Wie sich die Zeiten ändern

Klar, ein Kilo Brot kostete 1967 auch zwischen 1,20 und 1,55 DM. Ein Mittelklasseauto rund 10 000 DM und ein Facharbeiter verdiente rund 1.100 Brutto im Monat. Für ein typisches Einfamilienhaus musste man 130 00 DM hinblättern. Mit dem Lohn eines Facharbeiters konnte man die Familie ernähren. Auch ein einfacher jährlicher Familienurlaub war mit dem Einkommen des Ernährers möglich.

Obwohl heute bedeutend mehr verdient wird, haben sich die Realitäten ins Negative verschoben. Nicht ohne Grund trägt das höhere Anspruchdenken seinen Teil dazu bei. Wer früher sparte unterschreibt heute Leasingverträge und kauft, auf Teufel komm raus, auf Abzahlung. Der Staat lebt in großem Stil auf Pump und der sogenannte kleine Mann macht es ihm nach.

Die Losung: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer „, hat Risse bekommen. Die breite Masse hat schon seit längerer Zeit fast unmerklich den Rückwärtsgang eingelegt.

Das heute vor 50 Jahren passt nicht mehr so ganz, aber es ist trotzdem interessant zu lesen.

Die Zeiten ändern sich wie das Klima und wie hatte schon angeblich der griechische Philosoph Heraklit festgestellt: „Alles fließt“. Er meinte, dass alles in Bewegung ist und sich ständig verändert. Da hatte er schon damals augenscheinlich recht gehabt. Mit dieser Tatsache umzugehen lernen ist der einzig gangbare Weg. „Die Welt in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“ und das schaffen nicht einmal mächtige oder sture Gegner. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn wir alle in Richtung der 1950er Jahre zurechtgestutzt werden. Ludwig Erhard, der Vater der bundesdeutschen sozialen Marktwirtschaft, würde sicher dazu seinen Daumen heben. sig

Ausflugstipp à la Carte

In historischem Ambiente Speisen und Wohnen ist für Schöngeister und Gourmets eines der Highlights des Lebens. Wenn dazu noch die Wirtsleute selber Hand anlegen, kann nichts mehr schiefgehen.

In dem Moseldörfchen Poltersdorf, einem Ortsteil von Ellenz-Poltersdorf nicht weit von Cochem, bietet die „Alte Weinschänke“ genau das, was sich Urlauber, aber auch Einheimische wünschen und was man unter Gastlichkeit versteht.

Das Gebäude in dem sich das Hotel-Restaurant befindet ist laut Landeskonservator (Denkmalschützer) 500 bis 600 Jahre alt und in einem tollen Zustand. Es dürfte damit zu den ältesten Häusern im Kreis Cochem gehören. Bereits 1788 richtete die Familie Cochems dort eine Weinwirtschaft ein. Später übernahm die Familie Brauer aus Beilstein/Mosel das Haus, in dem zwei Generationen blieben.

Anja und Michael Bremer warten auf die leckeren Gerichte

Über mehrere Jahrhunderte hinweg wurden in der Poltersdorfer Kurfürstenstraße 35 immer weiter eine Gastwirtschaft betrieben. Der Winzer und Gastwirt Hermann Weber (Großvater der heutigen Eigentümerin Nicole Gembus geborene Weber) erwarb 1950 das Haus, ließ sich eine Konzession erteilen und richtete die „Alte Weinschänke“ aufs Neue ein.

1976 übergab er den historischen Gasthof an Sohn Elmar und dessen Ehefrau Anita. Die jungen Webers führten ihn bis 2007 und bauten in dieser Zeit das Haus sehr behutsam um und erweiterten es um die „Urban-Stube“ und die „Keltergalerie“.

Seit 2008 hat mit Nicole Gembus, Ehemann Christian sowie Tochter Vivien die dritte Generation das Zepter in der „Alten Weinschänke“ übernommen.

Die urgemütliche Gaststube wird von einem alten Kachelkamin beherrscht und bei einer guten Flasche Wein kann man stilvoll die alte Zeit wiederaufleben lassen. Direkt darüber befinden sich die geschmackvollen Gästezimmer. Die vielversprechende, gutbürgerliche Speisekarte hält Wort und da Wirt Christian auch in der Küche das Sagen hat, ist jedes Gericht fast eine Offenbarung. Man kennt was man isst, aber Christian Gembus hat auch immer wieder was Neues in der Pfanne. So sind seine Quetsche-Schnitzel die Renner der Herbstsaison und so stark gefragt, dass der Koch kaum mit der Produktion hinterherkommt.

Das à la Carte Restaurant erfreut nach einer ruhigen Nacht mit einem reichhaltigen, fantasievollen Frühstückbuffet in dem ansprechenden Frühstückszimmer.

