Die Vögel des Glücks kehren zurück.

„Das Glück“ ist fünf bis sieben Kilogramm schwer und erreicht eine Höhe von 110 bis 130 Zentimeter. Die Flügelspannweite beträgt etwa 220 bis 245 Zentimeter. Seit gestern hört man wieder die Trompetenrufe der Kraniche auch über Herborn. Die Zugvögel fliegen zu ihren Brutplätzen zurück. Etwas früh sollte man meinen. Eigentlich wäre erst Ende Februar mit ihnen zu rechnen, aber die bereits im Altertum hochverehrten Tiere wissen in der Regel was sie tun.

Kraniche über Herborn am 6. Februar 2026

Wir Menschen freuen uns jedes mal, wenn wir sie in Richtung Norden ziehen sehen. Sie künden den kommenden Frühling, so zumindest behauptet es der Volksmund. Man soll sich jedoch nicht täuschen lassen. Kraniche sind hart im Nehmen und stecken auch einen weiteren Wintereinbruch locker weg. Die Hoffnung auf baldige wärmere Tage stirbt bekanntlich zuletzt.


Fakten
Kraniche sind ausdauernde Flieger und können bis zu 2000 Kilometer am Stück zurücklegen, wobei kürzere Tagesetappen von 10 bis 100 km eher die Regel sind. Im Flug erreichen sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 bis 65 km/h. Ganz schön beachtlich, aber noch bewundernswerter ist ihr Orientierungsverhalten. Kraniche nutzen den Stand der Sonne zur Orientierung. Sie erkennen aber auch auch das Muster des polarisierten Lichts, das durch die Atmosphäre gestreut wird – selbst bei Bewölkung. Sie besitzen magnetische Rezeptoren, vermutlich im Schnabel oder Gehirn. Damit können sie sich am Magnetfeld der Erde orientieren – ähnlich wie ein Kompass. Flüsse, Gebirge, Küstenlinien dienen ebenfalls als Orientierungshilfen, dies ist besonders bei Tagesflügen wichtig. Der Zug der stolzen Vögeln folgt traditionellen Routen, die über Generationen weitergegeben werden. Jungvögel lernen die Route von erfahrenen Altvögeln.


Der Lebensraumverlust durch Landwirtschaft und Urbanisierung ist eine der größten Bedrohungen für Kraniche.
Auch der Klimawandel beeinflusst die Verfügbarkeit von Nahrungsquellen und Brutgebieten.
Illegale Jagd und Wilderei stellen in einigen Regionen eine ernsthafte Gefahr dar.
Auch die Verschmutzung von Gewässern kann die Gesundheit und Fortpflanzung von Kranichen beeinträchtigen.
Die Kollisionsgefahr mit Stromleitungen und Windkraftanlagen sind ein ständig wachsendes Problem.



Kraniche haben viele einzigartige Eigenschaften, die sie von anderen Vogelarten unterscheiden. Die außergewöhnlichen Vögel können bis zu 25 Jahre alt werden, einige sogar noch älter.
Der Höhenflugrekord eines Kranichs liegt bei über 10.000 Metern, was sie zu den höchsten fliegenden Vögeln macht.









Mindestens 10.000 Kraniche seien schon unterwegs, sagt ein Nabu-Sprecher. Wer in den kommenden Tagen gut aufpasst und vielleicht sogar ein gutes Objektiv hat, wird sicher viele Kranichzüge in ihrer charakteristischen Keilform am Himmel erleben und auf die Platte bannen können. sig/Foto: Gerdau

Krankenkassen sollen abrüsten

Meine Meinung

Immer öfter wünsche ich mir, ich wäre ein Hai. Seine verlorenen Zähne wachsen einfach nach und das bis zu 30 000 Mal in einem Hai-Leben. Da können wir Zweibeiner nur von träumen. Wir brauchen und bezahlen Dentisten und wenn es nach dem CDU-Wirtschaftsrat ginge, sollen die Krankenkassen in Zukunft ihren Versicherten überhaupt keine derartigen Leistungen mehr erstatten.

Das heißt: Die Krankenversicherten, die bisher per se nur einen kleinen Teil ihrer Zahnersatzkosten erstattet bekamen, gehen dann leer aus. Ihre Krankenkassenbeiträge zahlen sie natürlich weiter. Diese Entscheidungen werden von Menschen getroffen, die im Übermaß von Steuergeldern alimentiert werden. Die große Masse der Unprivilegierten muss sehen wie sie damit zurecht kommt.

