Die Nilgans ist Schuld

Wir waren vor wenigen Jahrzehnten noch von Freunden umgeben. Aktuell zählen wir unsere Feinde. Die Russen das ist klar. Bei den Amis sind wir noch unschlüssig. Ungarn ist uns auch weiterhin suspekt und die Chinesen sowieso.

Das Auge des Gesetzes

Die deutsche Industrie hat nur noch unfähige Manager. Sie sträuben sich gegen den Niedergang. Viele sind Vaterlandsverräter und gehen mit ihren Unternehmen ins Ausland. Das gilt auch für viele Facharbeiter. Die brauchen wir aber auch nicht wirklich, weil wir genug davon haben.

Wir haben auch immer noch die höchsten Steuereinahmen, aber wir brauchen noch viel mehr. Da nützt auch das „Sondervermögen“ von ein paar hundert Milliarden wenig. Unsere Freunde weltweit müssen schließlich bedient werden und wir wollen unseren guten Ruf als großzügige Geber nicht aufs Spiel setzen. Mit gelassener Überlegenheit registrieren wir die Bemühungen unserer Nachbarn, wie sie ihre Stromversorgung aus- und weiterbauen. Mit Atomkraft! Wie dumm und wenig umweltbewusst. Da sind wir doch viel intelligenter. Wir warten bis sie fertig sind und kaufen ihnen den Strom einfach ab. Wir sind dann ebenfalls auf der sicheren, weil CO2-freien Seite.

Von dem gesparten Geld bauen wir lieber Windräder en masse und bedecken die freien Flächen mit Solaranlagen. Was sind wir so schlau und wie dumm ist der Rest der Welt.

Das Sprit-Experiment läuft auf vollen Touren. Jetzt endlich haben wir die vor Jahren von der Grünen Partei  avisierten 5 „DM“ pro Liter erreicht. Auch die inflationären Lebensmittelpreise zeigen Wirkung. Die Menschen kaufen weniger, bleiben dabei gesünder und verringern somit den CO2-Ausstoß. So ist allen geholfen und der Klimaschutz hat gewonnen. Mittelfristig wird der Autoverkehr reduziert und damit der Reifenabrieb auf den Straßen. Wer es sich leisten kann, den juckt das alles nicht. Wichtig ist, dass unsere politischen Führungskräfte mobil bleiben. Schließlich können sie ja ihre Akten nicht mit Lastenfahrräder transportieren. Das Flugbenzin Kerosin wird knapp, so hört man. Hier muss man gut abwägen und dafür Sorge tragen, dass wichtige Persönlichkeiten auch weiterhin fliegen können. Notfalls muss man mit einer Art Triage reagieren.

Der Mittelstand bemüht sich intensiv seine Betriebe abzubauen. Gut so. Wir müssen alle zusammen am Klimaziel arbeiten und daran, dass am Deutschen Wesen das Welt-Klima genesen wird. Der Sozialetat, der mittlerweile oberhalb von 50 Milliarden Euro per Anno liegt, wird schon bald aufgestockt werden müssen. Bei der Aufrüstung können wir uns hingegen noch Zeit lassen. Laut Experten greift uns der Russe erst 2029 an. Er wartet großzügigerweise so lange bis wir kriegstüchtig sind.

Vielleicht lassen sich durch die Gesundheitsreform noch ein paar Euro generieren. Viel Arztbesuche sind eh überflüssig und ab 60 Jahre muss man nicht mehr mit den geballten medizinischen Möglichkeiten zuschlagen. Dies würde dann auch dem maroden Rentensystem gut tun. Unter alldem sollte  allerdings die Gastfreundlichkeit nicht leiden. Oberstes Gebot wird sein, die Bürger auf Verzicht zu trimmen.

„Wir seien zu faul“ sagte der Kanzler und meint damit natürlich nur die, die das Glück haben arbeiten zu dürfen. Auch das hohe Privatvermögen der Bundesbürger ist ihm ein Dorn im Auge. Da lässt sich bestimmt aber noch was machen.

