Herborn/Ewersbach. Die Synode des Evangelischen Dekanats an der Dill kommt zu ihrer Frühjahrstagung zusammen. Es ist einem Regionalparlament ähnlich. Hier werden gemeinsame Belange der evangelischen Gemeinden links und rechts der Dill beraten und Beschlüsse gefasst. Im Namen des Dekanatssynodalvorstandes lädt Präses Dr. Wolfgang Wörner zur 10. Sitzung der II. Synode des Evangelischen Dekanats an der Dill ein.
Die Frühjahrssynode tagt am Samstag, 28. März 2026 in Dietzhölztal-Ewersbach. Die Tagung beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Margarethenkirche (Oranienstraße 40, 35716 Dietzhölztal). Die Andacht hält Pfarrer Stefan Föste, der als Alten-, Kranken- und Hospizseelsorger im Evangelischen Dekanat an der Dill von Dekan Andree Best eingeführt wird. Im Gottesdienst werden zudem vier Prädikantinnen und Prädikanten für ihren langjährigen Dienst geehrt. Im Anschluss findet die Frühjahrssynode im Evangelischen Gemeindehaus Oranienstraße 13 statt. Die Sitzung ist öffentlich.
Auf der Tagesordnung stehen die Haushaltspläne für das Evangelische Dekanat an der Dill 2026/2027 und die Stiftung Familie Leben, der Finanzausgleich 2026/2027 und der Beschluss der Eröffnungsbilanzen. Desweiteren wird ein neues Mitglied in den Beirat der Beratungsstelle gewählt. Auch der Dekanatskirchentag vom 12. bis 13. September 2026 wird unter Top 9 Thema sein.
Weilmünster, Ambachtal und schließlich Nenderoth – das sind die Wegmarken, die Pfarrer Reiner Lepper in seiner aktiven Zeit zurückgelegt hat. 26 Jahre war der evangelische Gemeindepfarrer als Seelsorger in den drei Orten tätig. Am Ostermontag, 6. April 2026 wird er offiziell in einen Gottesdienst um 14 Uhr in den Ruhestand verabschiedet. Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer wird ihn in der Evangelischen Kirche Nenderoth entpflichten. Dekan Andree Best dankt und würdigt Reiner Lepper für seinen langjährigen und treuen Dienst als stiller Arbeiter im Weinberg des Herrn.
Pfarrer Reiner Lepper hat erst im Frühjahr die Urkunde zum 25jährigen Dienstjubiläum persönlich von der Kirchenpräsidentin Christiane Tietz bei ihrem Besuch des Dekanatskonventes erhalten. Ostermontag wechselt Pfarrer Reiner Lepper in den Ruhestand. FOTO: BECKER-VON WOLFF
Der gelernte Mechaniker wechselte nach seinem Zivildienst bei der Evangelischen Kirchengemeinde Rennerod und Abitur über den Zweiten Bildungsweg am Hessenkolleg Wetzlar zum Theologiestudium nach Marburg. Nach abgeschlossener Ausbildung trat Reiner Lepper als Pfarrvikar den Gemeindedienst an der Evangelischen Kirchengemeinde Weilmünster am 1. Januar 2000 an. Im Juni 2000 wurde er von Propst Michael Karg im Alter von 39 Jahren in Weilmünster ordiniert. Lepper war sieben Jahre als Seelsorger in Weilmünster, Rohnstadt und Langenbach tätig. Er versah darüber hinaus auch im Evangelischen Dekanat Weilburg Vertretungsdienste.
2007 wechselt der Pfarrer an die Dill: Zunächst war er bis Ende Mai 2009 Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Ambachtal und wechselte dann im Juni 2009 zur Evangelischen Kirchengemeinde Nenderoth: „Wenn ich mich an die Anfänge in Nenderoth erinnere, denke ich an meine Eltern zurück, die damals nicht sehr begeistert waren von der Idee, in der eigenen Heimatgemeinde Pfarrer zu werden, da der Prophet im eigenen Land bekanntlich nichts gelte“, sagt Pfarrer Lepper zurückblickend. Dennoch habe er es gewagt und zum Glück habe sich diese Befürchtung nicht wirklich bestätigt. „Ich glaube, das Verhältnis vom Pfarrer zur Gemeinde und umgekehrt war meistens gut und so war ich gerne hier am Heimatort Pfarrer“.
Zwar habe er manchmal Sätze gehört wie „Reiner, ich kenne dich noch, da warst du noch ein kleines Kind“ und so manches von dem, was er früher angestellt hatte, kam ihm gelegentlich noch freundlich zu Ohren. Aber eigentlich waren die gemeinsamen Geschichten auch stets ein Türöffner zu den Menschen in der Gemeinde „Ich habe es immer positiv verstanden, eben wie es auch gemeint war. Und manchmal habe ich noch die ein oder andere Geschichte zusätzlich erzählt und wir haben dann gemeinsam gelacht“.