Besonders perfide ist, dass man den Zwang zur Umstrukturierung der Kassen genau denen in die Schuhe schiebt. „Die werden zu alt, pflegen ihr Gebiss zu wenig gehen einfach zu oft zum Zahnarzt.“ Von den Hunderttausenden die sich ihre Zähne zu einhundert Prozent von Steuergeldern sanieren lassen, ohne jemals einen Cent Sozialbeiträge gezahlt haben, redet niemand. Die versicherungspflichtigen Michelinen und Micheln könnten unruhig werden und man würde den „Unmenschen“ von der AfD in die Hände spielen.

Bleibt also nur eins: Wer nicht privatversichert ist und auch nicht auf das nötige Kleingeld zurückgreifen kann, muss in Zukunft mit ein paar Zahnlücken oder ganz ohne Hauer leben. In der dritten Welt geht das ja auch. Ich bin sicher nicht der Einzige der sich fragt, was denn in Deutschland eigentlich los ist. sig/ Foto: KI-microsoft co-pilot

Nepper, Schlepper, Bauerfänger

Achtung nicht auf diesen Trick hereinfallen.

Pakete bekommt heutzutage fast jeder Haushalt und oft genug wartet man auch darauf. Diese Tatsache haben sich Betrüger zunutze gemacht, um Informationen und mehr zu bekommen.

Die Masche geht so: Im Briefkasten finden die Postkunden Flyer, mit einem QR-Code. Damit sollen sie sich über den Verbleib ihrer Sendungen informieren. können. Genau das sollte man tunlichst vermeiden. Durch das Scannen des QR-Codes wird man auf gefälschte Webseiten geleitet. Ziel der Betrüger ist, persönliche Daten, Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen abzugreifen oder Schadsoftware auf dem Endgerät zu installieren. Das kann soweit gehen, dass die Betrüger damit die PC manipulieren können, um an sensible Daten zu gelangen.

Das Gemeine an diesen angeblichen Benachrichtigungs-Flyern, sie sehen täuschend echt aus. Wer ein solches Teil im Briefkasten hat, sollte die örtliche Polizeistation informieren oder sich direkt an DHL Express Germany GmbH wenden.

Solche Karten haben Hausbesitzer und Mieter in ihren Briefkästen gefunden.

Meine Recherchen bei der Pressestelle der DHL ergaben folgendes: Derartige Flyer werden von DHL nicht verschickt und mit einem aufgedruckten QR-Code schon gar nicht. Auch der Kopf mit „DHL Express“ weist schon daraufhin, dass die Karte ein betrügerischer Fake ist. DHL empfiehlt den Flyer sofort zu entsorgen und auf gar keinen Fall den QR-Code scannen.

Im Übrigen sollte man schon stutzig werden, wenn eine solche Karte im Kasten liegt, obwohl man überhaupt kein Paket erwartet.

+49 228 182-0
www.dhl.de
DHL Express Germany GmbH
Heinrich-Brüning-Str. 5
53113 Bonn

Wenn noch weiterer Informationsbedarf besteht, kann man sich an DHL Express in Bonn wenden. sig/Repro:Gerdau

Wildschweine verwüsten Garten

Seit der Wolf sich in deutschen Wäldern angesiedelt hat, beherrscht das Thema Medien, Förster und Jäger sowie die Landwirte. Derweilen verwüsten die Wildschweine fast ungehindert Kulturflächen wie Gärten, Fußballplätze und Friedhöfe. Ganz besonders schlimm hat das Borstenvieh es in dem einst gepflegten Garten der Herborn-Seelbacherin Sieglinde Weidl getrieben. Die alleinstehende 83-Jährige war entsetzt, als sie vor ein paar Tagen morgens aus Fenster schaute und sah, dass ihr recht großer Garten fast total umgepflügt war.

Siglinde Weidl kann es immer noch nicht fassen, was mit ihrem Garten geschehen ist.

Nicht nur, dass ihre sorgfältige Gartenpflege für die Katz ist, sondern sie dachte auch sofort daran, wie sie das alles wieder richten sollte. So schnell sie konnte ging sie aus dem Haus und aus der Nähe betrachtet, sah alles so wüst aus, dass ihr die Tränen in die Augen schossen. In ihrer Not wandte sie sich an den zuständigen Jagdpächter. Von dem erfuhr sie, dass sie auf keinerlei Unterstützung hoffen kann, da nur der landwirtschaftliche Flur-Schaden ersetzt werde. Der private Garten wäre da ausgeklammert.

Sieglinde Weidl ist entsetzt, weil sie die umfangreichen Schäden auf keinen Fall selbst beseitigen kann und sich daher fachliche Hilfe holen muss. Was das kostet kann sie nur erahnen. Seitens des Forstes riet man ihr, doch einen fachgerechten Zaun um ihr Grundstück ziehen zu lassen. Da auch viele andere Hausbesitzer teilweise schwer durch Wildschweine geschädigt worden seien, hofft sie nun doch noch auf irgendeine Entschädigung. Die Chancen dazu stehen in der Tat gar nicht so schlecht.

