Curamenta-digitale Anlaufstelle bei psychischer Erkrankung

Patientenportal Curamenta- Das Portal für die psychische Gesundheit ist bei Vitos gestartet.

Symbolfoto: Gerdau

Unter der Adresse www.curamenta.de finden
Erkrankte, Angehörige, Fachleute und Interessierte ein digitales Angebot mit Informationen zu
Krankheitsbildern, Selbsttests, Blog-Beiträgen, Foren sowie Möglichkeiten zur Vernetzung und
Therapiebegleitung. Träger von Curamenta sind vier öffentlich-rechtliche Krankenhausverbünde:
Vitos (Hessen), LVR (Landschaftsverband Rheinland), LWL (Landschaftsverband WestfalenLippe) und kbo (Kliniken des Bezirks Oberbayern).
Über Curamenta
Curamenta ist ein digitales Portal für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Interessierte.
Das Internetangebot unter www.curamenta.de soll Menschen mit psychischen Erkrankungen den
Zugang zum psychiatrischen Versorgungssystem erleichtern und die Qualität der Behandlung
optimieren.
Das Portal begleitet über den gesamten Weg der Patientenversorgung, vom ersten Interesse bis
hin zur Therapie und Nachsorge und bietet dabei eine Vielzahl an digitalen Angeboten und
Informationen.
Aufgebaut ist Curamenta in drei Ebenen:
 Die erste Ebene bietet umfangreiche Informationen rund um die psychische Gesundheit –
auch in Leichter Sprache1.
 Nach einer Anmeldung sind die Diskussion und der Austausch innerhalb der Foren möglich.
 Nach einer Registrierung der Patientinnen und Patienten im personalisierten Bereich haben
sie vollen Zugriff auf alle Funktionen der Plattform. Im persönlichen Dashboard können sie
zum Beispiel Dateien mit Behandelnden teilen, Nachrichten austauschen, Termine planen,
Angehörige an ihrer Behandlung teilhaben lassen und weitere individuelle Angebote, wie die
Videosprechstunde, nutzen.
Die Plattform ist intuitiv aufgebaut. Zudem erklärt ein Video alle Funktionen:
https://curamenta.de/de/curamenta-erklaerfilm
Auf- und Ausbau
Ans Netz gegangen ist Curamenta unter www.curamenta.de im September 2022. Seither stehen
allen Interessierten bereits umfangreiche Informationen rund um die psychische Gesundheit,
Foren zum Austausch und wichtige Kontaktadressen zur Verfügung. Zum Tag der psychischen
Gesundheit bieten zwei Vitos Pilot-Kliniken ihren Patientinnen und Patienten nach einer
Registrierung zusätzlich digitale Gesundheitsanwendungen und den direkten Kontakt zu ihren
Behandelnden an. Die weiteren Kliniken der vier Trägerverbünde folgen schrittweise mit dem
Ziel, das volle Angebot von Curamenta flächendeckend in allen Regionen anbieten zu können.


Die Initiatoren
Das Portal Curamenta wird von vier öffentlich-rechtlichen Klinikverbünden betrieben: Vitos
(Hessen), LVR (Landschaftsverband Rheinland), LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe)
und kbo (Kliniken des Bezirks Oberbayern). Die Träger des Portals verfolgen dabei kein
kommerzielles Interesse, sondern wollen die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit dem
digitalen Angebot patientenorientiert ergänzen und kontinuierlich weiterentwickeln.
Hintergrund zu Curamenta
Das Online-Angebot Curamenta erfüllt mehrere Funktionen:
Es ist Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige rund um das Thema psychische
Erkrankungen. Das Portal unterstützt Patientinnen und Patienten sowie Behandelnde vor,
während und nach dem Klinikaufenthalt. Patientinnen und Patienten können schon zu
Hause nötige Daten eingeben oder therapiebegleitende Materialien erhalten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Vernetzung der verschiedenen Akteure im
Gesundheitswesen – von den Einweiserinnen und Einweisern über Reha-Einrichtungen
bis hin zu Selbsthilfegruppen und lokalen Beratungsstellen.

