Entspannt gefahren, gut gegessen und traumhaft übernachtet.

Wenn ich meinem Gefühl nachgegeben hätte, wäre ich am liebsten am Montag schon wieder auf die Reise gegangen. So war es der Dienstag. Ziel: Wie die vergangenen drei Jahre Tönning in Nordfriesland. Die A45 ließ sich sehr gut befahren und selbst fürs Nadelöhr Lüdenscheid brauchten wir „nur“ 30 Minuten. Die Hansalinie A1 lief ebenfalls wie am Schnürchen und gegen 18 Uhr ankerten wir auf dem Camping Holdorf am Heidesee.

Petra erinnerte sich noch, dass es bei unserem letzten Besuch im Campingrestaurant sehr gut schmeckte. Das wollten wir erneut überprüfen und wählten Backfisch mit Pommes und Jalapenos. Dazu ein Thunfischsalat und natürlich, oh Wunder, ein Krombacher Pils. Petra fror ein wenig und kämpfte mit einem heißen Tee dagegen an.

Der familiengeführte Betrieb gefiel uns schon beim letzten Mal und diesmal war der Sevice gefühlt noch ein Zacken besser.

Die hübschen Schwägerinnen werfen den „Laden“ mit Charme und Professionalität.

Am besten war jedoch das Essen und das alles für einen sehr akzeptablen Preis. Auch die Übernachtung war preislich völlig in Ordnung und wir fühlten uns sehr willkommen.

Morgen früh starten wir im Richtung Glückstadt- Fähre und wir hoffen zu einer guten Zeit in Tönning anzukommen. sig/ Fotos: Gerdau

Adresse: Familie Bahlmann Wohnmobilstellplatz und Zeltplatz Heidesee. Zum Heidesee 53, 49451 Holdorf.

Meine Meinung

Friedrich Merz wird am 6. Mai (also Morgen) zum Kanzler gewählt und dies völlig unabhängig von seinen schlechten Umfragewerten in der Bevölkerung und Vorbehalten sogar in der eigenen Partei, der CDU. Die kann es sich überhaupt nicht leisten seine Wahl in Frage zu stellen und der künftige Koalitionspartner SPD noch viel weniger.

Für beide Parteien steht zu viel auf dem Spiel und es droht das Auseinanderbrechen der „Parteienfreundschaft“ schon bevor sie begonnen hat. Das Murren im Volk und in den Parteien ist deutlich zu vernehmen. Wen interessiert es? Die Gewinnerpartei und die Wahl-Verlierer sicher nicht. Der Machterhalt der so unterschiedlichen Gruppierungen ist wichtiger als die Meinung des Souveräns.

Ob die Überlegung, die einzig verblieben Opposition zu verbieten undemokratisch ist, müssen die Verfassungsrichter entscheiden. Die aktuellen Befragungen sind für die Christdemokraten alles andere als günstig und es gilt die „gesichert Rechtsextreme“ so schnell wie möglich auszuschalten. Das sollte möglich sein, zumal unser Land in diesen Verfahren einschlägige Erfahrungen hat.

Während die einstige Arbeiterpartei SPD sich weitgehend in vornehmer Zurückhaltung übt, sind die Christlichen aufgescheucht und kämpfen bis in die Basen um jede Stimme. Absolut verständlich wenn man daran denkt, dass einst fast doppelt so viele Bürger ihnen ihr Votum gaben.

Die Menschen im Lande sind verunsichert ob die Fehlbesetzung der vergangenen Jahre weitergeht oder sich sogar noch verschärft. Die Hoffnungen auf eine realistische, vernünftige Regierungspolitik schwinden zusehends. Existenzielle, weil finanzielle Probleme in den Unter-und Mittelschichten werden weiterhin negiert. Dazu steigt die Kriegsangst, die viele zu recht für sehr realistisch halten. Der gefühlte oder tatsächliche Abbau von Arbeitsplätzen wird höchstens am Rande erwähnt oder gänzlich in den Bereich der Fabeln verwiesen.

