So langsam reichts?

Katrin Zammert hat mit diesem, ihrem Kommentar ihre eigene Meinung zur Corona-Pandemie und dem Umgang damit, zum Ausdruck gebracht.

Meine eigene Meinung dazu und anderen Fremd-Artikeln tut hierbei überhaupt nichts zur Sache. Ich werde auch weiterhin Menschen jeden Geschlechts und Herkunft die Möglichkeit einräumen, ihre Ansichten in gerdaus-welt einzubringen. Eine Zensur findet hier in diesem Blog nicht statt, es sei denn es werden Menschen verunglimpft, beschimpft oder rassistisch angegriffen. Eine Meinung zu haben ist gemäß Artikel 5, Absatz 1 des Grundgesetzes ein Grundrecht. Es ist in Ordnung, wenn Leser diese andere Meinung für falsch halten und sich in der Kommentarfunktion entsprechend äußern. Das sind demokratische Spielregeln und die möchte ich in meinem Blog pflegen. In diesem Sinne hoffe ich auf einen regen und wenn es sein muss, schonungslosen Meinungsaustausch. sig

Katrin Zammert

Angela Merkel will jetzt also den „MEGA-LOCKDOWN“ und das am liebsten gleich bis nach der Bundestagswahl. Warum hält sie eigentlich niemand auf? Ist erst Ruhe, wenn Deutschland keine Kultur, keinen Einzelhandel und keine Dienstleister mehr hat? Wenn unsere Kinder vergessen haben, was echte zwischenmenschliche Beziehungen sind, weil sie „Freunde“ nur noch von Facetime und Whatsapp kennen? Wenn Unterricht gänzlich und dauerhaft eingestellt wurde (Bildung ist dem großen Bruder ja schon immer ein Dorn im Auge) und die wenigen Eltern die dann noch einen Homeoffice-Arbeitsplatz haben, aufgrund der Doppelbelastung ohne den täglichen Zoom-Gruppencall mit dem Psychologen nicht mehr klar kommen? Ist erst Schluss, wenn Deutschland so hoch verschuldet ist, wie die südlichen Nachbarn? Ich wollte und will mich weniger aufregen, aber langsam reicht es! Also muss ich ein paar Zeilen schreiben. Wie immer: wer mich kritisieren will kann das auf konstruktive Weise gern tun, möge aber bitte vorab bis zum Ende lesen.

Immer wird etwas Neues gefunden um immer mehr Panik machen zu können und die Medien spielen mit, ohne auch nur einen einzigen Punkt zu hinterfragen. Zuerst die eine Virus-Mutation, dann die andere Virus-Mutation und nach Covid19 wird wohl Covid21 kommen. Zuerst zählte der R-Wert, dann der Inzidenzwert und wenn die Werte sinken, dann findet man eine Möglichkeit Sie anders zu errechnen, oder glaubt jemand, das vor Ostern wieder Normalität einkehrt, ganz gleich was der Inzidenzwert sagt? Danach wird großzügig „gelockert“ und alle freuen sich und danken der Kanzlerin in treuer Gefolgschaft für die „Erleichterung“ zumindest mal wieder zum Frisör gehen zu dürfen. …und im Herbst geht es dann wieder los, natürlich nicht ohne das der Gesundheitsminister vorab verlauten lässt, das man mit dem Wissen von heute den Einzelhandel natürlich nicht mehr schließen würde und der Wirtschaftsminister versichert das kein weiterer Arbeitsplatz verloren geht.

Fast alles, was für die meisten so schnell so selbstverständlich geworden zu sein zu scheint, war vor wenigen Wochen höchstoffiziell noch „Verschwörungstheorie“. Das darf man nicht vergessen! Und selbst Verschwörungstheoretiker waren nicht so weit gegangen, wie die Regierung. Bundeshauptstadt Berlin: Seit Dienstag ist wieder eine Mauer um Berlin, die die Oma aus dem Westen „rein“ aber den Enkel aus dem Osten nicht „raus“ lässt und die ersten Politiker fordern die Auswertung der Handydaten um zu überprüfen wer sich mehr als die erlaubten 15 Kilometer von seiner Wohnung entfernt hat. Paradoxer Weise, ist da dann genau der „Datenschutz“, der dazu führt, das man 80 Jährigen Ihre Briefe mit den Impfterminen nicht schicken kann oder eine funktionierende Corona App programmiert, obsolet. In dieses Bild passt auch gut, dass die Polizei (die ich immer als freundlich erlebt habe und absolut respektiere) nun Familien beim rodeln oder Spaziergang aufgreifen „muss“ oder aufzupassen hat, das auch jeder zur „Sperrstunde“ zu Hause ist, während 190.000 Haftbefehle auf Vollstreckung warten. Ach ja und nach Deutschland rein, kann man natürlich auch noch. Weiterhin oft unkontrolliert und auch ohne Papiere oder Quarantäne. Nur raus eben nicht.