Quelle: Vitos

Gemeinnützige Gesellschaft für digitale Gesundheit GDG (GDG)
Unter dem gemeinsamen Dach der Gemeinnützigen Gesellschaft für digitale Gesundheit
GDG mbH (GDG) fördern die öffentlich-rechtlichen Träger kbo, LVR, LWL und Vitos das
Gesundheitswesen und die Gesundheitspflege. Sie unterstützen mit ihren gemeinsamen
Angeboten Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes
auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Dafür entwickelt und betreibt die GDG
sektorenübergreifende digitale Anwendungen für Kranke und Menschen mit Behinderung.
Insgesamt versorgen ca. 36.000 fachlich qualifizierte, multiprofessionelle Mitarbeitende
jährlich über 650.000 Patientinnen und Patienten an den zahlreichen Standorten von kbo,
LVR, LWL und Vitos.
Vitos
Die Kernaufgabe von Vitos ist die Diagnostik und Behandlung von Erwachsenen, Kindern
und Jugendlichen in psychiatrischen, psychosomatischen und forensisch-psychiatrischen
Kliniken. Mit 3.700 Betten/Plätzen ist das Unternehmen in Hessen größter Anbieter für die
ambulante, teil- und vollstationäre Behandlung psychisch kranker Menschen.
In den Fachkliniken für Neurologie und Orthopädie behandelt Vitos 47.200 Patient/-innen
ambulant und stationär. Für Menschen mit geistiger bzw. seelischer Behinderung, für die
psychiatrische Reha und in der Jugendhilfe bietet Vitos 2.500 Plätze.
11.000 Mitarbeiter/-innen erwirtschaften an 114 Standorten in 76 Orten einen jährlichen
Gesamtertrag von 700 Mio. Euro. Sie behandeln insgesamt 43.000 Patient/-innen
stationär/teilstationär und 175.000 ambulant.
Vitos, das sind in Hessen 18 verbundene gemeinnützige Unternehmen. Sitz der
Unternehmenszentrale ist Kassel. Alleingesellschafter ist der Landeswohlfahrtsverband
Hessen.

Quelle: Vitos


Liebe Mitglieder und Flora-Freunde,

ich möchte mit diesem Schreiben auf eine Aktion der Stadt Herborn
aufmerksam machen. Die Stadt bittet die Herborner Vereine sich an der
Aktion „Saubere Innenstadt“, am 15. Oktober um 10 Uhr, auf dem
Marktplatz zu beteiligen.

Die Fora Herbornensis wird daran teilnehmen und ich bitte um rege
Teilnahme Eurer/Ihrerseits, da der Verein pro Teilnehmer eine Zuwendung
von 5 Euro erhält.

Das es in unserer Stadt nicht zum Besten aussieht, wenn man genauer
hinschaut muss ich keinem erzählen. Am allerschlimmsten empfinde ich den
Bahnhof, wenn man auf Gleis 2 ankommt und durch die Unterführung muss.
Hier schäme ich mich für unsere Stadt. Das fällt aber in die
Zuständigkeit der DB und deshalb bleibt der Kippenmüll dort liegen.

Dreckiger Bahnhof-keine Visitenkarte für Herborn. Foto: Gerdau

Erinnern möchte ich auch noch einmal an unsere nächsten Veranstaltungen:
1. Die Vielfalt der heimischen Schmetterlinge am 12.10.2022 / 19 Uhr
Hohe Schule
2. Pilzwanderung 30.10.2022 um 14 Uhr / Wanderparkplatz
Merkenbach/Fleisbach
s. Anlage

Ein schönes sonniges Wochenende wünsche ich Euch/Ihnen allen.
Bis nächsten Samstag 😉

Eure/Ihre
Anne Krüger-Zechlin
f. den Vorstand
Freunde der Flora Herbornensis e.V.

Erst sterben die Geschäfte, dann die Stadt

Von Siegfried Gerdau

Das Gespenst der Ladenschließungen geht auch in Herborn um. Lange hatte man gedacht, dass der Fachwerkstadt zwischen Dillenburg und Sinn die politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen nichts anhaben könnten. Die kommenden Wochen und Tage werden uns eines Besseren belehren. Unbeweglichkeit und Fehlfokussierungen wirken in diesem Zusammenhang verstärkend. Die Bürger warten geradezu täglich und fast paralysiert, auf die aktuellen, negativen Schlagzeilen aus Medien und offiziellen Verlautbarungen.

Ob sich Herborn diese schöne Beleuchtung auch in der kommenden Weihnachtszeit noch leisten kann, ist die große Frage. Foto Archiv: Gerdau

Alles wird teurer und denen die bis dahin schon auf Kante genäht waren, ist der Einkaufsspaß mittlerweile restlos vergangen. Geschäftsleute, Einzelhändler und Gastronomen dachten, schlimmer, als während der Pandemie, könnte es nicht werden. Weit gefehlt.