Zwar kann sie grundsätzlich keinen Ersatzanspruch gegen den Jagdpächter geltend machen. Allerdings haben mehrere Gerichte diese Einschränkung relativiert und unter bestimmten Umständen dennoch Ersatzansprüche zugesprochen – etwa, wenn der Jagdausübungsberechtigte (Jagdpächter etc.) es pflichtwidrig unterlassen hat, den Wildbestand im angrenzenden Jagdbezirk angemessen zu regulieren. sig/Fotos: Gerdau

ABBA in Herborn

Alle Abba-Fans und Anhänger guten Chorgesangs sollten sich den 29. August 2026 gut merken. CremFrech-seit über 30 Jahren DER Frauenchor in Herborn-wird mit einem Abba-Revival- Konzert im Merkenbacher Bürgerhaus begeistern. Dazu haben die umtriebigen Damen des Vorstandes einen eigenen Frauen-Projektchor gegründet. Gemeinsam mit Freunden, die noch 8 bis 10 Lieder beisteuern wollen, werden sie dann unter dem Namen „Frauen Projektchor ABBA & Friends“ im Herborn-Merkenbacher Bürgerhaus gastieren.

Bis dahin müssen sie noch eine lange Wegstrecke zurückzulegen. Lang ist jedoch relativ. Wenn man bedenkt, dass an dem Premiere-Abend 10 bis 12 ABBA-Songs intoniert werden sollen, wird die Zeit bis August wie im Fluge vergehen. Geprobt wird jeden Montagabend ab 19.30 Uhr in Uckersdorf und Anfang Mai im ehemaligen Hörsaal der Herborner Hohen Schule. „Die einzigen Ausnahmen sind echte Feiertage, wenn sie auf einen Montag fallen“, betont Vorstandsmitglied Jana Weirich. Auch ein Proben-Wochenende ist in der Planung.

Die Idee zu diesem, bisher einzigartigem, Projektes der Formation, stammt von Sarina Hagner Gros, Iris Stanelle und Chorleiter Marcin Murawski. Der 44-Jährige Profi spielt Keyboards, Klavier, Fagott und Akkordeon. Dazu hat er einen Master Abschluss in Musik sowie Musikpädagogik und ist seit elf Jahren Chorleiter in Deutschland. Mittlerweile leitet er sieben Chöre im weiten Umkreis. Im Oktober 2024 übernahm er Crem Frech von dem bekannt und beliebten Chorleiter Leuthold Ortelbach. Einen reinen Frauenchor hat Marcin in seiner bisherigen Laufbahn noch nicht geleitet. Er habe jedoch keine Angst vor Frauen, erklärte er schmunzelnd. Gemeinsam mit ihm wollen die Herborner Sängerinnen einen neuen Weg im Chorgesang gehen und wenn man die erste Probe erlebt hat, weiß man, dass er sehr erfolgversprechend ist.

31 Frauen aller Altersgruppen und gesanglicher Ausprägung versammelten sich am vergangenen Montag um die „Kerntruppe“ von CremFrech im kleinen Saal des Uckersdorfer DGH. Iris Stanelle und ihre Mitsängerinnen hatten fleißig die Werbetrommel gerührt und viele Frauen, auch welche die noch nie in einem Chor gesungen haben, nahmen das Wagnis auf sich an dem Projekt mitzuarbeiten. Marcin Murawski ging gleich in medias res und trimmte die Anwesenden stimmlich mit Hilfe der Tonleiter aufeinander ein. Bereits nach kurzer Zeit ertönten ABBA-Weisen in den verschiedenen Stimmlagen und das so gut, als wenn die Gruppe schon immer zusammen gesungen hätte. Der Chorleiter zeigte sichtlich zufrieden.

Wenn die Gesangsproben weiter so gut laufen wie am ersten Abend, wird auch die Premiere ein voller Erfolg

Jana Weirich hofft, dass sich noch mehr Frauen für den Projektchor finden und vielleicht sogar Spaß daran haben, später in Crem Frech mitzusingen. Wer am 29. August 2026 den Weg ins Merkenbacher Bürgerhaus findet, wird garantiert mit einem wunderschönen Gesangsabend belohnt. sig/Fotos: Gerdau

Bildergalerie vom 1. Probeabend in Uckersdorf.