Und warum das Ganze? Weil die Sterberate in Deutschland in 2020 so hoch war? Oder weil es immer verschiedene Möglichkeiten gibt, Zahlen zu lesen und die Politik eben die ausgesucht hat, die möglichst viel Angst macht? Nein, ich bin kein „Coronaleugner“ auch wenn man natürlich automatisch dazu gemacht wird, wenn man die „Umsicht“ von Söder, Lauterbach und Merkel anzweifelt. Natürlich ist dieses Virus da und auch nicht wegzudiskutieren. Aber bei nüchterner Betrachtung der Zahlen und vor allem der Hintergründe dieser Zahlen, muss man die Sinnhaftigkeit eines Großteils der Maßnahmen einfach in Frage stellen.
Das neuerlichste Zahlenwerk, das im Netz für Panik sorgt, ist eine „Statistik“, die „Tote/Infizierte“ nach Landkreisen auflistet wo teils jeder 20te oder gar jeder 16te „Corona-Infizierte“ stirbt! Panik! Verständlicher Weise! Wenn dem im Schnitt so wäre, ich würde niemanden aus meiner Wohnung raus und niemanden hinein lassen! Wie kommen also diese Horrorzahlen zu Stande? Ich vereinfache ein kleines bisschen: Wenn in einem dünn besiedelten und ländlichen Kreis mit 100.000 Einwohnern, darunter überdurchschnittlich viele alte Menschen, nur 1000 Menschen, allesamt in Alten- und Pflegheimen wohnhaft, tätig, oder zu Besuch, getestet wurden (weil im ganzen Kreis auch keine öffentlichen Testmöglichkeiten verfügbar sind und keiner ins Ausland reisen muss), davon dann 10% infiziert sind und von den 10% der Infizierten 16 Menschen sterben, die, mit einer Ausnahme über 80 Jahre alt und schwer kranke Pflegefälle waren, deren Lebenserwartung noch wenige Monate betrug… dann hätte jeder diesen Menschen die Monate noch gewünscht! Aber ist „jeder 16te Infizierte stirbt“ dann wirklich die richtige Darstellung? Realistisch stirbt ein „NullKomma“ Prozentsatz an/mit Corona.

Aber immerhin, selbst Söder hat nun nach einem knappen Jahr erkannt, dass der „Hotspot“ nicht die Kita ist! In Frankfurt war mehr als jeder zweite Corona Tote Bewohner eines Alten- und Pflegeheims. Im Bundesschnitt sind es noch mehr. WARUM also werden dann nicht endlich und wirklich konsequent Alten- und Pflegeheime geschützt, sondern Kitas geschlossen und die Grundrechte aller so massiv beschnitten, wie man es sich noch vor wenigen Wochen nicht hätte vorstellen können?! Warum zahlt man dem Pflegepersonal nicht ein fünffaches oder zehnfaches Gehalt dafür, dass es z.B. bis zum Ende der Pandemie mit im Heim lebt? Warum testet man nicht immer und überall jeden Besucher und Zulieferer, bevor er irgendwo eingelassen wird? Warum bietet man nicht Menschen der verbliebenen Risikogruppen, also Rentnern oder Vorerkrankten, eine Möglichkeit daheim bleiben zu können und dort komplett von täglich getestetem speziellem Personal versorgt zu werden? Warum müssen statt dessen „unsere“ Kinder in Isolation leben und Zehntausende, bald Hunderttausende Ihre Arbeit verlieren? Warum muss die Wirtschaft die unseren Wohlstand, der überhaupt erst ermöglicht, dass wir die 80 so oft überschreiten dürfen und trotz schwerer Erkrankungen noch etwas länger leben können, an die Wand gefahren werden? Warum kauft man in Deutschland nicht einfach ausreichend in Deutschland erfundenen und produzierten und mit deutschem Steuergeld mitfinanzierten Impfstoff und sorgt für eine zügige Impfung der Risikogruppen? Um kein „Impfnationalist“ zu sein? Woher kommen eigentlich immer diese Wortkreationen, die zufälligerweise jedes Mal einen Bezug zu Dunkeldeutschland herstellten?

Wie soll es also nun weitergehen? Ein lustiges Hüpfen von einem Lockdown zum Nächsten? Hat das bisher irgendetwas gebracht? Nach Maskenpflicht die Medizinische Maskenpflicht, dann die FFP2 Maskenpflicht und dann die Verpflichtung zu einer Dekontaminationsdusche im Badezimmer, falls man das Haus verlassen will? Dieses Rumgeeier hält doch keiner mehr aus! Dann macht es doch einmal konsequent: keiner darf mehr raus oder rein, keiner muss etwas zahlen und keiner verdient etwas (ausser Kranken und Pflegepersonal natürlich). Einfach zwei Wochen kompletter Stillstand! Dann sollte, wenn das wirklich überall durchgezogen wird, doch Schluss sein, oder irre ich da? Ein positiver Nebeneffekt wäre, dass dann auch Karl Lauterbach in keine Talkshow mehr fahren dürfte! Allein der Verzicht auf die tägliche Dosis seiner Panikmache, würde Deutschland schon helfen. Aber keine Sorge, so weit wird es nicht kommen, denn die, die so bequem im Sessel sitzen und oft sogar fürs Nichtstun noch deutlich mehr bekommen, als jene, die auch in dieser Zeit schwer schuften, sind ja noch nicht einmal bereit, auf ein dreizehntes Monatsgehalt oder ihr Weihnachtsgeld zu verzichten und zahlen sich statt dessen einen „Coronabonus“ und schwafeln dann von Solidarität oder „we are all in this together“?! NEIN, sind wir nicht! Zumindest seid IHR das nicht!!!