Als Pfarrer haben ihn besonders die vielen Gottesdienste bewegt, die er mit der Gemeinde gefeiert habe. Neben Sonntags- und Festtagsgottesdienten, Taufen, Konfirmationen Jubelkonfirmationen, Hochzeiten waren die Beerdigungen besonders für ihn: „Letztere habe ich mit den Jahren immer lieber übernommen, weil man hier den Menschen ganz nahekommt und ihnen besonders gut etwas mitgeben kann, aber auch etwas zurückbekommt“, sagt Lepper, „das tut gut in einem Beruf, in dem man abends nicht sieht, was man mit den Händen gemacht hat wie noch zuvor im Beruf des Mechanikers“. Seelsorge und der Kontakt zu den Menschen – das war ihm wichtig.
Und was macht Reiner Lepper in seinem Ruhestand? „Nach dem aktiven Dienst will ich gerne verreisen und mir besonders Deutschland einmal genauer ansehen“, sagt er. Da sein Hobby vom Moped-Schrauben mehr zur Eisenbahn gewechselt ist, wird er sich vermehrt alte Bahnhöfe anschauen und Bahnbetriebswerke besuchen oder auch zu Dampfloktagen fahren. „Das Beste ist, meine Ehefrau Annette fährt da auch gerne mit“. Darauf freut sich Reiner Lepper besonders – und er will sich wieder mehr in der Natur bewegen als am Schreitisch zu sitzen. „Das ist für die Zukunft dringend nötig und wird meiner Gesundheit gut tun“, sagt er.
In der Vakanz-Zeit wird Pfarrerin Gudrun Fialla-Michel nach Absprache mit Dekan Andree Best und dem Kirchenvorstand in der Gemeinde tätig sein. Dekan Andree Best: „Ich danke Pfarrer Reiner Lepper sehr herzlich für seinen langjährigen und treuen Dienst. Sein Weg vom Mechaniker ins Pfarramt zeigt, dass Berufung manchmal überraschende Wege nimmt. Vielleicht hat ihn seine erste Ausbildung sogar geprägt: Ein guter Mechaniker sorgt dafür, dass alles läuft, ohne selbst im Rampenlicht stehen zu müssen. So hat auch Reiner Lepper über viele Jahre als stiller Arbeiter im Weinberg des Herrn gewirkt – verlässlich, nah bei den Menschen und aufmerksam für die entscheidenden Momente ihres Lebens.“
Ich bin dankbar, dass ich fast mein ganzes Leben in einer geordneten Umgebung verbringen durfte. Was jetzt aus meinem schönen Vaterland wird, ist kaum noch auszuhalten. Meine Eltern wären entsetzt, wenn sie das sehen würden. Mord und Totschlag, jeden Tag aufs Neue. Es wird geschossen, abgestochen und geprügelt. Armes Deutschland. Alles wird auf den Kopf gestellt. Wir retten das Klima, schalten die Kraftwerke ab und stellen fest, dass wir den weltweiten Klimawandel doch nicht im Griff haben. Die Energiekosten steigen trotz tausender WKA und Solaranlagen ins Unermessliche. Die Lebenshaltungskosten explodieren und die Spritpreise sind für den Großteil der Bürger nicht mehr zu stemmen. Und ausgerechnet ein SPD-Mann rät „steigt doch einfach auf E um.“
Wer motzt und dabei nicht penibel auf seine Wortwahl achtet, bekommt Besuch und gegebenenfalls eine Strafanzeige. Es wird gemeldet, angezeigt und denunziert. Dabei machen viele Bürger in Blockwartmanier mit und finden sich großartig. An was mich das erinnert, werde ich jetzt nicht schreiben. Stichwort: „Meinungsfreiheit.“ Die Bürger sind geduldig. Genauso wie sie die elende Preistreiberei hinnehmen, werden sie auch das große Euro-Spiel an den Tankstellen zwar klagend aber dennoch akzeptieren. Ich frage mich wo da die ganz persönlich Schmerzgrenze ist. Wenn diese sogenannte Preisentwicklung so weiter geht, ist für viele buchstäblich der Ofen aus.
Unsere Politiker gehen ganz cool damit um. In der kommenden Woche wollen sie mal darüber beraten und sich fragen was rechtlich möglich ist. Vorher wird garantiert das wichtigste Thema im politischen Raum besprochen: Die AfD ist weiter auf dem Vormarsch und um diese „gesichert Rechtsextremen“ zu stoppen können sie sogar auf die Hilfe der „Omas gegen Rechts“ zählen.
Die oberste Oma der EU stellt sich den Wiedereinstieg in die Atomenergie vor und kann auf die Unterstützung der EU-Granden zählen: Mit einer Ausnahme: Deutschland sei an die Vorgaben von Rot/Grün gebunden und die sagen nein. sagt Merz. Dass die Deutsche Autoindustrie lahmt, wird als Management-Fehler diagnostiziert. Zehntausende Arbeitnehmer werden „freigesetzt“ und das sind dann Kollateralschäden, würde man im Kriegsjargon sagen.
Apropos Krieg: Rheinmetall, der Deutsche Waffenherstellungs- Gigant, meldet überirdische Produktionszuwächse und Gewinnzahlen. Die Panzerbauer sind wohl das einzige Unternehmen im Lande, das sich im Zuwachsrausch befindet. VW denkt darüber nach sich daran zu beteiligen und Militärfahrzeuge in größerem Umfang zu bauen. Frieden auf der Welt, für den die Grünen jahrzehntelang gekämpft haben, wäre da kontraproduktiv.
