
Exkursion und Sommerfest

Blog eines freien Journalisten

Freizeitreiter Breitscheid veranstalteten ihr jährliches Zeltlager
Aus dem Küchencontainer verteilt sich ein toller Essensgeruch über das Gelände der „Freizeitreiter Breitscheid 1980 e.V.“ Es ist Mittagszeit und die 37 Mädchen und Jungen haben schon einen Mordshunger. Köchin Danny Magnus ist in ihrem Element und das natürlich wie alle Aktiven des Vereins ehrenamtlich. Das Zeltlager, dass die Freizeitreiter einmal pro Jahr für Kinder ausrichten, hat bereits Traditionscharakter. Zahlreiche heutige Mitglieder hatten einst hier ihre ersten Kontakte mit Pferden und sind dabeigeblieben.

Auch die 1.Vorsitzende Katrin Benner, die diesen Job bereits sei 20 Jahren macht, kam so schon sehr früh in die Medenbacherstraße in Breitscheid. Ein fester Mitarbeiterstamm sowie zwei Reitlehrerinnen garantieren den perfekten Ablauf der Reitstunden Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag. Die Mittwoche sind den Reitschülern der Breitscheider Fritz-Philippi-Schule vorbehalten, mit der die Freizeitreiter einen Kooperationsvertrag hat.

In den vergangenen sieben Tagen stand jedoch der Spaß im Vordergrund. Mit und ohne Pferd hatten nicht nur Reitschüler einen Mordsgaudi und die Übernachtungen in den Zelten am Rande des Reitgeländes waren schon ein Erlebnis für sich. Die zwangsweisen entstehenden Kosten für Verpflegung, Schwimmbad oder Kinobesuche und vieles mehr, werden von den Eltern gedeckt und der gesamte Aufenthalt von AWO, Lahn-Dill-Kreis und andere mit Spenden unterstützt. Besonders die elterliche Kuchenspenden kamen sehr gut an.

Bereits in der aufwändigen Vorbereitungsphase für das Lager brachten sich neben den Vereinsmitgliedern auch Eltern stark ein. Da wurde das schöne Vereinsheim auf Vordermann gebracht und die notwendigen Nahrungsmittel für die kommende Woche eingekauft. So flutsche der Rest wie geschmiert. Die einheitliche Meinung der Freizeitreiter: „Ohne diese große Unterstützung Eltern und Freunde wäre eine solche Veranstaltung kaum zu schaffen.“

Die vier Schulpferde des Vereins plus zwei Pferde aus Privatbesitz genießen die Zuwendung der jungen Reitschüler. Besonders bei der vorherrschenden Hitze konnte man beobachten wie die Vierbeiner eine kalte Dusche genossen. Die Tiere haben in ihren Ruhephasen freien Auslauf und mobile Ställe, die sich laut Jens Benner hervorragend bewährt haben. Auch der große Reitplatz nahe des Vereinsheimes ist erste Sahne. Katrin Benner träumt auch von einem überdachten Longierplatz, der aber noch das Budget sprengt. Der diesjährige Sommer mit Dauersonnenschein lässt vergessen, dass der Westerwald aber auch ganz schön feucht sein kann und dafür wäre ein Dach schon Klasse.


Das vereinseigene Sattelhäuschen beherbergt alle nötigen Reitutensilien streng jedem Pferd zugeordnet. Dies sei nicht nur aus hygienischen Gründen notwendig, sondern erleichtere auch die Zuordnung zu den jeweiligen Pferden, sagte die 1.Vorsitzende.

Am vergangenen Freitag (7. August) gab es dann den heißersehnte Showabend mit Pferden, Zirkuszauber und vielen Überraschungen. Sogar eine Brutzelbude hatte ihre Pforten geöffnet. Ob Groß oder Klein, alle hatten einen Riesenspaß und als es dunkel wurde, saßen viele um das gegenüber dem Wald gut gesicherte Lagerfeuer.


Was dem Außenstehende schon nach kurzer Zeit besonders auffällt ist der Zusammenhalt unter den Freizeitreitern. Bei allem was sie machen spürt man, dass es mit Herzblut passiert. Bis auf ein Vereins-Vergleichsturnier im Jahr geht alles ohne Druck und Hektik. Dann messen sich die Reitschüler untereinander. Die Freizeitreiter sind von leistungssportlichen Ambitionen jedoch Lichtjahre entfernt und das soll auch so bleiben.

