Der Namensgeber nahm höchstpersönlich an der offiziellen Eröffnung des Maxim’s in der Herborner Bahnhofstraße 29 (ehemals La Momenta) teil. Seit vergangenem Freitag können sich die Gäste an Soft-Ices vieler Geschmacksrichtungen, dem besonders bei Kindern beliebten Slush-Eis, sowie Milkshakes erfreuen. Natürlich gibt es auch Kaffee, kühle Getränke und edle Proseccos.
Carmen Gosh, den meisten Herborner als gastronomische Fachfrau bekannt, verrät, dass es im Maxim’s schon bald auch vorzügliche Weine geben wird. Zahlreiche Herborner Wochenmarktbesucher benutzten die Gelegenheit sich von dem tollen Angebot des Softeis-Palastes zu überzeugen. Das Wetter spielte mit und so konnte wer wollte auch die Sonne außerhalb der Gasträume genießen. Die eigentliche Eisproduktion findet in einer der modernsten, computergesteuerten Maschine statt. Hier wird nicht nur Eis hergestellt, sondern die Milch parallel dazu pasteurisiert. Hygiene steht dabei an erster Stelle und das bei er Kühlung anfallende Wasser zum Spülen von Gläsern und anderen Behältnissen benutzt. Dadurch wird den Anforderungen an Nachhaltigkeit weitgehendst Rechnung getragen.
Da Soft-und Slusheis eine große Anhängerschaft hat und es dafür kaum noch Verkaufsstellen gibt, schließt Carmen Gosh mit ihren leckeren Produkten eine beachtliche Marktlücke. Eine Konkurrenz zu den niedergelassenen Herborner Eisdielen will sie und wird sie somit auch nicht sein. Das Highlight der angebotenen, geschmacklich ganz unterschiedlichen kühlen Leckereien sind die sogenannten Toppings. Das Softeis aus dem Maxim’s lässt sich mit einer Vielzahl von Toppings verfeinern, von klassischen Saucen über Nüsse bis hin zu fruchtigen oder ausgefallenen Varianten, um Geschmack und Optik zu steigern. Zu den beliebtesten klassischen Toppings zählen Schokosauce, Karamellsauce, Vanillesauce und Erdbeersauce, die sich leicht über das Softeis geben lassen und für einen süßen, cremigen Geschmack sorgen. Auch Mochaccino- oder Kaffeesaucen sind beliebt, besonders für Erwachsene oder Kaffeeliebhaber. Für den klassischen Schokoüberzug setzt Carmen Gosh eine spezielle Maschine ein.
Softeis Die spezielle Konsistenz von Softeis wird durch eine flüssige Eismischung in den Maschinen erreicht, die zu ca. 75 % aus Milch besteht. Sie wird in den Gefrierzylinder der Eismaschine gefüllt und auf −6 °C abgekühlt. Ein Rührwerk im Zylinder hält die gekühlte Mischung in ständiger Bewegung. Nur eine dünne Eisschicht, die an der Oberfläche des Zylinders gefriert, wird von scharfen Schabern abgekratzt und per Überdruck mit Luft aufgeschäumt und als Softeis in einen Waffeltrichter abgelassen. Die Geschmacksknospen des Menschen können das Aroma von Softeis besser wahrnehmen als das des kälteren (−18 °C) herkömmlichen Speiseeises. Laut Aussage des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit führen Untersuchungen von Softeis zu wesentlich weniger Beanstandungen als Untersuchungen übrigen Speiseeises aus Eisdielen und Cafés. Voraussetzung dafür ist die konsequente Hygiene bei der Herstellung sowie eine sorgfältige und sachgemäße Reinigung der Automaten.
Wikipedia
Öffnungszeiten
Foto-Galerie
Namensgeber Maxim mit seiner Mutter ApolloniaBeate Schaaf mit Freundin waren die die erstennGäste, die das schmackhafte Softeis von Maxim’s im Freien genossenVolle Hütte am FreitagnachmittagDiese Gäste lobten besonders den Kaffee Maxim’s-Chefin Carmen GoshDer Herborner Werbering Vorsitzende Max Kretz lässt sich ein Softeis schmecken.
Ein heutiger Kommentar in Facebook hat mir sehr gut gefallen, weil er heiße Tipps für unsere Regierungsverantwortliche enthält. Wenn man bedenkt, dass in Dänemark eine Mitte-Links-Koalition am Ruder ist und die Ministerpräsidentin Mette Frederiksen eine Sozialdemokratin ist, um so bemerkenswerter. Unser Bundeskanzler könnte schlagartig 50 Prozent mehr Zustimmung von seinem Wahlvolk bekommen, wenn er sich bei Frederiksen beraten ließe und einiges davon direkt umsetzen würde.
Dänemark scheint den Gordischen Knotenlösen zu könnenund Deutschland staunt
Die Dänen haben etwas getan, das in weiten Teilen Europas inzwischen als revolutionäre Idee gilt: Sie haben beschlossen, die Probleme nicht endlos zu diskutieren, sondern tatsächlich zu lösen.