Die Bürger im Lande stellen sich die Frage warum sie den Gürtel enger schnallen sollen und ob das ein Naturereignis ist. Die braven Menschen die täglich zur Arbeit gehen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, haben nicht dazu beigetragen, dass sich die Dinge so negativ entwickeln wie sie sind. Dass ein Teil von ihnen jetzt plötzlich massiv verunglimpft wird, weil sie nach Rettungsankern am rechten politischen Rand greifen, können sie nicht begreifen. Die jungen Menschen, die unter diesen 10 Millionen sind, sollen jetzt auch noch kriegstüchtig werden.

Statt ein wenig mit kriegerischen Auseinandersetzungen zu liebäugeln, könnten es die Verantwortlichen doch mal mit einer bürgerfreundlichen Politik versuchen um damit die „Fehlgeleiteten“ wieder auf den „rechten Weg“ zu bringen. Wir Deutschen hatten eigentlich genug von Krieg, Elend und Drangsalierungen durch Kaiser und Hitler. Wir wollten mit allen Völker friedlich zusammenleben und viele von uns gingen auf die Straße und schrien sich die Kehlen heiß gegen Nachrüstungsbeschluss und Wiederbewaffnung. Wir waren laut offizieller Verlautbarung nur noch von Freunden umgeben.

Plötzlich ist alles anders. Friedliche Koexistenzen wurden gekündigt oder zerbrachen durch ungute Einflüsse von außen. Professionelle Diplomatie getauscht gegen dilettantisches Vorgehen von Amateur-Strategen. Jetzt soll alles anders werden und die Hoffnung der Menschen im Lande richteten sich auf Politiker wie Friedrich Merz. Leider werden die aber immer weniger und wenn man pessimistischen Experten Glauben soll, zeichnet sich ein Fiasko ab.

Schade. Unser Land braucht wieder Ruhe, weniger Hass und Grabenkämpfe. Es braucht Perspektiven und weniger Spinnereien, die auf dem Rücken von Millionen Menschen ausgetragen werden. Wir brauchen unsere einstige wirtschaftliche Stärke zurück und keine endlosen Diskussionen über Geschlechtervielfalt. Mit einem gradlinigen, entschlussfreudigen Kanzler kann es Deutschland. Also Herr Merz versuchen sie es, aber bitte nicht halbherzig und dann weniger wankelmütig. sig/Foto: Gerdau

Rettungshundestaffel feiert

Lebensretter auf vier Pfoten
10. MAI 2025 von 11:00 – 17:00 Uhr
Am Wilhelmsturm in Dillenburg


Programm:
Rettungshunde in Aktion
Spannende Mitmach-Aktionen für
Kinder & Erwachsene
Erste Hilfe am Hund
DRK-Blaulichtfamilie
Special: Exklusive Kasematten Führung mit Hund
Leckere Verpflegung aus der
Feldküche

Ulrike Pelikan

Den gesamten Tag ist die DRK-Blaulichtfamilie zum Austauschen & Entdecken sowie tolle Aktionen für die Kleinsten anwesend.

Herborn platzte aus allen Nähten

Freitags ist in Herborn immer mehr los als an allen anderen Tagen. Das liegt sicherlich auch an dem an diesen Tag stattfindenden Wochenmarkt. Heute am 2. Mai war förmlich die Hölle los. Hatte der Brückentag eine solche Lawine ausgelöst oder lag es an dem tollen Frühlings/Sommertag. Die Cafés waren gut gefüllt und auch die Geschäftsleute hatten alle Hände voll zu tun. Wer sich ein wenig in der Stadt auskennt wird schnell festgestellt haben, dass die meisten Besucher keine Herborner waren.

Das konnte man auch an den Autoschlangen sehen, die sich schon sehr früh bildeten. Unter die heimischen Nummernschildern hatten sich viele aus dem regionalen Umland gemischt. Die Parkplätze waren zum brechen voll, aber das tat der Liebe zu der schönen Stadt an der Dill keinen Abbruch. Wieder einmal bewies sich, dass die Reduzierung der Blechkarossen-Stellplätze erhebliche Einbußen in den Stadtsäckel hätte. Die Attraktivität der Stadt beruht eben nicht nur auf der Schönheit der Altstadt, sondern ganz sicher auch auf deren Erreichbarkeit besonders für ältere Menschen und Einkäufer bei den Einzelhändlern.

