Blasmusik mit dem Bickener Musikzug verbindet.

Von Siegfried Gerdau

Zu ihrem 12. Konzert lud am Samstag der Musikzug Bicken ins DGH Bicken ein. Die Frauen und Männer musizierten unter der Leitung von Gilbert Monter nach dem Motto „Blasmusik verbindet uns“ und so war es kein Wunder, dass das Haus ausverkauft war. Zahlreiche Angehörige der Egerländer Gmoi, Dillenburg, kamen wie zu jedem Konzert in vollem „Trachtenornat“ mit ihrer Landesvorsitzenden (Landesvüarstäihare) Gerlinde Kegel. Auch Freunde der Bickener aus Rechtenbach, Wismar und Rüddingshausen waren mit von der Partie.

Man muss kein ausgesprochener Fan sein, um die böhmische und mährische Blasmusik, wenn sie derart professionell wie vom Musikzug vorgetragen wird, einfach Klasse zu finden. Die 17 Männer und 4 Frauen sowie das Gesangsinterpreten-Paar Bärbel und Willi Wahle aus Eslohe im Sauerland, hatten für ihr fast dreistündiges Programm die besten Stücke ausgewählt. Auch mit dem Moderator und Universal-Genie Friedhelm Claas traf der langjährige 1. Vorsitzende des Musikzuges Henning Becker erneut ins Schwarze. Der kurzweilige Herborn-Seelbacher wird vom Publikum geliebt, weil er es ganz einfach kann.

Dem Vorsitzenden, der in Personalunion auch das Schlagzeug im Griff hat, stand die Zufriedenheit über die gute Arbeit seiner Musiker förmlich ins Gesicht geschrieben. Nicht viel anders erging es dem Konzertpublikum. Die Beifallstürme nach jedem Stück konnte man als Indiz dafür werten.

Mit „Textilaku“ dem Marsch der Textilarbeiter oder auch als Trentschiner Musikantenmarsch  bekannt und von Karol Padivy komponiert, eröffneten die Bickener das Konzert. Es folgten das Motto-Stück „Blasmusik verbindet“ und „Mein Flügelhorn“. Von diesen Instrumenten hatte die Formation gleich sieben Stück im Einsatz.

Mit Gilbert Monter, der seit 2013 den Taktstock oder besser seine Arme schwingt, ist dieser, nach einhelliger Musiker-Meinung, ein Glücksgriff. Der „etwas“ über 70-jährige Saarländer ist nicht nur ein Profi auf der Trompete, sondern hat im Verlauf seiner Laufbahn als Berufssoldat in verschiedenen Musikkorps der Bundeswehr zusätzlich zahlreiche Musikkapellen dirigiert. Heute leitet er sehr erfolgreich neben dem Bickener Musikzug auch das Blasorchester Wißmar.

Was wäre ein ausgebuchter Saal mit einer vollen Bühne von Blasmusik-Spezialisten ohne die entsprechende Technik. Dafür waren Heinz Clees und Thorsten Moser verantwortlich. Sie erledigten ihre Arbeit perfekt. Nach zahlreichen weiteren, auch teilweise nicht so bekannten Stücken, die der Musikzug mit Gesangsunterstützung von Bärbel und Willi intonierte, kam mit „Frühling an der Eger“ der musikalische Hammer gleich nach der Pause. Friedhelm Claas hatte es kommen sehen und wartete auf den „Gesang des größten Chors in Mittenaar“. Der blieb denn auch bei dem Blasmusik-Gassenhauer nicht aus. Die Anwesenden sangen aus voller Kehle mit und Mike Holler aus Haiger-Rodenbach, der in seinem jungen Leben bisher noch kein Konzert der Bickener ausgelassen hat, war außer Rand und Band.

„Liebling, ich hab dich tanzen seh´n“ fand genau so viel Anklang, wie die „Hartenberg-Polka“ oder „Egerland Heimatland“.  Mit „Sag nicht Adieu“ näherte sich das Spitzenkonzert seinem Ende zu und das kam dann mit der Spitzregenpolka „Böhmischer Traum“ nach Meinung aller Besucher viel zu schnell. An Himmelfahrt (29. Mai 2026) findet der 43. Bürgerfrühschoppen mit dem Musikzug ab 11 Uhr auf dem Parkplatz des Bickener Dorfgemeinschaftshaus statt. Der Eintritt frei.

Mehr Informationen bei Henning Becker unter 0170 400 9544. Fotos: Gerdau

Ein Vorbild für Hoffnung

Was wir heute von Paulus und den Bergmännern lernen können, darüber hat die Kirchenpräsidentin Christiane Tietz in Siegbach gepredigt. Sie war zu Gast beim 129. Bergmannsgottesdienst in der Evangelischen Kirche Eisemroth.

