Ein lesenswerter Erlebnis-Beitrag, der die Vorgänge in Ceuta in einem realistischen Licht und subjektiv ebenso wie ungeschminkt beleuchtet. Den Beitrag habe ich im Netz gefunden und da ich ein großer Fan des nordafrikanischen Landes und seiner Menschen bin, war er mir Wert ihn hier zu posten. sig
Mahmud Habasch Keno schreibt:
Ich habe viele Jahre in Marokko gelebt und bin über Melilla nach Spanien eingereist. Deshalb kann ich über die Migrationskrise in Marokko aus Erfahrung und mit Objektivität sprechen.
Der massive Ansturm auf Ceuta, der vor einigen Tagen stattfand und zur Einreise von etwa fünfzigtausend Migranten sowie zum Ertrinken von etwa 36 Menschen führte, verdient eine tiefgehende Analyse der Struktur dieser Gesellschaften.
Fakten über Marokko – negativ wie positiv:
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Marokko ist hinsichtlich seiner Natur schöner als alle europäischen Länder. Es verfügt über lange, warme und wunderschöne Strände am Atlantik und am Mittelmeer, die Touristen aus der ganzen Welt anziehen. Außerdem gibt es Wälder, Berge und Täler von außergewöhnlicher Schönheit und Faszination.

Sex ist in Marokko weitaus leichter verfügbar als in Europa. Deshalb kommen junge Menschen nicht aus diesem Grund nach Europa, wie es bei anderen Völkern der Fall ist.
Korruption ist in Marokko deutlich und weit verbreitet vorhanden, doch sie ist kein Grund zur Flucht, weil diese Korruption allen Vorteile verschafft.
Die Wirtschaft wächst schnell, die Löhne sind im Vergleich zu vielen anderen Ländern gut, und Arbeitsmöglichkeiten gibt es für jeden, der arbeiten möchte. Kein Syrer ist mittellos nach Marokko gekommen, ohne das Land später als Eigentümer von Vermögen zu verlassen. Daher ist die emotionale Behauptung, wirtschaftliche Verhältnisse seien der Grund für die Migration, nicht richtig. Wir sprechen hier über Marokko und nicht über Somalia.
Politisch ist Marokko wie die meisten anderen autoritären arabischen Staaten. Doch junge Menschen interessieren sich nicht für Politik oder Meinungsfreiheit, da diese außerhalb ihrer Träume liegen.
Was die Stabilität betrifft, so ist Marokko ein sicherheitspolitisch sehr gut organisiertes Land, in dem Sicherheit und Ordnung herrschen – etwas, das Touristen stets bemerken.
Was ist also der Grund für die Migration?
Ich werde nicht die klassischen Erklärungen nennen, sondern eine tiefere psychologische Dimension ansprechen, die mit der Prägung dieser Gesellschaften zusammenhängt.
Die tiefere psychologische Dimension ist die aus meiner Sicht verzerrte religiöse Erziehung dieser Gesellschaften. Seit frühester Kindheit wird ihnen die Vorstellung des Paradieses vermittelt. Jede gute Tat wird mit dem Ziel vollbracht, einen Platz im Paradies zu gewinnen. Dadurch entstehen Gesellschaften, die auch auf der Erde nach einem Paradies suchen.
Europa ist für diese Gesellschaften das irdische Paradies. Der Übergang auf die andere Seite des Mittelmeers wird empfunden wie der Übergang ins Jenseits, in dem alles auf chaotische Weise erlaubt sei – Frauen wie Huri, Alkohol rund um die Uhr.
Das Problem wird noch dadurch verschärft, dass diese Gesellschaften europäische Frauen als erlaubt betrachten, weil sie ungläubig seien, und ihr Vermögen als legitim ansehen, weil Europa ihre Länder einst kolonisiert und ausgeplündert habe. Fragt man jemanden aus Nordafrika, warum er in Europa stiehlt, wird er antworten: „Weil sie auch unsere Länder bestehlen.“
Europäer, Amerikaner, Chinesen und Japaner arbeiten und leben nach der Realität, um ihr Leben zu verbessern und die Gesellschaft weiterzuentwickeln. Die islamischen Gesellschaften hingegen arbeiten ausschließlich mit dem Ziel, das Paradies zu erlangen. Wenn jemand einem Armen hilft, dann nicht aus seinem Gewissen heraus, sondern um sich einen Platz im Paradies zu sichern, während ein Japaner aus Güte und Moral hilft.
Das Konzept des Paradieses sowie die Vorstellung, Ehre und Eigentum anderer als erlaubt anzusehen, ist eine Idee der Eroberung, die seit Tausenden von Jahren in diesen Gesellschaften verwurzelt ist. Deshalb erreichten sie einst sogar Al-Andalus, und ihre Denkweise habe sich nicht verändert. Das zeige sich heute in der Migration, die wie ein Eroberungszug verlaufe.
Gesellschaften leben mit einer Mentalität der Stammesmobilisierung, wie wir sie in Syrien sehen, sowie mit einer Mentalität von Eroberung, Plünderung und Raub. Deshalb sei auch die syrische Revolution schnell in diesen Sumpf geraten. Dies sei die Mentalität aller arabischen und islamischen Länder – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.
Die Reform dieser Gesellschaften erfordert große Anstrengungen, eine religiöse Erneuerung und die Bekämpfung der Drogen. Dieselben jungen Migranten, die behaupten, sie würden vor dem Hunger fliehen, geben den größten Teil ihres Geldes für Haschisch, Drogen und Frauen aus. Und wenn sie Europa erreichen, ist das Erste, was sie fordern, die Einführung der Scharia.
Der kurdische Schriftsteller und Literat:
Mahmud Habasch Keno