Die Verdammung der Verbrenner, denen die Stadt letztlich auch ihre Anziehungskraft verdankt, ist nur eine Seite der Medaille. Die Zunahme von elektrisch betriebenen Fahrzeuge die andere Seite. Aber auch die brauchen Parkplätze. Wer in dieser Angelegenheit mit der ökologischen Brechstange vorgeht, zerstört mehr als er vermeintlich gewinnt. Die Ausgewogenheit und das gedeihliche Miteinander von Fußgängern, Radfahrer und Automobilisten ist der Königsweg. Was in südlichen Ländern als romantisch empfunden wird, wenn einem beim Speisen im Straßenrestaurant die PKW förmlich über die Füße fahren, ist hier zulande der Vorhof zur Hölle.

Wer die Bärenstadt für alle Besucher sehenswert erhalten und weiter fördern möchte, muss auch die mit ins Boot nehmen, die glauben nur eine Innenstadt die höchstens mit dem Lastenfahrrad zu erreichen ist, sei die Glückseligkeit auf Erden. Zwar sind Autoschlangen nicht besonders attraktiv aber aus den Auspuffen der Fahrzeugen kommen schon lange keine üblen Schwaden mehr und die E- Autos sind völlig frei davon. Aber wie schon geschrieben, alle aus der Stadt verbannen, ist einfach zu kurz gedacht. Wir sollten froh sein in einer Stadt zu leben, die eine solch große Anziehungskraft besitzt. Es könnte ja auch anders sein und das wollen wir alle nicht und können es uns auch nicht leisten. sig/Foto: Gerdau

Meine Meinung

Für einen Kandidaten, von dem man restlos überzeugt ist, zu werben, kann demokratischer nicht sein. Sich für ihn einzusetzen, seine Fähigkeiten hervorzuheben ohne einen andern zu diskreditieren, ist in diesem Zusammenhang eine politische Tugend. Oft werde ich gefragt wen man denn nun wählen soll. Die Frage kann nur individuell beantwortet werden. Bei so vielen Kandidaten, die sich sicher ausreichend über ihre Vorstellung vom Amt als Bürgermeister der Stadt und ihrer eigenen Person ausgelassen haben, dürfte es grundsätzlich nicht schwer sein, seinen zukünftigen Bürgermeister auszuwählen. Das bedeutet: Jeder soll den für sich Besten wählen.

Meine Wahl steht felsenfest

Eine so lebens- und liebenswerte Stadt wie Herborn hat es verdient, dass sie einen Mann mit Berufs- und Lebenserfahrung, Führungsfähigkeit und einer großen Portion Charisma zu ihrem Bürgermeister wählt. Dieser Mann heißt Michael Scheld, ist 48 Jahre alt und gehört keiner politischen Partei an. Mit seinen innovativen Vorstellungen, wie eine Stadt auch in Zukunft nicht nur existieren, sondern auch prosperieren wird, ist er genau der richtige Mann an der Spitze der Verwaltung.

Michael Scheld

In seiner bisherigen Verwendung in leitender Funktion hat er sich das Rüstzeug dazu erarbeitet. Als ausgesprochener Teamplayer ist Scheld nicht nur in der Lage mit einem hervorragend aufgestellten Verwaltungsapparat die Geschicke der Stadt zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger zu leiten, sondern auch die verantwortungsvolle Arbeit der politisch unterschiedlich besetzten Gremien entsprechend zu würdigen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Michael Scheld will nicht „nur“ Verwalter, sondern auch Macher und Gestalter sein.

Gerade weil die finanzielle Lage der Stadt alles andere als rosig zu bezeichnen ist, kommt es ihm darauf an die Situation aller Gewerbetreibenden und Unternehmen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zur Entfaltung zu verschaffen. Er weiß genau, dass eine Kommune ohne eine funktionierende Wirtschaft nicht in der Lage ist, die notwendigen finanziellen Mittel zu generieren.