Den musikalischen Gottesdienst haben der Gesangsverein „1851 Einigkeit“ unter der Leitung von Michael Bertelmann, der Posaunenchor Eisemroth (verstärkt mit Spielern aus Manderbach und Herborn-Seelbach) unter der Leitung von Johannes Weg sowie Werner Rex an der Orgel gestaltet, die liturgische Leitung hatten Vikarin Nele Fornoff und Pfarrerin Jelena Wegner. Mit dabei waren vier Gäste des „Bergbau- und Feldbahnverein im Schelderwald“. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es für die Gottesdienstbesucher Bergmannswurst nach einem Geheimrezept. Die Kirchenpräsidentin durfte später noch das Bergbaumuseum in Tringenstein besuchen.

Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz

Der Alltag durchdrungen von Hoffnung
 
Im Gottesdienst sagte Christiane Tietz, sie habe als Kind den etwa 400 Meter langen Stollen im Deutschen Museum in Münschen besucht. Das habe sie sehr beeindruckt. Ausgehend vom Predigttext aus dem Römer-Brief des Paulus und ihrer Kindheitserinnerung spannte sie in ihrer Predigt einen Bogen zu den Bergleuten, die mit ihrer schweren Arbeit sich täglich gefährlichen Situationen ausgesetzt sahen. Sie und ihre Familien hätten viel Mut und Standhaftigkeit in einem entbehrungsreichen Leben bewiesen – möglich wurde dies durch einen Grundfrieden in ihren Herzen.

„Der Alltag der Bergmänner war durchdrungen von Hoffnung. Oft wurden im Bergbau vor Schichtbeginn kurze Andachten gehalten und ein, zwei Lieder gesungen. Die Andacht wurde mit den Worten geschlossen: „Nun fahrt in Hoffnung an“. Diese Hoffnung war ganz konkret. Sie bezog sich nicht auf ein fernes Himmelreich, sondern auf die kommenden Stunden. Die Bergmänner konnten nur in die Grube einfahren, weil sie die Hoffnung hatten, dass Gott sie beschützte und sie am Ende der Schicht wieder ans Licht zurückkehren ließ“, sagte Tietz in Siegbach.

Grubenlampe als Zeichen der Hoffnung:



In schwierigen Situationen auf Hoffnung setzen  

Die Hoffnung auf Gott blende die Gefahren nicht aus. Das sei gerade in schwierigen Situationen nötig. Die Kirchenpräsidentin erinnerte an den Zusammenhalt der Kumpel unter Tage und das sie sich aufeinander verlassen können. Paulus war überzeugt, dieser Zusammenhalt liege daran, dass der Heilige Geist uns mit Liebe füreinander füllt, so Tietz.

Sie erinnerte an die Grubenlampen als Zeichen der Hoffnung: „Hoffnung heißt, beim Einstieg in das Dunkle und Schwere darauf zu vertrauen, dass Gott dabei ist“, sagte Tietz. Weiter sagte sie,  „in der Hoffnung wendet man den Blick vom Dunkel weg auf das, wo man Helligkeit entdeckt. Hoffnung heißt, das kleine Licht in der Lampe als Zeichen für das bald wieder kommende Tageslicht zu sehen. Hoffnung heißt, auf das Licht am Ende des Schachtes zu schauen, auch wenn die Auffahrt noch dauert“.

Von den Bergleuten lernen
    

Bergmänner könnten ein Vorbild der Hoffnung sein. „Wir Menschen heute können von Bergleuten lernen. Denn auch heute sind die Zeiten schwierig. Gemeinsam können wir sie besser bewältigen als jeder für sich. Mich hat gestern ein Brief des anglikanischen Erzbischofs von Jerusalem erreicht. Er bittet uns darum, aus Liebe zu allen Menschen für Frieden im Nahen Osten zu beten und für eine Rückkehr zu Verhandlungen“, sagte die Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz. Sie zitierte Bischof Hosam Naoum, der schreibt: „Die anderen sind nicht Feinde, sondern Nächste, ganz gleich, ob sie in Teheran sind, in Tel Aviv oder auf den Militärbasen am Golf.“

Die Kirchenpräsidentin der EKHN, Professor Dr. Christiane Tietz war zu Gast in Siegbach (v.r.) sowie weitere vier Gäste des Bergbau- und Feldbahnverein Schelderwaldes gemeinsam mit Pfarrerin Jelena Wegner und Vikarin Nele Fornoff.
Fotos: Matthias Schäfer

