert wohlverdienten Ruhestand getreten. Mit dem Jubelpaar freuten sich die Gäste des fast ausgebuchten Lokals bei guten Getränken und Essen. sig/Foto: Gerdau
Was die Bundesrepublik einst auszeichnete, fällt ihr heute auf die Füße. Schwache und von der allgemein positiven Entwicklung abgehängte Bundesbürger wurden und werden in sozialen Netzen aufgefangen und unterstützt. Das Deutsche Sozialsystem funktionierte beispielhaft und man konnte, ja man musste es sich leisten können. Die Deutsche Sozialhilfe ist, wie es schon der Name sagt, für Bundesbürger geschaffen worden.
Dann kamen Menschen aus vielen Ländern der Welt, denen durch Krieg und anderen Unruhen die Existenz geraubt wurde. Deutschland wollte helfen und hilft immer noch, aber mittlerweile auch denen, die lediglich eine Chance auf ein besseres Leben sehen. Das ist an und für sich nicht verwerflich, aber irgendwann nicht mehr bezahlbar. Wir sprechen heute von Summen in zig Milliardenhöhe und das ohne erkennbare Gegenleistung für ein Land, dass schon seit Menschengedenken Vorreiter in technischer ⁹und wirtschaftlicher Entwicklung war. Kurzum wir schaffen es nicht mehr mit unseren finanziellen Möglichkeiten.
Dazu kommt, dass der Wohnungsmarkt zusammengebrochen ist und die Teile der Bevölkerung, die durch ihre Arbeit das Staatssystem noch hochhalten, keine Wohnung mehr erhalten oder einfach nicht mehr bezahlen können. Natürlich gilt das auch für unser⁹ Gesundheitssystem. Je mehr Menschen ins Land strömen, die auf absehbare Zeit keinen eigenen Cent für die Erhaltung ihrer Gesundheit ausgeben, müssen die Beitragszahler/Steuerzahler das Minus auffangen. Auch dabei ist ein Kipp-Punkt erreicht.
Eine zufriedenstellende und praktikable Antwort aus der Politik, die sich mit dem eigentlichen Problem befassen müsste, kommt nicht und nicht einmal halbherzig. Die Menschen in Deutschland und hier muss man ganz deutlich sagen, die Steuerzahler in Deutschland, erwarten jedoch mit Fug und Recht Antworten aus dem politischen Spektrum.
Wer intensiv die Negativentwicklung unseres Landes verfolgt und sich nicht durch gebetsmühlenhafte Beruhigungssprüche einlullen lässt, weiß mittlerweile, dass sich in der großen Politik vieles nur um den Machterhalt dreht. Da ist kaum noch Zeit für die wirklich existentiellen Dinge in unserer Republik. Der Kampf gegen Rechts und ein wenig auch gegen Links sowie die Abwehr „bedrohlicher Oppositioneller“ nimmt einen breiten Raum ein. Jeder der da nicht mitzieht ist verdächtig und wer gar die politisch virtuelle Brandmauer in Frage stellt ist ein Demokratiefeind oder gar ein Nazi.
Antifaschisten ziehen prügelnd durch die Straßen, Omas stellen ihre Rollatoren zur Seite und marschieren mit. Die Spaltung der Gesellschaft hat die Mitte der Familien erreicht. Das erinnert an den lateinischen Spruch der Julius Cäsar zugeordnet wird. „Divide et impera“, also teile und herrsche. Das ist keine Erfindung unserer Zeit, aber immer noch ein probates Mittel, um Gegner zu spalten und dadurch daran zu hindern sich vereint gegen die eigenen Regierung zu stellen. Die Abläufe erinnern an die Weimarer Republik (1918 bis 1933) und deren schreckliche Weiterentwicklung. Damals fehlte das Vertrauen der Bevölkerung in das zarte Pflänzchen der neuen Demokratie. Linke Kräfte zogen gegen reaktionäre Bewegungen „ins Feld“. Die schwache Regierung hatte aufgrund der wirtschaftlichen Not und der zerstrittenen Parteienlandschaft dem Treiben wenig entgegen zu setzen.