Parallel dazu hält er es für unbedingt notwendig besonders junge Familien die Grundlagen für gesicherte Existenzen zu verschaffen. Dazu gehören nicht nur bezahlbarer Wohnraum, sondern auch die Aussicht auf Arbeitsplätze mit Zukunft. Dass besonders von Touristen geliebte und gut besuchte Fachwerkensemble der Stadt, welches einst mit Weitsicht und viel Visionen erhalten und gepflegt wurde, muss weiterentwickelt werden.

Besonders auch in den Stadtteilen will Michael Scheld ganz genau hinschauen und die Wünsche aber auch Probleme der Bürger sehr ernst nehmen und nicht auf die „lange Bank“ schieben. Wer Michael Scheld wählt wird sich und der Stadt einen guten Dienst erweisen und die Voraussetzung für ein harmonisches Miteinander schaffen.

Geben Sie bitte am kommenden Sonntag Michael Scheld ihre Stimme und vertrauen Sie damit einem Mann, den Herborn verdient hat. sig/Foto: Gerdau

Bratwürste, Kandidaten und viele gute Gespräche

Bei optimalem Herborner Wetter veranstaltete die Sozialgruppe Herborn (SGH) wieder einmal ihren ganz individuellen 1. Mai-Feiertag in der Hohen Schule. Die Veranstalter um ihren Vorsitzenden Kurt Meinl und Frank Deworetzki, den Fraktions-Vorsitzenden der SGH, nutzten den Tag nicht nur zum Bratwurstessen und guten Gesprächen, sondern auch um die acht Herborner Bürgermeisterkandidaten nur wenige Tage vor der Wahl am kommenden Sonntag mit ihren Wählern zusammenzubringen.

Bürgermeisterkandidaten- Gruppenbild mit Dame. Von links: Lukas Winkler, Silas Koch, Gastgeber Frank Deworetzki, Katja Gronau, Patrick Pfeiffer, Markus Schlaudraff, Mazin Zahreddin und Michael Scheld. Jörg Menger fehlt auf dem Foto.

Zahlreiche Herborner Bürgerinnen und Bürger, sowie viele SGH-Fans nahmen das Angebot gerne an und löcherten die Kandidaten mit ihren Fragen. Landrat Carsten Braun, einer der Redner auf der DGB-Maikundgebung ließ es sich nicht nehmen der Sozialgruppe im Hof der Hohen Schule einen Besuch abzustatten.

Frank Deworetzki (links) und Landrat Carsten Braun.

sig/Fotos: Gerdau

Kanonenbahn an der Mosel

Die Doppelstockbrücke bei Alf-Bullay ist für LKW-Fahrer eine Herausforderung. Im Gegenverkehr kommt es buchstäblich auf jeden Millimeter an. Während die Züge ein Stockwerk darüber ungehindert rollen, staut sich dann der Verkehr an der Abbiegung Zell/Bullay.

Die Kanonenbahn war eine militärstrategische Eisenbahnstrecke von Berlin über WetzlarKoblenz und Trier nach Metz. Die Kanonenbahn entstand als Folge des Deutsch-Französischen Kriegs 1870-71, um das neu gewonnene Territorium wirtschaftlich an die Reichshauptstadt anzubinden.

Die Doppelstockbrücke über die Mosel

Die einzige Doppelstockbrücke an der Mosel und Deutschlands älteste Brücke für Schiene und Straße ist noch heute optisch ein Hingucker.

