Seit der Wolf sich in deutschen Wäldern angesiedelt hat, beherrscht das Thema Medien, Förster und Jäger sowie die Landwirte. Derweilen verwüsten die Wildschweine fast ungehindert Kulturflächen wie Gärten, Fußballplätze und Friedhöfe. Ganz besonders schlimm hat das Borstenvieh es in dem einst gepflegten Garten der Herborn-Seelbacherin Sieglinde Weidl getrieben. Die alleinstehende 83-Jährige war entsetzt, als sie vor ein paar Tagen morgens aus Fenster schaute und sah, dass ihr recht großer Garten fast total umgepflügt war.
Siglinde Weidl kann es immer noch nicht fassen, was mit ihrem Garten geschehen ist.
Nicht nur, dass ihre sorgfältige Gartenpflege für die Katz ist, sondern sie dachte auch sofort daran, wie sie das alles wieder richten sollte. So schnell sie konnte ging sie aus dem Haus und aus der Nähe betrachtet, sah alles so wüst aus, dass ihr die Tränen in die Augen schossen. In ihrer Not wandte sie sich an den zuständigen Jagdpächter. Von dem erfuhr sie, dass sie auf keinerlei Unterstützung hoffen kann, da nur der landwirtschaftliche Flur-Schaden ersetzt werde. Der private Garten wäre da ausgeklammert.
Sieglinde Weidl ist entsetzt, weil sie die umfangreichen Schäden auf keinen Fall selbst beseitigen kann und sich daher fachliche Hilfe holen muss. Was das kostet kann sie nur erahnen. Seitens des Forstes riet man ihr, doch einen fachgerechten Zaun um ihr Grundstück ziehen zu lassen. Da auch viele andere Hausbesitzer teilweise schwer durch Wildschweine geschädigt worden seien, hofft sie nun doch noch auf irgendeine Entschädigung. Die Chancen dazu stehen in der Tat gar nicht so schlecht.
Zwar kann sie grundsätzlich keinen Ersatzanspruch gegen den Jagdpächter geltend machen. Allerdings haben mehrere Gerichte diese Einschränkung relativiert und unter bestimmten Umständen dennoch Ersatzansprüche zugesprochen – etwa, wenn der Jagdausübungsberechtigte (Jagdpächter etc.) es pflichtwidrig unterlassen hat, den Wildbestand im angrenzenden Jagdbezirk angemessen zu regulieren. sig/Fotos: Gerdau
Alle Abba-Fans und Anhänger guten Chorgesangs sollten sich den 29. August 2026 gut merken. CremFrech-seit über 30 Jahren DER Frauenchor in Herborn-wird mit einem Abba-Revival- Konzert im Merkenbacher Bürgerhaus begeistern. Dazu haben die umtriebigen Damen des Vorstandes einen eigenen Frauen-Projektchor gegründet. Gemeinsam mit Freunden, die noch 8 bis 10 Lieder beisteuern wollen, werden sie dann unter dem Namen „Frauen Projektchor ABBA & Friends“ im Herborn-Merkenbacher Bürgerhaus gastieren.
Bis dahin müssen sie noch eine lange Wegstrecke zurückzulegen. Lang ist jedoch relativ. Wenn man bedenkt, dass an dem Premiere-Abend 10 bis 12 ABBA-Songs intoniert werden sollen, wird die Zeit bis August wie im Fluge vergehen. Geprobt wird jeden Montagabend ab 19.30 Uhr in Uckersdorf und Anfang Mai im ehemaligen Hörsaal der Herborner Hohen Schule. „Die einzigen Ausnahmen sind echte Feiertage, wenn sie auf einen Montag fallen“, betont Vorstandsmitglied Jana Weirich. Auch ein Proben-Wochenende ist in der Planung.
Die Idee zu diesem, bisher einzigartigem, Projektes der Formation, stammt von Sarina Hagner Gros, Iris Stanelle und Chorleiter Marcin Murawski. Der 44-Jährige Profi spielt Keyboards, Klavier, Fagott und Akkordeon. Dazu hat er einen Master Abschluss in Musik sowie Musikpädagogik und ist seit elf Jahren Chorleiter in Deutschland. Mittlerweile leitet er sieben Chöre im weiten Umkreis. Im Oktober 2024 übernahm er Crem Frech von dem bekannt und beliebten Chorleiter Leuthold Ortelbach. Einen reinen Frauenchor hat Marcin in seiner bisherigen Laufbahn noch nicht geleitet. Er habe jedoch keine Angst vor Frauen, erklärte er schmunzelnd. Gemeinsam mit ihm wollen die Herborner Sängerinnen einen neuen Weg im Chorgesang gehen und wenn man die erste Probe erlebt hat, weiß man, dass er sehr erfolgversprechend ist.
31 Frauen aller Altersgruppen und gesanglicher Ausprägung versammelten sich am vergangenen Montag um die „Kerntruppe“ von CremFrech im kleinen Saal des Uckersdorfer DGH. Iris Stanelle und ihre Mitsängerinnen hatten fleißig die Werbetrommel gerührt und viele Frauen, auch welche die noch nie in einem Chor gesungen haben, nahmen das Wagnis auf sich an dem Projekt mitzuarbeiten. Marcin Murawski ging gleich in medias res und trimmte die Anwesenden stimmlich mit Hilfe der Tonleiter aufeinander ein. Bereits nach kurzer Zeit ertönten ABBA-Weisen in den verschiedenen Stimmlagen und das so gut, als wenn die Gruppe schon immer zusammen gesungen hätte. Der Chorleiter zeigte sichtlich zufrieden.
