Ode an die Mosel

Ja ich liebe ihn, den alten Fluß, der Deutschland und Frankreich verbindet. Ich mag seine Höhen und Tiefen. Seine Beschaulichkeit, wenn er zwischen Weinbergen und Dörfer ruhig dahinfließt.

Beilstein am Moselkrampen

Ich liebe das sanfte Klima welches Wein wachsen lässt und die starken Menschen, die die Trauben ernten um daraus den süffigen Moselwein keltern.

Udo und Sohn Christian Loosen vom Weingut Loosen

Ich liebe die schönen kleinen Restaurants mit ihrem herzhaften Speiseangebot und den Menschen oft fremder Herkunft, die mit großem Fleiß und Freundlichkeit die Gäste umsorgen.

Röstis mit Lacks und Quark in der „Alten Bäckerei“ Beilstein

Ich liebe es beim Wandern per Rad oder zu Fuß meinen Blick frei ins Land gleiten zu lassen ohne von hässlichen WKA gestört zu werden. Keine Schmiereien, Grafitti genannt, an den Wänden zu sehen. Unvermüllte Straßen und so gut wie keine finsteren Gestalten bei Nacht.

Unverstellter Blick in die Landschaft

Es scheint, als wenn die Welt in der Moselregion noch ein wenig in Ordnung sei. Nicht ohne Grund kommen ältere Semester sehr gerne nach Cochem, Traben-Trarbach und Co. Aber auch junge Menschen entdecken vermehrt eine der schönsten Ecken Deutschlands und das sicher nicht nur wegen des guten Rieslings.

Mosel-Gäste lieben die Beschaulichkeit

Wer seinen Winzer oder Hauswirt gefunden hat, hält ihm eine unverbrüchliche Treue, die nicht selten auch Kinder und Kindeskinder einschließt. Sich ohne Rad an der Mosel aufzuhalten ist fast ein faux pas. Der Moselradweg nimmt es in seiner Schönheit locker mit dem Donauradweg  auf.

Mit dem Rad an der Mosel entlang

Wenn der Rhein mit seinen Burgen wirbt, muss sich die Mosel nicht verstecken. Weniger zahlreich und alles ein wenig kleiner, dafür aber selten protziger, grüßen Reichsburg Cochem und andere alten Baulichkeiten von den Höhen.

Burgruine Metternich in Beilstein

Traumhafte Dörfchen wie Beilstein,  das“Dornröschen“ an der Mosel, dass auch über eine hübsche, betagte Seilfähre, von Fährmann Norbert gesteuert, zu erreichen ist und ebenso  gerne von Ausflugsschiffen angefahren wird, laden zu sich ein. Mittelalterliche Städte wie Bernkastel-Kues, glänzen mit wunderschönen Bauten und ihrem bürgerlichen Reichtum.

Beilstein, das Dornröschen an der Mosel

Wer mit erhöhtem Fluglärm durch den naheliegenden Militärflughafen Büchel leben kann, muss sich aber darüber im klaren sein, dass  Supermärkte nicht an jeder Ecke zu finden sind. Ebenfalls sind die Zeiten von Bäckereien und Fleischerfachgeschäften in jedem Dorf schon lange Geschichte. Wer auf seine morgendlichen Brötchen nicht verzichten kann oder will, muss  meist einige Kilometer zurücklegen.

Selbstversorger haben es auch in Gegenden mit schwachen Einkaufsmöglichkeiten leichter

Den Wohnmobilisten, die die Mosel schon seit langen für sich entdeckt haben, ist es schnuppe und den Ferien-und Hotelgästen  ebenso. Ob es um einen Arzt oder eine Apotheke , geht, ist schon etwas schwieriger. Den zusätzlichen,  täglichen  Bedarf an Lebensmitteln, kann man schon in Supermärkten decken, aber man muss immer bereit sein zu fahren 

Apropos fahren. Das öffentliche Verkehrsnetz ist einfach Spitze. Im Stundentakt fahren Busse fast überall hin und machen den PKW-Einsatz meist entbehrlich. Das ist Umweltschonend und Nachhaltig, wie es nicht nur die Grünen lieben.

