Schwarz-Weiß-Fotografien waren Trumpf

Volles Haus gab es am vergangenen Samstag bei den Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern KHP Koch Huttel PartmbB im Herborner Gutshof. Die beiden Diplom Betriebswirte Stefan Huttel und Benjamin Koch hatten zu einer Vernissage mit dem Fotografen Chris Graf Allgeier geladen.

Mit einem beeindruckenden Repertoire aus überwiegend Schwarz-Weiß- Fotografien, reiht sich der 52-Jährige in die Tradition der großen Street-Fotografen wie Henri Cartier-Bresson oder Dorothea Lange ein. Diese fotografische Stilrichtung lebte auch Graf-Allgeier in New York völlig problemlos aus. Das sei in Deutschland aus rechtlichen Gründen nicht ohne weiters möglich, fügte er mit Bedauern hinzu.

Als leidenschaftlicher Leica-Fotograf, der sich überwiegend der Porträtfotografie verschrieben hat, kommt es ihm darauf an, das Wesentliche aus seinen Porträts herauszuholen. Dies gelingt ihm besonders gut mittels Schwarz-Weiß. So verteilten sich auf drei Stockwerke, eine große Zahl seiner Bilder in den unterschiedlichsten Größen. Die meisten davon hat er in den USA geschossen.

Seine fotografische Stilrichtung beeindruckte den Steuerberater Stefan Huttel so sehr, dass er ihn bereits zum zweiten Mal als Gast in seiner Kanzlei begrüßen konnte. Huttel teilt die Leidenschaft sowohl zu dessen gerätetechnischem Equipment als auch zu dem fotografischen Stil von Graf-Allgeier.

sig/Fotos: Gerdau

CDU machte auch in Hessen das Rennen

Das vorläufige Endergebnis der Bundestagswahl im Überblick:

Wahlbeteiligung mit 82,5 Prozent so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Bravo Deutschland.

Union 28,6 Prozent (+ 4,4 Punkte im Vergleich zur letzten Bundestagswahl).

AfD 20,8 Prozent (+ 10,4 Punkte)

SPD 16,4 Prozent (- 9,3 Punkte)

Grüne 11,6 Prozent (- 3,1 Punkte)

Die Linke 8,8 Prozent (+ 3,9 Punkte)

BSW 4,9 Prozent

FDP 4,3 Prozent (- 7,1 Punkte)

Wenn es bei diesem Ergebnis bleibt und das BSW nicht die 5 Prozent Hürde überschreitet, wird die neue Regierung aller Wahrscheinlichkeit aus einer Koalition von CDU und SPD bestehen. Somit kann auf die Grünen verzichtet werden.

Fazit: Es gibt zwei zahlenmäßige Wahl-Gewinner, die CDU hoch mit +4,4 und die AfD haushoch mit +10,4 Punkten und das sind die, die am meisten von „Omas gegen Rechts“ und Co bekämpft wurden. Ein weiterer Gewinner sind die Linken +3,9 Punkte und dies wundert sie selbst am meisten. Wenn jetzt Sarah Wagenknechts Truppe mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht erfolgreich sein sollte, verschiebt sich alles noch einmal kräftig. Dann wird es nichts mit SPD und CDU alleine, sondern man muss die Grünen mit ins Boot nehmen.

Der Wählerwille oder Auftrag wenn man es so nennen möchte, bleibt außen davor weil die CDU an der sogenannten Brandmauer festhält und nach wie vor nicht mit der zweitstärksten Partei AfD koaliert. (Boris Palmer hat zum Thema einen Kommentar abgegeben, den ich am Ende eingefügt habe)

Bundestagswahl: Zweitstimmenergebnis für Hessen (vorläufig) 23.02.2025, 22 Uhr

SPD 17
CDU 42
Grüne 8
FDP 10
AfD 13

Der Rest lag unter 5 Prozent und war somit irrelevant.

Fazit: Vom einstigen Roten Hessen ist nicht mehr viel geblieben.