Direkt gegenüber des historischen Gebäudes in der Ortsmitte von Poltersdorf gibt es einen hauseigenen Parkplatz für die fahrbaren Untersätze. Weitere Informationen bei Familie Gembus Telefon: +49 2673-1421. Mail: info@alte-weinschaenke.de sowie www.alte-weinschaenke.de.   sig/Fotos: Gerdau   

Der Kreislauf des Lebens-Sein und nicht mehr sein

Bildbesprechung von Siegfried Gerdau

Mit lautstarkem Protestgeschrei kündigt Homo sapiens sein Erscheinen in einer für ihn ungemütlichen Welt an. Parallel dazu beginnt eine imaginäre, aber unerbittliche Sanduhr zu laufen, die von nun an sein Leben begleiten wird.

Hat das Menschenkind in einem christlichen Umfeld die Welt erblickt, wird ihm schon bald die Bibelversion des neuen Testaments als Lebensbegleiter angeboten. Im Laufe seiner Entwicklung entscheidet er sich für ein Leben unter den Geboten Gottes oder für eine anderen Religion. Der Versuch ganz ohne einen spirituellen Halt diesen Weg zu meistern, ist dabei der schwerste.

Die sogenannte „Heilige Schrift“ ist die wichtigste religiöse Textsammlung im Juden-wie auch im Christentum. Sie gilt Gläubigen als göttlich inspiriert, mindestens aber als orientierender Maßstab. Für viele Christen kann man sie getrost als das am meisten gelesene Buch bezeichnen, weil es versucht Erklärungen für alle Lebenslagen zu liefern.

In weit mehr als an einer Stelle weist das Werk auf die Endlichkeit, auch der menschlichen Geschöpfe, hin. Die Sanduhr manifestiert diese unwiderlegbare Tatsache. In vielen Darstellungen wird der Tod als Schnitter oder Sensenmann dargestellt. Die Sense weist demzufolge daraufhin, dass irgendwann die Lebensuhr für jeden Menschen völlig individuell abgelaufen ist.

Gut dran ist der, der sich schon sehr früh mit dieser Tatsache vertraut gemacht hat. Man kommt mit nichts und geht ebenfalls ohne jeglichen Besitz wieder von dieser Welt.

Dazwischen liegen gute und böse Taten, Raffgier, Liebe und Hoffnung, Freude und Leid, Krieg und Frieden. Leben eben. Weil es im Vergleich mit dem Weltzeitalter sehr kurz ist, möchte man das eigene Leben mit Glück erfüllen. Die Entscheidung darüber trifft Gott nicht alleine. Man muss ihm helfen und hilft damit sich selber.

Das Bild entstand 1914 unter der künstlerischen Hand des zu seiner Schaffenszeit sehr beliebten Herborner Humanmediziners Dr. Martin Funke, dem Großvater meiner Frau, und befindet sich noch immer im Familienbesitz. Mit deren Genehmigung durfte ich es abfotografieren und veröffentlichen. Es stellt in einzigartiger, komprimierter Weise das Leben dar und macht gleichzeitig deutlich wie wenig verlässlich es doch ist.   

Neuer Gesprächskreis für Trauernde

Trauer heißt Abschied nehmen – und das braucht Zeit und eine gute Begleitung. Eine neue Gesprächsgruppe für Trauernde, die ihren Lebenspartner verloren haben, startet ab 21. Oktober 2026 in Dillenburg. Geplant ist eine feste Gruppe von 8 bis 10 Personen. Die geschlossene Gruppe kann die Begegnung mit Menschen in ähnlicher Situation ermöglichen. Die Gespräche bei den Treffen sind vertraulich, das Angebot ist kostenfrei. Es wird um baldige Anmeldung gebeten.

Die Trauergruppe kann unabhängig von einer Religionszugehörigkeit besucht werden. Begleitet wird die Trauergruppe von Pfarrer Stefan Föste (Alten-, Kranken- und Hospizseelsorger) und Trauerbegleiterin Martina Umar . Insgesamt sind acht Treffen mittwochs von 18 bis 20 Uhr geplant. Die Treffen im Herbst 2026 finden im Haus Elisabeth (Rolfesstraße 30-40, 35683 Dillenburg) statt. Vor dem Start der Trauergruppe im Oktober werden ab August 2026 Vorgespräche mit den Trauernden geführt. Die Vorgespräche finden im Evangelischen Gemeindehaus Herborn (Kirchberg 9, 35745 Herborn) statt.   

Anmeldungen sind vorab möglich bei Trauerbegleiterin Martina Umar unter martina.umar@ekhn.de oder mobil unter 0151-44988796.  

Angehörige fühlen sich oft hilflos

Ein Todesfall: Beerdigung, große Anteilnahme. Aber wenn der „Zurückgebliebene“ mit seiner Trauer allein nicht klarkommt, dann sind Freunde und Familie oft hilflos. Beim Austausch mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben, fühlt man sich verstanden und kann sich gegenseitig unterstützen.

