Tagesbetreuung „Zum Mariechen“ aus der Taufe gehoben

Von Siegfried Gerdau

Viele Menschen, besonders Seniorinnen und Senioren leiden unter Einsamkeit. Wenn zum Beispiel die Partner verstorben sind, tritt eine Leere in ihr Leben, mit der die meisten Menschen schlecht fertig werden. Es wird mit zunehmendem Alter immer schwieriger Gleichgesinnte kennenzulernen und mit ihnen den Alltag, so wie er ist, genießen zu können. Genau hier setzt die Herborner Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit vielfältigen Betreuungsangeboten und den unterschiedlichsten individuellen Aktivitäten an.

Vor wenigen Tagen wurde die Tagesbetreuung „Zum Mariechen“ im Herborner Walkmühlenweg 13 aus der Taufe gehoben. Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik und Öffentlichkeit stellte die Geschäftsführerin Eva Claudin Halfmann-Gräb das zusätzliche AWO-Angebot in den hochmodernen Räumen des neugebauten Haus 13 gegenüber dem Johanneum-Gymnasium vor. Täglich von montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr können bis zu 24 Gäste den Aufenthalt in der neugeschaffenen Einrichtung wahrnehmen. Nach der kostenfreien Anfahrt (Heimfahrt inklusive) steht ein reichhaltiges Frühstück auf dem Programm und so gestärkt geht es mit ganz individuellen Beschäftigungsangebote in den Tag.

Ein tolles Team: (von links) Fahrdienst Elias Deyer, Jennifer Keller (Pflegekraft), Betreuungskraft Beatrix Wagner, Christina Rosales (Leitung) und Geschäftsführerin Eva Claudin Halfmann-Gräb.

Daneben können die Frauen und Männer auch an Tagesausflügen teilnehmen oder pflegerische und medizinische Versorgung in Anspruch nehmen. Das frischgekochte Mittagessen aus der eigenen „Bordküche“ mit der Möglichkeit einer anschließenden Mittagsruhe und einem gemeinsamen Kaffeetrinken, runden den Tag ab. Die Vermittlung von Zusatzleistungen wie Fußpflege, Physiotherapie oder Friseurbesuche im Haus gehören ebenfalls zu „Service“.

„Zum Mariechen“ ist für Jedermann/Frau sehr erschwinglich, erfuhren die zahlreichen Anwesenden. So ist die Kostenübernahme bei Inhabern eines Pflegegrades garantiert. Wenn sie die Tagespflege in Anspruch nehmen, können sie sich die Kosten der Tagespflege von der Pflegekasse erstatten lassen. Ihnen steht nämlich Pflegegeld in gleicher Höhe dafür zu. All das und mehr können Interessierte bei einem kostenfreien Probetag in der Tagesbetreuung mit den hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausführlich besprechen und sich die Räumlichkeiten samt Angeboten anschauen.

Die seit September des vergangenen Jahres vereidigte neue Sozialdezernentin des Lahn-Dill-Kreises Dr. Rebecca Neuburger-Hees zeigte sich in ihrem Redebeitrag dankbar dafür, dass die AWO in Herborn diese Betreuungsmöglichkeit geschaffen hat. Mit einem doppeldeutigen in typischer Heinz Ehrhardt-Manier Gedicht „Der Kabeljau“ wünschte sie der Einrichtung viel Erfolg. Der SPD-Landtagsabgeordnete Stephan Grüger sprach in seinen Grußworten von einer großartigen Initiativen und die Vertreterin des Evangelischen Dekanats an der Dill überreichte der Einrichtungsleiterin ein Gästebuch und wünschte der neu geschaffenen Altersbegleitung „Zum Mariechen“ ein kräftiges Glück auf.

Großes Interesse seitens der Politik. Links im Bild Frank Steinraths (CDU). Rechts im Bild: Stephan Grüger (SPD)

Frank Steinraths, Landtagsabgeordneter und CDU Mitglied überbrachte die Glückwünsche von seinem Parteikollegen Jörg Michael Müller sowie dem Bundestagsabgeordneten Johannes Volkmann (CDU). Sein Begrüßungsgeschenk für „Zum Mariechen“ war das Versprechen an einem Tag als Azubi in der Einrichtung mitzuarbeiten. Der Herborner Bürgermeister Lukas Winkler (CDU) zeigte sich auch im Namen des Herborner Magistrats sehr über das Zusatz-Angebot der AWO Herborn erfreut und fügte hinzu, „ich bin unfassbar froh darüber, was die AWO hier in Herborn alles unterhält.“

Nicht nur wegen des leckeren Imbisses am Veranstaltungsende, sondern auch der zusätzlichen Möglichkeit für zahlreichen informelle Gesprächen, lohnte sich die Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung.

Oberbauleiter Matthias Rompf, der im Auftrag seiner Firma Fritz Mayer, Altenkirchen für den „Neubau“ des Hauses 13 verantwortlich war, nahm ebenso wie der Driedorfer René Neutzner -er leitet gemeinsam mit Eva Claudin Halfmann-Gräb die Geschicke der AWO-Lahn-Dill-an der Veranstaltung teil. Auch ein altbekanntes Gesicht, die ehemalige Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller (CDU) und ehrenamtliche Kreisbeigeordnete, befand sich unter den Eröffnungsgästen. Weitere Informationen per Mail: info-tph-hb@awo-lahn-dill.de sowie telefonisch: 02772 9596-39. Noch mehr Informationen über die Angebote von AWO Lahn-Dill soziale Dienste gGbH auf der Internetseite info@awo-lahn-dill.de. Fotos: Gerdau

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