„Herborns Eiermann“ übergibt das Ruder

36 Jahre lang prägte der Waigandshainer Chef des „Eierhof Fuchskaute“ freitags das Gesicht des Herborner Wochenmarktes. Heute verlässt Wolfgang Schäfer die „Brücke“ und überlässt Tochter Carmen und Schwiegersohn Daniel Laufer auch das Ruder des Marktstandes auf dem Kornmarkt. Herborns Bürgermeisterin Katja Gronau sowie das Marktbetreiber-Ehepaar Helga und Karl-Ernst Oerter bedanken sich im Namen der Stadt und der Marktleute für sein großes Engagement und seine Standorttreue.

Sagen Dank und auf Wiedersehen. Von links: Karl-Ernst und Ehefrau Helga Oerter, Wolfgang Schäfer und Katja Gronau.

Auch Wolfgangs Schwester Ulla Menk, die ihm viele Jahre zur Seite stand, wird nicht mehr an dem Eier-Stand zu sehen sein. Alles hat seine Zeit, meinen Beide und übergeben ihren Job guten Gewissens an die nachfolgende Generation. Sie wissen, dass der bei den Laufers in fachlich guten Händen ist und hoffen, dass die Kundschaft auch den jungen Leuten treu sein wird.

Wolfgang Schäfer mit Schwester Ulla Menk und natürlich Gans Frieda.

Ganz leicht sei ihm dieser Entschluss nicht gefallen, gibt Wolfgang Schäfer (74) zu. „Heute ist einer meiner schwersten Tage und am liebsten hätte ich mich in eine Ecke verkrochen“, gesteht der Mann, der in den 36 Jahren keinen einzigen Markttag in Herborn versäumt hat. Das prägt und man kann gut verstehen, wie schwer dieser Abschied ist. Ganz bewusst habe er seinen „Abgang“ nicht groß angekündigt. Das hätte er nicht verkraftet. Dennoch möchte er auf diesem Wege seiner langjährigen Kundschaft zum letzten Mal ganz herzlich für deren Vertrauen danken. Ob Gans Frieda ohne ihren Papa in Zukunft auf dem Herborner Markt Dienst schiebt, ist noch nicht ganz sicher. Sie muss darüber noch nachdenken. sig/Fotos: Gerdau

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