Hilfe für Kinder mit Atemwegserkrankungen

Gerade in der aktuellen Zeit mit Regen, Nebel und sinkenden Temperaturen sind besonders Kinder mit Erkrankungen der Atemwege in Not. Die bundesweit aktive Arbeitsgemeinschaft Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen (AAK) e.V. (AAK) bietet Hilfen für Betroffene und deren Angehörige an.

Atemwegserkrankungen im Säuglings- und Kleinkindalter können betroffene Eltern in besonderer Weise ängstigen. Es bestehen gerade beim ersten Kind Unsicherheiten, wie mit den zurzeit gehäuft auftretenden Atemwegserkrankungen angemessen umgegangen werden kann, da meistens noch keine hinlänglichen Erfahrungen vorliegen.

Angst und Unsicherheit können jedoch durch fundiertes vorhandenes Wissen bei den Eltern gemindert werden.

Helfend zur Seite stehende Hilfesysteme und der Austausch unter Eltern mit fachlicher Begleitung. Diese können lindernd und helfend für das Kind und stärkend für die Eltern wirken.

Dem Kind nahestehende Verwandte, wie Großeltern, Verwandte und Freunde können dem „Familiensystem“ kleine entlastende Dienste zukommen lassen. Außerdem können dies vor allem Fachdienste leisten, wie kindermedizinische Notfalleinrichtungen, ambulante Kinderkrankenpflege, die allen „Erwachseneneinrichtungen vorgeschaltet“ sein sollten um bei derlei Krisen den Familien helfend zur Seite stehen zu können.

Die momentan katastrophale Situation in den unterbesetzten, durch eine monetäre Sichtweise herbeigeführte Führung und der Bestand von Kinderkliniken -abteilungen sollte hier Notfallpläne bereithaben, die durch Hilfeeinrichtungen und vorhandene Pläne zumindest aktuell, außerhalb der längst fälligen Abschaffung der Fallpauschalen für Kinder, akut eingerichtet werden sollten.

Kontakt:

Arbeitsgemeinschaft Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen (AAK) e.V. – gemeinnütziger Verein, Bundesverband · Augustastraße 20, I. Etage · 35745 Herborn · Tel. 02772 9287-0 · Fax 02772 9287-9 · mitmachnetz@aak.de · www.aak.de.

Steuerberatungsbüro informiert

Viele Rentner erhalten zum 1. Dezember 2022 ebenfalls eine Energiepreispauschale von 300 Euro ausgezahlt.

Nach der Verabschiedung der gesetzlichen Grundlage durch den Bundesrat erhalten nun auch Rentnerinnen und Rentner eine Energiepreispauschale als Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro. Diese Pauschale bekommt, wer zum Stichtag 1. Dezember 2022 Anspruch auf eine Alters-, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente der gesetzlichen Rentenversicherung oder auf Versorgungsbezüge nach dem Beamtenversorgungsgesetz oder dem ersten und zweiten Teil des Soldatenversorgungsgesetzes hat. Der Anspruch besteht nur bei einem Wohnsitz im Inland.

Die Energiepreispauschale wird Anfang Dezember 2022 automatisch als Einmalzahlung durch die Rentenzahlstellen oder die die Versorgungsbezüge zahlenden Stellen überwiesen. Sie unterliegt nicht der Beitragspflicht in der Sozialversicherung, ist aber steuerpflichtig. Ob es tatsächlich zu einer höheren steuerlichen Belastung oder überhaupt zu einer Steuerfestsetzung kommt, hängt jedoch von den individuellen Verhältnissen im Einzelfall ab.

Die Energiepreispauschale kann aber sehr wohl dazu führen, dass für das Jahr 2022 erstmals oder einmalig eine Steuerveranlagung notwendig wird, wenn die steuerpflichtigen Einkünfte des Rentners im Jahr 2022 den Grundfreibetrag von 10.347 Euro überschreiten. Im Gesetzgebungsverfahren gab es bereits erste Kritik an der Steuerpflicht der Energiepreispauschale durch die Gewerkschaft der Finanzbeamten, weil die Rentnerpauschale anders als die Pauschale für Erwerbstätige steuersystematisch nicht die Anforderungen an steuerpflichtige Einkünfte erfüllt und damit nicht nur die bereits ausgelasteten Finanzämter weiter belasten, sondern wahrscheinlich auch zu zahlreichen Einsprüchen und Verfassungsbeschwerden führen wird.