Hilfe, das Klima wandelt sich

Von Siegfried Gerdau

Das Welt-Klima ist ohne Zweifel im Wandel begriffen. Ist daran tatsächlich der Mensch in den vergangenen 50 Jahren Schuld oder verrennen wir uns da in eine Hysterie, die unsere gesamte Nation spaltet? Nach der Flusslehre Heraklits fließt alles und nichts bleibt, es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln. Diskussionen über die Prozesse der Klimaveränderungen werden nur in eine Richtung geführt und wer die Dinge nüchtern und ohne jegliche Ideologie sieht und auch noch darüber spricht, wird oft aufs Übelste beschimpft oder gar als ungebildet dargestellt. Tatsache ist, dass sich alles bewegt und damit auch unser blauer Planet. An Beispiel der größten Insel der Welt die über 80 Prozent von einer dicken Eisschicht bedeckt ist, möchte ich Anregung geben die Dinge etwas nüchterner zu betrachten.

Grönland war in seiner Erdgeschichte mehrfach teilweise oder sogar weitgehend eisfrei. Mehrere aktuelle Studien belegen, dass große Teile der Insel in Warmzeiten der letzten 400.000 Jahre ohne Eisschild waren, und einzelne Regionen sogar noch vor 7.000 Jahren eisfrei lagen.

Eine Warmphase führte dazu, dass der massive Eispanzer im Nordwesten Grönlands etwa 16.000 Jahre lang verschwand.

  • Die Folge: Es bildete sich eine Tundra-Landschaft , möglicherweise sogar mit Bäumen. Daraus resultierte ein Meeresspiegelanstieg von mindestens 1,4 Metern weltweit.
  • Bohrkerndaten zeigen, dass Grönland damals weit weniger Eis hatte als heute und möglicherweise nahezu vollständig eisfrei war.
  • Pflanzenreste unter dem Eis belegen: Der Boden war damals Licht und Luft ausgesetzt.
  • Fossile Pflanzen- und Tierreste in Bodenproben deuten darauf hin, dass der heutige Eisschild im Zentrum Grönlands in der Vergangenheit zeitweise verschwunden war.

Vor 7.000 Jahren – waren einzelne Regionen der Insel eisfrei

Die Eiskuppel „Prudhoe Dome“ im Nordwesten Grönlands war in einer Warmphase des Holozäns komplett abgeschmolzen. Sie ist eine rund 500 Meter dicke Eiskuppel im Nordwesten Grönlands, die zum grönländischen Eisschild gehört. Neue Forschung zeigt, dass diese Eiskuppel vor etwa 7.000 Jahren vollständig abgeschmolzen ist – ein wichtiger Hinweis darauf, wie empfindlich Grönlands Eis auf Erwärmung reagiert

So oder ähnlich könnte Grönland vor 7 000 Jahren ausgesehen haben. Foto: KI

Grönland deshalb damals eisfrei, wegen der:

  • Natürlichen Warmzeiten (Milanković‑Zyklen)
  • Einer höheren globale Durchschnittstemperatur
  • Der geringeren Ausdehnung des arktischen Eises
  • Sowie langfristigen Klimaschwankungen der Erdgeschichte

Der grönländische Eisschild ist empfindlicher, als lange angenommen.

  • Frühere Warmzeiten mit Temperaturen ähnlich den heutigen führten zu massivem Eisverlust.
  • Das Risiko eines zukünftigen Meeresspiegelanstiegs wird dadurch realistischer eingeschätzt.
  • Bohrkerne zeigen, dass die gesamte Eiskuppel in einer Warmphase des Holozäns vollständig abgeschmolzen war. Unter dem Eis fanden Forscher:
  • Sedimente
  • Pflanzenreste
  • Gestein.
  • Diese lagen damals frei an der Luft, bevor sie später wieder vom Eis überdeckt wurden.

Eine Studie betont, dass ähnliche Temperaturanstiege wie heute, erneut zum Abschmelzen führen könnten. Ein erneutes Abschmelzen würde zum globalen Meeresspiegelanstieg beitragen – ein Grund, warum Klimaforscher den Prudhoe Dome genau beobachten.

Grönland war in der Vergangenheit mehrfach teilweise oder weitgehend eisfrei, weil natürliche Warmzeiten das Klima deutlich stärker erwärmten als heute. Die Forschung zeigt: Schon geringe Temperaturanstiege über viele Jahrtausende reichten aus, um große Teile des Eisschilds verschwinden zu lassen.

