Stammtisch für Stoma-Träger

Von Siegfried Gerdau

Einen Stammtisch für „Beuteltiere“ hat Gabriele (Ele) Schmidt in Driedorf-Mademühlen ins Leben gerufen. Den Namen wählte die 55-Jährige in Anlehnung an die gleichnamige, bundesweit aktive Selbsthilfegruppe der Stoma-Trägerinnen und Träger „BeuteltierNetzwerk e.V.“. Gabriele Schmidt ist selber seit Jahren Stoma-Trägerin und möchte gemeinsam mit anderen Betroffenen einen Erfahrungsaustausch herbeiführen. Wichtig für sie ist es wichtig deutlich zu machen, dass es viele Menschen mit dieser vermeintlichen Einschränkung gibt, die keine sein muss. Für sie selber war ihr damaliger Entschluss, sich diesem Eingriff zu unterziehen, genau der richtige Weg, den sie bisher keine Sekunde bereut hat. „Ich gebe zu, dass ich dies nicht zuletzt auch meiner lebensbejahenden Frohnatur zu verdanken habe.“ Auch die Tatsache, dass ihr Mann immer an ihrer Seite stand und noch immer steht, habe ihr sehr geholfen, fügt sie hinzu. Mit dem Stammtisch „Beuteltiere“ möchte Schmidt alle Stomata-Patienten ansprechen und ihnen Mut machen. Dabei sei es völlig unbedeutend welche Art von Problemen das sind. Menschen mit und ohne Blase, ob sie einen Stomabeutel oder Blasendauerkatheter tragen. Menschen die mit suprabubischen Blasenausgängen oder einer Nierenfistel Probleme haben, sind alle ebenso willkommen, wie ehemalige Stoma-Träger oder einfach nur Interessierte.

Gabriele Schmidt hat den Stammtisch Beuteltiere gegründet.

Wichtig für sie ist, dass ihre zukünftigen Stammtischfreunde sich vorstellen können, im Kreise „Gleichgesinnter“ Spaß miteinander zu haben. „Wir wollen nicht nur mit unserem Schicksal hadern, sondern uns austauschen, Tipps geben und trotzdem oder gerade deswegen miteinander fröhlich sein und zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht alleine sind “, sagt Ele Schmidt. Der Termin für den 1. Stammtisch ist für Samstag 14. Januar 2023 in der Pizzeria Al Lago an der Driedorf-Mademühlener Krombachtalsperre geplant. Weitere Informationen und zusätzliche Terminabsprachen Mobil unter: +491522 485 2990.   

Der Begriff „Stoma“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Mund“ oder „Öffnung“. Im Zusammenhang mit einem operativen Eingriff bedeutet „Stoma“ eine künstliche Körperöffnung oder ein künstlicher Darmausgang. Darunter versteht man eine operativ angelegte, offene Verbindung zwischen einem inneren Hohlorgan (zum Beispiel Darm) und der äußeren Haut. Die Verbindung dient entweder dazu, dem Organismus etwas zuzuführen (Tracheo- oder Gastrostoma) oder Ausscheidungen des Körpers abzuführen (Urostoma, Darmstoma, Enterostoma). Das Darmstoma wird oft auch als „künstlicher Ausgang“, „Seitenausgang“, „Darmausgang“ oder „Anus praeter“ bezeichnet.  

Klimasünder Handy

Von Siegfried Gerdau

Die Klimasünde ist besonders in Deutschland mittlerweile ein gewaltiges Totschlagargument. Alleine das Dasein eines Menschen stelle für sich alleine schon eine Klimabelastung dar, so hört man. Das erinnert sehr stark an die Vorgehensweise christlicher Religionen. Dort heißt es: „Du kommst als Sünder auf die Welt, aber du kannst gerettet werden“.

