Ideologische Fehlplanung

Netzfund

Der frühere Topmanager Heinrich von Pierer sorgt sich um den Wirtschaftsstandort Deutschland und stellt der aktuellen Bundesregierung ein katastrophales Zeugnis aus:

Die Regierung ist brutal aus ihren Träumen gerissen worden. Man fragt sich, warum erst das Verfassungsgericht bemüht werden musste, um diesen offensichtlichen Rechtsverstoß festzustellen.

Wenn die Ampel-Regierung jetzt nicht endlich handlungsfähig wird und ein Konzept vorlegt, das den Namen auch verdient, dann geraten wir noch tiefer in den Schlamassel.

Schon jetzt bescheinigen uns die Wirtschaftswissenschaftler eine „verfestigte Investitionskrise“. Investiert wird nur, wenn die Unternehmer auch Vertrauen haben. Das Vertrauen vieler Unternehmer in die Politik schwindet.

Nach zwei Jahren Ampel-Koalition ist die grüne Methode am Ende: Bei jedem Problem, immer wenn die Ideologie auf die Wirklichkeit traf, wurde mit Subventionen reagiert.

Die Wirklichkeit lässt sich aber nicht auf Dauer wegsubventionieren, Probleme werden so nur größer.
SPD, Grüne und FDP müssen jetzt – nach zwei Jahren in der Regierung! – beweisen, dass sie in der Lage sind, ein schlüssiges Gesamtkonzept zu erarbeiten. Bisher hatten die drei Koalitionspartner das nicht. Nicht ökonomisch, nicht wirtschaftspolitisch und nicht energiepolitisch. Es gab nur Einzelmaßnahmen, zusammengehalten mit Geld, das die Regierung nie hatte: Schulden.

Besonders der Wirtschaftsminister hat sich hinter Wort-Girlanden wie „transformatorischer Angebotspolitik“ versteckt.

Nun müssen alle, wirklich alle Subventionen überprüft werden. Wenn wir mit Milliarden Chipfabriken fördern wollen, dann muss sichergestellt sein, dass dort wirklich das Modernste vom Modernen hergestellt werden soll. Die Parteien können das Sozialsystem nicht immer weiter überdehnen. Arbeiten muss sich lohnen, nicht das Nicht-Arbeiten. Umwelt, Wirtschaft, und Soziales müssen zusammenpassen.

Besonders dramatisch ist die ideologische Fehlplanung im Energiebereich:

▶︎ Wir schalten die Kernkraft ab, haben aber keine ökonomisch sinnvolle Alternative parat.

▶︎ Zu den Plänen vom grünen Wasserstoff, auf den ganze Industriezweige und Kraftwerke umgestellt werden sollen, ist zu sagen: Grüner Wasserstoff ist sehr teuer – und schlicht nicht im nötigen Ausmaß verfügbar. Zumindest nicht innerhalb so kurzer Zeit.

▶︎ Als Puffer für die erneuerbaren Energien sollen 20 oder mehr Gaskraftwerke gebaut werden. Die sind so teuer und unwirtschaftlich, dass die Industrie diese nicht freiwillig – also nur gegen immense staatliche Subventionen – baut. Diese Gaskraftwerke laufen dann vielleicht 1000 oder 1500 Stunden im Jahr – und kommen dann auf einen Strompreis von 10 bis 12 Cent/kWh. Bei den abgeschriebenen Kernkraftwerken waren wir bei 2 Cent – und haben jährlich gut 30 Millionen Tonnen CO₂ eingespart.

▶︎ Zur lähmenden und kostenintensiven Überregulierung mag man schon gar nichts mehr sagen. Da wartet der Prüfstand schon lange.

Aber wir müssen nicht einmal vieles neu machen. Wir müssen nur vieles von dem, was die Ampel wollte, NICHT machen.

Es geht nicht um den kompletten Umbau unseres Landes. Deutschland muss nur wieder fit gemacht werden.
Die vom Kanzler ausgerufene Zeitenwende ist da: Die Ampel wird Kassensturz machen und Einschnitte vornehmen müssen, Prioritäten setzen müssen. Endlich! Und wir werden das schaffen. Mit Krisen haben wir schon immer umgehen können.

Kinderwunschbäume im Eitzenhöfer

Auch dieses Jahr haben die Mitglieder des Lions Club Herborner Schloss im Herborner „Dill-Center“ Eitzenhöfer (in der oberen Etage des Kaufhauses) wieder zwei „Kinderwunschbäume“ aufgestellt.

