Schritte zurück ins echte Leben

Unter dem Motto „Runter vom Sofa  – wieder rein ins Leben“ hat das Kuratorium der Evangelischen Beratungsstelle Herborn in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit an der Comenius-Schule Herborn und der Evangelischen Jugend im Dekanat an der Dill einen besonderen Vormittag für die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe gestaltet. „Wir Mitarbeitende der Evangelischen Beratungsstelle erleben in der ‚Nach-Corona-Zeit‘, dass es für die Kinder und Jugendlichen nicht einfach ist, wieder im Alltag anzukommen“, sagt Pfarrer Jörg Moxter, der Leiter der Beratungsstelle Herborn. Wichtige Sozialkontakte zu Gleichaltrigen haben in den zurückliegenden Jahren der Pandemie gefehlt, das ‚Home-Schooling‘ und der Rückzug in die Familien haben Spuren hinterlassen. Das zeige sich auch im Suchtverhalten (PC und Alkohol). Für manche junge Menschen war der Rückzug in die Familie eine eher belastende Erfahrung, so Jörg Moxter. Umso wichtiger wäre der Schritt wieder hinaus ins richtige Leben. Anreize dazu sollte der Vormittag den Schülerinnen und Schülern bieten.

Unter dem Motto „Runter vom Sofa  – wieder rein ins Leben“ haben Kira Benner-Müller vom Kuratorium sowie Katja Reintges, Pfarrer Jörg Moxter und Rebekka Mehl (v.l.n.r.) von der Evangelischen Beratungsstelle Herborn in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit an der Comenius-Schule Herborn und der Evangelischen Jugend im Dekanat an der Dill einen besonderen Vormittag für die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe gestaltet.
FOTO: DOROTHEE SCHAAF

Die Handpuppe eines Schafswolf-Handpuppe und unterschiedliche Karten mit einem Erdmännchen, das verschiedene Emotionen zeigte, weckten die Neugier und Begeisterung bei den Fünftklässlern: Die Mitarbeitenden der Evangelischen Beratungsstelle Herborn, Katja Reintges und Rebekka Mehl, haben in den 5. Klassen die Arbeit der Evangelischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern und Paare kurz vorgestellt und unterschiedliche Themen angesprochen. Die Besuche in den Klassen der Comenius-Schule haben die Schulsozialarbeiterinnen Sarah Welter und Jennifer Weyel vorab gut vorbereitet und mit dem Schulleiter Micha Gabriel abgestimmt.

In einer zweiten Runde hat jede Schülerin und jeder Schüler sich für einen Workshop anmelden können, die auf dem Schulgelände in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Jugend im Dekanat an der Dill und weiteren Kooperationspartnern angeboten wurden. So gab es eine kreative Holzwerkstatt von der Evangelischen Jugend, einen Graffiti-Workshop vom „Haus der Jugend“, einen Tanz-Workshop und einen Selbstverteidigungskurs. Ebenfalls dabei waren die Herborner Streetworker Andreas Hammel und Dennis Moos und zwei Beamten der Herborner Polizei. Mit ihnen konnten die Jugendlichen ins Gespräch kommen. „Die Workshops sollten einen Anreiz bieten, sich im Austausch mit anderen Jugendlichen selbst neu zu erfahren. So konnten die Jugendlichen vieles ausprobieren, um vielleicht auch für sich ein neues Hobby zu finden“, sagt Jörg Moxter. Es war ein reichhaltiges Angebot, bei dem die Jugendlichen eine Vielzahl von Ideen bekamen, was sie in ihrer Freizeit anfangen können, wo sie sich Hilfe holen, wenn es im Leben mal nicht problemlos verläuft.

„Es war eine gelungene Veranstaltung“, sagt Dekanatsjugendreferentin Astrid Slenczka, die mit ihrem Kollegen Hartmut Heuser und Rebekka Post kreative Bastel- und Holzarbeiten im Werkraum der Schule angeboten hat „und einige Schülerinnen und Schüler haben gefragt, wann es noch einmal so einen kreativen Vormittag gibt“.  Holger J. Becker-von Wolff

Bettwanzen sind lästig

Bettwanzen sind auf dem Vormarsch behauptet der Bayrische Rundfunk in seinem Beitrag vom 15.Mai 2024 „Das Comeback der Bettwanzen“. Die Fernsehschaffenden greifen damit ein Thema auf, welches schon länger bekannt, aber in der Regel negiert oder einfach ignoriert wird.

Bettwanzen sind Blutsauger und halten sich, wie schon der Namen sagt, gerne in Betten auf. Menschliche Körper sind besonders in der Nacht Opfer dieser Lästlinge. Das Fatale: Einmal eingeschleppt, sind sie nur mit großem Arbeitsaufwand und mit erheblichen finanziellen Mitteln zu bekämpfen.