Ergebnisse Herborn und Driedorf

Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen und ehemaliges Parteimitglied der Grünen, mit seinem heutigen Kommentar
Zwei Parteien in der Regierung, die Mauer muss weg und Klimaschutz kommt wieder
Wie gestern noch heiß diskutiert hat diese Wahl die 5%-Hürde wesentlich entschieden. Weil FDP und BSW (sehr knapp) scheitern, bekommt Deutschland nun mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Regierung aus zwei Parteien. Angesichts der katastrophalen Weltlage bin ich darüber unabhängig von den Farben froh. Der Streit einer Dreierkoalition war wirklich nicht wiederholenswert.
Und was die Brandmauer angeht: Der Blick auf die Farben des Landes zeigt Lila in Berlin, Blau in der alten DDR. Auch im Westen stand die AfD kurz davor, einzelne Wahlkreise zu gewinnen. Die Strategie der Spaltung des Landes war viel zu erfolgreich. Wer die verhindern wollte, ist also gescheitert.
Es ist auf Dauer weder möglich noch sinnvoll, die zweitstärkste Kraft im ganzen Land mit über zehn Millionen Wählern auszugrenzen. An die Stelle von Beschimpfung, Diffamierung und Herabwürdigung sollte jetzt der demokratische Wettstreit und die Lösung der Probleme des Landes rücken. 
Da fand ich den Wahlabend sehr erfreulich. Anders als früher hat nicht jeder Redebeitrag der Kommentatoren und Politiker damit begonnen, Krokodilstränen über das AfD-Ergebnis zu vergießen und zu verkünden, dass man jetzt noch intensiver die Politik betreibt, die zu diesem Ergebnis geführt hat. Die Unionsspitze hat einfach nur betont, dass eine Regierungsbildung mit der AfD schon wegen Russland und Europa programmatisch unmöglich ist. So ist es eben.
Auch die absurde Frage, ob man der AfD eine Bühne bieten soll oder sie lieber nicht zu Wort kommen lassen, ist Geschichte. Gut so. Besonders gut fand ich das Interview von Ingo Zamperoni in den Tagesthemen. Ganz normale Fragen an Alice Weidel so dass man sich ein Urteil über ihre Antworten bilden konnte, statt nur über die Parteilichkeit des Fragestellers nachzudenken.
Alles in allem macht mir das Hoffnung für Deutschland. Für den Klimaschutz sicher nicht. Ohne Grüne in der Regierung wird es hier Rückschritte geben. Das ist sehr traurig. Aber nur wenn die Wirtschaft erfolgreich ist und Frieden herrscht, lässt sich Klimaschutz demokratisch realisieren. Diese Aufgaben sind derzeit dringender. Und für meine alte Partei gilt die Erkenntnis: „Gegen Rechts“ ist die Aufgabe, die von „der Linken“ am besten erfüllt wird. „Für Ökologie“ macht hingegen Grüne stark. Die Zeit wird kommen. Auf die Dauer kann man das Problem des Klimaschutzes nicht verdrängen.
Ich wünsche mir jetzt, dass die neue Regierung aus Union und SPD die riesigen Aufgaben rasch angeht und das Dauerstreitthema Migration so erfolgreich löst wie der große Asylkompromiss 1993. Nach Lage der Dinge geht das wie alles nur noch europäisch. Die AfD wird dann nicht wie Alice Weidel es prophezeit den nächsten Kanzler stellen, sondern auf den Kern schrumpfen, der wirklich rechtsextreme Gedanken unterstützt. Der ist in Deutschland sicher kleiner als die einst stolze SPD.

Boris Palmer

Kinderärztemangel: Ein ernstes Problem mit weitreichenden Folgen

Michael Scheld im Gespräch mit der Kinderärztin Dr. Maria Trendafilow

Kinder haben ein Recht auf Gesundheit. Doch die Realität sieht anders aus: Der akute Mangel an Kinderärzten in unserer Region stellt Familien, Praxen und medizinische Fachkräfte vor immer größere Herausforderungen. Die Stimmen in den Medien und der Politik werden lauter, Berufsverbände wie der BVKJ (Berufsverband für Kinder- und Jugendmedizin) fordern dringend Maßnahmen. Besonders betroffen sind das nördliche Kreisgebiet und das Marburger Hinterland, wo bereits heute zahlreiche Kinderarztpraxen überlastet oder gar nicht mehr besetzt sind. In Herborn versorgt lediglich noch ein praktizierender Kinderarzt die kleinen Patienten, allerdings auch nur noch auf absehbare Zeit. Eine Lösung muss her!