Simone Ferger, Marion Krege und Christiane Becker (von links) vom Lions Club Herborner Schloss hoffen auf viele großherzige Spender

Von einem stattlichen Weihnachtsmann geschützt, hängen an deren Zweigen kugelähnlichen Pappscheiben, auf denen Kinderwünsche verzeichnet sind. Wer sich an dieser, mittlerweile dritten Aktion in Folge, beteiligen möchte, kann eine oder mehrere dieser „Kugeln“ abhängen und in der Eitzenhöfer-Spielwarenabteilung ein paar Schritte weiter einlösen. Die Lions Club Herborner Schloss-Präsidentin Marion Krege erklärt, dass mit den Geschenken Wünsche von Kindern aus bedürftigen Familien erfüllt werden. Die Übergabe der Geschenke erfolge mit Unterstützung von vier heimischen Einrichtungen. Krege, die bei der Aktion aktiv von Simone Ferger und Christiane Becker unterstützt wird, betont, dass diese beliebte Benefiz-Veranstaltung dankenswerter Weise von Eitzenhöfer intensiv gefördert werde und ohne die vielen spendenbereiten Menschen gar nicht erst möglich wäre. Die Aktion sei beendet, sobald die letzte „Kugel“ die Bäume verlassen hat, fügte sie hinzu. sig/Foto: Gerdau

40 Pflegekräfte feiern erfolgreichen Studienabschluss

Vitos Mitarbeiter/-innen nehmen in Gießen ihre Bachelor-Zeugnisse entgegen

Nach drei Jahren berufsbegleitendem Studium haben sie es geschafft: 40 Pflegekräfte – so viele wie noch nie – haben erfolgreich ein Bachelor-Studium absolviert. Bei der Abschlussfeier in Gießen erhielten sie nun ihre Zeugnisse. Überreicht wurden sie von Marie-Luise Koch, Institutsdirektorin des Steinbeis Transfer-Instituts Marburg der Steinbeis-Hochschule, und Reinhard Belling, Vorsitzender der Vitos Konzerngeschäftsführung. Unter den Absolventinnen und Absolventen sind alleine 28 Vitos Mitarbeitende. Weitere Absolventinnen und Absolventen kommen von den Lahn-Dill-Kliniken in Wetzlar und Braunfels, dem Kreiskrankenhaus Weilburg, dem Senioren Centrum Katzenelnbogen und der Asklepios Klinik für psychische Gesundheit in Langen.

Auf die akademisierten Pflegekräfte warten nun nicht zwangsläufig Führungspositionen, wohl aber anspruchsvolle Aufgaben. „Neue, wissenschaftlich belegte Erkenntnisse für die Pflege zu bewerten – das haben Sie in ihrem Studium gelernt. Damit sind Sie ein wichtiger Motor für die Weiterentwicklung der Pflege bei Vitos“, sagte Reinhard Belling. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf neue Behandlungsmodelle, in denen die Pflege sehr viel stärker als bisher therapeutisch tätig wird. „Sie können einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die Behandlung weiter zu verbessern und an sich verändernde Anforderungen anzupassen“, sagte Belling. Die Pflegedirektorin des Vitos Klinikums Herborn, Ursel Basener-Roszak, ermutigte die Absolventinnen und Absolventen dazu, die pflegerische Tätigkeit im klinischen Alltag neu zu denken. Sie stellte in ihrem Vortrag die Methode „Interprofessionelle Lehre und Lernen“ vor, bei der unterschiedliche Berufsgruppen voneinander und miteinander lernen. „Eine bessere interprofessionelle Zusammenarbeit, in der sich die Kompetenzen ergänzen, führt letztlich zu einer besseren Versorgung unserer Patientinnen und Patienten“, sagte Basener-Roszak.

Prämierte Abschlussarbeiten

Die drei Bachelor-Arbeiten mit dem höchsten Praxisnutzen für Vitos wurden bei der Feier in Gießen prämiert. Die Absolventen Lukas Sturm (Vitos Hochtaunus), Joyelene Knispel (Vitos Gießen-Marburg) und Alina Pfeifer (Vitos Herborn) hatten sich mit ihren Arbeiten Themenfeldern gewidmet, die eine besonders hohe Praxisrelevanz haben.