Wie sich die Kämpfe in der Golfregion entwickeln, kann nur vermutet werden. Sicher ist jedoch, dass die Vereinigten Staaten dabei Federn lassen und die Weltwirtschaft sowieso. Kriege in der Welt haben schon immer eigene Dynamiken entwickelt und wer glaubt wir wären da fein raus irrt vermutlich. Im Augenblick tun sich Politiker und andere Experten schwer damit, einen Schuldigen für die Auseinandersetzungen zwischen Israel/USA und Iran zu finden. Das ist im Ukrainekrieg einfacher. Wir stecken derweil zig Milliarden an Sondervermögen und damit natürlich Schulden , in die Aufrüstung der Bundeswehr. Dieses Ziel werden die Strategen aber wohl erst in 10 Jahren erreichen. Eine der Vorrausetzung ist die personelle Aufstockung und da klemmt es gewaltig.
Mein Rat wäre eine Legion nach französischem Vorbild zu entwickeln, denn mit der Wehrpflicht wird das wohl nicht so einfach sein. Jetzt zahlt sich nämlich die jahrzehntelange Demontage der Deutschen Armee aus. Das ging sogar so weit, dass man Soldaten ob Wehrpflichtige oder Zeit-und Berufssoldaten ungestraft aus dem Links/Grünen Spektrum heraus als Mörder titulieren durfte. Kasernen wurden abgerissen oder verkauft, Bunker umgewidmet und alles unter der Prämisse: „Wir sind nur noch von Freunden umgeben.“
Es fehlt an allem, besonders aber an Geld und das was jetzt an Krediten aufgenommen wurde, stellt sogar die Reparationszahlungen nach dem WK I in den Schatten. Die haben wir übrigens erst vor wenigen Jahren vollständig abgezahlt. Der Sozialtopf schwillt zusätzlich derart stark an, dass er alle Investitionen im Keim erstickt. Man redet von mindestens 50 Milliarden per Anno. Der gesamte Bundeshaushalt 2025 beträgt knapp über 502 Milliarden Euro und die Nettokreditaufnahme ist immens hoch. Wer soll das alles zurückzahlen? Noch fließen die Steuereinahmen aus der Arbeit von immer weniger werdenden Steuerzahlern. Denen macht man gewollt oder möglicherweise auch ungewollt das Leben immer schwerer. Grob gesagt liegt das monatliche Netto eines Arbeiters bei rund 2 000Euro. Davon muss er Miete zahlen, ein Auto unterhalten, die Familie ernähren und viel versteckten Steuern beim Einkaufen abdrücken.
Auf ihr Auto sind die Meisten auf dem flachen Land angewiesen. Wer jetzt tanken muss, zahlt kaum noch zu bewältigende Preise. Aber: Auf einem Liter Benzin liegen 65,4 Cent Energiesteuer, plus 18,6 Cent CO2-Steuer. Je höher der Netto- Benzin-Preis durch die Treibstoffkonzerne vorgegeben wird, desto höher fallen die Steuern in die Taschen des Fiskus. Daher ist der Angriff auf die Treibstoff-Hersteller nur zum Teil berechtigt. Der Staat könnte locker die Steuerspirale nach unten drehen und die unsinnige CO2-Steuer komplett streichen.
Auch wäre es so langsam an der Zeit die Millionen-Geldgeschenke für viele Länder zurückzunehmen. Der Größenwahn, alle Welt mit Geschenken zu überhäufen, damit sie ihre Umweltverschandelung aufgeben und das Klima retten, war in Zeiten voller Kassen schon unsinnig und heute geradezu frevlerisch. Dadurch wird das Leben in unserer „irren“ Welt sicher nicht einfacher und angenehmer sowieso nicht. Es wäre aber zumindest ein Anfang und an die kommenden Generationen gedacht. Text und Foto: Siegfried Gerdau
Zu ihrem 12. Konzert lud am Samstag der Musikzug Bicken ins DGH Bicken ein. Die Frauen und Männer musizierten unter der Leitung von Gilbert Monter nach dem Motto „Blasmusik verbindet uns“ und so war es kein Wunder, dass das Haus ausverkauft war. Zahlreiche Angehörige der Egerländer Gmoi, Dillenburg, kamen wie zu jedem Konzert in vollem „Trachtenornat“ mit ihrer Landesvorsitzenden (Landesvüarstäihare) Gerlinde Kegel. Auch Freunde der Bickener aus Rechtenbach, Wismar und Rüddingshausen waren mit von der Partie.
Man muss kein ausgesprochener Fan sein, um die böhmische und mährische Blasmusik, wenn sie derart professionell wie vom Musikzug vorgetragen wird, einfach Klasse zu finden. Die 17 Männer und 4 Frauen sowie das Gesangsinterpreten-Paar Bärbel und Willi Wahle aus Eslohe im Sauerland, hatten für ihr fast dreistündiges Programm die besten Stücke ausgewählt. Auch mit dem Moderator und Universal-Genie Friedhelm Claas traf der langjährige 1. Vorsitzende des Musikzuges Henning Becker erneut ins Schwarze. Der kurzweilige Herborn-Seelbacher wird vom Publikum geliebt, weil er es ganz einfach kann.