Bergbau hat lange Tradition in Siegbach 

Seit 129 Jahren gibt es den Bergmannsgottesdienst in Siegbach. Im Gottesdienst wurde auch der verstorbenen Bergleute gedacht. Besonders ergreifend ist das Steigerlied, das traditionell am Ende des Gottesdienstes gesungen wird. Die Kirchenpräsidentin war von der  festlichen Musik und der gut besuchten Kirche beeindruckt. „Es war für mich zu spüren, wie wichtig die Bergbautradition dort ist“. Nach dem Gottesdienst und dem Imbiss hat sie noch das Bergbaumuseum in Tringenstein besucht: „Ein ehemaliger Bergmann hat dort Werkzeuge, Kleider, Kristallfunde und viele Erinnerungsstücke zusammengetragen, damit diese Tradition in lebendiger Erinnerung bleibt. Ich bin glücklich, dass ich diese besondere Region unserer Kirche heute kennenlernen durfte.“

Holger J. Becker-von Wolf

Jahresgottesdienst der Notfallseelsorge Lahn-Dill

„Blaulicht-Gemeinde“ feiert Einführungen und Ehrungen in Niederweidbach

Mit Einführungen, Beauftragungen und Ehrungen hat die Notfallseelsorge Lahn-Dill am Mittwochabend in der evangelischen Marienkirche Niederweidbach ihren Jahresgottesdienst gefeiert: Zeit, um Danke zu sagen, aber auch Zeit zur Stärkung und zum Besinnen darauf, dass ohne Gottes Beistand all die wertvolle Hilfe und Begleitung in Not- und Krisensituationen kaum denkbar wäre.

Als Beauftragter für die Notfallseelsorge im Lahn-Dill-Kreis konnte Diakon Christian Reifert denn auch neben den vielen Einsatzkräften der Gruppen Süd und Nord Vertreter vieler Feuerwehren aus dem Kreis, der Polizeistationen, des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) zu der Feier in der historischen Kirche begrüßen, die unter dem Thema der Jahreslosung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ stand.

Heißt das, alles Schlimme, alles Leid wird ungeschehen gemacht; die Zeit zurückgedreht und alles auf Null gestellt, fragte Pfarrer Andreas Friedrich, der Dekan des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach, die „Blaulicht-Gemeinde“ eingangs seiner Predigt. So einfach sei es nicht, beantwortete er die rhetorische Frage selbst, denn Gottes Zusage im letzten Buch der Bibel sei in jene Zukunft gerichtet, in der Gott alle Tränen trocknen werde: „Jetzt und heute ist Ihr und Euer Dienst extrem wichtig, aber dann werden wir alle Blaulicht-Fahrzeuge in Spielmobile umbauen können!“, prophezeite er. Jesus habe seine Jünger durch die Auferstehung davon überzeugt, dass etwas geschehen sei, das wirklich alles neu mache: „Im Himmel werden keine Tränen mehr sein“, zitierte der Dekan aus einem Song von Eric Clapton. Dieser Glaube, der dem Musiker in seiner Trauer Trost gespendet habe, ermögliche den Notfallseelsorgern, Hilfe zu schenken und den Weg zur Heilung zu eröffnen. „So schafft ihr es auch heute, zu trösten, zu begleiten und Schritt für Schritt aus der Krise herauszuhelfen“, dankte Andreas Friedrich: „So tragen wir Gottes Liebe in die Welt!“

Im Mittelpunkt des Jahresgottesdiensts stand die Einführung von 15 neu ausgebildeten Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger durch Pfarrer Andree Best als Dekan des Dekanats an der Dill und Assessor Christoph Schaaf, dem Stellvertretenden Superintendenten des Kirchenkreises an Lahn und Dill. Nach 120 Stunden Ausbildung und ersten Praxiseinsätzen werden sie nun die Teams im Süden und im Norden des Lahn-Dillkreises verstärken, sagte Andree Best – sechs seien im Süden tätig, neun im ehemaligen Dillkreis. „Geht getragen von Gott hinaus!“, rief der Dekan den Notfallseelsorgern zu, die abwechselnd von ihm und Christoph Schaaf für ihren Dienst gesegnet wurden: „Ihr müsst diesen Dienst nicht aus eigener Kraft tun; ihr steht unter dem Segen Gottes!“, sicherte er ihnen zu. Mit Applaus hießen die Gottesdienstbesucher die Neuen willkommen: Anne-Katrin Hilk (Herborn), Hans-Peter Ermert (Herborn-Schönbach), Elisabeth Gabriel (Herborn-Amdorf), Kim Sarah Diebel (Dillenburg), Cornelia Schmidt (Siegbach-Eisemroth), Sara Madeleine Diehl (Herborn), Christof Ellinghaus (Dillenburg), Marc-Philipp Spähr (Haiger), Anja M. Gräf (Dietzhölztal), Marc Pannier (Aßlar), Christine Becker (Lahnau), Frederik Happ (Wetzlar), Klaus Kobler (Schöffengrund), Susanne Rückert-Kobler (Schöffengrund), Cornelia Brück (Braunfels) erhielten neben einer offiziellen Urkunde der Landeskirche auch ein Kfz-Schild für ihre Einsätze.