Pflegestudiengänge

Vitos fördert die Akademisierung in der Pflege inzwischen seit zehn Jahren – und damit lange bevor der Gesetzgeber die Möglichkeit zum Studium 2020 im Pflegeberufe-Gesetz verankert hat. 2013 initiierte Vitos in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis-Transfer-Institut Marburg der Steinbeis-Hochschule zwei Pflegestudiengänge. Zum einen das Bachelor Studium in Pflege- und Gesundheitswissenschaften mit Vertiefungsschwerpunkt „Psychiatric Nursing“, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem pflegerischen Beruf sowie entsprechende Berufserfahrung voraussetzt. Zum anderen das Bachelor Studium in Pflege- und Gesundheitswissenschaften mit Vertiefungsschwerpunkt „Advanced Nursing Practice“. Es richtet sich an angehende Pflegekräfte. Sie können diesen Studiengang im Rahmen einer vierjährigen dualen Ausbildung absolvieren. Die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann wird dabei durch das Studium der Pflege ergänzt.

20 Absolventinnen und Absolventen des diesjährigen Jahrgangs haben das Studium mit dem Schwerpunkt „Psychiatric Nursing“ absolviert. 16 mit dem Schwerpunkt „Advanced Nursing Practice“. Außerdem wählten jeweils zwei Pflegekräfte den Schwerpunkt „Leitung und Organisation“ und „Berufspädagogik“.

Bildunterschrift: Freuen sich gemeinsam mit den Pflegekräften über das erfolgreich abgeschlossene Studium (4. v. l.): Reinhard Belling (Vorsitzender der Vitos Konzerngeschäftsführung) und (vorne, Mitte) Marie-Luise Koch (Institutsdirektorin der Steinbeis-Hochschule). Fotos: Dennis Möbus

Die Pflegekräfte, die das Studium der Pflege erfolgreich absolviert und ihr Einverständnis zur Weitergabe ihrer Daten gegeben haben, sind:

Jaqueline Brunnermeier, Vitos Gießen-Marburg

Jonah Dietrich, Vitos Haina

Rene Döller, Vitos Kurhessen Bad Emstal

Roland Findeisen, Vitos Haina

Ramona Günther, Vitos Kurhessen, Kassel

Kodjo Joel Hounkpe, Vitos Hochtaunus, Bad Homburg

Selina Jung, Vitos Weil-Lahn, Hadamar

Melanie Kesting, Vitos Haina, Haina

Joyelene Knispel, Vitos Gießen-Marburg, Gießen

Karin Kosina, Vitos Gießen-Marburg, Marburg

Alina Pfeifer, Vitos Herborn

Irina Porst, Vitos Haina

Franziska Rodenbeck, Vitos Südhessen, Riedstadt

Anna-Lena Sagel, Vitos Haina

Aylin Sayin, Vitos Weil-Lahn, Hadamar

Kyra Schäfer, Vitos Südhessen, Riedstadt

Neele Schmidt, Vitos Kurhessen, Merxhausen

Raphael Schmidt, Vitos Rheingau, Eltville a. Rhein

Steffen Schulz, Vitos Weil-Lahn, Hadamar

Marie-Luise Steinert, Vitos Südhessen, Riedstadt

Lukas Sturm, Vitos Hochtaunus, Bad Homburg

Kevin-Alexander Treibert, Vitos Südhessen, Heppenheim

Maria-Ana Godean, Senioren Centrum Katzenelnbogen

Raphaela Goldau, Lahn-Dill-Kliniken, Wetzlar

Eva-Maria Kauß, Kreiskrankenhaus Weilburg

Franziska Rühl, Lahn-Dill-Kliniken, Braunfels

Quelle: Martina Garg, Vitos Kassel

Weihnachtszeit-Knöllchenzeit

Besonders in der Vorweihnachtszeit ist die Gefahr groß, sich ein Knöllchen einzufangen. Besonders die Nicht-im-Internet-Käufer sind da besonders gefährdet.

Zu lange an der richtigen Stelle geparkt, kann teuer werden.

