Stets den ganzen Menschen im Blick

Evangelisches Dekanat an der Dill verabschiedet Pfarrer Jörg Moxter in den Ruhestand


Am Freitag, 6. Dezember 2024 wird in einem Gottesdienst um 18 Uhr in der Evangelischen Kirche Merkenbach Pfarrer Jörg Moxter, der langjährige Leiter und Mitarbeiter der Evangelischen Beratungsstelle Herborn, in den Ruhestand verabschiedet. Als Mitarbeiter kam Pfarrer Jörg Moxter 2002 ins Dekanat zur Evangelischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern und Paare nach Herborn. Präses Dr. Wolfgang Wörner vom Evangelischen Dekanat an der Dill würdigt Pfarrer Jörg Moxter, er habe stets den ganzen Menschen im Blick. Wörner kündigte an, die Stelle der Leitung werde im kommenden Jahr wieder besetzt.

Pfarrer Jörg Moxter

Pfarrer Jörg Moxter wurde 1988 ordiniert und war als Seelsorger sieben Jahre in der Gemeindearbeit und neun Jahre als Klinikseelsorger in der Psychiatrie in Bad Homburg, Frankfurt und Gießen tätig. Bereits dort hat er zahlreiche therapeutische Gruppenangebote geleitet.

Im Jahre 2002 erhielt er einen Dienstauftrag in der psychologischen Beratungsstelle des damaligen Dekanats Herborn. Schon bald wurde die Beratung von Erwachsenen und Paaren zu einem Schwerpunkt seiner Tätigkeit. Daneben übernahm er zeitweilig auch wieder einen Dienstauftrag als Gemeindepfarrer sowie in der Profilstelle Bildung des Dekanats.

2011 zog die Beratungsstelle aus ihren beengten Verhältnissen in der Herborner Hauptstraße in die großzügigen Räumlichkeiten im neuerbauten Haus der Kirche und Diakonie in der Straße Am Hintersand. Nach dem Ausscheiden von Dirk Crone, dem langjährigen Leiter der Beratungsstelle im Jahre 2013, wurde Jörg Moxter zu dessen Nachfolger ernannt.

In der Zeit seitdem hat sich die Arbeit in der Beratungsstelle tiefgreifend gewandelt, ausgehend von einer klassischen Familienberatung hin zu einer Beratung von immer komplexer werdenden Familiensystemen, wie Alleinerziehenden, Trennungs- und Scheidungsfamilien, sowie von Patchworkfamilien.

Eine besondere Herausforderung war es für Jörg Moxter und sein Team, die Betreuung der Ratsuchenden in den schwierigen Jahren der Corona-Pandemie von 2020 bis 2023 aufrecht zu erhalten. Auch als zeitweilig die Türen der Beratungsstelle geschlossen werden mussten, und persönliche Gespräche nicht möglich waren, wurde der Kontakt zwischen den Mitarbeitenden und ihren Klienten über Telefon oder auch Internet weitergeführt. Gleichwohl ist nach fester Überzeugung von Jörg Moxter die persönliche Beratung trotz guter technischer Hilfsmittel unersetzlich, da nur so der „ganze Mensch“ wahrgenommen wird.

Den ganzen Menschen im Blick

Neben dieser persönlichen Beratung, die stets an erster Stelle steht, ist ihm auch die Durchführung von Projekten „vor Ort“ stets ein großes Anliegen gewesen. So ist es gerade für Kinder und Jugendliche in der Zeit nach der Corona-Pandemie nicht einfach gewesen, wieder im Alltag anzukommen. Unter dem Motto „Runter vom Sofa – wieder rein ins Leben“ konnte im Juni dieses Jahres in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit an der Comenius-Schule Herborn und der Evangelischen Jugend im Dekanat ein sehr gelungenes Projekt für Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen stattfinden.

Besonders wichtig war für Jörg Moxter stets auch der Kontakt zu den Menschen in den Kirchengemeinden der Region. Immer wieder hat er sonntags auf den Kanzeln im Dekanat gepredigt, Gottesdienste mitgestaltet und Vorträge zu relevanten Themen angeboten.

Eine Leidenschaft für die Musik

„Seine besondere Begabung, die alltäglichen Herausforderungen und Probleme der psychologischen Beratung für seine Zuhörerschaft anschaulich und plastisch darzustellen, hat mich dabei immer wieder tief beeindruckt“, sagt Präses Dr. Wolfgang Wörner vom Evangelischen Dekanat an der Dill. Er weiß, eine große Leidenschaft von Pfarrer Jörg Moxter außerhalb seines Dienstes ist das Musikmachen. Ein besonderes nostalgisches Erlebnis ist es vor allem dann, wenn er zusammen mit seinem Bruder und weiteren Akteuren bei Gemeindenachmittagen oder anderen geselligen Treffen die Gäste mit musikalischen Darbietungen unvergessener Melodien und Evergreens erfreuen und begeistern kann. „Für mich verbindet Jörg Moxter in seiner Person theologische und therapeutische Kompetenz in besonderer Weise“, so der Präses, „Nahe bei den Menschen zu sein, ihre Sorgen und Bedürfnisse aufzunehmen und in belastenden Situationen Hilfe anzubieten, war und ist für ihn Auftrag und Herzensanliegen zugleich“. Text: Holger J. Becker-von Wolff. Foto: Jan Simon Schäfer