Das Ergebnis dieser unglücklichen Politik ist hinreichend bekannt. Nach nur wenigen Jahren totalitärer und verbrecherischen Herrschaft, die auf immensen Schulden und Machtmissbrauch basierte, griff Hitler zu dem probaten Mittel, dem Krieg. Das Deutsche Volk, politisch ungebildet und ideologisch gleichgeschaltet, machte mit und erlebte eine sicher nicht unverdiente Katastrophe ungeahnten Ausmaßes.
Was hat das alles mit unserem ausufernden und nicht mehr bezahlbaren Sozialsystem zu tun. Lapidar gesagt alles. Wenn einst stabile Strukturen ins Wanken geraten und die Menschen im Land nicht nur beunruhigt, sondern sich teils auch in einer Situation der Existenzgefährdung befinden, sinkt die Bereitschaft sich für den Staat einzusetzen. Das hat Folgen und könnte zu einer Wiederholung der genannten Weimarschen Verhältnisse führen. Wenn kein Geld mehr für die immer maroder werdende Infrastruktur da ist, obwohl die Steuereinnahmen so hoch wie noch nie sind, kommen Fragen zum Umgang mit dem mühsam erarbeiteten Steuergeld auf. Die über die Jahre geplünderten Rentenkassen sind ebenfalls leer und damit steht das Bismarck’sche Rentensystem auf der Kippe. Unvorstellbar für ein Land, dass einst mit Hilfe der Erhard’schen sozialen Marktwirtschaft glänzte.
Nicht nur Industriebetriebe wandern ab oder gehen in die Zahlungsunfähigkeit. Auch hier muss das schon anderweitig ausgelastete Sozialsystem greifen, um die „freigestellten“ Arbeitnehmer zu schützen. Dafür reicht es noch knapp, aber diese einstigen Steuerzahler fallen weg und der Rest muss übernehmen. Sie müssen sich noch mehr einschränken und wer das alles mit dem Krieg im Nahen Osten oder der Ukraine begründet ist ein Scharlatan.
Fakt ist, wenn fachlich ungebildete Ideologen ohne jegliches Interesse für menschliche Schicksale an den Rädern der Macht drehen dürfen oder zumindest dabei helfen, bricht auch ein bedeutendes Wirtschaftssystem wie Deutschland, auf lange Sicht gesehen, zusammen. Der deutlich spürbare Abgesang des Sozialsystems ist eine unübersehbare Warnung, die aufrütteln muss. Wer die Augen davor verschließt und denkt es ginge immer irgendwie weiter, ist auf einem brüchigen Holzweg. sig/Foto: Gerdau
„Einwanderung in den Sozialstaat bedroht den Zusammenhalt! Fakt ist: Immer mehr Zuwanderer drängen in unser Sozialsystem – und bringen das System an die Belastungsgrenze und an den Rand des Kollapses“, sagt CSU-Innenexperte Stephan Mayer gegenüber Bild. Mehr als 22 Milliarden Euro Bürgergeld fließen an Nicht-Deutsche Leistungsempfänger. Mayer spricht von einem „überlasteten Sozialstaat“. Das löse Wut bei denen aus, die diesen finanzieren. „Für Bedürftige ist immer weniger Geld da, weil die Falschen, die nie in das System einbezahlt haben und das nie tun werden, von uns alimentiert werden.“
Sozialhilfe erhält nicht, wer nicht hilfebedürftig ist und sich vor allem durch Einsatz seiner Arbeitskraft, seines Einkommens und seines Vermögens selbst helfen kann oder wer die erforderliche Leistung von anderen, insbesondere von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen, erhält (Nachrang der Sozialhilfe, § 2 SGB XII).
