Umerziehung im Kindergarten

Die Trägerin der kath. Kindertagesstätte St. Hubertus in Amöneburg-Mardorf müsste doch spätestens beim Betrachten des unten eingefügten Briefs wachwerden. Was sind denn dort, in dieser Einrichtung in der Klein-Kinder betreut werden, für Herrschaften in verantwortlicher Position. Ist das eine Eliteschule für Umerziehung im Sinne einer ökosozialistischen Ideologie. Ich fasse es nicht.

Dieser Brief, der wohl an alle „Samenspender“ und „Gebärmütter“ ging, ist tatsächlich keine Erfindung eines kranken Geistes, sondern echt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er im Sinne der Heiligen Katholischen Kirche ist. Vielleicht täusche ich mich aber auch. sig

So hoch sind die Renten wirklich

Immer wieder diskutiere ich mit den unterschiedlichsten Menschen über Einkommen, Mieten und Lebensqualität. Dabei fällt mir sehr oft auf, dass viele Diskutanten aus den oberen Einkommensschichten überhaupt keine Vorstellungen davon haben, mit wie wenig Einkommen eine hohe Zahl von Bundesbürgern ihr Leben gestalten müssen. Was mich persönlich immer erschreckt ist die Situation der meisten Rentnerinnen und Rentner im Lande. Angesichts dieser Tatsache, klingen manche Fantastereien wie die Heizungsumstellung und vieles mehr, wie Hohn und bodenlose Ignoranz.

Soeben erreichte mich ein sorgfältig recherchierter Beitrag über die aktuellen Rentenbezüge in unserer Republik. In Zeitungsberichten wird immer wieder nur über die Durchschnittsbeträge der Renten berichtet, was völlig ungenau sei, schreibt dieser Leser .

Beim Betrachten der beigefügten Statistik wird sich mancher Kopf bewölken. Foto: Gerdau

Man könne dies in der öffentlich zugänglichen Statistik “ Deutsche Rentenversicherung Bund – Statistikportal“ selber nachlesen, schreibt der Einsender. Die genauen Zahlen der Versichertenrenten sind dort getrennt nach Männern und Frauen erfasst.

Insgesamt gab es am 01.Juli 2022 – 21.260 Millionen Rentenempfängerinnen und Rentner.

Geht man von dieser Zahl aus, erreichen davon lediglich rund 2.59 Millionen Rentenbezieher einen Zahlbetrag in Höhe von 1800 bis 2100 Euro.

Diese offizielle Statistik macht mindestens sehr nachdenklich

Die Masse der Rentner liegt im Bereich von 900 – 1200 Euro Rente – Netto – pro Monat und nicht wie immer wieder im Durchschnitt angegeben 1.400-1500 Euro. Das sind natürlich Beträge vor Steuern.

Nur rund 1,105 Millionen Rentner erreichen eine Rente von über 2.100 Euro gemäß der Statistik.

Die Zugangsdaten findet man nach Eingabe in der Google-Suchfunktion im Deutschen Rentenversicherung Statistikportal – Sozialpolitik aktuell.de unter abbVIII24. sig

Wollen wir einen dritten totalen Krieg?

Kommentar von Siegfried Gerdau

Heute vor 78 Jahren wurde der Diktator und Massenmörder Adolf Hitler samt seiner Armee endgültig in die Schranken gewiesen. Das Ende des II. Weltkriegs am 8. Mai 1945 hatte er nicht mehr erlebt, weil er sich seiner Gefangennahme durch Suizid entzog. Zurück ließ er eine Schuld, die sicher nie in Vergessenheit geraten wird. Deutschland war hoffnungslos zerbombt und teilte dieses Schicksal mit vielen anderen Ländern. Millionen Menschen starben während des Krieges, in den KZ und an den Folgen. Das Volk, welches mit Masse den Allmachtsfantasien Hitlers und seiner Schergen glaubte, bezahlte einen bitteren Preis dafür.

Gemälde von Hilmar Weckert, Dillenburg.

