Ein Blick ohne Scheuklappen

Heute Mittag erreichte mich eine nachdenkenswerte Mail, die ich gerne hier in meinem Blog weitergebe.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich leite Ihnen/ Euch eine Mail eines Herborner Bürgers an den Herborner BUND weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Annette Jakobi

Guten Morgen Familie Jakobi,

vielen Dank für die Rückmeldung. Gerne dürfen Sie meine Überlegungen weiterleiten. Als sehr schlimm empfinde ich diesen jährlichen Kahlschlag des Bewuchses entlang der Dill. Flora und Fauna haben da keine Chance. Als Bilddokumente habe ich Ihnen einmal die Ufersituation – wie sie einmal vorhanden war und sich jetzt darstellt – beigefügt. Die Verantwortlichen müssten eigentlich dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Durch den Kahlschlag findet abgesehen von der bisherigen Kaschierung der geballten baulichen Hässlichkeiten im Bereich Eitzenhöfer auch kein Emissionsschutz – insbesondere – Schallschutz mehr statt. Der Tatbestand des optimalen Widerhalls an den nackten Gebäudefassaden wird insbesondere von den Rasern/Posern auch gerne genutzt, ihre getunten Fahrzeuge auf der Walther-Rathenau-Str. soundmäßig einmal so richtig „Nürburgringmäßig“ auszufahren.

Meine entsprechenden Interventionen bei den „Verantwortlichen“ der Stadt Herborn sowie Polizei haben da wenig genutzt. Bei denen scheint Emissionsschutz offensichtlich unbekannt zu sein.

Ihnen noch einen schönen Tag. Mit besten Grüßen.

Klaus Altbürger

Von: annetteundwolfgang.jakobi@freenet.de <annetteundwolfgang.jakobi@freenet.de>

Gesendet: Sonntag, 21. März 2021 12:36

An: klaus.altbuerger@t-online.de

Betreff: RE: WG: Stadtentwicklung Herborn

 Guten Tag Herr Altbürger,

da sind wir einer Meinung- das ist wahrlich nicht die Zuckerseite von Herborn. Erst gestern, wir waren entlang der Dill mit der Gruppe Dillkind Müll einsammeln, ist es uns wieder unangenehm aufgefallen.

Darf ich Ihre Mail an unsere Mitglieder und Interessierte weiterleiten?  Das Thema Stadtentwicklung ist auch bei unseren Mitgliedern aktuell.

Mit freundlichen Grüßen vom BUND-Herborn

Annette Jakobi

Von: klaus.altbuerger@t-online.de

Gesendet: 16.03.2021 08:19 Uhr

An: bund.herborn@bund.net, buergerherborn2051@aol.com

Betr.: Stadtentwicklung Herborn

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei einige Anmerkungen zum Thema Stadtentwicklung Herborn nebst Bilddokumentation. Ein wirklich wunderschöner Anblick für Herborns Entre´ von Süden her.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Altbürger

An: lokalredaktion-dill@vrm.de

Betr.: Stadtentwicklung Herborn

Ihr Artikel Herborner Tageblatt Christian Hoge vom 09.02.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich über 45 Jahren in Köln gelebt habe, bin ich vor 5 Jahren mit meiner Frau aufgrund familiärer Verwurzelungen nach Herborn gezogen. Als zentrumsnaher Anwohner beobachte ich mit Interesse, was sich in Sachen Stadtentwicklung so tut bzw. nicht tut.

Das Einkaufszentrum Eitzenhöfer selbst und insbesondere dessen Erweiterung vor einigen Jahren sind eine architektonische Katastrophe für das Entre´ in das historische Stadtzentrum von Herborn. Wo einst ein schöner kleiner Stadtpark mit Denkmal vorhanden war, schaut man nunmehr auf einen hässlichen Zweckbau mit unprofessionell an der Fassade angebrachten technischen Klimaeinrichtungen. Diese hätte man doch sehr gut im darunter liegenden Parkdeck unterbringen können; aber das hätte ja weniger Stellplätze bedeutet.