Das Ergebnis? Die Nettozuwanderung aus problematischen Herkunftsländern ist massiv zurückgegangen. Und plötzlich ist es nicht mehr besonders bequem, frischgebackener Däne zu sein, wenn man eigentlich gar kein Interesse daran hat, Däne zu werden.
Ghettos? Nicht mehr erwünscht. Überschreitet der Anteil nichtwestlicher Migranten in einem Wohngebiet bestimmte Grenzen, wird umgebaut, aufgelöst oder notfalls abgerissen. Ja, das kostet Geld. Aber die sozialen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Folgekosten paralleler Gesellschaften sind bekanntlich um ein Vielfaches höher.
Man stelle sich vor, Frankreich würde sich daran ein Beispiel nehmen. Vielleicht gäbe es dann weniger Viertel, in denen jugendliche „Aufpasser“ den ganzen Tag auf Plastikstühlen sitzen und Drogendealer vor Polizeikontrollen warnen.
Wer in Dänemark staatliche Leistungen und Rechte beansprucht, muss sich an die Spielregeln des Landes halten. Dazu gehört auch, einem Beamten zur Begrüßung die Hand zu geben. Mit der eigenen Hand. Persönlich. Direkt. Ganz ohne religiöse Sonderregelungen oder kulturelle Ausnahmen.
Die Botschaft ist denkbar einfach:
Europäisches Land. Europäische Regeln.
Und wer als Gast das Gefühl hat, seine eigenen Regeln seien wichtiger als die des Gastlandes, dem wird freundlich, aber bestimmt erklärt, dass die Weltkarte groß ist und niemand zum Bleiben gezwungen wird.
Auch bei Straftätern zeigt Dänemark bemerkenswert wenig romantische Verklärung. Wer schwer straffällig wird, darf sich künftig nicht mehr auf den Komfort skandinavischer Haftanstalten verlassen. Für manche Verurteilte wurden Haftplätze im Kosovo angemietet. Danach gilt das Prinzip: Strafe verbüßt, Rückreise antreten, Thema erledigt.
Man fragt sich unweigerlich:
Moment mal … das geht?
Man kann tatsächlich die Interessen der eigenen Bürger, die öffentliche Sicherheit und die kulturelle Identität eines Landes verteidigen, ohne dafür jeden zweiten Tag einen Expertenrat, einen Krisengipfel oder eine Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Vorbesprechung einzuberufen?
Während andere Länder Milliarden für die Beseitigung der Folgen ihrer verfehlten Politik ausgeben, haben die Dänen offenbar beschlossen, die Ursachen anzugehen.
Deshalb blickt heute ein Teil Europas auf Dänemark wie auf den einen Menschen im Raum, der als Erster auf die Idee gekommen ist, das Fenster zu schließen, statt stundenlang über den Luftzug zu diskutieren. Deutsche Freunde Israels/ Ru Em
War die „kleine heile Welt“ immer schon lediglich eine Illusion oder gab und gibt es sie tatsächlich. In den vergangenen 80 Jahren sah es zumindest so aus, als wenn Not, Elend und Kriegslust für immer besiegt seien. Die deutsche Demokratie stabilisierte sich zusehends und „Einigkeit und Recht und Freiheit“ war nicht nur ein Spruch, sondern gelebte Wirklichkeit.
Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Foto: Gerdau
Der „Status Quo“ also den gegenwärtigen Zustand, wie die Dinge aktuell sind – ohne Veränderung, ohne Verbesserung, ohne Verschlechterung zu halten und zu akzeptieren, war die oberste Prämisse. Der sogenannte kleine Mann wurde plötzlich zum Souverän und erfüllte damit den Anspruch an Demokratie (die Macht geht vom Volk aus). Diese Staats‑ und Gesellschaftsform, in der Menschen mitbestimmen, mitreden und mitentscheiden können wollten wir und wollen sie immer noch.
Das lief auch eine Zeit mehr oder weniger gut. Die Bürger waren damit beschäftigt sich ihre „kleine heile Welt“ aufzubauen und kümmerten sich nicht besonders um politische Vorgänge. Sie entschieden sich für eine Partei, je nach gesellschaftlicher Zugehörigkeit und hielten ihr die Treue. Vielen war das jedoch zu langweilig und sie skandierten „Macht kaputt, was euch kaputt macht.“ Der Staat wurde bekämpft und aus den 1968ern heraus entwickelten sich kommunistische Kader wie die sogenannte „Rote-Armee-Fraktion“ (RAF) als gewaltsame „Außerparlamentarische Opposition“ (APO).