Schnell mal in die Stadt gefahren und ein Halteverbot übersehen oder gar die eingeschränkte Parkzeit überschritten, kann teuer werden. Das Ordnungsamt, hat besonders in der Kernstadt, alles im Griff. Nicht umsonst spricht man auch vom Auge des Gesetzes. Rad-und Lastenradfahrer, die man zu Hauf in der Stadt unterwegs sieht, sind da auf der sicheren Seite. Ob es regnet, stürmt oder schneit sie trotzen allen Anfechtungen. Der Autofahrer hingegen, der vielleicht noch mit einem schnöden Verbrenner unterwegs ist, um sich dann auf den innerstädtischen Plätzen breit zu machen, bekommt seine Lektion schneller als er denken kann. Man erkennt ihn außerhalb seines Boliden am ständigen gehetzten Blick auf seinen Zeitmesser am Handgelenk. „Oh, tut mir leid, ich muss weiter, sonst bekomme ich ein Knöllchen.“ Nur wenige Minuten später, war die Eile vergebens. Der zweite Scheibenwischer hat bereits die Funktion eines Briefkastens übernommen. Oh du fröhliche, oh du selige, gnadenlose Weihnachtszeit, kommt ihm vielleicht da spontan in den Sinn. sig/Foto: Gerdau

Denk ich an Deutschland

Kommentar

„Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf“, jubelte einst Katrin Göring-Eckardt (Die Grünen). Ihre Weissagungen sind eingetroffen, aber nur wenige Menschen freuen sich mit ihr darüber. Besonders die nicht, die trotz ihrer täglichen Arbeitsleistung immer weniger im Geldbeutel haben. Es wird ungemütlich in Deutschland, gerade für ärmere Haushalte, die sich ihre Strom- und Gasrechnungen nicht mehr leisten können. (Das Durchschnittseinkommen aller Arbeitnehmer betrug in Deutschland monatlich 2.165 Euro netto.) Bei den Rentnern sieht das alles noch einmal bedeutend schlechter aus. Die Durchschnittsrente in deutschen Landen beträgt 1212 Euro (Frauen nur 737 Euro).

Ab 2024 steigt die CO2-Steuer drastisch. Diese ansteigende CO2-Steuer verteuert ab 2024 Heizöl, Diesel und Gas. Die Maut für LKW über 3,5 Tonnen steigt um fast das Doppelte und diese Kosten werden natürlich auf den Endverbrauer umgelegt. Die Versicherungssteuer steigt 2024, dazu kommen Mieterhöhungen, die Kosten-Explosion bei den Baukosten und natürlich der exorbitante Anstieg bei den Lebensmittelpreisen.

All das zehrt am verfügbaren Einkommen und lässt es noch einmal deutlich mehr schrumpfen. Was den sogenannten kleinen Mann an den Rand seiner Existenz bringt, regt Gutverdiener kaum auf. Dazu gehören auch die Regierenden. Die Vertreter der Legislative, also diejenigen, die das Land intelligent lenken sollen, sind gut von den Steuergeldern alimentiert, die Menschen von ihrem Durschnitts-Brutto-Einkommen berappen müssen.

Wer gut versorgt ist, kann von seinen Wählern auch was verlangen

Jeder der 736 Bundestagsabgeordneten erhält 10.083,47 Euro brutto im Monat Abgeordnetenentschädigung (Stand Juni 2021). Dies müssen sie versteuern.

Dazu kommt eine Aufwandspauschale von 4.560,69 Euro pro Monat (Stand Juni 2021). Die ist steuerfrei und für die Aufwendungen im Rahmen des Bundestagsmandats gedacht. Dabei hat jeder Abgeordnete viel Spielraum und muss sich nicht für seine Ausgaben rechtfertigen. Häufig wird das Geld für eine zweite Wohnung in Berlin und ein Büro im Wahlkreis ausgegeben.

Für die Ausstattung des Büros und der Geschäftsräume kann ein Abgeordneter noch einmal weitere 12.000 Euro ausgeben. Oft wird das Geld auch für private Dinge ausgegeben, kritisiert der Bund der Steuerzahler. Denn selbst eine luxuriöse Kaffeemaschine, Digitalkameras, Smartphones, Fernseher und andere Dinge können von den 12.000 Euro (Stand Juni 2021) gekauft werden. Diese Pauschale heißt „Internet und Kommunikations-Pauschale/‌Büromittel-Pauschale“.

Da ein Bundestagsabgeordneter auch mehrere Mitarbeiter hat, müssen auch die bezahlt werden. Bis zu 22.795 Euro (Stand Juni 2021) kann er monatlich für sie ausgeben und bekommt dies erstattet – allerdings gegen Nachweis.

