Population versus Klimaschutz

Meine Meinung

Von Siegfried Gerdau

Ja natürlich wandelt sich das Klima. Dies steht außer Frage, aber wir müssen lernen damit umzugehen. Da hilft kein Jammern, keine zusätzlichen Steuern und vor allem keine Großmachtfantasien a la Kaiser Wilhelm I., der glaubte die Welt und deren Lauf bestimmen zu können.

Vulkanausbruch (KI-Bild)

„Panta rhei“ – alles fließt. Die Formel des griechischen Philosophen Heraklit bringt den beständigen Wandel des Lebens auf den Punkt und das gilt wie vor rund 500 Jahre vor Christi auch heute noch. Alles ist im Wandel – nichts bleibt, wie es ist. „Panta Rhei“ bedeutet, mit dem Fluss des Lebens zu gehen, statt dagegen anzukämpfen. Das galt schon seit dem Erscheinen der Menschen vor 300 000 Jahren und noch 4,45 Milliarden Jahren vorher.

Mit dem Fluss des Lebens gehen

Kontinente verändern sich, drifteten auseinander und kommen zusammen. Vulkane eruptierten in unvorstellbarem Maße und machten große Teile der Welt für lange Zeit unbewohnbar. Die kognitiv eigenschränkten Möglichkeiten des „modernen“ Menschen sind kaum in der Lage diese Tatsachen emotional zu erfassen. 50, 100 oder vielleicht 200 Jahre decken sein Universum ab und alles was davor, aber auch dahinter ist, entzieht sich einer echten Beurteilung.

Wer heute über Klimaveränderungen fabuliert, ist nicht in der Lage diese Phänomene aufs Erdzeitalter zu übertragen. Alles fließt und wie Platon erweiternd feststellte „Alles bewegt sich fort und nichts bleibt.“ Den Lauf der Erde anzuhalten oder in eine andere Richtung zu bewegen passt eher in eine Märchenstunde, als in eine ernsthafte Überlegung. Sogenannte Klimaaktivisten die glauben sie könnten durch Steuerung des CO2-Ausstoßes die Klimaveränderungen aufhalten oder gar umkehren, stehen in einer Reihe mit Zeugen Jehovas, die wissen wollen wann die Erde endgültig untergeht.

Kann die Steuerung des CO2-Ausstoßes den Untergang verhindern.

Kernbohrungen in der Arktis haben Sand und sogar Pflanzen wie Palmen zutage gefördert. Es ist zu vermuten, dass es nicht nur einmal in den Milliarden von Jahren gewaltige Erdverschiebungen und damit auch klimatische Veränderungen auf unserem Planeten gab. Ob der alte Holzofen einer Oma oder der CO2-Ausstoß eines Euro-Norm 1 PKW das Erdklima zusammenbrechen lässt, ist eher nicht anzunehmen. Sehr wohl aber lässt sich partiell das Klima verbessern, indem der Mensch sich beim Erzeugen von schädlichen Abgasen zurückhält. Weltweit wird das wohl nichts werden. Die rasant wachsende menschliche Population wird jede Bemühung in diese Richtung zunichtemachen.

Bis vor 40 000 Jahren lebten auf der Erde nur wenige Millionen Menschen. Vielleicht waren es nur soviel wie heute in Berlin. Die Zahl der Aufrechtgehenden hat mittlerweile nahezu 7,5 Milliarden weltweit erreicht. Alle wollen gut Leben, elektrische Energie und die Möglichkeit der bequemen Fortbewegung haben. Alles sehr verständlich aber im Kontext mit der Umweltbelastung eine Katastrophe. Ob diese Entwicklung Auswirkungen auf das Erdklima hat oder ob Klimaveränderungen logische Folgen der Erdentwicklung sind, ist die Gretchenfrage.

Steht die Übervölkerung mit der Klimaveränderung im Zusammenhang

Fakt ist in diesem Zusammenhang, das Deutschland inzwischen- aber hoffentlich nicht dauerhaft- in zwei Lager gespalten ist, die sich gegenseitig den Verstand absprechen. Die Einen auch Klimaveränderungsleugner oder einfach Nazis genannt und gegenüber die aufgeklärten Idealisten, Antifaschisten und Retter der Menschheit. Da gibt es die sogenannten Klimaexperten studiert oder selbsternannt, die genau wissen, dass nur Deutschland den Bestand des Planeten sichern kann. Es gibt die Fatalisten, die sich dem Unveränderbaren ergeben und die Extremisten die dem Rest der Welt ihre Überzeugung notfalls mit Gewalt ins Hirn hämmern wollen.

Ist die Spaltung durch Hass und Hetze umkehrbar

Früher gaben die christlichen Kirchen für solche Fälle die entscheidenden Ratschläge. Leider sind die aber auch nicht mehr zu orten. Wer in Ruhe leben will, schafft seinen fahrbaren Untersatz ab, verbietet seinen Kühen das furzen und schließt sich nach Möglichkeit einer Partei an, die in der Lage ist die Welt zu retten. Fakt ist, wir brauchen nicht auf den nächsten Krieg zu warten, der sowieso alle Bemühungen um den Klimaschutz beenden würde. Wir bekämpfen uns schon heute im Inneren der Republik, zwar nicht mit Waffen, aber mit Hass und Hetze, die wir jeweils der Gegenseite vorwerfen. Die nächste Stufe käme dann frei nach dem Motto „willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.“ Dafür hat die „Hammerbande“ den Anfang schon gemacht.       

Ein Gedanke zu „Population versus Klimaschutz

  • 19. Februar 2026 um 15:42 Uhr
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    Hass und Hetze in heutiger Zeit nimmt leider immer weiter zu. ich weiß nicht, wie man die Menschen wieder zusammen bekommt. Das ganze Leid kann ich auch nicht mehr mit ansehen.

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