Von sozialistischen Gruppierungen mehr oder weniger offen toleriert, wollten sie eine „kapitalistische Fehlentwicklung“ korrigieren. Der Staat zeigte Zähne und es gelang diese politischen Phänomene einzudämmen, aber nie mehr ganz zu eliminieren. Sozialistische Verbindungen und Umweltaktivisten (heutige Grüne) stellten sich gemeinsam gegen die Wiederbewaffnung (Soldaten sind Mörder) und wer in diesen Kreisen etwas auf sich hielt, verachtete den Wehrdienst.
Die kleine heile Welt geriet in Gefahr und die Gesellschaft ließ erste Spaltungstendenzen erkennen. Es gab die Befürworter einer bewaffneten Wehr und andere, die mit allen Mitteln dagegen kämpften. Mit dem Zusammenbruch der ehemaligen DDR und er Auflösung der Sowjetunion gingen den Rüstungsgegnern ihre Ziele verloren und sie suchten sich andere Narrative. Die mittlerweile zu Wohlstandsbürgern mutierten Menschen profitierten von dem Zusammenschluss von Ost und West.
Das alles war in postkommunistischen Kreisen nicht der Königsweg. Das Volk musste in Bewegung gehalten werden und durfte nicht zur Ruhe kommen. Die Weltreligionen boten sich als Vorbild an und so bediente man mit glühendem Eifer die wirksame Schuldzuweisung. Selbsternannte Experten in Sachen Energie und Umweltschutz trommelten den verblüfften „Ewiggestrigen“ die Schuld in die Köpfe. Nachhaltig musste es sein und die Energieerzeugung vom Atom- und Kohlestrom in kürzester Zeit auf Erneuerbar umgestellt.
Während die christlichen Kreuze aus der Öffentlichkeit immer mehr verschwinden, wachsen sie als Windräder wie Fliegenpilze in den Wäldern. Während noch vor wenigen Jahren der Borkenkäfer den Wald auf dem Gewissen hatte, sind es heute Betonmischer und Baustraßen denen die Bäume zum Opfer fallen. Die „Corona-Pandemie“ war ein Testlauf der Möglichkeiten und so ganz nebenbei der Beginn einer geförderten Denunziation. Meldestellen sind seitdem wie Pilze aus dem Boden geschossen und werden von den „Anständigen“ eifrig genutzt.
Putins Krieg in der Ukraine kennt weltweit nur Gewinner und die Deutschen Rüstungsindustrie atmete auf. „Keine Waffen in Kriegsgebiete“ sind Slogans von gestern. Sozial-(Demokraten) und Grüne haben eine 180 Grad-Wende hingelegt und ihre einstigen Ideale „Schwerter zu Pflugscharen“ klammheimlich begraben. Hass und Hetze gegen Andersdenkende gehören zum Gesellschaftsbild und spalten was das Zeug hält. Die kleine heile Welt ist endgültig zerstört. Das tägliche Leben ist für viele kaum noch zu stemmen, während Rüstungslobbyisten (auch zahlreiche Politiker) in Geld nur so schwimmen.
Aufrüsten und Kriegstüchtigkeit sind die Zauberworte einer Gesellschaftsschicht, die vermutlich unter Geschichtsvergessenheit leidet. Kriege entstehen nicht schlagartig, sondern entstehen langsam und fast unmerklich. Wer heute den Gürtel enger schnallen muss um zu überleben, erlebt dann vielleicht das unvorstellbare Grauen eines „modernen Krieges“. Ein gutes Beispiel sind die Zustände in der Ukraine. Während Milliardäre aus diesem vom Krieg gebeutelten Land in Monaco Wohnung für 80 Millionen Euro kaufen, blutet das ukrainische Volk aus. Wer früher einmal dieses Land besucht hat weiß, dass es für die breite Masse dort nie eine „kleine heile Welt“ gab. Heute wird auch das Wenige mit Bomben und Raketen platt gemacht.
Während auch die Bundesrepublik tonnenweise Waffen, Munition und vor allem Geld in die Ukraine schickt, bleibt nicht nur die bundesdeutsche Infrastruktur auf der Strecke. Mit aller Kraft werden die Menschen verunglimpft und mit Hass und Hetze überschüttet, die diese Entwicklung ansprechen. Nicht so wie damals in der DDR. Dort wurden Kritiker eingesperrt. Heute im Gesamtdeutschland verlieren sie nur den Job und die gesellschaftliche Reputation. Man schaut bei öffentlichen Gesprächen wieder über die Schulter, ob da nicht der Falsche mithört und es empfiehlt sich gegebenenfalls für den Fall eines unerwarteten Besuchs einen Bademantel bereit zu halten.
Wenn man den Umfrage-Statistiken glauben schenkt und Fake News ausschließt, sind die etablierten Parteien im freien Fall. Die Koalitionäre von Schwarz und Rot reiben sich die Augen und überlegen wie man die verhassten Konkurrenten aus dem Weg räumen kann. Demokratie ist: Unliebsame Störer madig zu machen und notfalls mit drastischen Schritten zu erledigen. Ist das wirklich Demokratie, wenn mehrere Millionen Wähler ihr Votum abgegeben haben diese als Idioten, Nazis oder Putin-Freunde zu bezeichnen. Die heile bundesdeutsche Welt ist Geschichte. Die Gesellschaft ist gespalten wie noch nie und die Spaltung geht bis in die Familien (Kinder hört mal zu Hause hin, was da so gesprochen wird).