Symbolfoto

Vor diesem Hintergrund habe ich als Bürgermeisterkandidat das Gespräch mit der Kinderärztin Dr. Maria Trendafilow gesucht. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team von Hebamme Petra Haßler-Luy, Kitaleiterin Anette Müller sowie der Sozialarbeiterin Eva Sträßer , hat sie bereits Lösungsansätze erarbeitet, welche zur Entlastung der Kinderärzte und der Eltern beitragen können, wenn die Kleinsten unserer Gesellschaft auf ärztliche Versorgung angewiesen sind.

Kinderärztin Dr. Maria Trendafilow

„Unser Ziel ist es, den drohenden Engpass aktiv anzugehen und pragmatische, umsetzbare Konzepte zu entwickeln“, erklärt mir die engagierte Ärztin im Gespräch.

Kinderärztemangel: Ein ernstes Problem mit weitreichenden Folgen

Der Mangel an Kinderärzten hat nicht nur gesundheitliche, sondern auch soziale und wirtschaftliche Konsequenzen. Kinderärztliche Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) können nicht mehr fristgerecht durchgeführt werden, akute Erkrankungen bleiben unbehandelt, Eltern geraten in Notlagen, und auch Kitas sowie Schulen stehen vor zusätzlichen Herausforderungen.

„Eines ist klar: Neue Ärzte können nicht von heute auf morgen ausgebildet werden. Doch es gibt alternative Ansätze, die kurzfristig helfen können“, führt die Ärztin aus.

Mit Ihrem Arbeitskreis hat Frau Dr. Trendafilow ein entsprechendes Positionspapier ausgearbeitet und dieses bereits an den BVKJ (Berufsverband für Kinder- und Jugendmedizin) sowie weitere Institutionen auf Landesebene weitergereicht.

„Uns geht es darum, unsere Idee möglichst breit zu verteilen“.

Auch mir als Bürgermeisterkandidat wurde dieses Positionspapier vorgelegt. Inhaltlich habe ich die darin enthalten Punkte auszugsweise für Sie auf einen Blick zusammengefasst:

Pragmatische Lösungen für eine bessere Versorgung

Vorsorgefristen ausweiten

Eltern sollten mehr Flexibilität bei den U-Untersuchungen erhalten, damit sie diese trotz überlasteter Praxen wahrnehmen können. Eine gesetzliche Anpassung könnte verhindern, dass Untersuchungen verfallen.

Kita-Gesundheitsfachkraft

Eine speziell ausgebildete Fachkraft könnte in Kitas Gesundheitschecks durchführen, Impfausweise kontrollieren und mit Ärzten sowie Therapeuten koordinieren.

Zentrale Impforte für Kinder

Kinderimpfungen könnten in Apotheken, Gesundheitsämtern oder durch mobile Impfteams angeboten werden, um die Arztpraxen zu entlasten.

Erweiterte Kompetenzen für Hebammen

Hebammen könnten in die Aufklärung zum Neugeborenen-Screening einbezogen werden und langfristig auch die U2-Untersuchung übernehmen.

Mobile Mütterberatung

Ein mobiles Beratungsteam könnte Mütter in den ersten Wochen nach der Geburt unterstützen und so Engpässe in den Praxen vermeiden.

Bürgerbusse für medizinische Fahrten

Kostenfreie oder kostengünstige Bürgerbusse, gefahren von Studenten oder Senioren, könnten Familien ohne Auto bei Arztbesuchen unterstützen.

Kindernotrufnummer

Eine spezielle Hotline für Kindernotfälle könnte Eltern eine schnelle Einschätzung bieten und unnötige Krankenhausbesuche vermeiden helfen.