Die Doppelstock-Brücke Bullay oder auch Moselbrücke Bullay genannt ist eine Brücke zwischen Alf und Bullay über die Mosel. Das Besondere an diesem Bauwerk ist, dass Sie als Deutschlands erste Doppelstockbrücke erbaut wurde. Auf dieser Brücke fährt oben die Eisenbahn und unten verläuft die Straße für Autos. Die Eisenbahnschienen münden von Bullay kommend direkt in den Prinzenkopftunnel. Die 314 Meter lange Brücke wurde in den Jahren 1875–1878 mit dem Bau der Bahnstrecke Koblenz – Trier im Zuge der Kanonenbahn errichtet. Zunächst war sie als reine Eisenbahnbrücke geplant. Nachdem sich die umliegenden Gemeinden und der Landkreis sowie Unternehmer finanziell beteiligten, genehmigte die preußische Regierung den Bau einer Doppelstockbrücke für Schiene und Straße. Die kastenförmige Stahlgitterkonstruktion mit einem Gesamtgewicht von 1400 Tonnen überspannt die Mosel mit sechs Einfeldträgern und fünf Flusspfeilern.

Mit Zunahme des Transportaufkommens musste die Brücke 1928–1929 umgebaut und verstärkt werden. Das Bauwerk ist zusammen mit den beiden doppelstöckigen Brücken der Biggetalbahn in seiner Art in Deutschland einmalig.

Quelle: Zellerland-Tourismus GmbH

Brauerei-Ruine an der Mittelmosel

 

Die Ruine gegenüber von Mesenich zählt zu den bemerkenswertesten  Orten an der Mosel. Das Gemäuer beherbergte einst eine englische Brauerei.

Die Ruine an der B 49 zwischen Senhals und Poltersdorf gegenüber von Mesenich ist nicht nur für Ruinenspezialisten etwas besonderes. 

Zwar ist das Dach eingestürzt und die Basalt-Fensterrahmen wurden schon vor langer Zeit ausgebaut. Doch auch im Verfall ist die einstige Schönheit des Gebäudes immer noch zu erahnen. Schon der Balkon erinnert daran, dass es sich bei der Ruine um ein elegantes Anwesen gehandelt haben muss.

Früher lagerten in den zugehörigen Kellern Porter und Ale. Denn dieses Gebäude-Ensemble an der Mosel beherbergte eine britische Brauerei. Errichtet in den 1850 Jahren von einem Geistlichen aus England.

Ausgerechnet im Weinland Mosel eine Bierbrauerei zu gründen, ist schon etwas skurril. Seine Landsleute kamen als die ersten Touristen an Mosel und Rhein und er hoffte wohl auf gute Biergeschäfte.

Die Einfuhrzölle und Frachtkosten für englisches Bier von der Insel waren nicht von Pappe. Warum also nicht gleich auf dem Festland brauen?

Josef Heathcoote Brooks stellte im Jahr 1852 den Bauantrag für eine Brauerei. Zunächst wurde im Verwaltungsgebäude der ehemaligen Abtei Brauweiler in Mesenich London Porter gebraut.

Etwa zwei Jahre später entstand am gegenüberliegenden Moselufer ein toller Neubau, mit Wohnhaus, Lager und vier großen Kellern, teils mit sieben Metern hohen Decken.

Aber schon 1858 Jahre stand die besondere Immobilie leer und kam unter den Hammer. Zwar suchten über die Jahre weitere Investoren ihr Glück. Doch vergeblich. Nach insgesamt etwa 25 Jahren war mit der Bierproduktion bei Mesenich endgültig Schluss. Die Gebäude wurden danach für die unterschiedlichsten Geschäfte genutzt.

Nach dem Ersten Weltkrieg belegten amerikanische Besatzungstruppen zum Beispiel die ehemalige Brauerei als Lagerstätte. Die letzten Bewohner, die Familie Beck, betrieben eine Straußwirtschaft mit Tanz in den Räumen. Doch nach deren Auszug überließ man das Haus ab 1951 den Kräften der Natur. 

Seit den 1980er Jahren gelangte das Areal durch Vererbung und Versteigerung immer wieder in andere Hände.  Aus den einst prachtvollen Gebäuden war längst eine Ruine geworden.

Wie bei vielen Lost Places ist der Zutritt nicht erlaubt. Vor allem natürlich, weil die Ruine etwa wegen herabstürzender Steine potenziell gefährlich ist. Zum anderen befindet sie sich in Privatbesitz. Fotos: Gerdau