Den richtigen Weg zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie, zeigt auch der Blick durch die Glaskugel nicht.

Und wenn ich mir jetzt wieder anhören muss: „aber Dir geht es doch gut“ Ja! Mir geht es gut und ich bin sehr, sehr dankbar! Aber darf man Missstände wirklich nur noch dann anprangern wenn man selbst so richtig unter ihnen leidet? Wie geht es Familien, die zu dritt oder viert im Winter nun den ganzen Tag auf wenig Quadratmetern sitzen, denen Zukunftssorgen den Schlaf rauben und die durch die Doppelbelastung Homeoffice und Dauerbespaßung der Kinder verständlicherweise langsam auf dem Zahnfleisch gehen? Wie geht es Kindern in Problemfamilien, die nun gar keinen Ausgleich mehr haben? Was ist mit Alleinstehenden, die nun völlig vereinsamen? Depression, Suizid, häusliche Gewalt? Muss Politik nicht sorgsam abwägen um rational die beste Lösung zu suchen? Oder soll die aktuelle Politik tatsächlich die beste Lösung sein?

Ich wünsch Euch allen ein schönes Wochenende, bleibt gesund und lasst es Euch den Umständen entsprechend gut gehen.

Fotos: Siegfried Gerdau

15 Gedanken zu „So langsam reichts?

  • 16. Januar 2021 um 17:39
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    Ich finde deinen Artikel toll und sehe solche Artikel im Moment überall. Der Artikel wird aber leider genauso wenig ändern wie alle anderen Artikel. Wenn wir uns nicht auf den Weg nach Berlin machen oder auf die Straße gehen, wird alles so kommen wie angekündigt. Geht man aber auf die Straße, ist man automatisch Corona Gegner und böse. Also was können wir tun das wir gehört werden!? Kann man deinen Beitrag nicht an Frau Merkel senden?

    Antwort
    • 16. Januar 2021 um 18:43
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      Vielen Dank für die Blumen, lieber Maik. Leider muss ich die aber an die Autorin weiterreichen.

      Liebe Grüße

      Siggi

      Antwort
    • 17. Januar 2021 um 7:35
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      Meine Schreibe wird in Berlin nicht zur Kenntnis genommen!

      Man kann, darf und sollte sich wehren. Vor allem, wenn es die eigene Unversehrtheit betrifft. Die, die es zu schützen gilt, sind denen in Berlin schon lange egal.

      Antwort
  • 16. Januar 2021 um 21:39
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    Sehr schön geschrieben!! Und sehr wahr. Vielen Dank

    Antwort
  • 17. Januar 2021 um 9:31
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    Du sprichst mir aus dem Herzen, liebe Katrin!