Während gut alimentierte Volksvertreter mit Durchhalteparolen und Spartipps nur so um sich werfen, macht sich im Mittelstand die nackte Verzweiflung breit. Suizidgedanken und der Griff nach der Flasche sind für manch fleißigen Unternehmer die Ultima Ratio.

Nicht nur, dass der entsetzliche Russische Angriffskrieg gegen das Bruderland Ukraine alles in Angst und Schrecken versetzte, er bereitet auch den Boden für das Schlimmste, was sich der Normalbürger kaum vorstellen kann.

Allein der Gedanke an die Machbarkeit einer atomaren Auseinandersetzung ist hochgradig pervers.

Und dennoch es gibt sie, die „Strategen“ die lieber atomare Waffen einsetzen, als nur einen Millimeter „Gesichtsverlust“ hinzunehmen.

Es wird der Tag kommen, an dem fähige Diplomaten wieder verhandeln dürfen. Leider erst dann, wenn Menschen in Massen abgeschlachtet und verkohlt sind. Dabei fallen mir nur Hiroshima und Nagasaki ein.

Unter diesen Aspekten erscheinen Geschäftsschließungen hinnehmbar. Nein, verdammt das sind sie nicht. Es ist überhaupt nicht hinnehmbar, dass die Unfähigkeit und Überheblichkeit einzelner Individuen ganze Länder und deren Menschen in Tod und Elend stürzt.

Das sollten Menschen weder hinnehmen noch unterstützen. Geistliche gleich welcher Couleur dürfen weder Waffen, noch deren Einsatz segnen. Fromme Menschen können niemals das Aufeinanderhetzen von Bewaffneten widerspruchslos in Kauf nehmen. Lediglich mit Betkreisen, Gesängen und rezitieren von Bibelversen ist es jedoch nicht getan.

Es ist höchste Zeit, aktiv den Frieden nicht nur zu beschwören, sondern ihn mit Verstand und Menschenwürde zu erreichen. Wer mich jetzt nach meiner Lösung oder einem Friedensrezept fragt, den muss ich enttäuschen. Wüsste ich es, wäre ich der Heilsbringer, den die Menschheit bitter nötig hätte. Fest steht für mich auf jeden Fall, dass Krieg kein Mittel der Politik ist und auch nicht mehr sein darf. Ich habe in fast 50 Jahre meines Lebens begreifen gelernt, dass bewaffnete Auseinandersetzungen wenig intelligent sind und der Frieden unter den Menschen eine ständige Herausforderung und Aufgabe darstellt.

Wenn es der Menschheit jetzt nicht gelingt, die Hirne zum Denken zu benutzen, braucht man sich um Einzelhandel und Fachwerk in Herborn und dem Rest der Welt keine Gedanken mehr zu machen.

Es lebe der Verstand und die Menschlichkeit.

Nachfolgend ein SPIEGEL-Beitrag, der in dieser Zeit die schreckliche Geschehnisse aus der Vergangenheit ins Bewusstsein holt.

Strategische Atomwaffen: Einsatz über weite Distanz

Strategische Atomwaffen werden über weite Distanz eingesetzt. Sie können mehr als 5.500 Kilometer Strecke zurücklegen, also zum Beispiel die Strecke von Moskau nach Washington. Die Atommächte sind mit diesen Waffen in der Lage, innerhalb kurzer Zeit jeden Ort auf der Welt zu treffen. So können sie ganze Regionen zerstören.

Zu den strategischen Atomwaffen gehören Langstreckenraketen, die mehrere Atombomben abwerfen können, ballistische Raketen auf U-Booten, die sich nahezu unbemerkt annähern, und Interkontinentalraketen.

Taktische Atomwaffen: Große Zerstörungskraft im Gefecht

Taktische Atomwaffen können nicht so weit fliegen und haben eine geringere Sprengkraft als strategische Atomwaffen (zwischen 0,3 und weniger als 10 KT). Sie werden in Gefechten eingesetzt und haben eine viel größere Zerstörungskraft haben als „gewöhnliche“ Waffen.

Eine Kilotonne entspricht der Sprengkraft von 1000 Kilogramm herkömmlichem TNT. Die Hiroshima- Atom-Bombe „Little Boy, die 1945 über der japanischen Stadt abgeworfen wurde und sie völlig auslöschte, besaß eine Sprengkraft von 13 000 Tonnen TNT (13 KT). Dabei wurden 70 000 Menschen direkt getötet.