Ein Gesicht zum „Wort zum Sonntag“

Seit 70 Jahren gibt es „Das Wort zum Sonntag“ im Ersten – Pfarrer Stefan Claaß war als Sprecher acht Jahre dabei

Seit über 70 Jahren gibt es die kirchliche Verkündigungssendung „Das Wort zum Sonntag“ im „Ersten“. Nach der 1952 erstmals ausgestrahlten Tagesschau ist „Das Wort“ die zweitälteste Sendung im deutschen Fernsehen. Unter den mehr als 320 Sprecherinnen und Sprecher war mit Stefan Claaß auch eine Persönlichkeit aus unserer Region und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) mit dabei. Ein Rückblick.

Stefan Claaß im Hochhaus über der Reeperbahn: Hier hat er zum Eurovision Song Contest 2013 das Wort zum Sonntag gesprochen. Mit Gestik und Körperhaltung spielte Stefan Claaß in einem Beitrag im Sommer 2015: „Lebe lang und in Frieden“. FOTO: STEFAN CLAAß/Privat

Zu den prominentesten Autoren beim „Wort zum Sonntag“ gehörten die evangelischen Pfarrer Jörg Zink, Heinrich Albertz, Bischöfe Otto Dibelius (Berlin Brandenburg) und Hanns Lilje (Hannover) sowie auf katholischer Seite die Ordensschwester Isa Vermehren, Pfarrer Lothar Zenetti, Pater Klemens Jockwig oder Pater Johannes Leppich. In der Regel sind die Sprecherinnen und Sprecher drei Jahre dabei. Pfarrer Stefan Claaß war es von 2007 bis 2015. Seine Sprechertätigkeit wurde mehrfach verlängert. Erst war er als evangelischer Gemeindepfarrer beim SWR in Mainz und mit seinem Umzug nach Herborn später auch als Professor am Theologischen Seminar für den HR in Frankfurt tätig. Gerne erinnert er sich an die verschiedenen Beiträge für „Das Erste“ – und die Reaktionen darauf.



Mit Sarg mit Studio

Das „Wort zum Sonntag“ erreicht knapp zwei Millionen Zuschauer pro Sendung und gehört damit zu den quotenstärksten kirchlichen Sendungen in Deutschland, so steht es auf der Internetseite der ARD. Seit der ersten Ausstrahlung im Jahr 1954 hat sich einiges geändert: Markierte die Sendung früher das Ende des Fernsehprogramms, so steht es heute mittendrin – zwischen Tagesthemen und dem Spätfilm. Als 1970 das „Wort zum Sonntag“ von Samstagabend auf den späten Sonntagabend verschoben werden sollte, hagelte es Proteste von den Zuschauern – der Sendeplatz blieb bis heute erhalten. Allerdings wurden aus den zehn Minuten Sendezeit zunächst fünf, heute sind es vier Minuten. „Einen direkten Einfluss auf das Format der Sendung hatten wir nicht“, sagt Pfarrer Stefan Claaß, „die Rahmenbedingungen werden zwischen der EKD und der ARD ausgehandelt“. Der heutige Theologieprofessor für Predigtlehre und Gottesdienstgestaltung am Theologischen Seminar der EKHN war gerne mit dabei: „Für das Thema und die Gestaltung der vier Minuten waren wir die Hauptverantwortlichen“, sagt er, „im November 2012 habe ich zum Thema Tod gesprochen und mir einen Sarg ins Studio stellen lassen“, erzählt Stefan Claaß, „die Diskussion im Nachgang zur Sendung waren immer sehr interessant: manchmal entwickelte sich die zunächst geäußerte Ablehnung von Zuschauern in ein echtes Interesse. So erinnere ich mich an einen Austausch mit einem 16Jährigen. Er schrieb mir, weil er mit seinen Eltern nicht über das Thema Tod reden konnte.“  

Mit seinen Beiträgen hat er gerne auch Kirchenferne ansprechen wollen und wollte für sie auch verständlich sein. Für den Theologieprofessor spielt „das Evangelium mitten in der Welt“, daher freuen ihn besonders Drehorte außerhalb des Studios: „Ich erinnere ich mich gerne an die Evangelischen Kirchentage in Bremen und Dresden, die ich bewusst dafür wählte“.  Mehrmals hat er das „Wort zum Sonntag“ am Abend des Eurovision Song Contest gesprochen. So war er zur Fernsehaufzeichnung in Hamburg in einem Hochhaus mit Blick auf die Reeperbahn.“2010 war ich für das Wort zum Sonntag live in Oslo und habe den Sieg von Lena vorausgesehen und im Beitrag angedeutet“, sagt Stefan Claaß verschmitzt. In einer Sendung zur Olympia wollte er das Logo mit den fünf bunten Reifen einblenden lassen: „aber das war dann aus Kostengründen nicht möglich, wir hätten eine Lizenz dafür kaufen müssen. Also ging ich in einen Spielzeugladen und kaufte mir fünf farbähnliche Ringe, mit denen ich dann im Studio jonglierte“, erinnert sich Stefan Claaß lächelnd.   