Bettwanze. Foto: Piotr Naskrecki

Fachleute wie Schädlingsbekämpfer behaupten, wenn sich die Tierchen sich einmal eingenistet haben, verschwinden sie nie mehr ganz. Man glaubte lange Zeit, dass sie Dank DDT ausgerottet seien. Seit dieses Schädlingsbekämpfungsmittel verboten ist, sind sie wieder da. Wie stark zeigt sich in den Metropolen wie Paris, London und Frankfurt. Aber nicht nur dort. Selbst auf dem flachen Land und besonders in Berghütten, sind sie in hohem Maße immer stärker vertreten.

In Hotels und ähnlichen Unterkünften sind Bettwanzen mittlerweile ein großes Problem, über das nicht so gerne gesprochen wird. Wenn Gäste nach Übernachtungen plötzlich kleine Einstiche an ihrem Körper wahrnehmen, denken sie in erster Linie an Mückenstiche. Waren es aber Bettwanzen hat man sie unter Umständen auch in seinem Gepäck. Ihre Anhänglichkeit hängt einfach mit dem guten Geschmack des menschlichen Blutes zusammen.

Da die Reproduktionsrate der kleinen Beißer außerordentlich hoch ist, genügt schon ein Weibchen, um die Existenz einer Kolonie in den eigenen vier Wänden zu gründen. Da die lästigen Sauger in der Regel keine Infektionskrankheiten übertragen, gelten sie offiziell auch nicht als Schädlinge und ihr Befall ist somit nicht meldepflichtig. Dazu kommt, dass die von ihnen Befallenen dies nicht so gerne preisgeben und damit eine Weiterverbreitung zusätzlich begünstigen.

Das Umweltbundesamt gibt besonders Reisende Tipps, die man beachten sollte. So empfehlen die Fachleute bei der Ankunft die Unterkunft gründlich zu inspizieren und besonders auf dunkle Kotflecken im Bettbereich, aber auch an Lichtschaltern und Möbelstücken zu achten.

Koffer und andere Gepäckstücke verschlossen und möglichst weit vom Bett entfernt zu halten. Wenn man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Schädlinge mitgebracht hat, die gesamte Bekleidung zuhause in der Badewanne durchsuchen und anschließend die gesamte Wäsche bei 60 Grad waschen.

Die getragene Wäsche sollte man immer in verschleißbaren Plastiktüten im Koffer aufbewahren. Einmal eingeschleppt ist die Bekämpfung nicht mit einer einmaligen Aktion erledigt, sondern dauert mittels mehrerer Behandlungen mehrere Wochen- Erfolgsgarantie Fehlanzeige.

Bettwanzen treten an folgenden Orten gehäuft auf: Orte mit hoher Personen-Fluktuation wie Hotels, Hostels, Wohnheimen oder Gemeinschaftseinrichtungen aller Art. Aber auch Gesundheitseinrichtungen jedweder Art sowie Transportmitteln wie Flugzeuge und Bahnen sind vom Bettwanzenbefall betroffen. Ob Luxusherberge oder Berghütte ist den lästigen Tierchen egal. Hauptsache Menschenblut, dann ist ihre Welt in Ordnung.

Fehlende Hygiene ist nicht die Ursache für einen Befall. Wenn der jedoch festgestellt wurde, kommt es auf eine schnelle Reaktion der Betroffenen an. Die apfelkerngroßen Tiere haben inzwischen eine Resistenz gegen gebräuchliche Bekämpfungsmittel entwickelt. Einzig einer thermischen Behandlung per Raumheizer mit über 45 Grad Celsius können sie nicht widerstehen. Auch bei minus 18 Grad geben sie den Geist auf.

Daraus haben Schädlingsbekämpfer eine Methode entwickelt. Die ist aber teuer und kostet nicht selten über 1 000 Euro. Die Frage nach der Gefährlichkeit von Bettwanzen lässt sich leicht beantworten. So weit bekannt ist, übertragen sie keine Infektionskrankheiten. Das ist für Befallene nur ein schwacher Trost. Ihre Aktivitäten belasten empfindliche Menschen durch ihre Stiche teils nachhaltig. Schwellungen, juckende und nässende Einstichstellen machen ihnen zu schaffen. Auch der Gedanke nicht mehr ohne diese ekeligen Eindringlinge schlafen zu können, setzt empfindlichen Gemütern zu.

Fazit: Bettwanzen sind wieder auf dem Vormarsch und da wird sich auch nichts daran ändern. Wir müssen wieder neu lernen damit umzugehen und uns gegebenenfalls durch entsprechende umsichtige Maßnahmen vor einem Befall schützen. sig

Wollen wir einen III.Weltkrieg?

Von Siegfried Gerdau

Die Zeichen der Zeit stehen auf Sturm. Stetig und lediglich für Interessierte deutlich feststellbar, bewegt sich der Krieg zwischen den ehemaligen Bruderländer Ukraine und Russland in eine kaum noch zu kontrollierende Richtung. Fast gebetsmühlenhaft wird immer wieder auf den russischen Aggressor in Gestalt Putins verwiesen, den man unbedingt in die Schranken weisen müsse. Das ist korrekt.