    Antwort
  • 17. Januar 2021 um 13:01
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    Am Ende meiner Zeile werde ich mich wohl wieder selbst Fragen ob es sich gelohnt hat, an einem Sonntag so viel Zeit mit dem Kommentieren und auf der Tastatur herumtippen verbracht zu haben. Aber ich bin wirklich begeistert von Frau Zammerts Zeilen und hoffe, dass mein „von der Seele“ schreiben und mein Kompliment an Frau Zammert und ihren Text auch mir ein wenig gut tun wird-
    Vielleicht hätte nicht alles genau zu 100 Prozent wie Frau Zammert formuliert. Auch überlege ich ob ich die ein oder andere ihrer vorgeschlagenen Vorgehensweisen vertreten will oder genau oder etwas anders sehe. Aber eins steht fest: Frau Zammert beschreibt mit ihren Zeilen zum allergrößten Teil meine Gedanken und Gefühle.
    Mich stört heutzutage besonders der Umgang der Mitmenschen, welche selbst nur Corona-Laien wie ich und auf das Wort sogenannter Experten vertrauen müssen, mit den Meinungen Andersdenkender.
    Dabei geht es mir gar nicht um den Kern der Ansichten, sondern um die fehlende Bereitschaft, Kritik und ein Hinterfragen zuzulassen. JA, Frau Zammert trifft den Nagel an den meisten Stellen voll auf den Kopf. Ihr Bezug zum Thema „Uns geht es doch gut“ . Geht es UNS wirklich gut? „Uns“ allen? Wer ist denn „uns“? Derjenige, welcher derzeit mit noch sichergefühlten Job, im eigenen Häuschen sitzt, bestenfalls gesund und mobil durchs Leben schreitet und schon im Frühjahr-Lockdown 2020 zu den privilegierten ( wie auch ich) gehörte, der einen eigenen Garten besitzt. Oder sind „uns“ auch die Mitmenschen die wie Frau Zammert es beschreibt, einsam sind, arbeitslos, krank, behindert und vielleicht nicht zum Grillen, Sonnen oder zur Gartenarbeit hinters Haus gehen können. Wer von „uns“ weiß denn alles wie es sich anfühlt, wegen Corona seinen Job verloren zu haben. Oder ein kleines Unternehmen zu führen, wo die Aufträge wegbrechen oder wie es als Dienstleister ist wenn keine Kunden mehr kommen können der dürfen. Wer von „uns“ weiß wie sich Existenzängste anfühlen? Und dürfen die, die noch sicher im Boot sitzen, diese Arroganz an den Tag legen und pauschal behaupten dass es „uns“ doch gut geht. Ist es seriös unser „es geht uns gut“ damit zu argumentieren, dass es doch in 2020 im Vergleicht zu 2019 kaum mehr Insolvenzen und Pleiten gegeben hat. Diese Fragen muss man wohl sich selbst beantworten. Und, wer bestimmt was gut ist? Und wenn es uns tatsächlich gut geht, sind wir dann nicht erstrecht dazu angehalten politische Entscheidungen zu bewerten, zu hinterfragen und auch bei Bedarf zu kritisieren? Oder heißt es, dass wenn es uns gut geht, es unsere Staatsbürgerpflicht ist, einfach immer alle Entscheidungen abzunicken?
    Ich selbst versuche so oft und so gut wie möglich, möglichst viele Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten. Ich möchte möglichst mich und meine Mitmenschen nicht infizieren. Ich sehe die Gefahren denen wir ausgesetzt sind und fühle mich derzeit alles andere als sicher und unbeschwert. Aber darf ich den Anspruch stellen, dass das was ich in Sachen Corona denke und lebe das Richtige ist. Darf ich deswegen keine anderen Meinungen zulassen. Frau Zammert beschreibt es einfach perfekt. Diese vielen neuen Trendworte die unsere Sprachen nun bereichern. Bin ich ein Corona-Leugner oder ein Querdenker, wenn ich die Sinnhaftigkeit der Schließung von Gastronomie, Teile des Einzelhandels und beispielsweise der Friseure in Zweifel stelle aber trotzdem Konsequent versuche meinen Mundschutz zu tragen, stark besuchte Orte zu meiden und hygienische Maßnahmen versuche gut durchzuführen? Oder bin ich ein Impfnationalist, wenn ich die Entscheidungen, die Fehler und das Verschlafen bei der Bestellung von Impfstoffen kritisiere? Ist es, weil es uns gut geht denn nicht trotzdem legitim zu hinterfragen, ob Politik und Forschung nicht doch schon im Frühjahr hätten auch die Situation im Herbst / Winter erahnen können und vor allem, sich und das Volk besser vorbereiten können?
    Nehmen wir doch mal die Schulen. Der sicher sinnige Föderalismus in diesen Zeiten hin oder her. Aber nicht nur länderübergreifend, selbst in einem Landkreis gibt es so viele Unterschiede in den Schulen. Werden an der einen Schule die Kinder online mit Hausaufgaben versorgt, die dann von den Lehrern kontrolliert werden, so werden anderenorts Schüler online live unterrichtet. Ich will weder die eine noch die andere Form bewerten. Aber schürt es nicht Unsicherheit und Unmut ob der vielen Unterschiede?
    Was auch auffällt ist der Umgang miteinander. Der Diskurs über soziale Plattformen wie Facebook bewegt sich fast nur noch zwischen Extremen. Auf der einen Seite die, die konsequent hinter allen Entscheidungen der Politik stehen – auf der anderen Seite diejenigen, die fast alle Entscheidungen und Maßnahmen als falsch bewerten. Ein Mittelding, eine konstruktive Mitte, eine sachliche Diskussion findet man immer seltener. Was man sieht und liest, das sind allzu oft Abwertungen, Beleidigungen, andere werden ins Lächerliche gezogen und die Haltung, die eigene Meinung sei das einzig Wahre. Warum ist es kaum noch möglich, politische Entscheidungen in Sachen Corona zu hinterfragen, zu kritisieren oder auch für sinnig zu halten und vielleicht trotzdem so ehrlich zu sein und die eigene Unsicherheit oder Unwissenheit einzugestehen. Darf ich meine Meinung nicht äußern, aber mein Nachbar darf es? Wer entscheidet, was richtig und falsch oder gut und schlecht ist. Wie gesagt, ich weiß teilweise gar nicht ob ich alles so sehe wie Frau Zammert – oder schwanke auch oft mit meiner Meinung – aber im Tenor, in den Kernaussagen danke ich Frau Zammert für einen echt tollen Text.
    Ich bin selbst eines ziemlich leid; nämlich diese viel zu weit verbreitete allzu blinde und erbarmungslose Politkertreue vieler Mitmenschen, vieler Bekannter und auch Freunde. Und dies oft doch nur, weil dieser Politiker vielleicht der Partei angehört mit der man selbst sympathisiert
    Da kann entschieden werden was will. Da schaffen es diese Menschen immer wieder auch bloß genug Argumente für ein Lob und eine Feier der Politiker zu finden. Mir ist es völlig wurscht wie die Namen der Politiker oder der Parteien lauten. Aber wenn wir aufhören zu kritisieren und zu hinterfragen, dann geraten wir auf einen sehr gefährlichen Weg. Für mich ist es nicht so, wie, wenn man Umfragen betrachtet, für viele andere im Land. Ich finde nicht, dass uns unsere Regierungen gut ..und vor allem ehrlich… durch die erste Corona-Phase im Frühjahr und Sommer 2020 geleitet haben.
    Ich kann dieses Loben von Merkel und Spahn, um nur zwei Beispiel zu nennen, nicht nachvollziehen. Ich meine hier explizit auf die „Corona-Politik“ bezogen
    Mir fehlen die zu diesem Zeitpunkt weitsichtigeren Planungen. Ich kritisiere auch massiv, dass sich Politiker dem Volk präsentieren und behaupten, es würde nie wieder einen harten Lockdown geben obwohl man den Verlauf der Pandemie zu diesem Zeitpunkt weiterhin nicht beurteilen konnte. Ich finde es sehr schlimm, wie leichtfüßig scheinbar bei der Impfstoffbestellung vorgegangen wurde. Für mich zeugt es auch nicht von Sicherheit und Stabilität, wenn eine Regierung nicht mehr zu bieten hat, als ein ständiges verschärfen von Lockdown Maßnahmen.