Anstatt der in Stein gemeißelten Forderung über dem Reichstagsgebäude „DEM DEUTSCHEN VOLKE“ zu entsprechen, überlegen die Regierenden wie sie ihren Untertanen das eigenmächtige Denken abgewöhnen. Das wird allerdings schwierig werden, da auch die Mainstream-Abweichler keine Idioten, sondern Menschen, die mit der vorherrschenden Regierungspolitik nicht einverstanden sind. Wie beginnt die dritte Strophe unserer Nationalhymne: „Einigkeit und Recht und Freiheit“. Daran sollten wir uns alle halten und die Politiker besonders die Einigkeit im Blick behalten, damit wieder für jeden Bürger eine kleine heile Welt entstehen kann. sig
Wer alte, saubere und gebrauchsfähige Kleider besitzt und sie los werden möchte, hat es nicht leicht. Während noch vor einiger Zeit das Geschäft mit den Altkleidercontainer brummte und die einschlägigen Unternehmen sich teils in die Haare bekamen, weil sie unbedingt die Container voll haben wollten, sieht das heute anders aus.
Die Container sind weg und die wenigen verbliebenen voll bis zum Anschlag. Direkt daneben häufen sich die Kleiderberge und es sieht aus wie in einem Entwicklungsland. Die Bürger finden beides nicht besonders toll und die Touristen, die die Stadt besuchen, sicher auch nicht.
Auf dieses abstoßende Bild stößt man in der Herborner Schwerstraße. Die Kleider neben die stillgelegten Container zu legen, ist nicht besonders intelligent. Andererseits könnte die Stadt dafür sorgen, dass die Container zeitnah entfernt werden.
Neues aus dem Rathaus Herborn Nach unserem Beitrag zu Altkleidercontainern gab es bei einigen Followern noch Verunsicherung. Seit dem 1. Januar 2025 gilt die Verpflichtung zur getrennten Sammlung von Textilabfällen gemäß § 20 Absatz 2 Satz 1 Nr. 6 Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Sie richtet sich in Deutschland an die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger – bei uns ist das die Abfallwirtschaft Lahn-Dill. Deshalb eine Information von der Internetseite der Abfallwirtschaft: „Stark verschmutzte und nasse Textilien, Lumpen und Putzlappen eignen sich weder für die Wiederverwendung noch für das Recycling, weshalb sie weiterhin in den Restabfall gehören.“ Zudem wird darum gebeten, „nur saubere, trockene und möglichst gebrauchsfähige Kleidung, Schuhe und Haushaltstextilien in die Altkleidercontainer zu werfen, um das bewährte Sammelsystem für Alttextilien im Lahn-Dill-Kreis nicht zu gefährden. Rund 300 Altkleidercontainer […] stehen kreisweit für die getrennte Erfassung von Alttextilien zur Verfügung.“
Facebook
Im Klartext heißt das, wer Altkleider hat und weiß nicht wohin damit, klappert am besten das Kreisgebiet in der Hoffnung ab, noch irgendwo einen Platz für seine Plünnen in einem Container zu finden. Zum Glück ist das jedoch nicht der Königsweg.
Was sagt denn der Gesetzgeber dazu? Seit 1. Januar 2025 gilt die Verpflichtung zur getrennten Sammlung von Textilabfällen (Paragraf 20 Absatz 2 Satz 1 Nummer 6 Kreislaufwirtschaftsgesetz). Diese neue Pflicht richtet sich in Deutschland an die Kommunen beziehungsweise die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Für die allermeisten Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland ändert sich in der Praxis nichts.
Das hört sich alles ganz toll an. Leider kann der Altkleiderbesitzer auch damit wenig anfangen. Er weiß immer noch nicht, was er machen soll, um seine Kleider loszuwerden.
LDK-Abfallwirtschaft schließt Lücke Vielleicht helfen die Informationen, die der Lahn-Dill-Kreis herausgegeben hat, weiter. Wer es gewohnt war, gebrauchte Textilien und Schuhe über die Altkleidercontainer z.B. des Deutschen Roten Kreuzes zu entsorgen, wird sich im Lahn-Dill-Kreis auf neue Entsorgungswege einstellen müssen. Denn die meisten der ca. 220 Sammelcontainer der Wohlfahrtsverbände werden bis Jahresende abgezogen. Als Ersatz stellt die Abfallwirtschaft Lahn-Dill auf allen Wertstoffhöfen eigene Sammelbehälter auf. Die Abfallwirtschaft Lahn-Dill als öffentlicher Entsorgungsträger übernimmt einen Großteil der Einsammlung und Verwertung der Materialien. Dazu hat sie kreisweit 21 Wertstoffhöfe (außer Stadt Wetzlar) mit Sammelbehältern ausgestattet, die zu den bekannten Öffnungszeiten kostenfrei von den Bürgern des Lahn-Dill-Kreises genutzt werden können. Angenommen werden Alttextilien-Mengen bis zu einem Kubikmeter pro Öffnungstag und Anlieferer.
