Blasmusik mit dem Bickener Musikzug verbindet.

Von Siegfried Gerdau

Zu ihrem 12. Konzert lud am Samstag der Musikzug Bicken ins DGH Bicken ein. Die Frauen und Männer musizierten unter der Leitung von Gilbert Monter nach dem Motto „Blasmusik verbindet uns“ und so war es kein Wunder, dass das Haus ausverkauft war. Zahlreiche Angehörige der Egerländer Gmoi, Dillenburg, kamen wie zu jedem Konzert in vollem „Trachtenornat“ mit ihrer Landesvorsitzenden (Landesvüarstäihare) Gerlinde Kegel. Auch Freunde der Bickener aus Rechtenbach, Wismar und Rüddingshausen waren mit von der Partie.

Man muss kein ausgesprochener Fan sein, um die böhmische und mährische Blasmusik, wenn sie derart professionell wie vom Musikzug vorgetragen wird, einfach Klasse zu finden. Die 17 Männer und 4 Frauen sowie das Gesangsinterpreten-Paar Bärbel und Willi Wahle aus Eslohe im Sauerland, hatten für ihr fast dreistündiges Programm die besten Stücke ausgewählt. Auch mit dem Moderator und Universal-Genie Friedhelm Claas traf der langjährige 1. Vorsitzende des Musikzuges Henning Becker erneut ins Schwarze. Der kurzweilige Herborn-Seelbacher wird vom Publikum geliebt, weil er es ganz einfach kann.

Dem Vorsitzenden, der in Personalunion auch das Schlagzeug im Griff hat, stand die Zufriedenheit über die gute Arbeit seiner Musiker förmlich ins Gesicht geschrieben. Nicht viel anders erging es dem Konzertpublikum. Die Beifallstürme nach jedem Stück konnte man als Indiz dafür werten.

Mit „Textilaku“ dem Marsch der Textilarbeiter oder auch als Trentschiner Musikantenmarsch  bekannt und von Karol Padivy komponiert, eröffneten die Bickener das Konzert. Es folgten das Motto-Stück „Blasmusik verbindet“ und „Mein Flügelhorn“. Von diesen Instrumenten hatte die Formation gleich sieben Stück im Einsatz.

Mit Gilbert Monter, der seit 2013 den Taktstock oder besser seine Arme schwingt, ist dieser, nach einhelliger Musiker-Meinung, ein Glücksgriff. Der „etwas“ über 70-jährige Saarländer ist nicht nur ein Profi auf der Trompete, sondern hat im Verlauf seiner Laufbahn als Berufssoldat in verschiedenen Musikkorps der Bundeswehr zusätzlich zahlreiche Musikkapellen dirigiert. Heute leitet er sehr erfolgreich neben dem Bickener Musikzug auch das Blasorchester Wißmar.

Was wäre ein ausgebuchter Saal mit einer vollen Bühne von Blasmusik-Spezialisten ohne die entsprechende Technik. Dafür waren Heinz Clees und Thorsten Moser verantwortlich. Sie erledigten ihre Arbeit perfekt. Nach zahlreichen weiteren, auch teilweise nicht so bekannten Stücken, die der Musikzug mit Gesangsunterstützung von Bärbel und Willi intonierte, kam mit „Frühling an der Eger“ der musikalische Hammer gleich nach der Pause. Friedhelm Claas hatte es kommen sehen und wartete auf den „Gesang des größten Chors in Mittenaar“. Der blieb denn auch bei dem Blasmusik-Gassenhauer nicht aus. Die Anwesenden sangen aus voller Kehle mit und Mike Holler aus Haiger-Rodenbach, der in seinem jungen Leben bisher noch kein Konzert der Bickener ausgelassen hat, war außer Rand und Band.

„Liebling, ich hab dich tanzen seh´n“ fand genau so viel Anklang, wie die „Hartenberg-Polka“ oder „Egerland Heimatland“.  Mit „Sag nicht Adieu“ näherte sich das Spitzenkonzert seinem Ende zu und das kam dann mit der Spitzregenpolka „Böhmischer Traum“ nach Meinung aller Besucher viel zu schnell. An Himmelfahrt (29. Mai 2026) findet der 43. Bürgerfrühschoppen mit dem Musikzug ab 11 Uhr auf dem Parkplatz des Bickener Dorfgemeinschaftshaus statt. Der Eintritt frei.

Mehr Informationen bei Henning Becker unter 0170 400 9544. Fotos: Gerdau

2 Gedanken zu „Blasmusik mit dem Bickener Musikzug verbindet.

  • 8. März 2026 um 16:46 Uhr
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    Vielen herzlichen Dank für die erwärmenden Worte! Bei so einem musikbegeisterten Publikum gibt man als Orchester gerne das Allerbeste! Es war dem Musikzug Bicken eine große Freude und machte riesig viel Spaß!

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  • 8. März 2026 um 20:04 Uhr
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    Hallo Siggi.
    Dankeschön für deine Anwesenheit bei unserem Konzert am 07.03.2026 im DGH Bicken.
    Ein besonderer Dank für den hervorragenden Bericht.

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