Von Schnürschuhen und Getränkekisten

Von H. Eberhard

Wenn die Ziele weniger werden, die Zeit schneller vergeht und materielle Werte an Bedeutung verlieren, hat das Leben einen Status erreicht, in dem das Überleben erste Priorität besitzt.

Schwedischer Bildhauer in Lacoste. Foto: heb

Die eigene Meinung hat sich verfestigt, weil sie im günstigsten Fall oft genug hinterfragt wurde. Die andere wird immer unaufgeregter zur Kenntnis genommen. Die Zeit der Nabelschau ist in ein neues Stadium getreten und der Horizont beginnt zu schrumpfen. Die verzweifelten Versuche Dinge zu bewahren, die ins Nirwana abzustürzen drohen, wirken in ihrer Sinnlosigkeit hilflos und nicht selten unangebracht.

Erinnerungen, die ein ganzes Leben lang verschüttet waren, treten an die Oberfläche und gewinnen an Wert. Sie verfestigen plötzlich den Sinn des eigenen Seins. Immer öfter verweigert der Körper die Mitarbeit. Eine Getränkekiste an jeder Hand war einmal. Jetzt ist man froh bei einer einzigen geholfen zu bekommen. Anfangs fast unbemerkt, wird viel zu schnell deutlich, dass die Tage, die in den Anfangsjahren des Lebens so unendlich lang erschienen, immer kürzer und schwerer werden.

Selbst das Aufstehen fällt nicht mehr so leicht wie früher und damit ist nicht die Unlust gemeint, sondern das Knacken der Knochen. Während die Kleinen das Binden der Schuhe lernen müssen und stolz sind, wenn sie es können, ist es im zunehmenden Alter ein Angang. Der Griff nach den Slippern und dem langen Schuhlöffel wird zur Pflicht.

Obwohl die Terminkalender auf das unbedingt Nötige geschrumpft sind, steht immer mehr der nächste Arztbesuch darin. Hausarzt, Facharzt, Physiotherapeut und vielleicht auch die Altersgymnastikstunde müssen sein. Wer einen guten Hörgeräteakustiker und einen fachlich versierten Augenoptiker kennt, ist schon ein Stück weiter. An Krankenhausaufenthalte will man erst gar nicht denken.

Über allem schwebt immer die Angst, den Führerschein zu verlieren. Zu alt, eine Beule ins Nachbarauto gefahren oder eine ungünstige Gesundheitsprognose. Alles ist möglich. In unserer modernen und fortschrittlichen Zeit, verliert der ältere Mensch auch gesellschaftlich seine Bedeutung. Da Höflichkeit per se in Misskredit geraten ist, hat sie gegenüber dem älteren Menschen überhaupt keine Bedeutung mehr. Alt ist gleich dumm und überflüssig, also eine Belastung, die es gilt niederschwellig zu halten.   

Freundschaften reduzieren sich, werden ehrlicher. Das Wissen um die Endlichkeit hat oftmals auch die noch nicht erreicht, die es besser wissen müssten. Was bleibt und nicht selten im Alter noch stärker wird, ist der Hass gegen Menschen auch dann, wenn man sie gar nicht kennt. Den gleichgeschalteten Massen, zumindest gedanklich hinterherlaufen, geht scheinbar noch. Schade eigentlich, denn das Alter sollte weiser gemacht haben. Vielleicht ist es aber das Aufbäumen gegen den eigenen Niedergang, wenn ältere und alte Menschen mit Hetzplakaten schreiend auf den Straßen hintereinander hermarschieren. Eigentlich gäbe es besseres zu tun. Beispielsweise die verbliebene, vorbeieilende Zeit sinnvoll zu nutzen.

Deutschland deine Demos

Meine Meinung

Immer öfter tauchen die hässlichen Fratzen von Kommunisten, Maoisten und Trotzkisten hinter den roten Fahnen von Antifaschisten, Linksextremisten und Linken auf. Manches mal mit Hammer und Sichel geschmückt, machen sie deutlich, worum es ihren Trägern geht. Der Staat und seine Repräsentanten sowie die vom Grundgesetz verbriefte Grundordnung, sind das Ziel. Unter dem Vorwand die Demokratie schützen zu wollen machen linke Organisationen mittlerweile auch verbal deutlich, worum es ihnen wirklich geht. Der Kampf gegen die verhasste AfD ist ein willkommener Deckmantel unter dem tausende milchbärtige Mitläufer und ebenso viele ahnungslose Mitläuferinnen geködert werden.