Sie sind künftig bei Unfällen, in Krisen und Notlagen mit den Rettungskräften im Lahn-Dillkreis in Einsatz: Am Mittwochabend sind die neuen NotfallseelsorgerInnen in Niederweidbach in ihren Dienst eingeführt worden. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)

Weitere Höhepunkte der Feier waren die Ehrung von Pfarrer Wilfried Höll für mehr als 25 Jahre Engagement in der Notfallseelsorge und die Ernennung von Gruppenführern der Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Höll erinnerte nach dem der Verleihung der Goldenen Ehrennadel folgenden Applaus daran, dass der Beifall und der Dank für die Möglichkeiten, anderen beizustehen, allein Gott gebühre. Sein ebenfalls langjährig um die Notfallseelsorge verdienter Kollege Marcus Brenzinger konnte nicht anwesend sein und bekommt die Ehrung nachgereicht; ebenso Pfarrer i.R. Eberhard Hoppe, der als langjähriger Koordinator der Notfallseelsorge Lahn-Dill aus dem aktiven Dienst ausscheidet und verabschiedet werden sollte. Ihre Ernennungsurkunden zu PSNV-Führungskräften aus den Händen von Christian Reifert persönlich entgegennehmen konnten hingegen Thomas Gaß, Jelena Wegner, Melanie Meckel, Natalie Depalma, Caroline Dietrich und Herbert Epp; Mirko Häuser bekommt sie zu einem späteren Zeitpunkt.

Nach dem vom Biedenkopf-Gladenbacher Dekanatskantor Katamba Kazaku begleiteten Festgottesdienst, der mit dem Segen durch Ortspfarrer Dr. Frank W. Rudolph endete, war die „Blaulicht-Gemeinde“ noch zu einer kleinen Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus Niederweidbach eingeladen, bei dem Austausch, Kennenlernen und Vernetzung im Mittelpunkt standen. (klk/eöa)

Mord und Totschlag gingen in NRW leicht zurück

Dennoch: Alleine 49 Messermorde 2025

Nicht wenige Bürger in Deutschland haben sich mittlerweile an Mord und Totschlag gewöhnt. Das zumindest zeigen die schwachen Reaktionen auf die täglichen Nachrichten von Messerangriffen. Es gibt sogar Menschen, die behaupten das sei schon immer in Deutschland so gewesen. Lediglich durch die sozialen Netze und die AfD werde das alles aufgebauscht. Wer jedoch seinen Verstand noch kontrollieren kann, kommt zu anderen Ergebnissen. Natürlich sind Statistiken unterschiedlich les-und interpretierbar. An harten Fakten kommt man jedoch immer dann schlecht vorbei, wenn sie von amtlichen Stellen kommen. Die vorliegenden Zahlen stammen aus einem Bundesland und wenn man die Zahlen (auch notwendigerweise reduziert) mit 16 multiplizieren würde, kämen Ergebnisse zustande, die zumindest nachdenklich machen.
Es bringt sicherlich nichts, vor diesen nackten Zahlen die Augen zu verschließen oder dass die alten Damen auf den Straßen herum wanken und gegen Rechts demonstrieren. Ob die bundesweit vielen Messerstecher, Vergewaltiger, sonstige Gewalttäter und Gesetzesbrecher alle aus dem Rechten Lager stammen, darf zumindest angezweifelt werden. Die ganz normalen Bürger möchten wieder Sicherheit bei Tag und Nacht und allen Orten. Wenn man die Dokumentationen der vergangenen Jahrzehnte betrachtet, gab es die in Deutschland.
Es werden irren Anstrengungen für die Rettung des weltweiten Klimas unternommen, aber dass sich die Rechtsverhältnisse im Land immer mehr zum schlechten verändern, wird achselzuckend in Kauf genommen. Wer buchstäblich die Schnauze voll hat und auf diese Missstände hinweist, wird als Nazi, Querdenker und Demokratiefeind gebrandmarkt. Der Staat, nämlich wir alle, gibt mittlerweile zig Milliarden jedes Jahr dafür aus, dass es den „Schutzsuchenden“ aus aller Welt an nichts mangelt. Zum Dank treiben diese Menschen oder zumindest eine große Zahl davon die Kriminalstatistik immer höher.
Nun ist es nicht so, dass man all dies als gegeben und als unveränderliche Ereignisse hinnehmen muss. Länder wie Dänemark, Schweden und auch Italien haben Mittel und Wege gefunden und versuchen zumindest all dem einen Riegel vorzuschieben. „Schutzsuchende“ die in diesen Ländern gegen das geltende Gesetz verstoßen, haben dort ihr Bleiberecht verloren. Wenn die Bundesrepublik Deutschland wenigstens genauer hinschauen würde und sich von Straftätern auf der Stelle trennen würde, wäre der erste Schritt getan. Auch das Thema der teilweise üppigen Alimentation muss unbedingt in Angriff genommen werden.
Leider haben wir im Land politische Kräfte, die unser Rechtssystem zu Fall bringen möchten und dafür alles was möglich ist tun. Der Hass, den man fast täglich auf den Straßen erlebt, ist unbegreiflich, aber traurige Realität. Nicht wenige Bürger kehren mittlerweile ihrem Heimatland den Rücken und das sind leider meistens die Besten. sig