Lahn-Dill-Kreis
Wertstoffhof Herborn
Wertstoffhof Herborn Stadion Rehbergring 35745 Herborn
Kontakt Wertstoffhof Herborn Abfalltelefon 06441 407-1818
Im Gespräch mit einer Mitarbeiterin der Abfallwirtschaft des Lahn-Dill-Kreises wurden die von mir recherchierten Angaben bestätigt. Es stehen nach ihrer Information 5 Behälter in Herborn zur Verfügung. Wenn sie jedoch zum Zeitpunkt der Anlieferung voll seien, hätte man Pech gehabt. sig/Foto: Gerdau
Die Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 hat bis heute große Bedeutung für die gesamtdeutsche Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 81 Jahren.
Hitler hat stets damit gearbeitet, Vorurteile, Feindschaften und Hass zu schüren. Die Bitte an die jungen Menschen lautet daher: Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen, gegen Russen oder Amerikaner, gegen Juden oder Türken, gegen Alternative oder Konservative, gegen Schwarz oder Weiß.
Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander. Lassen Sie auch uns als demokratisch gewählte Politiker dies immer wieder beherzigen und ein Beispiel geben. Ehren wir die Freiheit. Arbeiten wir für den Frieden. Halten wir uns an das Recht. Dienen wir unseren inneren Maßstäben der Gerechtigkeit.
Maritta Ferbers 30 Puppenkinder freuen sich auf dein Kommen. Die Veranstaltung findet in der Evangelischen Kirche Guntersdorf am kommenden Sonntag, (14. Juni 2026) in der Zeit von 14 bis 18 Uhr statt.
Symbolfoto: Gerdau
Für Kuchen, Gebäck und Kaffee ist gesorgt. Der Erlös geht an den Förderverein des Hospiz Dillenburg‑Herborn. Über eine Spende freuen wir uns sehr.
Treffpunkt für süße Genussmomente:Maxim’s in Herborn feiert Eröffnung
Herborn bekommt eine neue Adresse für erfrischende Leckereien: Am Freitag, den 12. Juni 2026, eröffnet Maxim’s in der Bahnhofstraße 29 (ehemals La Momenta) offiziell seine Türen.
Bereits beim diesjährigen Erdbeer-Sonntag konnte das Team im Rahmen eines erfolgreichen Pre-Openings zahlreiche Besucher begrüßen. Die Resonanz war überwältigend – viele Gäste nutzten die Gelegenheit, die ersten Spezialitäten zu probieren, und zeigten sich begeistert vom neuen Konzept.
Nun folgt die offizielle Eröffnung – und damit ein neuer Genussort für Groß und Klein.
Die Besucher erwartet eine Auswahl an erfrischendem Slush, cremigem Soft Ice und köstlichen Premium-Milkshakes. Ob als kleine Pause zwischendurch, als Familienausflug oder als Treffpunkt mit Freunden: Bei Maxim’s steht der Genuss im Mittelpunkt.
Das Team legt besonderen Wert auf eine freundliche Atmosphäre, hochwertige Produkte und liebevoll gestaltete Kreationen, die nicht nur geschmacklich überzeugen, sondern auch optisch echte Sommerlaune verbreiten.
Öffnungszeiten
Montag: Ruhetag
Dienstag–Donnerstag: 13:00–17:00 Uhr
Freitag & Samstag: 12:00–19:00 Uhr
Sonntag: 13:00–17:00 Uhr
Bei schönem Wetter können die Öffnungszeiten verlängert werden.
Das Team von Maxim’s in der Herborner Bahnhofstraße 29 freut sich darauf, zahlreiche Gäste zur offiziellen Eröffnung zu begrüßen und gemeinsam den Start dieses neuen Herborner Genussortes zu feiern.
Am 21.6. (Sonntag) um 18 Uhr öffnet das Herborner Schloss seine Pforten wieder für die Sommerserenade.
Die Herborner Kantorei präsentiert unter dem Titel „Bella Italia“ musikalische Highlights aus 500 Jahre Musikgeschichte Italiens. Das Programm reicht von heiteren Madrigalen der Renaissance über berühmte Opernchöre der Romantik von Rossini, Verdi, Pucchini und Co. bis hin zu klassischen Schlagern der 1950er und 1960er Jahre, die die Zuhörer ins Lieblingsreiseland der Deutschen führen. Das Kammermusikensemble der Wetzlarer Musikschule Lahn-Dill (Leitung: Torsten Greis) trägt Instrumentalmusik von Vivaldi und anderen bei. Außerdem ist der Gießener Tenor Ralf Willershäuser mit einigen der bekanntesten italienischen Opernarien zu hören. Begleitet werden er und der Chor von Reidar Seeling am Klavier. Gesamtleitung Johann Lieberknecht. Der Eintritt ist frei.
