Panik?

NETZFUND

Du glaubst, Christian Drosten würde in der Coronapandemie Panik verbreiten?
Ich zeig‘ Dir mal, was Panik auslösen kann.

Stell Dir vor, Du wirst krank.
Weil du immer mehr Atemnot bekommst, wirst du im Krankenhaus auf die Isolierstation verbracht. Seit Stunden hast du das Gefühl zu ertrinken. Echte Todesangst. Deshalb stimmst du zu, auf intensiv verlegt zu werden. Dein Zustand verschlechtert sich und die Ärzt:innen beschließen, dass du beatmet werden musst.

Sie machen Dich mit Medikamenten bewusstlos. Dann schieben sie Dir einen etwa daumendicken Schlauch über den Mund an deinem Kehlkopf vorbei bis relativ weit in die Luftröhre. Dort angekommen, blasen Sie einen kleinen Luftsack an dem Schlauch auf, damit er sich in deiner Luftröhre einspreizt.

Du liegst jetzt – fast nackt und unfähig, über dich selbst zu bestimmen – auf einem Bett mitten im Raum.

Hervorragend qualifizierte Pfleger:innen und Ärzt:innen tun alles, um Dir eine Chance zu geben.

Was sie außerdem noch tun werden:

Sie schieben Dir einen Silikonschlauch in die Nase. Den schieben sie so lange weiter nach hinten, bis er irgendwann endlich im Magen angekommen ist. Durch diesen Schlauch wirst Du einige Zeit lang ernährt werden.

Um Deine Pflege hygienisch zu ermöglichen, wird jetzt der nächste Schlauch vorbereitet. Sie präparieren ihn mit Gleitgel und stecken ihn in Deine Harnröhre. Immer weiter schieben sie ihn, bis er schließlich am Schließmuskel der Blase ankommt und über diese Barriere weiter in die Blase hinein geschoben wird. Dieser Katheter wird ebenfalls durch einen Ballon an seinem Ende in der Blase fixiert. So kann der Schlauch nicht herausrutschen.

Jetzt bist du angeschlossen an mehrere Infusionen und Perfusoren (Langzeitspritze) und
künstliche Ernährung, maschinelle Beatmung, urinbeutel und verfügst über einen ZVK.

Du weißt nicht, was ein ZVK ist? Sorry. Das ändern wir: es handelt sich dabei um den zentralen Venenkatheter. Ein wichtiger Standard-Zugang der Mediziner:innen zu deinem Kreislauf. Dieser Katheter wird zwischen deinem Hals und deinem Schlüsselbein in die dortige Vene gestochen und bis zur oberen Hohlvene vor deinem Herzen hinein geschoben.

Du hast Glück – obwohl Deine Ärztin nach 30 Stunden Dauerdienst leicht übermüdet ist, klappt alles wie im Lehrbuch 😅

Und obwohl Du dem medizinischen Personal bisher keinerlei Achtung entgegengebracht hast, kümmern Sie sich so gewissenhaft um dich, dass du tatsächlich deine Chance bekommst.

Dafür musst du nur eine Zeit lang auf intensiv liegen, zig Schläuche führen in Dich rein und raus und Deine Familie kann Dich für ein paar Wochen nicht mehr sehen.

Das ist eh nichts im Vergleich mit dem Zwang, in geschlossenen Räumen mit anderen Menschen einen MNS tragen zu müssen.

DAS ist die Freiheit für die Du kämpfst.

Na, genug Panikmache? Dann empfehle ich Drosten hören. Der beruhigt. (Netzfund)

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