Was bleibt von der Rentenerhöhung?

Deutschlands Rentner werden sich freuen: Ihre Renten steigen am 1. Juli um 5,35 Prozent in Westdeutschland und um 6,12 Prozent in Ostdeutschland. Dies teilte das Bundesarbeitsministerium am Dienstag (22. März 2022) in Berlin mit. Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach: „Es wird eine der höchsten Rentenanpassungen in Deutschland seit Einführung der Rentenversicherung sein.“

Macht sich der „Geldsegen“ wirklich im Geldbeutel der Rentnerinnen und Rentner bemerkbar?

Es gilt den Rentenwert zu betrachten. Rentenpunkte erhält man, wenn Beiträge in die Rentenversicherung gezahlt werden. Dabei entspricht ein Rentenpunkt dem Gegenwert des Brutto-Durchschnittsgehalts.

Rentner die 40 Rentenpunkte sammelten und im Westen Deutschlands wohnten, haben Anspruch auf eine monatliche Bruttorente von rund 1.368 Euro. Nach der Rentenerhöhung am 1. Juli bekommen er/sie zirka 1.440 Euro im Monat, also rund 73 Euro mehr.

Bei 30 Rentenpunkten liegt die monatliche Bruttorente dementsprechend bei 1.025 Euro. Nach der Rentenerhöhung bei 1.080 Euro.

Von diesen Beträgen gehen noch eventuell noch Steuern und Beiträge für Krankenkasse ab.

Die Berechnungen sind jedoch nur beispielhaft einzustufen. Sie variieren von Fall zu Fall. Was also am Ende tatsächlich auf dem Konto ankommt, ist in der Regel weniger. Es kann auch sein, dass man durch die Rentenerhöhung in die Steuerpflicht rutschen. Obwohl der Grundfreibetrag von 9.984 Euro auf 10.347 Euro angehoben wurde, könnte dies passieren.

Vermutlich wird aber durch die galoppierende Inflation, trotz Rentenerhöhung, die Kaufkraft der Rentner sinken. Somit ist die Erhöhung der Altersrenten lediglich ein Ausgleich.

Ein Gedanke zu „Was bleibt von der Rentenerhöhung?

  • 24. März 2022 um 20:49
    Permalink

    Eine Besteuerung der Renten, die von bereits besteuerten Einkommen finanziert wird/wurde, ist für mich Betrug am Bürger…

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.