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Immer weniger Menschen wie diese schwer arbeitenden Mitarbeiter in den deutschen Weinbergen, stehen als Einzahler den sozialen Systemen zur Verfügung. Dem gegenüber steht ein Heer von Sozialhilfeempfänger, die nie einen Cent in die Kassen gezahlt haben.
Vom 8. bis 30. Mai 2026 präsentiert das ArtHaus Herborn in der Hauptstraße 16–18 die neue Ausstellung „Handwerk trifft Kunst“. Die Schau vereint eindrucksvolle Holzkunstarbeiten von Reinhold Merte mit farbintensiver Malerei von Jutta Ehe und zeigt, wie eng handwerkliche Präzision und künstlerischer Ausdruck miteinander verbunden sein können.
v.l. Daniel Benner, Reinhold Merte und Jutta Ehe
Die Vernissage am 8. Mai zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. In einer warmen, offenen Atmosphäre bot sich Gelegenheit zu intensiven Gesprächen mit den Künstlerinnen. Viele Gäste zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt und Ausdruckskraft der Exponate.
Reinhold Merte präsentiert kunstvoll gestaltete Holzobjekte und Möbelstücke, die durch ihre organischen Formen und feinen Oberflächen bestechen. Die Malerin Jutta Ehe zeigt Werke, die von ihren zahlreichen Reisen nach Marokko inspiriert sind. Ihre Bilder verbinden kräftige Farben, Lichtstimmungen und architektonische Eindrücke zu lebendigen Kompositionen, die den Betrachter unmittelbar in die Atmosphäre nordafrikanischer Städte und Landschaften eintauchen lassen.
Für die meisterhafte musikalische Begleitung der Vernissage sorgte der Herborner Gitarrenlehrer Daniel Benner.
Die Ausstellung ist freitags und samstags von 11 bis 18 Uhr sowie sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen sind telefonisch unter 0157 33267566 erhältlich. sig/Fotos: Gerdau
Die Hörbacher Viehweide zählt zu den ökologisch wertvollsten und größten Offenlandbiotopen der Region. Die Freunde der Flora Herbornensis e.V. laden zu einem 90 minütigen Exkurs am Samstag (16. Mai 26, 14 Uhr) in diesem Gebiet ein. Treffpunkt ist die Hinweistafel des CVJM, nahe dem Sportplatz Hörbach. Dabei ist auch wieder Förster Bernhard Klement. Zur Zeit blüht dort ein Meer an kleinem Knabenkraut. Die Freunde der Flora hoffen, dass es in einer Woche immer noch so schön blüht. Aber es geht nicht nur um das Knabenkraut, sondern auch um die Besonderheit unserer alten Kulturlandschaft.
Info: Mittlerweile hat Anne Krüger-Zechlin in Hörbach noch mindestens vier weitere Wiesen mit dem kleinen Knabenkraut entdeckt. Allerdings nicht in einer solch dicht bewachsenen Population wie bei der CVJM-Wiese. Fest steht jedoch , dass das kleine Knabenkraut an drei verschiedenen Stellen in Wiesenabschnitten wächst, die die Stadt Herborn als zukünftige Gewerbefläche plant. Das kleine Knabenkraut ist allerdings streng geschützt und steht unter Bundesnaturschutz. Es darf weder ausgegraben, zerstört noch gepflückt werde. Bei einer Ausweisung als Gewerbegebiet muss die Kommune eine Umweltprüfung vornehmen. Die Freunde der Flora Herbornensis e.V. werden im Verbund mit dem Herborner Vereinsbündnis Mitte Mai schriftlich die Stadt Herborn auf dieses Vorkommen hinweisen.
Für zukünftige Teilnehmer am Workshop „Salz“ bitte das Blütensammeln nicht vergessen. Momentan blüht noch: Löwenzahn, Bärlauch, Wiesenschaumkraut, kriechender Günsel und Gundermann. Es können auch junge Birkenblätter gesammelt und getrocknet werden.
