Monatsgedicht

Foto: Siegfried Gerdau

Von Kurt Reihl

Der August

Hundstagswetter, Hitzequalen

sind ein Merkmal des August;

wenn des Schweißes Tropfen fallen

und  Du Schatten suchen musst.

Bauern aber rackern schwitzend.

Bringen ihre Ernte ein.

Diese Sonnentage nützend,

wird für sie von Vorteil sein.

Andere hingegen stöhnen,

flüchten in das kühle Nass.

Sich dem Nichtstun widmend, dehnen

sie sich in dem Ufergras.

„Wetten, dass es wird gelingen?“

wirft ein Mann ’nen Kieselstein.

Lässt ihn plätschernd dreimal springen

eh er taucht im Wasser ein.

Die entstandenen Wasserringe

ziehen ruhig ihre Bahn.

Welch ein Glück, dass viele Dinge

kreisend sich dem Ufer nah’n.

Gleicht nicht dieses Steines Reise

unserer eigenen Lebensbahn?

Auch von uns beschwingte Kreise

kommen mal am Ufer an.

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