Nun ein Auszug aus einem Artikel, der zumindest mich in Wallung versetzt hat:

Nordrhein-Westfalen ist laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2025 „etwas sicherer“ geworden. Die Polizei registrierte rund 1,36 Millionen Straftaten (im vergangenen Jahr waren es mit 1,4 Millionen etwa drei Prozent mehr). Auch die Zahl der Gewaltdelikte sollen leicht zurück gegangen sein.

Messerangriffe und schwere Gewalt dagegen steigen immer mehr.

Symbolbild Messermann. Foto: Gerdau

Nach dem eklatanten Anstieg der Taten im Jahr 2024 (plus 21 Prozent) verzeichnete die Polizei 2025 insgesamt 7200 Fälle, in denen ein Messer eingesetzt wurde. 49 Menschen kamen dabei durch Messerangriffe ums Leben. 2024 waren es „nur „48). 9099 Menschen wurden Opfer von Messertaten, davon wurden 2928 verletzt.

Insgesamt zählte die Polizei 159.000 Gewaltdelikte – 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Darunter waren etwa 105.000 Fälle einfacher Körperverletzung. In 508 Fällen ging es um Mord und Totschlag – 29 Fälle mehr als 2024.

Jugendkriminalität leicht gesunken

Bei der Kinder- und Jugendkriminalität zeigt sich ein gemischtes Bild. Mehr als 21.000 Kinder wurden als tatverdächtig erfasst, etwa so viele wie 2024. Bei Jugendlichen sank die Zahl deutlich: Rund 40.000 Jugendliche wurden erfasst, fast acht Prozent weniger als 2024 (44.000). Auch die Zahl der Fälle mit mindestens einem Tatverdächtigen unter 21 Jahren ging um 7 Prozent zurück. Häufig handelt es sich um Ladendiebstahl, Körperverletzung, Sachbeschädigung oder Beleidigung.

Bundesweit mehr Täter unter 18 Jahren

Auch bundesweit ist Jugendgewalt ein unübersehbares Thema. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2024 wurden in Deutschland 5.837.445 Straftaten registriert . Die Gewaltkriminalität stieg um 1,5 Prozent auf 217.277 Fälle – der höchste Stand seit 2007. Das Erschreckende: Gewaltkriminalität bei Kindern stieg um 11,3 Prozent, bei Jugendlichen um 3,8 Prozent.

Fälle von sexuellem Missbrauch steigen

Neben der allgemeinen Gewaltentwicklung weist die Statistik in Nordrhein-Westfalen auch bei Sexualdelikten einen weiteren Anstieg aus. Mehr als 4500 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern wurden 2025 registriert – ein Plus von 2,7 Prozent. Zum Glück liegt die Aufklärungsquote bei rund 83 Prozent. Auch bei der Verbreitung von Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern stieg die Fallzahl um neun Prozent auf mehr als 9800 Fälle.

Man darf nicht vergessen, dass es sich hier um Verbrechen nur in einem Bundesland handelt. Die bundesweiten Zahlen liegen weit darüber. Wer dabei noch schweigt und hofft, dass es ihn nicht trifft, ist gelinde gesagt, sehr naiv.

