Meine Meinung
Deutschland hat ein neues Feindbild. Nach Putin kommt jetzt Trump dran und wir reden wieder über Autarkie. Wir brauchen die USA nicht mehr, heißt es nur müssten wir schnell aufrüsten, um Russland die Stirn zu zeigen. Zum Glück wartet der Feind aus dem Osten noch bis wir so weit sind. 1929 will er dann kommen, um sich uns einzuverleiben. Dass mit dem Aufleben der Wehrpflicht, will nicht so recht klappen. Um das besser in den Griff zu bekommen werden Männer bis 45 Jahre erst einmal an die Kette gelegt. Die Jüngeren äußern sich zunehmend bockiger. Die traditionellen Ostermärsche- natürlich ohne das damalige Grün/Rote Klientel- werden zwar nicht mehr so gut besucht wie zu Zeiten des „Kalten Krieges“, aber die Rufe nach Frieden durch Diplomatie sind nicht zu überhören.
Derzeit beschäftigen uns aber ganz andere Probleme. Dem so genannten kleinen Mann oder besser der Low Budget-Familie, um beim Neudeutschen zu bleiben, sitzt das Messer am Hals. Der Spritpreis steigt immer weiter, die Kosten für Lebensmittel und Energie ebenfalls. Der Rat an die so gebeutelten: „Kauft euch doch ein E-Auto.“ Weniger und langsamer fahren, sind ebenfalls heiße Tipps zur Linderung.

Wer in den vergangenen Jahren gut zugehört hat weiß, dass die derzeitigen und zukünftigen Entwicklungen diversen ideologischen Kräften im Land entgegenkommen. Der CO2-Ausstoß sei das Übel, dass die Erde an den Rand ihrer Existenz bringt. Deutschland müsse Vorreiter sein, um die Welt zu retten. Die Straßen leerer zu bekommen ist ein erster Schritt und das geht, wie man noch erleben wird, ganz ohne Zwang. Einfach die Preise erhöhen und notfalls die Menge des „tödlichen“ Treibstoffs verknappen. Als Sündenböcke bieten sich die Öl-Multis geradezu an. Gas und Strom zu verteuern hilft ebenfalls und bei den Preisen für elektrische Energie sind wir ohnehin Weltmeister. Da lässt sich doch fast unmerklich noch eine Schippe drauflegen. Ob das dann auch die E-Autofahrer spüren werden?
Mit der so „umweltschädlichen“ Industrie machen wir ebenfalls Fortschritte. Die Betriebe schließen reihenweise-durch Managementfehler hört man aus Linken Kreisen. Die anderen geldgierigen Unternehmer müssen halt kürzertreten oder einfach ihre Läden dicht machen. Dass die dann aber abwandern ist schon eine Sauerei. Das gilt auch für die vielen hochqualifizierten Fachleute und Ärzte. Das wiederum ist jedoch überhaupt kein Problem. Es gibt in Deutschland ja genug davon und wenn das Geld nicht reicht, gibt es eben noch mal eine Sondervermögens-Auflage. Es gibt auf jeden Fall genügend freigesetzte-früher sagte man arbeitslose Menschen. Da sind sie wieder die in der militärischen Terminologie als Kollateralschäden bezeichnet werden. Jetzt machen sich plötzlich auch die Gedanken, die einst antraten um für Arbeiter da zu sein. Dabei geht es weniger um die breite Masse. Die Angst vor DER Oppositionspartei ist einfach zu groß.
Die Gesundheitsreform- welch abgefeimter Name- muss kommen sagen die Rot/Schwarzen Brüder. Warum die Kosten für die Krankenkassen ins uferlose steigen, erfahren die Beitragszahler nur auf Umwegen. Die immer älter werdenden Alten sind schuld, hört man hier und da. Von dem Heer der nicht einzahlenden Nutznießer dieses 1883 von Otto von Bismarck eingeführte „Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter“ war damals und heute erst recht nicht, die Rede. Dabei ist die Rechnung auch für Menschen mit Dyskalkulie sofort begreifbar. Je größer die Masse der Nutznießer bei gleichbleibender Einzahler-Zahl, desto weniger Leistung für alle.
Die Mehrwertsteuer bei den Grundnahrungsmittel-sie müssten jedoch Bio sein- könnten gesenkt oder gestrichen werden, sagen Politik-Experten. Der einfachere und wirkungsvollere Weg- der Verzicht auf Mehrwert- und CO2- Steuern beim Treibstoff- ist jedoch ein absolutes Tabuthema. Man will ja schließlich die Grüne 15 Prozent-Partei nicht ihrer Ideologie berauben. Auch die gleichstarke SPD macht keinerlei Anstalten, um ihren Wählern den Rücken zu stärken. Man darf sich schon auf den 1. Mai freuen, wenn die Arbeiter vom DGB und den Genossen gefeiert werden. Ihre hartgesottenen Anhänger glauben das tatsächlich noch und suchen händeringend die Schuldigen im rechten Lager.
Alles wäre so einfach, wenn die sogenannten Etablierten endlich Politik für den Souverän im Lande machen würden. Mit der Verbohrtheit die Welt retten zu wollen und Millionen oder gar Milliarden Euro ins Ausland zu schaffen, machen sie alles kaputt. Deutschland braucht keine Feindbilder, sondern Frauen und Männer die ab und zu den Spruch am Reichstag beherzigen: „Dem Deutschen Volke“. sig/Foto: KI: Gerdau