    Auch bei der Impfsituation frage ich mich: Warum wurden nicht schon im Sommer Notfallkonzepte erstellt? Zeugt es von einer guten Regierung, wenn sich der Start einer Anmeldung zur Terminvergabe für die Impfung als völlig chaotisch darstellt. Hätte man nicht im Spätsommer schon alle technischen, personellen und organisatorischen Maßnahmen treffen oder zumindest planen können, um einfach prophylaktisch für den Start einer Impfkampagne bzw.. Terminvergabe vorbereitet zu sein. Für mich wirken alle Regierenden einfach nur planlos, verschlafen, unvorbereitet und unsicher.
    Völlig gleich wie diese Politiker oder Parteien heißen.
    Ab er auch die Medien, bzw. den größten Teil dieser kritisiere ich scharf und bin genervt. Ich selbst bin mittlerweile dermaßen nachrichtenverdrossen, da ich ja nun jedes Mal weiß was kommt. Der Bürger bekommt die neuesten Infektionszahlen, Sterberate und Inzidenzzahlen …nun ganz wichtig … vom Tag… im Vergleich zum Vortag dahingeworfen. Wem bitte soll dies denn was bitte bringen?
    Die meisten Medien leben doch von der Angst und Panik. Und auch hier bin ich daher voll bei dem was Frau Zammert dazu schreibt. Das Ganze hat doch sowas von einem unseriösen Beigeschmack.

    Aber natürlich reißen heiße Zahlen und spektakuläre Ansagen und Überschriften den Bürger eher mit. Es geht doch zumeist nur um Auflagen und Einschaltquoten. Wann dürfen wir denn eine der wenigen, wenn überhaupt gegeben Nachrichtensendungen verfolgen, die nicht mit den aktuellsten Corona-Zahlen beginnen? Selten? Reicht es denn nicht auch mal aus, wenn es keine neuen Entscheidungen oder Maßnahmen zu verkünden gibt, die neuesten Sterbe-, Neuinfektions-, und Inzidenzahlen am Ende oder …weniger spektakulär zu präsentieren?

    Ich wünsche mir einfach mal langfristigere Überlegungen und Planungen. Hoffe auf einheitliche, bundesweite Entscheidungen die in ihrer Art aber individueller auf die Situationen angepasst sind. Dazu weniger reißerische Nachrichten und gern auch hier und da etwas weniger beziehungsweise wichtiger Informationen als nur die Sterbe- oder Inzidenzzahlen im Vergleich zum Vortag.
    Es wäre an der Zeit, dass Politiker und Medien gemeinsam mehr dazu beitragen, mehr für ein Miteinander zu tun, anstatt das Gegeneinander in der Bevölkerung zu befeuern und auch mehr zu leisten als Beschwörungsworte an die Menschen zu richten.

    Antwort
    • 17. Januar 2021 um 16:47
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      Aus gutem Grund vermeide ich Kommentare zu kommentieren. Bei Ihnen lieber Herr Seibel mach ich eine der wenigen Ausnahmen. Mir gefällt ganz besonders dieser Satz: „Da kann entschieden werden was will. Da schaffen es diese Menschen immer wieder auch bloß genug Argumente für ein Lob und eine Feier der Politiker zu finden. Mir ist es völlig wurscht wie die Namen der Politiker oder der Parteien lauten. Aber wenn wir aufhören zu kritisieren und zu hinterfragen, dann geraten wir auf einen sehr gefährlichen Weg. Für mich ist es nicht so, wie, wenn man Umfragen betrachtet, für viele andere im Land. Ich finde nicht, dass uns unsere Regierungen gut ..und vor allem ehrlich… durch die erste Corona-Phase im Frühjahr und Sommer 2020 geleitet haben“.
      Danke Ihnen Herr Seibel für Ihre klaren Worte und den „Mut“, diese frei heraus zu schreiben.