Gegenseitig im Dienst vor der Kamera bestärkt

In seiner Zeit als aktiver Sprecher für die ARD hat er gerne mit Annette Behnken, Alfred Buß, Dr. Wolfgang Beck, Gereon Alter, Verena Maria Kitz, Nora Steen und Michael Broch zusammen gearbeitet. Zweimal im Jahr haben sich die insgesamt acht Sprecherinnen und Sprecher der evangelischen und der katholischen Kirche gemeinsam mit den kirchlichen Rundfunkbeauftragten und einem Media-Trainer zu einem mehrtägigen Austausch getroffen. Eines dieser Treffen hat auch im Schloss Herborn, dem Theologischen Seminar der EKHN, stattgefunden. Es war mehr als nur Manöverkritik und Kamera-Training. „Es war ein guter Austausch unter Kolleginnen und Kollegen“, sagt Pfarrer i.R. Alfred Buß, der damals auch in Herborn war, „wir haben uns mit den katholischen Kollegen in dieser kleinen Runde getroffen, um uns gegenseitig im Dienst vor der Kamera zu schulen. Wir sind wertschätzend miteinander umgegangen und haben uns so gegenseitig bestärkt“.

Das ökumenische Team für das „Wort zum Sonntag“ beim Training in Herborn: Annette Behnken (von links), Alfred Buß, Dr. Wolfgang Beck sowie rechts neben dem Monitor stehen Gereon Alter, Stefan Claaß und Verena Maria Kitz. Es fehlen Nora Steen und Michael Broch. FOTO: BECKER-VON WOLFF

„Die Herausforderung besteht darin in wenigen Minuten den Menschen etwas Wesentliches vom Glauben zu sagen, dabei stets auf die eigene Körpersprache zu achten und an einem Stück zu sprechen“, sagt Alfred Buß. Der ehemalige Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen war wie Pastorin Annette Behnken seit 2013 mit dabei. Beide wissen, „die ersten 12 Sekunden sind entscheidend, ob die Menschen dran bleiben oder wegzappen“. Es sei eine besondere Gemeinde, die am späten Samstagabend das „Wort zum Sonntag“ sehe: „Ich kann damit leben, dass manche mich ausschalten. Spannend finde ich, wie die Zuschauer das Gehörte mit ihrem Leben verbinden“, sagte Annette Behnken, die ebenfalls am Treffen 2012 im Herborner Schloss teilgenommen hat.

Einzelne formale Experimente gab es beim „Wort zum Sonntag“ immer wieder: Es wurden auch schon mal Live-Sendungen aus einem Bahnhof, einem Kreißsaal oder von einer Autobahnbrücke ausgestrahlt. Pfarrer Heiko Rohrbach brachte seinen Hund Jenny mit ins Studio und setzte ihn neben sich auf die Couch. In Erinnerung bleiben den Zuschauern vor allem Sendungen, die aktuell auf Ereignisse eingehen. So ließ der evangelische Pfarrer Jörg Zink nach der Flugzeugentführung in Mogadischu am 15. Oktober 1977 seinen geplanten Text kurzerhand fallen und formulierte ein neues „Wort“ im Studio, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Bischof Martin Kruse, sprach am 11. November 1989 zum Fall der Mauer.

Auch Stefan Claaß hat es schon erlebt, dass zuvor aufgenommene Beiträge neu aufgenommen werden mussten, weil es die Nachrichtenlage erforderte. Der Alt-Präses Alfred Buß musste im August 2014 sein Wort zu Krieg und Frieden neu sprechen, nachdem Obama die ISIS aus der Luft angriff. Für Stefan Claaß war die Nuklear-Katastrophe in Fukushima ein Grund, einen neuen Beitrag aufzunehmen. Nervös sei sie beim ersten Mal vor der Kamera nicht gewesen, sagt Annette Behnken. „Da die Beiträge in der Regel vorher aufgezeichnet werden, kann da nichts schief gehen“ , sagt die Pastorin, die auch im NDR-Hörfunk die Radioandachten spricht. „Wenn etwas mal nicht klappt, wird es neu aufgenommen“. Im Studio stehe sie meist allein vor einer ferngesteuerten Kamera. „Viel aufregender ist für mich, wie der Beitrag bei den Menschen ankommt“, sagt die Pastorin aus Niedersachsen, die noch zum aktuellen Team zählt. 