„Hier sitz ich und schwitz ich….“

1968 waren es der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) und die Außerparlamentarische Opposition (APO) die auf den Straßen der Großstädte gegen das System kämpften. Auslöser war das Attentat auf Rudi Dutschke im April 1968. Die Springer‑Presse‑Kampagnen mobilisierten darüber hinaus Zehntausende.

Die Vorwände, sich heute mit den staatlichen Sicherheitskräften anzulegen, sind banaler und deutlich einfacher gestrickt. Eine Partei, die von 20 Millionen „Idioten“ demokratisch gewählt wurde, muss als Auslösegrund für „höhere“ Ziele herhalten. Parteigänger von CDU und SPD merken überhaupt nicht was da in Wirklichkeit abgeht. Das gilt auch für Gewerkschaften wie den DGB und die christlichen Kirchen.

Hand in Hand gehen die mit den eigentlichen Staatsfeinden von links auf die Straßen und die „Omas gegen rechts“ skandieren „Nazis raus, Nazis raus.“ Der bunten Schar der Mitläufer unter Regenbogenfahnen und Regenschirmen fehlt oft jedes geschichtliche oder politische Verständnis. Sie erinnern an eine laut blökende Schafherde, die von Hirtenhunden (Ordnern) in die geplante Richtung getrieben wird.

Während die Zielobjekte unter Polizeischutz in aller Ruhe in Erfurt ihren gesetzlich vorgeschrieben Parteitag abhalten, klebten die „Aktivisten“ an den Gleisen der innerstädtischen Bahnen, die an besagtem Wochenende sowieso nicht fuhr. Auch eine Autobahn in der Nähe der Veranstaltungsstadt (A71) besetzten sie, obwohl diese von den Polizeikräften schon lange vorher für den Verkehr gesperrt wurde. Nur Brüllen und Pfeifen reicht halt nicht ganz. Ein wenig Denken gehört auch zum Demonstrationsgeschäft.

Was sagen eigentlich die unbeteiligten Zeitgenossen zu alldem? Sie halten sich raus und knurren leise bei den Gedanken was auf sie zukommen könnte. Sie könnten klare Zeichen nach rechts, links oder der Mitte setzen, wenn sie denn nur alle von ihrem verbrieften Recht der freien Wahl Gebrauch machen würden. Viele gehen ja und wählen wie schon ihre Väter und Großväter. Manche lassen sich auch schon mal von anderen Parteien überzeugen, aber die große Masse bleibt auf den Sofas sitzen und meckert.

Besonders junge Familien und alte Menschen spüren direkt an ihren Geldbeuteln, dass so einiges im Land nicht stimmt. Es wird alles teurer, die Regeln auch Reformen genannt werden zu ihren Ungunsten geändert und wer das laut sagt, schaut gleichzeitig über seine Schulter, ob jemand mithört. Der Druck im Land wächst parallel mit einer latenten Unfreiheit, behaupten Zeitgenossen immer öfter.

Von alldem profitieren die politischen Ränder mehr oder weniger stark. Die Durchhalteparolen aus dem politischen Spektrum werden immer lauter, erreichen aber lediglich die Gutgläubigen. Wer einen Hammer auf den Kopf, ein Messer in den Bauch bekommt oder einfach nur sein Hab und Gut verliert, verliert auch das Vertrauen in den Staat und dessen Schutz. Wenn es, wie man den täglichen Nachrichten entnehmen kann, täglich mehrfach passiert, werden Zweifel erzeugt, ob das alles seine Richtigkeit hat.

Der Ruf nach Arbeitsplatzsicherheit, bezahlbare Wohnungsgarantie und bezahlbaren Nahrungsmitteln wird lauter und immer unüberhörbarer. Das gilt auch für Infrastrukturen aller Couleur. Die Schulden, wie auch die geplanten neuen, sind zu einem unübersehbaren Berg angestiegen und keiner der Verantwortlichen macht sich Gedanken wer und wie die abgebaut werden können. Während die Bundesrepublik in der gesamten Welt immer noch den großen Onkel mit den Taschen voller Geld spielt, geht das Land sukzessive den Bach runter. Deutschland braucht verantwortungsvolle Politiker und keine Ideologen.

Fazit:

Nur Parteien, wie die AfD, mit aller Kraft zu verteufeln, ist der falsche Weg. Ursachenforschung, warum es den einstigen Außenseitern gelungen ist sich an die Spitze aller Parteien zu setzen, wäre sinnvoller. Der eingeschlagene Weg von Denunziation, Hetze und Ausgrenzung hat noch nie zum Ziel geführt, sondern die Betroffenen immer stärker gemacht. Um das zu begreifen muss man aber auch ein wenig nachdenken, sonst läuft das am Ende wie an den Erfurter Straßenbahngleisen. sig/Foto: KI

Das Erfurter „Fanal“ verkommt zur Lachnummer

Meine Meinung

Das erinnert ein wenig an die Straßenschlachten in den 1920er Jahren zwischen Nationalsozialisten, Kommunisten und Sozialdemokraten. Während der gesamten Weimarer Republik (erste deutsche Republik) herrschte dazu politisch und vergleichsweise eine Form von militärischer Gewalt in den Straßen gegen Sachen und Menschen.