Wenn man dies aufs Klima umsetzt, könnte es heißen: „Du bist grundsätzlich schuld, wenn die Erde am CO2-Ausstoß erstickt“, aber du kannst aufhören zu konsumieren. Vermutlich richtig und wissenschaftlich nachweisbar ist diese These sicherlich. Pauschales Vorgehen ist allerdings nie besonders hilfreich und so bin ich einmal ins Detail gegangen. Wie sieht es eigentlich mit dem Gebrauch von mobilen Funktelefonen, den sogenannten Handys aus. Belastet dieses moderne Kommunikationsverhalten auch die Umwelt und besonders das weltweite Klima? Wie begegne ich jemand, der mir mit dem Handy in der Hand oder in der Tasche vorwirft, ein Klimasünder zu sein?

Der Kauf und die Benutzung eines Smartphones ist alles andere als klimaneutral. Foto: Gerdau

Fakten als Argumentationshilfen

Die Produktion und der Betrieb von Smartphones sorgen in Europa für 14 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr.

Der Anteil, den die Smartphone-Produktion daran hat, ist um ein Vielfaches größer als jener anderer Elektronikprodukte wie PCs oder Laptops. Bei jährlich 1,4 Milliarden verkauften Smartphones weltweit ist das nicht verwunderlich.

Laut Greenpeace verschlingt die weltweite Smartphone-Produktion 968 Terawattstunden Strom.

Die Menge macht das Gift

Ein durchschnittliches Handy verursacht ohne Netzwerk- und Internetnutzung über seinem Lebenszyklus schon etwa 48 Kilogramm CO2-Äquivalent. Macht bei 30 Millionen verkauften Geräten in Deutschland: 1,44 Millionen Tonnen CO2, die diese Geräte von der Herstellung bis zur Entsorgung verursacht haben werden.

Der jährliche CO2-Ausstoß des weltweiten Internets ist inzwischen fast doppelt so groß, wie der des Flugverkehrs rund um den Globus.

Dass das Fliegen im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln umweltschädlicher ist, ist bekannt. Eine Studie aus Großbritannien fand nun heraus: Etwas ganz Alltägliches wie das Internet oder Computer haben mindestens einen gleichgroßen oder sogar einen größeren CO2-Abdruck als der gesamte Flugverkehr weltweit.

Mein kleines Handy kann doch dem Klima nicht schaden

Das liegt vielmehr daran, dass vier Milliarden Menschen – mehr als 53 Prozent der Weltbevölkerung – das Internet nutzen. Es ist also die Summe der Internet-Nutzer, die für einen hohen CO2-Abdruck sorgt.

The Shift Project, ein französischer Think-Tank, der sich intensiv mit dem CO2-Ausstoß des Internets befasst, hat in einer Hochrechnung ermittelt, dass der Internet-Konsum für 3,7 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist.

Eine Stunde ein Video streamen: 3,2 Kilogramm CO2e

Eine Google-Suchanfrage: 0,2 Gramm CO2e

Einfache E-Mail (ohne Anhang): 4 Gramm CO2e

E-Mail mit Fotoanhang: 30 Gramm CO2e

Spam-Mail: 0,3 Gramm CO2e

Ein Amazon-Paket (Direktzustellung): 500 bis 600 Gramm CO2e

Zum generellen Vergleich: Ein PKW verursacht im Schnitt 150 Gramm CO2-Emissionen pro Kilometer.

Dass nun Handys mit dem Bann belegt und jeder Klimaaktivist angewidert sein Apple oder Samsung recycelt, ist kaum anzunehmen. Dies zu fordern war auch nicht meine Absicht. Nur wer auf andere mit den Fingern zeigt, sollte wissen, dass mindestens drei auf ihn selber gerichtet sind.   

Kinder-Weihnachtswunschbaum bei Eitzenhöfer

In vergangenen zwei Jahren war die Aktion „Kinder Wunschbaum“ in Herborn ein voller Erfolg – nun gibt es eine Neuauflage. Der Lions Club Herborn-Schloss möchte wieder Spenden sammeln, um sie Kindern bedürftiger Familien als Weihnachtsgeschenke überreichen zu können.
Die Aktion wird zusammen mit der Firma Mode & Style, Eitzenhöfer im „Dill- Center“ umgesetzt. Im ersten Stock stehen bereits jetzt schon, zwei Weihnachtsbäume dafür bereit.

Das Org-Team. Von links: Marlene Schäfer-Siegel, Sabine Schmitt und Präsidentin Barbara Szczebak.