Wer mehrere Renten bezieht (z.B. Altersrente und Witwenrente), erhält die Energiepreispauschale für Rentner nur einmal. Hier kommt es also nicht zu einer Vervielfachung des Anspruchs durch mehrere Renten. Die Energiepreispauschale für Rentner ist jedoch unabhängig von der in den meisten Fällen bereits im September ausgezahlten Energiepreispauschale für Erwerbstätige. Diese Zahlungen schließen einander nicht aus, und ein Rentner mit Nebenjob kann daher für beide Pauschalen – insgesamt also für Zahlungen in Höhe von 600 Euro – anspruchsberechtigt sein.

Für weitere Fragen zur Energiepreispauschale ist das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales montags bis donnerstags von 8:00 bis 20:00 Uhr unter der Telefonnummer 030 221 911 00

Diese Info kam vom

Steuerberater Ralf Hartmann

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Tel.: 0049 27 75 / 95 54 -0
Fax: 0049 27 75 / 95 54 54

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Steuerberatungsbüro Ralf Hartmann informiert

Bundestag und Bundesrat haben die Steuerentlastungen durch das Inflationsausgleichsgesetz deutlich aufgestockt und das Gesetz Anfang November verabschiedet.

Mit dem kommenden Jahreswechsel sollen die Steuerzahler deutlich mehr Geld in der Tasche haben. Diesen Plan setzt die Regierungskoalition mit dem Inflationsausgleichsgesetz um, das Bundestag und Bundesrat Anfang November verabschiedet haben. In der parlamentarischen Beratung sind die Entlastungen dabei noch einmal deutlich aufgestockt worden.

Kern des Gesetzes ist der turnusmäßige Ausgleich der kalten Progression und die Anpassung von Grund- und Kinderfreibetrag an die allgemeine Preisentwicklung. Insbesondere beim Kindergeld hat der Bundestag deutlich nachgelegt und die Leistung auf 250 Euro pro Monat ab dem ersten Kind festgelegt. Ursprünglich war für die ersten drei Kinder nur eine Anhebung auf 237 Euro vorgesehen. Hier ist ein Überblick über die Änderungen durch das finale Inflationsausgleichsgesetz:

  • Grundfreibetrag: Der auch als „steuerfreies Existenzminimum“ bekannte steuerliche Grundfreibetrag wird zum 1. Januar 2023 um 561 Euro auf 10.908 Euro angehoben. Für 2024 ist eine weitere Anhebung um 696 Euro auf 11.604 Euro vorgesehen. Ursprünglich war für 2023 nur eine Anhebung um 285 Euro und für 2024 um 300 Euro vorgesehen. Die aktuell hohe Inflationsrate hat hier zu einer deutlichen Nachbesserung im Gesetzgebungsverfahren geführt.
  • Steuertarif: Die sogenannten Tarifeckwerte werden entsprechend der erwarteten Inflation nach rechts verschoben. Das heißt, der Spitzensteuersatz soll 2023 bei 62.810 Euro greifen – eine Anhebung um 4.213 Euro im Vergleich zum Vorjahr (2022: ab 58.597 Euro). Für 2024 ist eine weitere Anhebung der Tarifgrenze um 3.951 Euro auf dann 66.761 Euro vorgesehen. Damit wird der Effekt der kalten Progression ausgeglichen. Die soge-nannte „Reichensteuer“ ab 277.836 Euro ist von dieser Anpassung ausgenommen und bleibt in 2023 und 2024 unverändert.
  • Kindergeld: Das Kindergeld wird zum 1. Januar 2023 für das erste, zweite und dritte Kind auf 250 Euro pro Monat angehoben. Ab dem vierten Kind gibt es schon jetzt 250 Euro. Für das erste und zweite Kind entspricht das einer Anhebung um 31 Euro, für das dritte Kind um 25 Euro. Durch die erneute Anhebung erhalten Eltern ab 2023 für alle Kinder 250 Euro Kindergeld im Monat – es ist die größte Erhöhung des Kindergeldes in der Geschichte der Bundesrepublik.
  • Kinderfreibetrag: Korrespondierend zur Anhebung des Kindergelds werden auch die Kinderfreibeträge für die Jahre 2022 bis 2024 angehoben, und zwar für 2022 rückwirkend von 2.730 Euro um 80 Euro auf 2.810 Euro. In 2023 steigt der Freibetrag pro Elternteil dann um 202 Euro auf 3.012 Euro und 2024 nochmals um 180 Euro auf 3.192 Euro.
  • Solidaritätszuschlag: Erstmals seit der Teilabschaffung des Solidaritätszuschlags wird der Freibetrag von bisher 16.956 Euro auf 18.130 Euro angehoben (bei Zusammenveranlagung 36.260 Euro statt 33.912 Euro). Die Anpassung des Freibetrags führt dazu, dass weiterhin nur die zehn Prozent der höchsten Einkommen dem Solidaritätszuschlag unterliegen und die Inflation nicht weitere Steuerzahler dem Solidaritätszuschlag unterwirft.
  • Unterhaltshöchstbetrag: Bereits zwei Mal wurde der Grundfreibetrag für dieses Jahr angehoben, ohne dass die sonst übliche korrespondierende Anpassung des Unterhaltshöchstbetrags erfolgt wäre. Dies wird nun nachgeholt und der Unterhalthöchstbetrag für 2022 steigt von 9.984 Euro auf 10.347 Euro. Außerdem wird die Anpassung für die Zukunft automatisiert, indem der Unterhaltshöchstbetrag künftig immer auf den jeweils gültigen Grund-freibetrag verweist.
  • Steuererklärungspflicht: Die Systematik zur Ermittlung der Arbeitslohngrenzen bei der Befreiung von der Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung wird angepasst und bezieht sich künftig auf die Summe aus Grundfreibetrag, Arbeitnehmer-Pauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschbetrag. Zusammen mit der Anhebung der steuerlichen Eckwerte soll das Inflationsausgleichsgesetz so auch zu weniger Verwaltungsaufwand führen. In der Entwurfsfassung ging das Ministerium noch von über 270.000 Steuerzahlern aus, für die die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung wegfällt, darunter rund 75.000 Rentner. Durch die aufgestockte Anhebung des Grundfreibetrags dürften diese Zahlen für die finale Fassung noch höher ausfallen.

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Steuerberater Ralf Hartmann

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TIP-TOP Dienstleistungen und Thomas Industrie- und Gebäudedienste unter neuer Dachmarke

tiptop GROUP lässt es ab sofort gemeinsam glänzen

Auf TIP-TOP-Reinheit und -Service können sich die Kunden des Reinigungsunternehmens „TIP-TOP
Dienstleistungen GmbH“ aus Zwickau verlassen. Mit Mitarbeitern in 16 Niederlassungen ist es in den letzten
Jahren zum größten seiner Art in Sachsen herangewachsen und bedient aktuell rund 75% der Fläche des
Freistaats. Schwesterunternehmen wie die seit 1953 in Driedorf ansässige „Thomas Industrie- und
Gebäudedienste GmbH & Co. KG“ oder auch tiptop Cleaning im slowakischen Tyrnau (Trnava) fungierten
bislang als eigenständige Unternehmen nach außen.
„Eigenständigkeit ist etwas, das bei uns für jede unserer Firmen auf jeden Fall bleiben wird“, sagt Niels Pfaff,
Geschäftsführer gleich mehrerer Unternehmen. „Die tiptop GROUP ist auch keine Holding, sondern lediglich
die Dachmarke, unter der wir die Firmen wie bisher weiterführen. Da wir aber jetzt schon beispielsweise die
Löhne zentral für alle rund 3.500 Mitarbeiter rechnen lassen, dürfen diese gerne wissen, dass sie zur aus
acht Einzelunternehmen bestehenden tiptop GROUP gehören.“
„Mit unseren Innovationen wollen wir auf die sich verändernden Gegebenheiten der Branche reagieren. Wir
haben seit Corona verstärkt mehr Kundenanfragen als Bewerbungen potenzieller Mitarbeiter. Mit
Investitionen wie in unsere ‚Cobotik‘, bei denen Mensch und Maschine zusammenarbeiten, wollen wir
zukunftsfest bleiben. Unseren Erfolg haben wir unseren Mitarbeitern aus insgesamt 72 Nationen zu
verdanken, die mit viel Engagement den eingeschlagenen Weg mitgehen“, so Pfaff weiter. Mit dem neuen
Markenauftritt möchte man auch Synergien nutzen, die über die gemeinsame Personalverwaltung
hinausgehen. Auditierungsschemas und Zertifizierungen sind jetzt schneller zu erlangen und für die gesamte
tiptop GROUP nutzbar.
In die Zukunft denken bedeutet für das Unternehmen auch, eine besondere Verantwortung gegenüber der
Umwelt wahrzunehmen. Geachtet wird auf umweltschonende Reinigungsgeräte und -mittel und die
Auswahl von Zulieferern und Dienstleistern anhand ökologischer Aspekte. Einmal jährlich wird der
Umweltbericht vorgestellt und seit diesem Jahr unterstützt die tiptop GROUP Aufforstungsaktionen.
„Auch an der Gebäudereinigungsbranche geht die Digitalisierung nicht vorbei. Unter dem Dach der tiptop
GROUP schaffen wir uns daher ein System an, dass wir alle gemeinsam weiterentwickeln werden. Mit der
neuen Dachmarke gehen wir jetzt gut aufgestellt gemeinsam in die Zukunft. Jedes unserer acht
Unternehmen für sich weiterhin allein – und dennoch unter dem Markendach tiptop GROUP, unter dem wir
es mit einem guten Gefühl zukünftig gemeinsam glänzen lassen“, so Pfaff abschließend.