Katrin Benner: „Uns ist sehr wichtig, dass gerade Kinder aus Familien, die nicht im Überfluss leben, in unseren Verein eintreten und auch an unseren Zeltlagern teilnehmen.“ Schon ab dem 4. Lebensjahr können Kinder in die Ponyschule aufgenommen werden. Die Jugendarbeit überhaupt steht für alle an erster Stelle und man kann sich von der Hingabe aller Verantwortlichen gegenüber Schützlingen und den Tieren überzeugen.

Weit geht der Blick über das Töpferdorf Breitscheid und nicht nur die Reitschüler, sondern auch die Vereins-Aktiven sind stolz und glücklich hier oben ihrer Leidenschaft, dem Pferdesport, nachgehen zu können. Die markante Glocke ertönte und schon kamen aus allen Ecken die Zeltlagerkinder und strömten an die Essentöpfe. Auch der neue parteilose Breitscheider Bürgermeister Yannick Konrad (34) hatte es sich nicht nehmen lassen, sich über die Aktivitäten der Freizeitreiter Breitscheid vor Ort zu informieren. Die Einladung zum Mitessen nahm er ebenfalls gerne an.

Weitere Informationen über den Verein und seine Arbeit erhält man unter www.fzr-breitscheid.de Mail: info@fzr-breitscheid.de. sig/Fotos: Gerdau
Ein lesenswerter Erlebnis-Beitrag, der die Vorgänge in Ceuta in einem realistischen Licht und subjektiv ebenso wie ungeschminkt beleuchtet. Den Beitrag habe ich im Netz gefunden und da ich ein großer Fan des nordafrikanischen Landes und seiner Menschen bin, war er mir Wert ihn hier zu posten. sig
Mahmud Habasch Keno schreibt:
Ich habe viele Jahre in Marokko gelebt und bin über Melilla nach Spanien eingereist. Deshalb kann ich über die Migrationskrise in Marokko aus Erfahrung und mit Objektivität sprechen.
Der massive Ansturm auf Ceuta, der vor einigen Tagen stattfand und zur Einreise von etwa fünfzigtausend Migranten sowie zum Ertrinken von etwa 36 Menschen führte, verdient eine tiefgehende Analyse der Struktur dieser Gesellschaften.
Fakten über Marokko – negativ wie positiv:
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Marokko ist hinsichtlich seiner Natur schöner als alle europäischen Länder. Es verfügt über lange, warme und wunderschöne Strände am Atlantik und am Mittelmeer, die Touristen aus der ganzen Welt anziehen. Außerdem gibt es Wälder, Berge und Täler von außergewöhnlicher Schönheit und Faszination.