Die Bäume sind neben den Glaskugeln auch mit „Papier-Kugeln“ behängt, auf denen sich jeweils ein Kinderwunsch befindet. Wer mitmachen will, kann diese Papier-Kugeln erwerben und damit die Kinderwünsche erfüllen. Die Übergabe der Geschenke erfolgt über drei ausgewählte heimische Einrichtungen. Ebenfalls mit dabei sind zwei Kitas, aus dem immer noch stark vom Hochwasser geschädigten Ahrtal. „Der Lions Club Herborn-Schloss freut sich, wenn diese Aktion eine ebenso große Resonanz erfährt, wie in vergangenen Jahren und bedankt sich schon jetzt bei den Spendern“, sagt Präsidentin Barbara Szczebak. sig/Foto: Gerdau

Dialog zwischen Unternehmer und Evangelischer Kirche

Die Zukunft im Blick: Kirchenpräsident besucht die Friedhelm Loh Group

Digitalisierung, De-Globalisierung, Fachkräftemangel: Zu einem Besuch und offenen Austausch besuchte der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, die Zentrale der Friedhelm Loh Group in Haiger und traf Inhaber und Vorstandvorsitzenden Prof. Friedhelm Loh. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage: Wie gehen große mittelständische Unternehmen mit den Herausforderungen der Zeit um und welche Chancen und Perspektiven ergeben sich daraus für die Menschen, die Region und den Industriestandort?

Zu einem Besuch und offenen Austausch besuchte der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung (3.v.l.) die Zentrale der Friedhelm Loh Group in Haiger und traf den Inhaber und Vorstandvorsitzenden Prof. Friedhelm Loh (rechts). Vom Ev. Dekanat an der Dill begleiteten ihn Dekan Roland Jaeckle (1.v.l.) und Dr. Uwe Seibert, Referent für gesellschaftliche Verantwortung (2.v.l.).

Der offene Austausch und die Diskussion der aktuellen Herausforderungen für Industrieunternehmen, aber auch Einblicke in ganz konkrete Erfolge und Erfahrungen in der Friedhelm Loh Group standen im Mittelpunkt des Besuchs der Delegation. „Digitalisierung ist in der Industrie gerade in den heutigen Zeiten alternativlos“, sagte Prof. Friedhelm Loh mit Blick auf Fachkräftemangel und die Notwendigkeit, wirtschaftlich an Standorten in Europa zu produzieren, um die Abhängigkeit von volatilen Lieferketten rund um den Globus zu reduzieren: „Wir haben beim Aufbau und Hochlauf unserer smarten Industrie 4.0-Produktion bei Rittal in Haiger viel gelernt. Unsere Mitarbeiter haben harte Pionierarbeit geleistet. Die Erfahrungen teilen wir jetzt mit unseren Kunden und Partnern.“

„Sehr beeindruckend und ein gutes Beispiel für die Übernahme von Verantwortung für die Region und ihre Menschen“, nannte Kirchenpräsident Dr. Volker Jung die digital integrierte Fertigung im Herzen von Mittelhessen: „Wir suchen als Kirche immer den Dialog mit den Institutionen, die den Lebensraum der Menschen gestalten. Dazu gehört der größte Arbeitgeber der Region, die Friedhelm Loh Group. Mit den Investitionen in den Standort Hessen eröffnen sich Chancen und Perspektiven für Familien, Nachwuchsfachkräfte, aber auch zugezogene Berufstätige – und die Region als Wirtschaftsstandort insgesamt.“ Eben diese Perspektiven im Familienunternehmen böten Sicherheit und Stabilität, ein Wert an sich gerade in schwierigen Zeiten. „Die Menschen in der Friedhelm Loh Group sind nicht nur Mitarbeiter. Sie sind auch Mütter, Väter, Töchter und Söhne. Viele pflegen Familienangehörige und engagieren sich sozial in ihren Gemeinden. Unternehmer müssen sich gerade jetzt bewusst sein, dass sich ihre Verantwortung auf ganze Familien und ihre Lebenswelt auswirkt“, sagte Prof. Friedhelm Loh.