Der Zahl der Bundestagsabgeordneten nach zu urteilen, haben wir die beste Demokratie weltweit. Da sind wir  sogar den USA weit überlegen. Das ist mit Sicherheit auch der Grund, warum wir keinerlei Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild brauchen. Die Besten der Besten haben unser Land schließlich gut im Griff.

Sorge bereitet hingegen die Unflexiblität des Deutschen Volkes hinsichtlich des Genderns. Bei diesem elementaren Thema sperren sich noch allzuviele. Zum Schluss noch ein Wort zum Umgang mit der höchstgefählichen AfD. Dieser Partei, die von 20 Millionen gewählt wurde, folgen immer mehr Menschen. Nach Meinung  der etablierten Parteien und ihrer Gefolgsleute sind die der Bodensatz der Gesellschaft. Deshalb betreiben die guten Demokraten echte Demokratie und halten die Blauen von allen wichtigen Ämtern fern und streben an die unliebsamen Mitbewerber zu verbieten. Auch die Meinungsfreiheit wird in diesem Zusammenhang, entsprechend dem Deutschen Grundgesetz, hochgehalten. Wir sind schließlich alle einer Meinung. Für Ausreißer gibt es zum Glück die Meldestellen. Oh, bald hätte ich ein sehr wichtiges Thema unterschlagen.  Die Nilgans muss abgeschossen werden, sagt der Tübinger Oberbürgermeister. Diese Vögel gehören hier nicht her. Das gilt auch für Wolf, Waschbär und Braunbär genauso. Die einen vertreiben und löschen andere Arten aus oder machen sogar dem Menschen den Platz streitig. Bei den Kormoranen sieht das ein wenig anders aus. Sie stehlen den Anglern den Fisch, den die zum Überleben brauchen.

Ein Hinweis zum Schluss: Sarkasmus kann auch ein Mittel zur Frustbewältigung sein. sig

Ein Besuch bei der Polizei

Die Reihe „Betriebsbesuche“ der Evangelischen Kirche widmet sich dem Thema Sicherheit


Das kirchliche Referat für Wirtschaft, Arbeit und Soziales im Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN organisiert in Zusammenarbeit mit den Evangelischen Dekanaten und regionalen Verantwortlichen jedes Jahr Betriebsbesuche, bei denen man hinter die Kulissen einer Organisation blicken und mit ihren Beschäftigten ins Gespräch kommen kann. In diesem Jahr geht es dabei um das Thema „Sicherheit“. Im Evangelischen Dekanat an der Dill ist im Rahmen der Reihe ein Besuch bei der Polizeistation Dillenburg geplant.

Dr. Uwe Seibert, der Referent für gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat an der Dill, lädt Interessierte am Donnerstag, 21. Mai 2026 um 15 Uhr ein, die Polizeistation in der Hindenburgstraße 21 in Dillenburg näher kennenzulernen.

In der Polizeistation Dillenburg sind etwa 50 Beamte und fünf Angestellte beschäftigt, die sich überwiegend im Wechselschichtdienst und in fünf Dienstgruppen an allen Wochentagen rund um die Uhr für die Sicherheit der Menschen im nördlichen Lahn-Dill-Kreis einsetzen. Zurzeit sind in der Dillenburger Liegenschaft neben der Polizeistation auch noch der Regionale Verkehrsdienst, das Regionalkommissariat Lahn-Dill und die Führungsgruppe der Polizeidirektion Lahn-Dill untergebracht. 

Aktuell verfügt die Polizeistation Dillenburg auch noch über einen Dezentralen Ermittlungsdienst. Dieser ist mit zehn Beamten besetzt und für die Bearbeitung von Verkehrsdelikten sowie von Eigentums- und Rohheitsdelikten (Körperverletzungen etc.) verantwortlich. Insgesamt sind so am Standort Dillenburg derzeit über 110 Personen für die Polizei tätig. Die gesamte Polizei in Hessen wird gerade neu organisiert, so dass sich die Organisationseinheiten vor Ort ändern.