Bei all den Darstellungen wurde die großflächige Verseuchung durch atomare Verstrahlung unberücksichtigt gelassen. sig

23.48 Uhr: Freitag, 7. Oktober

Atomare Bedrohung: Joe Biden sieht die Gefahr einer atomaren Konfrontation mit katastrophalen Folgen nach Drohungen aus dem Kreml so gross wie seit 60 Jahren nicht mehr. Die Welt habe seit der Kuba-Krise im Jahr 1962 nicht vor der Aussicht auf ein «Armageddon» gestanden, sagte Biden laut mitreisenden Journalisten bei einem Auftritt in New York. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat Russland vor dem Einsatz von Atomwaffen gewarnt. «Der Einsatz von Atomwaffen ist inakzeptabel», sagte er nach einem informellen EU-Gipfel in Prag. Es sei wichtig, eine klare Antwort auf die Drohungen zu geben.

Philipp Guth ist neuer CTO bei Rittal

Philipp Guth verantwortet seit dem 1. Oktober 2022 den Bereich Forschung & Entwicklung beim Schaltschrank- und Systemspezialisten Rittal mit Sitz im mittelhessischen Herborn. Damit treibt er künftig die Innovationen insbesondere in der Verbindung von mechanischer Produkt- und Software-Entwicklung sowie digital gestützten Prozessen voran.

Philipp Guth ist CTO bei Rittal, weltweit führender Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software & Service. Seit dem 01. Oktober 2022 übernimmt der 45-Jährige die Verantwortung für die unternehmensweite und internationale Produkt-Systementwicklung. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Philipp Guth einen erfahrenen Top-Manager gewonnen haben“, sagt Markus Asch, CEO Rittal International und Rittal Software Systems: „Er verfügt über herausragende Fachexpertise und Erfahrung im Ausbau von Innovationsführerschaft durch Digitalisierung sowie im Aufbau internationaler Entwicklungsverbünde.“

Philipp Guth ist CTO bei Rittal

In den vergangenen 10 Jahren war Guth in Top Management-Positionen bei der Bosch Rexroth AG und der Wittenstein AG tätig, zuletzt als Projektleiter Digitalisierung im Zentralbereich von Bosch Rexroth und bis 2021 als CEO der Business Unit Automation & Electrification Solutions. Aufgewachsen in Brüssel, schloss der Manager sein Studium des Maschinenwesens an der Universität Stuttgart ab.

„Philipp Guth übernimmt eine große Zukunftsaufgabe bei Rittal International“, sagt Asch. Vor allem die Verbindung von mechanischer Produktentwicklung mit Software-Entwicklung und digital gestützten Prozessen auf allen Ebenen bei Rittal werde er weiter vorantreiben.

„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit in diesem innovativen und global agierenden Familienunternehmen“, so Philipp Guth: „Ich danke Professor Loh und dem Top Management von Rittal für das in mich gesetzte Vertrauen.“

Quelle: Rittal

Glücksorte an der Lahn

Lesung von und mit Nicole Steffens

Das Leben ist ein Fluss, und die Lahn ist ein Glück. An ihren Ufern geht das Leben einen gemütlichen Gang und hält eine Vielzahl an zauberhaften Erlebnissen bereit. Vom Gießkannenmuseum über Betonkunst und Wildkräutergarten bis hin zum Kaffeetrinken unterm Zirkuszelt – zwischen Marburg, Gießen, Limburg und Bad Ems gibt es jede Menge zu entdecken. Hier kann man waldbaden und flusswandern, Burgfräulein werden oder schwedische Köstlichkeiten genießen. Welch ein Glück!

Nicole Steffens wohnt idyllisch auf dem Land in der Nähe von Limburg. Sie arbeitet im Marketing, ist Lese- und Literaturpädagogin und schreibt witzige Ratgeber, intelligente Kinderbücher und spannende Biografien. Besonders intensive Glücksmomente erlebte sie beim Schnupper-Gesangskurs und während der Alpakawanderung.

Ihr Buch Glücksorte an der Lahn ist im Droste-Verlag Düsseldorf erschienen. Daneben hat die ausgewiesene Lahn-Expertin ein Quiz zur Lahn veröffentlicht. Derzeit arbeitet sie an einem Buch in welchem sie wundersame Geheimnisse Limburgs entdeckt und aufzeigt.

