Neue Entwicklung bei SymbioPharm

Das Herborner Unternehmen setzt 70 Mitarbeiter vor die Tür

Das Pharma-Unternehmen SymbioPharm in Herborn hat aus dem Stand heraus 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kündigung überreicht. Lediglich rund 20 Produktions-Mitarbeiter und Qualitätssicherer sollen in Herborn weiter beschäftigt werden.

Symbolbild

Die Betroffenen sind entsetzt über diese menschenverachtende Nacht und Nebel-Aktion. Dabei hat das Unternehmen noch im vergangenen Jahr hohe Zuwachszahlen erwirtschaftet und den jetzt Entlassenen vorgegaukelt, dass es mit der Firma immer weiter aufwärts gehe und man noch so einiges geplant habe, berichtete einer der Betroffenen.

Seit dem Verkauf an die Klinge Pharma GmbH (u.a. Hexal) in Oberbayern ist gerade einmal ein Jahr vergangen. Diese Frist musste als vom Gesetzgeber vorgeschriebene Kündigungsschutzzeit eingehalten werden. Jetzt haben die milliardenschweren Eigner Andreas und Thomas Strüngmann und die Geschäftsführerin der Klinge Pharma Ines Bohn über ihre prosperierende Unternehmens-Tochter das Todesurteil gesprochen.

Kaum einer der SymbioPharm-Angestellten kann verstehen, dass zwei steinreiche und über 70 Jahre alten Unternehmer derart skrupellos vorgehen. „Sie gehören doch zu den reichsten Deutschen, die auch bei biontec gutes Geld mitverdient hatten. Warum wollen die immer noch mehr raffen“, fragt sich der Informant, der seinen Namen aus guten Gründen nicht nennen will. Einige seiner Kollegen hätten gebaut und stünde nun vor den Trümmern ihrer bisherigen Existenz. Es seien auch einige dabei, die in ihrem Alter nur sehr schwer wieder einen vergleichbaren Job erhielten. Er lege jedoch ebenso wie viele seiner Kollegen Wert darauf zu betonen, dass die Familie Rusch selber entsetzt über diese Vorgehensweise sei und in keiner Weise daran beteiligt war. „Wir haben nicht nur unsere Arbeitskraft in SymbioPharm investiert, sondern sind mit Leidenschaft für unsere Firma eingetreten“, sagte der Betroffene und in seiner Stimme schwingt erkennbare Wehmut und große Enttäuschung mit. sig/Foto: Gerdau

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