Je nach Amt gibt es weitere Möglichkeiten, mehr zu verdienen: Der Fraktionsvorsitzende, der parlamentarische Geschäftsführer eine Fraktion, die Vorsitzenden der Ausschüsse und die Bundeskanzlerin erhalten noch einmal einen Aufschlag von bis zu mehreren tausend Euro im Monat.

Neben dem Gehalt sind auch die Rentenansprüche nicht zu unterschätzen: Pro Jahr erwirbt ein Bundestagsabgeordneter Rentenansprüche in Höhe von 239 Euro (Stand Juni 2021).

Weitere Benefits sind: Gratis-Fahrten mit der Bahn, Erstattung von Dienstreisen in der höchsten Klasse (auch Flug).

Beim Addieren dieser Summen wird einem schwarz vor Augen. Das liest sich etwas anders, als wenn Abgeordnete „nur“ etwas mehr als 10 000 Euro im Monat nach Hause bringen würden.

Das Heer der Ministerialbeamten steht sich natürlich bei den Einkommen auch nicht wesentlich schlechter.

Wenn dies die einzigen Ausgaben wären, die den Steuerzahler belasten, stünden wir wahrlich gut da. Horrende Kosten sind völlig anderer Art und steigen unaufhörlich. Der Steuerzahler (wer denn auch sonst) muss mit seinem Durchschnitts-Brutto auch für den vollständigen Unterhalt aller „Ankommenden“ sorgen. Da dem Staat als Geldverteiler dabei so langsam die Luft ausgeht und er zusätzlich nur noch mit immer neuen Krediten (deren Zinsen müssen auch bedient werden) seinen „Verpflichtungen“ nachkommen kann, muss sich „Otto Normalverbraucher“ entsprechend strecken.

Auch die Ideen von einer besseren, weil klimaneutraleren Welt kosten Geld und das nicht zu knapp. Wer bei diesen, immer unbezahlbareren „Planungen“ nicht mehr mitmachen möchte und seinem Arbeitsplatz den Rücken kehrt, dem kann man noch nicht einmal böse sein. Das neue Bürgergeld macht es möglich. Das Fatale daran ist nur, dass auch dieses Geld von denen aufgebracht werden muss, die dem Staat treu und brav als Arbeitnehmer oder als Selbständige und damit als Steuerzahler erhalten bleiben. Und die werden immer weniger, sagt die Statistik.

„Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch“, hoffte Göring-Eckhardt und ihre Vorstellungen von einem „besseren Deutschland“ sind auf einem guten Weg. sig

Weihnachtskonzert mit der Big Band

„Melodien zur Weihnachtszeit“ lassen die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Herborn-Seelbach (Rote Teufel) unter der Leitung ihres bekannten Bandleaders Erwin Gabriel am 10.Dezember (Sonntag) ab 16 Uhr im Rahmen eines Schulkonzerts in der Mehrzweckhalle der Herborner Comenius-Schule erklingen. Neben „Withe Christmas“ sind „Amazing Grace“, „O Holy Nigth“, „Jingle Bells“ und weitere 17 Stücke geplant. Der Schulchor intoniert gemeinsam mit dem singenden Zahnarzt und Entertainer Carsten Wenzel bekannte Weihnachtslieder und natürlich dürfen sich die Konzertgäste wieder auf die wunderschöne Stimme von Franziska (Franzi) Immel freuen.

Erwin Gabriel mit seiner Big Band und Solisten

Als musikalischer Special Guest wird der 13-jährige ukrainische Klaviervirtuose Illia Pototskiy erwartet. Der Eintrittspreis beträgt 10 Euro pro Person (für Kinder bis 12 Jahre die Hälfte). Mittels Barcodes kann man auf der sich öffnenden App einen noch freien Wunsch-Platz buchen und per PayPal oder Sepa Lastschrift zahlen.

Barcodes zum buchen und bezahlen verwenden

Fertig ausgedruckte Karten können auch beim Herborner Blumenhaus Kuhlmann oder in der Herbornseelbacher Tankstelle Berns gekauft werden. Da das Platzangebot begrenzt ist, wird um rechtzeitige Vorausbuchung gebeten. Der Förderverein der Comeniusschule übernimmt am Konzertabend die Bewirtung der Konzertgäste. Einlass ist um 15 Uhr. Weitere Informationen bei Kathi Gabriel 02772 6776. sig/ Fotos: Gerdau

Muss Deutschland kriegstüchtig werden?