Holger J. Becker-von Wolff

Estia feiert Einjähriges

Das „Estia“ auf dem Herborner Kornmarkt wir am kommenden Freitag (Wochenmarkttag) ein Jahr alt. Die Betreiber Theofania und ihr Bruder Vasileios Chatzimanolis sind stolz auf die Tatsache, dass es ihnen gelungen ist, der Herborner Bevölkerung und den Besuchern der Stadt ein Stück griechische Lebensart und Esskultur zu bieten.

Vasileios, der sympathische gelernte Koch, verwöhnt seine Gäste täglich mit Original griechischen Speisen, die er mit ausgesuchten Zutaten aus seinem Heimatland in der Küche zubereitet. Das unnachahmliche Flair des kleinen Restaurants lädt zum gemütlichen Verweilen ein und so ganz nebenbei kann man auch viele der angebotenen Naturalien erwerben. sig/Foto: Gerdau

Am 1000. Kriegstag

Putin unterschreibt neue Doktrin zum Einsatz von Atomwaffen

Vor wenigen Stunden hat Russlands Präsident Putin die erst kürzlich erneuerte Atomwaffendoktrin seines Landes bekannt gegeben. Demnach droht Moskau mit nuklearer Vergeltung und das nicht nur für den Fall eines atomaren, sondern auch eines konventionellen Angriffs auf sein Land, berichtet Korrespondent Christoph Wanner. Den Erlass unterzeichnete Wladimir Putin am 1000. Tag des Ukraine-Krieges. sig

Putin droht mit atomarer Vergeltung

Demnach droht Moskau mit nuklearer Vergeltung nicht nur für den Fall eines Atomangriffs. Eingeschlossen sei auch ein konventioneller Angriff auf Russland oder den Verbündeten Belarus. Dies sei der Fall so Putin, wenn jedweder Angriff eine kritische Bedrohung für die genannten Staaten darstellt.

Die Veröffentlichung folgt kurz auf die Entscheidung der USA, der Ukraine den Einsatz weitreichender Waffen gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet zu erlauben. Auch der mögliche Einsatz deutscher Taurus Marschflugkörper könnte eine weitere Eskalation bedeuten.

Moskau betrachtet demnach die Aggression eines nichtnuklearen Staates, der aber von Atommächten unterstützt wird, als deren gemeinsamen Angriff auf Russland. Eine nukleare Reaktion soll auch möglich sein, wenn feindliche Flugzeuge, Marschflugkörper oder Drohnen massenhaft auf russisches Gebiet eindringen. Quelle: Welt

Die Deutsche Außenministerin Annalena Baerbock zeigt sich jedoch unbeeindruckt von den Drohungen aus dem Kreml. Auch wenn Putin seit Beginn seines Überfalls auf die Ukraine mehrfach mit dem Einsatz atomarer Mittel drohte, ist diese neue Drohung durchaus sehr ernst zu nehmen. Fakt ist, dass nicht die USA das Ziel einer solchen Apokalypse wäre. Eine weitere Verschärfung des Konfliktes könnte das europäische Zentrum und damit die Bundesrepublik unweigerlich in Richtung eines III. Weltkrieges rücken. sig

Jetzt wird’s dreidimensional

Malschule Benita von Wendt informiert

Die Arbeiten aus Pappmaschee des letzten Kurses sind nicht nur bei den Besuchern unserer Ausstellung im September gut angekommen, auch die Teilnehmerinnen hatten riesigen Spaß.

Das nächste Pappmaschee-Seminar startet im Februar 2025. Es umfasst 5 Termine: Freitag, 14.02. von 17 Uhr 30 bis 19 Uhr, Freitag, 21.02. und 28.02. von 16 bis 20 Uhr, Freitag, 07.03. von 17 Uhr 30 bis 19 Uhr und Freitag, 14.03. von 16 bis 20 Uhr in meinem Malkursatelier in Erdbach.

Vorsicht Farbexplosion!

 Da das Pouring 2024 so vielen Menschen so viel Spaß gemacht hat, findet es natürlich auch 2025 wieder statt. Dieses Mal aber an drei aufeinanderfolgenden Freitagen: 21. 03., 28.03. und  04.04. jeweils von 16 bis 20 Uhr in meinem Malkursatelier in Erdbach.

Das Neue zum Schluss.

Wenn Du gerne eigenständig arbeiten möchtest, ist dieser Workshop ein guter Einstieg.
Denn warum wirken Bilder so anders, wenn man Farben leicht verändert oder Bildinhalte etwas anders anordnet? Wie arrangiert man eine Bildkomposition, wenn sie zum Beispiel Chaos oder Harmonie ausdrücken soll? Fragen, die ich des Öfteren in den Workshops und Malkursen höre. Also höchste Zeit, einen Workshop zu diesem Thema anzubieten.