Das ist 78 Jahre her. Offensichtlich zu lange, um in Erinnerung zu bleiben. Seit fast 10 Jahren „zählen die Kriegsminister wieder ihre Benzinkanister“ (Nena). Der Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, ist wieder in den Bereich des Machbaren getreten. Noch bezahlen die Menschen dieses Landes die Zeche dafür mit ihren Leben. Die meisten waren vor dem Krieg bettelarm. Es gab jedoch damals schon steinreiche Menschen in und außerhalb der Ukraine, die heute wieder zu den Kriegsgewinnlern zählen.

Es war schon immer so, dass die einen sich in ihrem Blut wälzten, während die anderen davon profitierten. Es gab leider auch schon immer die, welche auf die Frage „Wollt ihr den totalen Krieg“, mit Jaaa antworteten. Ob die Schreihälse von damals wussten was sie damit taten? Ich glaube es nicht.

„Vorbereitung für das große Sterben“ titelt Gerhard Spörl heute bei T-Online. Sicher mehr als Makaber, aber leider zutreffend. Er redet in seinem Artikel über die anstehende ukrainische Großoffensive gegen die russischen Besatzer. Alles klar, aber leider ist das alles kein Schachspiel, sondern im wahrsten Sinne des Wortes blutiger Ernst.

Wird der Mensch, dieses angeblich intelligenteste aller Wesen, irgendwann einmal seine Intelligenz aufstocken und sich nicht mehr bekriegen? Auch das glaube ich nicht. Möglicherweise sind Hunger und gewaltsames Sterben ein Mittel die ausufernde Erdbevölkerung im Zaun zu halten. Ein unangenehmer Gedanke, der nicht nur Unbehagen, sondern auch Aggressionen gegen so Denkende auslöst.

Es wäre doch mal eine Maßnahme, wenn Deutschland sich nicht nur als Vorreiter in Sachen erneuerbare Energiegewinnung, sondern auch in der Kriegsverhinderung oder rechtzeitigen verbalen Eindämmung von Konflikten stark machen würde.

Jetzt schaue ich wieder einmal auf meinen Globus neben meinem PC und suche den daumennagelgroßen Fleck Deutschland darauf. Weitere Worte erspare ich mir an dieser Stelle.

Qopas setzt neue Maßstäbe in der Metrology

Von Siegfried Gerdau

Um Knowhow, Innovation und Ultra-Genauigkeit geht es seit fast drei Jahren bei Qopas auf der Driedorfer Heunwiese 8. Dies schauten sich eine Gruppe von Parlamentarier aus der Westerwaldgemeinde unter Führung ihres Bürgermeisters Carsten Braun (CDU) genauer an.

Genauigkeit ist ihre Passion. Von links: Stefan Karl, Torsten Löbrich, Stefan Seitz, Bianca Nelle, Carsten Braun, Silke Georg, Guido Welter, Axel Gonschorowski, Andreas Wolf und Jochen Stahl.

Betriebswirtin Bianca Nelle erklärte den Besuchern den Arbeitsbereich des Unternehmens. „Unsere Ingenieure sorgen dafür, dass Messmaschinen, die die Maßhaltigkeit von Komponenten und Baugruppen prüfen, gewartet und kalibriert werden.“ Zum besseren Verständnis fügte sie hinzu, dass Qopas für die Qualitätssicherung beispielsweise im Turbinenbau bei Rolls Royce, großen Autoherstellern und vielen anderen Hightech-Unternehmen zuständig ist. Auch ein regionaler Schaltschrankhersteller gehört zum Kundenkreis von Qopas. Dabei geht es um eine für Laien unfassbare Genauigkeit um Micrometer 1 µm, also 0,001 Millimeter. Im Vergleich dazu ist ein menschliches Haar mit 0.06 bis 0.08 Millimetern dick. Solche Messungen sind logischerweise nur mit hochpräzischen Messmaschinen unter temperaturkontrollierten Bedingungen durchzuführen. Dieses System ist von dem Team um die Geschäftsführer Stefan Karl, Stefan Seitz und Torsten Löbrich entwickelt worden und soll schon bald marktreif sein. Die Chefs sammelten nach ihrem Studium bei der Firma Hexagon Metrology (früher Leitz Messtechnik) Erfahrungen im Umgang mit der Wartung, Kalibrierung und Programmierung von 3D-Koordinatenmesstechnik und wechselten anschließend zu Nikon Metrology. 2009 starteten sie in die Selbständigkeit.