Die Polizei wurde in diesen Jahren von vielen Menschen kritisch gesehen. Die Linken warfen ihr vor, die Gewalt von Rechts zu milde zu betrachten. Rechte Kreise betrachteten die Polizei hingegen als Werkzeug einer ungeliebten Republik.

Millionen Menschen verloren durch die Weltwirtschaftskrise (1929) ihre Jobs und ganze Familien verarmten. Sie verloren infolgedessen das Vertrauen in die herrschenden Parteien.

Die Übernahme der Macht in Deutschland durch die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) hatte viele Väter. Mehrere politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Faktoren kamen zusammen.

Durch die häufigen Regierungswechsel wurde das gesamte System instabil und die Bürger hatten kein Vertrauen mehr in die junge Demokratie. Eine Gruppe konservativer Politiker bedrängten den alten Reichspräsidenten Paul von Hindenburg Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Sie versprachen sich davon ihn gegen linke Parteien einsetzen zu können.

Dessen NSDAP bekam trotz großer Wahlerfolge nie die absolute Mehrheit. Erst durch die Ernennung zum Reichskanzler änderte sich das und Hitler kam an die Macht, mit all den schlimmen Folgen.

Und heute:

Nicht wenige, besonders ältere Menschen, befürchten, dass es auch heute wieder zu Straßenkämpfen kommen könnte. Während in der Nachkriegszeit des I. Weltkrieges kaum Einflüsse von außerhalb Deutschlands vorkamen, sieht das heute anders aus. Es stehen sich nicht nur linke und rechte Kräfte unversöhnlich gegenüber, sondern durch den Zuzug fremder Kulturen werden teilweise auch deren Auseinandersetzungen in Deutschland ausgetragen.

Die Polizeien der Länder stehen wieder einmal zwischen den „Fronten“ und fühlen sich von der teils unschlüssigen Politik alleine gelassen („Wir verlieren dieses Land“ von Liv von Boetticher). Eine gefährliche Symbiose von Schwäche und Entschlusslosigkeit rüttelt an den Fundamenten unserer Demokratie.

Erfurt sollte ein Fanal sein, aber es kam anders. Die „Möchte-gerne-Roten Brigaden“ und ihre Mitläufer hatten den Einsatz am Samstagmorgen glatt verschlafen. Die Delegierten der ungeliebten Opposition waren schon in den Messehallen, dem „Austragungsort“ ihres gesetzlich vorgeschrieben Parteitags. Die Polizeien aus verschiedenen Bundesländern, rund 5 000 an der Zahl, machten einen guten, ihren Job. Ihnen gegenüber standen nach Angaben der Polizei rund 31 000 Demonstranten. Diese „guten Demokraten“ schrien sich die Seele aus dem Hals. Mit Masse vermummt und mit Regenschirmen bewaffnet, jagten sie sogar Journalisten, die nur ihre Arbeit machten. Die Hetzplattform Indymedia.org hatte sich bereits im Vorfeld bemüht, dem militanten Kern, der teils aus dem Ausland angereisten Berufschaoten, genügend Tipps zu geben, wie man den „Bullen“ am besten ihre Arbeit schwermacht.

Alles vergebens und so verkam der „Aufmarsch“ teilweise zur Lachnummer. Es wurde eine Autobahn besetzt, die sowieso schon von der Polizei gesperrt war. Die Besetzung der Straßenbahngleise in Erfurts Innenstadt sorgte bei den Beobachtern ebenfalls für Heiterkeit-die Bahnen fuhren am Samstag alle nicht. Dazu ständig die abgedroschenen Parolen.

Nicht selten kommt die Frage auf, was denn der gesamte Einsatz kosten wird.

Er kosten zumindest Geld, viel Geld, Er kostet Vertrauen in die etablierte Parteien, er kostet Ansehen und Würde bei den teils zügellos vorgehenden „Antifaschisten“ und deren Anhängern. Er regt immer mehr Bürger zu der Frage nach dem konkreten Warum an. Es wäre sicher gut wenn die 12-Prozent-Parteien sich darüber Gedanken machen, warum sie so abgestürzt sind und von den Wählern nicht mehr für Voll genommen werden. Eigenreflexion statt ausgeklügelter Hetzjagden auf einen Feind, der schon lange im politischen Sattel sitzt, ist angesagt.