Partikulierer auf der Mosel

Das Frühjahr in seiner Blütenpracht hat an der Mosel einen ganz besonderen Reiz. Dazu kommen das geringere Aufkommen an Touristen und die gut erholten Restaurant-und Hotelbetreiber die auf Gäste warten. Wer jedoch Wein, Weib und Gesang und ein besonders mildes Klima liebt, kommt im September, in der Zeit von Weinlese und Straßenfesten.

Mosel im Blütenrausch

Ich liebe die Mosel und das geht nicht nur mir alleine so. Die Menschen suchen Frieden in einer friedlosen Zeit und wo lässt sich der besser als an der Mosel finden. sig/Fotos: Gerdau

Herborner ArtHaus mit neuer Ausstellung

Zwei Künstler mit jeweils völlig anderer Zielrichtung präsentieren am 8. Mai (Freitag) 2026 ab 18.30 Uhr im Herborner ArtHaus von Tom Fischer in der Hauptstraße 16-18 ihre neusten Kreationen.

Während die gebürtige Haigerer Kunstmalerin Jutta Ehe ihre gemalten Werke vorstellt, kommt der namhafte Holzkünstler und Obermeister des Schreinerhandwerks Reinhold Merte mit seinen neusten Ideen in Massivholz. Die Ausstellung geht bis zum 30. Mai, so dass genügend Gelegenheit besteht die herausragenden Werke der Künstler zu bewundern. sig

  

„Käfer“ haben Sinn im Griff

Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit.

3. Maikäfertreffen – Käferplage 2026 –
                             am Sonntag, den 03.05.2026
                             Sinn, Storchenweg 6 – ab 10 Uhr.

Selbstverständlich können neben den Hauptprotagonisten auch alle anderen Old- und Youngtimer- Fahrzeuge kommen und teilnehmen.

Für das leibliche Wohl ist ausreichend gesorgt.
Auf einem „Feuerwehrgrill-Anhänger“  werden leckere „Schrauberwürstchen'“ gegrillt.

Die Bewohner des „Altenheim Mayer, Sinn“ gegenüber des Veranstaltungsplatzes freuen sich ebenfalls auf die „alten Schätzchen“.

Informationen auch bei
Dieter Jung
Old- und Youngtimer IG – Alter Dillkreis 2002 –
sowie  S. Gül – Altenheim Mayer.

Allergie auf dem Vormarsch.

Die Allergieproblematik ist für immer mehr Kinder, aber auch Erwachsene ein Thema, mit dem sie alleine meist nicht fertig werden. Die Frage steht offen, wie kann die Gesellschaft dieser stillen Geisel gegenübertreten, diese annehmen und handeln. Welche entsprechenden Schritte kann man auf den Weg bringen?

Kann sich unsere Schleimhaut durch unsere Lebensgewohnheiten ruinieren – und wir meinen nichts tun zu können?

Marianne Stock und Professor Dr. Schweisfurth

Herr Professor Dr. Schweisfurth, ein international anerkannter Experte auch in Sachen Fein- und Feinststaubbelastung, wird am Montag, 04.05.2026 zwischen 10:00 Uhr und 14:00 Uhr in Herborn für Fragen auch zu diesem Themen zur Verfügung stehen.

„Der Allergieexperte ist auf der Durchreise und wir haben geplant die Gelegenheit wieder zu nutzen aus dem „Zeitfenster“ etwas aktuelles, spontan und der AAK angemessen, offenen Begegnungsraum zu schaffen“, sagte Marianne Stock von der Selbsthilfegruppe „Allergiekrankes Kind“ (AKK). Das Treffen ist in der Hohen Schule geplant.

Im vergangenen Jahr, am 02.06.2025 fand eine Veranstaltung zum Thema „Mikroplastik“ ebenfalls  in der Hohen Schule statt, welches wir aufarbeiten werden und in das Jahr 2026 transformieren– in Aktivitäten, die in Herborn geplant sind – z. B. der 20.06.2026 – den Tag der offenen Gesellschaft an dem sich die AAK beteiligt. ms/sig

Weitere Informationen bei Marianne Stock: 0175 1117659.