Die Besuche sind kostenfrei! Um vorherige Anmeldung pro Person (auch bei Paaren) wird gebeten unter: https://portal-kalender.ekhn.de/V2/sl.php?id=2I9x

Wichtig: Nach der Anmeldung erhalten Sie zunächst lediglich eine Bestätigung über den Eingang Ihrer Anmeldung. Ob Sie teilnehmen können, teilt man Ihnen rechtzeitig vor dem Termin mit. 

Für Rückfragen:

Zentrum Bildung und Gesellschaft
Fachfeldassistentin Wirtschaft, Arbeit, Soziales
Bianca Hahn
Telefon 06131-28744-10
bianca.hahn@ekhn.de

Zentrum Bildung und Gesellschaft
Referentin für Wirtschaft, Arbeit und Soziales
Heike Miehe
Telefon 06131-28744-45
heike.miehe@ekhn.de

Fragen zum geplanten Betriebsbesuch in Dillenburg bitte an:

Evangelisches Dekanat an der Dill
Fachstelle Geseschaftliche Verantwortung
Dr. Uwe Seibert
Telefon 02772 5834‐210
Rolf-Uwe.Seibert(at)ekhn.de

 

Holger J. Becker-von Wolff

Was man so alles erlebt, wenn man auf Reisen geht. Heute am frühen Abend, auf der Rückfahrt von Zell-Barl, mussten wir in Bullay auf den Anschlussbus nach Ellenz-Poltersdorf warten. Der Busbahnhof war leer, aber ein Afalleimer stand in hellen Flammen und stank wie die Pest. Was macht man in einem solchen Fall? 112 antwortete direkt und die Wehr von Bullay war kurz darauf zur Stelle und löschte was das Zeug hielt. Der stellvertretende Wehrführer holte aus dem inzwischen abgekühlten Corpus Delicti die Reste einer E-Zigarette heraus. Die mittlerweile eingetroffen, sehr netten  Polizeibeamten (Kollegin und Kollege) bestätigten, dass solche Teile nicht auf diese Art entsorgt werden sollten. Jetzt kommen sicher Fragen auf. Gerdaus fahren doch immer mit ihren Wohnmobil und wieso jetzt mit dem Bus. Ganz einfach. Das WoMo steht als Ferienquartier bei unserem Winzer und wir fahren mit Bussen und Schiffen auf oder an der Mosel entlang. Das ist nachhaltig, umweltbewusst und wahnsinnig bequem. Apropos Busse. Mir fiel heute wieder auf, wie sehr  die guten Sitten immer mehr in Vergessenheit geraten.

Die Mülltonne brennt

Die Busfahrer waren immer fast erschrocken wenn wir ihr Gefährt mit einem fröhlichen „Guten Tag“ enterten. Wenn ich richtig beobachtet habe, sind wir die Einzigen, die sie als Menschen wahrnehmen. Schade eigentlich. Selbst Hunde begrüßen sich ausnahmslos.

Dieses Jahr hatten wir beschlossen schon im Frühjahr unseren großen Urlaub an unserer geliebten Mosel zu verbringen.

Auffallend ist, dass es viel weniger Touristen zwischen Cochem und Traben-Trarbach gibt. Würde mich nicht wundern. Der Sprit ist unglaublich teuer und die Preise in der beliebten Urlaubsregion haben naturgemäß ebenfalls angezogen.

Wir lieben die Konstanten. Beilstein, das Dornröschen an der Mosel, für uns zum greifen nah und der gar nicht knorzige Fährmann, der mit seiner seilgebundenen Fähre so oft über die Mosel fährt, wie Menschen auf sie warten, ist für vier Wochen unsere Welt.

Während ich diese Zeilen schreibe, genieße ich einen Dornfelelder Rotwein von unserer Winzerfamilie Claudia und Udo Loosen. Was gibt es besseres als einen Wein direkt vom Erzeuger zu trinken.