Die ukrainische Armee wird es jedoch nicht alleine schaffen, das ist klar. Auch noch so viele Waffen sind wenig hilfreich, wenn die Soldaten fehlen. 50 000 sind bisher auf ukrainischer Seite gefallen oder schwer verwundet worden. Die dringend benötigten personelle Reserven sind nicht vorhanden. Während sich die europäischen Staaten in Lippenbekenntnissen ergießen, muss das Volk der Ukrainer bluten und da ist kein Ende abzusehen.

Jetzt öffnet sich ein neues Kapitel in diesem abscheulichen Krieg. Die USA hat der Ukraine den Einsatz von weitreichenden Waffen freigegeben und die politische Führung der Bundesrepublik hat sich umgehend angeschlossen. Was bedeutet das? Marschflugkörper können zum Beispiel spielend leicht Moskau erreichen und gewaltige Zerstörungen bewirken. Bereits jetzt schon werden Teile des russischen Frühwarnsystems getroffen. Geschieht den Russen recht, sie haben ja schließlich angefangen, ist die oft gehörte Reaktion darauf.

Das ist unbestritten und die Ukrainer haben einen absoluten Anspruch darauf sich zur Wehr zu setzen. Doch, was kommt dann? Die russische Kriegsmaschinerie, die bereits auf vollen Touren Vernichtungswaffen produziert, wird antworten. Also noch mehr Zerstörung und Menschenopfer wie bereits bisher. Das ist eine klare Sache und das weiß auch jeder westliche Politiker mit klarem Verstand. Noch mehr Waffen für die Ukraine werden nichts mehr bringen, jetzt müssen nach Ansicht vieler Scharfmacher andere Mittel eingesetzt werden.

Spätestens jetzt müssten aber Diplomaten verhandeln. „Mit Putin ist nicht zu verhandeln“, sagen die und schließen den Einsatz von eigenen Truppen nicht mehr aus (Macron). Die russische Militärdoktrin neusten Baujahrs legt sich nicht erst seit gestern für den Fall der Fälle fest. Der Weltkrieg III ist voll im Gange und was das für Deutschland als Puffer und Aufmarschgebiet bedeutet, sollte jedem auch nicht militärisch ausgebildeten Menschen klar sein.

Raketen und Bomben werden nicht danach fragen wer der Gute und wer der Böse ist. Waren es im I. Weltkrieg 9 Millionen Soldaten und davon 2 Millionen Zivilisten, die der Kaiser an den Fronten verheizt hatte, ließen im II. Weltkrieg 4 Millionen Soldaten und 2 Millionen Zivilisten für den Wahnsinn eines verbrecherischen Systems ihr Leben. Die Waffen haben sich seitdem „verbessert“ und ihre Wirkung ist ungleich schrecklicher als damals. Wieviele Menschen es diesmal sein werden, die auf der Strecke bleiben, will man sich nicht vorstellen. Das Wissen, dass der russische Aggressor der Böse ist und man sich ja auf der guten Seite befindet, ist da wenig hilfreich.

Ob es zum Einsatz von ein paar Nuklearsprenkörpern kommt, bleibt reine Spekulation. Das würde zwar nicht das Ende der Menschheit bedeuten, aber neben zehntausenden Toten wären auch riesige Flächen kontaminiert (verstrahlt). Um Klimaschutz, Feinstaubbelastung oder Wärmepumpen brauchte man sich schon beim Einsatz von herkömmlichen Kampfmitteln keine Gedanken mehr zu machen. Da es ja so gut wie keine Schutzräume sprich Bunker in Deutschland mehr gibt, bleiben nur noch die heißen Tipps wie flach auf den Boden legen oder unter Tischen Schutz suchen.

Nun zur Eingangsfrage zurück. Wollen wir, die breite Masse, einen III.Weltkrieg. Ich denke nicht. Die USA sind weit weg und Russland ist riesengroß. Die Menschen in Deutschland und in Europa wollen vernunftgesteuerte Politiker, die mittels Verhandlungen das Ruder in letzter Minute noch einmal herumzureißen versuchen. Europa, respektive Deutschland, stand noch nie seit dem II. Weltkrieg oder der Kuba-Krise so nahe am Abgrund.

Wer jetzt noch Zeit und Muse hat sich das unten angehängte Video anzuschauen, wird vielleicht noch ein wenig mehr in diese schreckliche Materie eintauchen. Der Interview-Partner des Herausgebers der Weltwoche Roger Köppel ist der ehemals höchste Nato-General Harald Kujat. Man kann dem vier Sterne General zwar sein unbequemes Verhalten vorwerfen, aber seine Intelligenz gepaart mit einem exzellenten Fachwissen ist unbestreitbar.