Sex ist in Marokko weitaus leichter verfügbar als in Europa. Deshalb kommen junge Menschen nicht aus diesem Grund nach Europa, wie es bei anderen Völkern der Fall ist.
Korruption ist in Marokko deutlich und weit verbreitet vorhanden, doch sie ist kein Grund zur Flucht, weil diese Korruption allen Vorteile verschafft.
Die Wirtschaft wächst schnell, die Löhne sind im Vergleich zu vielen anderen Ländern gut, und Arbeitsmöglichkeiten gibt es für jeden, der arbeiten möchte. Kein Syrer ist mittellos nach Marokko gekommen, ohne das Land später als Eigentümer von Vermögen zu verlassen. Daher ist die emotionale Behauptung, wirtschaftliche Verhältnisse seien der Grund für die Migration, nicht richtig. Wir sprechen hier über Marokko und nicht über Somalia.
Politisch ist Marokko wie die meisten anderen autoritären arabischen Staaten. Doch junge Menschen interessieren sich nicht für Politik oder Meinungsfreiheit, da diese außerhalb ihrer Träume liegen.
Was die Stabilität betrifft, so ist Marokko ein sicherheitspolitisch sehr gut organisiertes Land, in dem Sicherheit und Ordnung herrschen – etwas, das Touristen stets bemerken.
Was ist also der Grund für die Migration?
Ich werde nicht die klassischen Erklärungen nennen, sondern eine tiefere psychologische Dimension ansprechen, die mit der Prägung dieser Gesellschaften zusammenhängt.
Die tiefere psychologische Dimension ist die aus meiner Sicht verzerrte religiöse Erziehung dieser Gesellschaften. Seit frühester Kindheit wird ihnen die Vorstellung des Paradieses vermittelt. Jede gute Tat wird mit dem Ziel vollbracht, einen Platz im Paradies zu gewinnen. Dadurch entstehen Gesellschaften, die auch auf der Erde nach einem Paradies suchen.
Europa ist für diese Gesellschaften das irdische Paradies. Der Übergang auf die andere Seite des Mittelmeers wird empfunden wie der Übergang ins Jenseits, in dem alles auf chaotische Weise erlaubt sei – Frauen wie Huri, Alkohol rund um die Uhr.
Das Problem wird noch dadurch verschärft, dass diese Gesellschaften europäische Frauen als erlaubt betrachten, weil sie ungläubig seien, und ihr Vermögen als legitim ansehen, weil Europa ihre Länder einst kolonisiert und ausgeplündert habe. Fragt man jemanden aus Nordafrika, warum er in Europa stiehlt, wird er antworten: „Weil sie auch unsere Länder bestehlen.“
Europäer, Amerikaner, Chinesen und Japaner arbeiten und leben nach der Realität, um ihr Leben zu verbessern und die Gesellschaft weiterzuentwickeln. Die islamischen Gesellschaften hingegen arbeiten ausschließlich mit dem Ziel, das Paradies zu erlangen. Wenn jemand einem Armen hilft, dann nicht aus seinem Gewissen heraus, sondern um sich einen Platz im Paradies zu sichern, während ein Japaner aus Güte und Moral hilft.
Das Konzept des Paradieses sowie die Vorstellung, Ehre und Eigentum anderer als erlaubt anzusehen, ist eine Idee der Eroberung, die seit Tausenden von Jahren in diesen Gesellschaften verwurzelt ist. Deshalb erreichten sie einst sogar Al-Andalus, und ihre Denkweise habe sich nicht verändert. Das zeige sich heute in der Migration, die wie ein Eroberungszug verlaufe.
Gesellschaften leben mit einer Mentalität der Stammesmobilisierung, wie wir sie in Syrien sehen, sowie mit einer Mentalität von Eroberung, Plünderung und Raub. Deshalb sei auch die syrische Revolution schnell in diesen Sumpf geraten. Dies sei die Mentalität aller arabischen und islamischen Länder – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.
Die Reform dieser Gesellschaften erfordert große Anstrengungen, eine religiöse Erneuerung und die Bekämpfung der Drogen. Dieselben jungen Migranten, die behaupten, sie würden vor dem Hunger fliehen, geben den größten Teil ihres Geldes für Haschisch, Drogen und Frauen aus. Und wenn sie Europa erreichen, ist das Erste, was sie fordern, die Einführung der Scharia.
Der kurdische Schriftsteller und Literat:
Mahmud Habasch Keno

Der Gebrauch von verunglimpfenden Begriffen bei Demonstrationen, einschlägigen Veranstaltungen oder „nur“ bei politischen Diskussionen hat mittlerweile einen inflationären Charakter angenommen. Anstelle von sachlichen Argumenten treten Schlagwörter die erschlagen und jede vernünftige Unterhaltung im wahrsten Sinne des Wortes im Ansatz ersticken.
Der unbeteiligte Beobachter kann sich nicht selten des Eindrucks erwehren, dass dabei ein Vokabular verwendet wird, über dessen Bedeutung die Benutzer selber nur rudimentäres Wissen besitzen. Sprechchöre rufen „Nazis raus“, „Alerta“ und ähnliche „Kampfbegriffe.
Wenn also jemandem „vorgeworfen wird, rechts zu sein“, meint man damit keine mathematische Richtung, sondern eine politische Einordnung. Der Vorwurf ist meist kritisch gemeint und bezieht sich auf bestimmte politische Haltungen oder Werte.
Der Ausdruck bezieht sich auf das politische Spektrum, in dem „rechts“ für konservative, traditionelle und ordnungsorientierte Positionen steht.
Damit entfernt man sich jedoch weit von der Realität. Typische Merkmale rechter Politik sind: Tradition & konservative Werte, Betonung von Eigenverantwortung, Restriktivere Einwanderungspolitik, Starke Polizei und innere Sicherheit.
Der Begriff „rechts“ wird demnach im Alltag oft nicht neutral, sondern abwertend verwendet. So wirft man jemand vor zu unsozial, hart oder unmodern zu denken oder zu nationalistisch oder ausgrenzend zu argumentieren. Auch prangert man an, gesellschaftliche Veränderungen abzulehnen und zu stark auf Ordnung statt Freiheit zu setzen. „Du bist rechts!“ ist in der Regel oft wie eine negative Zuschreibung, nicht wie eine neutrale Beschreibung.
In der Regel wird negiert, dass „Rechts“ nicht automatisch extrem ist.
„Rechts“ wird im Alltag unscharf verwendet und nicht selten mit konservativ gleichgesetzt. Manche nutzen es auch als politische Kategorie oder um jemand abzuwerten. Konservativ bedeutet jedoch die Bewahrung von Traditionen, Betonung von Familie, Ordnung, Stabilität, Skepsis gegenüber schnellen gesellschaftlichen Veränderungen. Den Rechtsstaat, Demokratie und Grundrechte werden von Konservativen jedoch voll akzeptiert. Patriotismus ist möglich, aber nicht nationalistisch und beim Dauerthema sind Konservative der Meinung, dass Migration gesteuert werden soll, lehnen aber Abwertung von Menschen ab.
Fazit: Konservativ ist legitim, demokratisch und Teil des normalen politischen Spektrums.

