Jahresgottesdienst der Notfallseelsorge Lahn-Dill

„Blaulicht-Gemeinde“ feiert Einführungen und Ehrungen in Niederweidbach

Mit Einführungen, Beauftragungen und Ehrungen hat die Notfallseelsorge Lahn-Dill am Mittwochabend in der evangelischen Marienkirche Niederweidbach ihren Jahresgottesdienst gefeiert: Zeit, um Danke zu sagen, aber auch Zeit zur Stärkung und zum Besinnen darauf, dass ohne Gottes Beistand all die wertvolle Hilfe und Begleitung in Not- und Krisensituationen kaum denkbar wäre.

Als Beauftragter für die Notfallseelsorge im Lahn-Dill-Kreis konnte Diakon Christian Reifert denn auch neben den vielen Einsatzkräften der Gruppen Süd und Nord Vertreter vieler Feuerwehren aus dem Kreis, der Polizeistationen, des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) zu der Feier in der historischen Kirche begrüßen, die unter dem Thema der Jahreslosung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ stand.

Heißt das, alles Schlimme, alles Leid wird ungeschehen gemacht; die Zeit zurückgedreht und alles auf Null gestellt, fragte Pfarrer Andreas Friedrich, der Dekan des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach, die „Blaulicht-Gemeinde“ eingangs seiner Predigt. So einfach sei es nicht, beantwortete er die rhetorische Frage selbst, denn Gottes Zusage im letzten Buch der Bibel sei in jene Zukunft gerichtet, in der Gott alle Tränen trocknen werde: „Jetzt und heute ist Ihr und Euer Dienst extrem wichtig, aber dann werden wir alle Blaulicht-Fahrzeuge in Spielmobile umbauen können!“, prophezeite er. Jesus habe seine Jünger durch die Auferstehung davon überzeugt, dass etwas geschehen sei, das wirklich alles neu mache: „Im Himmel werden keine Tränen mehr sein“, zitierte der Dekan aus einem Song von Eric Clapton. Dieser Glaube, der dem Musiker in seiner Trauer Trost gespendet habe, ermögliche den Notfallseelsorgern, Hilfe zu schenken und den Weg zur Heilung zu eröffnen. „So schafft ihr es auch heute, zu trösten, zu begleiten und Schritt für Schritt aus der Krise herauszuhelfen“, dankte Andreas Friedrich: „So tragen wir Gottes Liebe in die Welt!“

Im Mittelpunkt des Jahresgottesdiensts stand die Einführung von 15 neu ausgebildeten Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger durch Pfarrer Andree Best als Dekan des Dekanats an der Dill und Assessor Christoph Schaaf, dem Stellvertretenden Superintendenten des Kirchenkreises an Lahn und Dill. Nach 120 Stunden Ausbildung und ersten Praxiseinsätzen werden sie nun die Teams im Süden und im Norden des Lahn-Dillkreises verstärken, sagte Andree Best – sechs seien im Süden tätig, neun im ehemaligen Dillkreis. „Geht getragen von Gott hinaus!“, rief der Dekan den Notfallseelsorgern zu, die abwechselnd von ihm und Christoph Schaaf für ihren Dienst gesegnet wurden: „Ihr müsst diesen Dienst nicht aus eigener Kraft tun; ihr steht unter dem Segen Gottes!“, sicherte er ihnen zu. Mit Applaus hießen die Gottesdienstbesucher die Neuen willkommen: Anne-Katrin Hilk (Herborn), Hans-Peter Ermert (Herborn-Schönbach), Elisabeth Gabriel (Herborn-Amdorf), Kim Sarah Diebel (Dillenburg), Cornelia Schmidt (Siegbach-Eisemroth), Sara Madeleine Diehl (Herborn), Christof Ellinghaus (Dillenburg), Marc-Philipp Spähr (Haiger), Anja M. Gräf (Dietzhölztal), Marc Pannier (Aßlar), Christine Becker (Lahnau), Frederik Happ (Wetzlar), Klaus Kobler (Schöffengrund), Susanne Rückert-Kobler (Schöffengrund), Cornelia Brück (Braunfels) erhielten neben einer offiziellen Urkunde der Landeskirche auch ein Kfz-Schild für ihre Einsätze.