Friedhelm ClaasGilbert MonterHenning Becker
Dem Vorsitzenden, der in Personalunion auch das Schlagzeug im Griff hat, stand die Zufriedenheit über die gute Arbeit seiner Musiker förmlich ins Gesicht geschrieben. Nicht viel anders erging es dem Konzertpublikum. Die Beifallstürme nach jedem Stück konnte man als Indiz dafür werten.
Mit „Textilaku“ dem Marsch der Textilarbeiter oder auch als Trentschiner Musikantenmarsch bekannt und von Karol Padivy komponiert, eröffneten die Bickener das Konzert. Es folgten das Motto-Stück „Blasmusik verbindet“ und „Mein Flügelhorn“. Von diesen Instrumenten hatte die Formation gleich sieben Stück im Einsatz.
Mit Gilbert Monter, der seit 2013 den Taktstock oder besser seine Arme schwingt, ist dieser, nach einhelliger Musiker-Meinung, ein Glücksgriff. Der „etwas“ über 70-jährige Saarländer ist nicht nur ein Profi auf der Trompete, sondern hat im Verlauf seiner Laufbahn als Berufssoldat in verschiedenen Musikkorps der Bundeswehr zusätzlich zahlreiche Musikkapellen dirigiert. Heute leitet er sehr erfolgreich neben dem Bickener Musikzug auch das Blasorchester Wißmar.
Bärbel und Willi Wahle
Was wäre ein ausgebuchter Saal mit einer vollen Bühne von Blasmusik-Spezialisten ohne die entsprechende Technik. Dafür waren Heinz Clees und Thorsten Moser verantwortlich. Sie erledigten ihre Arbeit perfekt. Nach zahlreichen weiteren, auch teilweise nicht so bekannten Stücken, die der Musikzug mit Gesangsunterstützung von Bärbel und Willi intonierte, kam mit „Frühling an der Eger“ der musikalische Hammer gleich nach der Pause. Friedhelm Claas hatte es kommen sehen und wartete auf den „Gesang des größten Chors in Mittenaar“. Der blieb denn auch bei dem Blasmusik-Gassenhauer nicht aus. Die Anwesenden sangen aus voller Kehle mit und Mike Holler aus Haiger-Rodenbach, der in seinem jungen Leben bisher noch kein Konzert der Bickener ausgelassen hat, war außer Rand und Band.
„Liebling, ich hab dich tanzen seh´n“ fand genau so viel Anklang, wie die „Hartenberg-Polka“ oder „Egerland Heimatland“. Mit „Sag nicht Adieu“ näherte sich das Spitzenkonzert seinem Ende zu und das kam dann mit der Spitzregenpolka „Böhmischer Traum“ nach Meinung aller Besucher viel zu schnell. An Himmelfahrt (29. Mai 2026) findet der 43. Bürgerfrühschoppen mit dem Musikzug ab 11 Uhr auf dem Parkplatz des Bickener Dorfgemeinschaftshaus statt. Der Eintritt frei.
Mehr Informationen bei Henning Becker unter 0170 400 9544. Fotos: Gerdau
Was wir heute von Paulus und den Bergmännern lernen können, darüber hat die Kirchenpräsidentin Christiane Tietz in Siegbach gepredigt. Sie war zu Gast beim 129. Bergmannsgottesdienst in der Evangelischen Kirche Eisemroth.
Den musikalischen Gottesdienst haben der Gesangsverein „1851 Einigkeit“ unter der Leitung von Michael Bertelmann, der Posaunenchor Eisemroth (verstärkt mit Spielern aus Manderbach und Herborn-Seelbach) unter der Leitung von Johannes Weg sowie Werner Rex an der Orgel gestaltet, die liturgische Leitung hatten Vikarin Nele Fornoff und Pfarrerin Jelena Wegner. Mit dabei waren vier Gäste des „Bergbau- und Feldbahnverein im Schelderwald“. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es für die Gottesdienstbesucher Bergmannswurst nach einem Geheimrezept. Die Kirchenpräsidentin durfte später noch das Bergbaumuseum in Tringenstein besuchen.
Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz
Der Alltag durchdrungen von Hoffnung
Im Gottesdienst sagte Christiane Tietz, sie habe als Kind den etwa 400 Meter langen Stollen im Deutschen Museum in Münschen besucht. Das habe sie sehr beeindruckt. Ausgehend vom Predigttext aus dem Römer-Brief des Paulus und ihrer Kindheitserinnerung spannte sie in ihrer Predigt einen Bogen zu den Bergleuten, die mit ihrer schweren Arbeit sich täglich gefährlichen Situationen ausgesetzt sahen. Sie und ihre Familien hätten viel Mut und Standhaftigkeit in einem entbehrungsreichen Leben bewiesen – möglich wurde dies durch einen Grundfrieden in ihren Herzen.
„Der Alltag der Bergmänner war durchdrungen von Hoffnung. Oft wurden im Bergbau vor Schichtbeginn kurze Andachten gehalten und ein, zwei Lieder gesungen. Die Andacht wurde mit den Worten geschlossen: „Nun fahrt in Hoffnung an“. Diese Hoffnung war ganz konkret. Sie bezog sich nicht auf ein fernes Himmelreich, sondern auf die kommenden Stunden. Die Bergmänner konnten nur in die Grube einfahren, weil sie die Hoffnung hatten, dass Gott sie beschützte und sie am Ende der Schicht wieder ans Licht zurückkehren ließ“, sagte Tietz in Siegbach.