Zur Person des Autors:

30 Jahre Dienst als Berufsoldat in verschiedenen Verwendungen und Standorten. Was passiert, wenn der sogenannte Ernstfall eintritt, habe ich in der Zeit des „Kalten Krieges“ von der Picke auf gelernt. Mit ABC-Schutzmaske, Schutzplane und Erd-Kampfständen hätten wir einem atomaren Angriff „getrotzt“. Meinen Soldaten-Eid, dem ich mich selbstverständlich bis zum Ende meiner Tage verpflichtet fühle, habe ich auf das Grundgesetz abgelegt und geschworen unser Land tapfer zu verteidigen.

Kriegslust und Kriegsfrust

Von Siegfried Gerdau

„Wir müssen kriegstüchtig werden“, fordert SPD-Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius eins ums andere Mal. Sein parlamentarischer Staatssekretär Thomas Hitschler, ebenfalls SPD, bedankte sich in einer Rede Anfang dieses Jahres vor aktiven Soldaten prophylaktisch bei den „Blaulichtkräften“ für deren künftigen Einsatz im Aufmarschgebiet Deutschland.

Wir müssen kriegstüchtig werden? Jahrzehntelang genügte es, wenn die Bundesrepublik verteidigungsfähig (Art. 87a GG – Grundgesetz) war. Das ist mittlerweile seit 75 Jahren Geschichte, aber wohl auch schon einige Jahre nicht mehr der Fall. Da ist doch eine quantitative Frage angebracht. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht im Januar 2011 schrumpfte die Bundeswehr kräftig weiter. Der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg[ (CSU), immerhin Unteroffizier der Reserve, brach mit einem Tabu und nannte den Einsatz auch von Bundeswehrangehörigen in Afghanistan „umgangssprachlich Krieg“.

Vereidigung

Während Grüne und SPD damals hochentrüstet über seine Aussage „die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands auch militärisch abzusichern“ reagierten, warf ihm sein einstiger Amtsinhaber Volker Rühe (CDU) die Zerstörung der Bundeswehr vor.

Mit ihren derzeit 181.000 Frauen und Männer-Soldaten ist wahrhaftig kein Staat zu machen, geschweige ein Krieg zu führen. Pistorius macht sich Gedanken. Mit Unterstützung von Bundeswehrverbands-Chef Oberst André Wüst auch über die Rückkehr zur Wehrpflicht.

Ob es reicht, wenn die ehemaligen Kriegsgegner, Friedensfreunde (Pflugscharen zu Schwertern) und sonstige Aktivisten mit fliegenden Regenbogenfahnen in die kaum noch vorhandenen Kasernen einrücken, ist die Frage. Viele andere wollen es nicht, wenn man den Umfragen Glauben schenken soll. Vielleicht wäre die französische Legion Etrangere ein Modell zur quantitativen „Aufwertung“ der Bundeswehr. Genügend junge und kräftige Männer sollten ja zu bekommen sein.

Um was geht es eigentlich? Es geht nicht mehr oder weniger um die Überlegung einen Krieg für nötig aber auch führbar zu halten. Das Feindbild, das die Bundeswehr nie hatte, hat Gestalt angenommen. Der russische Aggressor soll in die Schranken gewiesen werden. Bisher hat das die Ukrainische Armee für uns übernommen. „Deutschland wird auch in der Ukraine verteidigt“, glaubt der FDP Fraktionsvorsitzende Christian Dürr.

Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) auf der Konferenz „Europa 2024“: „Deutschland und Europa muss sich auf einen Landkrieg vorbereiten“. Auch die Rüstungsindustrie will er hochgefahren sehen. Die Union klatscht Beifall und wirft ihm gleichzeitig vor, für die aktuelle Unterfinanzierung der Deutschen Armee verantwortlich zu sein.

Sein Grüner Kollege Anton Hofreiter (Panzer-Toni) wurde einst wegen eines zu kurzen Beines als untauglich für den Wehrdienst eingestuft. Das Thema Wehrpflicht sei eine „Diskussion der Vergangenheit“, sagte er in einem Interview mit dem Politmagazin „Kontrovers“. Den Kanzler forderte er auf mit Frankreich über die Rolle der französischen Atomwaffen bei der gemeinsamen europäischen Verteidigung zu reden. Seine Vorstöße seien bisher nicht angenommen worden, klagte der Mann, der 2015 Waffenlieferung an die Ukraine ausschloss.

Katarina Barley SPD stellt die unterstützende Frage: „Warum eigentlich nicht Atomwaffen für Europa“. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) forderte die Regierungsfraktionen auf, jetzt Waffensysteme (Taurus) zu liefern, die der Ukraine Angriffe auf Ziele im rückwärtigen Bereich des russischen Aggressors ermöglichen. Die Union ist dafür, Scholz mauert.

„Stracki liebt den Frieden und bereitet deshalb den Krieg vor“ (taz im Februar 2024). Gemeinsam mit Anton Hofreiter begrüßt sie das US-Militär-Hilfspaket im Wert von 61 Millionen Dollar für die Ukraine.

In den USA wächst hingegen die Sorge, der ukrainische Gegenangriff könne eine atomare Reaktion Russlands auslösen. „Putin wird zu nuklearen Gefechtsfeldwaffen greifen, sobald ihm dies geboten erscheint“, warnt Harvard-Dozent Kevin Ryan, früherer US-Brigadegeneral und Militärattaché in Moskau, im Gespräch mit dem RND.