Am Samstag (16. Mai 2026) laden der Marburger Tenor Hubert Schmid, die Klarinettistin Regina Rohrer und der Pianist Jonathan Rohrer um 19 Uhr in den Pfarrsaal Herborn ein. Mit einem abwechslungsreichen Programm feiern die drei Musiker den Frühling und besingen die Liebe in all ihren Facetten – vom zarten Entstehen bis zum melancholischen Vergehen.
Hubert Schmid
Im Mittelpunkt des Abends stehen die selten aufgeführten „Sechs deutschen Lieder für Gesang, Klarinette und Klavier op. 103“ des Kasseler Komponisten Louis Spohr. Diese 1837 entstandenen Lieder sind ein besonderes Juwel der Romantik: Spohr, bekannt für seine experimentierfreudigen Besetzungen, schuf hier ein Werk, das die klangliche Verbindung von Stimme, Klarinette und Klavier auf einzigartige Weise auslotet. Die Lieder, darunter „Sei still, mein Herz“ und „Das heimliche Lied“, erzählen von Sehnsucht, Naturverbundenheit und der zarten Melancholie des Frühlingserwachens.
Umrahmt werden die Spohr-Lieder von Richard Strauss’ sinnlichen Liedkompositionen, die mit ihrer opulenten Klangsprache und emotionalen Tiefe das Programm bereichern. Besonders die berühmten Lieder wie „Morgen!“ und „Cäcilie“ stehen für die unnachahmliche Kunst Strauss’, poetische Texte in Musik von atemberaubender Schönheit zu verwandeln.
Ein weiteres Highlight des Abends ist Franz Schuberts „Der Hirt auf dem Felsen“ (D 965), eine der letzten und grandiosesten Kompositionen des österreichischen Meisters. Das Werk, entstanden 1828, vereint Gesang, Klarinette und Klavier zu einer berührenden Szene: Ein Hirte steht auf einem Felsen, sein Lied hallt durch die Täler – ein Symbol für Sehnsucht, Natur und die tröstende Kraft der Musik. Schubert schuf dieses Stück als Hommage an die berühmte Sängerin Anna Milder- Hauptmann und verband darin Texte von Wilhelm Müller und Helmina von Chézy zu einem poetischen Dialog zwischen Stimme und Klainette.
Den Abschluss des Konzerts bilden Robert Schumanns „Phantasiestücke für Klarinette und Klavier op. 73“, interpretiert vom Kovács Duo (Regina und Jonathan Rohrer). Schumann komponierte diese drei Charakterstücke 1849 in nur zwei Tagen – ein Zeugnis seiner schöpferischen Leidenschaft. Die Stücke, die von zarter Innigkeit bis zu feuriger Virtuosität reichen, gelten als Meisterwerke der romantischen Kammermusik und zeigen Schumanns besondere Vorliebe für die Klarinette als „Seeleninstrument“.
Karten 12 Euro (8 Euro an der Abendkasse) erhältlich.
Regina und Jonathan Rohrer
Regina und Jonathan Rohrer konzertieren seit Jahren erfolgreich als Duo in ganz Deutschland und sind für ihre lebendigen, einfühlsamen Interpretationen bekannt. Ihr Spiel verbindet technische Brillanz mit einer tiefen musikalischen Verständigung.
Text: Johann Lieberknecht, Kantor Stadtkirche + Theol. Seminar der EKHN Herborn
Bei bestem Maiwetter wurde die Ausstellungs-Wiese vor dem Altenwohnheim Mayer in Sinn am vergangenen Sonntag zur Bühne für automobile Klassiker: Die Young- und Oldtimer IG Alter Dillkreis 2002 veranstaltete gemeinsam mit dem Altenwohnheim Mayer das 3. Maikäfertreffen – und zahlreiche Besucher kamen.