 

Hört sich trocken und verstaubt an, ist es aber nicht! Bildelemente anzuordnen ähnelt einem spannenden Rätsel mit tausend Facetten. Um dem annähernd gerecht zu werden, probieren wir an vier Tagen aus, was Bildkomposition alles kann. Wir starten am ersten Tag mit den Grundlagen in Theorie und Praxis. Am zweiten Tag schauen wir uns im Frankfurter Städel an, wie die Großen der Kunst ihre Leinwände bespielt haben. An den restlichen zwei Tagen experimentieren wir auf Papier und Leinwand und wenden an, was wir bis dahin entdeckt haben.

April 2025: Viertägiges Seminar von Donnerstag, den 10.04 bis Sonntag, den 13.04. jeweils von 10 bis 17 Uhr.

Weitere Informationen Mobil : 0151 20 100 344 / www.benita-von-wendt.de

Adventsmusik von Jung und Alt

Die Kinderkantorei und die Kantorei der Evangelischen Kirchengemeinde Ewersbach präsentieren am Sonntag (3. Advent), 15. Dezember 2024 um 18 Uhr ein Adventskonzert in der Margarethenkirche in Ewersbach.

Das Adventskonzert ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil singt die Kinderkantorei der Margarethenkirche Advents- und Weihnachtslieder aus verschiedenen Ländern. Im zweiten Teil wird die Spatzenmesse in C-Dur KV 220 von W. A. Mozart und Weihnachtsmusik von John Rutter von der Kantorei der Margarethenkirche, den Solisten Hanna Kim Koo (Sopran), Sora Winkler (Alt), Hwayoung Eum (Tenor), Leo Jang (Bass) und der Organistin Jinjoo Song aufgeführt.

Als „Spatzen-Messe“ bekannt geworden, verdankt die Missa C-Dur, KV 220, ihren Namen den an Vogelgezwitscher erinnernden Violinfiguren im „Hosanna“ des „Sanctus“ und „Benedictus“. Mozart komponierte das Werk vermutlich Ende 1775 bzw. Anfang 1776.

Kurze Messe mit Vogelgezwitscher

Aufgrund eines Erlasses des Fürsterzbischofs Hieronymus Colloredo in Salzburg, in dessen Diensten Mozart stand, durfte eine Messe mit allen Teilen, Kyrie, Gloria und Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei nebst Epistelsonate nicht länger als eine dreiviertel Stunde dauern.

Die Bezeichnung „brevis“ gibt an, dass es sich bei dem Werk um eine „kurze“ Messe handelt, die dem Erlass des Bischofs gerecht wird: Die Bezeichnung „solemnis“ macht deutlich, dass das Orchester neben dem klassischen Kirchentrio mit Violine 1 und 2 und Bassgruppe mit zwei Trompeten und Pauken besetzt ist.

Neben formalen Besonderheiten fällt bei der „Spatzen-Messe“ vor allem auf, dass hier der Kontrapunkt nahezu vermieden wurde. Selbst die obligaten Schlussfugen zum „Gloria“ und „Credo“ fehlen. Beim „Dona nobis pacem“ kehrt die Musik des „Kyrie“ wieder. Die Gesamtleitung hat Kantorin Miyoung Jeon.

» Der Eintritt zum Konzert ist frei, eine Spende für die kirchenmusikalische Arbeit in der Kirchengemeinde wird erbeten.

Holger J. Becker-von Wolff. Foto: Kantorei

Breitscheider Tropfsteinhöhle Teil 1

 Wie war das eigentlich mit der Entdeckung?

Von Siegfried Gerdau

Breitscheid im Lahn-Dill-Kreis besitzt mit der „Tropfsteinhöhle Herbstlabyrinth“ zwischen Breitscheid und seinem Ortsteil Erdbach gelegen, eine weit mehr als „nur“ eine touristische Sensation. Über ihre Entdeckung wurde schon einiges geschrieben und der begehbare Teil der Anlage für die Öffentlichkeit entsprechend zugänglich gemacht.

Mehr zufällig kam ich mit einem älteren Breitscheider ins Gespräch. Dieser ist nach eigenen Angaben, einer der Entdecker dieses heute mehr als populären Höhlensystems. Manfred Thielmann Oberstleutnant a.D. und langjähriger Vorsitzender der Breitscheider Gemeindevertretung sowie ehemaliger 1. Vorsitzender des Heimat-und Geschichtsvereins Breitscheid, berichtete mir von den Ereignissen vom Mittwoch, 1. November 1993.

Während er im Gemeindearchiv im DGH tätig war, lernte er ein Pärchen kennen das wissen wollte, ob ihr Fund von einem Breitscheider Feld ein in Kalkstein eingeschlossener Bärenknochen sei. Da solche Exemplare bereits des Öfteren gefunden wurden, konnte der heute 89-Jährige dies bestätigen.