 

 

 

AAK-Logo-HKS4

 

Kinder- und Familien-Selbsthilfe

Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind

Hilfen für Kinder mit Asthma, Ekzem oder Heuschnupfen (AAK) e.V. – gemeinnütziger Verein

Telefon: 02772 9287-0 |  Telefax: 02772 9287-9

 

AAK e.V. | Augustastraße 20 | 35745 Herborn | 

www.aak.de | www.kinder-aak.de | https://forum.aak.de/ | www.facebook.com/AAKHerborn

 

Vorstand | Gemeinnützigkeit gem. Steuer-Nr. 0925057341

Vereinsregister: Nr. 3335 beim Amtsgericht 35521 Wetzlar

Bankverbindung: VR Bank Lahn-Dill eG | IBAN DE81 5176 2434 0061 8565 10 | GENODE51BIK

 

Kunstmeile am Hintersand

Das Haus der Kirche und Diakonie in Herborn ist Ausstellungsort.

Mit der Eröffnung einer Ausstellung von Kunstwerken ist am Mittwoch (22. April 2026) im Herborner Haus der Kirche und Diakonie die 24. Woche der Arbeit gestartet worden. In zurückliegenden Jahren wurden die Bilder der Kunst-AG des Johanneum-Gymnasiums in einzelnen Herborner Geschäften in der Innenstadt ausgestellt. In diesem Jahr ist die Ausstellung erstmals an einem Ort im Rahmen der “Woche der Arbeit” zu sehen und zwar noch bis zum 5. Mai 2026 am Haus der Kirche und Diakonie in den Fenstern der Begegnungsstätte im Erdgeschoss. 

Die Schülerinnen und Schüler des Herborner Johanneum-Gymnasiums haben sich künstlerisch mit Käthe Kollwitz beschäftigt – und sie als Vorbild genutzt für die Erschaffung ihrer Motive und teils zeitgemäßer Ikonen: Die Lithographie ist ein Flachdruck und zählt als Vorläufer eines anderen, bekannteren Flachdruckverfahrens: dem Offsetdruck. Die Schülerinnen und Schüler haben die Motive zuvor als Negativ in eine Druckplatte geritzt, erklärt Kunstlehrerin Sariye Uhr. Alle Motive sind dann mit einer Walzenrolle in Serie auf das Papier gedruckt worden. “Das kostet sehr viel Kraft”, sagt Kunsterlehrerin Anke Eißmann, “das war dann mein Workout des Tages”. 

Der Herborner Bürgermeister Lukas Winkler erinnerte an die Anfänge der “Woche der Arbeit”: Als 2002 mit der drohenden Schließung der Burger Hütte bei Juno und Electrolux hunderte Arbeitsplätze auf dem Spiel standen, wurde die Veranstaltungsreihe vom Aktionsbündnis geboren. Unter dem Motto „Menschen gehen vor“ wurde am „Tag der Arbeit“ am 1. Mai vor 24 Jahren gegen die damals drohende Schließung des Electrolux-Werkes in Burg demonstriert. Seitdem hat die „Woche der Arbeit“ jedes Jahr stattgefunden und recht früh war der Kunstkurs des Johanneum-Gymnasiums mitbeteiligt. ”Wir haben die Kunst der jungen Leute bewusst an den Anfang der Woche der Arbeit gestellt“, sagte Oliver Scheld von der IG Metall Herborn-Betzdorf bei der Vernissage. Er dankte den Schülerinnen und Schülern für die Kunst-Ausstellung und ermutigte sie, sich als mündige Menschen für ihre Bedürfnisse und das Gemeinwohl einzusetzen.

Weitere Programmpunkte zur “Woche der Arbeit”  

Weiter geht es am Sonntag, 26.4. um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst zum Thema „Aufstehen für Frieden und Gerechtigkeit“ in der Evangelischen Kirche in Langenaubach. Der Gottesdienst wird gestaltet von Klaus Breunig-Schüller (kath.) und Uwe Seibert (ev.). Die Predigt hält Dekan Andree Best (ev.). Zu Wort kommt auch der 1. Bevollmächtigte der IG-Metall Herborn-Betzdorf, Oliver Scheld, mit einem „Weltlichen Einwurf“.