Gewinner wird es sicher geben. Nicht nur, dass die alte Kulturstadt Erfurt derart im Mittelpunkt stand, so wird auch die AfD durch den Aufmarsch der grölenden Schirmträger weitere Sympathien bekommen, die sich in Wählerstimmen niederschlagen. Die unbedarften Bürger, besonders die, die erst vor wenig mehr als 30 Jahren zur Demokratie kamen, stellen sich die Frage ob das alles normal ist und man in einer Demokratie so mit dem politischen Gegner umgeht. 27 bis 29 Prozent der Wahlberechtigten würden die prozentual größte deutsche Partei nach neuesten Umfragen wählen. Bei spontanen Straßenumfragen in letzter Zeit „warum soll die AfD verboten werden“, kamen unisono immer die gleichen Antworten: „Weil das alles Nazis, Menschenverachter oder Demokratiefeinde sind. „
Das sind Meinungen, wenn auch nicht besonders fundierte, und die müssen in einer Republik mit einem Grundgesetz, wie dem Unsrigen, selbstverständlich akzeptiert werden. Das gleiche Gesetz verlangt aber auch im Artikel 21 und dem Parteiengesetz § 9 und 6, dass jede Partei ein oberstes Organ (die Mitgliederversammlung oder Vertreterversammlung) haben muss. Dieser muss regelmäßig stattfinden.
Glaubhafte Demokraten, die diese festgeschriebenen demokratischen Spielregeln außer Kraft setzen wollen, setzen sich ins Unrecht und arbeiten mit an der inneren Zerstörung der demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschlands. Dass, was sie der „verhassten“, aber demokratisch gewählten AfD vorwerfen, betreiben sie also selber. Wenn zudem Genossen links wie grün ein Viertel des Wahlvolkes (des Souveräns) als „Idioten bezeichnen, müssen sie sich nicht über deren Reaktionen wundern.

Spalten, Hetzen, Denunzieren und Verunglimpfen ist die unterste menschliche Schublade. Wenn die auch in Zukunft weiterhin so weit herausgezogen bleibt, wird unser schönes Deutschland schweren Schaden nehmen. sig/Foto: KI

Da geht noch was

Ein schöner Netzfund. Wenn der Grund nicht so traurig wäre, könnte man herzhaft lachen.

Sollte das Rentenalter hochgesetzt werden, wünsche ich allen, die das beschlossen haben, einen medizinischen Notfall.
Das dauert ganz schön lange, bis die zwei 70jährigen Rettungssanitäter sich bis in den dritten Stock hochgequält haben.
Kniearthrose, Rheuma, Bluthochdruck
Dann warten alle auf den 80jährigen Arzt.
Der ist zwar nicht mehr der Schnellste, sieht auch nicht mehr so gut.
Was soll’s , Sie werden doch irgendwie gerettet und kommen ins Krankenhaus.
Da steht das Schwesternkollektiv schon bereit
(67,68 und 70 Jahre).
Die alten Mädchen sind auch nicht mehr so topfit.
50 Jahre in drei Schichten im Krankenhaus fordern ihren Tribut.
Bandscheibenvorfall, Schlafstörungen , physischer und psychischer Stress
Fröhlich gucken sie nicht mehr.
Im Gang stehen 2 Rollatoren.
Die Rente mit 70 ist schon geil.
Nebenan wird gebaut
Ups , gerade ist der 70jährige Dachdecker vom Dach gefallen
Parkinson, Gleichgewichtsstörungen ???
Wer weiß ?
Der Meister der Maurerkolonne teilt in der Frühstückspause Blutdruck und Schmerztabletten aus, sonst schaffen es seine betagten Herren nicht bis zum Feierabend.
Geht es noch ?? ???
Anderer Vorschlag
ALLE ZAHLEN EIN !! 👍👍👍
Kopiert und für gut befunden!

Was hätte Jesus zu Spaltung und Abgrenzung gesagt.

Jesu Grundprinzip in einem Satz

Menschen sind wertvoll, gerade wenn sie nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen.

Jesu Botschaft und moderne Gesellschaft

Jesu Umgang mit Menschen, die nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprachen, ist einer der radikalsten und modernsten Aspekte seiner Botschaft. Jesus stellt Menschen, die nicht „ins Bild passen“, in die Mitte — nicht an den Rand.  Er bricht soziale, religiöse und moralische Kategorien und ersetzt sie durch Würde, Nähe und Verantwortung füreinander.