Multilinguale Videosprechstunden

Eine digitale Beratungsmöglichkeit außerhalb der regulären Sprechzeiten könnte eine erste Orientierung bieten, insbesondere für Familien mit Sprachbarrieren.

Kindermobil, mobile Ärzte auf Abruf

Ein mobiles Ärzteteam könnte auf Honorarbasis Hausbesuche durchführen oder an wechselnden Standorten Beratungen anbieten.

Dolmetscherpool und Übersetzungs-Apps

Ein kostenfreier Pool an Dolmetschern sowie eine speziell für medizinische Anliegen entwickelte Übersetzungs-App mit Bildunterstützung könnten Sprachbarrieren abbauen.

Medizinlotsen

In Kitas, Schulen und interkulturellen Treffpunkten könnten geschulte Ansprechpartner Familien bei der Suche nach Ärztlicher Hilfe unterstützen.

Mehrsprachige Webseiten für Kinderarztpraxen

Arzt-Webseiten sollten in mehreren Sprachen verfügbar sein. Die IT-Förderung für Übersetzungen könnte durch den Staat finanziert werden.

Fazit

Ein Bürgermeister kann zwar nicht allein das Problem lösen, aber er kann entscheidende Rahmenbedingungen verbessern, damit sich Kinderärzte eher in der Region niederlassen und die Versorgung langfristig gesichert wird.

Michael Scheld im Gespräch mit Dr. Maria Trendafilow

Das Gespräch mit Dr. Trendafilow hat deutlich gemacht: Der Kinderärztemangel ist ein ernstes Problem, aber auch, dass es Lösungen gibt. Es geht nicht nur um Gesundheitsversorgung es geht um die Zukunft unserer Kinder. Deshalb möchte ich mich für eine bessere medizinische Infrastruktur einsetzen.

Tourismus zum starken Wirtschaftsfaktor ausbauen

Michael Scheld im Gespräch mit der Geschäftsführerin des Naturparks Lahn-Dill-Bergland, Julia Hilpisch

Als Bürgermeisterkandidat ist es mir ein zentrales Anliegen, den Tourismus in unserer Region weiter auszubauen und als wirtschaftliches Standbein zu stärken. Der Naturpark Lahn-Dill-Bergland spielt dabei eine Schlüsselrolle, weshalb ich das Gespräch mit Julia Hilpisch, der Geschäftsführerin des Naturparks, gesucht habe.

Julia Hilpisch und Michael Scheld entdeckten im Gespräch viele Übereinstimmungen

Tourismus als Motor für die Region

Frau Hilpisch und ich waren uns einig, dass der Naturpark mit seiner einzigartigen Landschaft aus Wäldern, Flüssen und artenreichen Biotopen enormes Potenzial für nachhaltigen Tourismus bietet. Mit 83.090 Hektar Fläche erstreckt er sich über 18 Kommunen und zieht bereits jetzt Naturfreunde, Wanderer und Radfahrer an. Doch das Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft. Gemeinsam haben wir über Strategien gesprochen, um den Naturpark als attraktive Tourismusdestination weiter zu stärken.

Ein besonderer Fokus lag auf der besseren Sichtbarmachung der Angebote. Es gilt, regionale Gastgeber, Unterkünfte und Erlebnisangebote besser zu vernetzen, um den Gästen einen Rundum-Service zu bieten. Hierbei könnte eine digitale Plattform helfen, auf der alle relevanten Informationen gebündelt werden.

Nachhaltige Erholung und Erlebnisangebote

Der Naturpark verfolgt bereits verschiedene Projekte, um Erholung und Naturerlebnis in Einklang mit dem Naturschutz zu bringen. Besonders spannend ist die geplante Einrichtung naturnaher Übernachtungsplätze, auf denen Gäste minimalistisch und umweltfreundlich in der Natur Übernachten können. Solche Konzepte liegen im Trend und werden den Tourismus in der Region beleben, ohne die Natur zu belasten.