Zudem zwei „Funky Fritta“ 40-Fuß Graffiti Container, die kunstpreisverdächtig das Dillufer schmücken. Wer genehmigt eigentlich so etwas ??? Besucher, die vom Schießplatz her der Beschilderung Innenstadt entlang des Dillufers folgen, werden von diesem DDR-Architektur-Monster keinesfalls angetan sein. Bisher haben wenigstens Bäume und Sträucher einigermaßen den Blick auf dieses „städtebauliche Schmuckstück“ ein wenig kaschiert.

Leider wird der Bewuchs immer wieder zurückgeschnitten bzw. beseitigt, wohl um auch den Blick auf die überdimensionierten Werbeanlagen freizuhalten. Das geplante Parkhaus Hintersand würde dieses Ensemble von Hässlichkeiten sicherlich komplettieren.

Eine Neugestaltung der Eitzenhöfer-Fassade sowie ein durchgehender „Dill-Boulevard“ als Fuß -und Radweg bis zur Brücke an der Bahnhofstr. mit einer entsprechenden Baumbepflanzung würden diesen Bereich sicherlich nicht nur für potentielle Besucher und Anwohner sondern auch für die Stadt erheblich aufwerten.

Ansonsten ist in Sachen Verkehrsführung die Kreuzung Schießplatz/B255 die reinste Katastrophe. Dies gilt auch für die Fußgängerüberwege. Der bereits im Jahre 2012 genehmigte und vor zwei Jahren wieder zurückgenommenen Kreisverkehr hätte hier Abhilfe schaffen können. Offensichtlich hat man da erhebliche Zuschüsse vom Bund/Land aufgrund der Bundesstraße sowie im Zusammenhang mit dem Hessentag nicht rechtzeitig abgerufen oder es waren sonstige Gründe ausschlaggebend. Vielleicht wäre es eine Lösung die B255 über die B277 zum Anschluss Herborn Süd und dann zum Anschluss Herborn West zu führen, wie man es in der Gegenrichtung bereits mit dem LKW-Verkehr macht. Das würde den erheblichen städtischen Durchgangs-Verkehr/-Schwerlastverkehr aus dem Bereich Dillbrücke/Westerwaldstr. reduzieren und die Kreuzung am Schießplatz entlasten. Auch wären die Ampelschaltung und die Führung der Fußgängerüberwege zu ändern.

Nicht nur in diesen beiden Angelegenheiten wird man da manchmal an den „Kölschen Klüngel“ in meiner alten Heimat erinnert.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Altbürger

2 Gedanken zu „Ein Blick ohne Scheuklappen

  • 23. März 2021 um 13:09
    Permalink

    Den Aussagen von Herrn Altbürger kann ich nur beipflichten.
    Ich empfehle in dem Zusammenhang auch die Fassade entlang des Parkplatzes der Pumpenfabrik anzuschauen. Dort hat man ein Vogelparadies entfernt, weil es die Pumpenfabrik gerne wollte.
    Meinen Leserbrief zu dem Thema wollte ich gerne vor der Kommunalwahl veröffentlichen. Passte nicht, weil ein Leserbrief angeblich erst dann veröffentlicht werden kann, wenn bereits einmal in der Presse zu lesen gewesen. So kann man auch Politiker schön reden.

    Antwort
  • 23. März 2021 um 13:37
    Permalink

    „HOW DARE YOU“, würde die Gretel schreien!
    Wo ist die FFF Bewegung?
    Stattdessen ist die „Fridays for Hubraum“ Vereinigung sehr aktiv😯
    Na ja, was solls, wenigsten kann man jetzt deutlich von der Straße aus erkennen, wo es Schuhe, Sportartikel und Currywurscht gibt! Vorausgesetzt, es ist offen😉

    Antwort

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