      Mit freundlichen Grüßen

      Siegfried Gerdau

      Antwort
      • 24. Januar 2021 um 10:40
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        Besten Dank zurück. Wenn man nicht die Ansichten derjenigen vertritt, in deren Gesellschaft man sich gerade bewegt, ist man aus dieser dann leider auch oft schnell wieder ausgeschlossen. Wenn anderen Menschen diskriminiert, beleidigt, benachteiligt oder bedroht werden, hört natürlich die Toleranz auf. Ansonsten sollte man aber doch meinen dass, unserer so aufgeklärte Gesellschaft wenigstens am Ende zu der Minimallösung kommet die lauten sollte“ Wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner und eine weitere Diskussion bringt uns nicht weiter. Aber wir lassen die Meinungen so stehen und gehen trotzdem weiterhin respektvoll miteinander um.“ Leider zeigt der Alltag immer wieder Gegenteiliges. Danke und weiterhin viel Spaß bei Ihrer kurzweiligen tollen Arbeit.

        Antwort
    • 17. Januar 2021 um 17:24
      Permalink

      Vielen Dank für Ihre Mühe!

      Es sollte jeder seine Meinung sagen, hier und anderswo!!! Man kann die Maßnahmen und den ganzen Rest offen kritisieren und sich positioieren, aber das bereits trauen sich die meisten leider nicht, aus Angst vor Konsequenzen.
      Es müssten alle an einem Strang gegen diese Maßnahmen ziehen… aber es werden lieber die beschimpft, die überhaupt etwas tun bzw. getan haben. Von dieser Stelle aus kann man anderen Input geben und sie motivieren – das ist zumindest besser als seinen Mund zu halten, wie es die meisten tun. Viele trauen sich aber noch nichtmal, etwas zu liken dem sie voll zustimmen. 1984.

      Und tatsächlich habe ich auch Angst vor der Zukunft, wenn die Regierung nicht langsam zur Besinnung kommt.

      Antwort
  • 17. Januar 2021 um 20:46
    Permalink

    Hallo,
    also, ich habe jetzt nicht alles gelesen, glaube aber das wir alle hier erst mal keine Corona Leugner sind. Sondern sehr wohl die Gegenwart dieses Virus akzeptieren. So, all das was hier und in anderen Portalen geschrieben wurde ist nix neues. Was ich aber immer vermisse ist, wie wir wirkungsvoll gegen Entscheidungen der Regierung intervenieren können. Nicht nur in dieser Sache. Wie man in der Vergangenheit mehrmals feststellen konnte haben Gut gemeinte Worte, Bedenken über die Schließungen vieler Branchen zu keinem Umdenken der Regierung geführt. Auch neue Konzepte und Ideen wurden wenig bis überhaupt nicht umgesetzt.
    Was also bleibt uns?? Wir können nach Berlin gehen … und dann? Die Polizei wird auflaufen es wir ein bisschen rumgeschubst dann fahren die meisten wieder nach Hause und machen weiter wie bisher. Ich glaube der Zug der Demokratie ist schon seit einiger Zeit abgefahren. Es kreisen viele Bilder und Berichte über A. Merkel durchs WWW. zu Zeiten in der DDR usw. und ich glaube wirklich das da was dran ist das Deutschland wie es bis vor ein paar Jahrenzehnten war zerstört werden soll.
    Privatisierungen, Steuersenkungen für Konzerne und Sozialstaatsabbau laufen grade auf Hochtouren um nur einige zu nennen.

    https://www.youtube.com/watch?v=vzUNwWpk6CE

    Sicher das ist Satire, der folgende link jedoch glaube ich aber eher nicht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mont_P%C3%A8lerin_Society

    Vielleicht übertreibe ich, vielleicht ist das alles weit hergeholt und ja, bestimmt habe ich auch wenig bis keine Ahnung von der ganzen Politik, aber ich befürchte Deutschland wird zerstört und wir werden zu schauen müssen. Die großen Volksparteien dürften keine einzige Stimme in diesem Superwahljahr bekommen, aber wer soll es es den machen? Auch ich habe keine Idee was man machen kann außer, an die Vernunft aller beteiligten Politiker zu Appellieren endlich zur Vernunft zu kommen und wieder Politik für das Volk und nicht nur für die Wirtschaft und Konzerne zu machen. Das allerdings weiß ich, ist und bleibt ein frommer Wunsch.