Meinung

von Siegfried Gerdau

Deutschland muss kriegstüchtig werden sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in einer viel zu wenig beachteten Rede. Was meinte er denn damit genau? So wie 1870 oder 1914 oder vielleicht sogar wie 1939. Deutschland war kriegstüchtig und abgesehen vom „glorreichen“ Sieg 1871 gegen seinen „Erbfeind“ Frankreich, hat es mit seiner Kriegstüchtigkeit nur Tod und Elend produziert und landete selber zweimal tief im Dreck.

Das Volk der Deutschen hat in vielen Jahrzehnten (auch unter dem nötigen Druck durch die Kriegsgewinner) gelernt, dass es einem Volk gut ansteht seine potentiellen Kriegsgelüste in humanitäre Bahnen zu lenken. Dass man getreu dem Bibelwort „Liebe deine Feinde wie dich selbst“ noch erweitern kann, indem man den Begriff Feinde durch Freunde ersetzt.

In den Jahrzehnten des sogenannten kalten Krieges, als die einstigen Siegermächte Atomraketen förmlich in Massen züchteten und sich diese gegenseitig vorhielten, haben wir uns schamhaft zurückgehalten und an unsere unrühmliche Vergangenheit gedacht. Zu Recht wie ich meine. Dann brach 1989 die einstige Sowjetrepublik zusammen und unsere Verbündeten jenseits des Atlantiks hatten ihr Ziel erreicht.

Fortan war Deutschland nur noch von Freunden umgeben. Mit den meisten waren wir verbündet und es gab kaum noch Gründe, sich eine Armee in dem Umfang wie bisher zu leisten. Die Grüne Partei, schon seit ihrer Gründung 1980, tat ihr Übriges und forderte sogar lautstark und sehr penetrant deren Abschaffung.

Deutschland hatte begriffen und war dabei den Übergang in ein friedliches Land zu vollenden. Die Wiedervereinigung beider Teile Deutschlands, von den Freunden sehr misstrauisch beobachtet, gelang. Als schließlich auch die ehemalige DDR-Armee (Nationale Volksarmee) aufgelöst und teilweise in die Bundeswehr integriert wurde, schien ein Traum wahr zu werden.

Die Bundeswehr schrumpfte immer mehr und war schließlich nur ein Schatten ihrer selbst. Den damaligen Friedensfreunden, Wehrdienst-und Atomwaffengegnern war das alles noch nicht genug. „Frieden schaffen ohne Waffen“ und „Schwerter zu Pflugscharen“ skandierten Grüne, Rote, Antifaschisten und ehemalige Kommunisten bei jeder Gelegenheit. Die evangelische Kirche und etwas zögernder ihre katholischen Glaubensbrüder, machten sich zu Vorreitern.

So heiß, wie sie in den vergangenen Kriegen die Waffen segneten, verurteilten sie jetzt bereits den Griff zu Kindergewehren und Pistolen.

Dann änderten sich die Zeiten, lange vor der Scholz‘schen Zeitenwende. Reichte es bisher die eigenen Grenzen verteidigen zu können und damit dem Grundgesetz zu entsprechen, wollten bestimmte Kräfte im Land die Segnungen des Deutschen Friedens auch in die Welt hinaustragen. Der damalige und leider verstorbene Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) meinte sogar „Deutschland auch am Hindukusch verteidigen zu müssen“.

Als Russland im Laufe der Jahre, sehr zum Ärger der USA wiedererstarkt über die ehemalige sowjetische Kolonie Ukraine herfiel, brachen die Dämme auch in Deutschland. Entsetzt stellte man fest, dass es in unserer Schrumpfarmee kaum noch genügend Waffen und gerade einmal Munition für maximal drei Tage gab. Die Regierungskoalition aus Grünen, SPD und FDP schaffte es sich um 180 Grad zu drehen und Krieg unter diesen Umständen zu einer guten Sache zu erklären. Es wurde ein Sondervermögen für die Ertüchtigung der Bundeswehr ausgegraben und der Bundeskanzler rief die Zeitenwende aus, die mit einem Doppel-Bumms für Abhilfe sorgen sollte.

Nach den eher zu feministischen Verteidigungsministerinnen, die nicht über Stöckelschuhe und Handtäschchen für Soldatinnen hinauskamen, wurde mit dem Juristen Boris Pistorius ein Mann aus der Taufe gehoben, der wenigstens die Erfahrungen eines Wehrdienstleisteten für sein Amt mitbrachte. Die Soldatinnen und Soldaten zeigten sich gespannt und hofften nach einer langen femininen Durststrecke einen Minister vorgesetzt zu bekommen, der seinen Job macht.