Das Evangelische Dekanat an der Dill möchte mit dem Angebot der Trauergruppe Frauen und Männern in der Trauer unterstützen. Die Teilnahme an den acht Treffen ist verbindlich. Nach dem ersten Treffen werden keine neuen Teilnehmenden dazu kommen. Das Angebot ist grundsätzlich für alle Menschen offen, unabhängig von ihrer Konfession und Glaubenseinstellung, betont Trauerbegleiterin Martina Umar.

Vorgespräche starten im August

Der Verlust des Lebenspartners/Ehepartners soll bei Beginn der Trauergruppe mindestens drei Monate her sein. „Wenn Sie sich für die Trauergruppe interessieren, dann führen Stefen Föste und ich gerne ein Vor-Gespräch mit Ihnen“, sagt Umar, „es soll dazu dienen, einander etwas kennenzulernen. Außerdem möchten wir sicherstellen, dass Sie in der Gruppe nicht überfordert sind, und auch, dass die Gruppe nicht überfordert wird“.

Martina Umar bringt ihre Erfahrungen sowohl aus jahrelanger Hospizarbeit und aus der Trauerarbeit mit. Pfarrer Stefan Föste ist Pfarrer für Alten-, Kranken- und Hospizseelsorge im Evangelischen Dekanat an der Dill.  

» Es wird um vorherige Anmeldung gebeten:

Martina Umar
Trauerbegleiterin
Mobil: 0151-44988796
Mail: martina.umar@ekhn.de

Mila Herok: erste Herborner Fußball Nationalspielerin

Von Artur Schmidt

Vor einem Jahr berichtete ich über den Wechsel der damals dreizehnjährigen Nachwuchsfußballspielerin Mila Herok aus Herborn. Damals traf die Schülerin der 7. Klasse des Herborner Johanneum Gymnasiums zusammen mit ihren Eltern die Entscheidung, vom Nachwuchsteam der Eintracht Frankfurt zur SpVg Aurich in Ostfriesland zu wechseln.

Mila Herok

Damit verbunden war natürlich auch ein Schulwechsel in die 8. Klasse des Ulricianum in der 43 000 Einwohner zählenden ostfriesische Kleinstadt. Keine leichte Entscheidung, in einer sehr wichtigen Lebensphase, das gewohnte Umfeld in Herborn zu verlassen.

Ein Jahr danach kann Mila äußerst positiv auf die vergangenen 365 Tage zurückblicken.

Die Sommerferien bedeuten für sie ein wenig Abstand zum Fußball zu finden, und wieder im Kreis ihrer Familie in der Eichendorfhöhe zu sein sowie wie früher, mit Bruder Noel und den Eltern, gemeinsame Aktionen zu unternehmen. So geht es zwei Wochen an die Ostsee, um Kraft für die Saison 2026/2027 zu tanken. Mila: „Der Aufenthalt in Herborn gibt mir die Möglichkeit, ein wenig hinter die Kulissen der jungen Ausnahmefußballerin im vergangenen Spieljahr schauen zu dürfen.“

Hast Du aus deiner Sicht den Wechsel nach Ostfriesland bereut?

Mila

In keiner Weise. Die Entscheidung, zusammen mit meinen Eltern, war die absolut richtige. Den Schulwechsel von einem Bundesland zum anderen hat mir nur wenige Probleme bereitet. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit hatte ich schnell den Anschluss gefunden. Ich habe sogar meine Schulnoten in Aurich verbessert. Sportlich gesehen war der Wechsel nach Aurich ein Volltreffer in vielerlei Hinsicht. Der Stress bis zu fünfmal in der Woche nach Frankfurt zu den Spielen und zum Training zu fahren ist nicht mehr vorhanden. Meine Trainer sind sehr zufrieden mit dem ersten Spieljahr und haben eine Positionswechsel von der Abwehr auf den Flügel erfolgreich vorgenommen. Ich habe bei allen Spielen zum Stammaufgebot gehört und jedes Spiel absolviert. Trotzdem freue ich mich wieder nach Herborn zu meiner Familie zu kommen. Papa und Mama waren sogar bei einigen Matches dabei.

Aurich ist seit zirka einem Jahr dein neuer Lebensmittelpunkt. Wie kommt man als junges Mädchen damit klar?

Mila

Ich hatte mit der neuen Situation eigentlich keine Probleme, zumal ich einige Mitspielerin aus der Vergangenheit kannte.. Wir wohnen dort in einer Drei Personen Wohngemeinschaft. Für die Verpflegung sorgen wir überwiegend selbst. Es fördert das soziale Verhalten und hat auch einen positiven Einfluss auf den Teamgeist in der Mannschaft.

Wie darf ich mir deine täglichen Alltag vorstellen?

Mila

Um 7.45 Uhr beginnt die Schule im Ulricianum, einer Schule, die in Kooperation mit dem SpVG Aurich sehr eng zusammen arbeitet. Das heißt Schule und Sport ergänzen sich und setzen je nach Dringlichkeit ihre Prioritäten. Dies erleichtert selbstverständlich die fußballerische Entwicklung eines jeden Einzelnen. Eigenverantwortlich gestalten wir dann ab 13 bis 15.45 Uhr den Nachmittag, bevor dann das tägliche Training ansteht.