Ein weiteres Standbein des Unternehmens sind sogenannte Lohnmessungen und Lohnprogrammierungen. Hierbei werden Bauteile der Kunden auf den Qopas-Messmaschinen optisch, mittels Laserscanner oder tastenden Systemen auf Maßhaltigkeit geprüft und mit einem Messprotokoll versehen.

Das Driedorfer Hightech- Unternehmen hat zusätzlich vor zwei Jahren einen Geschäftszweig übernommen, bei dem Prüfnormale überwiegend aus Karbonfasern hergestellt werden. Damit ist es in der Lage Messmaschinen nach Kundenanforderung zu kalibrieren. Jeder Kunde erhält so ein auf seine Bedürfnisse handarbeitetes und maßgeschneidertes Prüfnormal. Dies ist die physische Basis für die Kalibrierungen hochpräziser Messmaschinen.

Den kompletten Umbau des einstigen Getränkemarkts und Lager Georg, hat das Qopas- Team nach den eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen vorgenommen. Qopas bedeutet: Quality, Organisation, Professional, Application, Systems. Foto: Gerdau 

Pfarrer Andree Best wird Pfingsten verabschiedet

Gemeindepfarrer wechselt zum August in das Dekane-Amt

Von Holger Becker- von Wolf

Pfarrer Andree Best wird als Gemeindepfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Herborn am Pfingstsonntag (28. Mai 2023) in einem Festgottesdienst um 11 Uhr in der Stadtkirche Herborn verabschiedet, das teilt der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde mit. 16 Jahre war Pfarrer Andree Best in der Kirchengemeinde Herborn tätig. Der 46Jährige Pfarrer tritt zum 1. August 2023 als Dekan die Nachfolge von Pfarrer Roland Jaeckle an, der wieder als Gemeindepfarrer tätig sein möchte. Die Kirchengemeinde Herborn verabschiedet Pfarrer Best mit einem musikalischen Festgottesdienst in der Stadtkirche im Rahmen der „Klingenden Kirche“.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Pfarrer Andree Best mit großer Mehrheit zum Dekan des Evangelischen Dekanats an der Dill gewählt worden ist. Aber traurig sind wir auch. Denn wir verlieren einen tollen Gemeindepfarrer, der sich mit viel Herzblut und großem Engagement in unserer Gemeinde eingebracht hat: Ob im Kindergarten oder auf der Baustelle oder in den vergangenen Jahren auch bei beidem gleichzeitig, ob im Gottesdienst oder in den vielen Sitzungen, die auch zum Pfarramt gehören, ob im Gespräch oder bei den Konfirmanden, immer war Andree Best mit vollen Einsatz dabei. Mit seiner einmaligen Art hat er unsere Gemeinde geprägt. Dafür sind wir dankbar“, sagt Kollegin Pfarrerin Claudia Sattler. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Kirchengemeinde zu einem Sektempfang und Essen in das Evangelische Gemeindehaus am Kirchberg ein.

Andree Best/Ev. Dekanat an der Dill. Foto: privat

Zur Person Andree Best

Pfarrer Andree Best (Jahrgang 1977), gebürtig in Siegen und aufgewachsen in Sechshelden, hat in Marburg und Leipzig evangelische Theologie studiert. Sein Vikariat führte ihn nach Wiesbaden zur Evangelischen Kirchengemeinde Klarenthal. Ordiniert wurde er durch Propst Michael Karg in der Kirchengemeinde Herborn, wo er seit 16 Jahren als Pfarrer tätig ist. Seit 2007 ist Andree Best Mitglied der Dekanatssynode, seit zwei Jahren Mitglied im Dekanatssynodalvorstand (DSV). Im damaligen Dekanat Herborn war er Diakoniepfarrer und Mitglied im Hauptausschuss des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau.