Wenn die Gesangsproben weiter so gut laufen wie am ersten Abend, wird auch die Premiere ein voller Erfolg
Jana Weirich hofft, dass sich noch mehr Frauen für den Projektchor finden und vielleicht sogar Spaß daran haben, später in Crem Frech mitzusingen. Wer am 29. August 2026 den Weg ins Merkenbacher Bürgerhaus findet, wird garantiert mit einem wunderschönen Gesangsabend belohnt. sig/Fotos: Gerdau
Das Welt-Klima ist ohne Zweifel im Wandel begriffen. Ist daran tatsächlich der Mensch in den vergangenen 50 Jahren Schuld oder verrennen wir uns da in eine Hysterie, die unsere gesamte Nation spaltet? Nach der Flusslehre Heraklits fließt alles und nichts bleibt, es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln. Diskussionen über die Prozesse der Klimaveränderungen werden nur in eine Richtung geführt und wer die Dinge nüchtern und ohne jegliche Ideologie sieht und auch noch darüber spricht, wird oft aufs Übelste beschimpft oder gar als ungebildet dargestellt. Tatsache ist, dass sich alles bewegt und damit auch unser blauer Planet. An Beispiel der größten Insel der Welt die über 80 Prozent von einer dicken Eisschicht bedeckt ist, möchte ich Anregung geben die Dinge etwas nüchterner zu betrachten.
Grönland war in seiner Erdgeschichte mehrfach teilweise oder sogar weitgehend eisfrei. Mehrere aktuelle Studien belegen, dass große Teile der Insel in Warmzeiten der letzten 400.000 Jahre ohne Eisschild waren, und einzelne Regionen sogar noch vor 7.000 Jahren eisfrei lagen.
Eine Warmphase führte dazu, dass der massive Eispanzer im Nordwesten Grönlands etwa 16.000 Jahre lang verschwand.
Die Folge: Es bildete sich eine Tundra-Landschaft , möglicherweise sogar mit Bäumen. Daraus resultierte ein Meeresspiegelanstieg von mindestens 1,4 Metern weltweit.
Bohrkerndaten zeigen, dass Grönland damals weit weniger Eis hatte als heute und möglicherweise nahezu vollständig eisfrei war.
Pflanzenreste unter dem Eis belegen: Der Boden war damals Licht und Luft ausgesetzt.
Fossile Pflanzen- und Tierreste in Bodenproben deuten darauf hin, dass der heutige Eisschild im Zentrum Grönlands in der Vergangenheit zeitweise verschwunden war.
Vor 7.000 Jahren – waren einzelne Regionen der Insel eisfrei
Die Eiskuppel „Prudhoe Dome“ im Nordwesten Grönlands war in einer Warmphase des Holozäns komplett abgeschmolzen. Sie ist eine rund 500 Meter dicke Eiskuppel im Nordwesten Grönlands, die zum grönländischen Eisschild gehört. Neue Forschung zeigt, dass diese Eiskuppel vor etwa 7.000 Jahren vollständig abgeschmolzen ist – ein wichtiger Hinweis darauf, wie empfindlich Grönlands Eis auf Erwärmung reagiert
So oder ähnlich könnte Grönland vor 7 000 Jahren ausgesehen haben. Foto: KI
Grönland deshalb damals eisfrei, wegen der:
Natürlichen Warmzeiten (Milanković‑Zyklen)
Einer höheren globale Durchschnittstemperatur
Der geringeren Ausdehnung des arktischen Eises
Sowie langfristigen Klimaschwankungen der Erdgeschichte
Der grönländische Eisschild ist empfindlicher, als lange angenommen.
Frühere Warmzeiten mit Temperaturen ähnlich den heutigen führten zu massivem Eisverlust.
Das Risiko eines zukünftigen Meeresspiegelanstiegs wird dadurch realistischer eingeschätzt.
Bohrkerne zeigen, dass die gesamte Eiskuppel in einer Warmphase des Holozäns vollständig abgeschmolzen war. Unter dem Eis fanden Forscher:
Sedimente
Pflanzenreste
Gestein.
Diese lagen damals frei an der Luft, bevor sie später wieder vom Eis überdeckt wurden.
Eine Studie betont, dass ähnliche Temperaturanstiege wie heute, erneut zum Abschmelzen führen könnten. Ein erneutes Abschmelzen würde zum globalen Meeresspiegelanstieg beitragen – ein Grund, warum Klimaforscher den Prudhoe Dome genau beobachten.
Grönland war in der Vergangenheit mehrfach teilweise oder weitgehend eisfrei, weil natürliche Warmzeiten das Klima deutlich stärker erwärmten als heute. Die Forschung zeigt: Schon geringe Temperaturanstiege über viele Jahrtausende reichten aus, um große Teile des Eisschilds verschwinden zu lassen.