Ihre Lesung in Greifenstein findet statt im Rahmen des Leselandes Hessen und wird gefördert vom Land Hessen (Hess. Ministerium für Wissenschaft und Kunst), hr 2 und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

14.Okt. 2022 – 16:00

Burgcafé Burg Greifenstein

Lustgarten 2

35753 Greifenstein

Eintritt gegen Spende.

Eine Veranstaltung des Greifenstein-Vereins e.V.

Corona, die Spiele und das Impfen

Jetzt habe ich den Salat. Die kleinen, bösen Sputniks haben auch mir ihre Krone aufgesetzt. Ein Test hat es bestätigt. Es ist keine Erkältung, sondern ich habe mich mit Corona angesteckt. Dabei hatte ich brav alle Impfungen über mich ergehen lassen. Bin nach der dritten meinem Grab näher gewesen als jemals zuvor-zumindest war das gefühlt so. Ich habe, so gut es ging, Abstand gehalten und oft die Maske getragen, obwohl es gar nicht mehr angesagt war.

Impfgegner haben mir ihre Ablehnungsgründe genannt und Befürworter mit und ohne Vollbärte haben mich deshalb niedergemacht. Um mir ein Bild von dem zu machen, was richtig und gut, falsch und schlecht ist, trieb es mich auf die Straße. Es galt genau zuzuhören, Abstand zu halten und für meine Leser alles zu protokollieren. All das habe ich getan und für mich das Resümee gezogen, dass beide Seiten irgendwie recht oder auch nicht recht haben.

Eine belastbare Wahrheit konnte ich bei allem nicht finden. Aber feststellen konnte ich wieder einmal, dass sich Galileo Galilei mit seiner Erkenntnis: „Zwei Wahrheiten können sich nie widersprechen“, geirrt haben muss. So gibt es offensichtlich drei Wahrheiten: „Meine, Deine, und die Wahrheit“ und die stehen besonders beim Thema Impfprophylaxe ja oder nein, unversöhnlich und diametral gegenüber.

Während sich die Einen dafür entschieden haben nur die Impfwilligen als die Guten anzuerkennen, verdammen sie die Verweigerer als Nazis, Querdenker und Demokratiefeinde. Diese wiederum, also die Anderen, wehren sich und verweisen auf ihre Persönlichkeitsrechte.

Wer in diesen Tagen mit dem Zug nach München aufs Oktoberfest möchte, erlebt den Galileo‘schen Widerspruch in Reinkultur. Wenn man sich im Zug der Maskenpflicht widersetzt, muss man ihn verlassen. Beim Betreten des Oktoberfestgeländes wird er mit Maske wahrscheinlich als ewig Gestriger verhöhnt. Hier vergnügen sich Zehnausende dicht gedrängt und ohne Masken. Also zurück besser mit dem Flieger, dort gibt es keine Maskenpflicht mehr. Aber auf dem Weg vom Flughafen mit dem Zug ist die Filtertüte, wenn es eine Fernreise ist, wieder Pflicht.

Die bevorstehenden heimischen Oktoberfestivitäten sind zum Glück auch maskenfrei, freuen sich die Trachtenliebhaber. Wenn man aber am Tag darauf in einer Arztpraxis den dicken Kopf untersuchen lassen möchte, geht das ausnahmslos nur mit Maske. Muss man das alles verstehen?

Ich gebe zu, dass auch ich in Sachen Querdenken gesündigt habe. Ich habe mich spätestens nach der dritten Impfung gefragt, ob meine Impfbereitschaft ein Fehler oder einfach nur Kadavergehorsam war, wie ich es gewöhnt bin. Hoffentlich hat niemand meine queeren Gedanken mitgelesen.

Die kleinen, bösen Tierchen Namens Corona-Viren haben es aber mitbekommen, dass ich zumindest in einem Fall gedanklich „Verfassungsschutz relevante Delegitimierung des Staates“ betrieben habe und mich bestraft. Jetzt habe ich den Salat und eine fette Infektion. Mir bleibt jetzt Zeit mit tropfender Nase und unterkühltem Körper über meine Verfehlung nachzudenken. Die Heizung bleibt auf jeden Fall aus. Wegen angedachtem Ungehorsam bestrafen mich die kleinen Biester nicht noch einmal. sig/Bild: Gerdau

PS: In München und Umgebung steigen augenblicklich (Stand: 03.10.2022) die Corona-Fallzahlen um das Vierfache. „Wenn schon das Brot knapp wird, sollten wenigstens die Spiele nicht gefährdet werden.“ Zitat: Gerdau

Herborner Balkonkraftwerke helfen Stromkosten zu senken.