Rechtsextreme sind antidemokratisch und verfassungsfeindlich. Sie lehnen die Demokratie ab, reden von Ungleichwertigkeit von Menschen (Rassismus, Antisemitismus) und von Nationalismus sowie völkischem Denken. Rechtsextreme billigen Gewalt und Verschwörungsideologien, lehnen Pressefreiheit sowie Justiz, Parlament ab.
Dennoch: Jeder Neonazi ist rechtsextrem — aber nicht jeder Rechtsextreme ist ein Neonazi.
Linksextrem bedeutet: Ablehnung der parlamentarischen Demokratie, Ablehnung des Rechtsstaats („repressiver Staat“Ziel: revolutionärer Umsturz). Gewalt gegen Sachen oder Personen wird legitimiert. Feindbild: Polizei, Staat, Kapitalismus. Sabotage, Brandanschläge, militante Aktionen sind gängige Mittel.
Fazit: Linksextrem ist antidemokratisch — links demokratisch.

Schlagwörter
Der Ausdruck „alerta alerta antifascista“ stammt aus dem Spanischen und lässt sich ins Deutsche übersetzen mit: „Achtung, Achtung – Antifaschistinnen und Faschisten!“ Dabei bedeutet „alerta“ so viel wie „Alarm“ oder „Wachsamkeit“, und „antifascista“ steht für „Antifaschisten“ Der Doppelruf dient als Appell, wachsam zu sein, sich zu organisieren und sich gegen Faschismus zu stellen.
Der Begriff Faschismus ist von italienisch fascio abgeleitet, was „Bund“ bedeutet. Der Historiker Fritz Schotthöfer beschrieb ihn 1924 als „gewissermaßen inhaltsleer“, da er „so gut wie nichts über das Wesen dessen aus[sagt], was faschistisch ist oder sein soll“. Darin unterscheide sich dieser -ismus entscheidend von anderen Ismen, wie Konservatismus, Liberalismus oder Sozialismus. „Ein fascio ist ein Verein, ein Bund“, daher wären Faschisten wörtlich übersetzt „Bündler“ und „Faschismus“ wäre Bündlertum.
Um meine Ausführungen zu vervollständigen hier vielleicht noch ein paar Sätze über den Islam und den Islamismus
Der Islam ist eine monotheistische Religion, die auf der Überzeugung basiert, dass es nur einen Gott (Allah) gibt und dass Mohammed sein letzter Prophet ist. Er ist eine der drei großen abrahamitischen Religionen und umfasst Glauben, Lebenspraxis, Ethik und Gemeinschaft.
Er ist eine politische Ideologie, die einen islamischen Staat, auch Gottesstaat genannt, und eine umfassende, islamische Lebensordnung nach den Grundsätzen der Scharia etablieren will. Diese Ideologie wird auch als islamischer Fundamentalismus bezeichnet. Hierbei wird nur die eigene Vorstellung von der Auslegung des Islam als gültig angesehen.
In Deutschland wird nur ein geringer Teil der Muslime gleichzeitig als Islamisten eingestuft: Der deutsche Verfassungsschutz geht von ein bis drei Prozent aller 3,3 Millionen muslimischen Bürgerinnen und Bürger aus. Wiederum ein Bruchteil dessen wird als „gewaltbereit“ eingestuft.
Häufig fällt im Zusammenhang mit islamistischen Terroristen der Begriff „Dschihad“ oder „heiliger Krieg“. Damit wird zumeist die im Koran benannte Pflicht für gläubige Muslima und Muslime gemeint, ihre Religion zu verteidigen. Radikale Islamisten möchten dies auch mit Waffengewalt umsetzen, obwohl der Koran verbietet, andere Menschen und sich selbst zu töten.
Man kann Begriffe wie Islam und Islamismus nicht gleich verwenden. Während Muslime als Anhänger des Islam die damit verbundenen Praktiken mehr oder weniger stark befolgen, sind Islamistinnen und Islamisten ideologisch geprägt. Sie streben die Veränderung der Gesellschaft nach ihren Vorstellungen mit radikalen Mitteln an. sig/Foto: Gerdau
Nach über 25 Jahren plant das Evangelische Dekanat an der Dill wieder einen Dekanats-Kirchentag. In knapp acht Wochen steigt die Großveranstaltung auf dem Schulgelände des Johanneum-Gymnasiums in Herborn. Erwartet werden auch Gäste aus Tansania. Seit 1986 verbindet das Evangelische Dekanat eine lebendige Partnerschaft mit einer Bibelschule in Nordwest-Tansania. Dieses 40jährige Jubiläum soll unter anderem mit einer Ausstellung gewürdigt werden. „Der September rückt näher und aus Planung wird Vorfreude“, sagt Dekan Andree Best, der in einem Video zum Fest einlädt. „Lasst uns das gemeinsam feiern und erleben“, sagt Präses Dr. Wolfgang Wörner, der sich von der bunten Mischung aus Aktionen und Musik gute Begegnungen erhofft nicht für die Menschen in den Gemeinden. Denn: „Das Fest soll ein Fest für alle sein!“, sagt die stellvertretende Dekanin Anja Vollendorf.