Grönland reagiert extrem empfindlich auf langfristige Schwankungen der Erdumlaufbahn:
Änderungen in Neigung, Exzentrizität und Präzession der Erde
führen zu stärkeren Sommern in der Arktis. Das Eis schmilzt schneller, als es im Winter nachwachsen kann
Diese Warmphasen traten im Pleistozän immer wieder auf und ließen den Eisschild teilweise verschwinden. Diese Warmzeiten lagen nur wenige Grad über heutigen Temperaturen – aber über sehr lange Zeiträume.
Wenn Grönland schmilzt, passiert Folgendes:
Der Meeresspiegel steigt (damals mindestens +1,4 Meter weltweit)
Die Küsten Grönlands werden wärmer
Die Albedo (Rückstrahlkraft) sinkt → dunkler Boden absorbiert mehr Wärme
Das Schmelzen beschleunigt sich weiter
Das bedeutet: Grönland war nicht nur „weniger vereist“, sondern wirklich grün.
Grönland war mehrfach eisfrei, weil:
natürliche Warmzeiten die Arktis stark erwärmten
der Eisschild sehr empfindlich auf Temperaturanstiege reagiert
Rückkopplungen das Abschmelzen beschleunigten
Die heutigen Temperaturen bewegen sich laut Forschern in Richtung jener Warmzeiten, die früher zum Eisverlust führten.
Als Resümee aus diesen Erkenntnissen lässt sich folgendes feststellen: In den genannten Zeiträumen gab es keinen Reifenabrieb, keine CO2 ausstoßende bösen Automobile, keine Schiffe und keine Flugzeuge. Es gab noch nicht einmal Menschen und dennoch wandelte sich das Klima im Verlauf von zehntausenden Jahren immer wieder. Wer heute in Zeiträumen von ein oder zwei Menschenleben denkt, ist einfach nur Kleingeistig. Will sagen, dass er nicht in der Lage über das Große und Ganze zumindest nachzudenken. Ja, wir beeinflussen das Weltklima, aber wenn wir gar nicht existent wären, würde es sich auch wandeln. Es verschieben sich ganze Erdplatten, neue Vulkane entstehen und Kontinente bewegen sich aufeinander zu oder voneinander weg. Klimazonen ändern sich und das alles ohne dass der Mensch nur ein Bruchteil davon selbst bewegen könnte. Wenn Morgen oder im Jahr 2029 ein Riesen-Meteorit auf die Erde trifft oder der Mensch in seinem Größenwahn tatsächlich wieder einen Krieg entfesselt, sieht alles etwas anders aus.
Die Weltnachrichten werden derzeit von einem Thema beherrscht, dass viele Menschen nie auf dem Schirm hatten. Grönland ist seit den Okkupationsträumen des amerikanischen Präsidenten plötzlich wieder „aus dem ewigen Eis aufgetaucht“ und macht mit seiner geopolitischen Lage, sowie seinen bis heute nur unter größten Schwierigkeiten zu gewinnenden Bodenschätzen, den Großen den Mund wässrig. Das Mutterland Dänemark kann darüber nicht lachen, zumal Donald Trump sogar von militärischer Inbesitznahme fabulierte.
Die US-amerikanische Militärbasis Pituffik Space Base kontrolliert auch die besonders für russische Atom-U-Boote so interessante GUIK-Lücke
Die größte Insel der Welt, im Nordatlantik zwischen Europa und Nordamerika gelegen, war nie ein Land der Begierde und erst in der Neuzeit schielen China, die USA und Russland begehrlich zu ihrem eisigen Nachbarn. Seinen rund 55 000 Einwohnern, ist dieses Interesse eher suspekt und bereitet ihnen Sorgen. Das am dünnsten besiedelte Land der Welt, mit gerade einmal einer Bevölkerungsdichte von nur 0,1 Personen pro km² kann sich alleine gegen solche Übernahmeabsichten nicht zur Wehr setzen.. Rund 81 Prozent seiner Fläche ist dauerhaft von Eis bedeckt, so dass die Bevölkerung fast ausschließlich in kleinen Küstenorten vor allem im Westen der Insel lebt. Die größte Stadt ist Nuuk mit etwa 19.000 Einwohnern – also rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung der Insel.
Grönland ist gigantisch im Vergleich zu Deutschland und immer noch deutlich größer als ganz Westeuropa. Es umfasst 2.166.000 km² und ist damit etwa sechsmal so groß wie Deutschland.
All das konnte sich der Namensgeber dieses für den Rest der Welt unwirtliche Land einst nicht vorstellen. Erik der Rote (Erik Thorvaldsson), ein aus Island verbanntes Mitglied der Wikinger, erreichte um 980–986 n. Chr. die Südspitze der Insel. Er gab Grönland den Namen, der sich aus grœnn (grün) + land zusammen setzt. Er wollte damit ganz einfach neue Siedler anlocken. Ein „guter Name“ sollte Menschen motivieren, ihm zu folgen. Die Küstenregionen waren im Sommer tatsächlich grün und fruchtbar genug, um Viehzucht zu ermöglichen – aber der Name war bewusst optimistisch gewählt.
