Win-Win für Kommune und Kirche

Schwerpunkt-Betreuung: Kita Roth und Mademühlen betreuen unter, Driedorf über Dreijährige

Der neue Betriebsvertrag zwischen Evangelischem Dekanat an der Dill, Herborn und der Westerwald- Gemeinde Driedorf über die künftige Ausrichtung des kirchlichen sowie der beiden kommunalen Kindertagesstätten der Gemeinde, wird nach Ansicht aller Beteiligten einmütig von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Anerkennung der bisherigen Leistungen getragen.

Die Kindertagesstätte Driedorf-Mademühlen (Foto) und die Kita Driedorf-Roth werden Schwerpunkt- Tagesstätten für Kinder unter drei Jahren.

Gemeinsame Pressemitteilung
Evangelisches Dekanat an der Dill und Gemeinde Driedorf
Die Arche bleibt auf Kurs
Gemeindevertretung stimmt neuem Betriebsvertrag zu
Als die Gemeindevertretung zu ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammenkam, waren sich
alle einig: Die Ev. Kindertagesstätte Arche Noah soll auch in Zukunft ein wesentlicher Teil der
Elementaren Bildungsarbeit der Gemeinde Driedorf bleiben.
Bereits Mitte Juni beschäftigten sich der Haupt- und Finanz- sowie der Sozial- und Kulturausschuss in
einer gemeinsamen Sitzung ausführlich mit der komplexen Materie. Wenige Tage zuvor hatte der KiTaAusschuss der Kirchengemeinde, bestehend aus Vertretern des Kirchenvorstandes, der Kommune, der
Elternschaft sowie der KiTa-Leitung, ebenfalls über den neuen Betriebsvertrag beraten.
Grundlage der Beratungen war die Neuregelung des Betriebsvertrages zwischen dem Evangelischen
Dekanat an der Dill und der Gemeinde Driedorf. Er regelt unter anderem die Finanzierung der laufenden
Kosten für den kirchlichen Kindergarten, der seit rund 2 ½ Jahren vom Ev. Dekanat an der Dill in Herborn
für die Kirchengemeinde Driedorf betrieben wird.
Der bestehende Vertrag aus dem Jahr 2005 entsprach in seiner Fassung nicht mehr den
kirchenrechtlichen Vorgaben und musste überarbeitet werden. Dazu passte der im Jahr 2020
eingeschlagene Weg der Gemeinde Driedorf, sich dem Thema Bildung verstärkt zuzuwenden. Als
familienfreundliche Bildungskommune ist es das Ziel, die einzelnen Bereiche der Betreuung und Bildung
stärker miteinander zu vernetzen und Kompetenzen im Sinne der Qualitätsentwicklung auszubauen.
Neben zwei Tagesmüttern bilden die kommunalen KiTas in Mademühlen und Roth sowie die evangelische
KiTa in Driedorf den Kern im Bereich der Elementarbildung.
In Abstimmung der Verantwortlichen der Evangelischen Kirche und der Gemeinde Driedorf konnte nun
ein eine wichtige Entscheidung für die Betreuungsangebote der Bildungskommune Driedorf getroffen
werden. Gemeinsam verständigte man sich während vieler Gespräche darauf, wie zukünftig
Kernkompetenzen gebündelt werden können.
Wesentlicher Bestandteil der Ausrichtung in der Kindergartenarbeit ist, dass die Betreuung von Kindern
unter drei Jahren zukünftig den Schwerpunkt in Mademühlen haben wird. Der Kindergarten „Rother
Rabennest“ und die beiden Tagesmütter ergänzen das Angebot für die Allerkleinsten. Die bisher in der
Arche Noah vorgehaltenen sechs U3-Betreuungsplätze werden durch die kommunalen Einrichtungen in
Roth und Mademühlen aufgefangen.
Für die Arche Noah bedeutet diese Änderung, dass sich die Beschäftigten dort zukünftig auf die
Betreuung von Kinder ab drei Jahren konzentrieren können und die Kompetenzen der Einrichtung für
Kinder mit Behinderungen und/ oder Entwicklungsverzögerungen mehr Bedeutung erhalten.
Neben den Schwerpunktsetzungen in der Betreuung der unter dreijährigen Kinder kann durch den neuen
Betriebsvertrag der jährliche Zuschuss der Gemeinde Driedorf an das Evangelische Dekanat an der Dill um
ca. 50.000 Euro gesenkt werden, und das ohne Qualitätsverlust für das Betreuungsangebot.
Auch aus Sicht der Evangelischen Kirchengemeinde Driedorf und des Evangelischen Dekanats an der Dill
sind diese Veränderungen ein wichtiger und richtiger Schritt. Dauerhaft ein zentraler Bestandteil des
Bildungs- und Betreuungsangebotes in Driedorf zu sein ist und bleibt auch für die Ev. Kirche in Hessen
und Nassau wichtig. Dass auch die Gemeinde Driedorf das so sieht, wurde in den guten und konstruktiven
Gesprächen in den vergangenen Monaten deutlich.

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