Inwiefern unterscheidet sich das Training im Vergleich zu dem in Frankfurt.

Mila

Ich muss sagen, dass ich in der Zeit bei der Eintracht sehr gute Übungsleiter hatte und viel gelernt habe. Das Training in Aurich ist jedoch in vielerlei Hinsicht profesioneller. Wir werden von einem Trainer- Betreuerstab trainiert. Auf eine gute allgemeine Grundausbildung wird sehr großen Wert gelegt Da wir ständig vor Ort sind, ist eine effektive Trainingsteuerung wesentlich besser möglich.Wir bekommen von einer Ernährungsbetraterin Tips in Bezug auf gesunde und leistungsfördernde Ernährung. Bei Bedarf steht uns zudem ein Physiothrapeut zur Verfügung.

Bist Du mit deiner sportlichen Entwicklung zufrieden?
Mila
Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Dass ich mich als jüngste Spielerin des U 17 Teams so schnell und so gut einführen konnte, macht mich sehr zufrieden. Es ist schon spannend in den Ligaspielen gegen die Nachwuchsteams der Bundesliga wie Berlin, Bremen, Hamburg, und Kiel spielerisch mithalten zu können.
Der Höhepunkt meiner bisherigen sportlichen Kariere war die Berufung in die U 16 Nationalmannschaft von Polen. Im Mai durfte ich gegen Schweden und Kanada für das Geburtsland meines Vaters Martin auflaufen.
Warum für Polen?

Ich habe sowohl die deutsche als auch die polnische Staatsbürgerschaft.

Scouts des polnischen Fußballverbandes sind auf mich aufmerksam geworden und haben daraufhin meinen Vater gefragt, ob ich international für Polen spielen würde. Dies habe wir bejaht und somit bekam ich eine Berufung als Nationalspielerin in das ponische U16 Team.

Mila Herok im polnisches Nationalteam (obere Reihe 3. von rechts)

Dies bedeutet jedoch keinesfalls, dass ich auch über das achtzehte Lebensjahr für Polen spielen werde. Sofern die fußballerischen Leistungen es hergeben, werde mich erneut für Polen oder Deutschland entscheiden. Jetzt erst hat mir der Verband aufgetragen erst polnisch zu lernen, was ich gerade tue. Was für mich eine besondere Herausforderung darstellt.

Wann startest Du wieder in die Spielsaison 2026/27

Mila

Ich bin weiterhin noch für die U 17 spielberechtigt. Nach einem Trainingslager in Osnabrück beginnt die Ligarunde wieder im August.

Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg verbunden mit den besten Wünschen, dass deine Ziel, eines Tages in der Frauenbundesliga auflaufen zu dürfen, in Erfüllung geht. Eine Weg, der durch viele persönliche und sportliche Faktoren beeinflusst wird. Wir drücken dir die Daumen, dass du weiterhin so erfolgreich wie bisher mit Leidenschaft den Frauenfußballsport nachgehen kannst. .

Von Schnürschuhen und Getränkekisten

Von H. Eberhard

Wenn die Ziele weniger werden, die Zeit schneller vergeht und materielle Werte an Bedeutung verlieren, hat das Leben einen Status erreicht, in dem das Überleben erste Priorität besitzt.

Schwedischer Bildhauer in Lacoste. Foto: heb

Die eigene Meinung hat sich verfestigt, weil sie im günstigsten Fall oft genug hinterfragt wurde. Die andere wird immer unaufgeregter zur Kenntnis genommen. Die Zeit der Nabelschau ist in ein neues Stadium getreten und der Horizont beginnt zu schrumpfen. Die verzweifelten Versuche Dinge zu bewahren, die ins Nirwana abzustürzen drohen, wirken in ihrer Sinnlosigkeit hilflos und nicht selten unangebracht.

Erinnerungen, die ein ganzes Leben lang verschüttet waren, treten an die Oberfläche und gewinnen an Wert. Sie verfestigen plötzlich den Sinn des eigenen Seins. Immer öfter verweigert der Körper die Mitarbeit. Eine Getränkekiste an jeder Hand war einmal. Jetzt ist man froh bei einer einzigen geholfen zu bekommen. Anfangs fast unbemerkt, wird viel zu schnell deutlich, dass die Tage, die in den Anfangsjahren des Lebens so unendlich lang erschienen, immer kürzer und schwerer werden.

Selbst das Aufstehen fällt nicht mehr so leicht wie früher und damit ist nicht die Unlust gemeint, sondern das Knacken der Knochen. Während die Kleinen das Binden der Schuhe lernen müssen und stolz sind, wenn sie es können, ist es im zunehmenden Alter ein Angang. Der Griff nach den Slippern und dem langen Schuhlöffel wird zur Pflicht.