Das Miteinander innerhalb der Gruppe, in den Teams ebenso wie zwischen Unternehmensführung und Betriebsräten betonte auch Markus Betz, der bis vor kurzem über 12 Jahre hinweg Betriebsratsvorsitzender von Rittal Herborn und zuletzt auch Vorsitzender des Konzern-Betriebsrats war: „Für uns zählt, dass alle Maßnahmen für die Ausrichtung des Unternehmens auf die Zukunft immer den Mitarbeiter im Blick haben.“

Das müsse man sich erarbeiten und leisten können, ergänzte Prof. Friedhelm Loh: „Als inhabergeführtes Unternehmen schnell Entscheidungen für die Zukunft von Unternehmen und Mitarbeitern zu treffen, basiert auf Wachstum und wirtschaftlichem Erfolg.“ Das treibe ihn jeden Tag an: „Natürlich werden die Herausforderungen komplexer in einer sich de-globalisierenden Welt. Das sind neue Aufgaben, denen wir uns stellen. Aber wir sind vor allem dankbar für die Perspektiven, die wir als Gruppe haben und die wir auch schaffen können.“ Quelle: Loh-Group

Weihnachtsmarkt und Spiel in Herborn

Von Siegfried Gerdau

Der Weihnachtsbaum steht in voller Pracht mitten auf dem Herborner Markplatz. Noch hat er keinen Namen, aber es wird kolportiert, dass er Leyla heißen könnte. Im Stadtpark sind die Weihnachtsmarkt-Organisatoren um Christian Hörnchen fleißig dabei, ihre Verkaufsstände zu errichten. Bereits am kommenden Montag lässt der Elch wieder seine Stimme ertönen und der Duft von Glühwein, Bratwürsten und Waffeln wird zwischen den alten Bäumen wabern.

Der Herborner Weihnachtsbaum steht in voller Pracht auf dem Marktplatz.

Warum findet der Markt denn nicht wie früher auf dem Marktplatz statt, wollten wir von dem Vorstands-Mitglied des Herborner Werberings Lars Heidemann wissen.

Die Antwort ist ganz einfach, sagt der und macht zugleich deutlich, dass alle Beteiligten und besonders der Werbering der Meinung waren, dass der Marktplatz der eigentliche Veranstaltungsort für diese weit über die Herborner Grenzen bekannte Veranstaltung sei und auch in Zukunft bleiben soll.

Nun kommt das große Aber: Nach Rücksprache mit der Genehmigungsbehörde der Kreisverwaltung habe der zuständige Bearbeiter zu bedenken gegeben, dass sich die Situation bezüglich Corona-Inzidenzen rasch zum Negativen verändern könne und es sei nicht absehbar, ob eine Verschärfung der Corona-Lage wieder Einschränkungen erforderlich machen würde. Lange und ausgiebig habe man in dem Werbering-Gremium dann darüber diskutiert und sei zu dem Ergebnis gekommen, vorsichtshalber den „Austragungsort“ Stadtpark zu präventieren, sagte Heidemann. Man könne verstehen, dass Einzelhändler und Gastronomen damit nicht glücklich seien, jedoch ein ad hoc-Umzug im Falle eines Falles sei kaum zu bewerkstelligen. Fakt ist, dass alle Beteiligten und auch die Weihnachtsmarktbetreiber gerne dem Markplatz den Vorzug gegeben hätten, damit die Innenstadt besonders zur Vorweihnachtszeit belebt bleibt. „Wir haben aber aus guten Gründen ganz bewusst auf Sicherheit gesetzt“, sagte Lars Heidemann.

Ein kleiner Trost: Im kommenden Jahr kann wieder im Pagodenzelt auf dem Marktplatz „gekuschelt“ werden kann, versprach Heidemann mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht.