1. Würde statt Bewertung

Jesus begegnet Menschen nicht nach ihrer „Kategorie“ — Herkunft, Status, Fehler, Krankheit, Lebensstil — sondern nach ihrer unverlierbaren Würde.

In einer modernen Gesellschaft heißt das: Menschen sind mehr als ihre Rolle, mehr als ihre Fehler, mehr als ihre Zugehörigkeit, mehr als ihre Leistung.

Das widerspricht direkt dem heutigen Trend zu Schubladen, Labels, Canceln, sozialen Medienurteilen.

 Nähe statt Ausgrenzung
Jesus geht aktiv auf Menschen zu, die andere meiden: Aussätzige, Sünder, Fremde, Frauen mit gebrochener Biografie, Kinder, Menschen mit Behinderungen. In der heutigen Welt bedeutet das: Nähe zu Menschen, die „anders“ sind, Kontakt statt Distanz, Gespräch statt Abwertung, Beziehung statt moralischer Überlegenheit.

Das ist hochmodern — und gleichzeitig extrem herausfordernd.

2. Schutz statt Verurteilung

Die berühmte Szene mit der Frau, die gesteinigt werden soll, zeigt Jesu Haltung klar:

Er stellt sich zwischen die verletzliche Person und die Menge.

Moderne Bedeutung: Schutz vor öffentlicher Demütigung, Schutz vor digitaler Hetze, Schutz vor moralischer Gewalt,Schutz vor gesellschaftlicher Überforderung.

Jesus kritisiert nicht die Schwachen — sondern die, die sich in ihrem Streben nach „Gutheit“ stark fühlen, indem sie andere verurteilen.

3. Liebe statt Normdruck

Jesus löst die Frage „Wer ist richtig?“ durch die Frage „Wer braucht dich?“ Das ist ein direkter Gegenentwurf zu: Leistungsdruck, Perfektionskultur, Schönheitsnormen, sozialer Vergleich, aber auch politisch-moralischer Selbstüberhöhung.

Seine Botschaft ist:

Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, ob er Erwartungen erfüllt.

4. Einladung statt Ausschluss

Jesus lädt Menschen ein, die andere ausschließen würden:

Samariter, Fremde, Menschen mit „schlechter Herkunft“, Menschen mit komplizierten Lebensgeschichten.

Moderne Bedeutung:

Integration statt Abgrenzung, Dialog statt Polarisierung, Gemeinschaft statt Identitätskampf, Hoffnung statt Resignation.

Warum ist Jesus Haltung heute so herausfordernd: Weil sie uns zwingt, die Frage zu stellen: „Wen halte ich selbst für ‚nicht passend‘ — und warum?“

Und dann:

„Was würde Jesus tun?“
Seine Antwort ist fast immer dieselbe: Er würde hingehen. Er würde zuhören. Er würde schützen. Er würde aufwerten. Das ist keine naive Romantik — es ist eine radikale Ethik der Menschlichkeit.
Jesu Botschaft für die moderne Gesellschaft in einem Satz:
Die Würde des Menschen ist wichtiger als jede gesellschaftliche Erwartung. sig

Reformen versus Ausgabenpolitik

Meine Meinung

Das Ringen der schwarz/roten Koalition um ein Reformpaket als Befreiungsschlag für den angeschlagenen Haushalt der Bundesrepublik Deutschland ist in vollem Gange. Besonders die weniger Betuchten werden Federn lassen. Das steht jetzt schon fest. Wirklich notwendige Punkte, die in die Sparpläne gehörten, werden hingegen gar nicht erst genannt. Zwei Punkte von vielen ungenannten habe ich mir einmal herausgepickt und sie als Beispiel für Unverfrorenheit und Ignoranz zur Diskussion gestellt.
Es geht um das Bundespräsidialamt sowie die Sanierung von Schloss Bellevue . Für diese Arbeiten stehen Summen im Raum, die Angesichts der massiven Einschränkungsabsichten für das Wählervolk kaum vorstellbar sind. Hier eine oder ein paar Milliarden und da ein paar mehr, summieren sich mit den derzeitigen Riesenschulden so stark, dass unsere Kindes und Kindeskinder kaum mit deren Abzahlungen hinterherkommen werden. sig

Die Renovierung des Bundespräsidialamt bzw. der gesamte Amtssitz des Bundespräsidenten (Schloss Bellevue + Verwaltungsgebäude + Hauptwache + Infrastruktur) wird nach offiziellen Angaben mindestens 601 Millionen Euro kosten. Mit Risikoreserven und Baupreissteigerungen steigt der Gesamtansatz auf bis zu 860 Millionen Euro.

