„Wir steuern auf eine Katastrophe zu“

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2͏0͏.͏ ͏A͏u͏g͏u͏s͏t͏ ͏u͏m͏ ͏1͏3͏:͏1͏6͏ ·

Das sagt nicht irgendein anonymer Kommentator im Internet.

Das sagt Wolfgang Büscher, Sprecher des Berliner Kinder- und Jugendwerks „Die Arche“ – ein Mann, der seit Jahrzehnten täglich mit Kindern und Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhältnissen arbeitet.

Seine Warnung ist drastisch:

„Wir steuern auf eine Katastrophe zu, die bald nicht mehr zu händeln ist.“

Migration könne funktionieren, sagt Büscher.

Aber nur mit klaren Regeln, Sprache und wirklicher Integration.

Und genau daran fehle es zunehmend.

Die Arche betreut heute Tausende Kinder und Jugendliche in Deutschland. Ein sehr großer Teil von ihnen hat Migrationsgeschichte.

Büscher berichtet von Zuständen, die man eigentlich nicht in einem europäischen Land des Jahres 2026 erwarten möchte:

Elfjährige mit Messern.

Jugendliche, die in Einrichtungen betreut werden – und anschließend in ihren Familien oder ihrem Umfeld wieder radikalisiert werden.

Antisemitismus und islamistische Vorstellungen, die in manchen Milieus offenbar immer selbstverständlicher werden.

Und dazu eine Zahl aus einer aktuellen Berliner Untersuchung:

Rund 41 Prozent der muslimischen Neuntklässler gaben an, religiöse Regeln seien für sie wichtiger als die Regeln der Schule.

Das sollte eigentlich jede Alarmglocke zum Läuten bringen.

Denn Schule ist nicht Moschee.

Deutsches Recht ist nicht verhandelbar.

Und Integration bedeutet nicht, dass Deutschland sich irgendwann an die Regeln der Herkunftsgesellschaften anpasst.

Integration bedeutet genau das Gegenteil.

Wer hier lebt, muss lernen, dass Verfassung und Gesetz über religiösen Vorschriften stehen.

Büscher formuliert es sogar noch drastischer:

Eigentlich bräuchte man für jeden Flüchtling einen Sozialarbeiter, weil man sonst Gefahr laufe, junge Menschen irgendwann vollständig zu verlieren.

Und ja – das ist zunächst eine Geschichte aus Berlin.

Aber niemand sollte sich einreden, Berlin sei eine exotische Insel.

Ähnliche Probleme mit Gewalt, Radikalisierung und gescheiterter Integration werden seit Jahren auch aus anderen deutschen Städten berichtet.

Und für alle, die jetzt fragen, was das mit unserer Gruppe und mit Israel zu tun hat:

Sehr viel.

Wenn Antisemitismus und islamistische Ideologien bereits unter Jugendlichen zur Normalität werden, dann ist das keine abstrakte Integrationsdebatte mehr.

Dann betrifft es ganz konkret jüdische Kinder, jüdische Familien und jüdisches Leben in Berlin und in ganz Deutschland.

Wer heute in der Schule lernt, Judenhass zu akzeptieren, steht morgen vielleicht vor einer Synagoge, auf einer Demonstration oder vor einem jüdischen Restaurant.

Deshalb gehört dieses Thema genau hierher.

Und jetzt kommt der Teil, den wir inzwischen kennen:

Heute gibt es dazu einige Schlagzeilen.

Vielleicht morgen noch eine Talkshow.

Und übermorgen?

Stille.

Nicht weil das Problem verschwunden wäre.

Sondern weil das nächste Thema kommt.

Genau so haben wir uns viele Probleme in Deutschland großgezogen:

kurz berichten, kurz empören – und dann wieder wegsehen.

Wolfgang Büscher arbeitet mit diesen Kindern seit Jahrzehnten.

Wenn ein solcher Mann sagt:

„Wir verlieren langsam die Kontrolle“

– dann sollte man vielleicht einmal zuhören, bevor aus einer Warnung eine Bilanz wird.

Quelle: Ru Em, Admin

Der Verein Die Arche – Christliches Kinder- und Jugendwerk e. V. ist ein von Pastor Bernd Siggelkow 1995 in Berlin-Hellersdorf gegründetes evangelisches Hilfswerk, das sich gegen Kinderarmut in Deutschland engagiert. Die Arche betreibt Freizeiteinrichtungen und Schulbetreuung für sozial benachteiligte Kinder in verschiedenen deutschen Städten. Mit dem Ziel, Kinder starkzumachen, gestaltet die Arche Freizeitangebote und Feriencamps, Hausaufgabenbetreuung und Lernförderung. Auf diese Weise werden Kindern sinnvolle Freizeitmöglichkeiten geboten, die sonst wenig soziale und kulturelle Teilhabe erleben. Die Arche gewährt Kindern und Familien materielle Hilfen in Form von kostenlosen Mahlzeiten und Kleiderkammern Quelle: Wikipedia

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