Deutschland verfügt selbst über keine eigenen Atomwaffen. Jedoch lagern auf dem Fliegerhorst im rheinland-pfälzischen Büchel etwa 20 US-Amerikanische Atombomben. Die in Büchel stationierten US-Atombomben sollen im Rahmen der nuklearen Teilhabe im Kriegsfall von deutschen Piloten ins Ziel geflogen werden.

Wie eine bewaffnete Auseinandersetzung in Europa ablaufen könnte, beschrieb schon der englische General a.D. Sir John Hackett in seinem 1978 erschienenen Werk „Der dritte Weltkrieg“ sehr plakativ. Dass Deutschland darin die berühmte A-Karte zog ist ebenso realistisch wie erschreckend. Von einigen geschichtlich-geografisch und politischen Veränderungen abgesehen, sind die geschilderten Szenarien absolut auf die Gegenwart übertragbar.

„Krieg ist Frieden“ persiflierte George Orwell in seinem zwischen 1946 und 1948 geschrieben Roman „1984“ zukünftige Entwicklungen. Eigentlich pervers angesichts des Krieges mit tausenden Toten in der Ukraine. Ganz sicher ist jedoch, dass all die, die heute über Krieg und Frieden philosophieren physisch nicht aktiv dabei wären.

Jedoch: Wie schrieb Gustav Le Bon in seinem 1895 erschienen Werk „Die Psychologie der Massen“: „Der Einzelne verliert in der Masse seine persönliche Kritikfähigkeit, seine eigene Fähigkeit, die Dinge zu hinterfragen und zu durchdenken. Hierbei spielt es eigentlich keine Rolle wie gebildet jemand ist: Als Teil der Masse wird er mitgezogen“.

Hierzu passt auch fast nahtlos diese Diskussionsrunde: https://www.youtube.com/watch?v=SAGFQye1hT0

Kirche in neuem Glanz

Die evangelische Kirche in Guntersdorf wird am Sonntag, 2. Juni 2024 mit einem Festgottesdienst um 14 Uhr feierlich wieder eröffnet

Was lange währt, wird endlich gut: Die evangelische Kirche in Herborn-Guntersdorf wird am Sonntag, 2. Juni 2024 mit einem Festgottesdienst um 14 Uhr feierlich wieder eröffnet. Im Anschluss wird um die Kirche herum und im gegenüberliegenden Dorfgemeinschaftshaus der Abschluss einer mehrjährigen Sanierung gefeiert. Was als Renovierung begann, ist ein kompletter Umbau geworden. Die Kirche lässt sich nun multifunktional als Gotteshaus und als Gemeindehaus nutzen.

Am Sonntagnachmittag gibt es die Möglichkeit sich die Kirche in kleinen Gruppen näher anzuschauen. Im Dorfgemeinschaftshaus gibt es herzhafte Teigrollen sowie Kaffee und Kuchen. Für Kinder steht eine Hüpfburg bereit. Der Tag endet um 17 Uhr mit einem musikalischen Abschluss in der Kirche. Eingeladen sind neben der Gemeinde auch die beteiligten Handwerker – und die vielen Spenderinnen und Spender. Künftig soll wieder alle vierzehn Tage hier im Wechsel mit Hirschberg ein Gottesdienst stattfinden. Darüber hinaus kann die Kirche als Treffpunkt für Gemeindeveranstaltungen dienen. 

„Wir haben im April 2018 angefangen die Kirche zu renovieren“, sagt Pfarrer Thomas Gessner. Zunächst wurden die Kirchenbänke heraus genommen, dann wurde das Fachwerk komplett saniert – und während der schon begonnenen Renovierung entstand die Idee den Eingangsbereich seitlich zu verlegen, um den Anbau für Toilette und Teeküche zu nutzen. „Es hat dann noch mal einen ganzen Augenblick gedauert bis wir als Kirchengemeinde diese Neuplanung gut durchdacht hatten. Die Finanzierung wurde nur möglich durch den Verkauf des so genannten ev. „Jugendheims“ in Guntersdorf“, sagt Thomas Gessner. Der Pfarrer ergänzt: „Und dann kam es leider zu einer Baupause von drei Jahren, weil der Holzboden große Probleme gemacht hatte. Aber jetzt ist alles schön geworden. Es werden nur noch kleinere Restarbeiten durchgeführt“. 