Die Prognosen für bezahlbare Energien für Privathäuser und Wohnungen, sehen eher düster aus. Dazu kommt das Gespenst drohender Blackouts bei der Stromversorgung. Viele Menschen suchen nach Alternativen, aber da sieht es mau aus. Als Ausweg scheint sich die Solarenergie anzubieten. Vielerorts sieht man ganze Dachflächen, die mit Paneelen vollbepackt sind. Das ist nicht der Königsweg, sagt Björn Busch. „Wer mehr Strom erzeugt, als er selber verbraucht, erfreut die Energieversorger. Im Juli 2022 lag die Einspeisevergütung im Mittel bei 8 Cent pro Kilowattstunde nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Der Durchschnittspreis, den ein privater Verbraucher für eine Kilowattstunde bezahlen muss, liegt mittlerweile bei über 37 Cent“, sagt der Fachmann, der gemeinsam mit dem Herborn-Merkenbacher Rüdiger Schaub das Unternehmen „einfachmachen.energy GmbH“ betreibt.

Björn Busch weiß wovon er redet. Die Solaranlage auf dem Dach seines eigenen Hauses sei nach heutigen Gesichtspunkten, viel zu groß dimensioniert. Alles was er mit seiner Anlage über den eigenen Bedarf produziert, verschleudert Busch praktisch zu einem vergleichsweise viel zu niedrigen Preis an den Energieversorger. Dazu kommen die hohen Investitionskosten für ein Solardach. Man muss mit Summen bis 40 000 Euro rechnen und die sollen sich in einem überschaubaren Zeitraum auch noch amortisieren. „Die Speicherung des überschüssigen Stroms mittels Batterien ist zwar grundsätzlich möglich, aber die Anschaffungskosten sind noch viel zu hoch“, meint der 37-Jährige Herborner.

Der Idealfall sei daher gegeben, wenn man den selbst produzierten Strom komplett selber verbraucht und keinen mehr aus dem Netz beziehen müsste. Dieses Ideal lasse sich natürlich nur sehr eingeschränkt erreichen, da Solaranlagen nun mal auf Sonnenlicht angewiesen sind.

Einen gangbaren Mittelweg, der mit selbsterzeugtem Strom die horrenden Kosten für elektrische Energie zumindest ein wenig dämpfen hilft, gibt es jetzt bei dem Herborner Unternehmen „einfachmachen.energy. GmbH“. Entweder als Bausatz, mit Anbauteilen zum Selbermachen oder sogar mit der steckerfertigen Endmontage durch Mitarbeiter des Unternehmens.  

Das Zauberwort heißt umgangssprachlich Balkonkraftwerk. Fachleute reden von einer steckerfertigen Erzeugungsanlage. Die Anlage besteht aus zwei Solarmodulen, einem Wechselrichter, um die von den Modulen abgegebene Spannung in Wechselstrom umzuwandeln und spannungsmäßig auf das Netzniveau zu bringen. Gegebenenfalls kommt noch ein ECU-B dazu, welches die Systemleistungsdaten per WLAN in Echtzeit erfasst und übermittelt. So behält der Betreiber die Kontrolle über jedes Paneel. Diverse Kabel und Befestigungsmaterial je nach Aufbauort, komplettieren die Anlage.

Bei richtiger Ausrichtung und Sonneneinstrahlung können mit den beiden Modulen 600 Watt erzeugt und per normalem Schuko-Stecker ins Hausnetz eingespeist werden. Da käme im Jahr ganz schön was beisammen und schlage sich in der Stromrechnung positiv nieder. einfachmachen.energy garantiert einen hohen Qualitätsstandard für die verwendeten Produkte und eine, wenn gewünscht, fachmännische Installation. Wer jedoch über ein wenig handwerkliches Basiswissen verfügt, installiert einfach alles selber und spart auch dabei noch einmal.  

