Der Mai

Von Kurt Reihl

Foto: Gerdau

Da hat er gar nicht übertrieben,

was Erich Kästner einst geschrieben

dass dieser schöne Monat Mai

mit seinen reichen Blütenbäumen

und zart gehegten Liebesträumen

der „Mozart des Kalenders“ sei.

Da ist Musik in jeder Blüte.

Die Lieder dringen ins Gemüte

und machen frei von Sorg und Frust.

Man muss nur richtig sehen wollen,

der Blütenpracht die Ehre zollen,

dann wächst die eigene Freud und Lust.

All die lauen Maienlüfte

führen mit sich wonnige Düfte

und beflügeln unseren Traum.

Bienen schöpfen aus dem Vollen.

Nippend an den Blütenpollen

schwängern sie den Baum.

Mit den Augen musst Du trinken

und im Blütenrausch versinken,

denn nur kurz ist dieser Mai.

Schon nach einunddreißig Tagen wirst Du wehmutsvoll beklagen:
viel zu schnell ging er vor

2 Gedanken zu „Der Mai

  • 1. Mai 2021 um 20:09
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    Ich weiss gar nicht was ich sagen soll. Bin ganz begeistert davon, was hier so ans Tageslicht kommt. Mensch Kurt, wie schön du den Mai in Worte gekleidet hast – wunderbar!
    Dazu dein gut ergänzendes Foto, lieber Siggi. Einfach Klasse👍

    Antwort
    • 1. Mai 2021 um 23:18
      Permalink

      Hallo lieber Wolfgang. Leider ist Kurt Reihl schon gestorben. Das kannst du aber nicht wissen und es wird dir deshalb auch niemand vorwerfen. Sein Sohn Uli war so nett, mir die Gedichte zu den Jahreszeiten zukommen zu lassen. Danke für Deinen netten Kommentar dazu.

      Antwort

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