Der aktuelle Grund für das wiedererwachte Interesse der Mächtigen ist das von Eis bedeckte Innere der Insel. Grönland besitzt sehr viele Bodenschätze, darunter einige der weltweit wichtigsten strategischen Rohstoffe. Dazu gehören Seltene Erden, Uran, Gold, Eisen, Zink, Blei, Nickel, Graphit, Titan, Molybdän sowie mögliche Erdöl‑ und Erdgasvorkommen. Der Abbau ist jedoch schwierig, teuer und politisch umstritten.
In und um Kvanefeld (rot eingekreist) sind die Hauptlagerstätten der Bodenschätze.
Darüber hinaus ist das Land am Rande der Welt auch militärisch hochinteressant, weil es eine Schlüsselposition zwischen Nordamerika, Europa und Russland einnimmt. Für Frühwarnsysteme und Raketenabwehr ist es somit unverzichtbar und auch die GIUK‑Lücke lässt sich gut kontrollieren. Es bieten Zugang zu der neuen arktischen Routen und ist dadurch ein zentraler Punkt im NATO‑Sicherheitskonzept. Die sogenannte GIUK‑Lücke (Grönland–Island–UK) ist eine der wichtigsten maritimen Engstellen der Welt. Sie kontrolliert: U‑Boot‑Routen zwischen Atlantik und Arktis, NATO‑Zugänge zum Nordatlantik und ermöglich Frühwarnketten gegen russische Aktivitäten.
Amerika betreibt schon seit vielen Jahren mit der US-Pituffik Space Base eine militärisch besetzte Station. Sie liegt im äußersten Nordwesten Grönlands auf der Hayes-Halbinsel, etwa 1.200 km nördlich des Polarkreises und rund 950 km südlich des Nordpols, nahe der Stadt Qaanaaq und ist damit die nördlichste aktive US-Militärbasis weltweit. Die Basis liegt direkt an der Küste zur Baffin Bay und ist 9 Monate im Jahr von Eis umgeben. Ihre Lage erlaubt maximale Sicht auf den Nordatlantik und die Arktis. Damit ist sie ideal für Frühwarnsysteme gegen Raketenstarts aus Russland und dem direkten Zugang zu Weltraumüberwachung und Satellitenkommunikation.
Ob die USA ihre Ideen tatsächlich mit militärischen Mitteln in die Tat umsetzen, darf man mit Fug und Recht bezweifeln. Mehrfach äußerten US-Präsidenten (zuletzt Trump) den Wunsch, Grönland zu kaufen oder militärisch zu kontrollieren. Spannungen mit Dänemark und Europa sind allerdings vorprogrammiert. Die NATO ist auf solche innerbündnischen Konflikte nicht vorbereitet – Artikel 5 schützt vor äußeren Angriffen, nicht vor internen Machtansprüchen und somit träte in einem solchen kaum anzunehmenden Fall, der Bündnisfall, nicht ein, weil die Nato daran zerbrechen würde. KI-Fotos: Bearbeitet von Siegfried Gerdau
Weihnachten und Silvester sind gerade vorbei, es fällt Papier an und das nicht zu knapp. Zum Glück gibt es Tonnen die zu festgelegten Zeiten abgeholt werden. Was aber tun, wenn nicht? In unserer Region stehen sie schon mindestes ein paar Wochen gut gefüllt an den Straßen. Die Papierberge türmen sich in den Hausfluren und das ärgert die Menschen. Ob es wohl daran liegt, dass die Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmen ihren bestimmt verdienten Weihnachtsurlaub machen oder ob sie von Grippeviren in die waagrechte befördert wurden, wer weiß es.
Genau das ist aber der Punkt. Ein wenig mehr Kommunikation mit den Kunden dürfte im Zeitalter von Facebook und KI nicht so schwer sein. Wenn es jedoch an den kunstvoll gestalteten Abfallkalendern 2026 liegt, sieht die Sache anders aus. Wenn schon die Kunden sich schwer tun die zu entziffern, sieht das vielleicht bei den Mitarbeitern nicht anders aus und sie haben einfach den Überblick verloren. Es wäre doch blöde, wenn die Menschen den gelesenen STERN und Co demnächst an den Straßenecken deponieren, wie es auch mit Altkleidern mangels Altkleiderbehältnissen schon geschieht. Dann sieht es irgendwann in Verbindung mit den Schlaglochalleen wie in einem sogenannten Dritte-Welt-Land aus. Also auf, auf ihr Verantwortlichen. Aussitzen klappt höchstens in der Politik. Die Tonnen müssen geleert werden und dass so schnell wie möglich. sig/Foto: Gerdau
Viele Menschen, besonders Seniorinnen und Senioren leiden unter Einsamkeit. Wenn zum Beispiel die Partner verstorben sind, tritt eine Leere in ihr Leben, mit der die meisten Menschen schlecht fertig werden. Es wird mit zunehmendem Alter immer schwieriger Gleichgesinnte kennenzulernen und mit ihnen den Alltag, so wie er ist, genießen zu können. Genau hier setzt die Herborner Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit vielfältigen Betreuungsangeboten und den unterschiedlichsten individuellen Aktivitäten an.