Im Mittelpunkt standen die liebevoll gepflegten Käfer -Modelle aus den 1960er und 70er Jahren, darunter auch begehrte Cabrio-Varianten mit offenem Verdeck Ergänzt wurde das Feld durch Karmann Ghia, frühe Golf-Modelle sowie Klassiker von Opel, Mercedes-Benz, BMW, Jaguar und Cadillac und mehr.
Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, mit den Fahrzeugbesitzern ins Gespräch zu kommen und mehr über Geschichte und Restaurierung der Oldtimer zu erfahren. Für das leibliche Wohl sorgten unter anderem die beliebten „Schrauberwürstchen“ von einem umgebauten Feuerwehr-Anhänger sowie Waffeln und Popcorn.
Auch für Kinder war etwas geboten: Am Stand des Waldkindergartens „Pfützenhüpfer -Sinn“ konnten sie Samenkugeln basteln. Die Bewohner des Altenwohnheims Mayer verfolgten das Geschehen vom Straßenrand aus und ließen sich von den Fahrzeugen in vergangene Zeiten zurückversetzen.
Die Veranstaltung war nicht nur ein Treffpunkt für Oldtimerfreunde , sondern auch ein Zeichen gelebter Gemeinschaft. Der Erlös des Tages wird an soziale Einrichtungen und Vereine in Sinn gespendet. Text: Dieter Jung
Ein Netzfund, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte, weil die einschlägigen Medien dazu nicht bereit oder in der Lage sind. sig
Genauer hinschauen und selber denken ist das Gebot der Stunde.
Je irrer die Zustände, desto grandioser die Kommentierung durch all jene Stimmen, die der Sprachlosigkeit erfahrungsgemäß am besten Ausdruck verleihen könnten, es jedoch häufig nicht machen. Don Alphonso hat es in einem Artikel in der WELT getan. (Auszüge): --------------------------------------------------
„Gestern wurde eine desaströse Umfrage für die sogenannten Volksparteien veröffentlicht, und die hatte es in sich: 17,1 Prozent für die einst stolze CDU von Erhard und Adenauer, 12 Prozent für die rauchenden Reste des Erbes von Brandt und Schmidt, und 4,9 Prozent im Bund nur noch für die CSU, die ich noch als alles beherrschende Staatspartei kannte. 4,9 Prozent heißt, die Partei käme nur noch über Direktmandate in den Bundestag, aber nicht mehr über die 5-Prozent-Hürde. [Alle MdB der CSU im vergangenen und im jetzigen Bundestag sind Direktmandate. Eigentlich hätte die CSU sogar noch mehr Direktmandate, wenn es die Wahlrechtsreform der Ampelkoalition nicht gegeben hätte. Es wird im Laufe dieser Legislaturperiode eine erneute Wahlrechtsreform geben, die garantieren wird, dass künftig wieder alle Wahlkreisgewinner ihren Platz im Parlament einnehmen können. Insofern besteht bei der CSU kein Grund zur Sorge.]
Das gab es noch nie. Und das wäre vor 10 Jahren auch unvorstellbar gewesen, so unvorstellbar wie der Umstand, dass es rechts von der CSU eine Partei gibt, die sie in diesem reichen Musterstaat in manchen Stimmbezirken überflügelt. Die Söder-CSU macht es wie die bayerische SPD und vertagt die Debatte über ihr desaströses Ergebnis bei der Kommunalwahl in fernste Zukunft.
Und dann ist da noch die Reform der Krankenkassen, die deutsche Familien staatlich gewollt betrügt und den Bund von den Lasten seiner bevorzugten Kostgänger im Bürgergeld weitgehend entlastet. So entbindet man die Ministerien von der Unzumutbarkeit, das Geld, das die gesetzlich Versicherten zusätzlich ausgeben müssen, selbst einzusparen. Wie kann man so etwas beschließen, das weiten Teilen der eigenen Wählerschaft ins Gesicht spuckt, und glauben, das sei akzeptabel?