Sie sind künftig bei Unfällen, in Krisen und Notlagen mit den Rettungskräften im Lahn-Dillkreis in Einsatz: Am Mittwochabend sind die neuen NotfallseelsorgerInnen in Niederweidbach in ihren Dienst eingeführt worden. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)

Weitere Höhepunkte der Feier waren die Ehrung von Pfarrer Wilfried Höll für mehr als 25 Jahre Engagement in der Notfallseelsorge und die Ernennung von Gruppenführern der Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Höll erinnerte nach dem der Verleihung der Goldenen Ehrennadel folgenden Applaus daran, dass der Beifall und der Dank für die Möglichkeiten, anderen beizustehen, allein Gott gebühre. Sein ebenfalls langjährig um die Notfallseelsorge verdienter Kollege Marcus Brenzinger konnte nicht anwesend sein und bekommt die Ehrung nachgereicht; ebenso Pfarrer i.R. Eberhard Hoppe, der als langjähriger Koordinator der Notfallseelsorge Lahn-Dill aus dem aktiven Dienst ausscheidet und verabschiedet werden sollte. Ihre Ernennungsurkunden zu PSNV-Führungskräften aus den Händen von Christian Reifert persönlich entgegennehmen konnten hingegen Thomas Gaß, Jelena Wegner, Melanie Meckel, Natalie Depalma, Caroline Dietrich und Herbert Epp; Mirko Häuser bekommt sie zu einem späteren Zeitpunkt.

Nach dem vom Biedenkopf-Gladenbacher Dekanatskantor Katamba Kazaku begleiteten Festgottesdienst, der mit dem Segen durch Ortspfarrer Dr. Frank W. Rudolph endete, war die „Blaulicht-Gemeinde“ noch zu einer kleinen Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus Niederweidbach eingeladen, bei dem Austausch, Kennenlernen und Vernetzung im Mittelpunkt standen. (klk/eöa)

Mord und Totschlag gingen in NRW leicht zurück

Dennoch: Alleine 49 Messermorde 2025

Nicht wenige Bürger in Deutschland haben sich mittlerweile an Mord und Totschlag gewöhnt. Das zumindest zeigen die schwachen Reaktionen auf die täglichen Nachrichten von Messerangriffen. Es gibt sogar Menschen, die behaupten das sei schon immer in Deutschland so gewesen. Lediglich durch die sozialen Netze und die AfD werde das alles aufgebauscht. Wer jedoch seinen Verstand noch kontrollieren kann, kommt zu anderen Ergebnissen. Natürlich sind Statistiken unterschiedlich les-und interpretierbar. An harten Fakten kommt man jedoch immer dann schlecht vorbei, wenn sie von amtlichen Stellen kommen. Die vorliegenden Zahlen stammen aus einem Bundesland und wenn man die Zahlen (auch notwendigerweise reduziert) mit 16 multiplizieren würde, kämen Ergebnisse zustande, die zumindest nachdenklich machen.
Es bringt sicherlich nichts, vor diesen nackten Zahlen die Augen zu verschließen oder dass die alten Damen auf den Straßen herum wanken und gegen Rechts demonstrieren. Ob die bundesweit vielen Messerstecher, Vergewaltiger, sonstige Gewalttäter und Gesetzesbrecher alle aus dem Rechten Lager stammen, darf zumindest angezweifelt werden. Die ganz normalen Bürger möchten wieder Sicherheit bei Tag und Nacht und allen Orten. Wenn man die Dokumentationen der vergangenen Jahrzehnte betrachtet, gab es die in Deutschland.
Es werden irren Anstrengungen für die Rettung des weltweiten Klimas unternommen, aber dass sich die Rechtsverhältnisse im Land immer mehr zum schlechten verändern, wird achselzuckend in Kauf genommen. Wer buchstäblich die Schnauze voll hat und auf diese Missstände hinweist, wird als Nazi, Querdenker und Demokratiefeind gebrandmarkt. Der Staat, nämlich wir alle, gibt mittlerweile zig Milliarden jedes Jahr dafür aus, dass es den „Schutzsuchenden“ aus aller Welt an nichts mangelt. Zum Dank treiben diese Menschen oder zumindest eine große Zahl davon die Kriminalstatistik immer höher.
Nun ist es nicht so, dass man all dies als gegeben und als unveränderliche Ereignisse hinnehmen muss. Länder wie Dänemark, Schweden und auch Italien haben Mittel und Wege gefunden und versuchen zumindest all dem einen Riegel vorzuschieben. „Schutzsuchende“ die in diesen Ländern gegen das geltende Gesetz verstoßen, haben dort ihr Bleiberecht verloren. Wenn die Bundesrepublik Deutschland wenigstens genauer hinschauen würde und sich von Straftätern auf der Stelle trennen würde, wäre der erste Schritt getan. Auch das Thema der teilweise üppigen Alimentation muss unbedingt in Angriff genommen werden.
Leider haben wir im Land politische Kräfte, die unser Rechtssystem zu Fall bringen möchten und dafür alles was möglich ist tun. Der Hass, den man fast täglich auf den Straßen erlebt, ist unbegreiflich, aber traurige Realität. Nicht wenige Bürger kehren mittlerweile ihrem Heimatland den Rücken und das sind leider meistens die Besten. sig