Gestern haben wir es uns bei Schweinemedaillons und Kroketten im Restaurant “ Kleine Bäckerei“ die von den gleichen Besitzern wie die „Klapperburg“ direkt daneben, betrieben wird, gut gehen lassen. Das Essen war göttlich wie immer. Kein Wunder, der Chef persönlich ist der Zauberer in der Küche. 

Im kleinen Café Dehren in Ellenz trafen wir die bezaubernden Damen mit ihrem leckeren Kuchenangebot. Es ist jedes Mal ein Hochgenuss hier ungezügelt dem Genuss frönen zu können.

Café Dehren

Das Wetter kann man nur als perfektes Moselwetter bezeichnen. Blauer Himmel, Sonne pur und angenehme Temperaturen. Wir vermissen die See nicht und Angesichts der unsicheren, teuren Treibstoffsituation ist es auch besser so.

Ach so Zell-Barl. Das muss auf jedem Moselurlaub angefahren werden. Der Globus-Markt ist unser kleines Paradies. Shoppen was das Zeug hält, heißt die Devise und es macht einfach Spaß. Unser Wohnmobilstellplatz beim Weingut Loosen war,als wir ankamen praktisch leer. Jetzt füllt er sich langsam, aber wir haben unseren Exclusiv-Platz und genießen ihn in vollen Zügen.

Wir stellen uns mit zunehmendem Alter öfter die Frage, „warum muss es denn immer noch das Wohnmobil sein. Muss es nicht, aber die Freiheit alles dabei zu haben “ was wichtig ist“ und die Freiheit zu jeder Zeit Ort und Platz wechseln zu können ist unbezahlbar.

Morgen kommen die E-Bikes in Aktion. Bewegung tut Not und bei dem Wetter ist Radeln fast Pflicht. Auch Cochem steht diese Woche noch auf dem Programm. Wir müssen unbedingt unseren Freunde im Café“ Filou“ einen Besuch abstatten und überprüfen ob die Sacher-Torte noch so gut schmeckt wie im vergangenen Jahr.

sig/Fotos: Gerdau

„Dem Deutschen Volke“

Meine Meinung

Deutschland hat ein neues Feindbild. Nach Putin kommt jetzt Trump dran und wir reden wieder über Autarkie. Wir brauchen die USA nicht mehr, heißt es nur müssten wir schnell aufrüsten, um Russland die Stirn zu zeigen. Zum Glück wartet der Feind aus dem Osten noch bis wir so weit sind. 1929 will er dann kommen, um sich uns einzuverleiben. Dass mit dem Aufleben der Wehrpflicht, will nicht so recht klappen. Um das besser in den Griff zu bekommen werden Männer bis 45 Jahre erst einmal an die Kette gelegt. Die Jüngeren äußern sich zunehmend bockiger. Die traditionellen Ostermärsche- natürlich ohne das damalige Grün/Rote Klientel- werden zwar nicht mehr so gut besucht wie zu Zeiten des „Kalten Krieges“, aber die Rufe nach Frieden durch Diplomatie sind nicht zu überhören.

Derzeit beschäftigen uns aber ganz andere Probleme. Dem so genannten kleinen Mann oder besser der Low Budget-Familie, um beim Neudeutschen zu bleiben, sitzt das Messer am Hals. Der Spritpreis steigt immer weiter, die Kosten für Lebensmittel und Energie ebenfalls. Der Rat an die so gebeutelten: „Kauft euch doch ein E-Auto.“ Weniger und langsamer fahren, sind ebenfalls heiße Tipps zur Linderung.

Wer in den vergangenen Jahren gut zugehört hat weiß, dass die derzeitigen und zukünftigen Entwicklungen diversen ideologischen Kräften im Land entgegenkommen. Der CO2-Ausstoß sei das Übel, dass die Erde an den Rand ihrer Existenz bringt. Deutschland müsse Vorreiter sein, um die Welt zu retten. Die Straßen leerer zu bekommen ist ein erster Schritt und das geht, wie man noch erleben wird, ganz ohne Zwang. Einfach die Preise erhöhen und notfalls die Menge des „tödlichen“ Treibstoffs verknappen. Als Sündenböcke bieten sich die Öl-Multis geradezu an. Gas und Strom zu verteuern hilft ebenfalls und bei den Preisen für elektrische Energie sind wir ohnehin Weltmeister. Da lässt sich doch fast unmerklich noch eine Schippe drauflegen. Ob das dann auch die E-Autofahrer spüren werden?