Grönland reagiert extrem empfindlich auf langfristige Schwankungen der Erdumlaufbahn:

  • Änderungen in Neigung, Exzentrizität und Präzession der Erde
  • führen zu stärkeren Sommern in der Arktis. Das Eis schmilzt schneller, als es im Winter nachwachsen kann

Diese Warmphasen traten im Pleistozän immer wieder auf und ließen den Eisschild teilweise verschwinden. Diese Warmzeiten lagen nur wenige Grad über heutigen Temperaturen – aber über sehr lange Zeiträume.

Wenn Grönland schmilzt, passiert Folgendes:

  • Der Meeresspiegel steigt (damals mindestens +1,4 Meter weltweit)
  • Die Küsten Grönlands werden wärmer
  • Die Albedo (Rückstrahlkraft) sinkt → dunkler Boden absorbiert mehr Wärme
  • Das Schmelzen beschleunigt sich weiter

Das bedeutet: Grönland war nicht nur „weniger vereist“, sondern wirklich grün.

Grönland war mehrfach eisfrei, weil:

  • natürliche Warmzeiten die Arktis stark erwärmten
  • der Eisschild sehr empfindlich auf Temperaturanstiege reagiert
  • Rückkopplungen das Abschmelzen beschleunigten

Die heutigen Temperaturen bewegen sich laut Forschern in Richtung jener Warmzeiten, die früher zum Eisverlust führten.

Als Resümee aus diesen Erkenntnissen lässt sich folgendes feststellen: In den genannten Zeiträumen gab es keinen Reifenabrieb, keine CO2 ausstoßende bösen Automobile, keine Schiffe und keine Flugzeuge. Es gab noch nicht einmal Menschen und dennoch wandelte sich das Klima im Verlauf von zehntausenden Jahren immer wieder. Wer heute in Zeiträumen von ein oder zwei Menschenleben denkt, ist einfach nur Kleingeistig. Will sagen, dass er nicht in der Lage über das Große und Ganze zumindest nachzudenken.
Ja, wir beeinflussen das Weltklima, aber wenn wir gar nicht existent wären, würde es sich auch wandeln. Es verschieben sich ganze Erdplatten, neue Vulkane entstehen und Kontinente bewegen sich aufeinander zu oder voneinander weg. Klimazonen ändern sich und das alles ohne dass der Mensch nur ein Bruchteil davon selbst bewegen könnte. Wenn Morgen oder im Jahr 2029 ein Riesen-Meteorit auf die Erde trifft oder der Mensch in seinem Größenwahn tatsächlich wieder einen Krieg entfesselt, sieht alles etwas anders aus.

  • #

Grönland, die Insel der neuen Begierde

Von Siegfried Gerdau

Die Weltnachrichten werden derzeit von einem Thema beherrscht, dass viele Menschen nie auf dem Schirm hatten. Grönland ist seit den Okkupationsträumen des amerikanischen Präsidenten plötzlich wieder „aus dem ewigen Eis aufgetaucht“ und macht mit seiner geopolitischen Lage, sowie seinen bis heute nur unter größten Schwierigkeiten zu gewinnenden Bodenschätzen, den Großen den Mund wässrig. Das Mutterland Dänemark kann darüber nicht lachen, zumal Donald Trump sogar von militärischer Inbesitznahme fabulierte.

Die US-amerikanische Militärbasis Pituffik Space Base kontrolliert auch die besonders für russische Atom-U-Boote so interessante GUIK-Lücke

Die größte Insel der Welt, im Nordatlantik zwischen Europa und Nordamerika gelegen, war nie ein Land der Begierde und erst in der Neuzeit schielen China, die USA und Russland begehrlich zu ihrem eisigen Nachbarn. Seinen rund 55 000 Einwohnern, ist dieses Interesse eher suspekt und bereitet ihnen Sorgen. Das am dünnsten besiedelte Land der Welt, mit gerade einmal einer Bevölkerungsdichte von nur 0,1 Personen pro km² kann sich alleine gegen solche Übernahmeabsichten nicht zur Wehr setzen.. Rund 81 Prozent seiner Fläche ist dauerhaft von Eis bedeckt, so dass die Bevölkerung fast ausschließlich in kleinen Küstenorten vor allem im Westen der Insel lebt. Die größte Stadt ist Nuuk mit etwa 19.000 Einwohnern – also rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung der Insel.

Grönland ist gigantisch im Vergleich zu Deutschland und immer noch deutlich größer als ganz Westeuropa. Es umfasst 2.166.000 km² und ist damit etwa sechsmal so groß wie Deutschland.

