„Highland Cathedral“ und mehr in Herborn-Seelbach

Es war wie ein Nachhause-Kommen. Der Herborn-Seelbacher Musikverein gastierte wie schon seit 33 Jahren in der Herborn-Seelbacher Evangelischen Kirche. Bandleader und Dirigent Erwin Gabriel freute sich ebenso wie der Gastgeber Pfarrer Martin Slenczka über die unerwartet große Zahl der Konzertbesucher. Eine solch volle Kirche wünschte er sich sicher an vielen Sonntagen. Selbst seine Kollegin die Driedorfer Pfarrerin Kathleen Theiß hatte es nicht versäumt dem Kirchenkonzert die Ehre zu geben.

Das Benefizkonzert zu Gunsten der Evangelischen Beratungsstelle an der Dill vom Evangelischen Dekanat an der Dill, fand bei Alt und Jung großen Anklang. Annette Isheim, die Leiterin der Beratungsstelle bedankte sich sehr für das Engagement des Musikvereins und betonte, dass dies in Zeiten der knappen Kassen dringend notwendig sei.

Mit einem mächtigen Einstieg der „Highland Cathedral“ eröffneten die Frauen und Männer den bunten Reigen beliebter Weisen. Kathi Gabriel, die Ehefrau von Erwin hatte in bewährter Weise wieder die Moderation übernommen und führte mit vielen Erläuterungen durchs Programm. Sie betonte, dass die Akustik einer Kirche wie der Herborn-Seelbacher ihren ganz besonderen Reiz habe. Sie zitierte den großen Reformer Martin Luther, der einst sagte, dass die Musik ist eine wundervolle Gabe sei.

Mit dem Song „Africa“ der amerikanischen Rockband Toto, 1982 vom Schlagzeuger Jeff Porcaro und Keyboarder David Paich komponiert, ging es druckvoll weiter. Was die Blasmusiker aus diesem Stück herausholten war sehr beachtlich und wurde von den Konzertbesuchern mit lautstarkem Beifall goutiert. Etwas nachdenklicher ging es mit dem „Irischen Segenslied“ weiter und hier sang die ganze Konzertgemeinde mit.

1981 traten die „Roten Teufel“, wie sie auch wegen ihres roten Outfits gerne genannt werden, in den USA mit der „Sound of Music“ auf und erzeugten damit überall wo sie damit hinkamen ganze Beifallsorgien. Sie waren damals noch eine Jugendband und das imponierte den „Amis“ wohl ganz besonders, erzählte Katie Gabriel. Auch am Sonntagnachmittag waren die Menschen von dem Stück restlos begeistert und klatschten sich die Hände rot.

Nach dem russischen Volkstanz „Trepak“, der ursprünglich aus Gebieten des westlichen Russlands sowie der Sloboda-Ukraine stammt, folgte ein „Klarinettenkonzert“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Hier brillierte das Musikverein Urgestein Volker Knetsch mit einem eingängigen Solo auf seiner Klarinette. Nach dem Blumentanz (The Floral Dance) mit dem die Geigerin, Pianistin und Sängerin Kathie Moss 1911 debütierte und weltweiten Erfolg hatte, stand Franziska (Franzi) Immel von ihrem Platz auf und vertauschte das Saxophon mit dem Mikrofon.

Es war ihr Wunsch „What the World needs now is Love“ zu intonieren, sagte die Moderatorin. Mit ihrer göttlichen Stimme sang sich Franzi in die Herzen der Anwesenden: „Liebe ist das fehlende Element in der Welt und dass, wenn wir mehr Liebe zeigen, die Welt zu einem besseren Ort werden kann.“ Nicht nur, dass der Text so gut in die heutige Zeit zu passen scheint, machte das Lied aus dem Mund des Ausnahmetalents Franzi Immel, zu einem überragenden Erlebnis.

Es war auch ein Geburtstagskind unter den Protagonisten. Christoph Henrich, der seit geraumer Zeit das Musikorchester mit seinem mächtigen Blasinstrument verstärkt, wurde mit einem Blumenstrauß für seinen Jubeltag geehrt. Nach weiteren Stücken wie „Concierto de Aranjuez“, „Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung“ von James Last, „Give us Peace“ und „One Moment in Time“ kam mit „Amazing Grace“ ein Stück, ohne dass ein Erwin-Gabriel-Konzert nicht enden darf. Das englischsprachige geistliche Lied zählt zu den beliebtesten Kirchenliedern der Welt. Es erzählt, wie wunderbar Gottes Gnade klingt und wie sie jemanden rettet, der sich verloren fühlte, bis er wiedergefunden wurde und klarsehen kann. Und wieder ging ein Konzert mit den Musikern des Herborn-Seelbacher Musikverein zu Ende, dass durch seine Einzigartigkeit bei den Konzertbesuchern noch lange nachklang. sig/Fotos: Gerdau

Ein Gedanke zu „„Highland Cathedral“ und mehr in Herborn-Seelbach

  • 30. März 2026 um 22:39 Uhr
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    Hallo Siggi, DANKE – ganz einfach nur DANKE!!!!

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