Harmonisches Zusammenspiel von alt und neu

„Es ist vieles neu: der Boden und die Bestuhlung mit Einzelstühlen, erhalten geblieben sind die Säulen und die Empore. Dieses Zusammenspiel von alt und neu ist sehr harmonisch gelungen und hat der Kirche etwas ganz besonderes gegeben“, sagt die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Simone Pfeiffer. Pfarrer Gessner pflichtet ihr bei: „Es ist ein wunderschöner Gottesdienstraum geworden“. Er erinnert sich: „Die Farbgebung war vorher grau-grün und wirkt nun deutlich heller und freundlicher“. Er lobt die Multifunktionalität der Kirche: Sonntags stehen die Stühle in einer Reihe zum Altar hin ausgerichtet für den Gottesdienst, aber unter der Woche lässt sich die Kirche auch als Gemeindehaus nutzen. Die Stühle können miteinander verbunden im Halbkreis oder frei gestellt werden. Tische auf Rollen lassen sich leicht und schnell aufstellen oder platzsparend wieder wegschieben. Eine Teeküche und Toilette sind im Gebäude vorhanden. Gruppen und Kreise können sich ab sofort hier treffen, auch der Kindergottesdienst kann in der Kirche stattfinden. Der neue Holzboden sorgt für eine gemütliche Atmosphäre und eine tolle Akustik. „Der Kirchenraum ist ein wunderbarer Klangkörper, das findet sich sonst eher selten. Thomas Gessner kann sich kleine Konzerte mit Cello und Gesang oder Lesungen hier durchaus vorstellen. 

Hintergrund

Guntersdorf gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Hörbach mit Hirschberg und Guntersdorf. Bevor diese Kirchengemeinde 1956 entstand, gehörte der Ort zur Kirchengemeinde Schönbach. Die kleine Kirche wurde 1685 erbaut und steht vermutlich anstelle einer früheren St. Jakobs-Kapelle, die 1479 erbaut wurde, vielleicht von  Jakobus-Pilger. Das Fachwerk wurde zuletzt 1990 außen saniert. Der Herborner Ortsteil Gunterdorf zählt etwa 355 Einwohner (davon sind 287 Gemeindeglieder) und wurde erstmals 1351 urkundlich erwähnt. Der kleine Ort hat neben der Kirche eine bemerkenswerte Zahl von Fachwerkhäusern aufzuweisen. 

 Foto: Becker-von Wolff

„Zweierlei“ Mitte Juli 2024 wieder geöffnet.

Gute Nachrichten aus Driedorf. Im „Zweierlei“ am Potsdamer Platz wird noch mit Hochdruck im Inneren des bereits zum zweiten Mal in Folge wegen Wasserschadens geschlossenen Gebäudes gearbeitet. Die Bautrockner laufen rund um die Uhr auf Hochtouren und sorgen mit einer Dauertemperatur von bis zu 50 Grad Celsius für trockene Wände und Böden.

Wie die Hausherren des schmucken Bäcker- und Metzgerei-Paradieses direkt neben der Spedition Trans-o-Flex Jan Luckenbach und Martin Reuther hoffen, könnten die Arbeiten bis Mitte Juli 2024 abgeschlossen sein. Die Planungen für das zweite Halbjahr 2024 laufen bereits jetzt schon auf Hochtouren, verrät Bäckermeister Luckenbach. Dafür sind auch zahlreiche Aktionen für die Kundschaft von Bäckerei, Metzgerei und Cafeteria mit Außenterrasse geplant, ergänzt seine Meisterkollege Reuther.

Die Inhaber des „Zweierlei“ Jan Luckenbach (links) und Martin Reuther schauen sehr optimistisch in die Zukunft

Glück im Unglück: Die derzeitigen Bauarbeiten am Kreisel B255 sollen bis dahin ebenfalls abgeschlossen sein, so dass die Zufahrt zum „Zweierlei“ wieder aus allen Richtungen möglich ist. sig

Verabschiedung

„Frau Musica“ geht in den Ruhestand

Am Pfingstsonntag endete eine Ära: Seit dem 1. Juli 1987 – also seit 37 Jahren – gehörte der Platz auf der Bank vor der Walker-Orgel in der Evangelischen Stadtkirche Herborn zu Regina Zimmermann-Emde. Nun geht sie in den Ruhestand. Verabschiedet wurde sie von der Kirchengemeinde Herborn und dem Dekan Andree Best im Rahmen einer „Klingenden Kirche“.

Dekan Andree Best würdigte sie im Gottesdienst frei nach Luther als „Frau Musica“ von Herborn, die unzählige Gottesdienste und Konzerte gestaltet hat. Und das nicht nur in der Evangelischen Stadtkirche Herborn sondern auch in den Gemeindehäusern, dem früheren Martin-Niemöller-Haus, im Festsaal der Vitos, in der Alten Färberei, auf dem Herborner Marktplatz im Advent, bei Passionsandachten in der Bahnhofshalle, bei der Feuerwehr oder der Sparkasse oder in den Corona-Jahren vor dem Altenheim: „Ich wage mal zu behaupten, in Herborn gibt es kaum einen Ort, den Du nicht zum Klingen gebracht hast!“, sagte Dekan Andree Best, der als Herborner Gemeindepfarrer viele Jahre mit Regina Zimmermann-Emde zusammengearbeitet hat.