Der „Tag der Arbeit“ am Freitag, 1. Mai beginnt mit einem Demonstrationszug. Dieser startet um 10.30 Uhr bei der Geschäftsstelle der IG Metall in der Walther-Rathenau-Str. 55 und führt von dort in den Herborner Stadtpark, wo um 11 Uhr die Kundgebung beginnt. Als Redner sprechen dort: Kaweh Mansoori (Hessischer Wirtschaftsminister), Michael Rudolph (DGB-Vorsitzender Hessen-Thüringen) und Oliver Scheld (1. Bevollmächtigter IG Metall Herborn-Betzdorf). Im Anschluss folgt ein Familienfest, bei dem wieder die heimische Coverband „Eve“ spielt. Außerdem gibt es dort auch Informationsstände, Speisen und Getränke und ein Kinderprogramm.

Am Sonntag3. Mai gibt es einen Rundgang zu Orten der Verfolgung und des Widerstands in Herborn während der NS-Zeit. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Holocaust-Mahnmal in der Walther-Rathenau-Straße.

Die Woche der Arbeit 2026 endet am Dienstag, 5. Mai um 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus der AWO im Walkmühlenweg 5 in Herborn mit der Veranstaltung „AWO – Austausch. Wiedersehen. Ofenkartoffeln.“ Prof. Dr. Dr. Helge Peukert gibt dort einen Impulsbeitrag zum Thema „Rechtspopulismus. Warum?“

Zu allen Veranstaltungen im Rahmen der Woche der Arbeit 2026 sind Interessierte herzlich eingeladen.  Zur Programm-Übersicht

Die Gewerkschaften DGB, GEW, IG Metall und Ver.di haben zusammen mit dem Evangelischen Dekanat an der Dill, der Regionalen Diakonie Dillenburg-Limburg, der Katholischen Kirche, der Arbeiterwohlfahrt (AWO), dem Johanneum Gymnasium und der Stadt Herborn diese Veranstaltungsreihe vorbereitet, die seit 2002 jedes Jahr in Herborn stattfindet.

 Holger J. Becker-von Wolff

Die Nilgans ist Schuld

Wir waren vor wenigen Jahrzehnten noch von Freunden umgeben. Aktuell zählen wir unsere Feinde. Die Russen das ist klar. Bei den Amis sind wir noch unschlüssig. Ungarn ist uns auch weiterhin suspekt und die Chinesen sowieso.

Das Auge des Gesetzes

Die deutsche Industrie hat nur noch unfähige Manager. Sie sträuben sich gegen den Niedergang. Viele sind Vaterlandsverräter und gehen mit ihren Unternehmen ins Ausland. Das gilt auch für viele Facharbeiter. Die brauchen wir aber auch nicht wirklich, weil wir genug davon haben.

Wir haben auch immer noch die höchsten Steuereinahmen, aber wir brauchen noch viel mehr. Da nützt auch das „Sondervermögen“ von ein paar hundert Milliarden wenig. Unsere Freunde weltweit müssen schließlich bedient werden und wir wollen unseren guten Ruf als großzügige Geber nicht aufs Spiel setzen. Mit gelassener Überlegenheit registrieren wir die Bemühungen unserer Nachbarn, wie sie ihre Stromversorgung aus- und weiterbauen. Mit Atomkraft! Wie dumm und wenig umweltbewusst. Da sind wir doch viel intelligenter. Wir warten bis sie fertig sind und kaufen ihnen den Strom einfach ab. Wir sind dann ebenfalls auf der sicheren, weil CO2-freien Seite.

Von dem gesparten Geld bauen wir lieber Windräder en masse und bedecken die freien Flächen mit Solaranlagen. Was sind wir so schlau und wie dumm ist der Rest der Welt.