Detaillierte Kostenaufstellung (offizielle Zahlen)

BereichKosten
Sanierung Schloss Bellevue146 Mio. €
Sanierung Verwaltungsgebäude (Bundespräsidialamt)120 Mio. €
Neubau Hauptwache + Technikzentrale173 Mio. €
Außenanlagen & Infrastruktur162 Mio. €
Summe Bau + Planung601 Mio. €

Risikoreserve

  • 188 Mio. € (systematisches Risikoregister, 250 Einzelrisiken)

Vorsorge für Baupreissteigerungen

  • 71 Mio. €

Gesamtkostenrahmen

≈ 860 Millionen Euro (601 Mio. + 188 Mio. + 71 Mio.)

Die Erweiterung des Kanzleramtes ist schon im vollen Gange

Was der Bundespräsident uns Wert ist, ist der Kanzler allemal. Auch das Bundeskanzleramt wird erweitert zum Beispiel mit 400 neuen Büros. Hier sind die Kosten vergleichsweise günstig. Man redet von 777 Millionen Euro, bei denen es erfahrungsgemäß nicht bleiben wird. Die Schätzungen basieren auf dem aktuellen Planungsstand. Alles kein Problem. Man gönnt sich ja sonst nicht viel. sig

Während Otto Normalverbraucher Angesicht der steigenden Lebenshaltungskosten und/oder durch Entlassungen mit drastisch sinkenden Einkommen zu kämpfen hat, sind der staatlich angeordneten Gigantomanie keine Grenzen gesetzt. Foto: Gerdau

Die nationale Depression und der Fußball

Die Illusion, dass deutscher Fußball noch eine Rolle auf der Weltbühne spielt, ist wohl endgültig geplatzt. Das verlorene Spiel gegen Uruquay war letztlich nur der Sargnagel, der dies bestätigt hat. Es ist wohl etwas vermessen die Schmach der ehemaligen Spitze der Fußballwelt alleine der Mannschaft oder dem Trainer Nagelsmann zuzuschreiben. Möglichweise hat aber auch die immer wieder zu beobachtende Überheblichkeit gegenüber vermeintlich bedeutungsloser Gegner mit dazu beigetragen, dass die Fußball-WM 2026 für die Deutsche Mannschaft vorbei war, bevor sie richtig angefangen hatte.

Rein gefühlsmäßig nahmen die Nationalspieler die über Deutschland liegende latente Depression mit in die Arenen auf dem amerikanischen Kontinent. Die innere Zerrissenheit Deutschlands haben Auswirkungen auf Teamgeist und Zusammengehörigkeit. Wer daran zweifelt handelt genauso wie der Bundestrainer, der die psychische Komponente seiner Profis unberücksichtigt ließ. Eingefleischte Pessimisten wie ich sehen in dem Scheitern der Nationalmannschaft die Fortsetzung einer Kumulation von Fehlentscheidung und dem Abgleiten in die Bedeutungslosigkeit.

Was haben wir in den vergangenen Jahren „unseren Fußballern“ alles zugemutet. Wenn ich alleine an die Regenbogenflagge-Diskussionen denke, kommt mir heute noch die Galle hoch. An der Unterstützung durch die Fans in den Stadien hat es nicht gelegen, dass ihre Jungs so legendär scheiterten. Ob der zu erwartende Trainerwechsel etwas entscheidendes bewirkt bleibt abzuwarten.

Nach der Weltmeisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft, aber wenn kein fundamentales Umdenken in den Spieler-aber auch den Funktionärsköpfen erfolgt, ist alles sinnlos. Nur mit Geldbergen und Streicheleinheiten lässt sich die Leistung einzelner sowie des gesamten Team nicht steigern. Das „Wir“-Gefühl unter Fahne der deutschen Nation mit dem Ziel nicht nur sich selbst alles zu geben, sondern vor allem dem eigenen Land und seinen zahlreichen Fußballbegeisterten, ist eine Voraussetzung für den Erfolg. Wie das geht, kann man vielleicht von den „kleinen“ und wenig beachteten Teams lernen. Die Spieler sind satt und selbst die neu hinzu kommenden, haben möglicherweise überwiegend das Funkeln des Geldes im Auge. Dies darf in einer WM kein Kriterium sein. Dem deutschen Fußball haben die Männer um ihren Kapitän Joshua Kimmich mit dem frühzeitigen Ausscheiden aus der WM keinen Gefallen getan und die Weltmeisterprämie im Falle eines Sieges in Höhe von mindestes 400 000 Euro pro Spieler, hat sich ja auch erledigt. Wer nun diese in meinen Augen angemessene Kritik als Stammtischgeschwätz abtut, sollte nicht vergessen, dass man es beim Fußball in dieser Liga ausschließlich mit Millionären zu tun hat. sig/Karikatur: KI