Obwohl die Terminkalender auf das unbedingt Nötige geschrumpft sind, steht immer mehr der nächste Arztbesuch darin. Hausarzt, Facharzt, Physiotherapeut und vielleicht auch die Altersgymnastikstunde müssen sein. Wer einen guten Hörgeräteakustiker und einen fachlich versierten Augenoptiker kennt, ist schon ein Stück weiter. An Krankenhausaufenthalte will man erst gar nicht denken.

Über allem schwebt immer die Angst, den Führerschein zu verlieren. Zu alt, eine Beule ins Nachbarauto gefahren oder eine ungünstige Gesundheitsprognose. Alles ist möglich. In unserer modernen und fortschrittlichen Zeit, verliert der ältere Mensch auch gesellschaftlich seine Bedeutung. Da Höflichkeit per se in Misskredit geraten ist, hat sie gegenüber dem älteren Menschen überhaupt keine Bedeutung mehr. Alt ist gleich dumm und überflüssig, also eine Belastung, die es gilt niederschwellig zu halten.   

Freundschaften reduzieren sich, werden ehrlicher. Das Wissen um die Endlichkeit hat oftmals auch die noch nicht erreicht, die es besser wissen müssten. Was bleibt und nicht selten im Alter noch stärker wird, ist der Hass gegen Menschen auch dann, wenn man sie gar nicht kennt. Den gleichgeschalteten Massen, zumindest gedanklich hinterherlaufen, geht scheinbar noch. Schade eigentlich, denn das Alter sollte weiser gemacht haben. Vielleicht ist es aber das Aufbäumen gegen den eigenen Niedergang, wenn ältere und alte Menschen mit Hetzplakaten schreiend auf den Straßen hintereinander hermarschieren. Eigentlich gäbe es besseres zu tun. Beispielsweise die verbliebene, vorbeieilende Zeit sinnvoll zu nutzen.

Deutschland deine Demos

Meine Meinung

Immer öfter tauchen die hässlichen Fratzen von Kommunisten, Maoisten und Trotzkisten hinter den roten Fahnen von Antifaschisten, Linksextremisten und Linken auf. Manches mal mit Hammer und Sichel geschmückt, machen sie deutlich, worum es ihren Trägern geht. Der Staat und seine Repräsentanten sowie die vom Grundgesetz verbriefte Grundordnung, sind das Ziel. Unter dem Vorwand die Demokratie schützen zu wollen machen linke Organisationen mittlerweile auch verbal deutlich, worum es ihnen wirklich geht. Der Kampf gegen die verhasste AfD ist ein willkommener Deckmantel unter dem tausende milchbärtige Mitläufer und ebenso viele ahnungslose Mitläuferinnen geködert werden.

„Hier sitz ich und schwitz ich….“

1968 waren es der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) und die Außerparlamentarische Opposition (APO) die auf den Straßen der Großstädte gegen das System kämpften. Auslöser war das Attentat auf Rudi Dutschke im April 1968. Die Springer‑Presse‑Kampagnen mobilisierten darüber hinaus Zehntausende.

Die Vorwände, sich heute mit den staatlichen Sicherheitskräften anzulegen, sind banaler und deutlich einfacher gestrickt. Eine Partei, die von 20 Millionen „Idioten“ demokratisch gewählt wurde, muss als Auslösegrund für „höhere“ Ziele herhalten. Parteigänger von CDU und SPD merken überhaupt nicht was da in Wirklichkeit abgeht. Das gilt auch für Gewerkschaften wie den DGB und die christlichen Kirchen.

Hand in Hand gehen die mit den eigentlichen Staatsfeinden von links auf die Straßen und die „Omas gegen rechts“ skandieren „Nazis raus, Nazis raus.“ Der bunten Schar der Mitläufer unter Regenbogenfahnen und Regenschirmen fehlt oft jedes geschichtliche oder politische Verständnis. Sie erinnern an eine laut blökende Schafherde, die von Hirtenhunden (Ordnern) in die geplante Richtung getrieben wird.

Während die Zielobjekte unter Polizeischutz in aller Ruhe in Erfurt ihren gesetzlich vorgeschrieben Parteitag abhalten, klebten die „Aktivisten“ an den Gleisen der innerstädtischen Bahnen, die an besagtem Wochenende sowieso nicht fuhr. Auch eine Autobahn in der Nähe der Veranstaltungsstadt (A71) besetzten sie, obwohl diese von den Polizeikräften schon lange vorher für den Verkehr gesperrt wurde. Nur Brüllen und Pfeifen reicht halt nicht ganz. Ein wenig Denken gehört auch zum Demonstrationsgeschäft.

Was sagen eigentlich die unbeteiligten Zeitgenossen zu alldem? Sie halten sich raus und knurren leise bei den Gedanken was auf sie zukommen könnte. Sie könnten klare Zeichen nach rechts, links oder der Mitte setzen, wenn sie denn nur alle von ihrem verbrieften Recht der freien Wahl Gebrauch machen würden. Viele gehen ja und wählen wie schon ihre Väter und Großväter. Manche lassen sich auch schon mal von anderen Parteien überzeugen, aber die große Masse bleibt auf den Sofas sitzen und meckert.