Das Sprit-Experiment läuft auf vollen Touren. Jetzt endlich haben wir die vor Jahren von der Grünen Partei  avisierten 5 „DM“ pro Liter erreicht. Auch die inflationären Lebensmittelpreise zeigen Wirkung. Die Menschen kaufen weniger, bleiben dabei gesünder und verringern somit den CO2-Ausstoß. So ist allen geholfen und der Klimaschutz hat gewonnen. Mittelfristig wird der Autoverkehr reduziert und damit der Reifenabrieb auf den Straßen. Wer es sich leisten kann, den juckt das alles nicht. Wichtig ist, dass unsere politischen Führungskräfte mobil bleiben. Schließlich können sie ja ihre Akten nicht mit Lastenfahrräder transportieren. Das Flugbenzin Kerosin wird knapp, so hört man. Hier muss man gut abwägen und dafür Sorge tragen, dass wichtige Persönlichkeiten auch weiterhin fliegen können. Notfalls muss man mit einer Art Triage reagieren.

Der Mittelstand bemüht sich intensiv seine Betriebe abzubauen. Gut so. Wir müssen alle zusammen am Klimaziel arbeiten und daran, dass am Deutschen Wesen das Welt-Klima genesen wird. Der Sozialetat, der mittlerweile oberhalb von 50 Milliarden Euro per Anno liegt, wird schon bald aufgestockt werden müssen. Bei der Aufrüstung können wir uns hingegen noch Zeit lassen. Laut Experten greift uns der Russe erst 2029 an. Er wartet großzügigerweise so lange bis wir kriegstüchtig sind.

Vielleicht lassen sich durch die Gesundheitsreform noch ein paar Euro generieren. Viel Arztbesuche sind eh überflüssig und ab 60 Jahre muss man nicht mehr mit den geballten medizinischen Möglichkeiten zuschlagen. Dies würde dann auch dem maroden Rentensystem gut tun. Unter alldem sollte  allerdings die Gastfreundlichkeit nicht leiden. Oberstes Gebot wird sein, die Bürger auf Verzicht zu trimmen.

„Wir seien zu faul“ sagte der Kanzler und meint damit natürlich nur die, die das Glück haben arbeiten zu dürfen. Auch das hohe Privatvermögen der Bundesbürger ist ihm ein Dorn im Auge. Da lässt sich bestimmt aber noch was machen.

Der Zahl der Bundestagsabgeordneten nach zu urteilen, haben wir die beste Demokratie weltweit. Da sind wir  sogar den USA weit überlegen. Das ist mit Sicherheit auch der Grund, warum wir keinerlei Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild brauchen. Die Besten der Besten haben unser Land schließlich gut im Griff.

Sorge bereitet hingegen die Unflexiblität des Deutschen Volkes hinsichtlich des Genderns. Bei diesem elementaren Thema sperren sich noch allzuviele. Zum Schluss noch ein Wort zum Umgang mit der höchstgefählichen AfD. Dieser Partei, die von 20 Millionen gewählt wurde, folgen immer mehr Menschen. Nach Meinung  der etablierten Parteien und ihrer Gefolgsleute sind die der Bodensatz der Gesellschaft. Deshalb betreiben die guten Demokraten echte Demokratie und halten die Blauen von allen wichtigen Ämtern fern und streben an die unliebsamen Mitbewerber zu verbieten. Auch die Meinungsfreiheit wird in diesem Zusammenhang, entsprechend dem Deutschen Grundgesetz, hochgehalten. Wir sind schließlich alle einer Meinung. Für Ausreißer gibt es zum Glück die Meldestellen. Oh, bald hätte ich ein sehr wichtiges Thema unterschlagen.  Die Nilgans muss abgeschossen werden, sagt der Tübinger Oberbürgermeister. Diese Vögel gehören hier nicht her. Das gilt auch für Wolf, Waschbär und Braunbär genauso. Die einen vertreiben und löschen andere Arten aus oder machen sogar dem Menschen den Platz streitig. Bei den Kormoranen sieht das ein wenig anders aus. Sie stehlen den Anglern den Fisch, den die zum Überleben brauchen.

