Gelbe Bänder= Pflückerlaubnis

Die Apfelernte ist bei vielen Sorten noch nicht ganz vorbei. Viele der gesunden Früchte bleiben aber einfach an den Bäumen hängen, weil sie vermeintlich niemand braucht. Das täuscht. Es gibt nicht wenige Menschen, die sich gerne an den Äpfeln bedienen würden.

Foto: Gerdau

Doch Achtung: Wer sich an Obst vergreift, ob es noch am Baum hängt oder am Boden liegt, begeht eine Straftat, nämlich Diebstahl. Der Straftatbestand des Mundraubes, also das Pflücken von geringen Mengen Baumobst und dem anschließenden Verzehr, wurde 1975 abgeschafft. Heute redet der Gesetzgeber nur noch von Strafen für Diebstahl oder Unterschlagung.

Gut also wer vom Eigentümer eine Genehmigung zum Pflücken hat. Doch wie kommt man an den heran. In der Regel ist das kaum möglich, es sei denn man recherchiert in der Nachbarschaft.

Wenn jedoch ein Baum mit einem gelben Band versehen ist, ist der Weg zum ungestraften Pflücken frei. Eine tolle Möglichkeit die Früchte zu verwerten, haben sich bundesweit viele Obstbaumbesitzer gedacht, die ihre Ernte nicht mehr selbst verwerten wollen oder können.

Leider hat es sich diese Vorgehensweise nicht überall herumgesprochen. Man kann nur hoffen, dass sich die gelben Bänder noch mehr durchsetzen.

Dieser Apfelbaumbesitzer sollte sich auch ein gelbes Band besorgen.

Eine weitere Möglichkeit legal zu den begehrten Früchten zu kommen ist die Internetseite www.mundraub.org. Hier sind all die Standorte verzeichnet, wo jedermann kostenlos Früchte von Bäumen und Sträuchern ernten kann. Jeder, der auf eine solche „Obstquelle“ stößt und sich sicher ist, dass man dort straflos pflücken darf, trägt den Ort der Begierde auf der Seite ein. So ist im Laufe der Zeit eine Pflückkarte quer durch Deutschland entstanden, die man aufrufen kann.

So, und jetzt viel Spaß beim Suchen und ernten. sig

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