Mit der so „umweltschädlichen“ Industrie machen wir ebenfalls Fortschritte. Die Betriebe schließen reihenweise-durch Managementfehler hört man aus Linken Kreisen. Die anderen geldgierigen Unternehmer müssen halt kürzertreten oder einfach ihre Läden dicht machen. Dass die dann aber abwandern ist schon eine Sauerei. Das gilt auch für die vielen hochqualifizierten Fachleute und Ärzte. Das wiederum ist jedoch überhaupt kein Problem. Es gibt in Deutschland ja genug davon und wenn das Geld nicht reicht, gibt es eben noch mal eine Sondervermögens-Auflage. Es gibt auf jeden Fall genügend freigesetzte-früher sagte man arbeitslose Menschen. Da sind sie wieder die in der militärischen Terminologie als Kollateralschäden bezeichnet werden. Jetzt machen sich plötzlich auch die Gedanken, die einst antraten um für Arbeiter da zu sein. Dabei geht es weniger um die breite Masse. Die Angst vor DER Oppositionspartei ist einfach zu groß.

Die Gesundheitsreform- welch abgefeimter Name- muss kommen sagen die Rot/Schwarzen Brüder. Warum die Kosten für die Krankenkassen ins uferlose steigen, erfahren die Beitragszahler nur auf Umwegen. Die immer älter werdenden Alten sind schuld, hört man hier und da. Von dem Heer der nicht einzahlenden Nutznießer dieses 1883 von Otto von Bismarck eingeführte „Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter“ war damals und heute erst recht nicht, die Rede. Dabei ist die Rechnung auch für Menschen mit Dyskalkulie sofort begreifbar. Je größer die Masse der Nutznießer bei gleichbleibender Einzahler-Zahl, desto weniger Leistung für alle.

Die Mehrwertsteuer bei den Grundnahrungsmittel-sie müssten jedoch Bio sein- könnten gesenkt oder gestrichen werden, sagen Politik-Experten. Der einfachere und wirkungsvollere Weg- der Verzicht auf Mehrwert- und CO2- Steuern beim Treibstoff- ist jedoch ein absolutes Tabuthema. Man will ja schließlich die Grüne 15 Prozent-Partei nicht ihrer Ideologie berauben. Auch die gleichstarke SPD macht keinerlei Anstalten, um ihren Wählern den Rücken zu stärken. Man darf sich schon auf den 1. Mai freuen, wenn die Arbeiter vom DGB und den Genossen gefeiert werden. Ihre hartgesottenen Anhänger glauben das tatsächlich noch und suchen händeringend die Schuldigen im rechten Lager.

Alles wäre so einfach, wenn die sogenannten Etablierten endlich Politik für den Souverän im Lande machen würden. Mit der Verbohrtheit die Welt retten zu wollen und Millionen oder gar Milliarden Euro ins Ausland zu schaffen, machen sie alles kaputt. Deutschland braucht keine Feindbilder, sondern Frauen und Männer die ab und zu den Spruch am Reichstag beherzigen: „Dem Deutschen Volke“. sig/Foto: KI: Gerdau

„Highland Cathedral“ und mehr in Herborn-Seelbach

Es war wie ein Nachhause-Kommen. Der Herborn-Seelbacher Musikverein gastierte wie schon seit 33 Jahren in der Herborn-Seelbacher Evangelischen Kirche. Bandleader und Dirigent Erwin Gabriel freute sich ebenso wie der Gastgeber Pfarrer Martin Slenczka über die unerwartet große Zahl der Konzertbesucher. Eine solch volle Kirche wünschte er sich sicher an vielen Sonntagen. Selbst seine Kollegin die Driedorfer Pfarrerin Kathleen Theiß hatte es nicht versäumt dem Kirchenkonzert die Ehre zu geben.