Ein Hinweis zum Schluss: Sarkasmus kann auch ein Mittel zur Frustbewältigung sein. sig

Ein Besuch bei der Polizei

Die Reihe „Betriebsbesuche“ der Evangelischen Kirche widmet sich dem Thema Sicherheit


Das kirchliche Referat für Wirtschaft, Arbeit und Soziales im Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN organisiert in Zusammenarbeit mit den Evangelischen Dekanaten und regionalen Verantwortlichen jedes Jahr Betriebsbesuche, bei denen man hinter die Kulissen einer Organisation blicken und mit ihren Beschäftigten ins Gespräch kommen kann. In diesem Jahr geht es dabei um das Thema „Sicherheit“. Im Evangelischen Dekanat an der Dill ist im Rahmen der Reihe ein Besuch bei der Polizeistation Dillenburg geplant.

Dr. Uwe Seibert, der Referent für gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat an der Dill, lädt Interessierte am Donnerstag, 21. Mai 2026 um 15 Uhr ein, die Polizeistation in der Hindenburgstraße 21 in Dillenburg näher kennenzulernen.

In der Polizeistation Dillenburg sind etwa 50 Beamte und fünf Angestellte beschäftigt, die sich überwiegend im Wechselschichtdienst und in fünf Dienstgruppen an allen Wochentagen rund um die Uhr für die Sicherheit der Menschen im nördlichen Lahn-Dill-Kreis einsetzen. Zurzeit sind in der Dillenburger Liegenschaft neben der Polizeistation auch noch der Regionale Verkehrsdienst, das Regionalkommissariat Lahn-Dill und die Führungsgruppe der Polizeidirektion Lahn-Dill untergebracht. 

Aktuell verfügt die Polizeistation Dillenburg auch noch über einen Dezentralen Ermittlungsdienst. Dieser ist mit zehn Beamten besetzt und für die Bearbeitung von Verkehrsdelikten sowie von Eigentums- und Rohheitsdelikten (Körperverletzungen etc.) verantwortlich. Insgesamt sind so am Standort Dillenburg derzeit über 110 Personen für die Polizei tätig. Die gesamte Polizei in Hessen wird gerade neu organisiert, so dass sich die Organisationseinheiten vor Ort ändern.



Die Besuche sind kostenfrei! Um vorherige Anmeldung pro Person (auch bei Paaren) wird gebeten unter: https://portal-kalender.ekhn.de/V2/sl.php?id=2I9x

Wichtig: Nach der Anmeldung erhalten Sie zunächst lediglich eine Bestätigung über den Eingang Ihrer Anmeldung. Ob Sie teilnehmen können, teilt man Ihnen rechtzeitig vor dem Termin mit. 

Für Rückfragen:

Zentrum Bildung und Gesellschaft
Fachfeldassistentin Wirtschaft, Arbeit, Soziales
Bianca Hahn
Telefon 06131-28744-10
bianca.hahn@ekhn.de

Zentrum Bildung und Gesellschaft
Referentin für Wirtschaft, Arbeit und Soziales
Heike Miehe
Telefon 06131-28744-45
heike.miehe@ekhn.de

Fragen zum geplanten Betriebsbesuch in Dillenburg bitte an:

Evangelisches Dekanat an der Dill
Fachstelle Geseschaftliche Verantwortung
Dr. Uwe Seibert
Telefon 02772 5834‐210
Rolf-Uwe.Seibert(at)ekhn.de

 

