Übungsabend

„Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt“ behauptete einst der griechische Dichter Hesiod. Vermutlich hat er Recht behalten und wenn man den Damen der Herborner Gesangsgruppe „CremFrech“ bei ihrer Probearbeit für ihr am 29. August 2026 geplantes Musical „ABBA & Friends“ zuhören darf, findet man das sehr bestätigt.

Sammeln zum Tonleitersingen

Ich hatte zum zweiten Mal die Ehre an einem weiteren Probeabend (immer montags um 19.30 Uhr) im Uckersdorfer DGH teilzunehmen und war begeistert davon, mit welcher Freude und welchem Elan die 31 Sängerinnen die sicher nicht leichte Arbeit bewältigen. Immerhin sollen sie am Premiere-Abend vor großem Publikum mit 14 ABBA-Songs debütieren. Ihr Chorleiter Marcin Murawski, der Nachfolger von Leuthold Ortelbach, feilte aus den verschiedenen Stimmen jede nicht ganz korrekte Nuance heraus und das war manchmal ganz schön anstrengend für beide Seiten. Die nahezu „professionellen“ aber ehrenamtlichen Sängerinnen von CremFrech hatten überhaupt keine Mühe damit ihre neuen Sangeskolleginnen zu integrieren. Immerhin hatten einige von denen vorher noch nie in einem Chor gesungen. „Die beißen sich mit Bravour durch“, bescheinigten ihnen die „alten Häsinnen.“

Iris Stanelle und Sarina Hagner-Gros die guten Seelen der Formation, die extra für das Musical unter „Frauen Projektchor ABBA & Friends“ firmiert, sind durchaus zuversichtlich, dass sie die große Aufgabe stemmen werden. Dennoch haben nicht nur sie ein wenig Sorgen, dass ihnen die Zeit davonläuft. Als Außenstehender teile ich diese Sorgen nicht. Die gesanglichen Qualitäten sind spitze und der Einsatz beispielhaft. Der „kleine“ Rest wird ihnen von dem umtriebig-humorvollen Chorleiter Murawski bis dahin noch „eingebläut“.

45 Minuten Probezeit vergingen wie im Fluge und das selbst mir als stillem Zuhörer. Sogar bei den ständigen Wiederholungen einzelner Passagen machte es Spaß zu erleben, wie sich die Sängerinnen bei jedem Durchgang steigerten. Die Ohrwürmer „Dancing Queen“ und „Gimmi, Gimm“ standen auf dem Probeplan und der Mann von der Sieg schien am Ende ganz zufrieden zu sein. Während die Damen sich auf zu Hause freuten, hatte er noch 60 Kilometer vor sich und auch die Vorbereitungsarbeiten für den nächsten Tag standen noch auf seiner Agenda. Bei 8 Chören kann er sich keinen Schlendrian leisten. Aber auch seine „Schülerinnen“ müssen einen Teil der Probearbeit im Selbststudium absolvieren.  

Die 25-jährige Lisa, eine Organistin, ist die Novizin in der Gruppe. Iris Stanelle hatte sie nach einem Gottesdienst, bei dem Lisa die Orgel spielte, „rekrutiert“ und rannte bei der jungen Frau förmlich die Tür ein. „Ich wollte eigentlich schon immer in einem Chor singen und sagte sofort zu“, meinte die ausgebildete Musikerin. Sie findet die Gemeinschaft sehr gut und den Chorleiter absolut sympathisch. Ob sie anderen Frauen raten würde im Chor mitzumachen, bejahte sie ohne Zögern.

Wer glaubt das Lieder einüben eine Kleinigkeit sei, wird bei den Proben eines Besseren belehrt.

Drei und teilweise vierstimmig zu Singen, ist eine Herausforderung

Links und 3. von links Sarina Hagner-Gros und Iris Stanelle

Die 25-jährige Lisa, eine Organistin, ist die Novizin in der Gruppe. Iris Stanelle hatte sie nach einem Gottesdienst, bei dem Lisa die Orgel spielte, „rekrutiert“ und rannte bei der jungen Frau förmlich die Tür ein. „Ich wollte eigentlich schon immer in einem Chor singen und sagte sofort zu“, meinte die ausgebildete Musikerin. Sie findet die Gemeinschaft sehr gut und den Chorleiter absolut sympathisch. Ob sie anderen Frauen raten würde im Chor mitzumachen, bejahte sie ohne Zögern.

Der Maestro konzentriert sich

sig/Fotos und Videos: Gerdau   

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