Bei seiner Nachsuche am gleichen Tag fand er am angegebenen Ort eine Menge solcher Exponate. Er nahm mit Dr. Walter Tanke vom Naturkundemuseum Dortmund Verbindung auf. Tanke war damals ehrenamtlicher Vorsitzender der Speläologischen Arbeitsgemeinschaft Hessen (SAH). Als Diplom-Biologe, betreute er auch wissenschaftlich die Erdbacher Ausstellung.

„Am Tag darauf (Allerheiligen) war der Wissenschaftler schon in Erdbach. Am Bürogebäude des Medenbacher Kalksteinbruchs trafen wir auf den Höhlenforscher Alois Krankl. Gemeinsam suchten wir das Gelände außerhalb des Steinbruches (mit Genehmigung) ab.“  Das Ergebnis: Sie sammelten zwei Mörtelwannen voller Höhlenbär-Fragmenten und die wurden alle zur näheren Untersuchung und Konservierung nach Dortmund und später zurück nach Erdach gebracht.

Wie Thielmann erklärte, wurden die Fundstücke bei einer Kalksteinwandsprengung zuvor weit verstreut und landeten auch auf der „Fundwiese“. Zur Erklärung: Die Höhlenbären lebten am Ende der letzten Eiszeit vor 10 000 Jahren in großer Zahl in Höhlen des heimischen Raums. Nach deren Tod seien die Überreste durch abfließendes Wasser in Kalksteinspalte geschwemmt worden, wo sie mit Erde vermischt eingeschlossen wurden. Die besagte Sprengung tausende Jahre später brachte sie wieder an die Erdoberfläche.

Die Entdeckung einer Höhle

Als die kleine Gruppe ihre Sammeltätigkeit eingestellt hatte, gingen sie zu der Stelle wo zuvor die Sprengung stattfand. Tanke entdeckte dabei eine Öffnung in 3 bis 4 Meter Höhe und begann sofort diese zu untersuchen. Schnell stellte er fest, dass zwar aber eine Höhle irgendwo sein musste, aber diese müsste dann erschlossen, als regelrecht freigeschaufelt werden.

Alle ahnten noch nicht, dass dieses Loch in der Steinbruchwand der spätere Zugang zum größten Höhlensystem in Hessen und zu einem der größten Höhlensysteme in Deutschland ist. Manfred Thielmann stellt fest, dass man den 1. November 1993 als den Tag der Entdeckung des Herbstlabyrinth-Adventhöhle-System bezeichnen kann.

Manfred Thielmann

Die Entdeckung sei anfangs geheim gehalten worden. In den folgenden Wochen folgten die beiden Höhlenforscher dem Höhleneingang Meter um Meter. Dabei entdeckten sie eine neue, bisher unbekannte Höhle und nannten sie wegen der Jahreszeit „Herbstlabyrinth“.

Die versuchte Geheimhaltung und die Erschließungsaktionen stießen nicht bei allen Menschen in der SAH und der Umgebung auf Gegenliebe. Irgendwie bekamen andere Höhlenforscher Wind von der Sache und inspizierten ohne Genehmigung des Steinbruchbetreibers am 11. Dezember 1993 die Höhle. Dieser Tag wurde nun allgemein und fälschlicherweise als das Datum der Entdeckung bezeichnet und die Höhlenforscher der SAH wider besseres Wissen als Entdecker benannt. Fotos: Gerdau

Fortsetzung im Teil 2 in den nächsten Tagen in gerdaus-welt.de     

Kreativität in höchster Vollendung

Die künstlerische Gestaltung von Materialien in höchster Vollendung, ist für die Wahl-Herbornseelbacherin Annette Kamping weit mehr als nur ein Handwerk. Was unter ihren gesegneten Händen entsteht ist an Ästhetik und Schönheit kaum zu übertreffen.

Der Herborner Bürgermeisterkandidat Michael Scheld (parteilos)ist fasziniert von Annette Kampings Fingerfertigkeit.

Blumenwerk Annette Kamping heißt ihr kleines Unternehmen in der ehemaligen Bundeswehr-Kaserne oberhalb des Herborner Stadtteils Seelbach. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Produktionsstätte die Kreativität förmlich atmet und besonders Frauen jeden Alters wie ein Magnet anzieht.

Traumhafte Arrangements lassen die Freude aufs Weihnachtsfest wachsen.

Zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen werden hier Blumenfiguren in den außergewöhnlichsten Formen und Materialien gefertigt, wachsen aus Silber-oder Golddrat- Knäuel engelsgleiche Figuren heran oder jetzt in der Vorweihnachtszeit die wunderschönsten Weihnachtskränze.

In mehreren Ausstellungsräumen gleich nebenan, lassen sich die einzigartigen Werke bewundern und man sieht, dass jedes Teil davon einzigartig ist. Menschen aus der gesamten Bundesrepublik lassen sich von dieser geballten schöpferischen Kraft in ihren Bann ziehen.