Was ich mich frage, ist: Ist das Desaster, das wir erleben, der synchrone Untergang von drei früheren Volksparteien und der Aufstieg einer einzigen Volkspartei, die vom sächsischen Automechaniker bis ins angeblich grüne Berlin die stärkste Kraft werden kann – ist dieses Desaster etwas, das man angesichts der eigenen Machterhaltung für die kommenden Jahre akzeptiert? Oder ist das etwas, das die Beteiligten hinter ihren Schranken, Mitarbeitervorzimmern und Gremienabsprachen grundsätzlich nicht mehr verstehen?
Meine Befürchtung ist, dass wir es mit der zweiten Variante zu tun haben, denn schon die FDP ist mit der Ampelregierung lieber untergegangen, als frühzeitig Grenzen zu ziehen: Sie ist heute APO, dafür ist Ferda Ataman immer noch Antidiskriminierungsbeauftragte, “ angeblich kann man das Geschlecht wechseln und sicher Haschisch konsumieren.
Wir haben ein drohendes Verbrennerverbot, den Niedergang der Autoindustrie für Klimaziele, für die uns die Welt auslacht, und all die Kaskadeneffekte vom Zulieferersterben bis zu sinkenden Hauspreisen. Die Vorstellung, in einem kollabierenden Immobilienmarkt zwangsweise energetisch sanieren zu müssen, ist etwas, das man bei der Weißwurst nicht erklären kann. Diese Politik ist für die Menschen ein persönlicher Albtraum und die Gefährdung ihrer privaten Existenz. Sie haben Angst und nicht den Eindruck, dass diese Angst verstanden wird.
Das bedeutet, dass sie ein Haus kaufen wollen, heiraten, Kinder in Schulen schicken, in denen Deutsch nicht optional ist, und ihr Erspartes nicht in ein Auto stecken, das drei Nettojahresgehälter nach allen Abzügen kostet, nur damit es mit Strom fährt.
All das, was die Regierung begünstigt – illegale Einwanderung, fortgesetztes Afghanen-Einfliegen, Syrer-nicht-Heimschicken, Elendsverwaltung, Sozialbetrug, Beamtenwasserköpfe mit immensen Privilegien, aufgeblähte Ministerien und Bürokratie, die an den eigenen Vorschriften erstickt und nicht mal mehr in der Lage ist, für sicheren Nahverkehr zu sorgen – wollen sie nicht. Das wählen sie nicht. Sie sind damit nicht rechts, sie verlangen nur das, was früher in jedem Parteiprogramm der Volksparteien stand. Sie wollen in Frieden in ihrem hübschen Dorf im September ein Weinfest bei der Freiwilligen Feuerwehr abhalten. Was trägt die Politik in Berlin zum Gelingen bei?
Nichts. Nur noch mehr Schulden zum Stopfen von Löchern und Aufgaben für die Kommunen zur Lösung globaler, zu uns eingeladener Krisen. Man lädt alles bei Dörfern ab, die keinen Wohnraum für die eigenen Bewohner mehr haben.Wir haben eine Staatsquote höher als in China, wir bezahlen Entwicklungshilfe für die Raumfahrtnation Indien, wir nehmen Rekordschulden auf. Wieso glaubt diese Blase in ihren Berliner Büros, die Menschen würden sich am Weißwurststand auf dem Wochenmarkt treffen und sagen: Hurra! Endlich eine Regierung, die die richtigen Reformen anpackt und die Weichen für die Zukunft stellt.
Es mag Journalisten geben, die es als ihre Aufgabe betrachten, diesen Beutestaat weiter zu verteidigen, weil alles andere mit einer Schwefelpartei schlimmer ist. Aber ich habe aufgegeben. Ich kann das nicht. Es ist völlig unmöglich. Das Land ist in Ordnung, die Menschen sind gut – was eine umfassende Reform braucht, ist das abgekapselte System in Berlin, das glaubt, es könnte tun, was ihm passt, und es würde am Ende schon damit durchkommen. Die Leute würden sich schon beruhigen.