Weihnachtsmarkt in Edingen

Von Siegfried Gerdau

Zum zweiten Mal in Folge veranstalten Lorena und Maximilian Lauer in Sinn-Edingen einen Weihnachtsmarkt, den sie augenzwinkernd Weihnachtszirkus nennen. Wenn man von Fleisbach in Richtung Edingen fährt, sieht man auf der rechten Seite am Ortsrand schon die vielen strahlenden Lichter. Mitten auf einer Wiese, nahe beim Haus des Ehepaars, haben sie gemeinsam mit zahlreichen Freunden aus dem Dorf ihren Weihnachzirkus aus dem Boden gestampft, der es mit vielen anderen Veranstaltungen dieser Art bequem aufnehmen kann.

Schon von weitem kann man die Lichter des Edinger Weihnachtsmarktes sehen.

Einer Glühweinbude, die sie auf dem Frankfurter Römer erwarben, schließt sich eine weitere Verkaufshütte mit leckeren Waffeln und Co. an. Die haben wir in Kassel gekauft, erzählt die gebürtige Waldgirmeserin. Vater Lauer, der auch für die gesamte Lichtanlage verantwortlich zeichnet, brät in einem Pavillon die heiß begehrten Würste. Über der Feuerstelle in der Mitte des Marktes, spannt sich ein Zelt, dass einmal als Fallschirm diente. Jetzt zieren viele LED-Lampen das Rund und oben auf der Zeltspitze prangt ein leuchtender Stern. Was veranlasst junge Menschen einen so beeindruckend schönen Weihnachtsmarkt zu stemmen. Die Antwort ist so einfach wie erschütternd. 2018 verlor das Paar ihr erst wenige Monate altes Kind und dann kam Corona mit all seinen Problemen. Wir wollten Mut machen und uns selber wieder ins Leben zurückholen, sagte Lorena. Es war von Anfang an klar, dass sie mit ihrem Markt ausschließlich karitative Einrichtungen unterstützen. So gingen im vergangenen Jahr die Einnahmen von 8 355 Euro fast ausschließlich an die Siegener DRK-Kinderklinik, in der auch ihr Kind behandelt wurde. Dieses Jahr wird der Erlös des Weihnachtszirkus an das Kinderhospiz in Olpe überwiesen. „Ohne die Unterstützung durch unsere vielen Freunde aus dem Ort wäre das alles kaum zu machen“, zeigt sich Lorena Lauer und Ehemann Maximilian dankbar.

Der Weihnachtszirkus wird auch an den kommenden Vorweihnachts-Samstagen jeweils von 16 bis 22 Uhr stattfinden. Am nächsten Samstag gibt es neben Glühwein und Kinderpunsch Lumumba, ein alkoholisches Mischgetränk bestehend aus heißem oder kaltem Kakao mit einem Schuss Rum. Im Pavillon bietet ein Weihnachtsbastler seine Erzeugnisse an und im Ziegenstall gegenüber der Weihnachtswiese bewachen Maria und Josef das Christuskind.