Wenn am kommenden Montag (21.November) um 11 Uhr der Startschuss für den Herborner Weihnachtsmarkt 2022 fällt, setzen die Macher auf das Herborner Wetter und das hat die meisten Veranstaltungen in der Bärenstadt nicht im Stich gelassen. Dann geht es durchgängig bis zum 30. Dezember weiter. Lediglich an den beiden Weihnachtsfeiertagen und am Heiligen Abend bleiben die Tore zum Stadtpark geschlossen. Die täglichen Öffnungszeiten sind wie gehabt von 11 Uhr bis maximal 22 Uhr geplant. Dazwischen werde man sehr flexibel sein. Einlasskontrollen sind ebenfalls nicht geplant und man hofft, dass dies auch so bleiben kann. Die Veranstalter setzen in diesem Jahr noch mehr auf Gemütlichkeit und Atmosphäre und das solle auch eine entsprechende Beleuchtung garantieren. Viele Zentner Hackschnitzel im Park werden nicht nur für Fußwärme, sondern für trockene Füße sorgen.

Am Montag wird der Weihnachtsmarkt im Stadtpark eröffnet. Spätestens dann sind alle Vorarbeiten erledigt.

Beim Thema Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt, bleibt es wie in all den Jahren. Die Herrnhuter Sterne strahlen und die Giebel-Illumination ebenfalls. Lediglich die Leuchtdauer ist auf 21 Uhr begrenzt und hier passe man sich der Schaufensterbeleuchtung an, die ebenfalls um 21 Uhr laut gesetzlicher Verordnung abgeschaltet werden muss. Am 6. Januar 2023 wird dann die weihnachtliche Stadtbeleuchtung erneut für knappe 11 Monate in den Ruhemodus versetzt.

Der große Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz soll auch kleine Brüder bekommen. Wer von den Werberingmitglieder einen haben möchte, wird ihn auch erhalten. Die Bäumchen können dann ganz nach belieben individuell geschmückt werden, aber das bleibt den jeweiligen Geschäftsinhabern überlassen, fügte Lars Heidemann hinzu. Christbaumkugeln hält der Werbering für alle die möchten vor.

Rent a tree in Herborns Innenstadt

Die kleinen Weihnachtsbäume erfreuten sich in der Vergangenheit nicht nur bei den Einzelhändlern und ihrer Kunden großer Beliebtheit. Nach und nach verschwanden viele spurlos und waren oh Wunder, nach Weihnachten plötzlich wieder da und dies teilweise noch mit leichten Lametta-Spuren.Von Diebstahl könne daher absolut keine Rede sein. Rent a tree sei da wohl die bessere Definition, meinte Heidemann mit einem Augenzwinkern.

Das Weihnachtsspiel mit einem sechsstufigen Gewinnplan wird in diesem Jahr wieder viele Menschen in die Geschäfte des Werberings locken. 40 000 Lose zum Stückpreis von 1 Euro versprechen sagenhafte Gewinnchancen. Der Losverkauf beginnt am 26. November und endet am 22. Dezember. Am gleichen Tag, nämlich ab 18 Uhr wird (diesmal auf dem Marktplatz) die große Verlosungsveranstaltung stattfinden.

50 Herborner-Werbering-Einkaufsgutscheine werden unter dem Motto „Nach Herzenslust Shoppen“ zu je 1 00 Euro verlost. Mit ihnen können die Gewinner auch in den gastronomischen Mitgliedsbetrieben des Werberings nach Herzenslust Essen und Trinken.

Gleich 4 mal 500 Euro Gutscheine werden als sogenannte „Energie-Spritze“ der Herborner Stadtwerke verlost. Sie können sowohl auf die Vorauszahlungskonten als auch als Bezahlung der Strom-, Wasser oder Gasrechnungen von Neu-und Bestandskunden eingesetzt werden.

5 E-Shooter mit Straßenzulassung und großer Reichweite sowie die Nutzung der Servicestation in Merkenbach eines heimischen Unternehmens, sind der dritte Gewinnblock. Der ist aufgeteilt in 2 Streetbooster One zum Stück-Preis von 699 Euro mit einer Traglast bis 105 Kilogramm und einer echten Reichweite von 26 Kilometer. Weiterhin gibt es 3 Streetbooster zu je 999 Euro bis 120 Kilogramm Traglast und einer Reichweite von 33 Kilometer.

„Tankvoll“ heißen 3 Aral Supercard-Tankgutscheine zu je 1 000 Euro. Diese können Deutschlandweit eingelöst werden, aber es ist auch eine Teileinlösung möglich.