Auch das Radwegenetz soll ausgebaut werden. Die Mittelgebirgslandschaft des Lahn-Dill-Berglandes bietet ideale Bedingungen für Mountainbiker und Radtouristen. Eine offizielle touristische Ausweisung von Mountainbike-Strecken könnte neue Zielgruppen ansprechen.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Barrierefreiheit. Es sollen mehr Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geschaffen werden, sodass wirklich jeder die Schönheit des Naturparks erleben kann.

Bildung und Sensibilisierung

Der Naturpark leistet auch wertvolle Arbeit im Bildungsbereich. Die Naturparkschulen und außerschulischen Lernorte vermitteln Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für Naturschutz und Nachhaltigkeit. Sieben Schulen tragen bereits das Siegel „Naturparkschule“, eine weitere ist in der Zertifizierung. Ich sehe großes Potenzial darin, dieses Konzept weiter auszubauen, um junge Menschen frühzeitig für unsere Region und ihre Natur zu begeistern.

Stärkung der regionalen Wirtschaft

Tourismus ist nicht nur eine Freizeitangelegenheit er schafft Arbeitsplätze und stärkt die regionale Wirtschaft. Deshalb ist es wichtig, dass auch heimische Betriebe und Produzenten stärker in das touristische Angebot eingebunden werden. Regional erzeugte Produkte sollten ein fester Bestandteil des Naturparkerlebnisses sein. Kurze Wege schonen das Klima und bringen Wertschöpfung in die Region.

Fazit und nächste Schritte

Das Gespräch mit der Geschäftsführerin hat bestätigt, dass der Naturpark Lahn-Dill-Bergland eine entscheidende Rolle für die touristische Zukunft unserer Region spielt. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, ihn noch bekannter zu machen und die Angebote konsequent weiterzuentwickeln.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass unsere Kommunen stärker mit dem Naturpark zusammenarbeiten, um die touristische Infrastruktur auszubauen. Der Tourismus kann nachhaltig gestaltet ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für unsere Heimat werden. Ich freue mich auf den weiteren Austausch mit Julia Hilpisch und allen Akteuren, die unsere Region voranbringen wollen.

Information, Häppchen und professionelle Weisen.

Zu einem obligatorischen Neujahrsempfang im Rahmen einer sicherheitspolitischen Informationsveranstaltung hatte der Kommandeur Sanitätsregiment 2 „Westerwald“, Oberstarzt Dr. Sven Funke gemeinsam mit Stadtbürgermeister Raimund Scharwat am vergangenen Donnerstag in die Renneroder Westerwaldhalle eingeladen.

Oberstarzt Dr. Sven Funke

Die gute Organisation war bereits an der Zufahrt zur Stadthalle erkennbar. Viele Soldaten wiesen den zahlreichen Fahrzeugen ihre Parkplätze zu. Der Fußweg führte anschließend durch ein Spalier von Fackelträgerinnen und Trägern und im Foyer wurden die Gäste vom Kommandeur und dem Stadtbürgermeister persönlich begrüßt. Vor der Halle konnte man sich über die aktuellen Dienstfahrzeuge informieren und im Eingangsbereich war eine kleine Auswahl an medizinischen Geräten zur Ansicht ausgestellt.

Generalarzt Dr. Bruno Most nahm zu vielen Sicherheitspolitischen Themen Stellung

Zahlreiche Dienstgrade sowie zivile geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Hilfsorganisationen der Umgebung nahmen an der repräsentativen Veranstaltung teil, so dass die große Halle schon bald restlos gefüllt war. Oberstarzt Funke konnte auch eine Abordnung der US-Amerikanischen Streitkräfte in Deutschland begrüßen.

Während sich ein großer Teil der Gäste schon am Buffett labte, nutzten viele die Wartezeit mit Gesprächen.

Als Redner hatte das Regiment den stellvertretenden Kommandeur Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung Generalarzt Dr. Bruno Most verpflichten können. Der Ein-Sterne-General schlug in seinem Vortrag einen weiten Bogen zum Thema Sicherheitspolitik und ging insbesondere auch intensiv auf die Aspekte der Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit ein. Er lobte darüber hinaus die Entscheidung, mit einem 100 Milliarden Sondervermögen die Bundeswehr verteidigungsfähiger zu machen. Most sprach auch davon, dass die Armee auf die Unterstützung ziviler Kräfte wie Polizei, Rettungsdienste, Feuerwehr und andere Hilfsdienste besonders im Verteidigungsfalle dringend angewiesen sei.