Vor wenigen Tagen wurde die Tagesbetreuung „Zum Mariechen“ im Herborner Walkmühlenweg 13 aus der Taufe gehoben. Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik und Öffentlichkeit stellte die Geschäftsführerin Eva Claudin Halfmann-Gräb das zusätzliche AWO-Angebot in den hochmodernen Räumen des neugebauten Haus 13 gegenüber dem Johanneum-Gymnasium vor. Täglich von montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr können bis zu 24 Gäste den Aufenthalt in der neugeschaffenen Einrichtung wahrnehmen. Nach der kostenfreien Anfahrt (Heimfahrt inklusive) steht ein reichhaltiges Frühstück auf dem Programm und so gestärkt geht es mit ganz individuellen Beschäftigungsangebote in den Tag.
Ein tolles Team: (von links) Fahrdienst Elias Deyer, Jennifer Keller (Pflegekraft), Betreuungskraft Beatrix Wagner, Christina Rosales (Leitung) und Geschäftsführerin Eva Claudin Halfmann-Gräb.
Daneben können die Frauen und Männer auch an Tagesausflügen teilnehmen oder pflegerische und medizinische Versorgung in Anspruch nehmen. Das frischgekochte Mittagessen aus der eigenen „Bordküche“ mit der Möglichkeit einer anschließenden Mittagsruhe und einem gemeinsamen Kaffeetrinken, runden den Tag ab. Die Vermittlung von Zusatzleistungen wie Fußpflege, Physiotherapie oder Friseurbesuche im Haus gehören ebenfalls zu „Service“.
„Zum Mariechen“ ist für Jedermann/Frau sehr erschwinglich, erfuhren die zahlreichen Anwesenden. So ist die Kostenübernahme bei Inhabern eines Pflegegrades garantiert. Wenn sie die Tagespflege in Anspruch nehmen, können sie sich die Kosten der Tagespflege von der Pflegekasse erstatten lassen. Ihnen steht nämlich Pflegegeld in gleicher Höhe dafür zu. All das und mehr können Interessierte bei einem kostenfreien Probetag in der Tagesbetreuung mit den hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausführlich besprechen und sich die Räumlichkeiten samt Angeboten anschauen.
Die seit September des vergangenen Jahres vereidigte neue Sozialdezernentin des Lahn-Dill-Kreises Dr. Rebecca Neuburger-Hees zeigte sich in ihrem Redebeitrag dankbar dafür, dass die AWO in Herborn diese Betreuungsmöglichkeit geschaffen hat. Mit einem doppeldeutigen in typischer Heinz Ehrhardt-Manier Gedicht „Der Kabeljau“ wünschte sie der Einrichtung viel Erfolg. Der SPD-Landtagsabgeordnete Stephan Grüger sprach in seinen Grußworten von einer großartigen Initiativen und die Vertreterin des Evangelischen Dekanats an der Dill überreichte der Einrichtungsleiterin ein Gästebuch und wünschte der neu geschaffenen Altersbegleitung „Zum Mariechen“ ein kräftiges Glück auf.
Großes Interesse seitens der Politik. Links im Bild Frank Steinraths (CDU). Rechts im Bild: Stephan Grüger (SPD)
Frank Steinraths, Landtagsabgeordneter und CDU Mitglied überbrachte die Glückwünsche von seinem Parteikollegen Jörg Michael Müller sowie dem Bundestagsabgeordneten Johannes Volkmann (CDU). Sein Begrüßungsgeschenk für „Zum Mariechen“ war das Versprechen an einem Tag als Azubi in der Einrichtung mitzuarbeiten. Der Herborner Bürgermeister Lukas Winkler (CDU) zeigte sich auch im Namen des Herborner Magistrats sehr über das Zusatz-Angebot der AWO Herborn erfreut und fügte hinzu, „ich bin unfassbar froh darüber, was die AWO hier in Herborn alles unterhält.“
Nicht nur wegen des leckeren Imbisses am Veranstaltungsende, sondern auch der zusätzlichen Möglichkeit für zahlreichen informelle Gesprächen, lohnte sich die Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung.
Oberbauleiter Matthias Rompf, der im Auftrag seiner Firma Fritz Mayer, Altenkirchen für den „Neubau“ des Hauses 13 verantwortlich war, nahm ebenso wie der Driedorfer René Neutzner -er leitet gemeinsam mit Eva Claudin Halfmann-Gräb die Geschicke der AWO-Lahn-Dill-an der Veranstaltung teil. Auch ein altbekanntes Gesicht, die ehemalige Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller (CDU) und ehrenamtliche Kreisbeigeordnete, befand sich unter den Eröffnungsgästen. Weitere Informationen per Mail: info-tph-hb@awo-lahn-dill.de sowie telefonisch: 02772 9596-39. Noch mehr Informationen über die Angebote von AWO Lahn-Dill soziale Dienste gGbH auf der Internetseite info@awo-lahn-dill.de. Fotos: Gerdau
Wie bereits im alten Jahr angekündigt, hier die Ausschreibung zum „7. Malwettbewerb „Waldaubacher Sagenweg“. Dieses mal geht es um die Sage 11: „Woher der Höllkopf seinen Namen hat“. Die Geschichte wurde von dem leider verstorbenen Driedorfer Bruno Weyel nacherzählt. Mitmachen dürfen alle Kinder bis 14 Jahre und es gibt wieder tolle Preise zu gewinnen. Familieneintrittskarte für das Marienbad, Burg Greifenstein mit Glockenmuseum sowie Eintrittskarten für den Tierpark in Uckersdorf, Dönergutscheine, Pizzagutscheine.
JEDER TEILNEHMER GEWINNT ETWAS!
Der schönste Preis sei bereits jetzt schon das abgedruckte Bild an der Sage 11, sagte mir eine Mutter bei einem der letzten Malwettbewerbe. Die Plätze 2 bis 5 werden dann in der „Rothaarsteig“ Wanderhütte der Sage 9 ausgestellt.
Teilnahmebedingungen sind so, wie bei den letzten Wettbewerben.
Jedes Kind bis 14 Jahre darf mitmalen. Das Bild MUSS in Hochformat DIN A4 gemalt werden. Es sollte zu der Geschichte passen. STICHWORTE; Ehefrau mit Essenstopf, Holzfäller mit Säge oder Axt, Teufel, Höllkopf (auch mit Funkturm, obwohl dieser vor Urzeiten noch nicht gestanden hat). Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
ABGABETERMIN: Donnerstag, der 05. März 2026 bei der Gemeinde Driedorf oder beim Ortsbeirat Waldaubach. Bitte an die Angaben zur Person denken.
Vorname, Name, Alter, Wohnort, Erreichbarkeit wie Telefonnummer, WhatsApp, E-Mail.
Das Bild kann in Papierform abgegeben werden, aber auch in guter Qualität als PDF, JPG, PNG – Datei. Die Datei wird dann als Druckvorlage verwendet.
Zwei Neuerungen sind noch anzumerken: Am Parkplatz des DGH steht noch bis Mitte Januar eine wunderschöne große Weihnachtskrippe und die Sage 7 „Schinderhannes und der Pfarrer von Rennerod“ hat nun ebenfalls Figuren zur Sagendarstellung. Unter: www.typisch-westerwald.de gibt es verschiedene geführte Wanderungen in allen Interessengruppen, verschiedene Entfernungen, mit zertifizierten Wanderführern auch für Kinder. TOLLE Homepage, sehr zu empfehlen!
Zu unserem Malwettbewerb möchte ich das Interesse mit einem tollen Sachpreis wecken. Windsurfing Siegerland spendiert einen Grundkurs auf der Krombachtalsperre „Standup – Paddling“ im Wert von 59,- €. Im Anhang die bisherigen 1. – 5. Plätze aller 6 Malwettbewerbe. Vielleicht werden noch Kinder inspiriert und motiviert. Aus vielen Gemälden finden wir bestimmt wieder ein schönes Siegerbild.
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Etz
Weitere Infos: Christoph Etz (Christophetz@web.de) und mobil: 01577 2980580
Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januarladen die katholische und die evangelische Kirchengemeinde zu einem Gottesdienst bereits am Sonntag, 25. Januar 2026 in das Movie-Star-Kino Dillenburg um 14 Uhr ein. Ein Vortrag am Montag und eine Filmvorführung am Dienstag folgen im Kinosaal 5.
Es ist eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gemeinsam mit der Oranienstadt Dillenburg, der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde sowie dem Movie Star-Kino Dillenburg.
Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar wird es an drei Tagen im Dillenburger Kino einen ökumenischen Gottesdienst, einen Vortrag und „Schindlers Liste“ als Filmvorführung geben.
Den Auftakt bildet ein ökumenischer Gottesdienst, den die katholische Gemeindereferentin Marion Schröder und der evangelische Pfarrer Ralf Arnd Blecker gestalten. Der ökumenische Gottesdienst findet statt im Kinosaal 5 am Sonntag, 25. Januar 2026 um 14 Uhr im Movie Star Kino Dillenburg (Bismarckstraße 2, 35683 Dillenburg).
Nach diesen Auftakt laden am Montag, 26. Januar 2026 um 19.30 Uhr die katholische und die evangelische Kirchengemeinde zu einem Vortrag mit Alfred Holighaus ein. Alfred Holighaus spricht über den Film „Schindlers Liste“ als Meilenstein der Filmgeschichte und der Erinnerung. Der Vortrag findet ebenfalls in den Kinosaal 5 des Movie-Star-Kinos statt.
Die Veranstaltungsreihe endet mit der Filmvorführung „Schindlers Liste“ am Dienstag, 27. Januar 2026 um 19.30 Uhr. Der Eintritt zur Filmvorführung kostet 5 Euro. Die Karten sind vorab im Dillenburger Kino erhältlich.
Erinnerung hilft wachsam zu sein
Die Veranstaltungen rund um den 27. Januar verstehen sich als geistlicher Raum der Erinnerung – bevor diese historisch, kulturell oder filmisch weitergeführt wird. Die Erinnerung wird hier vor Gott gebracht: in Stille, Klage, Fürbitte und Selbstprüfung. Gerade angesichts eines spürbar erstarkenden Antisemitismus in unserem Land verstehen die katholische und die evangelische Gemeinde diesen Gottesdienst nicht als ritualisierte Pflicht, sondern als Ausdruck kirchlicher Wachsamkeit und Verantwortung in der Gegenwart.
Pfarrer Ralf Arnd Blecker sieht die Erinnerung als eine geistliche Praxis – und Teil des prophetischen Auftrags der Kirche: „Ich halte es deshalb für wichtig, dass dieser Gottesdienst auch öffentlich wahrgenommen wird als Zeichen kirchlicher Haltung, als Beitrag zur Erinnerungskultur, und als Einladung an Menschen, die Kirche vielleicht nicht mehr selbstverständlich erwarten“.
BUND Herborn, Dillkreisjäger, Freunde der Flora Herbornensis,Geschichtsverein Herborn, Vogelschutzgruppe Merkenbach, WIR für Herborn
Herborn bietet viele sehens- und erlebenswerte Orte, sie ist eine einladende, offene und attraktive Stadt. Aber fehlt da nicht etwas? Die Dill ist im Erleben der Stadt kaum vorhanden. Eingebettet in Beton werden die Chancen nicht genutzt, die ein Leben mit und an dem Fluss bieten könnten.
Graureiher am Dillufer. Archivfoto: Gerdau
Die Herborner Kommunalpolitik hat einen aktuellen Anlauf für eine nachhaltige Stadtentwicklung gestartet und die Bürgerschaft zu einer aktiven Zukunftsgestaltung aufgerufen. Dazu und zu weiteren Themen (z.B. Hintersand-Parkplatz, Flächenverbrauch, Schutz von Biotopen u.a.m.), möchte das Vereinsbündnis einen konstruktiven Beitrag leisten!
Unter dem Motto „so schön könnte es an der Dill werden“ laden wir Sie daher zunächst zur Präsentation einer Bachelorarbeit ein, die der Merkenbacher Paul Passauer und sein Studienkollege Florian Schimpgen in 2025 an der Universität Geisenheim vorgelegt haben.
Zu ihrem Thema „Impulse zur Stadt- und Flussentwicklung“ entwickelten sie spannende Zukunftsvisionen, die sie anschaulich vorstellen werden.
Die Veranstaltung findet am Freitag, dem 23.01.2026 um 19.00 Uhr im Bürgerhaus in Burg statt. Einlass ist ab 18.30 Uhr.
Ob solche Zukunftsvisionen für Herborn real werden können, hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Es handelt sich sicher eher um einen „Langstreckenlauf“, aber auch der beginnt bekanntermaßen mit einem „Start“.
Neben Finanzierungsfragen formuliert der Hochwasserschutz dabei eine zentrale Herausforderung, denn gerade das Schadensereignis von 1984 ist im kollektiven Gedächtnis verankert. Vieles ist in den letzten vier Jahrzehnten für die Sicherheit geleistet worden, dabei sind aber zentrale ökologische und gestalterische Fragen oft nicht im gleichen Maße beantwortet worden.
Unser Anspruch kann es nicht sein, fertige Konzepte vorzulegen, vielmehr sollen Anregungen aufgezeigt und an die Bürgerschaft, Politik und Wirtschaft weitergegeben werden. Der langjährige Radiomoderator und Kommunikationsexperte Martin Hecht wird die Veranstaltung moderieren.
Mir freue sich auf Ihren Besuch, interessante Gespräche, interessierte Fragen und neue Impulse für Herborns Stadtentwicklung.
Zum 1. Januar 2026 bilden sich im Evangelischen Dekanat an der Dill drei neue Gesamtkirchengemeinden und im Haigerer Raum eine Arbeitsgemeinschaft von fünf evangelischen Kirchengemeinden. Die „Landkarte“ des Evangelischen Dekanats ändert sich dementsprechend. Aus ursprünglich 36 Ortsgemeinden entwickeln sich nun neun größere Gemeinde-Einheiten mit Ortsbeiräten. Die evangelischen Gemeinden im Westerwald mit Sinn werden zum 1. Januar 2027 eine Gesamtkirchengemeinde bilden.
Die bisherigen evangelischen Kirchengemeinden bleiben mit reduziertem Aufgabenbereich als Ortskirchengemeinden weiter bestehen. Ortsbeiräte werden hier das gemeindliche Leben gestalten. Mit der Bildung von sogenannten Nachbarschaftsräumen haben die evangelischen Kirchengemeinden zuvor eine engere Zusammenarbeit über den eigenen Kirchturm hinweg erproben können.
Hintergrund für diese Veränderungen sind der demografische Wandel, die Kirchenaustritte und auch fehlende ausgebildete Pfarrerinnen und Pfarrer. Mit sinkenden Mitgliedszahlen reduzieren sich die Einnahmen durch die Kirchensteuer. Mit der neuen Gemeindestruktur soll dem Rechnung getragen werden, die evangelische Kirche stellt sich so für die Zukunft neu auf.
Bündelung der gemeinsamen Ressourcen
Die Bündelung der gemeinsamen Ressourcen ermöglicht darüber hinaus eine nachhaltige Sicherung von kirchlichen Angeboten wie Seelsorge, Gottesdienste, Kirchenmusik, pädagogische Angebote und sozial-diakonische Projekte. In jeder Region ist dafür ein Verkündigungsteam bestehend aus Pfarrpersonen, Gemeindepädagogen und Kirchenmusikern zuständig.
Die reine Zahl an Gottesdiensten in den Gesamtkirchengemeinden wird weniger, denn es gibt nicht mehr in jeder Kirche oder jedem Ort sonntags einen eigenen Gottesdienst. Allerdings wird das auch zu mehr Gemeinschaftsgefühl führen, wenn die Gottesdienste, die in einer Region stattfinden, insgesamt gut besucht sind.
Reformprozess in der Evangelischen Kirche
Die Gründung der Gesamtkirchengemeinden bzw. der Arbeitsgemeinschaft erfolgt im Rahmen eines Reformprozesses, der zurzeit überall in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) umgesetzt wird. Ziel ist, die Handlungsfähigkeit der Kirche in einer sich wandelnden Gesellschaft zu stärken, angesichts sinkender Mitgliederzahlen, finanzieller Herausforderungen und veränderter gesellschaftlicher Herausforderungen. Durch den Zusammenschluss bisher selbstständiger Kirchengemeinden entstehen größere, leistungsfähigere Einheiten, die Ressourcen bündeln und gemeinsam nutzen können.
Dialog mit der Gesellschaft
Der gegenwärtige Reformprozess, der bis zum Jahr 2030 abgeschlossen sein soll, setzt auf eine moderne und flexible Kirche, die auch zukünftig die Bedürfnisse der Gesamtgesellschaft und ihrer Menschen im Blick hat. Dabei geht es auch um neue Nutzungsformen für Kirchengebäude, mehr Dialog mit der Gesellschaft und eine moderne, einladende Haltung. In den Kirchengemeinden wird derzeit auch darüber diskutiert, wie kirchliche Gebäude noch stärker für gesellschaftliche und kommunale Veranstaltungen geöffnet werden können.
Ob es nach 2030 zur Bildung von Kirchengemeinden mit einer größeren räumlichen Ausdehnung kommt, hängt von den Erfahrungen und Entwicklungen der nächsten Jahre ab. Letztlich will die EKHN ihrem Auftrag gerecht werden, Glaube und Kirche lebendig zu halten und für kommende Generationen zu gestalten.
Kirche reagiert auf Mitgliederrückgang
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), zu der das Evangelische Dekanat an der Dill zählt, reagiert damit auf den steten Mitgliederrückgang durch Kirchenaustritte und die natürliche Abnahme durch Sterbefälle. Sozialwissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Bindung an traditionelle Institutionen wie die Kirche in der Gesellschaft stetig nachlässt. Viele Menschen empfinden die Mitgliedschaft in der Kirche als persönlich nicht wichtig.
Die Zahl der Kirchenmitglieder im Evangelischen Dekanat an der Dill ist in den vergangenen 20 Jahren von 63 Tausend auf 44 Tausend gesunken. Mit neuen Veranstaltungsformen geht die Kirche aber auf das erkennbare Bedürfnis von jungen Menschen ein, Gemeinschaft zu erleben und eigene Formen von Religiosität auszuprobieren, etwa mit der Lightroom Church oder anderen Projekten wie überregionalen Tauffeiern und geplanten Segnungs-Aktionen im öffentlichen Raum.
Die „Landkarte“ des Evangelischen Dekanats an der Dill sieht neu so aus:
Im Norden verbinden sich die Evangelischen Kirchengemeinden Ewersbach, Eibelshausen, Eiershausen, Hirzenhain, Simmersbach und Wissenbach zur Gesamtkirchengemeinde Dietzhölztal-Eschenburg. Das gemeinsame Gemeindebüro ist in Eibelshausen.
In der Mitte des Dekanats befindet sich die neue Gesamtkirchengemeinde um den Wilhelmsturm, dazu zählen Dillenburg mit den Ortsteilen Donsbach, Eibach, Nanzenbach, Niederscheld, Oberscheld sowie Haiger-Sechshelden. Das gemeinsame Gemeindebüro ist in Dillenburg am Zwingel.
Südöstlich davon befindet sich die neue Gesamtkirchengemeinde Herborn-Mittenaar-Siegbach: Zur Gemeinde zählen die ehemaligen Kirchengemeinden Ambachtal, Herborn, Herbornseelbach, Ballersbach, Bicken, Offenbach und Siegbach. Das gemeinsame Kirchbüro ist in Herborn am Kirchberg.
Ganz im Westen finden sich die Kirchengemeinden Haiger, Allendorf, Dillbrecht, Frohnhausen, Langenaubach, Manderbach und im Roßbachtal zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Der neue Name lautet Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Kirchengemeinden Haiger-Struth. Das gemeinsame Gemeindebüro wird in Frohnhausen sein, geplant ist aber auch eine Außenstelle in Haiger.
Die Kirchengemeinden ganz im Süden werden ein Jahr später zum 1. Januar 2027 zur Gesamtkirchengemeinde Westerwald mit Sinn fusionieren. Dazu zählen die Kirchorte Beilstein-Rodenroth, Breitscheid-Medenbach, Driedorf, Sinn-Fleisbach, die Herborner Ortsteile Hörbach, Schönbach und Merkenbach sowie Nenderoth und Sinn.
Holger J. Becker-von Wolff
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