Handwerkskunst so weit man schauen kann

Da die Immobilie nur ein Teil des „Blumenwerks“ ist und der sich anschließende Zaubergarten besonders in Frühling und Herbst eine Verführung aller Sinne ist, sollte man für einen Besuch etwas Zeit einplanen.

Sehr gefragt sind regelmäßig die Online-Kurse mit Annette, in denen sie ihre Kunst preisgibt. Aktuell: Die Adventsausstellung 2024 Blumenwerk Annette Kamping Öffnungszeiten / Verkauf: 02. – 29. November 2024 dienstags bis sonntags: täglich von 11 – 17 Uhr (montags Ruhetag)

Kontakte: Telefon 02772-92 10 51 | Telefax 02772-92 10 52 | mail info@blumenwerk-kamping.de. sig/Fotos: Gerdau     

Herborner Weihnachtsmarktplatz 2024

Nur noch zwölf Tage – dann startet er: der Herborner Weihnachtsmarktplatz.

Wir freuen uns auf die Rückkehr von „Elch & Co“ und haben so einiges für euch vorbereitet.

Was geschieht also beim Weihnachtsmarktplatz, der am 25. November startet, bis zum 30. Dezember dauert und der erstmals von den Stadtwerken Herborn unterstützt wird?

Als fester Bestandteil der Herborner Vorweihnachtszeit ist natürlich der „Lustige Elch“ wieder dabei. „Herbie“ und die Familie Kalbfleisch freuen sich ebenso auf die Stadt wie Hans Czermak mit seinem Crépes-Stand, die Familie Weisbrod mit Imbiss und Süßem, Familie Ried und ihr Karussell sowie der SV Herborn, der traditionell heißen Apfelwein im Angebot hat. Neu ist das „Alpenhäusle“, in dem es allerlei Spezialitäten aus dem Süden gibt.

Neu ist aber auch die stärkere Einbeziehung der Bahnhofstraße, in der es zudem überdachte Sitzgelegenheiten und die Rückkehr von Pierre Archinal mit seinem Getränkestand geben wird. Überdacht werden soll auch ein Teil des Marktplatzes, wo das im Vorjahr schmerzlich vermisste Pagoden-Zelt zurückkehren wird.

Das war Weihnachten 2018

Nach Dillenburg und Haiger setzt nun auch Herborn im Rahmen des Weihnachtsmarktes auf ein musikalisches Programm. Dafür wird erstmals eine Bühne am Rathaus aufgebaut. Dort spielen freitags und samstags Bands, ebenso wie zur Eröffnung am Montag, 25. November. Immer freitags (18 bis 20 Uhr) und samstags (19 bis 21 Uhr) sorgen Bands für Musik. Dazu kommt die Eröffnung am Montag, 25. November, die ebenfalls von 18 bis 20 Uhr läuft. Zu hören ist an diesem Abend „2Rockyou“.

Auf der Bühne stehen außerdem „Soulmash“ (29. November), „Off Day“ (30. November), „Plan D“ (6. Dezember), „Hörgerät-chen“ (7. Dezember), „Tonic“ (13. Dezember), „Klamotte“ (14. Dezember), das „JoJo Weber Trio“ (20. Dezember) und zum Abschluss „EVE“ (21. Dezember). An den vier Mittwoch-Abenden (27. November, 4., 11. und 18. Dezember) gibt es Weihnachts-Musik zum Feierabend mit Peter Kaiser.

Darüber hinaus ist an vier Samstagen (30. November sowie 7., 14. und 21. Dezember) ein Familienprogramm mit Ballon-Modelage und Seifenblasenshow geplant, jeweils zwischen 14 bis 16 Uhr.

Was in Herborn natürlich nicht fehlen darf: Am Sonntag, 15. Dezember, startet um 17 Uhr das traditionelle offene Singen. Mit dabei sind der neue Kantor Johann Lieberknecht sowie die Posaunenchöre Hörbach und Schönbach unter der Leitung von Christoph Henrich.

Und auch Radiosender HR3 ist wieder am Start. Am 1. Dezember kann man im Rahmen eines Promo-Tages den Grundstein für Reisen zu Euro-Disney.

Geöffnet ist der Weihnachtsmarktplatz montags bis samstags zwischen 12 und maximal 22 Uhr (wetterabhängig), sonntags von 12 bis 21 Uhr.

#herborn

#weihnachtsmarktplatz

Herborner ist wieder Weltmeister

Am Freitagabend stieg der Herborner Max Geier im Zoo Gesellschaftshausin den Ring, um im Supermittelgewicht (bis 76 kg), seinen am 4. Mai 2024 in Ludwigshafen erkämpften Weltmeisterschaftstitel der WBC (World Boxing Counsil), gegen seinen Herausforderer Mirco König ( Heidmühle), zu verteidigen.Mit dem Herborner waren rund siebzig heimische Fans zu seiner Unterstützung nach Frankfurt gereist. Die äußeren Vorzeichen waren für den 24- jährigen Ausnahmeboxer aus der Boxerfamilie „Menne“ und Björn Geier, nahezu optimal.