Wie so oft, kommt das Beste zum Schluss: Der komplette Bausatz kostet bei einfachmachen.energy hoch gerechnet einen Tausender. Mit Anbaumaterial je nach Aufbauort rund 1200 Euro und wer alles lieber „schlüsselfertig“ haben will, ist mit unter 2000 Euro dabei. Busch geht davon aus, dass sich die Anlage zwischen zwei und vier Jahren je nach den aktuellen Stromtarifen bezahlt gemacht hat. Ein tolles, erschwingliches Angebot. Informationen gibt es per Mail: info@einfachmachen.energyund telefonisch 02772 5088 405 (täglich zwischen 9 und 12.30 Uhr), sowie per Web www.einfachmachen.energy. sig

Wie man auf diesen Beispielfotos unschwer erkennen kann, gibt es viele Möglichkeiten ein „Balkonkraftwerk“ zu installieren

Verregnete Montagsdemo in Herborn

Unter dem Motto „Runter vom Sofa, raus auf die Straße“ fand heute Abend wieder eine angemeldete und genehmigte Demonstration von „Herborn steht auf“ auf dem Herborner Marktplatz statt. Annähernd 100 Frauen und Männer zogen mit Schildern, begleitet von Trommlern, durch die Stadt, um sich anschließend auf dem Marktplatz zu einer friedlichen Kundgebung unter dem Namen „Bürgeraustausch“ zu versammeln.

Repro: sig

An aktuellen Themen mangelte es den Demonstranten nicht. So standen neben der Preisexplosion bei Gas, Strom, Sprit und Lebensmittel, der angebliche Ausverkauf Deutschlands und die „Kriegstreiberei“ auf deren Agenda. Auch den „Corona-Terror“, sowie die, in ihren Augen, korrupten und unfähigen Politiker, hatten die Veranstalter auf die Demo-Themen gesetzt. Nein zu GEZ & Rundfunkgebühren hieß es weiter und auch das „Framing der Presse“ stand zur Diskussion.

Gegendemonstranten, wie bei anderen, ähnlichen Veranstaltungen in der Vergangenheit, waren keine auszumachen. Man war also völlig unter sich. Der Nieselregen hatte wohl die Bereitschaft zum Demonstrieren etwas verwässert.

Text und Fotos: sig

Geburtshilfestation in Dillenburg kein Thema mehr?

Soeben erreichte mich die nachfolgende Mail, die ich aus überpolitischem Interesse für alle jungen Familien in der Region hier gerne abdrucke. Ich muss mich sehr wundern, dass die genannten Parteien im Kreistag nicht willens oder in der Lage sind, dieses für werdende Mütter existenzielle Thema entsprechend zu würdigen.

Kreiskoalition verhindert Debatte zur möglichen Schließung der Geburtshilfestation Dillenburg

Für SPD-Fraktion kein „politisches Thema“

Mit Fassungslosigkeit hat die Linksfraktion im Kreistag des Lahn-Dill-Kreises auf die Ablehnung des gestellten Dringlichkeitsantrages zur Geburtshilfestation in Dillenburg durch die Koaltion aus SPD, Grünen, FDP und FWG reagiert.

Der Antrag sah vor, dass der Landrat – zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Lahn-Dill-Kliniken – über die neuesten Entwicklungen berichtet sowie eine anschließende Debatte stattfindet.

Warum? Stichtag der geplanten Schließung ist der 31.12.2022, die nächste Aufsichtsratssitzung findet bereits in wenigen Tagen statt.

Demnach wäre es originäre Aufgabe des Kreistages Forderungen und Erwartungen an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat dieser kommunalen Klinik zu formulieren. Darüber hinaus ist es aus unserer Sicht eine Selbstverständlichkeit, dass der Kreistag als oberstes Organ des Lahn-Dill-Kreises fortlaufend über die Entwicklungen in dieser zentralen Frage informiert wird.

Dieser Selbstverständlichkeit hat die Koalition aus SPD, Grünen, FDP und FWG jedoch einen Riegel vorgeschoben und somit nicht nur den Abgeordneten, sondern auch der Öffentlichkeit Informationen vorenthalten.

Das ist nicht nur schäbig, sondern auch feige – denn wie man aus Klinikkreisen vernimmt und auch von den betroffenen Beschäftigten hört, sind die bisherigen Ausführungen des Landrates mindestens lückenhaft.

In Anbetracht dessen, dass die Geburtsklinik Dillenburg der einzige Kreißsaal zwischen Wetzlar und Siegen ist und somit zwingend für eine medizinische Versorgung notwendig, ist das Verhalten der Kreiskoalition absolut inakzeptabel. Das zeigt auch die Tatsache, dass selbst die CDU – die sonst aus Prinzip alle Initiativen aus unserer Fraktion ablehnt – der Dringlichkeit unseres Antrages zustimmte. Aus der SPD-Fraktion hieß es schlicht, „das ist kein politisches Thema“ – ja, was denn sonst?!