Die Planungen für den Dill-Kirchentag laufen auf Hochtouren: Unter dem Logo „Das Fest!“ werden allein am Sonntag (13. September) 25 Programmpunkte und ein Dutzend Aktionen für Klein und groß organisiert. So soll es viele Mitmach-Aktionen und unterschiedliche kirchenmusikalische Angebote geben. Und das bei freiem Eintritt!
Zu Gast sind der Gospel-Pop-Chor, die Kantoreien und die Kinderchöre der Region. Die Tango-Messe, der Kinder-Rechte-Weg oder die „Straße der Diakonie“ laden zu einem Rundgang über das gesamte Schulgelände ein. Die Evangelische Jugend im Dekanat an der Dill plant unter anderem eine Gladiatorarena auf dem Sportplatz der Schule. Weitere Spielgeräte wie Cross Boule oder auch eine Hüpf-Burg stehen für Kinder und Jugendliche bereit.
Unterschiedliche diakonische Einrichtungen wie die Diakonie-Pflegestationen oder die Regionale Diakone Dillenburg-Limburg präsentieren sich gemeinsam mit der Evangelischen Beratungsstelle an der Dill im Kunstgebäude auf dem Schulgelände. Hier wird es auch kurze thematische Impulse geben. Und auch die fünf Regionen, die mit der Gründung der Nachbarschaftsräume und der Gesamtkirchengemeinden im Evangelischen Dekanat an der Dill entstanden sind, beteiligen sich aktiv am Programm.
Zu den klassischen Angeboten eines Kirchentages gehören – so sagt es Anja Vollendorf – Kurzvorträge, Ausstellungen verschiedener Gruppen, eine Bibelarbeit und Podiumsdiskussionen. In Herborn wird die Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz unter anderem mit Landrat Carsten Braun über die gesellschaftlichen Veränderungen diskutieren. Das Podium in der Sporthalle wird Dekan Andree Best moderieren. Am gleichen Ort findet etwas später auch die Bibelarbeit mit Pfarrerin Annette Kurschus statt. Zudem gibt es im Schulgebäude weitere interessante Veranstaltungen: eine musikalische Krimi-Lesung, ein Mundart-Lied-Vortrag und ein Kindermitmach-Konzert. Wer es lieber ruhiger mag, ist in der Oase-Lounge im Kunstgebäude willkommen. Hier gibt es Werk- und Bastelangebote.
Konzert „Musik und Poesie“ am Samstag
Der Kirchentag an der Dill wird am Samstag, 12. September mit einem Konzert „Musik und Poesie“ starten. Zu Gast in der Aula (Eingang Otto-Wels-Straße) sind Singer-Songwriterin Kathi Stahl und Spoken-Word-Künstlerin Leah Weigand. In einem zweiten Teil des Abends tritt Jonny vom Dahl mit seiner Band auf. Karten für das Konzert gibt es online im Vorkauf zu 15 Euro.
Link: https://ticketree.de/event/kathi-leah-jonny-vom-dahl/
Open-Air-Gottesdienst auf dem Schulhof
Der Sonntag beginnt um 10.30 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst, der unter freiem Himmel auf dem Schulhof stattfinden wird. Mehrere Posaunen-Chöre werden den Gottesdienst musikalisch mitgestalten. Im Gottesdienst wird Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz predigen. Für Essen und Getränke ist gesorgt: Familie Alde bietet unter anderem Pommes, Crepes und Gegrilltes an. Am Stand des Technischen Hilfswerks (THW) gibt es Kartoffelsuppe. Auch für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Vor dem Schulgelände wird es eine Schau der Notfallseelsorge und der Feuerwehr geben. Der Dekanatskirchentag „Das Fest!“ endet gegen 16 Uhr mit einem Abschluss und Segen auf dem Schulhof.
Das aktuelle Programm wird im Internet veröffentlicht unter https://www.dill-kirchentag.de/