Der neue Mann an der Spitze einer eher behäbigen Armee, änderte schon bald die militärischen Leitlinien. „Personal und Ausstattung der Bundeswehr muss auf die Wahrnehmung ihrer fordernden Aufträge ausgerichtet sein.“ Maßstab hierfür sei „jederzeit die Bereitschaft zum Kampf mit dem Anspruch auf Erfolg im hochintensiven Gefecht“ zu erreichen. Nur so werde Abschreckung glaubwürdig und der Frieden gewährt, sagte Pistorius.

Gleichzeitig forderte er vor wenigen Tagen: „Wir müssen uns wieder an den Gedanken gewöhnen, dass die Gefahr eines Krieges in Europa drohen könnte. Und das heißt: Wir müssen kriegstüchtig werden, wir müssen wehrhaft sein und die Bundeswehr und die Gesellschaft dafür aufstellen“.

Das ist deutlich und unmissverständlich. Deutschland muss wieder neue Zähne bekommen und diese auch zeigen. Vorbei soll es sein mit der Friedens-Duselei. Orwell würde sagen „Krieg ist Frieden“. Vorbei soll es sein mit den Sprüchen wie: Die Bundeswehr ist eine Friedensarmee. Nein, wir müssen kriegstüchtig werden, sagt der Minister. Ob er sich und seinem Ministerium schon bald den Namen Kriegsminister und Kriegsministerium geben wird? 

Kriegstüchtigkeit kann nur Kriegswilligkeit heißen. Kriegstüchtigkeit des Volkes hieße nämlich auch genügend neue Bunker zu bauen. Die alten hat man fast alle unwiderruflich geschlossen. Kriegstüchtigkeit heißt wieder Reservelazarette vorzuhalten, die man in der Vergangenheit abgeschafft hat und deren Ausrüstung verschenkt oder verschrottet wurde. Kriegstüchtigkeit erreicht man nur, wenn man im Kriegsfall (bisher noch Verteidigungsfall) genügend Kräfte mobilisieren kann. Kriegstüchtig machen heißt auch beim Volk Vertrauen in die jeweilige Regierung zu schaffen. Am Ende stellt sich die Frage, ob man nicht lieber in eine praktikable Friedenstüchtigkeit mit vielen guten Diplomaten investieren sollte. Unserem Nachbarland Schweiz gelingt das schon seit hunderten von Jahren, abgesehen von einem kleinen vierwöchigen „Bürgerkrieg“ 1847 im eigenen Land.

Eine Meinung zum Thema

Verteidigungsminister Pristorius sagt: „Wir müssen kriegstüchtig werden, wir müssen wehrhaft sein und die Bundeswehr und die Gesellschaft dafür aufstellen.“

Sie haben am 29. 10. 23 in der Sendung „Berlin direkt“ gesagt: „Wir müssen kriegstüchtig werden, wir müssen wehrhaft sein und die Bundeswehr und die Gesellschaft dafür aufstellen.“

In Ihrem Amtseid haben Sie gelobt, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes „zu wahren und zu verteidigen“. In unserem Grundgesetz heißt es: „…von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben“.

Ihre gesetzliche Aufgabe ist es also, für Frieden- und Friedenstüchtigkeit sich einzusetzen, nicht für den Krieg zu werben. Korrigieren Sie also Ihre Aussage oder geben Sie Ihr Amt ab – in friedfertigere Hände!

Osnabrücker Friedensinitiative (OFRI)

Importiertes LNG soll viel klimaschädlicher als Kohle sein

Immer mehr LNG-Tanker kommen nach Deutschland

Deutschland setzt zur Überbrückung der Energiekrise auf Flüssiggas (LNG). Nun will eine Studie zeigen, dass LNG noch weit klimaschädlicher ist, als Kohle zu verheizen. „Die Treibhausgasemissionen von LNG sind im schlimmsten Fall um 274 Prozent höher als die von Kohle“, heißt es.