Obwohl Lorena Lauer durch eine Knieverletzung etwas gehandicapt ist, für ihre Besucher ist sie dennoch ständig präsent. Wenn das Gehen mit den Gehilfen zu anstrengend wird, setzt sie sich in den Weihnachtsrollstuhl, den ihr ein guter Freund hergerichtet hat. Fotos: Gerdau

Ausgezeichnet: Rittal gewinnt Industrie 4.0 Award für smarte Haigerer Fabrik

Mit dem Industrie 4.0 Award hat die Unternehmensberatung ROI-EFESO ein Industrie-Benchmark etabliert. Sie zeichnet jährlich Unternehmen aus, die mit smarten Fabriken Pionierarbeit für die deutsche Industrie leisten. In diesem Jahr gewinnt Rittal den „Industrie 4.0 Award 2022“ für die Digitalisierung der Fertigung im Werk Haiger mit der Schwestergesellschaft German Edge Cloud.

Die Ziele der digitalen Transformation in der Industrie sind klar definiert. Es geht um mehr Transparenz, Wissen und Geschwindigkeit. Mit ihrer gemeinsamen Lösung für diese Anforderungen – umgesetzt im Rittal Werk im mittelhessischen Haiger – konnte Rittal mit dem Schwesterunternehmen German Edge Cloud beim Industrie 4.0 Award von ROI-EFESO überzeugen. Dabei im Fokus: Wie können vor allem moderne IIoT-Technologien genutzt werden, um Prozesse kundenorientiert auszurichten, Effizienzpotenziale zu realisieren und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen? Rittal fertigt in Haiger mit 250 hochgradig digital integrierten Maschinen bis zu 8.000 Kompaktschaltschränke und Gehäuse pro Tag.

Rittal und German Edge Cloud überzeugten die 30-köpfige Jury aus renommierten Industrie-Führungskräften und Fertigungs-Spezialisten. Basis für die Jury-Entscheidung waren intensive Audits der Spezialisten von ROI-EFESO. „Technologien und Teamgeist werden im Rittal-Werk in Haiger vorbildlich miteinander vereint. Eine komplette Vernetzung vom Kunden bis zur Maschinensteuerung im Shopfloor und ein datengestütztes Lernen bringen das gesamte Unternehmen auch dort voran, wo klassische Automatisierung ihr Limit erreicht“, sagt Juror Dr. Ing. Jörg Ulrich, Executive Vice President, Head of Operations Region Europe, BSH Hausgeräte GmbH, bei der Preisverleihung: „In Summe setzt Rittals einzigartige Orchestrierung von Mitarbeitern, Maschinen und Daten neue Benchmarks für die Leistungsfähigkeit von Smart Factories.“

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung einer so fachkundigen Jury. Sie bestärkt uns darin, die Produktion als essenziellen Treiber der digitalen Integration des gesamten Unternehmens zu betrachten. Diesen Weg führen wir konsequent fort“, sagt Dr. Marc Sesterhenn, Chief Operations Officer bei Rittal. „Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen von German Edge Cloud ist es gelungen, die Daten so zu kontextualisieren, dass wir heute täglich Nutzen aus der neuen Transparenz in der Fertigung ziehen“, ergänzt Moritz Heide, Head of Digital Operations bei Rittal.

Strahlende Gewinner bei der Preisverleihung des Industrie 4.0 Awards 2022: Jürgen Kromer (l.), Vice President Production Rittal Haiger, und Moritz Heide, Head of Digital Operations bei Rittal.

In Haiger hat German Edge Cloud einen Virtual Service als Teil des ONCITE Digital Production System umgesetzt. Das System sammelt und strukturiert Daten verschiedenster Quellen, ergänzt sie mit Signalen, Bild- und Sensordaten und macht sie für einen Kreislauf aus Analytics, Alerts und Live-Dashboarding nutzbar: „Die detaillierte Visualisierung der Fertigungsprozesse in nahezu Echtzeit ist ein leistungsfähiges Instrument, um Optimierungspotenziale zur Steigerung der Gesamtanlageneffektivität zu identifizieren“, so Dieter Meuser, CEO Digital Industrial Solutions bei German Edge Cloud. 