Ein Transporter rast beim Berliner CSD (Christopher Street Day) am Samstagabend in die Menge der Feiernden. Eine Person verlor ihr Leben 16 weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt. Der vermutliche Fahrer des gemieteten Terrorfahrzeuges, der 21-jähriger Abdul B, ein bekannter Islamist, der erst im Mai dieses Jahres aus der Haft entlassen wurde, ist vermutlich nach seiner Flucht gefunden worden.
Meine Meinung
Die Not der Berliner Behörden muss groß sein. Ein so früher Fahndungsaufruf mit Foto und Namen ist ja in unserem Land nicht die Regel. Die bevorstehenden Wahlen und die Angst, dass „die Falschen“ noch mehr Zulauf bekommen, machts möglich. Mir tun die betroffene Menschen unendlich leid. Trotzdem frage ich mich wie lange man einem „bekannten Islamisten“ bei seinem Treiben bis hin zum Mord zuschaut, ohne dieses Monster aus der Gesellschaft zu entfernen. Wenn nun noch die gestörten Omas und Antifaschisten gegen Rechts marschieren, ist der Irrsinn komplett. Dass der linke Schwachsinn im Land immer mehr Denkunfähige erreicht und gleichzeitig die zunehmenden Gewalttaten von diesen Bodenlosen relativiert oder gar klein geredet werden, ist nicht mehr hinnehmbar. Deutschland braucht diese Vögel nicht und ein neues verbrecherisches sozialistisches System schon gar nicht. Das idiotische Nazigebrülle einhergehend mit Denunziationen Andersdenkender wird keinen der Millionen klardenkender Bürger auf die Seite von Bolschewisten und Leninisten ziehen. Wenn die Demokratie nicht nachhaltigen Schaden nehmen soll, müssen die fehlgeleiteten Minderheiten ihren Kurs ändern. Die einzige Maxime ist das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Einigkeit und Recht und Freiheit sind nicht mit einem stoischen Hinnehmen von Gewalt gegen Menschen und Sachen vereinbar. Die Demokratie, die unsere Väter aufbauten, hat das nicht verdient.
Deutschland braucht nicht noch zusätzliche Gesetzesbrecher
Die große Masse der Bürger möchte wieder ein normales Leben ohne Angst und täglichen Schreckensmeldungen führen. Das Verbrechen in unserer Republik schon fast im Stundentakt und nicht mehr „nur“ in Einzelfällen begangen werden, hätte man noch vor wenigen Jahrzehnten in den Bereich des Unmöglichen katapultiert. Das uns der „Schutz“ dieser Verbrecher auch noch Milliarden an Steuergelder kostet, ist kaum noch einem halbwegs Intelligenten zu vermitteln. Radikales Umdenken ist schnellstens angesagt. Nachbarländer wie Dänemark, Schweden und auch in Italien zeigen wie das geht. Wir haben und hatten schon immer eigene Gesetzesbrecher im Land und brauchen solche Individuen aus anderen Kulturen sicher nicht auch noch. Diese Meinung vertreten ebenfalls unzählige Menschen aus vielen Ländern, die in Deutschland Fuß gefasst haben und ihren Teil zum Wohle unseres Landes beitragen. Diese „Einwanderer“ , die unser Grundgesetz und unsere Kultur voll akzeptieren, wollen wir gerne haben. Jeder allerdings, der unseren Staat ausplündert, unsere Menschen ermordet und unsere freiheitliche Grundordnung mit Füßen tritt, hingegen nicht.
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) spricht mit Nachdruck davon, dass Deutschland nicht die Psychiatrie der Welt sei und da hat er recht. Menschen mit psychischen und/ oder ideologischen Störungen haben wir ebenfalls selber im Land und müssen deren Zahl nicht künstlich aufstocken.
Fazit: Man kann nur an alle Politiker im Land appellieren, sich dieser Thematik nicht nur verbal anzunehmen, bevor alles zu spät ist. „Danach lasst uns alle streben…“ heißt es in der 3. Strophe unserer National-Hymne. Also uneingeschränkt alle und besonders die, die dafür vom Volk gewählt wurden. sig
Der Attentäter war wohl zwar identifiziert, aber noch nicht gefasst. Jetzt hat das Karma zurückgeschlagen und das ist gut so.
Zugriff in Berliner Gartenlaube! Polizei erschießt Attentäter Abdul Rahman Ballout
Nach dem islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist der Tatverdächtige Abdul Rahman Ballout bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Das bestätigte die Senatsinnenverwaltung. Die Gartenlaube, in der Ballout erschossen wurde, soll seinem Vater gehören.
Demnach umstellten Spezialkräfte der Polizei eine Gartenparzelle, bevor sie zugriffen. Nach Informationen von Bild soll Ballout die Einsatzkräfte bei dem Zugriff mit einer Stichwaffe angegriffen haben. Die Polizisten eröffneten daraufhin das Feuer. Der 21-Jährige wurde getroffen und erlag seinen Verletzungen um 18.34 Uhr. Quelle: NIUS
Klar, ein Kilo Brot kostete 1967 auch zwischen 1,20 und 1,55 DM. Ein Mittelklasseauto rund 10 000 DM und ein Facharbeiter verdiente rund 1.100 Brutto im Monat. Für ein typisches Einfamilienhaus musste man 130 00 DM hinblättern. Mit dem Lohn eines Facharbeiters konnte man die Familie ernähren. Auch ein einfacher jährlicher Familienurlaub war mit dem Einkommen des Ernährers möglich.
Obwohl heute bedeutend mehr verdient wird, haben sich die Realitäten ins Negative verschoben. Nicht ohne Grund trägt das höhere Anspruchdenken seinen Teil dazu bei. Wer früher sparte unterschreibt heute Leasingverträge und kauft, auf Teufel komm raus, auf Abzahlung. Der Staat lebt in großem Stil auf Pump und der sogenannte kleine Mann macht es ihm nach.
Die Losung: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer „, hat Risse bekommen. Die breite Masse hat schon seit längerer Zeit fast unmerklich den Rückwärtsgang eingelegt.