Als Jugendpfarrer im Dekanat war Andree Best an der Entwicklung des Konzeptes einer Jugendkirche sowie eines regionalisierten Jugendkonzeptes beteiligt. Als Lehrpfarrer ist für die Ausbildung von jungen Pfarrern mitzuständig. Pfarrer Andree Best war Mitglied der EKHN-Kirchensynode und Mitglied im Beirat der kirchlichen Studienbegleitung. Seit 2007 bis heute ist er Vorsitzender der Verbandsvertretung der Diakoniestation Herborn-Sinn. Der 46Jährige ist mit der Religions- und Gemeindepädagogin Christina Best verheiratet, das Ehepaar hat drei Kinder.

Die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter aus den 36 Kirchengemeinden links und rechts der Dill haben Pfarrer Andree Best auf der Frühjahrssynode in Siegbach am 25. März 2023 zum neuen Dekan und Nachfolger von Pfarrer Roland Jaeckle gewählt. Die Amtszeit des neuen Dekans soll am 1. August 2023 beginnen. Die Synode wählt den Dekan für sechs Jahre.

Frühjahrsausfahrt der „Old-und Youngtimer“

Von Siegfried Gerdau

Die 3-tägige Frühjahrsausfahrt der „Old-und Youngtimer IG Alter Dillkreis 2002“, die von Sinn über Thüringen und Bayern führt, wird am letzten Tag (Sonntag 07.05.) auf dem Herborner Marktplatz gegen 16 Uhr Station machen. Zahlreiche „Alte Möhrchen“, wie man sie nicht alle Tage auf unseren Straßen sieht, sind nicht nur für Hobbyfotografen eine Augenweide.

Schöne und supergepflegte, mindestens 30 Jahre alte Autos, kann man am Sonntag (07. Mai) ab 16 Uhr auf dem Herborner Marktplatz bewundern.

Der Sinner Dieter Jung, einer der Mitorganisatoren, hofft auf schönes Wetter. Nach einem Besuch in Lauterbach, geht es durch den Vogelsberg in die nördliche Rhön nach Bad Salzungen. In Merkers wollen die Teilnehmer eine Salzgrube besichtigen und danach in Fladungen übernachten. In Meiningen schauen sie sich das Bahnbetriebswerk für die Instandsetzung von Dampflokomotiven und anschließend im Werra-Tal das Kloster Veßra an. Auf dem Rückweg steht ein Besuch des Kloster Kreuzberg an. Dort will man sich an dem Kreuzberger (Kloster) Bier laben.


1. Mai Grillfeier bei der SGH

Text und Fotos: Siegfried Gerdau

Im Hof der Hohen Schule ging es am 1.Mai so richtig rund. Die Sozial Gruppe Herborn (SGH) hatte zu ihrem traditionellen Grillen geladen. Viele ließen bei gutem Wetter die heimische Küche kalt und folgten der Einladung. Pierre Archinal versorgte die durstigen Kehlen mit perfekt gekühlten Getränken aus seinem dreirädrigen Festmobil. Die SGH-Freunde brieten Würste und Pommes und die Besucher nutzten die Gelegenheit alte Freunde zu treffen, um sich gut mit ihnen zu unterhalten. In der Hof-Ecke, gleich neben dem Eingang, hatten Sabine und Michael Schäfer aus Sinn ihr Akkordeon und Keyboard installiert und intonierten eingängige Schlager, die sehr gut ankamen.

Kurt Meinl ist der SGH-Vorsitzende

Wer ist die SGH ?

Mehrmals kam in Gesprächen die Frage auf, wer ist denn die SGH. Die Antwort ist relativ einfach: Die Sozial Gruppe Herborn ist eine unabhängige Gruppe sozial engagierten Menschen. Sie sind nicht mit einer überregionalen oder bundesweiten Partei verbunden und können deshalb im Herborner Stadtparlament nach freiem Gewissen entscheiden. Jeder der SGH-Stadtverordneten entscheidet für sich selber und im Sinne seiner Wähler, genauso wie es nicht nur in der Kommunalpolitik sein sollte. Seit August 2021 koalieren im Herborner Parlament die CDU, SPD und Grüne. Unter diesem Aspekt ist es gut, wenn Gruppierungen wie die Sozialgruppe mit ihren 2 Sitzen oppositionelle Aufgaben übernehmen. Das tut sie ebenfalls seit 2021 gemeinsam mit der FDP. Alleine dieser Umstand zeigt, dass sich die SGH um viel mehr kümmert, als „nur“ um soziale Fragen.