Holger J. Becker-von Wolff

Was man so alles erlebt, wenn man auf Reisen geht. Heute am frühen Abend, auf der Rückfahrt von Zell-Barl, mussten wir in Bullay auf den Anschlussbus nach Ellenz-Poltersdorf warten. Der Busbahnhof war leer, aber ein Afalleimer stand in hellen Flammen und stank wie die Pest. Was macht man in einem solchen Fall? 112 antwortete direkt und die Wehr von Bullay war kurz darauf zur Stelle und löschte was das Zeug hielt. Der stellvertretende Wehrführer holte aus dem inzwischen abgekühlten Corpus Delicti die Reste einer E-Zigarette heraus. Die mittlerweile eingetroffen, sehr netten  Polizeibeamten (Kollegin und Kollege) bestätigten, dass solche Teile nicht auf diese Art entsorgt werden sollten. Jetzt kommen sicher Fragen auf. Gerdaus fahren doch immer mit ihren Wohnmobil und wieso jetzt mit dem Bus. Ganz einfach. Das WoMo steht als Ferienquartier bei unserem Winzer und wir fahren mit Bussen und Schiffen auf oder an der Mosel entlang. Das ist nachhaltig, umweltbewusst und wahnsinnig bequem. Apropos Busse. Mir fiel heute wieder auf, wie sehr  die guten Sitten immer mehr in Vergessenheit geraten.

Die Mülltonne brennt

Die Busfahrer waren immer fast erschrocken wenn wir ihr Gefährt mit einem fröhlichen „Guten Tag“ enterten. Wenn ich richtig beobachtet habe, sind wir die Einzigen, die sie als Menschen wahrnehmen. Schade eigentlich. Selbst Hunde begrüßen sich ausnahmslos.

Dieses Jahr hatten wir beschlossen schon im Frühjahr unseren großen Urlaub an unserer geliebten Mosel zu verbringen.

Auffallend ist, dass es viel weniger Touristen zwischen Cochem und Traben-Trarbach gibt. Würde mich nicht wundern. Der Sprit ist unglaublich teuer und die Preise in der beliebten Urlaubsregion haben naturgemäß ebenfalls angezogen.

Wir lieben die Konstanten. Beilstein, das Dornröschen an der Mosel, für uns zum greifen nah und der gar nicht knorzige Fährmann, der mit seiner seilgebundenen Fähre so oft über die Mosel fährt, wie Menschen auf sie warten, ist für vier Wochen unsere Welt.

Während ich diese Zeilen schreibe, genieße ich einen Dornfelelder Rotwein von unserer Winzerfamilie Claudia und Udo Loosen. Was gibt es besseres als einen Wein direkt vom Erzeuger zu trinken.

Gestern haben wir es uns bei Schweinemedaillons und Kroketten im Restaurant “ Kleine Bäckerei“ die von den gleichen Besitzern wie die „Klapperburg“ direkt daneben, betrieben wird, gut gehen lassen. Das Essen war göttlich wie immer. Kein Wunder, der Chef persönlich ist der Zauberer in der Küche. 

Im kleinen Café Dehren in Ellenz trafen wir die bezaubernden Damen mit ihrem leckeren Kuchenangebot. Es ist jedes Mal ein Hochgenuss hier ungezügelt dem Genuss frönen zu können.

Café Dehren

Das Wetter kann man nur als perfektes Moselwetter bezeichnen. Blauer Himmel, Sonne pur und angenehme Temperaturen. Wir vermissen die See nicht und Angesichts der unsicheren, teuren Treibstoffsituation ist es auch besser so.

Ach so Zell-Barl. Das muss auf jedem Moselurlaub angefahren werden. Der Globus-Markt ist unser kleines Paradies. Shoppen was das Zeug hält, heißt die Devise und es macht einfach Spaß. Unser Wohnmobilstellplatz beim Weingut Loosen war,als wir ankamen praktisch leer. Jetzt füllt er sich langsam, aber wir haben unseren Exclusiv-Platz und genießen ihn in vollen Zügen.

Wir stellen uns mit zunehmendem Alter öfter die Frage, „warum muss es denn immer noch das Wohnmobil sein. Muss es nicht, aber die Freiheit alles dabei zu haben “ was wichtig ist“ und die Freiheit zu jeder Zeit Ort und Platz wechseln zu können ist unbezahlbar.

Morgen kommen die E-Bikes in Aktion. Bewegung tut Not und bei dem Wetter ist Radeln fast Pflicht. Auch Cochem steht diese Woche noch auf dem Programm. Wir müssen unbedingt unseren Freunde im Café“ Filou“ einen Besuch abstatten und überprüfen ob die Sacher-Torte noch so gut schmeckt wie im vergangenen Jahr.

sig/Fotos: Gerdau