Lang anhaltender Applaus zur Verabschiedung von Regina Zimmermann-Emde.
FOTO: DOROTHEA VON WOLFF

Der Dekan und Pfarrer erinnerte daran, dass Regina Zimmermann-Emde schon als 13jährige in Nanzenbach die Gemeinde an der neuen Orgel begleitet habe. In seiner Laudatio erinnerte Andre Best auch daran, dass Regina Zimmermann-Emde vor vielen Jahren andere berufliche Pläne hatte. Sie wollte Ärztin werden und weil sie trotz guter Noten keinen Studienplatz bekam, schrieb sie sich mit einem „Park-Semester Kirchenmusik“ in Herford ein. Daraus ist dann mehr geworden.

Als im vierten Semester endlich der Zuschlag für Medizin kam, da wollte sie nicht mehr: „Weil Du Dich verliebt hattest in die Kirchenmusik – und in Günter“, so Pfarrer Andree Best. Die erste Stelle führte die junge Familie nach Andernach an den Rhein. Wenige Jahre später ging Regina Zimmermann-Emde nach Herborn, ihr Mann Günter kümmerte sich um die Kinder. Im Theologischen Seminar der EKHN hieß es damals, sie sei zu jung für die Ausbildung von Vikaren. „Mal schauen, wie lange es geht, werden sie sich gedacht haben“, sagte Andree Best, „und ich möchte in die Geschichte zurückrufen: 37 Jahre!“

Regina Zimmermann-Emde habe im Beruf ihre „Frau gestanden“, mit viel Freude die Chöre geleitet, jahrelang die Herborner Kantorei geprägt, die ein anspruchsvolles Repertoire umzusetzen weiß, und es war im Chor mehr als eine Sangesgemeinschaft: ihr habt dort Glauben und Leben geteilt, sagte Andree Best in seiner Laudatio. „Kirchenmusiker ist ein Beruf, der viel mit Menschen zu tun hat“, sagte der Dekan und dankte Regina Zimmermann-Emde für ihren Einsatz, ihre Beharrlichkeit, ihr Engagement, ihre Geduld und ihren Humor. Mit lang anhaltenden Applaus bedankte sich stehend die Gemeinde bei Regina Zimmermann-Emde für ihr langjähriges und kirchenmusikalisches Tun. Viele Weggefährten aus den zurückliegenden Jahrzehnten waren zum Gottesdienst in die Herborner Stadtkirche und zum anschließenden Empfang in das Gemeindehaus gekommen. Holger J. Becker-von Wolff



BU:

Konzerte

Gospeln an zwei Orten

Dillenburg/Haiger/Herborn. Die Kirchenmusik hat im Evangelischen Dekanat an der Dill einen hohen Stellenwert: Seit November 2006 bereichert der Dekanats-Gospel-Pop-Chor das musikalische Spektrum. Demnächst ist der Chor mit seinen über 40 Sängerinnen und Sänger in Dillenburg-Nanzenbach und in Haiger-Langenaubach zu hören. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.

Foto: Gospelchor Nanzenbach

Zum Dekanats-Gospel-Pop-Chor zählen über 40 Sängerinnen und Sänger aus dem Dekanat an der Dill. Sie treffen sich dienstags um 19.30 bis 21 Uhr zur wöchentlichen Probe. Mit viel Freude singen sie modernes Liedgut, mal Pop und mal Gospel. Dekanatskantorin Andrea Zerbe leitet den Gospel-Chor. Weitere Sängerinnen und Sänger sind willkommen.

Gleich zweimal ist der Dekanat-Gospel-Pop-Chor bei einem Gospelkonzert zu erleben: am Samstag, 15. Juni 2024, in Dillenburg-Nanzenbach findet das erste Konzert statt um 18 Uhr in der Ev. Kirche in Nanzenbach. Das zweite Konzert folgt eine Woche später am Samstag, 22. Juni 2024 um 18 Uhr in der Ev. Auferstehungskirche in Haiger-Langenaubach.

Das Konzertprogramm umfasst bekannte Gospels wie „When Israel was in Egypt’s land“, neue Gospels des norwegischen Komponisten T.W. Aas, sowie das Lied „Gabriellas song“ aus dem Film „Wie im Himmel“. Der Eintritt ist frei.

Die Sängerinnen und Sänger des Gospel-Pop-Chores werden von einer Band begleitet. Die Mitwirkenden sind Andreas Rau (Bass), René Germann (Gitarre), Thomas Bechtum (Piano), Werner Gössl (Schlagzeug) und Kristin Tielsch (Flöte). Die Gesamtleitung hat Dekanatskantorin Andrea Zerbe.

„Es ist eine tolle Gemeinschaft“, sagt eine der Sängerinnen, „man kann sich hier entfalten und das Singen macht viel Freude“. Manche sind seit Anbeginn hier, manche sind erst später dazu gekommen. „Die Mischung aus Pop und Gospel ist es, was die Menschen anspricht“, sagt ein anderes Chormitglied. Jedes Mal sei es faszinierend zu erleben, wie sich im Chor ein Lied bis zur Bühnenreife entwickelt. So manche Sängerin gibt zu, Lampenfieber vor dem ersten Konzert gehabt zu haben. Aber auch das gehöre dazu.