Was geht in diesen Politikerköpfen vor? Was haben die mit dem Land zu tun, in dem Bäckereien reihenweise an den Energiepreisen zugrunde gehen? Welche Relevanz wird Menschen jenseits von Strategiekonzepten der eingekauften Agenturen zugestanden? Ich habe den Betrieb von innen durchaus erlebt, und natürlich muss man Kompromisse machen. Aber inzwischen wird nicht mehr überzeugt, sondern auf fundamentale Zweifel mit immer mehr Selbstüberzeugung reagiert. NGOs framen klassische Lebensmodelle als Gefahr für die neue Gesellschaft. Der Bürger wird als faul und unwissend beschimpft, verbreitet schlechte Laune und muss Abstriche hinnehmen. Der Unternehmer soll 1000 Euro zahlen. Wenn es keine Wohnungen gibt, gibt es keine Wohnungen. Es wird keine Steuererhöhungen geben, aber eine Zuckersteuer wird nicht erhöht, sondern gleich neu erfunden.“
Die komplette Kolumne: https://www.welt.de/kultur/stuetzen-der-gesellschaft/plus69f2ed98052adba8a89e5044/umfrage-desaster-pardon-aber-was-geht-in-den-koepfen-dieser-politiker-vor.html
Der „Kommentator Don Alfonso“, heißt mit „bürgerlichem Namen“ Rainer Meyer. Er ist ein deutscher Journalist und Blogger, der unter dem Pseudonym Don Alphonso (oft auch scherzhaft „Don Alfonso“ geschrieben) bekannt wurde. Kurz zu ihm: Schreibt seit vielen Jahren Kolumnen, u. a. für die Zeitung Die Welt Früher auch aktiv bei Frankfurter Allgemeine Zeitung Bekannt für seine meinungsstarken, oft polemischen Kommentare zu Politik, Gesellschaft und Internetkultur Hat eine eher konservativ-bürgerliche Perspektive und tritt häufig kritisch gegenüber linken Positionen und Social Media auf Sein Stil ist bewusst provokant, manchmal ironisch oder sarkastisch – deshalb polarisiert er stark: Einige schätzen ihn für klare Worte, andere kritisieren ihn für Zuspitzung.
Ein Vorfall bei dem eine ganze Horde illegaler Griller Polizisten angegriffen hat, veranlasste eine Kommentarschreiberin sich mit gutem Recht darüber zu echauffieren.
Leider versucht man immer noch Menschen, die schlimme Zustände im Land anprangern, in die „Rechte Ecke“ zu schieben. Das funktioniert aber zum Glück immer weniger. Wer Meinungsfreiheit mit den üblichen Totschlagargumenten unterdrücken will, ist entweder wenig Intelligent oder, was noch schlimmer ist, ein Demokratiefeind. sig
Polizisten sind der verlängerte Arm des Gesetzes und keine Prügelknaben für irgendwelches Gesindel
Hier der Kommentar aus dem Netz:
Ob Migranten oder Flüchtlinge welchen Grund haben die sich so hier zu verhalten? Ihnen steht teilweise mehr zu und es wird von Ihnen mit Füßen getreten. Sie nennen uns Schweinefresser, Kartoffeln und Ungläubige. Warum? Da man diese hier aufgenommen hat, um ihnen ein Leben in Frieden zu geben. Die Dankbarkeit dann so aussieht, dass so viele unserer Mitmenschen geschändigt oder getötet wurden und werden. Sie den Frieden in unserem Land zerstören! Wann finden die Menschen mal in ihre Stärke und vor allem in ihren Mut. Das ist keine Hetze, dass ist auch nicht Rechts. Eine Schneise der Gewalt zieht durch unser Land und wir schauen zu wie unsere Mitmenschen sterben oder geschändigt werden. Was hier passiert hat mit Respektlosigkeit zutun und Verachtung dem deutschen Volk gegenüber.
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