Problemlöser auf dem Weg zur Smart Production

Moritz Heide benennt aus seiner Erfahrung zwei wesentliche Problemlöser für den Weg zur Smart Production. Erstens: Hohe Datenqualität und durchgängige Daten nicht nur innerhalb der Fertigung, sondern auch im relevanten Umfeld. Wenn es gelingt, für Anlagen, Produkte und Fertigungsprozesse je einen vollständigen digitalen Zwilling zu erzeugen und diese klug zu verbinden, sei das ein Hebel auf dem Weg zur Smart Production.

Zweitens: Domänenwissen aus Automatisierung und IT zusammenbringen – menschlich und technologisch. „Wir haben interdisziplinäre Teams im Projekt, Ramp-Up und Support der Systeme gebildet. Die Funktion ‚Call-4-Help‘ mit mehrstufigem Support im System sorgt nicht nur dafür, dass die Teams effizient zum Einsatz kommen. Wir können dadurch die Einsätze und Problemlösungen erfassen und mit Daten aus dem Feld abgleichen, um Ursachen zu analysieren und kontinuierlich besser zu werden“, erläutert Heide. Foto und Text: Rittal

Stammtisch für Stoma-Träger

Von Siegfried Gerdau

Einen Stammtisch für „Beuteltiere“ hat Gabriele (Ele) Schmidt in Driedorf-Mademühlen ins Leben gerufen. Den Namen wählte die 55-Jährige in Anlehnung an die gleichnamige, bundesweit aktive Selbsthilfegruppe der Stoma-Trägerinnen und Träger „BeuteltierNetzwerk e.V.“. Gabriele Schmidt ist selber seit Jahren Stoma-Trägerin und möchte gemeinsam mit anderen Betroffenen einen Erfahrungsaustausch herbeiführen. Wichtig für sie ist es wichtig deutlich zu machen, dass es viele Menschen mit dieser vermeintlichen Einschränkung gibt, die keine sein muss. Für sie selber war ihr damaliger Entschluss, sich diesem Eingriff zu unterziehen, genau der richtige Weg, den sie bisher keine Sekunde bereut hat. „Ich gebe zu, dass ich dies nicht zuletzt auch meiner lebensbejahenden Frohnatur zu verdanken habe.“ Auch die Tatsache, dass ihr Mann immer an ihrer Seite stand und noch immer steht, habe ihr sehr geholfen, fügt sie hinzu. Mit dem Stammtisch „Beuteltiere“ möchte Schmidt alle Stomata-Patienten ansprechen und ihnen Mut machen. Dabei sei es völlig unbedeutend welche Art von Problemen das sind. Menschen mit und ohne Blase, ob sie einen Stomabeutel oder Blasendauerkatheter tragen. Menschen die mit suprabubischen Blasenausgängen oder einer Nierenfistel Probleme haben, sind alle ebenso willkommen, wie ehemalige Stoma-Träger oder einfach nur Interessierte.

Gabriele Schmidt hat den Stammtisch „Beuteltiere“ gegründet.

Wichtig für sie ist, dass ihre zukünftigen Stammtischfreunde sich vorstellen können, im Kreise Betroffener Spaß miteinander zu haben. „Wir wollen nicht nur mit unserem Schicksal hadern, sondern uns austauschen, Tipps geben und trotzdem oder gerade deswegen miteinander fröhlich sein und zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht alleine sind “, sagt Ele Schmidt. Der Termin für den 1. Stammtisch ist für Samstag 14. Januar 2023 in der Pizzeria Al Lago an der Driedorf-Mademühlener Krombachtalsperre geplant. Weitere Informationen und zusätzliche Terminabsprachen Mobil unter: +491522 485 2990.   

Der Begriff „Stoma“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Mund“ oder „Öffnung“. Im Zusammenhang mit einem operativen Eingriff bedeutet „Stoma“ eine künstliche Körperöffnung oder ein künstlicher Darmausgang. Darunter versteht man eine operativ angelegte, offene Verbindung zwischen einem inneren Hohlorgan (zum Beispiel Darm) und der äußeren Haut. Die Verbindung dient entweder dazu, dem Organismus etwas zuzuführen (Tracheo- oder Gastrostoma) oder Ausscheidungen des Körpers abzuführen (Urostoma, Darmstoma, Enterostoma). Das Darmstoma wird oft auch als „künstlicher Ausgang“, „Seitenausgang“, „Darmausgang“ oder „Anus praeter“ bezeichnet.  