Das heute vor 50 Jahren passt nicht mehr so ganz, aber es ist trotzdem interessant zu lesen.
Die Zeiten ändern sich wie das Klima und wie hatte schon angeblich der griechische Philosoph Heraklit festgestellt: „Alles fließt“. Er meinte, dass alles in Bewegung ist und sich ständig verändert. Da hatte er schon damals augenscheinlich recht gehabt. Mit dieser Tatsache umzugehen lernen ist der einzig gangbare Weg. „Die Welt in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“ und das schaffen nicht einmal mächtige oder sture Gegner. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn wir alle in Richtung der 1950er Jahre zurechtgestutzt werden. Ludwig Erhard, der Vater der bundesdeutschen sozialen Marktwirtschaft, würde sicher dazu seinen Daumen heben. sig
In historischem Ambiente Speisen und Wohnen ist für Schöngeister und Gourmets eines der Highlights des Lebens. Wenn dazu noch die Wirtsleute selber Hand anlegen, kann nichts mehr schiefgehen.

In dem Moseldörfchen Poltersdorf, einem Ortsteil von Ellenz-Poltersdorf nicht weit von Cochem, bietet die „Alte Weinschänke“ genau das, was sich Urlauber, aber auch Einheimische wünschen und was man unter Gastlichkeit versteht.

Das Gebäude in dem sich das Hotel-Restaurant befindet ist laut Landeskonservator (Denkmalschützer) 500 bis 600 Jahre alt und in einem tollen Zustand. Es dürfte damit zu den ältesten Häusern im Kreis Cochem gehören. Bereits 1788 richtete die Familie Cochems dort eine Weinwirtschaft ein. Später übernahm die Familie Brauer aus Beilstein/Mosel das Haus, in dem zwei Generationen blieben.