Besonders junge Familien und alte Menschen spüren direkt an ihren Geldbeuteln, dass so einiges im Land nicht stimmt. Es wird alles teurer, die Regeln auch Reformen genannt werden zu ihren Ungunsten geändert und wer das laut sagt, schaut gleichzeitig über seine Schulter, ob jemand mithört. Der Druck im Land wächst parallel mit einer latenten Unfreiheit, behaupten Zeitgenossen immer öfter.

Von alldem profitieren die politischen Ränder mehr oder weniger stark. Die Durchhalteparolen aus dem politischen Spektrum werden immer lauter, erreichen aber lediglich die Gutgläubigen. Wer einen Hammer auf den Kopf, ein Messer in den Bauch bekommt oder einfach nur sein Hab und Gut verliert, verliert auch das Vertrauen in den Staat und dessen Schutz. Wenn es, wie man den täglichen Nachrichten entnehmen kann, täglich mehrfach passiert, werden Zweifel erzeugt, ob das alles seine Richtigkeit hat.

Der Ruf nach Arbeitsplatzsicherheit, bezahlbare Wohnungsgarantie und bezahlbaren Nahrungsmitteln wird lauter und immer unüberhörbarer. Das gilt auch für Infrastrukturen aller Couleur. Die Schulden, wie auch die geplanten neuen, sind zu einem unübersehbaren Berg angestiegen und keiner der Verantwortlichen macht sich Gedanken wer und wie die abgebaut werden können. Während die Bundesrepublik in der gesamten Welt immer noch den großen Onkel mit den Taschen voller Geld spielt, geht das Land sukzessive den Bach runter. Deutschland braucht verantwortungsvolle Politiker und keine Ideologen.

Fazit:

Nur Parteien, wie die AfD, mit aller Kraft zu verteufeln, ist der falsche Weg. Ursachenforschung, warum es den einstigen Außenseitern gelungen ist sich an die Spitze aller Parteien zu setzen, wäre sinnvoller. Der eingeschlagene Weg von Denunziation, Hetze und Ausgrenzung hat noch nie zum Ziel geführt, sondern die Betroffenen immer stärker gemacht. Um das zu begreifen muss man aber auch ein wenig nachdenken, sonst läuft das am Ende wie an den Erfurter Straßenbahngleisen. sig/Foto: KI

Das Erfurter „Fanal“ verkommt zur Lachnummer

Meine Meinung

Das erinnert ein wenig an die Straßenschlachten in den 1920er Jahren zwischen Nationalsozialisten, Kommunisten und Sozialdemokraten. Während der gesamten Weimarer Republik (erste deutsche Republik) herrschte dazu politisch und vergleichsweise eine Form von militärischer Gewalt in den Straßen gegen Sachen und Menschen.

Die Polizei wurde in diesen Jahren von vielen Menschen kritisch gesehen. Die Linken warfen ihr vor, die Gewalt von Rechts zu milde zu betrachten. Rechte Kreise betrachteten die Polizei hingegen als Werkzeug einer ungeliebten Republik.

Millionen Menschen verloren durch die Weltwirtschaftskrise (1929) ihre Jobs und ganze Familien verarmten. Sie verloren infolgedessen das Vertrauen in die herrschenden Parteien.

Die Übernahme der Macht in Deutschland durch die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) hatte viele Väter. Mehrere politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Faktoren kamen zusammen.

Durch die häufigen Regierungswechsel wurde das gesamte System instabil und die Bürger hatten kein Vertrauen mehr in die junge Demokratie. Eine Gruppe konservativer Politiker bedrängten den alten Reichspräsidenten Paul von Hindenburg Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Sie versprachen sich davon ihn gegen linke Parteien einsetzen zu können.

Dessen NSDAP bekam trotz großer Wahlerfolge nie die absolute Mehrheit. Erst durch die Ernennung zum Reichskanzler änderte sich das und Hitler kam an die Macht, mit all den schlimmen Folgen.

Und heute:

Nicht wenige, besonders ältere Menschen, befürchten, dass es auch heute wieder zu Straßenkämpfen kommen könnte. Während in der Nachkriegszeit des I. Weltkrieges kaum Einflüsse von außerhalb Deutschlands vorkamen, sieht das heute anders aus. Es stehen sich nicht nur linke und rechte Kräfte unversöhnlich gegenüber, sondern durch den Zuzug fremder Kulturen werden teilweise auch deren Auseinandersetzungen in Deutschland ausgetragen.

Die Polizeien der Länder stehen wieder einmal zwischen den „Fronten“ und fühlen sich von der teils unschlüssigen Politik alleine gelassen („Wir verlieren dieses Land“ von Liv von Boetticher). Eine gefährliche Symbiose von Schwäche und Entschlusslosigkeit rüttelt an den Fundamenten unserer Demokratie.