Mit 2 Apple I-Phons 14 Pro, 128 GB im Einzelwert von 1 299 Euro werden ihre Gewinner garantiert „In Verbindung bleiben“

Der Hauptgewinn nach dem Motto „Mobil und Fit“ ist diesmal kein PKW. Lange habe man im Weihnachtsspiel-Gremium beraten und sei zu dem Entschluss gekommen, dass es diesmal kein Verbrenner aber auch kein elektrisches Gefährt sei. Mehrheitlich habe man sich für ein E-Bike entschieden und das zu einem Stückpreis von 3 500 Euro. Darauf habe der Händler „Radhaus Nord“ in Burg noch einmal 500 Euro draufgelegt, berichtete Heidemann.

Somit ist der 1. Preis des Herborner Weihnachtsspiels des Werberings ein Gutschein für ein Spitzenrad im Wert von 4 000 Euro, welches im Radhaus Nord für ein individuell angepasstes Wunschbike eingelöst und werden kann.

Bleibt nur noch eine Frohe Weihnacht zu wünschen und eine glückliche Hand beim Loseinkauf. Fotos: Gerdau

Weihnachten mit den Roten Teufeln

Die Herborner Comenius-Schule und die Big Band Herbornseelbach veranstalten am Sonntag 11. Dezember um 17 Uhr ein weihnachtliches Konzert unter dem Motto „Melodien zur Weihnachtszeit“ in der Mehrzweckhalle direkt am Schulgebäude. Die Veranstaltung wird vom Förderverein Comeniusschule tatkräftig unterstützt und knüpft nahtlos an das online gesendete Weihnachtskonzert mit der Big Band im vergangenen Jahr an. In Anbetracht der für viele Menschen finanziell nicht einfachen Zeit, haben sich die Veranstalter entschlossen, den Eintrittspreis auf lediglich 10 Euro (Kinder bis 12 Jahre 5 Euro) im Vorverkauf festzusetzen. Die Big Band des Musikverein Herborn-Seelbach ist schon seit vielen Jahren nicht nur für ihren klassischen Swing bekannt. Auch in diesem Jahr werden der „singende Zahnarzt“ Dr. Carsten Wenzel aus Gladenbach sowie das musikalische Allroundgenie Franziska Immel stimmlich den Ton angeben. Die Gesamtleitung liegt wieder in den bewährten Händen von Dirigent und Band-Leader Erwin Gabriel. 

Da die Halle auf 380 Sitzplätze beschränkt ist, empfiehlt es sich rechtzeitig zu buchen. Das sei problemlos und einfach über den QR-Code möglich

und man habe dabei auch eine ständig aktualisierten Platzübersicht, um den eigenen Platz auszuwählen und zu reservieren, sagte der Rektor der Comenius Micha Gabriel. Man kann auch den dazu gehörenden Link https://eintrittskarten.io/shop/mv-hbs im Internet eingeben. Auch eine telefonische Buchung ist unter 02772/6776 möglich. sig/Archiv-Foto: Gerdau

Herborn steht (vorerst) nicht mehr auf

Von Siegfried Gerdau

So wie es aussieht, ist die Herborner Demonstrationsbewegung „Herborn steht auf“ (HSA) zumindest in der jetzigen Formation seit heute Abend Geschichte. Wie es weitergeht wussten die Organisatoren um Jan Schadt und Alexander Chrapko, nicht. Man könne sich jedoch vorstellen, dass in Zukunft eine Bürgerbewegung die Arbeit von HSA weiterführt, rief Chrapko den 108 Teilnehmer auf dem Herborner Markplatz zu. Das Organisationsteam sei uneins gewesen und habe sich gespalten, so konnte man vernehmen. Viele Mitglieder von HSA waren mit der Führung der ihrer Bewegung wohl nicht mehr einverstanden. Es wurde sogar von Personenkult gesprochen, aber wer damit gemeint war, blieb unerwähnt.