Ein Netzfund, der bewegt und vielleicht zum Nachdenken animiert.
Ich bin das Kind von Einwanderern. Das stelle ich an den Anfang, weil ich weiß, wie solche Texte gelesen werden; und weil der Anfang bestimmt, ob Sie weiterlesen oder aufhören. Ich will, dass Sie weiterlesen.
Mein Vater, Serbe. Meine Mutter, deutsche Spätaussiedlerin aus dem ehemaligen Jugoslawien. Ich bin in Hessen geboren, mit einem Nachnamen, der auf -ić endet. Menschen hören den Namen und denken: Ah. Manche denken: Aha.
Auf unserem Gymnasium in den frühen 80ern gab es, neben einem fragwürdigen Modegeschmack, auch Hasan, den Sohn des Änderungsschneiders. Und mich. Das war es. Zwei Ausländerkinder. Die Quote war erfüllt.
Mit fünf Jahren entdeckte ich, dass ich in zwei Sprachen denken kann. Auf Deutsch. Auf Serbisch. Das klingt nach Begabung. Es war keine Begabung. Es war, was entsteht, wenn das Zuhause innen zweisprachig ist und außen einsprachig. Als Linkshänderin gehörte ich noch einer weiteren Minderheit an. Man gewöhnt sich daran, anders zu sein. Und irgendwann ist anders das Normalste, was man hat.
Die Einwanderer meiner Elterngeneration brachten Dinge mit. Pizza, Ćevapčići, Döner. Und Knoblauchgeruch. Viel Knoblauchgeruch. Deutschland hat gerochen und gekaut und dann – ein Wunder – es geschluckt und für gut befunden.
Meine Eltern haben Steuern gezahlt. Gearbeitet. Eigentum erworben. Mir das Studium ermöglicht. Mich aufgezogen, frei von rückständigen gesellschaftlichen Ansichten und Zwängen, die in abgelegenen serbischen Dörfern heute noch existieren.
Sie haben sich integriert. Ich mag dieses Wort nicht. Integriert. Als käme man kaputt an und ließe sich reparieren. Sagen wir es so: Sie sind gekommen. Und geblieben. Und beides hatte seine Würde.
Vor gut zwei Jahrzehnten habe ich Deutschland verlassen und bin ausgewandert. Die Geschichte wiederholt sich, nur umgekehrt. Die Ironie entgeht mir nicht. Meine Eltern kamen an; ich bin gegangen. Was für sie ein Anfang war, ist für mich ein Schluss. Was sie als Möglichkeit sahen, sehe ich im Rückspiegel.
Von außen betrachte ich ein Land, das ich kenne, aber nicht mehr erkenne. Mein hessischer Geburtsort. Das Straßenbild. Viele Fremde Gesichter, die nicht die Gesichter sind, die ich kannte. Frauen mit Kopftüchern, mit Hijabs. Das allein wäre kein Problem. Das allein wäre Demografie, wäre Zeitgeist, wäre die Welt, wie sie nun einmal läuft.
Meine Eltern, die Integrierten, die Steuerzahlenden, die Eigenheimbesitzenden, die Knoblauchgeruchsmitbringer der ersten Stunde, fühlen sich nicht mehr wohl in Deutschland. Es sei so befremdend geworden. Zuviele Migranten. Das könne nicht mehr lange gut gehen, meint mein Vater, der alte Serbe.
Ich weiß nicht, wie ich das nennen soll. Tragödie klingt zu groß. Ironie klingt zu klein. Es ist etwas dazwischen, für das es noch kein Wort gibt, weil es noch nicht lange genug passiert, damit jemand eines erfindet.
Neulich sagte Ministerin Bas, es gäbe keine Unterwanderung der Sozialsysteme durch Migration. Arbeitsagenturen berichten aber das Gegenteil. Die, die täglich an der Basis sitzen. Die, die Formulare kennen, die Gesichter, die Fälle, die Zahlen. Nicht als Meinung, sondern als nüchternen Berufsalltag.
Die verfehlte Politik zeigt sich nicht nur in Statistiken. Sie zeigt sich auch auf Schulhöfen. Ein Kind packt sein Pausenbrot aus. Das Pausenbrot essende Kind soll sich umdrehen wenn es in seine Stulle beisst. Es soll nicht die Gefühle der fastenden Kinder während des Ramadans verletzen. Es soll seine Mahlzeit verbergen. Es soll sich schämen, weil es Hunger hat und das Schinkenbrot isst, das ihm seine Eltern eingepackt haben.
Ich lasse das einen Moment stehen.
