Meine Meinung
Ich bin dankbar, dass ich fast mein ganzes Leben in einer geordneten Umgebung verbringen durfte. Was jetzt aus meinem schönen Vaterland wird, ist kaum noch auszuhalten. Meine Eltern wären entsetzt, wenn sie das sehen würden. Mord und Totschlag, jeden Tag aufs Neue. Es wird geschossen, abgestochen und geprügelt. Armes Deutschland. Alles wird auf den Kopf gestellt. Wir retten das Klima, schalten die Kraftwerke ab und stellen fest, dass wir den weltweiten Klimawandel doch nicht im Griff haben. Die Energiekosten steigen trotz tausender WKA und Solaranlagen ins Unermessliche. Die Lebenshaltungskosten explodieren und die Spritpreise sind für den Großteil der Bürger nicht mehr zu stemmen. Und ausgerechnet ein SPD-Mann rät „steigt doch einfach auf E um.“

Wer motzt und dabei nicht penibel auf seine Wortwahl achtet, bekommt Besuch und gegebenenfalls eine Strafanzeige. Es wird gemeldet, angezeigt und denunziert. Dabei machen viele Bürger in Blockwartmanier mit und finden sich großartig. An was mich das erinnert, werde ich jetzt nicht schreiben. Stichwort: „Meinungsfreiheit.“ Die Bürger sind geduldig. Genauso wie sie die elende Preistreiberei hinnehmen, werden sie auch das große Euro-Spiel an den Tankstellen zwar klagend aber dennoch akzeptieren. Ich frage mich wo da die ganz persönlich Schmerzgrenze ist. Wenn diese sogenannte Preisentwicklung so weiter geht, ist für viele buchstäblich der Ofen aus.
Unsere Politiker gehen ganz cool damit um. In der kommenden Woche wollen sie mal darüber beraten und sich fragen was rechtlich möglich ist. Vorher wird garantiert das wichtigste Thema im politischen Raum besprochen: Die AfD ist weiter auf dem Vormarsch und um diese „gesichert Rechtsextremen“ zu stoppen können sie sogar auf die Hilfe der „Omas gegen Rechts“ zählen.
Die oberste Oma der EU stellt sich den Wiedereinstieg in die Atomenergie vor und kann auf die Unterstützung der EU-Granden zählen: Mit einer Ausnahme: Deutschland sei an die Vorgaben von Rot/Grün gebunden und die sagen nein. sagt Merz. Dass die Deutsche Autoindustrie lahmt, wird als Management-Fehler diagnostiziert. Zehntausende Arbeitnehmer werden „freigesetzt“ und das sind dann Kollateralschäden, würde man im Kriegsjargon sagen.
Apropos Krieg: Rheinmetall, der Deutsche Waffenherstellungs- Gigant, meldet überirdische Produktionszuwächse und Gewinnzahlen. Die Panzerbauer sind wohl das einzige Unternehmen im Lande, das sich im Zuwachsrausch befindet. VW denkt darüber nach sich daran zu beteiligen und Militärfahrzeuge in größerem Umfang zu bauen. Frieden auf der Welt, für den die Grünen jahrzehntelang gekämpft haben, wäre da kontraproduktiv.
Wie sich die Kämpfe in der Golfregion entwickeln, kann nur vermutet werden. Sicher ist jedoch, dass die Vereinigten Staaten dabei Federn lassen und die Weltwirtschaft sowieso. Kriege in der Welt haben schon immer eigene Dynamiken entwickelt und wer glaubt wir wären da fein raus irrt vermutlich. Im Augenblick tun sich Politiker und andere Experten schwer damit, einen Schuldigen für die Auseinandersetzungen zwischen Israel/USA und Iran zu finden. Das ist im Ukrainekrieg einfacher. Wir stecken derweil zig Milliarden an Sondervermögen und damit natürlich Schulden , in die Aufrüstung der Bundeswehr. Dieses Ziel werden die Strategen aber wohl erst in 10 Jahren erreichen. Eine der Vorrausetzung ist die personelle Aufstockung und da klemmt es gewaltig.
Mein Rat wäre eine Legion nach französischem Vorbild zu entwickeln, denn mit der Wehrpflicht wird das wohl nicht so einfach sein. Jetzt zahlt sich nämlich die jahrzehntelange Demontage der Deutschen Armee aus. Das ging sogar so weit, dass man Soldaten ob Wehrpflichtige oder Zeit-und Berufssoldaten ungestraft aus dem Links/Grünen Spektrum heraus als Mörder titulieren durfte. Kasernen wurden abgerissen oder verkauft, Bunker umgewidmet und alles unter der Prämisse: „Wir sind nur noch von Freunden umgeben.“
Es fehlt an allem, besonders aber an Geld und das was jetzt an Krediten aufgenommen wurde, stellt sogar die Reparationszahlungen nach dem WK I in den Schatten. Die haben wir übrigens erst vor wenigen Jahren vollständig abgezahlt. Der Sozialtopf schwillt zusätzlich derart stark an, dass er alle Investitionen im Keim erstickt. Man redet von mindestens 50 Milliarden per Anno. Der gesamte Bundeshaushalt 2025 beträgt knapp über 502 Milliarden Euro und die Nettokreditaufnahme ist immens hoch. Wer soll das alles zurückzahlen? Noch fließen die Steuereinahmen aus der Arbeit von immer weniger werdenden Steuerzahlern. Denen macht man gewollt oder möglicherweise auch ungewollt das Leben immer schwerer. Grob gesagt liegt das monatliche Netto eines Arbeiters bei rund 2 000Euro. Davon muss er Miete zahlen, ein Auto unterhalten, die Familie ernähren und viel versteckten Steuern beim Einkaufen abdrücken.
Auf ihr Auto sind die Meisten auf dem flachen Land angewiesen. Wer jetzt tanken muss, zahlt kaum noch zu bewältigende Preise. Aber: Auf einem Liter Benzin liegen 65,4 Cent Energiesteuer, plus 18,6 Cent CO2-Steuer. Je höher der Netto- Benzin-Preis durch die Treibstoffkonzerne vorgegeben wird, desto höher fallen die Steuern in die Taschen des Fiskus. Daher ist der Angriff auf die Treibstoff-Hersteller nur zum Teil berechtigt. Der Staat könnte locker die Steuerspirale nach unten drehen und die unsinnige CO2-Steuer komplett streichen.
Auch wäre es so langsam an der Zeit die Millionen-Geldgeschenke für viele Länder zurückzunehmen. Der Größenwahn, alle Welt mit Geschenken zu überhäufen, damit sie ihre Umweltverschandelung aufgeben und das Klima retten, war in Zeiten voller Kassen schon unsinnig und heute geradezu frevlerisch. Dadurch wird das Leben in unserer „irren“ Welt sicher nicht einfacher und angenehmer sowieso nicht. Es wäre aber zumindest ein Anfang und an die kommenden Generationen gedacht. Text und Foto: Siegfried Gerdau