Das Benefizkonzert zu Gunsten der Evangelischen Beratungsstelle an der Dill vom Evangelischen Dekanat an der Dill, fand bei Alt und Jung großen Anklang. Annette Isheim, die Leiterin der Beratungsstelle bedankte sich sehr für das Engagement des Musikvereins und betonte, dass dies in Zeiten der knappen Kassen dringend notwendig sei.

Mit einem mächtigen Einstieg der „Highland Cathedral“ eröffneten die Frauen und Männer den bunten Reigen beliebter Weisen. Kathi Gabriel, die Ehefrau von Erwin hatte in bewährter Weise wieder die Moderation übernommen und führte mit vielen Erläuterungen durchs Programm. Sie betonte, dass die Akustik einer Kirche wie der Herborn-Seelbacher ihren ganz besonderen Reiz habe. Sie zitierte den großen Reformer Martin Luther, der einst sagte, dass die Musik ist eine wundervolle Gabe sei.

Mit dem Song „Africa“ der amerikanischen Rockband Toto, 1982 vom Schlagzeuger Jeff Porcaro und Keyboarder David Paich komponiert, ging es druckvoll weiter. Was die Blasmusiker aus diesem Stück herausholten war sehr beachtlich und wurde von den Konzertbesuchern mit lautstarkem Beifall goutiert. Etwas nachdenklicher ging es mit dem „Irischen Segenslied“ weiter und hier sang die ganze Konzertgemeinde mit.

1981 traten die „Roten Teufel“, wie sie auch wegen ihres roten Outfits gerne genannt werden, in den USA mit der „Sound of Music“ auf und erzeugten damit überall wo sie damit hinkamen ganze Beifallsorgien. Sie waren damals noch eine Jugendband und das imponierte den „Amis“ wohl ganz besonders, erzählte Katie Gabriel. Auch am Sonntagnachmittag waren die Menschen von dem Stück restlos begeistert und klatschten sich die Hände rot.

Nach dem russischen Volkstanz „Trepak“, der ursprünglich aus Gebieten des westlichen Russlands sowie der Sloboda-Ukraine stammt, folgte ein „Klarinettenkonzert“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Hier brillierte das Musikverein Urgestein Volker Knetsch mit einem eingängigen Solo auf seiner Klarinette. Nach dem Blumentanz (The Floral Dance) mit dem die Geigerin, Pianistin und Sängerin Kathie Moss 1911 debütierte und weltweiten Erfolg hatte, stand Franziska (Franzi) Immel von ihrem Platz auf und vertauschte das Saxophon mit dem Mikrofon.

Es war ihr Wunsch „What the World needs now is Love“ zu intonieren, sagte die Moderatorin. Mit ihrer göttlichen Stimme sang sich Franzi in die Herzen der Anwesenden: „Liebe ist das fehlende Element in der Welt und dass, wenn wir mehr Liebe zeigen, die Welt zu einem besseren Ort werden kann.“ Nicht nur, dass der Text so gut in die heutige Zeit zu passen scheint, machte das Lied aus dem Mund des Ausnahmetalents Franzi Immel, zu einem überragenden Erlebnis.

Es war auch ein Geburtstagskind unter den Protagonisten. Christoph Henrich, der seit geraumer Zeit das Musikorchester mit seinem mächtigen Blasinstrument verstärkt, wurde mit einem Blumenstrauß für seinen Jubeltag geehrt. Nach weiteren Stücken wie „Concierto de Aranjuez“, „Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung“ von James Last, „Give us Peace“ und „One Moment in Time“ kam mit „Amazing Grace“ ein Stück, ohne dass ein Erwin-Gabriel-Konzert nicht enden darf. Das englischsprachige geistliche Lied zählt zu den beliebtesten Kirchenliedern der Welt. Es erzählt, wie wunderbar Gottes Gnade klingt und wie sie jemanden rettet, der sich verloren fühlte, bis er wiedergefunden wurde und klarsehen kann. Und wieder ging ein Konzert mit den Musikern des Herborn-Seelbacher Musikverein zu Ende, dass durch seine Einzigartigkeit bei den Konzertbesuchern noch lange nachklang.