Ein Kind wird in der Schule unter Druck gesetzt, damit die religiösen Gefühle anderer Kinder nicht verletzt werden. Nicht weil es laut ist. Nicht weil es verdorben redet. Sondern weil es isst. In einer öffentlichen Schule. In Deutschland.
Wenn ein Kind lernt, dass sein Hunger vor dem religiösen Empfinden anderer zurückzutreten hat, dann ist das keine Integration. Das ist ihre Umkehrung. Das ist das genaue Gegenteil von dem, was meine Eltern verstanden haben, als sie damals ankamen: Du kommst in eine Gesellschaft. Du nimmst an ihren Regeln teil. Du verlangst nicht, dass die Gesellschaft ihre Regeln für dich verbiegt.
Das Recht auf Pausenbrot ist keine Provokation. Und Lehrer, die das geschehen lassen, aus Angst, gecancelled zu werden, aus pädagogischer Erschöpfung oder ideologischer Verblendung sind Teil des Problems.
Wir haben die falschen Einwanderer bekommen. Ich darf das sagen.
Das ist kein rassistisches Urteil. Es ist ein Systemisches. Nicht die Falschen, weil es die falschen Menschen wären. Sondern die Falschen im Sinne einer Gesellschaft, die auf einem stillen Vertrag aufgebaut ist: Du kommst. Du trägst bei. Du nimmst, was du brauchst. Du gibst zurück.
Dieser Vertrag wird kaum noch unterschrieben.
Und das hat Konsequenzen, die sich in Zahlen lesen lassen, wenn man lesen will. Menschen, die Jahrzehnte in Rentenkassen eingezahlt haben, werden bald nicht mehr genug zum Leben haben. Die Generationenpyramide steht schon länger auf dem Kopf: buchstäblich, geometrisch, sozial. Eine Umverteilung, die dieses System trägt, ist arithmetisch nicht mehr darstellbar. Die Generation X hat die Renten der Babyboomer erwirtschaftet. Meiner Generation X und den nachfolgenden wird das verwehrt bleiben.
Was wir eingezahlt haben, getragen haben, still und ohne großes Aufheben. Es kommt nicht zurück. Das ist keine Meinung. Das ist Mathematik.
Wenn eine Ministerin angesichts dieser Mathematik erklärt, alles sei in Ordnung, dann ist das keine Schutzbehauptung. Das ist institutionalisierte Realitätsferne. Das ist Instinktlosigkeit, die entsteht, wenn man weit genug von der Wirklichkeit entfernt sitzt.
Ich darf das sagen.
Nicht, wegen des -ić in meinem Mädchennamen, das mir ein Sonderrecht gäbe. Sondern weil ich das Kind von Einwanderern bin, die damals gekommen sind. Die geackert haben. Nie gefragt haben, ob das System ihnen etwas schuldet. Die das System am Laufen hielten.
Die Selbstverständlichkeit des Arbeitens, die mitgebrachte Würde: das war ihr Gepäck. Kein Aufheben. Keine Forderung. Statt dessen Palatschinken, Knoblauch und Ćevapčići.
Diese Selbstverständlichkeit hat nicht jeder mitgebracht, der seit 2015 gekommen ist. Ich darf das sagen. Wer für diese Beobachtung andere bestraft, hat aufgehört zu denken und angefangen, seine Ideologie zu verteidigen. Das ist das Ende jeder ernsthaften Debatte.
Die Prognosen, die sich über Deutschland legen, sind wie ein nicht enden wollender Novemberregen: wirtschaftliche Stagnation. Inflation. Ein Land, das beim Rennen um Künstliche Intelligenz schläft, während andere längst durchs Ziel rennen. Ein Regulierungsapparat, der jeden Unternehmergeist im Ansatz erstickt. Ein Europa, das sich selbst reguliert bis zur Bewegungsunfähigkeit. Geopolitische Brände vom Iran bis zur Ukraine.
Jeder fünfte Deutsche will mittlerweile auswandern. Ich war wohl früh dran.
Das alles zusammen: Zur falschen Migrationspolitik die Wirtschaftsstagnation. Zur Stagnation die Geopolitik. Zur Geopolitik das Schweigen der Zuständigen, das Beruhigen der Beunruhigten, das Pflaster auf Wunden, die längst von innen kommen.
Irgendwo in Hessen sitzen zwei alte Menschen und schauen aus dem Fenster ihres Eigenheims auf ein Deutschland, das ihnen fremd geworden ist. Sie haben Knoblauch mitgebracht und serbische Bohnensuppe. Sie haben Deutschland mit aufgebaut, Steuern gezahlt und eine Tochter geboren, die in zwei Sprachen denkt und mit der linken Hand schreibt.