Über mehrere Jahrhunderte hinweg wurden in der Poltersdorfer Kurfürstenstraße 35 immer weiter eine Gastwirtschaft betrieben. Der Winzer und Gastwirt Hermann Weber (Großvater der heutigen Eigentümerin Nicole Gembus geborene Weber) erwarb 1950 das Haus, ließ sich eine Konzession erteilen und richtete die „Alte Weinschänke“ aufs Neue ein.
1976 übergab er den historischen Gasthof an Sohn Elmar und dessen Ehefrau Anita. Die jungen Webers führten ihn bis 2007 und bauten in dieser Zeit das Haus sehr behutsam um und erweiterten es um die „Urban-Stube“ und die „Keltergalerie“.

Seit 2008 hat mit Nicole Gembus, Ehemann Christian sowie Tochter Vivien die dritte Generation das Zepter in der „Alten Weinschänke“ übernommen.
Die urgemütliche Gaststube wird von einem alten Kachelkamin beherrscht und bei einer guten Flasche Wein kann man stilvoll die alte Zeit wiederaufleben lassen. Direkt darüber befinden sich die geschmackvollen Gästezimmer. Die vielversprechende, gutbürgerliche Speisekarte hält Wort und da Wirt Christian auch in der Küche das Sagen hat, ist jedes Gericht fast eine Offenbarung. Man kennt was man isst, aber Christian Gembus hat auch immer wieder was Neues in der Pfanne. So sind seine Quetsche-Schnitzel die Renner der Herbstsaison und so stark gefragt, dass der Koch kaum mit der Produktion hinterherkommt.





Das à la Carte Restaurant erfreut nach einer ruhigen Nacht mit einem reichhaltigen, fantasievollen Frühstückbuffet in dem ansprechenden Frühstückszimmer.

Direkt gegenüber des historischen Gebäudes in der Ortsmitte von Poltersdorf gibt es einen hauseigenen Parkplatz für die fahrbaren Untersätze. Weitere Informationen bei Familie Gembus Telefon: +49 2673-1421. Mail: info@alte-weinschaenke.de sowie www.alte-weinschaenke.de. sig/Fotos: Gerdau
Bildbesprechung von Siegfried Gerdau
Mit lautstarkem Protestgeschrei kündigt Homo sapiens sein Erscheinen in einer für ihn ungemütlichen Welt an. Parallel dazu beginnt eine imaginäre, aber unerbittliche Sanduhr zu laufen, die von nun an sein Leben begleiten wird.
Hat das Menschenkind in einem christlichen Umfeld die Welt erblickt, wird ihm schon bald die Bibelversion des neuen Testaments als Lebensbegleiter angeboten. Im Laufe seiner Entwicklung entscheidet er sich für ein Leben unter den Geboten Gottes oder für eine anderen Religion. Der Versuch ganz ohne einen spirituellen Halt diesen Weg zu meistern, ist dabei der schwerste.
Die sogenannte „Heilige Schrift“ ist die wichtigste religiöse Textsammlung im Juden-wie auch im Christentum. Sie gilt Gläubigen als göttlich inspiriert, mindestens aber als orientierender Maßstab. Für viele Christen kann man sie getrost als das am meisten gelesene Buch bezeichnen, weil es versucht Erklärungen für alle Lebenslagen zu liefern.
In weit mehr als an einer Stelle weist das Werk auf die Endlichkeit, auch der menschlichen Geschöpfe, hin. Die Sanduhr manifestiert diese unwiderlegbare Tatsache. In vielen Darstellungen wird der Tod als Schnitter oder Sensenmann dargestellt. Die Sense weist demzufolge daraufhin, dass irgendwann die Lebensuhr für jeden Menschen völlig individuell abgelaufen ist.
Gut dran ist der, der sich schon sehr früh mit dieser Tatsache vertraut gemacht hat. Man kommt mit nichts und geht ebenfalls ohne jeglichen Besitz wieder von dieser Welt.
Dazwischen liegen gute und böse Taten, Raffgier, Liebe und Hoffnung, Freude und Leid, Krieg und Frieden. Leben eben. Weil es im Vergleich mit dem Weltzeitalter sehr kurz ist, möchte man das eigene Leben mit Glück erfüllen. Die Entscheidung darüber trifft Gott nicht alleine. Man muss ihm helfen und hilft damit sich selber.

Das Bild entstand 1914 unter der künstlerischen Hand des zu seiner Schaffenszeit sehr beliebten Herborner Humanmediziners Dr. Martin Funke, dem Großvater meiner Frau, und befindet sich noch immer im Familienbesitz. Mit deren Genehmigung durfte ich es abfotografieren und veröffentlichen. Es stellt in einzigartiger, komprimierter Weise das Leben dar und macht gleichzeitig deutlich wie wenig verlässlich es doch ist.