Franzis Song „What the World needs now is Love“

sig/Fotos/Video: Gerdau

Polemische Äußerungen gehen-Schmähungen nicht.

Der sogenannte „Politiker-Paragraf“ 188 des StGB, wurde in der Öffentlichkeit bisher kaum beachtet. Mittlerweile gewinnt er jedoch zunehmend an Bedeutung. Dies nicht zuletzt durch zunehmend fragwürdige Interaktionen im Bereich der sozialen Netzwerke. Der „Beleidigungsparagraf “ § 185 hingegen korreliert hier oft mit dem Artikel 5 des Grundgesetzes (Meinungsfreiheit und tritt daher nur bedingt in Kraft, wenn es um politische Personen geht.

Die Grenze zwischen kritischen Äußerungen und Diffamierung gegenüber politischen Personen ist oft nicht so genau auszumachen. Der § 188 StGB wurde im Jahr 1871 (im Kaiserreich) eingeführt und seitdem immer wieder den zeit-und politischen Begebenheiten angepasst. Verschärft wurde er 2021 noch einmal und zwar im Hinblick auf den erweiterten Schutz für Politiker auch auf kommunaler Ebene und als Reaktion auf zunehmende Hassreden und Bedrohungen im Internet.

§ 188 StGB stellt Beleidigungen, üble Nachrede und Verleumdung gegen politisch tätige Personen unter verschärfte strafrechtliche Sanktionen. § 188 StGB schützt Personen, die im politischen Leben stehen, vor ehrverletzenden Angriffen die ihr öffentliches Wirken erheblich erschweren können. 

Dazu zählen  Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Minister, Parteivorsitzende sowie kommunale Mandatsträger. 

Der Schutz gilt auf allen politischen Ebenen, von der kommunalen bis zur Bundesebene, und berücksichtigt, dass politisch aktive Personen besonders anfällig für ehrverletzende Angriffe sind. Die Staatsanwaltschaft kann Beleidigungen nach § 188 StGB auch ohne Strafantrag verfolgen, wenn ein öffentliches Interesse besteht. Kritische, pointierte oder polemische Äußerungen bleiben durch die Meinungsfreiheit nach Artikel 5 GG geschützt, solange sie nicht in Schmähkritik abgleiten. 


Hauptstadt des Verbrechens

Meine Meinung

Es gibt doch tatsächlich Zeitgenossen die behaupten, dass die immer schlimmer werdenden Verhältnisse im Land alle nicht wahr sind. Unsere Städte versinken nicht nur in Unrat, sondern auch im Verbrechen. Allen voran die Stadt, in deren Mauern sich unsere Regierungszentren befinden. Den nachfolgende Beitrag hat das ZDF produziert. Er zeigt nur auszugsweise einen kleinen Teil der unglaublichen Abläufe nur wenige Meter vom „Zentrum der Macht“ entfernt. Berlin ist für mich keine Reise mehr Wert und ich bin dankbar die Stadt an der Spree noch anders erlebt zu haben.

Warum sich Regierungsmitglieder und Heerscharen von Abgeordneten in diesem Umfeld so wohl fühlen, lässt nur einen Schluss zu. Man ist so mit sich selbst und dem Machterhalt beschäftigt, dass die Realität einfach ausgeblendet wird. Begriffe wie Revierkämpfe und Clan-Kriminalität kannte Otto-Normalverbraucher bisher höchstens aus dem Fernsehen und weit weg von der eigenen Haustüre. Im Schatten bundesdeutscher Glückseligkeit und Behaglichkeit haben sich Strukturen entwickelt, die sich diametral gegensätzlich zum Niedergang deutscher Vorstellungen von einem „sauberen“ Staatsystem entwickelt haben.