Nun ein Auszug aus einem Artikel, der zumindest mich in Wallung versetzt hat:

Nordrhein-Westfalen ist laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2025 „etwas sicherer“ geworden. Die Polizei registrierte rund 1,36 Millionen Straftaten (im vergangenen Jahr waren es mit 1,4 Millionen etwa drei Prozent mehr). Auch die Zahl der Gewaltdelikte sollen leicht zurück gegangen sein.

Messerangriffe und schwere Gewalt dagegen steigen immer mehr.

Symbolbild Messermann. Foto: Gerdau

Nach dem eklatanten Anstieg der Taten im Jahr 2024 (plus 21 Prozent) verzeichnete die Polizei 2025 insgesamt 7200 Fälle, in denen ein Messer eingesetzt wurde. 49 Menschen kamen dabei durch Messerangriffe ums Leben. 2024 waren es „nur „48). 9099 Menschen wurden Opfer von Messertaten, davon wurden 2928 verletzt.

Insgesamt zählte die Polizei 159.000 Gewaltdelikte – 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Darunter waren etwa 105.000 Fälle einfacher Körperverletzung. In 508 Fällen ging es um Mord und Totschlag – 29 Fälle mehr als 2024.

Jugendkriminalität leicht gesunken

Bei der Kinder- und Jugendkriminalität zeigt sich ein gemischtes Bild. Mehr als 21.000 Kinder wurden als tatverdächtig erfasst, etwa so viele wie 2024. Bei Jugendlichen sank die Zahl deutlich: Rund 40.000 Jugendliche wurden erfasst, fast acht Prozent weniger als 2024 (44.000). Auch die Zahl der Fälle mit mindestens einem Tatverdächtigen unter 21 Jahren ging um 7 Prozent zurück. Häufig handelt es sich um Ladendiebstahl, Körperverletzung, Sachbeschädigung oder Beleidigung.

Bundesweit mehr Täter unter 18 Jahren

Auch bundesweit ist Jugendgewalt ein unübersehbares Thema. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2024 wurden in Deutschland 5.837.445 Straftaten registriert . Die Gewaltkriminalität stieg um 1,5 Prozent auf 217.277 Fälle – der höchste Stand seit 2007. Das Erschreckende: Gewaltkriminalität bei Kindern stieg um 11,3 Prozent, bei Jugendlichen um 3,8 Prozent.

Fälle von sexuellem Missbrauch steigen

Neben der allgemeinen Gewaltentwicklung weist die Statistik in Nordrhein-Westfalen auch bei Sexualdelikten einen weiteren Anstieg aus. Mehr als 4500 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern wurden 2025 registriert – ein Plus von 2,7 Prozent. Zum Glück liegt die Aufklärungsquote bei rund 83 Prozent. Auch bei der Verbreitung von Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern stieg die Fallzahl um neun Prozent auf mehr als 9800 Fälle.

Man darf nicht vergessen, dass es sich hier um Verbrechen nur in einem Bundesland handelt. Die bundesweiten Zahlen liegen weit darüber. Wer dabei noch schweigt und hofft, dass es ihn nicht trifft, ist gelinde gesagt, sehr naiv.