Betretene Gesichter bei vielen Demo-Teilnehmer. Die meisten von ihnen hatten schon ab und zu etwas läuten gehört, aber nichts Konkretes. Fakt ist und das fiel auch den Beobachtern außerhalb von HSA auf: Es wurden immer weniger Teilnehmer an den Demos in Herborn gezählt. Von der Sache an sich zeigten sich die meisten Befragten völlig überzeugt. Corona und der damit verbundene Widerstand gegen Zwangsimpfungen, sind hingegen für die Frauen und Männer von HSA kein Thema mehr. Das sei mittlerweile hinterm Pflug, so konnte man hören. Es gäbe allerdings genug Themen, die man nicht unwidersprochen hinnehmen könne, sagte Schadt, der sehr bestimmt kundtat, dass er mit beiden Beinen auf dem Boden der Bundesrepublik steht.

Das Niederlegen des Banners „Herborn steht auf“, hatte am heutigen Abend schon fast Symbolcharakter.

Die Gesetzeshüter, die auch an diesem Abend den Demonstrationszug begleiteten, bescheinigten den derzeitigen Organisatoren ein umsichtiges Agieren und ein hohes Maß an Kooperation. Fotos: Gerdau

Herborn hat jetzt ein Bewegungsatelier

Körper, Geist und Seele werden hier ganzheitlich in Einklang gebracht.

In den Räumen des BEWEGUNGSATELIERS von Sven und Judith Kirsten wird seit September
auf ganz unterschiedliche und gerne kombinierte Art und Weise mit Körper, Geist und Seele
gearbeitet. Im 3. Stock des Herborner EKZ haben verschiedene Angebote ihre neue Heimat
und bereits viele Mitglieder und Klienten ihre Lebensfreude gefunden.

Sven Kirsten, fünffacher Weltmeister im Profi – Kickboxen und jahrzehntelang gewesener
Bundestrainer des Deutschen Kickboxfachverbandes BFVKB.eV (WAKO Deutschland) vereint
im Bewegungsatelier alle interessanten Angebote des Kampfsportbereiches unter einem
Dach. Kickboxen, Boxen, K1 und traditioneller koreanischer Kampfsport nach Gürtelgraden
kann hier auf höchstem Niveau trainiert und genossen werden. Als guter Trainer und Coach
bedient Sven Kirsten aber auch den seelischen und mentalen Aspekt seiner Sportler
professionell.
Auch Judith Kirsten, vereint durch ihr Angebot im Bereich Yoga und Coaching für Kinder und
Erwachsene alle Aspekte miteinander. Sie coacht seit langem Kinder und Erwachsene in
eigener Praxis, unterstützt Kindertagestätten und Schulen der Region im Bereich
Persönlichkeitsentwicklung, bei Schulproblemen und Verhaltensauffälligkeiten. Neben den
Einzelberatungen ihrer Klienten bietet sie Gruppenkurse im Bereich (Kinder-)Yoga und
Gehirnentwicklungstraining (Kids in Balance) an. Ihren Mann unterstützt sie zudem mit dem
Angebot des traditionellen Kampfsports Ho Sin Do.
Beide Bereiche lassen sich mühelos miteinander kombinieren und durch die direkten
Absprachen unter den Coaches können optimale Ergebnisse für Mitglieder und Klienten
erzielt werden.
Bereichert wird das Angebot im Bewegungsatelier durch Sara Gallardo und die Ballettschule
Herborn. Hier kann Ballett auf höchstem Niveau nach der Waganowa – Methode erlernt und
praktiziert werden. Die langjährige Berufsballerina aus Mainz, die der Familie wegen in
Herborn lebt und nun auch hier arbeitet, bietet Kurse für verschiedene Altersklassen an. Vor
allem bei Mädchen, stößt das Training, das vor allem die Körperhaltung und motorische
Entwicklung sowie die Disziplin und Selbstwahrnehmung schult, auf regen Zuspruch.
Da unser Angebot sehr vielfältig ist und hier nicht im Einzelnen aufgelistet werden kann,
bitten wir Interessierte, sich bei Sven Kirsten (+49 170 5148729), Judith Kirsten (+49 151 21
16 97 80) oder Sara Gallardo (+49 176 84 61 15 73) direkt zu melden. Wir beantworten Ihnen
gerne alle Fragen rund um unsere Kurse und Coachings.
Alle Interessierten sind außerdem herzlich willkommen und dürfen sich für den „Active Day“
am 19.11.2022 gerne vorab telefonisch bei Sven Kirsten unter 0170 51 48 729 anmelden. Es
wird an diesem Tag Yoga, Kickbox und Ballettangebote zum Reinschnuppern und
Kennenlernen der Trainer und Räumlichkeiten geben. Foto: Judith Kirsten