Die Renneroder Stadtkapelle begeisterte mit einem bunten Strauß bekannter Melodien

Die musikalische Begleitung der Veranstaltung hatte die Renneroder Stadtkapelle übernommen. Bei Gulaschsuppe, Häppchen und vielen guten Gesprächen endete ein sehr informativer Abend. sig/Fotos: Gerdau   

Info Abend mit Michael Scheld

Von Michael Scheld (parteilos)

Mein siebter Infoabend fand im Stadtteil Schönbach statt. Das Gemeindehaus der Evangelischen Gemeinde diente mir dabei als Veranstaltungsort und war gut besucht– ein klares Zeichen dafür, wie groß das Interesse an der Zukunft unserer Stadt ist.

In einem offenen und angeregten Austausch konnte ich den Bürgerinnen und Bürgern vermitteln, dass es in Zukunft vor allem auf eine starke Gemeinschaft ankommt. Wir müssen das Wir-Gefühl in unserer Gesellschaft stärken und die Stadtteile besser miteinander und der Stadt vernetzen. Besonders in Zeiten großer Herausforderungen ist es wichtig, dass unsere Bürgerinnen und Bürger eng zueinander finden und zusammenrücken, um die Aufgaben der Zukunft gemeinsam zu meistern. Herborn steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen, die wir nur bewältigen können, wenn wir die nötige Akzeptanz schaffen und den Zusammenhalt stärken. Es geht nur mit- und nicht gegeneinander.

Ein wichtiges Thema des Abends war das wunderschöne Schwimmbad in Schönbach. Viele Bürgerinnen und Bürger betonten, wie wichtig dieses Freizeitbad für Familien und den Tourismus in unserer Region ist. Ich habe klar Stellung bezogen: Als Bürgermeister würde ich mich mit voller Kraft für den Erhalt des Bades einsetzen und das Ehrenamt bestmöglich fördern und unterstützen.

Der Abend war geprägt von vielen wertvollen Gesprächen und spannenden Anregungen. Genau dieser enge Austausch ist mir wichtig.

Ich danke allen, die gekommen sind, für ihr Interesse und ihr Vertrauen. Es zeigt mir einmal mehr, wie wichtig es ist, nah an den Menschen zu sein – genau das werde ich auch in Zukunft als Bürgermeister umsetzen wollen.

Crêpes Suzette im Estia

Mit einem Nachtisch der Extraklasse verzauberten Vasileios Chatzimanolis und Michel im Estia am Herborner Kornmarkt am Montagabend ihre Gäste. Nach einem leckeren, original griechischen Menü erfüllte sich die Luft in dem Feinkostgeschäft mit einem unnachahmlichen Duft von Crêpe. Noch ahnten die Besucher nicht, was da auf sie zukommen würde.

Eine der bekanntesten französischen Süßspeisen sind Crêpes Suzette. Die dünnen Crêpes werden in einer Soße aus Orangensaft und Orangenlikör flambiert und heiß serviert

Als die beiden Köche dann servierten erhellte sich die Szenerie im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bekam einen Höllenschreck, als plötzlich eine brennende Pfanne in meinem Blickfeld auftauchte. Es war der brennende Orangenlikör, ein i-Punkt bei der Zubereitung, einfach dazu gehört. Der Verzehr dieser engelsgleichen Speise war ein Genuss, der am liebsten nie aufgehört hätte.  sig

Nach dem Schreck kam der Genuss. Die Köche Vasili (links) und Michel servierten die einzigartige Leckerei persönlich.