    So, Shitstorm an…

    Herzlichst
    Joachim Schnaubelt

    Antwort
  • 18. Januar 2021 um 13:45
    Permalink

    Hallo,
    Was mich an nachdenklich stimmt: Im Herbst 2020 sagt der Landrat des Landkreises Berchtesgaden bei der Verkündung der verschärften Maßnahmen – …..dann müssen wir die *Daumenschrauben* weiter anziehen.
    Oder…. gestern (17.01.) konnte man beim BR lesen, dass der Bayrische Innenminister bei einer Verabschiedung in Rosenheim an einem gemeinsamen Essen (10 Personen) mit dem Polizeipräsidenten teilgenommen hat. Rechtfertigung: In dem Veranstaltungsraum hatte jeder Anwesende einen separaten Tisch, diese standen-wie war es anders zu erwarten-je 2 Meter auseinander. Zufällig wurde vom Veranstalter, da ja -zufällig natürlich-Mittagszeit war, ein Essen gereicht.
    Dies ist doch ein Schlag ins Gesicht, eines jeden, am Hungertuch nagenden Gastronomie-Betreibers.
    Ich hoffe ja, das dieses neue *Garmisch Virus * das Verbreitungstempo analog unser Impfgeschwindigkeit hat, denn dann ist es m.E.recht harmlos…..

    Mein Eindruck: örgendwej kimmt mer sich hej doch schu e bisje vera….t vir!
    En schine Doag noch

    Antwort
  • 19. Januar 2021 um 11:28
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    Ihr empört euch über die Maßnahmen, stellt euch als „Kritiker“, „Nachfrager“ dar – aber eine Zahl von 1000 Toten AM TAG rührt euch nicht? Darüber empört ihr euch nicht? Was ist nur los mit euch? Denkt ihr, die Mehrzahl der Virologen, die sich mit dem Thema auskennen, reden Unsinn? Die Prognosen der Wissenschaft sind Quatsch? Denkt ihr wirklich, unserer Regierung WILL, dass die Wirtschaft zu Grunde geht? Dabei sind die Maßnahmen in Deutschland viel milder, als in vielen anderen europäischen Ländern. Sind alle Regierenden Europas also Idioten? Selbst die Schweden erkennen mittlerweile an, dass es falsch war, alles offen zu lassen. Wollt ihr alle Restaurants und Geschäfte aufmachen und dann die Todeszahl um das Dreifache erhöhen, wie es in den USA der Fall ist? Denn der Schutz der Alten und Pflegeheime gelingt nur, wenn man sie vollkommen isoliert (und die Pflegenden ebenfalls). Ich habe großes Mitgefühl mit den Kulturschaffenden, Einzelhändlern, Gastronomen, Beschäftigten der Tourismus-Branche und und und. Sie sind definitiv Opfer! Und zwar Opfer einer weltweiten Pandemie – aber nicht einer irregeleiteten Regierung. Meine Kinder haben sich seit 3 Monaten nicht mit anderen Kindern getroffen, diese Zeit wird sicher Auswirkungen auf sie haben. Schuld daran ist aber ein Virus, und nicht die Politik. Und mit Schuld sind auch die Menschen, die sich nicht an die Maßnahmen halten, die sich weiterhin privat mit allen möglichen Leuten treffen, die Parties feiern, die ihre Masken unterm Kinn tragen. Ja, es werden Fehler in der Politik gemacht. Ja, es ruckelt und nicht jede einzelne Maßnahme macht Sinn. Aber im Großen und Ganzen liegt unserer Regierung die Gesundheit und Unversehrtheit ihrer Bürger mehr am Herzen als die Wirtschaft. Dafür bin ich dankbar. Und mein größstes Mitgefühl geht an die 47.000 Familien in Deutschland, die einen Angehörigen verloren haben – alleine sterbend und über Tage und Woche ALLEINE qualvoll erstickend. Und an die mittlerweile 2 Millionen Familien von Covid-Verstorbenen weltweit. Dass die meisten von euch die nicht mal erwähnen in euren „Beiträgen“ finde ich beschämend.