Kleine Bildnachlese vom Grilltag im Hof der Hohen Schule

Das Wetter war gut, die Würste schmeckten und den trockenen Kehlen wurde abgeholfen.

Betrügerische E-Mails und falsche WhatsApp-Nachrichten im Umlauf

Wieder einmal warnt die Finanzverwaltung vor Betrugsversuchen mit vermeintlichen Zahlungsaufforderungen des Finanzamts, Bundesfinanzministeriums oder Bundeszentralamts für Steuern.

Derzeit versenden Betrüger E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten im Namen des Finanzamts, des Bundesfinanzministeriums oder des Bundeszentralamts für Steuern. Sie behaupten ein ausstehender Betrag sei nach mehrfachen Mahnungen noch nicht beglichen worden. Gedroht wird mit der Pfändung des Hausrats durch den Gerichtsvollzieher. Die Betrüger fordern den vorgeblich noch offenen Betrag sofort per Echtzeit-Überweisung zu zahlen. In den WhatsApp-Nachrichten wird dafür ein Zahlungs-Link verschickt, der unter keinen Umständen geöffnet werden sollte. Per E-Mail werden falsche Schreiben, in denen zur Zahlung aufgefordert wird, als Anhang versandt. Die Finanzverwaltung warnt eindringlich davor, den Anweisungen zu folgen. Quelle: Steuerberater Ralf Hartmann

Ist Holzeinschlag Raubbau oder notwendig?

Eine Leserin, die sich nicht nur um vom Menschen aufgegebene Tiere kümmert, sondern auch durch ihre sehr rücksichtsvolle Lebensweise die Natur schützt, hat sich über den, ihrer Meinung nach rücksichtslosen, Holzeinschlag im Schelder Wald entrüstet.

Der Niederschelder Wald sieht aus wie nach dem Krieg. Ein Bild der Verwüstung. Als hätten unzählige Bomben eingeschlagen. Wer hinterlässt so ein Bild des Jammers? Es ist zum Heulen. Seit letztem Jahr schon höre ich das Ächzen der fallenden Bäume. Man meint man hört sie schreien. Ein letztes „Aufbäumen“ bevor sie brechen. Über Jahrzehnte stolz gewachsen, wird Ihnen in wenigen Minuten der Garaus gemacht und sie brechen stöhnend zusammen. Dem Mensch hält nicht der stolzeste Baum stand. Er ist ihm im wahrsten Sinne nicht gewachsen. Egal wie mächtig er sein mag in seiner Statur. Es war ein Ort der Ruhe, eine Idylle, Balsam für die Seele durch diesen Wald zu spazieren.

Beispiel-Foto: Gerdau

Ich kann den hallenden Lärm der Motorsägen quer durch den Wald, nicht mehr ertragen. Jetzt möchte man nicht mehr dort spazieren, nur noch heulend, mit geschlossenen Augen weglaufen. Passieren kann ja nicht mehr viel. Wenn man die Augen geschlossen hat gibt es ja kaum mehr einen Baum, wo man gegen rennen könnte. Traurige Ironie.

Ein Idyll sieht anders aus. Foto: Nadja Steinwachs

Wie lange soll das noch gehen, bitte? Es ist nicht mehr viel übrig. Es gibt keine Rechtfertigung der Welt für diesen enormen Kahlschlag! Keinen! Krankheiten, Haftung. Für dumm verkaufen will man uns hier! Für so viele Bäume die vernichtet wurden, gibt es keine Haftung, beziehungsweise müssten die Verantwortlichen verhaftet werden und nein! Ich bin nicht zu emotional oder unsachlich! Eine Schande ist das. Ich kann meiner Empörung und Wut kaum mit Worten Ausdruck verleihen, wie ich es möchte.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, das Holz wird ins Ausland verkauft und wir dürfen es uns teuer zurückkaufen. So ist es doch und nicht anders! Von wegen, kranke Bäume.