Neues Taliban-Prügel-Gesetz – Afghanistans Männer dürfen ihre Frauen verprügeln

Artikel von Judith Görs (BILD)

Für die Taliban ist häusliche Gewalt kein Verbrechen, sondern eine Privatangelegenheit. Seit dem Wochenende gilt in Afghanistan ein neues Strafgesetz, das es Männern ausdrücklich erlaubt, ihre „Ehefrauen und Kinder“ zu schlagen – solange es durch die Misshandlungen nicht zu „sichtbaren Frakturen oder offenen Wunden“ kommt. Eine Einschränkung, die kaum zynischer sein könnte, denn Frauen und Mädchen müssen sich in der Öffentlichkeit vollverschleiern.

Wie der britische „Telegraph“ zuerst berichtete, umfasst das Gesetz mehr als 60 Seiten. Unterzeichnet hat es laut Bericht Taliban-Anführer Hibatullah Akhundzada (58) – er ist das offizielle Staatsoberhaupt des Islamischen Emirats Afghanistan. In dem Papier sei unter anderem festgelegt, dass bei schweren Verletzungen maximal 15 Tage Haft drohen. Den Opfern werde es durch die juristische Formulierung außerdem bewusst schwerer gemacht, vor Gericht die Nachweise für Verletzungen zu erbringen.

So müssen misshandelte Frauen ihre Verletzungen vor einem männlichen Richter vorzeigen. Und das in Anwesenheit eines männlichen Vormunds – häufig ist das der Ehemann, der selbst zuschlug. UND: Auch die Flucht vor häuslicher Gewalt steht unter Strafe! Frauen, die vor ihrem Ehemann in ihr Elternhaus fliehen, drohen demnach bis zu drei Monate Gefängnis – auch Angehörige, die ihnen Schutz gewähren, müssten mit einer Strafe rechnen.

Meine Meinung
Seit ihrer Machtübernahme am 15. August 2021 hat die islamische Taliban in Afghanistan die Menschenrechte, besonders der Frauen im Land, massiv eingeschränkt oder gar aufgehoben. Seitdem ruhen zwar die Waffen aber die „Schüler“ oder „Religionsstudenten“, wie die Taliban in der Paschtunischen Sprache heißen, praktizieren wieder ihren Steinzeit-Islamismus in voller Ausprägung. Ihr grausamer Umgang mit Frauen basiert weitgehend auf der Scharia und ist an zivilisatorischen Maßstäben gemessen, kaum noch zu übertreffen.
Man müsste meinen, dass daher die Frauen in Scharen aus ihrem Land flüchten. Leider haben sie so gut wie keine Möglichkeit ihre Wohnhäuser genannten Gefängnisse zu entfliehen. Männer hingegen verlassen zu tausenden das Land am Hindukusch und bitten bevorzugt in Deutschland um Asyl. Da stellt sich die vielleicht naive Frage „Vor wem fliehen die eigentlich?
In Kenntnis dieser grausamen Verhältnisse müssten doch mindestens die Medien unisono aufschreien und besonders auch einschlägige NGO sowie Frauenrechtsorganisationen.

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Sexy High Heels oder unzeitgemäße Marterinstrumente

Meine Meinung

Ob Wetterfee, Börsenmoderatorin oder einfach nur Nachrichtensprecherin, alle tragen sie seit Jahren, die unbequemen, aber offensichtlich vorgeschriebenen High Heels. Was sollen die Damen damit denn zum Ausdruck bringen und wen sollen sie damit ansprechen. Hoffentlich nicht nur die Herren unter den Fernsehzuschauern. Zugegeben sind Damen-Füße mit diesen Wunderwerken der Schuhindustrie ein Hingucker. Ursprünglich glänzten damit ihre Trägerinnen in einschlägigen Kreisen, um ihre Kundschaft zu erfreuen und zu animieren.

Also noch mal die Frage, wenn wollen oder sollen die Fernsehmoderatorinnen in unserer mehrgeschlechtlichen Zeit damit anmachen. Wenn ich auch gerne das Gesamtwerk betrachte, ist es in meinen Augen Sexismus, wenn nur damit eine Botschaft in einem seriösen Medium an den Mann zu bringen ist.

Wo bleiben denn die Frauen unter den Fernsehzuschauerinnen. Sollten da die Herren Moderatoren nicht auch mit entsprechenden Accessoires vor die Kameras treten. Wie wäre denn Krawatte plus String-Tanga oder ganz oben oben ohne mit behaarter Gorilla-Brust. Jetzt mal Spaß beiseite. Für die High Heel- Trägerinnen ist ein solch beschuhter Auftritt im Nachrichtenstudio sicher keine Freude und ich denke mir, dass danach die Marter-Instrumente sofort in die Ecke geschleudert werden.