Gab es früher Bandenstrukturen dann hatten sie sich nicht unbedingt aus Familienverbänden entwickelt. Das scheint heute anders zu sein. Sogenannte meist über 1000-köpfige Familienclans sind die Keimzelle für Raub, Totschlag und Zersetzung des Staates. Mir tun die Polizisten in der Seele Leid, dass sie sich mit den Paten und deren Lakaien ständig auseinandersetzen müssen. Dazu kommt natürlich noch der ganz „normale“ Kampf gegen Straffällige und die Geisterjagd gegen Gesinnungstäter. Was denkt eigentlich ein Kanzler, Bundespräsident und andere hoch besoldete „Staatsdiener“ Angesichts dieser brodelnden Fehlentwicklung. Vermutlich nicht viel, sonst würde man sich doch intensiv Gedanken machen, wie dem beizukommen ist

Wir haben jahrzehntelang über die mafiösen Zustände in Italien gelacht. Heute haben wir nicht nur die italienische Mafia, sondern mafiöse Verbindungen aus den unterschiedlichsten Ländern der Erde zu Gast. Erst gestern habe ich von einem deutschen Gastronom erfahren, dass er „Besuch“ hatte bei dem er erfuhr, was mit seinem Restaurant passiert, wenn er nicht eine bestimmte Summe zahlen würde. Es geht also auch in der Provinz zu Sache. Hinterwäldler und sozialistische Glaubenskrieger denken immer noch, dass alles im Land Bestens sei und verdrängen mit Permanenz die prekären Entwicklungen vor ihrer Nase. sig

Berlin – Dreimal pro Tag wurde im vergangenen Jahr auf Berlins Straßen scharf geschossen. Der Bandenkrieg der Clans artet aus, die Polizei kämpft gegen Windmühlenflügel.
„Die Zahl eingesetzter Schusswaffen hat sich 2025 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt.“ Das sagte Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) am 12. März im Abgeordnetenhaus. Die Berliner Polizei registrierte 2025 insgesamt 1.119 „Schusswaffendelikte“, 2024 waren es 666. Von den ermittelten Tätern hatten 39,6 Prozent keinen deutschen Pass. Wie viele eingebürgerte Ausländer unter den Tätern waren, teilt die Polizei nicht mit.
Durchschnittlich wurde im vergangenen Jahr also dreimal am Tag geschossen – meistens auf offener Straße.
Über das jüngste Beispiel berichteten wir vor wenigen Stunden: Am Sonntag gegen vier Uhr morgens durchschlugen Pistolenkugeln die Fensterscheibe einer Bar in der Hermannstraße. Drinnen saßen Gäste, die glücklicherweise nicht getroffen wurden. Der Schütze feuerte aus einem fahrenden Auto auf die Bar.
Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Schießereien um Erpressungen und Revierkämpfe innerhalb der organisierten Kriminalität handelt. Es handelt sich um Clans, also mafiöse Banden, die auf offener Straße aufeinander schießen. Ihre Namen sind bekannt, ihre Mitglieder stammen überwiegend aus dem arabischen oder kurdischen Raum.
Und sie wachsen: Unter den Flüchtlingen aus Syrien hätten sich „gefährliche Netzwerke“ gebildet, berichtet der Clan-Forscher und Politikwissenschaftler Mahmoud Jaraba (45) von der Universität Erlangen.
Wir beobachten, dass sich unter einem kleinen Teil der syrischen Zuwanderer unterschiedliche kriminelle Strukturen herausgebildet haben. Dazu gehören familien- und verwandtschaftsbasierte Gruppen, aber auch Netzwerke, die eher über regionale Herkunft, persönliche Beziehungen und lose Allianzen funktionieren, erklärte Jaraba gegenüber FOCUS online.
Der Berliner Senat hat den Kampf aufgenommen, hauptsächlich gegen die Geldwäsche der Clans. Es ist aber ein Kampf gegen Windmühlenflügel, der viel härter geführt werden müsste. Dafür fehlen das Bewusstsein und der politische Wille.
https://www.bild.de/…/gunnar-schupelius-warum-wird-in…