Die Hörbacher Viehweide zählt zu den ökologisch wertvollsten und größten Offenlandbiotopen der Region. Die Freunde der Flora Herbornensis e.V. laden zu einem 90 minütigen Exkurs am Samstag (16. Mai 26, 14 Uhr) in diesem Gebiet ein. Treffpunkt ist die Hinweistafel des CVJM, nahe dem Sportplatz Hörbach. Dabei ist auch wieder Förster Bernhard Klement. Zur Zeit blüht dort ein Meer an kleinem Knabenkraut. Die Freunde der Flora hoffen, dass es in einer Woche immer noch so schön blüht. Aber es geht nicht nur um das Knabenkraut, sondern auch um die Besonderheit unserer alten Kulturlandschaft.

Info:
Mittlerweile hat Anne Krüger-Zechlin in Hörbach noch mindestens vier weitere Wiesen mit dem kleinen Knabenkraut entdeckt. Allerdings nicht in einer solch dicht bewachsenen Population wie bei der CVJM-Wiese. Fest steht jedoch , dass das kleine Knabenkraut an drei verschiedenen Stellen in Wiesenabschnitten wächst, die die Stadt Herborn als zukünftige Gewerbefläche plant.
Das kleine Knabenkraut ist allerdings streng geschützt und steht unter Bundesnaturschutz. Es darf weder ausgegraben, zerstört noch gepflückt werde. Bei einer Ausweisung als Gewerbegebiet muss die Kommune eine Umweltprüfung vornehmen. Die Freunde der Flora Herbornensis e.V. werden im Verbund mit dem Herborner Vereinsbündnis Mitte Mai schriftlich die Stadt Herborn auf dieses Vorkommen hinweisen.
Für zukünftige Teilnehmer am Workshop „Salz“ bitte das Blütensammeln nicht vergessen. Momentan blüht noch: Löwenzahn, Bärlauch, Wiesenschaumkraut, kriechender Günsel und Gundermann. Es können auch junge Birkenblätter gesammelt und getrocknet werden.
Text und Foto: Anne Krüger-Zechlin