Grubenlampe als Zeichen der Hoffnung:
In schwierigen Situationen auf Hoffnung setzen
Die Hoffnung auf Gott blende die Gefahren nicht aus. Das sei gerade in schwierigen Situationen nötig. Die Kirchenpräsidentin erinnerte an den Zusammenhalt der Kumpel unter Tage und das sie sich aufeinander verlassen können. Paulus war überzeugt, dieser Zusammenhalt liege daran, dass der Heilige Geist uns mit Liebe füreinander füllt, so Tietz.
Sie erinnerte an die Grubenlampen als Zeichen der Hoffnung: „Hoffnung heißt, beim Einstieg in das Dunkle und Schwere darauf zu vertrauen, dass Gott dabei ist“, sagte Tietz. Weiter sagte sie, „in der Hoffnung wendet man den Blick vom Dunkel weg auf das, wo man Helligkeit entdeckt. Hoffnung heißt, das kleine Licht in der Lampe als Zeichen für das bald wieder kommende Tageslicht zu sehen. Hoffnung heißt, auf das Licht am Ende des Schachtes zu schauen, auch wenn die Auffahrt noch dauert“. Von den Bergleuten lernen
Bergmänner könnten ein Vorbild der Hoffnung sein. „Wir Menschen heute können von Bergleuten lernen. Denn auch heute sind die Zeiten schwierig. Gemeinsam können wir sie besser bewältigen als jeder für sich. Mich hat gestern ein Brief des anglikanischen Erzbischofs von Jerusalem erreicht. Er bittet uns darum, aus Liebe zu allen Menschen für Frieden im Nahen Osten zu beten und für eine Rückkehr zu Verhandlungen“, sagte die Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz. Sie zitierte Bischof Hosam Naoum, der schreibt: „Die anderen sind nicht Feinde, sondern Nächste, ganz gleich, ob sie in Teheran sind, in Tel Aviv oder auf den Militärbasen am Golf.“
Die Kirchenpräsidentin der EKHN, Professor Dr. Christiane Tietz war zu Gast in Siegbach (v.r.) sowie weitere vier Gäste des Bergbau- und Feldbahnverein Schelderwaldes gemeinsam mit Pfarrerin Jelena Wegner und Vikarin Nele Fornoff. Fotos: Matthias Schäfer
Bergbau hat lange Tradition in Siegbach
Seit 129 Jahren gibt es den Bergmannsgottesdienst in Siegbach. Im Gottesdienst wurde auch der verstorbenen Bergleute gedacht. Besonders ergreifend ist das Steigerlied, das traditionell am Ende des Gottesdienstes gesungen wird. Die Kirchenpräsidentin war von der festlichen Musik und der gut besuchten Kirche beeindruckt. „Es war für mich zu spüren, wie wichtig die Bergbautradition dort ist“. Nach dem Gottesdienst und dem Imbiss hat sie noch das Bergbaumuseum in Tringenstein besucht: „Ein ehemaliger Bergmann hat dort Werkzeuge, Kleider, Kristallfunde und viele Erinnerungsstücke zusammengetragen, damit diese Tradition in lebendiger Erinnerung bleibt. Ich bin glücklich, dass ich diese besondere Region unserer Kirche heute kennenlernen durfte.“
„Blaulicht-Gemeinde“ feiert Einführungen und Ehrungen in Niederweidbach
Mit Einführungen, Beauftragungen und Ehrungen hat die Notfallseelsorge Lahn-Dill am Mittwochabend in der evangelischen Marienkirche Niederweidbach ihren Jahresgottesdienst gefeiert: Zeit, um Danke zu sagen, aber auch Zeit zur Stärkung und zum Besinnen darauf, dass ohne Gottes Beistand all die wertvolle Hilfe und Begleitung in Not- und Krisensituationen kaum denkbar wäre.
Als Beauftragter für die Notfallseelsorge im Lahn-Dill-Kreis konnte Diakon Christian Reifert denn auch neben den vielen Einsatzkräften der Gruppen Süd und Nord Vertreter vieler Feuerwehren aus dem Kreis, der Polizeistationen, des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) zu der Feier in der historischen Kirche begrüßen, die unter dem Thema der Jahreslosung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ stand.