All das konnte sich der Namensgeber dieses für den Rest der Welt unwirtliche Land einst nicht vorstellen. Erik der Rote (Erik Thorvaldsson), ein aus Island verbanntes Mitglied der Wikinger, erreichte um 980–986 n. Chr. die Südspitze der Insel. Er gab Grönland den Namen, der sich aus grœnn (grün) + land zusammen setzt. Er wollte damit ganz einfach neue Siedler anlocken. Ein „guter Name“ sollte Menschen motivieren, ihm zu folgen. Die Küstenregionen waren im Sommer tatsächlich grün und fruchtbar genug, um Viehzucht zu ermöglichen – aber der Name war bewusst optimistisch gewählt.

Der aktuelle Grund für das wiedererwachte Interesse der Mächtigen ist das von Eis bedeckte Innere der Insel. Grönland besitzt sehr viele Bodenschätze, darunter einige der weltweit wichtigsten strategischen Rohstoffe. Dazu gehören Seltene Erden, Uran, Gold, Eisen, Zink, Blei, Nickel, Graphit, Titan, Molybdän sowie mögliche Erdöl‑ und Erdgasvorkommen. Der Abbau ist jedoch schwierig, teuer und politisch umstritten.

In und um Kvanefeld (rot eingekreist) sind die Hauptlagerstätten der Bodenschätze.

Darüber hinaus ist das Land am Rande der Welt auch militärisch hochinteressant, weil es eine Schlüsselposition zwischen Nordamerika, Europa und Russland einnimmt. Für Frühwarnsysteme und Raketenabwehr ist es somit unverzichtbar und auch die GIUK‑Lücke lässt sich gut kontrollieren. Es bieten Zugang zu der neuen arktischen Routen und ist dadurch ein zentraler Punkt im NATO‑Sicherheitskonzept. Die sogenannte GIUK‑Lücke (Grönland–Island–UK) ist eine der wichtigsten maritimen Engstellen der Welt. Sie kontrolliert: U‑Boot‑Routen zwischen Atlantik und Arktis, NATO‑Zugänge zum Nordatlantik und ermöglich Frühwarnketten gegen russische Aktivitäten.

  • Amerika betreibt schon seit vielen Jahren mit der US-Pituffik Space Base eine militärisch besetzte Station. Sie liegt im äußersten Nordwesten Grönlands auf der Hayes-Halbinsel, etwa 1.200 km nördlich des Polarkreises und rund 950 km südlich des Nordpols, nahe der Stadt Qaanaaq und ist damit die nördlichste aktive US-Militärbasis weltweit. Die Basis liegt direkt an der Küste zur Baffin Bay und ist 9 Monate im Jahr von Eis umgeben. Ihre Lage erlaubt maximale Sicht auf den Nordatlantik und die Arktis. Damit ist sie ideal für Frühwarnsysteme gegen Raketenstarts aus Russland und dem direkten Zugang zu Weltraumüberwachung und Satellitenkommunikation.

Ob die USA ihre Ideen tatsächlich mit militärischen Mitteln in die Tat umsetzen, darf man mit Fug und Recht bezweifeln. Mehrfach äußerten US-Präsidenten (zuletzt Trump) den Wunsch, Grönland zu kaufen oder militärisch zu kontrollieren. Spannungen mit Dänemark und Europa sind allerdings vorprogrammiert. Die NATO ist auf solche innerbündnischen Konflikte nicht vorbereitet – Artikel 5 schützt vor äußeren Angriffen, nicht vor internen Machtansprüchen und somit träte in einem solchen kaum anzunehmenden Fall, der Bündnisfall, nicht ein, weil die Nato daran zerbrechen würde. KI-Fotos: Bearbeitet von Siegfried Gerdau

.

Altpapiertonnen-Notstand in der Region

Weihnachten und Silvester sind gerade vorbei, es fällt Papier an und das nicht zu knapp. Zum Glück gibt es Tonnen die zu festgelegten Zeiten abgeholt werden. Was aber tun, wenn nicht? In unserer Region stehen sie schon mindestes ein paar Wochen gut gefüllt an den Straßen. Die Papierberge türmen sich in den Hausfluren und das ärgert die Menschen. Ob es wohl daran liegt, dass die Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmen ihren bestimmt verdienten Weihnachtsurlaub machen oder ob sie von Grippeviren in die waagrechte befördert wurden, wer weiß es.