Die Brut und Setzzeiten werden total außer Acht gelassen. Rücksichtnahme ist hier fehl am Platze. Es geht um den Profit. Schämen sollt ihr euch! Aber wehe da läuft ein Hund ohne Leine. Was ich natürlich zu diesen Zeiten auch nicht befürworte! Möchte nur die Doppelmoral ansprechen mit der hier vorgegangen wird. Wann hat das radikale Abholzen im Schelder Wald endlich ein Ende?! Wenn nichts mehr übrig ist? Na das habt ihr ja bald geschafft! Was für ein Massaker.

Heger und Pfleger nennen sie sich. Ich bekomme Würgereiz, milde ausgedrückt. Peter Wohlleben, der bekannte Forstwirt erklärt genial und absolut logisch und sachlich in unter anderem z.B. seinem Werk- Film/Buch: „Das geheime Leben der Bäume“, warum der Mensch sich aus der Natur raushalten sollte!

https://www.peter-wohlleben.de/film-das-geheime-leben-der-baeume

 Der Mensch, der sich warum auch immer, als Krönung der Schöpfung bezeichnet.

Ich schäme mich für unsere Spezies. Weitsicht gibt es da nicht. Des Weiteren konsumiert Peter Wohlleben, vorbildlich nichts tierisches mehr und spricht sich auch gegen die Jagd aus. Und er ist Fachmann.

Wird z.B. die Leitbache eines Wildschweinrudels geschossen, vermehrt sich dieses unkontrolliert. Denn die Leitbache kontrolliert ansonsten die Vermehrung! Nicht der Mensch, wie man deutlich sieht.

Im Winter werden die Tiere im Wald extra zugefüttert, wo die natürliche Auslese die Schwachen, Alten und Kranken dahinraffen würde und somit den Bestand reguliert. Warum greift man ein? Weil man ein „Zuviel“ anscheinend will, sonst gibt’s ja nix mehr zu schießen!

 Hier geht es doch nur um ein „gehobenes“ Hobby, was zudem gerade in Mode gekommen zu sein scheint. Die Jagd hat Tennis und Golf abgelöst. Feige stolz darauf zu sein und ein wehrloses abgeballertes Wesen, dann stolz wie Oscar und freudestrahlend über dessen Ableben Trophäe zu nennen und es noch zu präsentieren. Der Mensch ist einfach die Abart an sich. Wem will man erzählen, dass der Abschuss nötig ist? Doch nur dem Ungebildeten! Denn jeder, der sich wirklich informiert, erkennt die Wahrheit. Der Mensch macht es mit allem nur noch schlimmer. Ob mit Kahlschlägen oder der Jagd.

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Zurück zu der Zerstörung des Niederschelder Waldes. So eine Vernichtung hat es noch nie gegeben, die Waldwege werden enorm verbreitert, damit LKWs mit Anhänger quer durch den Wald fahren können. Schotter wird aufgeschüttet. Das geht schon so seit Monaten. Es ist ein Drama. Ich hoffe die Verantwortlichen lassen es nun endlich gut sein. Viel ist da nicht ehr zu holen und es wird Ewigkeiten dauern bis der Wald sich davon erholt hat. Als müssten die nächsten Trockenperioden nicht schon genug um unsere immer kärgeren Waldbestände fürchten. Umweltschutz, sparen schön und gut. Der Mensch dreht sich im Kreis. Plastiktüten, Strohhalme werden abgeschafft- gut. Dafür gibt es nun Papiertüten. Dafür sieht es bald überall so erbärmlich aus, wie am Hauberggebiet bei Siegen. Wie nach der Atombombe.

Alle schaffen sich Öfen an. Klar, wer weiß denn was kommt. Der Mensch fürchtet den Krieg, will sich selbst versorgen können. Nur tötet er langfristig seine eigenen Ressourcen, weil er es wie immer übertreiben muss. In so einem extremen Ausmaß nutzt, dass sich z.B. der Wald kaum mehr erholen kann. Nun heizt jeder mit Holz. Schön und gut. Aber wo kommts denn her, bitte? Es ist zum Verzweifeln. Der Mensch schneidet sich in seinem Egoismus ins eigene Fleisch und merkt es aktuell nicht mal. Karma hat kein Verfallsdatum. Text: Nadja Steinwachs