Crêpe Suzette ist eine französische Süßspeise. Es handelt sich um einen dünnen Crêpe in einer Orangenlikör-Orangensaft-Sauce, der flambiert wird. Außer Curaçao werden auch Grand Marnier oder ähnliche Orangenliköre verwendet.
Das Rezept wurde angeblich durch einen Zufall erfunden. Die bekannteste Anekdote beschreibt, dass am 31. Januar 1896 der britische Kronprinz, der spätere König Edward VII., im legendären Café de Paris in Monte Carlo zu Gast war. Der 14-jährige Kochlehrling Henri Charpentier machte dort seine Ausbildung und sollte ihm und 18 Gästen anlässlich einer Silvesterfeierlichkeit am Tisch Pfannkuchen machen. Doch während Charpentier die Soße zubereitete, fing ein Likör plötzlich Feuer. Der Lehrling verzog keine Miene, probierte unauffällig, ob es gut schmeckte, tunkte die Crêpes in die entflammte Marinade, gab noch mehr Likör und Zucker hinzu und erklärte dem erstaunten Prinzen, dass dies ein neues Rezept sei. Edward kostete und war begeistert. Quelle: Wikipedia.

Fotos: Dirk Henrich

Welche Koalition wird das Ruder übernehmen

KI Ergebnis vom 17.Februar 2025

Friedrich Merz, der Kanzlerkandidat der CDU, hat sowohl die SPD als auch die Grünen als mögliche Koalitionspartner nach der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 in Betracht gezogen. In einer TV-Debatte betonte er, dass die Entscheidung über Koalitionspartner letztlich von den Wählerinnen und Wählern abhängt.

Sehr schwammige Aussage

Bezüglich einer möglichen Regierungsbeteiligung von Robert Habeck, dem Kanzlerkandidaten der Grünen, gibt es innerhalb der Union unterschiedliche Meinungen. Merz hat angedeutet, dass ein Politikwechsel in der Wirtschaftspolitik notwendig sei, unabhängig davon, ob Habeck Teil der Regierung ist oder nicht. Im Gegensatz dazu hat CSU-Chef Markus Söder eine Zusammenarbeit mit den Grünen kategorisch ausgeschlossen und betont, dass es keine Wirtschaftspolitik wie unter Habeck geben werde.

KI

Das wird Merz aber wenig interessieren

Angesichts dieser unterschiedlichen Positionen innerhalb der Union bleibt unklar, ob Robert Habeck in einer möglichen Regierung unter Friedrich Merz ein Ministeramt übernehmen würde. Die endgültige Entscheidung hängt von den Wahlergebnissen und den anschließenden Koalitionsverhandlungen ab.

KI

Also: Alles offen, der Souverän wird zur Wahlurne gehen, aber das Ergebnis kann nicht zufriedenstellend sein. sig

Es geht weiter

Erst gestern kam die schreckliche Meldung, dass eine 37-jährige Mutter mit ihrem Kind dem Messerangriff einer Kreatur erlegen ist. Über 30 Menschen wurden bei dieser Amokfahrt in München im Namen eines Gottes teils schwer verletzt. Es ist nicht mehr zu ertragen. Was haben wir nur falsch gemacht.

In NRW – Messerattacke in Herten: Zwei Menschen schwer verletzt – Mann festgenommen

Artikel von FOCUS Online

 

Polizei im Einsatz (Symbolbild) Marijan Murat/dpa

Polizei im Einsatz (Symbolbild) Marijan Murat/dpa© Marijan Murat/dpa

In der nordrhein-westfälischen Stadt Herten hat sich am Samstagnachmittag ein Messerangriff ereignet. Zwei Personen sollen schwer verletzt sein. Die Polizei hat einen Bereich in der Hertener Innenstadt abgeriegelt und ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

Die Tat soll sich um kurz nach 16 Uhr vor dem Europa Café auf der Ewaldstraße ereignet haben, wie die Polizei Recklinghausen auf Anfrage von „Der Westen“ bestätigte.

Zwei Menschen sollen bei der Attacke in der Innenstadt von Herten schwer verletzt worden sein. Ein Mann wurde nach Polizeiangaben festgenommen. Ob es sich bei dem Festgenommenen um den mutmaßlichen Täter handelt, ist bisher nicht bekannt.