Also was soll. Diese Mordwerkzeuge, genannt Damenschuhe, sollten dort getragen werden, wo sie hin- und dazugehören. sig

Mit den Bergmännern feiern

Die Hessen-Nassauische Kirchenpräsidentin Christiane Tietz kommt zum Bergmannsgottesdienst nach Siegbach

Die Veranstaltung hat Tradition: Seit 1897 feiert die evangelische Kirchengemeinde Siegbach einmal im Jahr einen Bergmannsgottesdienst. Es erinnert an die Zeit des Bergbaus. In diesem Jahr predigt Kirchenpräsidentin Christiane Tietz (Foto) im Gottesdienst.

Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz
FOTO: PETER BONGARD



Bergmannsgottesdienste haben in Siegbach eine lange Tradition. Am Sonntag, 1. März, 10.30 Uhr, wird der 129. Bergmannsgottesdienst in Siegbach gefeiert. Der Bergmanns-Gottesdienst, der seit 1897 jedes Jahr am Sonntag Invokavit in Siegbach gefeiert wird, wurde ursprünglich gefeiert als Bittgottesdienst um den Segen Gottes für die Bergleute bei ihrer gefährlichen Arbeit unter Tage.

Auch nach der Schließung der letzten Grube 1972 hält der Gottesdienst die Erinnerung an die Zeit des Bergbaus in der Region wach, an deren Glanz und an deren Niedergang. Er spiegelt damit auch die wirtschaftlichen Umbrüche und Veränderungen und deren Bedeutung für die Menschen dieser Region wieder.

In diesem Jahr predigt die Kirchenpräsidentin

Die evangelische Kirchengemeinde Siegbach lädt für Sonntag, 1. März 2023, um 10.30 Uhr zum 129. Bergmannsgottesdienst in die Eisemrother Kirche ein. Die Predigt hält die Hessen-Nassauische Kirchenpräsidentin Christiane Tietz. Pfarrerin Jelena Wegner und Vikarin Nele Fornoff gestalten die Liturgie, der Gesangverein 1851 „Einigkeit“ Eisemroth gestaltet den Gottesdienst musikalisch mit. Anschließend werden in der und um die Kirche Getränke und ein Imbiss (es gibt Bergmannswurst) angeboten.

Text: Holger J. Becker-von Wolff

Martin Schauss liest Rilke

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) ist einer der Dichter, an dem man nicht vorbeikommt, wenn man gerne Gedichte liest. Rilke ist ein Sprachmagier, ein Klangkünstler, der die Sprachmusik in seinen Gedichten immer betont und zum Leuchten bringt. Rainer Maria Rilke beflügelt mit seiner Bildsprache weitere Lyrikerinnen und Lyriker bis heute.

Unter dem Titel “Ich bin zu Hause zwischen Tag und Traum …“ findet in der Kapelle des Herborner Schlosses eine Konzert-Lesung zu Ehren von Rainer Maria Rilke statt. Es werden Texte vor allem aus Rilkes ‚Stundenbuch‘ vorgetragen, begleitet von Musikstücken verschiedener Stilrichtungen und Epochen, welche die Stimmungen und die Atmosphäre der Gedichte aufgreifen und kommentieren. So entsteht eine eindrucksvolle Hommage an einen der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker.

Symbolfoto KI

Pfarrer Martin Schauß trägt die Texte vor, die vor allem aus Rilkes „Stundenbuch“ stammen. Für die musikalische Gestaltung sorgen der Alzeyer Kantor Hartmut Müller am Klavier und die Konzertsopranistin Marianne Steinmetz. Die von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Herborn-Mittenaar-Siegbach ausgerichtete Veranstaltung findet statt am Sonntag, 1. März, ab 17 Uhr in der Herborner Schlosskapelle. 

Der Eintritt zur musikalischen Lesung in der Schlosskapelle ist frei. 

Holger J. Becker-von Wolff

Population versus Klimaschutz

Meine Meinung

Von Siegfried Gerdau

Ja natürlich wandelt sich das Klima. Dies steht außer Frage, aber wir müssen lernen damit umzugehen. Da hilft kein Jammern, keine zusätzlichen Steuern und vor allem keine Großmachtfantasien a la Kaiser Wilhelm I., der glaubte die Welt und deren Lauf bestimmen zu können.

Vulkanausbruch (KI-Bild)

„Panta rhei“ – alles fließt. Die Formel des griechischen Philosophen Heraklit bringt den beständigen Wandel des Lebens auf den Punkt und das gilt wie vor rund 500 Jahre vor Christi auch heute noch. Alles ist im Wandel – nichts bleibt, wie es ist. „Panta Rhei“ bedeutet, mit dem Fluss des Lebens zu gehen, statt dagegen anzukämpfen. Das galt schon seit dem Erscheinen der Menschen vor 300 000 Jahren und noch 4,45 Milliarden Jahren vorher.