Genau das ist aber der Punkt. Ein wenig mehr Kommunikation mit den Kunden dürfte im Zeitalter von Facebook und KI nicht so schwer sein. Wenn es jedoch an den kunstvoll gestalteten Abfallkalendern 2026 liegt, sieht die Sache anders aus. Wenn schon die Kunden sich schwer tun die zu entziffern, sieht das vielleicht bei den Mitarbeitern nicht anders aus und sie haben einfach den Überblick verloren. Es wäre doch blöde, wenn die Menschen den gelesenen STERN und Co demnächst an den Straßenecken deponieren, wie es auch mit Altkleidern mangels Altkleiderbehältnissen schon geschieht. Dann sieht es irgendwann in Verbindung mit den Schlaglochalleen wie in einem sogenannten Dritte-Welt-Land aus. Also auf, auf ihr Verantwortlichen. Aussitzen klappt höchstens in der Politik. Die Tonnen müssen geleert werden und dass so schnell wie möglich. sig/Foto: Gerdau

Tagesbetreuung „Zum Mariechen“ aus der Taufe gehoben

Von Siegfried Gerdau

Viele Menschen, besonders Seniorinnen und Senioren leiden unter Einsamkeit. Wenn zum Beispiel die Partner verstorben sind, tritt eine Leere in ihr Leben, mit der die meisten Menschen schlecht fertig werden. Es wird mit zunehmendem Alter immer schwieriger Gleichgesinnte kennenzulernen und mit ihnen den Alltag, so wie er ist, genießen zu können. Genau hier setzt die Herborner Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit vielfältigen Betreuungsangeboten und den unterschiedlichsten individuellen Aktivitäten an.

Vor wenigen Tagen wurde die Tagesbetreuung „Zum Mariechen“ im Herborner Walkmühlenweg 13 aus der Taufe gehoben. Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik und Öffentlichkeit stellte die Geschäftsführerin Eva Claudin Halfmann-Gräb das zusätzliche AWO-Angebot in den hochmodernen Räumen des neugebauten Haus 13 gegenüber dem Johanneum-Gymnasium vor. Täglich von montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr können bis zu 24 Gäste den Aufenthalt in der neugeschaffenen Einrichtung wahrnehmen. Nach der kostenfreien Anfahrt (Heimfahrt inklusive) steht ein reichhaltiges Frühstück auf dem Programm und so gestärkt geht es mit ganz individuellen Beschäftigungsangebote in den Tag.

Ein tolles Team: (von links) Fahrdienst Elias Deyer, Jennifer Keller (Pflegekraft), Betreuungskraft Beatrix Wagner, Christina Rosales (Leitung) und Geschäftsführerin Eva Claudin Halfmann-Gräb.

Daneben können die Frauen und Männer auch an Tagesausflügen teilnehmen oder pflegerische und medizinische Versorgung in Anspruch nehmen. Das frischgekochte Mittagessen aus der eigenen „Bordküche“ mit der Möglichkeit einer anschließenden Mittagsruhe und einem gemeinsamen Kaffeetrinken, runden den Tag ab. Die Vermittlung von Zusatzleistungen wie Fußpflege, Physiotherapie oder Friseurbesuche im Haus gehören ebenfalls zu „Service“.

„Zum Mariechen“ ist für Jedermann/Frau sehr erschwinglich, erfuhren die zahlreichen Anwesenden. So ist die Kostenübernahme bei Inhabern eines Pflegegrades garantiert. Wenn sie die Tagespflege in Anspruch nehmen, können sie sich die Kosten der Tagespflege von der Pflegekasse erstatten lassen. Ihnen steht nämlich Pflegegeld in gleicher Höhe dafür zu. All das und mehr können Interessierte bei einem kostenfreien Probetag in der Tagesbetreuung mit den hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausführlich besprechen und sich die Räumlichkeiten samt Angeboten anschauen.

Die seit September des vergangenen Jahres vereidigte neue Sozialdezernentin des Lahn-Dill-Kreises Dr. Rebecca Neuburger-Hees zeigte sich in ihrem Redebeitrag dankbar dafür, dass die AWO in Herborn diese Betreuungsmöglichkeit geschaffen hat. Mit einem doppeldeutigen in typischer Heinz Ehrhardt-Manier Gedicht „Der Kabeljau“ wünschte sie der Einrichtung viel Erfolg. Der SPD-Landtagsabgeordnete Stephan Grüger sprach in seinen Grußworten von einer großartigen Initiativen und die Vertreterin des Evangelischen Dekanats an der Dill überreichte der Einrichtungsleiterin ein Gästebuch und wünschte der neu geschaffenen Altersbegleitung „Zum Mariechen“ ein kräftiges Glück auf.

Großes Interesse seitens der Politik. Links im Bild Frank Steinraths (CDU). Rechts im Bild: Stephan Grüger (SPD)

Frank Steinraths, Landtagsabgeordneter und CDU Mitglied überbrachte die Glückwünsche von seinem Parteikollegen Jörg Michael Müller sowie dem Bundestagsabgeordneten Johannes Volkmann (CDU). Sein Begrüßungsgeschenk für „Zum Mariechen“ war das Versprechen an einem Tag als Azubi in der Einrichtung mitzuarbeiten. Der Herborner Bürgermeister Lukas Winkler (CDU) zeigte sich auch im Namen des Herborner Magistrats sehr über das Zusatz-Angebot der AWO Herborn erfreut und fügte hinzu, „ich bin unfassbar froh darüber, was die AWO hier in Herborn alles unterhält.“

Nicht nur wegen des leckeren Imbisses am Veranstaltungsende, sondern auch der zusätzlichen Möglichkeit für zahlreichen informelle Gesprächen, lohnte sich die Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung.