HR Hessischer Rundfunk

Hessische Schülerinnen und Schüler gewinnen hr-Filmwettbewerb

Hessische Schülerinnen und Schüler gewinnen hr-Filmwettbewerb

Frankfurt am Main/Wiesbaden/Herborn/Bad Emstal/Wetzlar/Maintal/Biedenkopf (ots)

Kurzfilme ausgezeichnet: Die besten Beiträge von Schülerinnen und Schülern aus ganz Hessen wurden heute beim Filmwettbewerb des Hessischen Rundfunks (hr) „Meine Ausbildung – Du führst Regie“ prämiert. Sie hatten Kurzfilme zum Thema Ausbildung gedreht und eingereicht. Der Wettbewerb fand zum 18. Mal statt.

Am heutigen Donnerstag fand im hr in Frankfurt das Finale des Wettbewerbs statt. Vor der Preisverleihung, die auch auf dem hr-YouTube-Kanal übertragen wurde, gab es eine Ausbildungsmesse im hr.

In der Endrunde waren Schulen aus zahlreichen hessischen Landkreisen und Städten vertreten. Durch das Finale führte hr-Moderator Noel Schmidt. Vergeben wurden die dotierten Preise in den Kategorien bester Film, beste Story, beste schauspielerische Leistung und bester Newcomer. Außerdem gab es einen Preis für Innovation und einen Förderpreis für Inklusion.

Die Preisträgerinnen und Preisträger in der Übersicht

Bester Film: Film-Team mtt-productions aus Wiesbaden. Film: „Anders ist jeder!“, dotiert mit 5.000 Euro, gestiftet vom Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen.

Beste Story: Comenius Schule in Herborn im Lahn-Dill-Kreis. Film: „Die Bewerbung“, dotiert mit 3.000 Euro, gestiftet von der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern.

Beste schauspielerische Leistung: Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal im Landkreis Kassel. Film: „Quo vadis Milan?“, dotiert mit 2.500 Euro, gestiftet von der Fraport AG.

Preis für Innovation: Eichendorffschule in Wetzlar im Lahn-Dill-Kreis. Film: „Komm mit!“, dotiert mit 1.500 Euro, gestiftet von HessenMetall.

Bester Newcomer: Erich-Kästner-Schule in Maintal im Main-Kinzig-Kreis. Film „Pflege mit Herz“, dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet von der Provadis GmbH – Partner für Bildung und Beratung.

Förderpreis für Inklusion: Berufliche Schulen in Biedenkopf im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Film: „From Red To Green“, dotiert mit 1.000 Euro, 500 Euro gestiftet von der DGB-Jugend Hessen-Thüringen und 500 Euro gestiftet vom Landesarbeitskreis der hessischen Medienzentren.

Kurzfilme der Finalisten online auf hr.de und im hr-fernsehen zu sehen.

Es wurden Geldpreise im Gesamtwert von 14.000 Euro vergeben. Alle Filme und ausführliche Informationen sind ab sofort unter www.hr.de/meineausbildung abrufbar. Unter dieser Adresse ist die Preisverleihung auch als Video on demand zu sehen. Zudem zeigt das hr-fernsehen vom 10. bis 14. August, jeweils ab 7 Uhr, alle sechs ausgezeichneten Filme sowie alle für die Endrunde nominierten Arbeiten.

Über den Wettbewerb „Meine Ausbildung – Du führst Regie“

Bereits zum 18. Mal hat der hr mit dem Filmwettbewerb „Meine Ausbildung – Du führst Regie“ Schülerinnen und Schüler aufgerufen, sich dem Thema „Ausbildung“ auf eigene Weise zu nähern und in einem Film zu dokumentieren. 58 Schulen, Vereine und Projekte aus ganz Hessen hatten sich Anfang des Jahres beworben. Eine unabhängige Jury hatte die Nominierten ausgewählt und schließlich die sechs Siegerfilme gekürt.

Vor der Preisverleihung für die etwa 120 Schülerinnen und Schüler fand eine Ausbildungsmesse im hr in Frankfurt statt. Hier präsentierten sich vor allem die Sponsoren des Wettbewerbs mit interaktiven Aktionen an ihren Ständen.

Veranstaltet wird der Wettbewerb „Meine Ausbildung“ vom hr in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium, dem Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen, der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, der Fraport AG, der DGB-Jugend Hessen-Thüringen, dem Landesarbeitskreis kommunaler Medienzentren in Hessen e.V., der HessenMetall sowie Provadis, Partner für Bildung und Beratung GmbH.