Aber eines ist sicher: So einfach kommen Koalition und Landrat nicht davon. Wir bleiben am Ball!

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Mit freundlichen Grüßen

Tim Zborschil,

Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. 

im Kreistag Lahn-Dill

„Zweierlei Handwerksliebe“ am Potsdamer Platz

Ein Leuchtturmprojekt, in besonders für energieintensive Betriebe schwierigen Zeiten, entsteht zurzeit am Potsdamer Platz in Driedorf. Die Breitscheider Handwerksmeister Martin Reuther und Jan Luckenbach bauen vor der Speditionsniederlassung trans-o-flex einen gemeinsamen Pavillon mit Metzger-und Bäckereifiliale.

Martin Reuter (links) und Jan Luckenbach sind „Zweierlei Handwerksliebe“.

Die neu gegründete GbR Metzgerei Reuther und Hartmann & Luckenbach will an dem exponierten Standort vor den Toren Driedorfs, die Nahversorgung der Bevölkerung im Einzugsgebiet von Breitscheid und Driedorf mit hochwertigen Produkten heimischer Handwerkskunst garantieren. „Zweierlei-Handwerksliebe“ wird das Unternehmen heißen und sicher auch Anlaufstelle für hungrige Reisende oder LKW-Fahrer werden. Die beiden Ehefrauen der Bauherren Lisa Reuther und Michaela Luckenbach kamen auf den ungewöhnlichen, aber einprägsamen Namen. „Es sind ja zweierlei Meister mit großer Liebe zu ihrem jeweiligen Handwerk“, sagte Michaela.

Dem ersten Spatenstich wird schon bald das Richtfest folgen. Von links: Matthias Rompf, Sven Russ, Michaela und Jan Luckenbach, Lisa und Martin Reuter, Armin Pitzer und Carsten Braun.

Am Donnerstag fand der erste Spatenstich zu dem Bauvorhaben statt, an dem neben Bürgermeister Carsten Braun (CDU) auch Bauleiter Matthias Rompf von der Firma Willi Lauber, Armin Pitzer (Bauüberwachung) und Sven Russ, Chef des gleichnamigen Bickener Holzbauunternehmens teilnahmen. Noch sind die Bagger an dem insgesamt 2000 Quadratmeter großen Terrain aktiv, aber schon Ende Oktober soll der „Rohbau“ stehen, sagt Russ, der sich mit seiner Firma unter anderem auf den Bau von Bäckereiunternehmen spezialisiert hat. Der 400 Quadratmeter große Bau wird nach den neuesten energetischen Erkenntnissen entstehen und selbst die Abwärme von den elektrischen Maschinen wird zur Wärmegewinnung für das gesamte Gebäudes genutzt. Selbstredend wird ein großer Teil des benötigten Stroms aus einer umfangreichen Solarenergieanlage auf dem Dach bezogen. Auf Gas werde man völlig verzichten, freut sich Martin Reuther. Es sei nicht einfach gewesen, das Projekt auf den Weg zu bringen, sagte Carsten Braun. Dennoch sei er Stolz, dass neben der Spedition jetzt auch ein Unternehmen aus der Region dort Fuß fasse. Er bedauert, dass durch die Belegung der eigentlich für viele unterschiedliche Firmen günstigen Baufläche durch den vorhandenen Solarpark, ein weiterer Ausbau nicht mehr möglich sein wird. „Ich hätte aus dem Stand heraus hier noch ein weiteres großes Unternehmen ansiedeln können“, so der Bürgermeister.

So wird die Bäcker-und Metzgerfiliale „Zweierlei Handwerksliebe“ schon im kommenden Februar aussehen. Animation: Russ


Bereits im Februar des kommenden Jahres soll der Ausbau der Inneneinrichtung abgeschlossen sein. „Zweierlei-Handwerksliebe“ kann am Potsdamer Platz den Betrieb aufnehmen und die Kunden mit leckeren Bäckerei- und Metzgerei-Erzeugnissen erfreuen. Auf einer großen Terrasse direkt vor dem Gebäude mit uneingeschränktem Blick auf den Höllkopf, werden sicher bei schönem Wetter viele Besucher auch ihr Frühstück gerne einnehmen. Text und Fotos: Siegfried Gerdau