    Antwort
    • 24. Januar 2021 um 11:49
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      Ihre klaren Worte stehen Ihnen absolut zu. Allerdings hätten Sie deutlich mehr Gewicht wenn Sie nicht aus der Anonymität kämen. Mut mit Vor- und Zunamen aufzutreten hätte bei Ihrer harten Kritik an den Kommentaren schon dazugehört. Aber dies so hinzuzunehmen muss man aushalten können und tolerieren.
      Vor allem Ihren letzten Satz „Dass die meisten von euch die nicht mal erwähnen in euren „Beiträgen“ finde ich beschämend.“ empfinde ich persönlich als äußerst harsche und unangemessene Verurteilung der Kommentatoren. Etwas als beschämend zu verurteilen ist schon heftig.
      Ich will mich hier nur mal auf meinen Kommentar beziehen:
      Ich leugne in keinster Weise die dramatische Situation. Ich erwähne auch, dass ich versuche nach bestem Wissen und Gewissen alle Schutzmaßnahmen einzuhalten. Ich muss mir aber nicht nachsagen lassen, dass es beschämend ist, wenn in einem Kommentar nicht die Leiden der Erkrankten, der Toten und der Angehörigen genannt werden. Eine Empathie gegenüber diesen Menschen setzte ich einfach bei allen Schreibern und Lesern voraus. Gerade weil ich die Situation der Erkrankten und Sterbenden in Heimen und Kliniken kenne verhalte ich mich so vorsichtig. Ich akzeptiere die Kontakteinschränkungen, Trage konsequent die Maske, eine Händedesinfektion vor und nach jedem Einkauf. Und, alles was eben möglich ist.
      Tenor meines Kommentares war die Kritik an der Politik, die meiner Meinung nach, entgegen Ihrer Aussage, selbstverständlich eine große Mitschuld an der Gesamtsituation trägt. Und meine Kritik gilt auch besonders, ohne Sie beleidigen oder hart angehen zu wollen, Menschen wie Ihnen. Man kann eben nicht immer alles Handeln und jede Entscheidung der Politik als „im Großen und Ganzen gut“ hinnehmen. Wir leben nun seit einem Jahr mit dem Virus und sie vertreten die Meinung, dass es hier und da „ruckelt“. Nein, es ruckelt nicht hier und da. Es hängt. Und zwar immer wieder und gewaltig und an vielen Stellen. Es beginnt mit fehlender Transparenz, geht über die Uneinigkeit der Länder bei der Maßnahmen -Planung, bis hin zu groben Pannen und Fehleinschätzungen. Wie wollen Sie bei so einem Chaos denn die, leider viel zu vielen, völlig uneinsichtigen Leugner, Partygänger und Uneinsichtigen dann überzeugen „mitzuziehen“? Jede Panne, jede Fehleinschätzung , jede Uneinigkeit und jeder Rundumschlag ist doch Wasser auf die Mühlen dieser Menschen. Wenn Sie weltweite Vergleiche heranziehen, und das angeblich gute Abschneiden Deutschlands erwähnen, dann sollten sie heute, Stand 24.01.2021, aber beispielsweise auch mal betrachten wie wir im Fortschritt der Impfungen da stehen, weltweit. Haben Sie, so wie ich, zuletzt krampfhaft und doch vergebens Versucht, einen Impftermin für ein Elternteil zu bekommen. Eine dermaßen katastrophale technische und personelle Organisation hätte vermieden werden können. Dann, wenn unsere so gut agierenden Politiker schon im Sommer vorausschauend und prophylaktisch Ihre Arbeit gemacht hätten. Aber wir werden in Sachen der Beurteilung politischer Arbeit in der Krise sicher nicht auf einen Nenner kommen. Ich will Ihre Meinung auch nicht verurteilen. Lassen wir sie einfach so stehen. Ach, doch, eines noch. Natürlich sind viele Gewerbetreibende nicht nur Opfer der Pandemie sondern auch und besonders der Politik. Ein blinder Rundumschlag im Lockdown in den Bereichen wo durch entsprechende Konzepte und Umfeldbedingungen Infektionen fast komplett ausgeschlossen werden können ist ein verantwortungsloses, unüberlegtes, rücksichtsloses und nicht zielführendes Verhalten der Politiker. Wogegen ich mich aber wie schon erwähnt nochmal wehre ist Ihre Pauschal -Verurteilung der Kommentatoren hier. Wir müssen hier keine Zahlen von Corona-Toten nennen. Die kann jeder in den täglichen Nachrichten verfolgen. Und sicher geht es den meisten Schreibern hier wie mir. Ich habe absolutes Mitgefühl mit allen die in irgendeiner Art und Weise Betroffene der Pandemie sind. Ich habe selbst 25 Jahre, davon lange leitend, in der Pflege gearbeitet und kenne die momentanen, kaum auszuhaltenden, Zustände in diesen Bereichen. Aber ich finde es nicht in Ordnung, wenn Sie , das auch noch anonym, Kommentatoren zu Unrecht in ein falsches Bild rücken. Dies beginnt leider schon bei Ihrer Einleitung, indem Sie Begriffe wie „Kritiker“ und „Nachfrager“, in Anführungszeichen gesetzt, nutzen. Der Wirkung dieser „Rhetorik“, da bewusst gewählt, sind Sie sich ja wohl sicher. Diese in meinen Augen abwertend klingende Art zu kommunizieren ist genau das, was ich so kritisiere. Man muss sachlich diskutieren können. Man sollte nicht Äpfel mit Birnen in die gleiche Waagschale werfen. Die Kritik an politischem Handeln, das Anmahnen zum selbstständigen Denken und Hinterfragen und das Anzweifeln verschiedener, nicht aller !!, Maßnahmen hat nichts damit zu tun, dass man die Dramatik der aktuellen Situation nicht erkennt. Es geht nicht um Leugnen. Es geht nicht darum, grundlegende Schutzmaßnahmen nicht mitzutragen. Es geht einfach nur darum, dass es in Ordnung sein muss, Kritik überhaupt äußern zu dürfen. „Kritiker“ und „Nachfrager“ sollten nicht negativ angehaucht oder als Schimpfworte in die Wörterbücher eingehen. Denn ohne Kritiker und Nachfrager wird es immer nur einen Weg geben. Und dass es nie „DEN“ einen, richtigen Weg gibt sollte uns allen bekannt sein. In diesem Sinne, und bei aller Meinungsverschiedenheit, trotzdem eine gute Zeit und bleiben Sie gesund.

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