Einer neuen US-Studie zufolge ist es viel klimaschädlicher, Energie aus importiertem Flüssiggas (LNG) zu gewinnen, als auf das Verfeuern von herkömmlicher Kohle zu setzen. „Die absoluten Treibhausgasemissionen von LNG sind im schlimmsten Fall um 274 Prozent höher als die von Kohle“, heißt es in der noch nicht veröffentlichten Analyse des Methan-Forschers Robert W. Howarth von der Cornell University. Zuerst hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet. Die ganze Studie ist hier frei einsehbar.

Als Ursache hat Howarth Methan-Leckagen in der Lieferkette ausgemacht. Dazu zählen die verschiedenen Etappen vom Fracking über die Reinigung, die Verflüssigung und schließlich den Transport über die Weltmeere. Methan ist ein besonders aggressives Treibhausgas. Selbst bei der Nutzung der modernsten Schiffe und kürzesten Routen seien die Emissionen „um mindestens 24 Prozent höher“, als wenn Steinkohle verwendet würde, so die Ergebnisse der Berechnungen des Professors für Umweltbiologie. Zumindest eben dann, wenn man den gesamten Weg vom Frackingloch bis zur Verfeuerung zur Strom- oder Wärmeerzeugung betrachtet.

Quelle: Getty Images/Image Source/Mischa Keijser

Man muss sich wirklich fragen, welche Kompetenzen sich ernsthaft um Deutschlands Zukunft kümmern. Haben unsere „Experten“ wirklich nichts anderes als obskure Ideologien im Kopf. Was soll eigentlich das ganze Klimagerede und die damit verbundene Panikmache, wenn solche Ergebnisse dabei herauskommen.

Atomstrom aus Deutschland geht gar nicht. Aus den Nachbarländern schon. Gas aus Russland gibt es nicht mehr. Kohlestrom, schon lange vor dieser Regierung als umweltverschmutzend gebrandmarkt, geht plötzlich wieder. Holz darf nicht mehr so einfach verfeuert werden. Die Abgase müssen gefiltert werden. Gasheizungen müssen, wenn Erneuerungen anstehen, durch Wärmepumpen ersetzt werden. Wärmepumpen brauchen Strom, genauso wie E-Autos. Strom, den wir aber nicht ausreichend haben, wird mit LNG-Gas erzeugt. Dieses Gas wird umweltschädlich mittels Chemikalien aus Schiefervorkommen gepresst. Zum Glück noch nicht bei uns. Wir erhalten es zu hohen Preisen und alleine durch den Transport mit einem Tanker werden tausende Tonnen Abgase in die Umwelt geblasen. Die Flatulenzen unserer Rindviecher werden als CO 2- Verursacher eingestuft. Luther würde heute als Anstifter zur ungehemmten CO2-Produktion an den Pranger gestellt. „Warum rülpset und furzet ihr nicht….“ geht ja gar nicht.

Sind wir eigentlich alle irrsinnig geworden. Wo sind eigentlich die ganzen Wissenschaftler und die Politiker die sich von ihnen gut beraten ließen, geblieben? sig

Buchvorstellung

Der Herborner Martinisonntag schien der Sinnerin Saskia Halapatsch genau der richtige Tag zu sein, um ihr Erstlingswerk „Das Wiehern der Pferde“ in der Bücherei Baumann vorzustellen. Die Autorin wurde 1985 in Siegen geboren. Schon als Kind schrieb sie gerne und mit großer Leidenschaft Geschichten und Aufsätze.

Saskia Halapatsch mit ihrem Werk in der Buchhandlung Baumann, Eigentümerin Simone Polzer.

„Obwohl der Titel meines Buches es vermuten lassen könnte, ist es kein reines Pferdebuch“, sagt die 38-Jährige. Sie hat zwar Pferde aber es geht um viel mehr. Der 176-seitige Roman spannt einen weiten Bogen, um eine junge Frau, die auf einem Pferdehof lebt, der ihren Eltern gehört. Der Vater ist gestorben und sie wohnt mit ihrer Mutter zusammen. Ein schlimmes Ereignis zwingt sie jedoch eines nachts, zusammen mit ihrem etwas verrückten Pferd, zur Flucht. Sie gerät in eine ganz neue, ihr völlig unbekannte Welt. Dort erlebt sie ungewöhnliche Abenteuer, die sie nur schwer verkraftet.

Das Buch ist für Leserinnen und Leser ab 12 Jahre geeignet und kostet 12,95 Euro im Buchhandel. Es ist im TWENTYSIX LOVE Verlag unter der ISBN-13: 9783740784980 erschienen. sig/Foto: Gerdau