Klimasünder Handy

Von Siegfried Gerdau

Die Klimasünde ist besonders in Deutschland mittlerweile ein gewaltiges Totschlagargument. Alleine das Dasein eines Menschen stelle für sich alleine schon eine Klimabelastung dar, so hört man. Das erinnert sehr stark an die Vorgehensweise christlicher Religionen. Dort heißt es: „Du kommst als Sünder auf die Welt, aber du kannst gerettet werden“.

Wenn man dies aufs Klima umsetzt, könnte es heißen: „Du bist grundsätzlich schuld, wenn die Erde am CO2-Ausstoß erstickt“, aber du kannst aufhören zu konsumieren. Vermutlich richtig und wissenschaftlich nachweisbar ist diese These sicherlich. Pauschales Vorgehen ist allerdings nie besonders hilfreich und so bin ich einmal ins Detail gegangen. Wie sieht es eigentlich mit dem Gebrauch von mobilen Funktelefonen, den sogenannten Handys aus. Belastet dieses moderne Kommunikationsverhalten auch die Umwelt und besonders das weltweite Klima? Wie begegne ich jemand, der mir mit dem Handy in der Hand oder in der Tasche vorwirft, ein Klimasünder zu sein?

Der Kauf und die Benutzung eines Smartphones ist alles andere als klimaneutral. Foto: Gerdau

Fakten als Argumentationshilfen

Die Produktion und der Betrieb von Smartphones sorgen in Europa für 14 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr.

Der Anteil, den die Smartphone-Produktion daran hat, ist um ein Vielfaches größer als jener anderer Elektronikprodukte wie PCs oder Laptops. Bei jährlich 1,4 Milliarden verkauften Smartphones weltweit ist das nicht verwunderlich.

Laut Greenpeace verschlingt die weltweite Smartphone-Produktion 968 Terawattstunden Strom.

Die Menge macht das Gift

Ein durchschnittliches Handy verursacht ohne Netzwerk- und Internetnutzung über seinem Lebenszyklus schon etwa 48 Kilogramm CO2-Äquivalent. Macht bei 30 Millionen verkauften Geräten in Deutschland: 1,44 Millionen Tonnen CO2, die diese Geräte von der Herstellung bis zur Entsorgung verursacht haben werden.

Der jährliche CO2-Ausstoß des weltweiten Internets ist inzwischen fast doppelt so groß, wie der des Flugverkehrs rund um den Globus.

Dass das Fliegen im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln umweltschädlicher ist, ist bekannt. Eine Studie aus Großbritannien fand nun heraus: Etwas ganz Alltägliches wie das Internet oder Computer haben mindestens einen gleichgroßen oder sogar einen größeren CO2-Abdruck als der gesamte Flugverkehr weltweit.

Mein kleines Handy kann doch dem Klima nicht schaden

Das liegt vielmehr daran, dass vier Milliarden Menschen – mehr als 53 Prozent der Weltbevölkerung – das Internet nutzen. Es ist also die Summe der Internet-Nutzer, die für einen hohen CO2-Abdruck sorgt.

The Shift Project, ein französischer Think-Tank, der sich intensiv mit dem CO2-Ausstoß des Internets befasst, hat in einer Hochrechnung ermittelt, dass der Internet-Konsum für 3,7 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist.

Eine Stunde ein Video streamen: 3,2 Kilogramm CO2e

Eine Google-Suchanfrage: 0,2 Gramm CO2e

Einfache E-Mail (ohne Anhang): 4 Gramm CO2e

E-Mail mit Fotoanhang: 30 Gramm CO2e

Spam-Mail: 0,3 Gramm CO2e

Ein Amazon-Paket (Direktzustellung): 500 bis 600 Gramm CO2e

Zum generellen Vergleich: Ein PKW verursacht im Schnitt 150 Gramm CO2-Emissionen pro Kilometer.

Dass nun Handys mit dem Bann belegt und jeder Klimaaktivist angewidert sein Apple oder Samsung recycelt, ist kaum anzunehmen. Dies zu fordern war auch nicht meine Absicht. Nur wer auf andere mit den Fingern zeigt, sollte wissen, dass mindestens drei auf ihn selber gerichtet sind.