Mit dem Fluss des Lebens gehen

Kontinente verändern sich, drifteten auseinander und kommen zusammen. Vulkane eruptierten in unvorstellbarem Maße und machten große Teile der Welt für lange Zeit unbewohnbar. Die kognitiv eigenschränkten Möglichkeiten des „modernen“ Menschen sind kaum in der Lage diese Tatsachen emotional zu erfassen. 50, 100 oder vielleicht 200 Jahre decken sein Universum ab und alles was davor, aber auch dahinter ist, entzieht sich einer echten Beurteilung.

Wer heute über Klimaveränderungen fabuliert, ist nicht in der Lage diese Phänomene aufs Erdzeitalter zu übertragen. Alles fließt und wie Platon erweiternd feststellte „Alles bewegt sich fort und nichts bleibt.“ Den Lauf der Erde anzuhalten oder in eine andere Richtung zu bewegen passt eher in eine Märchenstunde, als in eine ernsthafte Überlegung. Sogenannte Klimaaktivisten die glauben sie könnten durch Steuerung des CO2-Ausstoßes die Klimaveränderungen aufhalten oder gar umkehren, stehen in einer Reihe mit Zeugen Jehovas, die wissen wollen wann die Erde endgültig untergeht.

Kann die Steuerung des CO2-Ausstoßes den Untergang verhindern.

Kernbohrungen in der Arktis haben Sand und sogar Pflanzen wie Palmen zutage gefördert. Es ist zu vermuten, dass es nicht nur einmal in den Milliarden von Jahren gewaltige Erdverschiebungen und damit auch klimatische Veränderungen auf unserem Planeten gab. Ob der alte Holzofen einer Oma oder der CO2-Ausstoß eines Euro-Norm 1 PKW das Erdklima zusammenbrechen lässt, ist eher nicht anzunehmen. Sehr wohl aber lässt sich partiell das Klima verbessern, indem der Mensch sich beim Erzeugen von schädlichen Abgasen zurückhält. Weltweit wird das wohl nichts werden. Die rasant wachsende menschliche Population wird jede Bemühung in diese Richtung zunichtemachen.

Bis vor 40 000 Jahren lebten auf der Erde nur wenige Millionen Menschen. Vielleicht waren es nur soviel wie heute in Berlin. Die Zahl der Aufrechtgehenden hat mittlerweile nahezu 7,5 Milliarden weltweit erreicht. Alle wollen gut Leben, elektrische Energie und die Möglichkeit der bequemen Fortbewegung haben. Alles sehr verständlich aber im Kontext mit der Umweltbelastung eine Katastrophe. Ob diese Entwicklung Auswirkungen auf das Erdklima hat oder ob Klimaveränderungen logische Folgen der Erdentwicklung sind, ist die Gretchenfrage.

Steht die Übervölkerung mit der Klimaveränderung im Zusammenhang

Fakt ist in diesem Zusammenhang, das Deutschland inzwischen- aber hoffentlich nicht dauerhaft- in zwei Lager gespalten ist, die sich gegenseitig den Verstand absprechen. Die Einen auch Klimaveränderungsleugner oder einfach Nazis genannt und gegenüber die aufgeklärten Idealisten, Antifaschisten und Retter der Menschheit. Da gibt es die sogenannten Klimaexperten studiert oder selbsternannt, die genau wissen, dass nur Deutschland den Bestand des Planeten sichern kann. Es gibt die Fatalisten, die sich dem Unveränderbaren ergeben und die Extremisten die dem Rest der Welt ihre Überzeugung notfalls mit Gewalt ins Hirn hämmern wollen.

Ist die Spaltung durch Hass und Hetze umkehrbar

Früher gaben die christlichen Kirchen für solche Fälle die entscheidenden Ratschläge. Leider sind die aber auch nicht mehr zu orten. Wer in Ruhe leben will, schafft seinen fahrbaren Untersatz ab, verbietet seinen Kühen das furzen und schließt sich nach Möglichkeit einer Partei an, die in der Lage ist die Welt zu retten. Fakt ist, wir brauchen nicht auf den nächsten Krieg zu warten, der sowieso alle Bemühungen um den Klimaschutz beenden würde. Wir bekämpfen uns schon heute im Inneren der Republik, zwar nicht mit Waffen, aber mit Hass und Hetze, die wir jeweils der Gegenseite vorwerfen. Die nächste Stufe käme dann frei nach dem Motto „willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.“ Dafür hat die „Hammerbande“ den Anfang schon gemacht.