Beeindruckende Kunstschau in der Alten Färberei – Johanneum‑Leistungskurs präsentiert zwei Jahre kreativer Arbeit

Nach einer Woche endete im Haus der Vereine (Alte Färberei) eine außergewöhnliche Ausstellung des Leistungskurses Kunst des Johanneum‑Gymnasiums Herborn. Die beiden Schülerinnen Rihana Khaliqi (links) und Ida Immel führten mich exklusiv durch die historischen Räume des alten Fachwerkhauses, in denen die Ergebnisse von zwei Jahren intensiver künstlerischer Arbeit unter der Leitung von Sariye Uhr zu sehen waren.

Die Ausstellung zeigte eine beeindruckende Vielfalt: überwiegend Einzelarbeiten, aber auch Gruppenprojekte, ausgeführt in unterschiedlichsten Techniken, Materialien und Ausdrucksformen. Die Schülerinnen lobten übereinstimmend die pädagogischen und künstlerischen Fähigkeiten ihrer Tutorin, die es verstanden habe, sowohl Talent als auch erlernbare Fähigkeiten in der Gruppe zu fördern. Ursprünglich startete der Kurs mit fünfzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern, inzwischen sind es zwölf – doch die Qualität der Arbeiten blieb durchweg hoch.

Die Exponate füllten das gesamte Gebäude der Alten Färberei. An Materialien wurde nahezu alles genutzt, was verfügbar war: Zeichnungen, Malerei, Skulpturen, architektonische Modelle und experimentelle Arbeiten. „Es wäre wahrscheinlich einfacher aufzuzählen, was wir nicht benutzt haben“, sagte Ida Immel schmunzelnd. Besonders das Modellieren nahm einen großen Raum ein.

Tolle Typographien entstanden in mühevoller Kleinarbeit

Für die Fluchtpunkt‑Perspektiven diente das Johanneum‑Gebäude selbst als Motiv. Die präzisen Bleistiftzeichnungen wirken auf den ersten Blick fast wie Fotografien. Rund zehn Stunden habe eine dieser Arbeiten gedauert, erzählten die beiden jungen Künstlerinnen – und selbst zu Hause sei weitergearbeitet worden.

„Viele der Ausstellungsobjekte sind nicht nur aus Talent entstanden, sondern aus Dingen, die man lernen kann“, betonte Rhiana Khaliqi. Die hervorragende Anleitung ihrer Lehrerin habe bei vielen Mitschülerinnen und Mitschülern intuitive Fähigkeiten geweckt. Gleichzeitig stecke in allen Werken viel Übung und Ausdauer. Die Modelle von Gebäuden und Gegenständen entstanden bewusst ohne Vorlagen oder Anregungen – die Schülerinnen und Schüler mussten ihre eigenen Ideen entwickeln. Die einzige Vorgabe: Die Arbeiten sollten einer erkennbaren Kunstepoche zugeordnet sein. Alles andere blieb offen. So entstanden fantasievolle, skulpturale Gebäude, die durchaus als Wohnraum für eine Familie denkbar wären. Friedensreich Hundertwasser hätte an manchen Modellen sicher seine Freude gehabt.

Besonders beeindruckend waren die zahlreichen händisch erstellten Typografie‑Porträts, die sofort ins Auge fielen. Viele davon könnte man sich problemlos in Restaurants, Geschäften oder Büroräumen vorstellen. Die Wand am Treppenaufgang war mit Porträts in Acryl und Öl geschmückt, die die jungen Künstlerinnen und Künstler selbst geschaffen hatten. Ergänzt wurde die Ausstellung durch Plakatgestaltungen zu Themen wie Gewalt oder Mobbing sowie durch die selbst entworfenen Flyer zur eigenen Veranstaltung.

Insgesamt präsentierte der Leistungskurs eine Ausstellung, die ein außergewöhnlich hohes künstlerisches Niveau zeigte – und eindrucksvoll belegte, wie viel Kreativität, Engagement und handwerkliches Können in den Schülerinnen und Schülern des Johanneums steckt. sig/ Fotos: Gerdau

2 Gedanken zu „Beeindruckende Kunstschau in der Alten Färberei – Johanneum‑Leistungskurs präsentiert zwei Jahre kreativer Arbeit

  • 22. März 2026 um 16:37 Uhr
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    Lieber Herr Gerdaus,

    Sie haben unsere Namen in dem letzten Bericht falsch geschrieben.
    Richtig heißt es: Ida Immel und Rihana Khaliqi.
    Wir würden Sie bitten, dies zu verbessern.

    Vielen Dank
    Ida und Rihana

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