Ein Verfechter der demokratischen Freiheit, Manuel Ostermann, sprach in Wetzlar

In der Wetzlarer Stadthalle feierte die Wetzlarer Bürgerinitiative Pro Polizei e.V. gemeinsam mit 420 Mitgliedern, Förderern und Anhängern ihren traditionellen Neujahrsempfang. Der 1. Vorsitzende des Vereins Hans Jürgen Irmer freute sich besonders über die teils hochrangigen Angehörige der sogenannten Blaulichtkräfte wie Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdienste, die dem Event die Ehre durch ihre Anwesenheit erwiesen. Er begrüßte auch die Festgäste die aus vielen anderen Bundesländern gekommen waren, um Manuel Ostermann hautnah erleben zu können.  Der Chef der Polizeikräfte im Lahn-Dillkreis, Kriminaldirektor Joachim Bernhard, ließ es sich nehmen Grußworte zu der Veranstaltung der Bürgerinitiative, die im kommenden Jahr ihren 30. Geburtstag feiert, beizusteuern. Er glaube, dass die Polizei die Rückendeckung in der Bevölkerung dringend brauche und die auch habe (der ganze Saal klatscht). Bernhard lobte Irmer für dessen großes ehrenamtliches Engagement bei der intensiven Unterstützung der Polizeiarbeit.

Während vor der Stadthalle die „Verkörperung der neuen Inquisition“, mit Kamera und Mikrofon bewaffnet, darauf lauerte Interview-Partner zu bekommen, beantwortete er die Frage „Herr Schäfer, erwarten sie denn auch Nazis zur heutigen Veranstaltung“ mit „Herr Ostermann ist doch da.“ Während dessen erklomm Manuel Ostermann die Bühne im Saal. Der 35-Jährige, schon geraume Zeit bundesweit bekannte, stellvertretende Bundesvorsitzender der DPOLG (Bundespolizeigewerkschaft, Teilverband der Deutschen Polizeigewerkschaft) und Politiker (CDU) mit dem Schwerpunkt Innenpolitik ist wegen seiner klaren Worte ein geschätzter Redner und ein guter Interessenvertreter der Bundespolizisten. Er ging auch gleich in medias res.

Manuel Ostermann behauptet, dass es ohne Sicherheit keine Freiheit gäbe

Wenn sich nicht alles fundamental verändere, sehe er schwarz. „Wenn wir den Extremismus nicht mit allen Mitteln bekämpfen, bekämpft er uns.“ Die Aussagen besonders aus der Berliner Politik, Silvester sei vergleichsweise eine friedliche Nacht gewesen, mache ihn fassungslos. Ostermann lässt keine Zweifel daran, dass dem individuellen Schutzbedürfnis der Bürger aber auch den Polizeibeamten dringend Rechnung getragen werden muss. Es gäbe keine Freiheit ohne Sicherheit, so sein Resümee. Antifaschisten wären die eigentlichen Verfassungsfeinde. Dies werde unter anderem bei dem linken, tief verwurzelten Polizistenhass deutlich, sagte der Polizist, der nach eigenen Worten seinen Beruf mit Leib und Seele ausführt. Er müsse allerdings damit leben, dass er für seine offenen Worte besonders aus dem linken Lager heraus stark angefeindet und nicht selten bedroht werde.

„Wir bekämpfen die „Rechten“, darin sind wir Weltmeister. Beim Linksextremismus oder auch bei den islamistischen Steinzeit-Aktivisten, die mittlerweile mit den Linken zusammenarbeiten, schauen wir nicht so genau hin.“ „Als Vater zweier Jungs will ich nicht zuschauen, wie sich in Deutschland alles zum Negativen entwickelt.“ Wer glaube, dass der Rechtsextremismus im Lande die größte Bedrohung sei, der irre, fügte er hinzu. Im Übrigen hätten wir keine Politikverdrossenheit, sondern eine Politiker-Verdrossenheit und wir erlebten derzeit den Beginn vom Ende unserer individuellen Freiheit.

Auch die so genannte Migrantenkrise war ein Thema für den Bundespolizisten. „Merkels Spruch: „Wir schaffen das“ sei eine historische Dummheit gewesen. Angesicht der amtlich nachgewiesenen 24 täglichen Vergewaltigungen und anderer Verbrechen, gäbe es keine Migrationskrise, sondern eine Kriminalitätskrise. „Bevor wir im Bereich Integration Debatten führen, müssen wir den Zusammenbruch unseres Sozialsystems verhindern.“ Migranten mit Geld zu alimentieren stehe im Übrigen nicht im Grundgesetz. Wir müssen endlich aufhören uns zu belügen, sagte der CDU Mann und fügte hinzu, dass er von Merz erwartet hätte, dass der sofort nach Amtsübernahme diese Thematik mit den Ministerpräsidenten der Länder bespreche.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der DPOLG Ostermann wird für seine klaren Worte aus dem linken Lager stark angefeindet

In den nächsten Tagen treffe er den hessischen Innenminister und werde ihm ein frohes neues Jahr wünschen. Was die Besoldung der Polizeibeamten anbelangt, stelle sich besonders Hessen ein Armutszeugnis aus. „Ich werde Roman Poseck empfehlen zurückzutreten.“ Die ungeheuren Belastungen der Beamten im Dienst würden von der Politik monetär nicht gewürdigt. Darüber hinaus treten Journalisten und linke Politiker die Polizei pauschal für jedes und sei es noch so geringes, angebliches Fehlverhalten sofort in den Dreck.

Ostermann betonte in aller Deutlichkeit, dass kein Polizist gerne auf Menschen schießt. Daher erwarte er vom Dienstherrn in Person aller Innenminister, dass sie sich vor ihre Leute stellen. „Polizisten sind keine Maschinen, sondern Menschen“, so sein Credo. „Wir brauchen dringend Law and Order (in etwa Recht und Ordnung oder Gesetz und Ordnung)“, machte der Gast-Redner unmissverständlich deutlich. Die frei vorgetragene Rede des gebürtigen Rheiners wurde immer wieder von starkem Beifall unterbrochen.

Hans Jürgen Irmer bedankte sich bei Manuel Ostermann und betonte, dass er sich Menschen vom Format Ostermann in der großen Politik wünsche. Die Veranstaltung wurde vom Saxophon-Quartett „Saxism“ unter Leitung von Martin Zörb, dem hauptamtlichen Saxofonisten im Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz begleitet.

Die Musiker des Saxophon-Quartett „Saxism“ bekamen für ihre musikalischen Beiträge viel Applaus.

Der 1. Vorsitzende freute sich Ostermann und anderen Anwesende als neue Mitglieder von Pro Polizei begrüßen zu dürfen. „Dadurch ist heute die 1000er-Schwelle überwunden worden“, sagte der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete. sig/Fotos: Gerdau

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