Oberbauleiter Matthias Rompf, der im Auftrag seiner Firma Fritz Mayer, Altenkirchen für den „Neubau“ des Hauses 13 verantwortlich war, nahm ebenso wie der Driedorfer René Neutzner -er leitet gemeinsam mit Eva Claudin Halfmann-Gräb die Geschicke der AWO-Lahn-Dill-an der Veranstaltung teil. Auch ein altbekanntes Gesicht, die ehemalige Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller (CDU) und ehrenamtliche Kreisbeigeordnete, befand sich unter den Eröffnungsgästen. Weitere Informationen per Mail: info-tph-hb@awo-lahn-dill.de sowie telefonisch: 02772 9596-39. Noch mehr Informationen über die Angebote von AWO Lahn-Dill soziale Dienste gGbH auf der Internetseite info@awo-lahn-dill.de. Fotos: Gerdau

Neuer Malwettbewerb zum Waldaubacher Sagenweg

Wie bereits im alten Jahr angekündigt, hier die Ausschreibung zum „7. Malwettbewerb „Waldaubacher Sagenweg“. Dieses mal geht es um die Sage 11: „Woher der Höllkopf seinen Namen hat“. Die Geschichte wurde von dem leider verstorbenen Driedorfer Bruno Weyel nacherzählt. Mitmachen dürfen alle Kinder bis 14 Jahre und es gibt wieder tolle Preise zu gewinnen. Familieneintrittskarte für das Marienbad, Burg Greifenstein mit Glockenmuseum sowie Eintrittskarten für den Tierpark in Uckersdorf, Dönergutscheine, Pizzagutscheine.

 JEDER TEILNEHMER GEWINNT ETWAS!

Der schönste Preis sei bereits jetzt schon das abgedruckte Bild an der Sage 11, sagte mir eine Mutter bei einem der letzten Malwettbewerbe. Die Plätze 2 bis 5 werden dann in der „Rothaarsteig“ Wanderhütte der Sage 9 ausgestellt.

Teilnahmebedingungen sind so, wie bei den letzten Wettbewerben.

Jedes Kind bis 14 Jahre darf mitmalen. Das Bild MUSS in Hochformat DIN A4 gemalt werden. Es sollte zu der Geschichte passen. STICHWORTE; Ehefrau mit Essenstopf, Holzfäller mit Säge oder Axt, Teufel, Höllkopf (auch mit Funkturm, obwohl dieser vor Urzeiten noch nicht gestanden hat). Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

ABGABETERMIN: Donnerstag, der 05. März 2026 bei der Gemeinde Driedorf oder beim Ortsbeirat Waldaubach. Bitte an die Angaben zur Person denken.

Vorname, Name, Alter, Wohnort, Erreichbarkeit wie Telefonnummer, WhatsApp, E-Mail.

 Das Bild kann in Papierform abgegeben werden, aber auch in guter Qualität als PDF, JPG, PNG – Datei. Die Datei wird dann als Druckvorlage verwendet.

Zwei Neuerungen sind noch anzumerken: Am Parkplatz des DGH steht noch bis Mitte Januar eine wunderschöne große Weihnachtskrippe und die Sage 7 „Schinderhannes und der Pfarrer von Rennerod“ hat nun ebenfalls Figuren zur Sagendarstellung. Unter:  www.typisch-westerwald.de gibt es verschiedene geführte Wanderungen in allen Interessengruppen, verschiedene Entfernungen, mit zertifizierten Wanderführern auch für Kinder. TOLLE Homepage, sehr zu empfehlen!

Zu unserem Malwettbewerb möchte ich das Interesse mit einem tollen Sachpreis wecken.
Windsurfing Siegerland spendiert einen Grundkurs auf der Krombachtalsperre „Standup – Paddling“ im Wert von 59,- €. Im Anhang die bisherigen 1. – 5. Plätze aller 6 Malwettbewerbe. Vielleicht werden noch Kinder inspiriert und motiviert. Aus vielen Gemälden finden wir bestimmt wieder ein schönes Siegerbild.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Etz

Weitere Infos: Christoph Etz (Christophetz@web.de) und mobil: 01577 2980580