» Mehr zum Chor unter   https://ev-dill.de/kirchenmusik.html

Holger J. Becker-von Wolff

Orthopädisch – unfallchirurgische Praxis Dillenburg schließt zum Monatsende

Wirtschaftliche und organisatorische Zwänge gefährden medizinische Versorgung

Von Siegfried Gerdau

Die mangelhafte Hausarztdichte im ländlichen Raum, zu dem auch durchaus die sogenannten Dillkreisstädte zählen, ist seit Jahren ein sich verschärfendes Thema. Während sich mittlerweile der politische Fokus verstärkt auf dieses Problem gerichtet hat und die hausärztlichen finanziellen Bedingungen geringfügig verbessert wurden, blieben die Facharztpraxen weitgehend außen vor.

„Die Berufspolitik, geführt von Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD), sieht gegenwärtig einen straffen Sparkatalog vor. Diesem zum Opfer müssen Krankenhäuser und niedergelassene Fachärzte seit Jahren Löcher in der Versorgung und Dienstleistung stopfen.“ Diesen Vorwurf aus der Herborner Praxis hört man bundesweit auch von immer mehr niedergelassenen Kollegen.

Marc Echterhoff, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie vom Chirurgischen Zentrum in der Herborner Austraße: „Weiterhin quälen wir und andere Facharztpraxen uns mit der unfairen Budgetregelung herum, die keine gerechte Bezahlung der Praxisleistungen gewährt. Auch in Zukunft wird somit die Versorgung von Patienten gefährdet.“

„Ein weiters Problem ist die Altersstruktur vieler Fachärzte. Viele von ihnen werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen und der Anreiz für eventuelle Nachfolger schwindet verständlicherweise aus den genannten Gründen“, fügt er hinzu.

Sein Kollege Dr. med. A. Pschaick lässt dazu das Personalproblem, das mittlerweile in allen medizinischen Praxen herrscht, nicht unerwähnt. Medizinische Fachangestellte (MFA), früher Arzthelferin genannt, werden aus den unterschiedlichsten Gründen immer mehr zum Mangelberuf in niedergelassenen Arztpraxen.

Diese gesamte unerfreuliche Entwicklung hat die Betreiber des Chirurgischen Zentrums letztendlich dazu geführt, ihre Dillenburger Zweigstelle, die orthopädisch – unfallchirurgische Praxis im Ärztehaus in der Hindenburg Straße, aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen für immer zu schließen.

Bereits in wenigen Tagen (ab 1. Juni 2024) wird diese Praxis geschlossen bleiben. „Die fachärztliche Versorgung auf dem Gebiet der Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Dillenburg wird in Zukunft auf eine patientenorientierte und leistungsstarke Praxis verzichten müssen“, stellt Echterhoff mit aller Klarheit fest. Dies bedauren er und seine Ärztekollegen einschließlich des gesamten sehr starken, medizinischen Teams aus tiefstem Herzen.

Sie alle wünschen sich, dass die Bedingungen der niedergelassenen Ärzte in Zukunft nicht durch ungerechte Budgetierung und unnötige bürokratische Hürden erschwert und die ambulante Patientenversorgung damit erheblich gefährdet wird.

Ein kleiner Hoffnungstropfen auch für die Dillenburger Bevölkerung bleibt: „Die Behandlung und Versorgung der Patienten aus dem Dillkreis wird zukünftig in der Hauptpraxis Herborn in gewohnter Qualität angeboten. Dort können weiterhin sämtliche orthopädische, chirurgische und unfallchirurgische Anliegen inklusive aller Operationen durchgeführt werden“.

Weitere Informationen und Terminabsprachen unter  027722405.

Biker feiern Gottesdienst

Motorradgottesdienste erfreuen sich schon seit vielen Jahren großer Beliebtheit unter den Bikern. Auch am 9. Juni 2024 (Sonntag) bis 10 Uhr werden wieder viele „schwere Jungs“ mit ihren chromblitzenden Boliden im Hof der Herborner FeG in der Konrad-Adenauer-Straße 66 eintreffen, um anschließend mit dem bekannten Motorradpfarrer Jörg Sahm einen zünftigen Gottesdienst zu feiern.

Pastor Jörg Sahm

Als Pastor einer FeG verkündete der einst Gottes Wort bis er erkannte, dass man die Menschen da abholen muss wo sie sind. Logischerweise verknüpfte er daraufhin Hobby und Berufung und ist heute unter anderem als Motorrad-Missionar unterwegs.

So wie im vergangenen Jahr wird es auch am 9. Juni wieder im Hof der Herborner FeG aussehen.

Im Anschluss an den Gottesdienst, an dem hoffentlich auch Nicht-Biker teilnehmen, wird es ein gemeinsames Mittagessen geben und im Anschluss eine obligatorische Ausfahrt mit den schweren Maschinen. sig/Fotos: Gerdau