Heißt das, alles Schlimme, alles Leid wird ungeschehen gemacht; die Zeit zurückgedreht und alles auf Null gestellt, fragte Pfarrer Andreas Friedrich, der Dekan des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach, die „Blaulicht-Gemeinde“ eingangs seiner Predigt. So einfach sei es nicht, beantwortete er die rhetorische Frage selbst, denn Gottes Zusage im letzten Buch der Bibel sei in jene Zukunft gerichtet, in der Gott alle Tränen trocknen werde: „Jetzt und heute ist Ihr und Euer Dienst extrem wichtig, aber dann werden wir alle Blaulicht-Fahrzeuge in Spielmobile umbauen können!“, prophezeite er. Jesus habe seine Jünger durch die Auferstehung davon überzeugt, dass etwas geschehen sei, das wirklich alles neu mache: „Im Himmel werden keine Tränen mehr sein“, zitierte der Dekan aus einem Song von Eric Clapton. Dieser Glaube, der dem Musiker in seiner Trauer Trost gespendet habe, ermögliche den Notfallseelsorgern, Hilfe zu schenken und den Weg zur Heilung zu eröffnen. „So schafft ihr es auch heute, zu trösten, zu begleiten und Schritt für Schritt aus der Krise herauszuhelfen“, dankte Andreas Friedrich: „So tragen wir Gottes Liebe in die Welt!“
Im Mittelpunkt des Jahresgottesdiensts stand die Einführung von 15 neu ausgebildeten Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger durch Pfarrer Andree Best als Dekan des Dekanats an der Dill und Assessor Christoph Schaaf, dem Stellvertretenden Superintendenten des Kirchenkreises an Lahn und Dill. Nach 120 Stunden Ausbildung und ersten Praxiseinsätzen werden sie nun die Teams im Süden und im Norden des Lahn-Dillkreises verstärken, sagte Andree Best – sechs seien im Süden tätig, neun im ehemaligen Dillkreis. „Geht getragen von Gott hinaus!“, rief der Dekan den Notfallseelsorgern zu, die abwechselnd von ihm und Christoph Schaaf für ihren Dienst gesegnet wurden: „Ihr müsst diesen Dienst nicht aus eigener Kraft tun; ihr steht unter dem Segen Gottes!“, sicherte er ihnen zu. Mit Applaus hießen die Gottesdienstbesucher die Neuen willkommen: Anne-Katrin Hilk (Herborn), Hans-Peter Ermert (Herborn-Schönbach), Elisabeth Gabriel (Herborn-Amdorf), Kim Sarah Diebel (Dillenburg), Cornelia Schmidt (Siegbach-Eisemroth), Sara Madeleine Diehl (Herborn), Christof Ellinghaus (Dillenburg), Marc-Philipp Spähr (Haiger), Anja M. Gräf (Dietzhölztal), Marc Pannier (Aßlar), Christine Becker (Lahnau), Frederik Happ (Wetzlar), Klaus Kobler (Schöffengrund), Susanne Rückert-Kobler (Schöffengrund), Cornelia Brück (Braunfels) erhielten neben einer offiziellen Urkunde der Landeskirche auch ein Kfz-Schild für ihre Einsätze.
Sie sind künftig bei Unfällen, in Krisen und Notlagen mit den Rettungskräften im Lahn-Dillkreis in Einsatz: Am Mittwochabend sind die neuen NotfallseelsorgerInnen in Niederweidbach in ihren Dienst eingeführt worden. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)
Weitere Höhepunkte der Feier waren die Ehrung von Pfarrer Wilfried Höll für mehr als 25 Jahre Engagement in der Notfallseelsorge und die Ernennung von Gruppenführern der Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Höll erinnerte nach dem der Verleihung der Goldenen Ehrennadel folgenden Applaus daran, dass der Beifall und der Dank für die Möglichkeiten, anderen beizustehen, allein Gott gebühre. Sein ebenfalls langjährig um die Notfallseelsorge verdienter Kollege Marcus Brenzinger konnte nicht anwesend sein und bekommt die Ehrung nachgereicht; ebenso Pfarrer i.R. Eberhard Hoppe, der als langjähriger Koordinator der Notfallseelsorge Lahn-Dill aus dem aktiven Dienst ausscheidet und verabschiedet werden sollte. Ihre Ernennungsurkunden zu PSNV-Führungskräften aus den Händen von Christian Reifert persönlich entgegennehmen konnten hingegen Thomas Gaß, Jelena Wegner, Melanie Meckel, Natalie Depalma, Caroline Dietrich und Herbert Epp; Mirko Häuser bekommt sie zu einem späteren Zeitpunkt.