„ …weil immer was geht“

Mutmach-Open-Air-Konzert mit Andi Weiss in Dillenburg-Manderbach


Zu einem besonderen Open-Air-Konzert lädt die Evangelische Kirchengemeinde Manderbach am Freitag, 26. Juni 2026, ein: Auf dem alten Schulhof neben der evangelischen Kirche ist Liedermacher und Mutmacher Andi Weiss zu Gast. Unter dem Motto „… weil immer was geht“ erwartet die Besucher ab 19:30 Uhr ein Abend voller ermutigender Lieder und nachdenklicher Texte.


Der alte Schulhof verwandelt sich an diesem Abend in einen Konzertplatz unter freiem Himmel. Mit seinen lebensnahen Geschichten und hoffnungsvollen Songs möchte Andi Weiss Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen erreichen – mit Musik, die tröstet, ermutigt und neue Perspektiven eröffnet.


Für den Fall, dass es regnen sollte oder der Platz sich zu stark aufwärmt, ist ebenfalls gesorgt: Bei ungünstigen Wetterbedingungen findet das Konzert in der kühlen evangelischen Kirche Manderbach statt. So ist sichergestellt, dass der Abend in jedem Fall stattfinden kann.

Im Anschluss an das Konzert sind alle Gäste eingeladen, noch zu bleiben: Die Evangelische Kirchengemeinde Manderbach bietet Fingerfood und Getränke an und schafft damit Raum für Begegnungen und Gespräche in entspannter Atmosphäre.

Der Eintritt ist frei, um Spenden zur Unterstützung der Arbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Manderbach wird gebeten.

Eingeladen sind Menschen aller Generationen –Interessierte aus dem Ort und der Region sowie alle, die sich einen ermutigenden Abend gönnen möchten.Veranstalterin ist die Evangelische Kirchengemeinde Manderbach.

Johanneum-Bläserklassen brillieren in Kusch

Mit einem beeindruckenden Auftritt konzertieren die Bläserklassen des Herborner Johanneum-Gymnasium in der Kulturscheune (KuSch) an zwei Abenden hintereinander. Vor fast vollem Haus zeigen die Novizen aus der 5a was sie in fast einem Jahr bei ihren Ausbildern und ihren Pädagoginnen Dr. Barbara Kordes-Kögel und Damar Thesen gelernt haben. Viel Publikumsbeifall gab es für teils anspruchsvolle Stücke und die jungen Damen und Herren waren dafür, dass sie zum ersten Mal einer solch geballten Öffentlichkeit gegenüberstanden, erstaunlich selbstsicher.

Neben Blechblasinstrumenten kamen auch eine Geige, Querflöte und ein Perkussionsinstrument zum Einsatz. Man sah und hörte den ganzen Stolz der Protagonisten förmlich von der KuSch-Bühne herunterschallen. Neben zahlreichen Eltern und Geschwistern ließ sich auch Landrat Carsten Braun nebst Ehefrau Isabell- sie unterrichtet auch am Johanneum- von der Darbietung überzeugen. Schulleiter Christian Betz, der voll hinter dem Auftritt seiner Schüler steht, zeigte sich besonders darüber erfreut, dass der KuSch-Chef Jörg Michael Simmer spontan Herborns gute Stube für diesen Zweck zur Verfügung stellte.

Zum Glück war der Veranstaltungsraum angenehm temperiert. Dennoch standen drei junge Sanitäterinnen für den Fall der Fälle „Gewehr bei Fuß“. Nach einer wohltuenden Trinkpause im Foyer ertönte der große Gong dreimal und die Fortgeschrittenen aus der 6a erklommen die Bretter, die auch für sie die Welt bedeuteten. Ihr Vortrag mehrerer Konzertstücke war ein absoluter Knaller und die Konzertgäste kamen aus dem Staunen und Klatschen kaum noch heraus. Besonders der „Fluch der Karibik“ der nach der Ursprungsmelodie von Klaus Badelt & Hans Zimmer umgeschrieben wurde, ließ keinen Zweifel an der Semi-Professionalität der jungen Menschen.

Einen ganz besonderen Dank erhielten die beiden Leiterinnen und Dirigentinnen der Konzertveranstaltung Barbara Kordes-Kögel und Dagmar Thesen in Form von Blumensträußen sowie von Anas Minouche (10. Klasse) dem frischgebackenen „Musikmentor für Hessen“, ein kleines Schokoladengeschenk.

 

sig/Fotos/Videos: Gerdau