Verpflegung in vielen Krankenhäusern eine Katastrophe

Die geplante Gesundheitsreform ist mittlerweile in allen Medien angekommen. Auch was das für den Einzelnen bedeutet, wird transparenter. Die Krankenhäuser (KKH) sollen bessergestellt werden, obwohl sie bereits jetzt schon mit Milliarden Euro jährlich vom Staat unterstützt werden. Warum das alles notwendig ist verschweigt man gerne. Fakt ist, die Zahl der Beitragszahler schrumpft und die Zahl derer, die keine Cent ins System einzahlen, steigt kontinuierlich.

Das fröhliche Melken der Menschen, die mit ihrer Hände Arbeit den „Laden“ aufrechterhalten, geht mit hoher Geschwindigkeit weiter. Das alles trifft selbstredend auch für viele anderen Bereiche zu.

Privatversicherte sind besser gestellt.

Man sollte annehmen, dass die Patienten von der gesetzlichen Krankenkasse für ihre eingezahlten Gelder auch die entsprechenden Leistungen erhalten. Doch davon entfernen sich die KKH immer mehr. Wer privat versichert ist hat es noch ein wenig besser.

Dem normalen Volk wird suggeriert, dass die Pflege ja fast eine karitative Segnung sei und er demzufolge sich in Bescheidenheit zu üben habe. Dass er mit seinen Kassenbeiträgen den überwiegenden Teil eines Krankenhausbetriebs garantiert, verschweigt man ihm. Davon, dass große Teile der Pflege auch denen (kostenlos) gewährt wird, die lediglich Nutznießer sind, spricht man ebenfalls nicht. Es könnte ja der „gesichert rechtsextremen Partei“ in die Hände spielen.

Die Privatisierung vieler Krankenhäuser ist für die Politik eine tolle Sache. Man kann den selber hereingelassenen schwarzen Peter einfach weitereichen. Natürlich wollen die Träger, sprich Investoren, Geld verdienen. Das geht dann auf Kosten derer, die dankbar sein müssen, dass sie für ihr „bisschen“ Geld überhaupt ein Bett bekommen.

Ein akzeptables Sonntagmittag-Menue

Es wird Seites des Krankenhausbetreibers gespart wo es nur geht. Viele Häuser haben überhaupt keine eigenen Küchen mehr. Da werden Caterer unter Vertrag genommen, denen man die Daumenschrauben anzieht. Die Folge: Die Patienten werden auf „Schonkost“ gesetzt und wenn sie meckern erfahren sie, dass sie sich schließlich nicht in einem Luxushotel befinden.

Wer einmal erlebt hat wie das in der Praxis aussieht, muss sich die Frühstücks- und Abendessensteller einmal anschauen. Wenn die in einem bundesdeutschen Gefängnis serviert würden, gäbe es Aufstände. Die im Artikel gezeigten Beispiele stammen aus einem renommierten Krankenhaus nahe der Ländergrenze. Logischerweise anonym. Die Patienten haben Angst vor Repressalien. Da es laut den Aussagen vieler Menschen in anderen Krankenhäusern ähnlich zugeht, ist bedenklich. Gute Pflege wie sie in allen Lehrbüchern beschrieben wird, sieht anders aus. Wenigstens ein kleiner Apfel zum Essen müsste eigentlich im Low Budget noch drin sein.

Abendessen

Die Erhöhung der Kassenbeiträge lässt hoffen. Wenn sie auch den Ein-Zahlern ein wenig während ihres Krankenhausaufenthaltes zugutekäme, bestünde noch Hoffnung. sig/Fotos: Gerdau       

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