Nach dem vom Biedenkopf-Gladenbacher Dekanatskantor Katamba Kazaku begleiteten Festgottesdienst, der mit dem Segen durch Ortspfarrer Dr. Frank W. Rudolph endete, war die „Blaulicht-Gemeinde“ noch zu einer kleinen Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus Niederweidbach eingeladen, bei dem Austausch, Kennenlernen und Vernetzung im Mittelpunkt standen. (klk/eöa)
Nicht wenige Bürger in Deutschland haben sich mittlerweile an Mord und Totschlag gewöhnt. Das zumindest zeigen die schwachen Reaktionen auf die täglichen Nachrichten von Messerangriffen. Es gibt sogar Menschen, die behaupten das sei schon immer in Deutschland so gewesen. Lediglich durch die sozialen Netze und die AfD werde das alles aufgebauscht. Wer jedoch seinen Verstand noch kontrollieren kann, kommt zu anderen Ergebnissen. Natürlich sind Statistiken unterschiedlich les-und interpretierbar. An harten Fakten kommt man jedoch immer dann schlecht vorbei, wenn sie von amtlichen Stellen kommen. Die vorliegenden Zahlen stammen aus einem Bundesland und wenn man die Zahlen (auch notwendigerweise reduziert) mit 16 multiplizieren würde, kämen Ergebnisse zustande, die zumindest nachdenklich machen. Es bringt sicherlich nichts, vor diesen nackten Zahlen die Augen zu verschließen oder dass die alten Damen auf den Straßen herum wanken und gegen Rechts demonstrieren. Ob die bundesweit vielen Messerstecher, Vergewaltiger, sonstige Gewalttäter und Gesetzesbrecher alle aus dem Rechten Lager stammen, darf zumindest angezweifelt werden. Die ganz normalen Bürger möchten wieder Sicherheit bei Tag und Nacht und allen Orten. Wenn man die Dokumentationen der vergangenen Jahrzehnte betrachtet, gab es die in Deutschland. Es werden irren Anstrengungen für die Rettung des weltweiten Klimas unternommen, aber dass sich die Rechtsverhältnisse im Land immer mehr zum schlechten verändern, wird achselzuckend in Kauf genommen. Wer buchstäblich die Schnauze voll hat und auf diese Missstände hinweist, wird als Nazi, Querdenker und Demokratiefeind gebrandmarkt. Der Staat, nämlich wir alle, gibt mittlerweile zig Milliarden jedes Jahr dafür aus, dass es den „Schutzsuchenden“ aus aller Welt an nichts mangelt. Zum Dank treiben diese Menschen oder zumindest eine große Zahl davon die Kriminalstatistik immer höher. Nun ist es nicht so, dass man all dies als gegeben und als unveränderliche Ereignisse hinnehmen muss. Länder wie Dänemark, Schweden und auch Italien haben Mittel und Wege gefunden und versuchen zumindest all dem einen Riegel vorzuschieben. „Schutzsuchende“ die in diesen Ländern gegen das geltende Gesetz verstoßen, haben dort ihr Bleiberecht verloren. Wenn die Bundesrepublik Deutschland wenigstens genauer hinschauen würde und sich von Straftätern auf der Stelle trennen würde, wäre der erste Schritt getan. Auch das Thema der teilweise üppigen Alimentation muss unbedingt in Angriff genommen werden. Leider haben wir im Land politische Kräfte, die unser Rechtssystem zu Fall bringen möchten und dafür alles was möglich ist tun. Der Hass, den man fast täglich auf den Straßen erlebt, ist unbegreiflich, aber traurige Realität. Nicht wenige Bürger kehren mittlerweile ihrem Heimatland den Rücken und das sind leider meistens die Besten. sig
Nun ein Auszug aus einem Artikel, der zumindest mich in Wallung versetzt hat:
Nordrhein-Westfalen ist laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2025 „etwas sicherer“ geworden. Die Polizei registrierte rund 1,36 Millionen Straftaten (im vergangenen Jahr waren es mit 1,4 Millionen etwa drei Prozent mehr). Auch die Zahl der Gewaltdelikte sollen leicht zurück gegangen sein.
Messerangriffe und schwere Gewalt dagegen steigen immer mehr.
Symbolbild Messermann. Foto: Gerdau
Nach dem eklatanten Anstieg der Taten im Jahr 2024 (plus 21 Prozent) verzeichnete die Polizei 2025 insgesamt 7200 Fälle, in denen ein Messer eingesetzt wurde. 49 Menschen kamen dabei durch Messerangriffe ums Leben. 2024 waren es „nur „48). 9099 Menschen wurden Opfer von Messertaten, davon wurden 2928 verletzt.
Insgesamt zählte die Polizei 159.000 Gewaltdelikte – 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Darunter waren etwa 105.000 Fälle einfacher Körperverletzung. In 508 Fällen ging es um Mord und Totschlag – 29 Fälle mehr als 2024.
Jugendkriminalität leicht gesunken
Bei der Kinder- und Jugendkriminalität zeigt sich ein gemischtes Bild. Mehr als 21.000 Kinder wurden als tatverdächtig erfasst, etwa so viele wie 2024. Bei Jugendlichen sank die Zahl deutlich: Rund 40.000 Jugendliche wurden erfasst, fast acht Prozent weniger als 2024 (44.000). Auch die Zahl der Fälle mit mindestens einem Tatverdächtigen unter 21 Jahren ging um 7 Prozent zurück. Häufig handelt es sich um Ladendiebstahl, Körperverletzung, Sachbeschädigung oder Beleidigung.
Bundesweit mehr Täter unter 18 Jahren
Auch bundesweit ist Jugendgewalt ein unübersehbares Thema. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2024 wurden in Deutschland 5.837.445 Straftaten registriert . Die Gewaltkriminalität stieg um 1,5 Prozent auf 217.277 Fälle – der höchste Stand seit 2007. Das Erschreckende: Gewaltkriminalität bei Kindern stieg um 11,3 Prozent, bei Jugendlichen um 3,8 Prozent.
Fälle von sexuellem Missbrauch steigen
Neben der allgemeinen Gewaltentwicklung weist die Statistik in Nordrhein-Westfalen auch bei Sexualdelikten einen weiteren Anstieg aus. Mehr als 4500 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern wurden 2025 registriert – ein Plus von 2,7 Prozent. Zum Glück liegt die Aufklärungsquote bei rund 83 Prozent. Auch bei der Verbreitung von Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern stieg die Fallzahl um neun Prozent auf mehr als 9800 Fälle.