Herborn hat wieder Ho Sin Do

Der traditionelle koreanische Kampfsport kehrt zurück an seinen ursprünglichen Standort

In den Räumen des BEWEGUNGSATELIERS von Sven Kirsten wird ab jetzt wieder Ho Sin Do in Herborn gelehrt. Im 3. Stock des Herborner EKZ hat der traditionelle koreanische Kampfsport seine neue Heimat gefunden. Interessierte sind herzlich zum Training eingeladen!

Die Trainerin am Herborner Standort ist Judith Kirsten (2. Dan Ho Sin Do). Die passionierte Kampfsportlerin bringt über 20 Jahre Erfahrung in dieser Sportart, sowie auch im Turnierkampf mit. Unterstützt wird sie verbandsseitig u.a. von ihrem Vater, Dr. Rudolf A. Weck, der selbst auch den 2. Dan im Ho Sin Do innehat und aktuell als Vizepräsident des Deutschen Ho Sin Do Verbandes tätig ist. Er blickt inzwischen auf über 45 Jahre Ho Sin Do zurück.

Judith Kirste mit Dr. Rudolf A. Weck

Die traditionelle koreanische Kampfsportart ist lange mit Herborn verbunden und war in den Jahren von 1977 bis 2006 im Turnverein Herborn beheimatet. Auch der damalige Haupttrainer Günter Schäfer, freut sich über diesen Neustart sehr. Aus seiner Zeit ging eine Vielzahl an Schwarzgurten hervor, die das Kampsportangebot des ganzen LDK bis heute prägen. Von 2006 bis 2021 war das Ho Sin Do als eine Abteilung des TV-Jahn in Sinn unter Rudolf A. Weck vertreten. Zahlreiche Herborner und Sinner Sportler durchliefen das langfristig ausgelegte Training und fühlen sich bis heute verbunden.

Mit der Neuorientierung nach der Corona – Pandemie ist die Möglichkeit entstanden im kampfsportorientierten BEWEGUNGSATELIER von Sven Kirsten neu zu starten und das Training wieder aufzubauen. Das neue Ho Sin Do – Angebot ist deshalb eine Abteilung des Vereins SV Fighting & Fitness Sinn e.V., der seine neue Heimat ebenfalls im BEWEGUNGSATELIER in Herborn gefunden hat.  

Ho Sin Do ist eine traditionsreiche, koreanische Kampfkunst/-sport Kompilation, die der Großmeister S. U. Choi (10 Dan) in den sechziger Jahren nach Deutschland brachte. Ho steht für das Mindset und die innere Einstellung, Sin meint alles Körperliche (Kraft, Ausdauer, etc.) und die Techniken, Do ist der Weg beides in Einklang zu bringen. Da der Ansatz des BEWEGUNGSATELIERS ebenso den ganzheitlichen Aspekt von Körper, Geist und Seele vertritt, ist das Ho Sin Do hier herzlich willkommen und am richtigen Platz.

Den Schülern und Schülerinnen wird präzise Körperbeherrschung, Achtsamkeit mit sich und Respekt vor anderen Menschen vermittelt. Dazu gehört Disziplin und die natürliche Freude Neues zu lernen und ausprobieren zu wollen.
Hand- und Fußtechniken, Sprünge, Selbstverteidigung mit Hebeln und Würfen sowie traditionelle Formen gehören zum regulären Trainingsinhalt.

Das Training findet dienstags von 17.30 Uhr – 18.30 Uhr (Selbstverteidigung) und donnerstags von 18.30 – 20.00 Uhr (Techniken, Würfe, Fallschule, etc.) statt.
Nähere Informationen bekommen Sie von Judith Kirsten unter 0151 21169780 oder per E-Mail info@judith-kirsten.de sowie auf der Ho Sin Do Homepage www.hosinndo.de.

Foto: Judith Kirsten