Erfurt sollte ein Fanal sein, aber es kam anders. Die „Möchte-gerne-Roten Brigaden“ und ihre Mitläufer hatten den Einsatz am Samstagmorgen glatt verschlafen. Die Delegierten der ungeliebten Opposition waren schon in den Messehallen, dem „Austragungsort“ ihres gesetzlich vorgeschrieben Parteitags. Die Polizeien aus verschiedenen Bundesländern, rund 5 000 an der Zahl, machten einen guten, ihren Job. Ihnen gegenüber standen nach Angaben der Polizei rund 31 000 Demonstranten. Diese „guten Demokraten“ schrien sich die Seele aus dem Hals. Mit Masse vermummt und mit Regenschirmen bewaffnet, jagten sie sogar Journalisten, die nur ihre Arbeit machten. Die Hetzplattform Indymedia.org hatte sich bereits im Vorfeld bemüht, dem militanten Kern, der teils aus dem Ausland angereisten Berufschaoten, genügend Tipps zu geben, wie man den „Bullen“ am besten ihre Arbeit schwermacht.

Alles vergebens und so verkam der „Aufmarsch“ teilweise zur Lachnummer. Es wurde eine Autobahn besetzt, die sowieso schon von der Polizei gesperrt war. Die Besetzung der Straßenbahngleise in Erfurts Innenstadt sorgte bei den Beobachtern ebenfalls für Heiterkeit-die Bahnen fuhren am Samstag alle nicht. Dazu ständig die abgedroschenen Parolen.

Nicht selten kommt die Frage auf, was denn der gesamte Einsatz kosten wird.

Er kosten zumindest Geld, viel Geld, Er kostet Vertrauen in die etablierte Parteien, er kostet Ansehen und Würde bei den teils zügellos vorgehenden „Antifaschisten“ und deren Anhängern. Er regt immer mehr Bürger zu der Frage nach dem konkreten Warum an. Es wäre sicher gut wenn die 12-Prozent-Parteien sich darüber Gedanken machen, warum sie so abgestürzt sind und von den Wählern nicht mehr für Voll genommen werden. Eigenreflexion statt ausgeklügelter Hetzjagden auf einen Feind, der schon lange im politischen Sattel sitzt, ist angesagt.

Gewinner wird es sicher geben. Nicht nur, dass die alte Kulturstadt Erfurt derart im Mittelpunkt stand, so wird auch die AfD durch den Aufmarsch der grölenden Schirmträger weitere Sympathien bekommen, die sich in Wählerstimmen niederschlagen. Die unbedarften Bürger, besonders die, die erst vor wenig mehr als 30 Jahren zur Demokratie kamen, stellen sich die Frage ob das alles normal ist und man in einer Demokratie so mit dem politischen Gegner umgeht. 27 bis 29 Prozent der Wahlberechtigten würden die prozentual größte deutsche Partei nach neuesten Umfragen wählen. Bei spontanen Straßenumfragen in letzter Zeit „warum soll die AfD verboten werden“, kamen unisono immer die gleichen Antworten: „Weil das alles Nazis, Menschenverachter oder Demokratiefeinde sind. „
Das sind Meinungen, wenn auch nicht besonders fundierte, und die müssen in einer Republik mit einem Grundgesetz, wie dem Unsrigen, selbstverständlich akzeptiert werden. Das gleiche Gesetz verlangt aber auch im Artikel 21 und dem Parteiengesetz § 9 und 6, dass jede Partei ein oberstes Organ (die Mitgliederversammlung oder Vertreterversammlung) haben muss. Dieser muss regelmäßig stattfinden.
Glaubhafte Demokraten, die diese festgeschriebenen demokratischen Spielregeln außer Kraft setzen wollen, setzen sich ins Unrecht und arbeiten mit an der inneren Zerstörung der demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschlands. Dass, was sie der „verhassten“, aber demokratisch gewählten AfD vorwerfen, betreiben sie also selber. Wenn zudem Genossen links wie grün ein Viertel des Wahlvolkes (des Souveräns) als „Idioten bezeichnen, müssen sie sich nicht über deren Reaktionen wundern.

Spalten, Hetzen, Denunzieren und Verunglimpfen ist die unterste menschliche Schublade. Wenn die auch in Zukunft weiterhin so weit herausgezogen bleibt, wird unser schönes Deutschland schweren Schaden nehmen. sig/Foto: KI

Da geht noch was

Ein schöner Netzfund. Wenn der Grund nicht so traurig wäre, könnte man herzhaft lachen.