Man darf nicht vergessen, dass es sich hier um Verbrechen nur in einem Bundesland handelt. Die bundesweiten Zahlen liegen weit darüber. Wer dabei noch schweigt und hofft, dass es ihn nicht trifft, ist gelinde gesagt, sehr naiv.
Frühlingszeit ist Baumschnittzeit und da können nicht nur Laien von den Experten des Obst- und Gartenbauverein Hörbach so einiges lernen. Am kommenden Samstag (28.02.2026 10 Uhr) ist es wieder soweit und die Spezialisten geben ihr Wissen für den richtigen Schnitt preis.
Für die Taliban ist häusliche Gewalt kein Verbrechen, sondern eine Privatangelegenheit. Seit dem Wochenende gilt in Afghanistan ein neues Strafgesetz, das es Männern ausdrücklich erlaubt, ihre „Ehefrauen und Kinder“ zu schlagen – solange es durch die Misshandlungen nicht zu „sichtbaren Frakturen oder offenen Wunden“ kommt. Eine Einschränkung, die kaum zynischer sein könnte, denn Frauen und Mädchen müssen sich in der Öffentlichkeit vollverschleiern.
Wie der britische „Telegraph“ zuerst berichtete, umfasst das Gesetz mehr als 60 Seiten. Unterzeichnet hat es laut Bericht Taliban-Anführer Hibatullah Akhundzada (58) – er ist das offizielle Staatsoberhaupt des Islamischen Emirats Afghanistan. In dem Papier sei unter anderem festgelegt, dass bei schweren Verletzungen maximal 15 Tage Haft drohen. Den Opfern werde es durch die juristische Formulierung außerdem bewusst schwerer gemacht, vor Gericht die Nachweise für Verletzungen zu erbringen.
So müssen misshandelte Frauen ihre Verletzungen vor einem männlichen Richter vorzeigen. Und das in Anwesenheit eines männlichen Vormunds – häufig ist das der Ehemann, der selbst zuschlug. UND: Auch die Flucht vor häuslicher Gewalt steht unter Strafe! Frauen, die vor ihrem Ehemann in ihr Elternhaus fliehen, drohen demnach bis zu drei Monate Gefängnis – auch Angehörige, die ihnen Schutz gewähren, müssten mit einer Strafe rechnen.
Meine Meinung Seit ihrer Machtübernahme am 15. August 2021 hat die islamische Taliban in Afghanistan die Menschenrechte, besonders der Frauen im Land, massiv eingeschränkt oder gar aufgehoben. Seitdem ruhen zwar die Waffen aber die „Schüler“ oder „Religionsstudenten“, wie die Taliban in der Paschtunischen Sprache heißen, praktizieren wieder ihren Steinzeit-Islamismus in voller Ausprägung. Ihr grausamer Umgang mit Frauen basiert weitgehend auf der Scharia und ist an zivilisatorischen Maßstäben gemessen, kaum noch zu übertreffen. Man müsste meinen, dass daher die Frauen in Scharen aus ihrem Land flüchten. Leider haben sie so gut wie keine Möglichkeit ihre Wohnhäuser genannten Gefängnisse zu entfliehen. Männer hingegen verlassen zu tausenden das Land am Hindukusch und bitten bevorzugt in Deutschland um Asyl. Da stellt sich die vielleicht naive Frage „Vor wem fliehen die eigentlich? In Kenntnis dieser grausamen Verhältnisse müssten doch mindestens die Medien unisono aufschreien und besonders auch einschlägige NGO sowie Frauenrechtsorganisationen.
Ob Wetterfee, Börsenmoderatorin oder einfach nur Nachrichtensprecherin, alle tragen sie seit Jahren, die unbequemen, aber offensichtlich vorgeschriebenen High Heels. Was sollen die Damen damit denn zum Ausdruck bringen und wen sollen sie damit ansprechen. Hoffentlich nicht nur die Herren unter den Fernsehzuschauern. Zugegeben sind Damen-Füße mit diesen Wunderwerken der Schuhindustrie ein Hingucker. Ursprünglich glänzten damit ihre Trägerinnen in einschlägigen Kreisen, um ihre Kundschaft zu erfreuen und zu animieren.
Also noch mal die Frage, wenn wollen oder sollen die Fernsehmoderatorinnen in unserer mehrgeschlechtlichen Zeit damit anmachen. Wenn ich auch gerne das Gesamtwerk betrachte, ist es in meinen Augen Sexismus, wenn nur damit eine Botschaft in einem seriösen Medium an den Mann zu bringen ist.
Wo bleiben denn die Frauen unter den Fernsehzuschauerinnen. Sollten da die Herren Moderatoren nicht auch mit entsprechenden Accessoires vor die Kameras treten. Wie wäre denn Krawatte plus String-Tanga oder ganz oben oben ohne mit behaarter Gorilla-Brust. Jetzt mal Spaß beiseite. Für die High Heel- Trägerinnen ist ein solch beschuhter Auftritt im Nachrichtenstudio sicher keine Freude und ich denke mir, dass danach die Marter-Instrumente sofort in die Ecke geschleudert werden.
Also was soll. Diese Mordwerkzeuge, genannt Damenschuhe, sollten dort getragen werden, wo sie hin- und dazugehören. sig
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