Nach einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss als Elektroniker , konnte sich Max voll auf den Boxsport konzentrieren. Er wechselte seinen Wohnort von Herborn zu seinem Trainer Daniel Tischer nach Mainz-Kostheim und konnte sich hier mit bis zu zwölf Trainingseinheiten in der Woche auf das Rematch gegen seinen norddeutschen Herausforderer vorbereiten.

In der voll besetzten Halle mit zirka 1500 Boxfreunden, erlebte dann der hessische Boxsport einen stimmungsvollen und begeisternden Boxabend.

Das Team B3 um Christian Bugge und Ralph Bunn holte ein wenig den Glanz der denkwürdigen Frankfurter Boxevents der 1990-ziger Jahre zurück in die Mainmetropole, als damals die Klitschkos, Willi de Ox Fischer, Regina Halmich und andere ein großer Anziehungsmagnet für Boxsportfreunde aus aller Welt war.

Pünktlich um 18 Uhr kündigte der Ringsprecher die erste Paarung des Abends von insgesamt zehn Fights an. Die „Fightcard“ war so konzipiert, dass am Ende des Kampfabends der Max Geier auf seinen Herausforderer traf. Max lag mit einem Wettkampfgewicht von 75,2 kg klar unter der geforderten Gewichtsmarke von 76 kg. Sein Gegner brachte knapp 500 Gramm mehr auf die Waage.

Daniel Tischer (Wiesbaden), der Max seit zwei Jahren trainiert, hatte seinen Schützling auf einen aggressiven Beginn des Herausforderers eingestellt. Nach den ersten Kampfminuten, des über acht Runden von jeweils 3 Minuten führenden Fights, bot sich dem Publikum jedoch ein anderes Bild. Nicht der Herausforderer, wie in einem Rückkampf sonst üblich machte Druck, sondern der Herborner, der leichtfüßig mit guten Kombinationen von der ersten Runde das Kommando im Ring übernahm und seinem Gegner damit „den Schneid“ rechtzeitig abkaufte.

Klarer Sieg nach Punkten

Die Taktik des Herausforderers war, Max in den ersten Runden müde zu machen, um danach in der zweiten Kampfhälfte den Titelverteidiger besiegen zu können. Es sei vorweggenommen: hier hatte König die Rechnung ohne ihn gemacht. Der Herborner Jung zeigte sowohl im konditionellen, als auch im taktischen Bereich, seine Überlegenheit. Von Runde zu Runde vergrößerte Geier seinen klaren Punktvorsprung, was letztendlich zu einem klaren Punktsieg, der von allen drei Punktrichtern (80 zu 72) bestätigt wurde.

So sehen Sieger aus


In seinem 9. Profikampf, in denen Max Geier fünfmal durch KO und viermal nach Punkten, überzeugen konnte, bestätigte er sein großes boxerisches Können mit der Titelverteidigung des WBC Youth Silver Championship im Super Mittelgewicht.

„Er hatte hat innerhalb kürzester Zeit gezeigt, dass er das Zeug zu einem guten intern

In seinem 9. Profikampf, in denen Max Geier fünfmal durch KO und viermal nach Punkten, überzeugen konnte, bestätigte er sein großes boxerisches Können mit der Titelverteidigung des WBC Youth Silver Championship im Super Mittelgewicht.

„Er hatte hat innerhalb kürzester Zeit gezeigt, dass er das Zeug zu einem guten internationalen Profiboxer besitzt. Die erhöhten Trainingseinheiten führten zu einer deutlichen Leistungssteigerung, wobei sein boxerisches Potential noch lange nicht ausgeschöpft ist“, sagte der stolze Vater Björn Geier nach dem Kampf. Sein Lob galt auch dem Trainer und Manager.

Die „Kampfmaschine“ hat sich wieder in einen sympathischen jungen Mann verwandelt.

„Den Sieg habe ich meinem Opa „Menne“ gewidmet. Es hat uns das Box Gen vererbt“, war die erste Aussage des Herborners nach dem Fight.

Der Kampfabend in der Mainmetropole war ein wichtiger Karriereschritt des jungen Herborners.Nach einigen Tagen der Erholung beginnt in Mainz-Kostheim der weitere Aufbau des Jungprofis. Fünf bis sechs Ranglistenkämpfe gegen starke Gegner sind geplant, um dann mit guten Resultaten im Ausland, um einen großen internationalen Titel kämpfen zu dürfen. „Uns liegt schon ein Angebot eines bekannten englischen Promotors vor. Es besteht Interesse an Geier. Aber dies muss wohl überlegt und gut vorbereitet sein.“ so der umsichtige Plan seines Betreuerteams. Text: Arthur Schmidt. Fotos: Silas Koch