Sollte das Rentenalter hochgesetzt werden, wünsche ich allen, die das beschlossen haben, einen medizinischen Notfall.
Das dauert ganz schön lange, bis die zwei 70jährigen Rettungssanitäter sich bis in den dritten Stock hochgequält haben.
Kniearthrose, Rheuma, Bluthochdruck
Dann warten alle auf den 80jährigen Arzt.
Der ist zwar nicht mehr der Schnellste, sieht auch nicht mehr so gut.
Was soll’s , Sie werden doch irgendwie gerettet und kommen ins Krankenhaus.
Da steht das Schwesternkollektiv schon bereit
(67,68 und 70 Jahre).
Die alten Mädchen sind auch nicht mehr so topfit.
50 Jahre in drei Schichten im Krankenhaus fordern ihren Tribut.
Bandscheibenvorfall, Schlafstörungen , physischer und psychischer Stress
Fröhlich gucken sie nicht mehr.
Im Gang stehen 2 Rollatoren.
Die Rente mit 70 ist schon geil.
Nebenan wird gebaut
Ups , gerade ist der 70jährige Dachdecker vom Dach gefallen
Parkinson, Gleichgewichtsstörungen ???
Wer weiß ?
Der Meister der Maurerkolonne teilt in der Frühstückspause Blutdruck und Schmerztabletten aus, sonst schaffen es seine betagten Herren nicht bis zum Feierabend.
Geht es noch ?? ???
Anderer Vorschlag
ALLE ZAHLEN EIN !! 👍👍👍
Kopiert und für gut befunden!

Was hätte Jesus zu Spaltung und Abgrenzung gesagt.

Jesu Grundprinzip in einem Satz

Menschen sind wertvoll, gerade wenn sie nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen.

Jesu Botschaft und moderne Gesellschaft

Jesu Umgang mit Menschen, die nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprachen, ist einer der radikalsten und modernsten Aspekte seiner Botschaft. Jesus stellt Menschen, die nicht „ins Bild passen“, in die Mitte — nicht an den Rand.  Er bricht soziale, religiöse und moralische Kategorien und ersetzt sie durch Würde, Nähe und Verantwortung füreinander.

1. Würde statt Bewertung

Jesus begegnet Menschen nicht nach ihrer „Kategorie“ — Herkunft, Status, Fehler, Krankheit, Lebensstil — sondern nach ihrer unverlierbaren Würde.

In einer modernen Gesellschaft heißt das: Menschen sind mehr als ihre Rolle, mehr als ihre Fehler, mehr als ihre Zugehörigkeit, mehr als ihre Leistung.

Das widerspricht direkt dem heutigen Trend zu Schubladen, Labels, Canceln, sozialen Medienurteilen.

 Nähe statt Ausgrenzung
Jesus geht aktiv auf Menschen zu, die andere meiden: Aussätzige, Sünder, Fremde, Frauen mit gebrochener Biografie, Kinder, Menschen mit Behinderungen. In der heutigen Welt bedeutet das: Nähe zu Menschen, die „anders“ sind, Kontakt statt Distanz, Gespräch statt Abwertung, Beziehung statt moralischer Überlegenheit.

Das ist hochmodern — und gleichzeitig extrem herausfordernd.

2. Schutz statt Verurteilung

Die berühmte Szene mit der Frau, die gesteinigt werden soll, zeigt Jesu Haltung klar:

Er stellt sich zwischen die verletzliche Person und die Menge.

Moderne Bedeutung: Schutz vor öffentlicher Demütigung, Schutz vor digitaler Hetze, Schutz vor moralischer Gewalt,Schutz vor gesellschaftlicher Überforderung.

Jesus kritisiert nicht die Schwachen — sondern die, die sich in ihrem Streben nach „Gutheit“ stark fühlen, indem sie andere verurteilen.

3. Liebe statt Normdruck

Jesus löst die Frage „Wer ist richtig?“ durch die Frage „Wer braucht dich?“ Das ist ein direkter Gegenentwurf zu: Leistungsdruck, Perfektionskultur, Schönheitsnormen, sozialer Vergleich, aber auch politisch-moralischer Selbstüberhöhung.

Seine Botschaft ist:

Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, ob er Erwartungen erfüllt.

4. Einladung statt Ausschluss

Jesus lädt Menschen ein, die andere ausschließen würden:

Samariter, Fremde, Menschen mit „schlechter Herkunft“, Menschen mit komplizierten Lebensgeschichten.

Moderne Bedeutung:

Integration statt Abgrenzung, Dialog statt Polarisierung, Gemeinschaft statt Identitätskampf, Hoffnung statt Resignation.

Warum ist Jesus Haltung heute so herausfordernd: Weil sie uns zwingt, die Frage zu stellen: „Wen halte ich selbst für ‚nicht passend‘ — und warum?“

Und dann:

„Was würde Jesus tun?“
Seine Antwort ist fast immer dieselbe: Er würde hingehen. Er würde zuhören. Er würde schützen. Er würde aufwerten. Das ist keine naive Romantik — es ist eine radikale Ethik der Menschlichkeit.
Jesu Botschaft für die moderne Gesellschaft in einem Satz:
Die Würde des Menschen ist wichtiger als jede gesellschaftliche Erwartung. sig