Vor 84 Jahren, am 1. Juni, wurden in Bagdad Juden abgeschlachtet. Der Name dieses Ereignisses lautet Farhud – ein arabisches Wort, das sinngemäß „gewaltsame Plünderung“ oder „Pogrom“ bedeutet. Zwei Tage lang, am 1. und 2. Juni 1941, verwandelten sich die Straßen Bagdads in ein Schlachtfeld.
Sieben Jahre vor der Gründung Israels.
Sieben Jahre bevor uns bis heute erklärt wird, Israel sei die Ursache aller Probleme des Nahen Ostens. Irakische Soldaten, Polizisten und bewaffnete Banden beteiligten sich an den Ausschreitungen. Die offizielle Zahl der Ermordeten liegt bei 187. Die tatsächliche Zahl wird von vielen Historikern auf nahezu 400 geschätzt. Mehr als 2.000 Menschen wurden verletzt. Säuglinge wurden ermordet. Frauen vor den Augen ihrer Familien vergewaltigt. Jüdische Geschäfte geplündert. Synagogen verwüstet und in Brand gesetzt.
Symbolbild „Erinnerung“
Die Straßen waren voller Blut.
Eine bemerkenswerte Geschichte – insbesondere für jene, die bis heute behaupten, die arabische Welt habe sich erst nach 1948 gegen die Juden gewandt. Israel sei schuld. Die „Besatzung“ sei schuld. Die Siedlungen seien schuld. Nun gut. Hier haben wir das Jahr 1941. Kein Israel. Keine Besatzung. Keine Siedlungen. Nur Juden in Bagdad – dort, wo ihre Vorfahren bereits seit rund 2.500 Jahren lebten. Lange vor der arabischen Eroberung, lange vor dem Islam und lange vor den meisten heutigen Staaten der Region. Der Hintergrund war vergleichsweise einfach:
Der prodeutsche Militärputsch von Raschid Ali al-Gailani war zusammengebrochen.
In das entstandene Machtvakuum strömten nationalsozialistische Propaganda und der Jerusalemer Großmufti Amin al-Husseini. Jener Amin al-Husseini, der noch im selben Jahr Adolf Hitler in Berlin traf und mit ihm über die „Endlösung“ für die Juden des Nahen Ostens sprach. Der Mufti sympathisierte nicht nur mit den Nationalsozialisten. Er arbeitete für sie.
Arabischsprachige Propagandasendungen aus Berlin.
Rekrutierung muslimischer Freiwilliger für SS-Einheiten auf dem Balkan. Briefe an Himmler mit der Forderung, jüdische Kinder an der Ausreise nach Palästina zu hindern. Das sind keine Legenden. Das sind dokumentierte historische Tatsachen. Britische Truppen standen damals vor den Toren Bagdads. Sie hätten eingreifen können. Sie taten es nicht. Zwei Tage lang warteten sie. Erst danach rückten sie ein. Viele Überlebende fragten sich später, was tödlicher gewesen war: der Mob auf den Straßen oder die britische Zurückhaltung.
Besonders bewegend finde ich bis heute die intellektuelle Konstruktion, nach der Juden und Araber bis 1948 angeblich friedlich miteinander lebten und erst der Zionismus alles zerstört habe. Eine schöne Theorie. Leider passt der Farhud nicht dazu. Ebenso wenig wie die Pogrome von Constantine in Algerien im Jahr 1934.
Ebenso wenig wie die Tatsache, dass nach 1948 rund 850.000 Juden aus arabischen Ländern vertrieben wurden – aus Irak, Ägypten, Syrien, Jemen, Marokko und anderen Staaten. Menschen, deren Familien dort seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden lebten. Ohne Entschädigung. Ohne Rückkehrrecht. Ohne internationale Sonderkonferenzen.
Der Judenhass im Nahen Osten begann nicht mit Israel. Er begann nicht mit der Nakba. Er begann nicht mit den Siedlungen. Nationalsozialistische Propaganda fand in Teilen der Region deshalb so fruchtbaren Boden, weil dieser Boden längst vorbereitet war – durch Jahrhunderte von Diskriminierung, Gewalt, Pogromen und religiösen Traditionen, in denen Juden häufig als Feinde dargestellt wurden.
Der Mufti erfand den Hass nicht. Er importierte ihn, modernisierte ihn und verband ihn mit dem europäischen Antisemitismus seiner Zeit. Der Farhud endete. Die jüdische Gemeinde Bagdads überlebte noch einige Jahre. In den 1940er Jahren lebten dort etwa 150.000 Juden. In den 1970er Jahren waren es nur noch rund hundert. Heute sind es vermutlich weniger als zehn. Zweieinhalb Jahrtausende jüdischer Geschichte – ausgelöscht innerhalb weniger Jahrzehnte. Über Politik, Grenzen und Konflikte kann man streiten. Das gehört zu einer freien Gesellschaft. Aber bevor man diese Diskussion beginnt, sollte man sich wenigstens einmal im Jahr daran erinnern, was am 1. Juni 1941 in Bagdad geschah. Zum Beispiel heute.
Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu.