Die Herborn-Guntersdorfer Freiwillige Feuerwehr (FFW) hat einen neuen Wehrführer. Nach 30 Jahren an der Spitze der Wehr übergab Matthias Gabriel sein Amt als Wehrführer an Ramin Behnam. Dessen Stellvertreter ist nun Kevin Buzalla.
Verabschiedung Wehrführer Mathias Gabriel
v.l. Eric Pritschke, Mathias Gabriel, Ramin Behnam, Katja Gronau, Jens Krämer, Oliver Petry
Matthias Gabriel schaut gleichzeitig auf eine 42 -jährige aktive Dienstzeit als ehrenamtlicher Feuerwehrmann. Mit dem Erreichen des 60. Lebensjahr endet jedoch seine gesetzliche Zeit als aktives Mitglied der Einsatzabteilung. Die Neuwahlen fanden im Rahmen einer Jahreshauptversammlung (JHV) statt, die pandemiebedingt die vergangenen drei Jahre umfasste. Neben den Wehrführern wurden Oliver Petry, Eric Pritschke und Falk Hoffmann in den Wehrausschuss gewählt.
Der „alte“ Wehrführer Matthias Gabriel machte in seinem Bericht deutlich, dass er sich besonders über die vier Neuzugänge ( Jannik Biemer, Justin Rink, Kevin Buzalla und Falk Hoffmann) in die Einsatzabteilung freue. Ein neues Löschfahrzeug habe man bereits 2022 in Dienst stellen können. Herborns stellvertretender Stadtbrandinspektor Jens Krämer überbrachte ebenso Grußworte wie Bürgermeisterin Katja Gronau (parteilos).
Da die FFW Guntersdorf ihre JHV schon immer gemeinsam mit dem Verein FFW Guntersdorf veranstaltet, gab es dort auch Neuwahlen und Ehrungen. Matthias Gabriel bleibt auch zukünftig der 1. und Ramin Behnam der 2. Vorsitzende. Auch Oliver Petry (Kasse) und Eric Pritschke (Schriftführer) wurden im Amt bestätigt. Ralf Zimmermann, Nadine Ihrig und Dietger Assmann ergänzen den Vorstand als Beisitzer.
Die Ehrungen verdienter Mitglieder nahmen breiten Raum in der Vereins-JHV ein. Für 25 Jahre Zugehörigkeit wurde Thomas Jopp geehrt. Holger und Wolfgang Dietrich, Peter Fabian, Udo Gabriel, Thorsten Schell, Marcel Schmidt, Hans-Joachim Ehlers und Gerd Keuth für 40 Jahre.
Ehrung für 40 Jahre
v.l.: 2. Vorsitzender Ramin Behnam, Marcel Schmidt, Peter Fabian, Hans-Joachim Ehlers, Wolfgang Dietrich, Holger Dietrich, Udo Gabriel, 1. Vorsitzender Mathias Gabriel
Auf stolze 50 Jahre kann Roland Beecht zurückschauen und für 60 Jahre wurden Manfred Dietrich und Hartmut Pritschke geehrt. Den Reigen der Altgedienten schlossen Berthold Dietrich, Manfred Gabriel, Dieter Petry, Werner Pritschke, Klaus Petry und Rüdiger Weyel für sagenhafte 65 Jahre Vereinszugehörigkeit ab. sig/ Fotos: privat
NSU RO 80. Das Auto ohne Vorgänger und ohne Nachfolger. Er wird schon lange nicht mehr produziert. Umso mehr schätzen die Liebhaber dieses zeitlosen Ausnahmetalents die eher seltenen Exemplare auf dem Oldtimer-Markt.
Am kommenden Samstag (29.April) präsentiert der „RO 80 Club International e.V.-Verein für Kreiskolbentechnik“ anlässlich seines diesjährigen Frühjahrstreffens bis zu 50 Exemplare des PKW mit dem legendären Wankelmotor auf dem Herborner Marktplatz, der Hauptstraße und des Kornmarkts.
Michael Welsch aus Ballersbach, selber Eigener von vier der schönen Fahrzeuge, unterstützt den Verantwortlichen der geplanten Veranstaltung Steffen Hofmann und beschreibt deren Ablauf wie folgt: Nach der Anreise am Freitag findet um 17 Uhr eine gemeinsame Stadtführung durch Herborns Innenstadt statt. Am nächsten Tag starten die Teilnehmer mit ihren Schätzchen um 9.15 Uhr Richtung Dillenburg. Nach einem Zwischenstopp am Segelfliegerhang in Eschenburg-Hirzenhain, treffen alle Teilnehmer auf dem Dillenburger Schlossberg ein. Hier gibt es für Interessierte und Fotografen die Gelegenheit, sich die Fahrzeuge ganz aus der Nähe zu betrachten. Ab 14 Uhr am gleichen Tag treffen die RO 80 in Herborn ein und stellen sich bis gegen 18 Uhr in der Altstadt zur Schau auf. Am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr reist die NSU RO 80-Karawane am Aartalsee entlang nach Wetzlar zum Leitz-Park. Weitere Stationen ist Braunfels. Am Montag wollen die Teilnehmer noch die barocke Residenzstadt Weilburg besuchen. Weitere Informationen bei Michael Welsch, mobil: 0172 6600334. sig/Foto: Gerdau
Nun ist es endlich soweit. Die Flora Herbornensis plant eine Pflanzentauschbörse am Samstag den 29.4.23 von 15:00 bis 17:00 Uhr am Wildkräuterbeet an der Dill / Johann-Daniel-Leers-Weg.
Einfache Schlüsselblume. Foto: Gerdau
Wer keine Pflanzen oder Samen zum Mitbringen hat, der kann sich gerne mit einem Kuchen beteiligen. Dann aber bitte jemand Bescheid sagen und der Kuchen müsste so sein, dass man ihn auf einer Serviette aus der Hand essen kann.
Den Kaffee bringt der Vorstand mit.
Diejenigen, die nichts zum Tauschen haben dürfen gerne Pflanzen oder Samen mitnehmen und einen Kaffee trinken, dafür bitten wir um eine kleine Spende für unsere Vereinskasse.
Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung leider nicht statt.
Mit der Verpflichtung von Deutschlands angesagtestem Kriminalroman-Autor Arno Strobel in der Herborner Kulturscheune, hat die Inhaberin der Herborner Buchhandlung Baumann Simone Polzer genau ins Schwarze getroffen. Der gebürtige Saarländer gastierte am Freitagabend vor ausverkauftem Haus mit einer Krimi-Lesung über sein Werk „Mörderfinder-Mit den Augen des Opfers“.
Sicher waren zahlreiche Krimi-Leserinnen und Leser unter den Besuchern. Aber auch absolute Neulinge in diesem Genre genossen eine „Lese-Show“, die weit über vergleichbaren Veranstaltungen hinausging. Die eigentliche Lesung nahm in dem dreistündigen Programm denn auch nur einen kleinen Teil von zirka 20 Minuten ein. Den Rest des 352-seitigen Werks können man in seinem Buch nachlesen, empfahl der Bestseller-Autor.
Die Handlung seines Romans spielt in dem real existierenden, 1220 Seelen-Mosel-Dörfchen Klotten bei Pommern. Auch die Hauptprotagonisten stammen aus diesem Ort. Warum Klotten und warum die beiden Einwohner? Die Antwort war simpel. Strobel hatte in einer seiner Benefizveranstaltungen damit geworben, dass der mit der höchsten Bieter-Summe bestimmen dürfe, wo das nächste Werk spielt und wer der Ermittler sein soll. Das Gewinner-Ehepaar präferierte dann ihren Wohnort Klotten und wollte, dass Max Bischoff weiter agiert. Darüber hinaus bestanden sie darauf, dass Strobel sie als Hauptprotagonisten in dem Werk darstellt.
Der Buchverlauf von „Mörderfinder-Mit den Augen des Opfers“: Max Bischoff, begnadeter Fallanalytiker, ermittelt in seinem dritten Fall. –Womit er nicht gerechnet hatte-die Leiterin des KK 11 in Düsseldorf, Polizeirätin Eslem Keskin, seine frühere Vorgesetzte, bittet Max um Hilfe. Er soll in dem kleinen Weinort Klotten an der Mosel inoffiziell in einem nie gelösten Vermisstenfall ermitteln. Keskin stieß in ihrem privaten Umfeld auf neue Hinweise zu dem über zwanzig Jahre alten Fall und hofft, dass es Max gelingt, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Doch kaum vor Ort ereignet sich ein Mord. Max ist bald an etwas dran, aber ignoriert alle Warnungen.
Arno Strobel, der 60-jährige Sympathieträger, Typ: Eloquenter Manager oder Entertainer, erzählte, dass er erst mit 40 Jahren zum Schreiben gekommen sei. Nach dem Abitur leistete er seinen Wehrdienst in der Fallschirmjägerbrigade 26 seiner Heimatstadt Saarlouis ab, studierte anschließend Versorgungs- und IT-Technik und landete schließlich bei einer Luxemburger Bank im IT-Bereich. Schon damals merkte er, dass Schreiben seine eigentliche Berufung sei. Anfängliche Misserfolge bei der Suche nach einem Verlag für seine Werke überwand er und gründete einen eigenen Verlag. Mit seinem Erstlingswerk Magus – Die Bruderschaft“ kam Anfangs, sehr holperig, dann aber sprunghaft der Durchbruch. Mittlerweile sind es rund 20 Werke in Millionenauflage. Heute wohnt er mit seiner Familie in Tawern (Kreis Trier-Saarburg). Strobel ist jetzt einer der ganz großen im Krimi-Geschäft und eine Verfilmung eines seiner Werke stehe unmittelbar bevor, deutete er einer Fragerin an.
Mit seiner sehr offenen, authentischen Art gewann er durch viele Offenlegungen rund um seine Person in kürzester Zeit die Sympathien des Publikums. Wie denn seine Romane und durch welche Ideen entstünden, wollte eine Anwesende wissen. Seine Antwort könnte einem Lehrstück für angehende Schriftsteller entnommen worden sein. Er beobachtet Situationen, Menschen und alles was um ihn herum geschieht. Der Auslöser für einen Roman könnte oft banaler nicht sein. Sobald Arno Strobel „Blut“ geleckt hat, entstehen Anfang und Ende eines neuen Werks. Der große Rest entwickelt sich oft ohne, dass er sich beim Schreiben darüber bewusst sei. Nicht selten käme es vor, dass er am Morgen, nach einer späten Schreibsitzung, beim Nachlesen erstaunt sei, wie sich die Dinge entwickelt hätten. Seine Protagonisten in dritter und vierter Reihe gestalten dabei schon mal ein Eigenleben in die falsche Richtung und so passiere es schon einmal, dass er ihnen vorzeitig ein Ende bereiten müsse. „Es sind ja schließlich meine und damit kann ich das machen“, sagte Strobel wie zur Entschuldigung. Es sei ihm nur möglich über die Distanz von 3-400 Buchseiten die Spannung hochzuhalten. Dann müsse das vorher festgelegte Ende kommen. Sein von ihm sehr verehrter Horrorroman-Autor Steven King sei ihm weit voraus. Dessen millionenfach verlegten Romane umfassten nicht selten weit über 1000 Seiten. Die Herborner goutierten die zahlreichen Bonmots Strobels unermüdlich mit wahren Beifallsorgien. Als Zugabe trug der noch ein paar seiner etwas skurrilen Kurzgeschichten vor und erntete dafür ganze Lachsalven.
Fazit: Wer Arno Strobel noch nicht kannte, ist spätestens nach dieser wahnsinnig unterhaltsamen Lesung ein Fan und wird sich sicher auch als Nicht-Krimi-Leser eines oder mehrere seiner Werke zu Gemüte führen. Genauso wie die Krimi-Lesung „Mörderfinder“ am vergangenen Freitag in der Herborner KuSch müssen Buchlesungen sein. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Fotos: Gerdau
Es war Tag Eins nach der dreimonatigen Totalquarantäne. Der Tag, an dem man das erste Mal wieder das Haus verlassen durfte, ohne sofort erschossen zu werden. Karl-Friedhelm hatte das Datum im Kalender eingetragen, als es verkündet wurde. Dann hatte er mit einem Edding einen ungelenken Kreis darum gemalt und fortan jeden neuen Tag auf dem Kalender abgestrichen bis zu diesem ganz besonderen Datum, an dem das Covid 19 Virus allen Berechnungen zufolge, abgestorben sein sollte-an dem Tag, an dem das Leben in Freiheit wieder beginnen konnte.
Frische Luft, Sonne, ein Plausch mit dem Nachbarn, all das würde jetzt endlich wieder möglich sein. Das Leben würde wieder beginnen. Mit einer Bewegung, die er wegen des feierlichen Momentes langsam ausführte, entfernte Karl-Friedhelm das letzte der dicken Holz-Bretter, die er 12 Wochen lang quer über der Haustür angebracht hatte und mit den Enden in die Mauer gedübelt hatte. Jetzt stand er da und starrte die Tür an. Sie schien ihm plötzlich nackt und verletzlich, ohne ihr schützendes Gewand aus Brettern. Nacht für Nacht hatte er in den vergangenen Monaten so dagestanden, den Baseball-Schläger in der Hand, den Blick mit wummerndem Herzen auf die Bretter vor den Fenstern und der der Tür gerichtet, während von draußen diese fürchterlichen Geräusche an seine Ohren drangen.
Tiere vielleicht, die auf der verzweifelten Suche nach Nahrung alles daran setzten in die Häuser einzudringen. Oder Infizierte, denen in ihre Gier nach Mehl und Klopapier die letzte Menschlichkeit geraubt hatte. Die mit raubtierhaftem Instinkt die Witterung zur Toilette in seinem Haus aufgenommen hatten.
Es war überstanden. „Na los“, zischte Krimhild hinter ihm und umklammerte seinen Unterarm dabei mit beiden Händen so fest, dass er fast aufgeschrien hätte. „Nun mach sie schon auf.“ Er brauchte zwei Anläufe bis sich das Türblatt mit einem schmatzenden Geräusch vom Rahmen löste und sich aufziehen ließ. Geblendet schlossen beide die Lider, als die Sonnenstrahlen auf ihre kalkweißen Gesichter trafen. Instinktiv hielt sie ihre Unterarme vor die schmerzenden Augen. Blinzelnd warfen sie dann, noch immer im Flur ihres Hauses stehend, einen ersten Blick nach draußen. Freiheit! Endlich! Als Karl- Friedhelm sich zu Krimhild umdrehte, umspielte ein grimmiges Lächeln die tief nach unten hängenden Mundwinkeln. Schon im nächsten Moment schubste sie ihn grob beiseite und rief: „Weg da ich zuerst.“ Mit einer schnellen Bewegung war sie an ihm vorbei und aus der Tür hinaus. Sie machte einen ersten Schritt in die Freiheit, einen zweiten…. und dann fiel ein Schuss.
Krimhild erstarrte in der Bewegung und fiel nach vorne, als sei sie wie ein Baum gefällt worden. Karl-Friedrich wusste nicht wie die Zeit verging, in der er noch immer im Flur seines Hauses stehend auf den leblosen Körper seiner Frau starrte. Als ein Mann im Kampfanzug sich aus dem Busch von gegenüber löste. Das Gewehr hielt er schräg mit beiden Händen vor sich. Neben Krimhilds Leiche blieb er stehen und warf einen kurzen Blick auf die Tote bevor er Karl-Friedhelm mit strengem Blick ansah. „Sie haben die Quarantäne missachtet“, sagte er streng. Sie ist erst Morgen vorbei.
Karl-Friedhelms Blick wanderte von dem Polizisten zu seiner toten Frau und wieder zurück. Dann wandte er sich um und schloss die Haustüre hinter sich. „Ich weiß“, sagte er leise, und begann die Bretter wieder anzubringen. Dann pfiff er ein fröhliches Lied. Morgen begann die Freiheit!
Der Krimi Bestseller-Autor Arno Strobel hat mir die Veröffentlichung dieser von ihm verfassten, amüsanten Kurzgeschichte erlaubt. Herzlichen Dank dafür.
Gerade einmal acht Jahre war Gregor Maaß alt, als er Masern bekam. Die Symptome waren dermaßen schlimm, so dass Mutter Daniela den Rettungswagen rief. Die beiden Sanitäter holten ihn ab, weigerten sich aber sich nach hinten zu Gregor zu setzen. Sie befürchteten sich anzustecken. Als sie in Siegen ankamen lag der Junge im Koma. Es begann eine dramatische Odyssee um das Leben des armen Kerls. Als Gregor ein halbes Jahr später erwachte, hatte er irreparable Schäden, sowohl geistig als auch körperlich. Er konnte nicht mehr sprechen und gehen. Von der langen Liegezeit waren Spitzfüße zurückgeblieben und die Hände meist ineinander verkrampft. Er muss seitdem gefüttert, gewindelt und rund um die Uhr von Mutter und Vater betreut werden. Heute ist Gregor äußerlich ein Mann von 23 Jahren, aber mit all seinen Einschränkungen auf dem Stand eines einjährigen Kindes.
Seine Eltern Daniela und Jochen haben noch zwei Kinder und durch mehr als zehn Operationen und Klinikaufenthalten von Gregor, unter anderem in Bayern, ist die Familie nicht auf Rosen gebettet. Ein in die Jahre gekommener Van musste zum Transportfahrzeug umgebaut werden. Das ist aber nur der kleinste Teil von den vielen Belastungen die die Familie zu tragen hat.
Gregor, der nur stark eingeschränkt im Rollstuhl an dem Familienleben teilnehmen kann, hat wohl den Wunsch einmal ans Meer zu fahren. Seine Mutter, die ständig um ihn ist, glaubt zumindest das erfahren zu haben. Mit seiner kargen Rente will Vater Jochen im das ermöglichen. Der Rollstuhl ist für dieses Vorhaben jedoch völlig ungeeignet. Die Räder würden sofort im Sand steckenbleiben. Von Bekannten hörten sie, dass es einen Hersteller von strandgeeigneten Transportgefährten gibt. Der Fabrikant Vincent Hendriks hatte aus der Not für einen Familienangehörigen genau so etwas konstruiert und ist damit mittlerweile in Serie gegangen. Er war schon bei der Familie im Haus und hat das Teil vorgestellt. Die Zwillingsräder verhindern sehr gut ein Einsinken in den Sand. Es wäre alles perfekt und Gregor könnte zum ersten Mal in seinem traurigen Leben die See hautnah erleben. Die Kosten für den Strandbuggy in Höhe von über 5000 Euro sind jedoch für die Familie Maaß nicht zu stemmen. So wird die schöne Illusion für Gregor wohl eine solche bleiben. Foto: Gerdau
Gestern bekam ich einen Anruf mit einem Angebot, dass mir fast die Tränen in die Augen trieb. Ein Mann stellt für die Familie Maaß sein Ferienhaus an der Nordsee mit barrierefreiem Zugang zum Meer, für einen Ferienaufenthalt kostenfrei zur Verfügung. Es gibt also noch Menschen, die außer warmen Worten und sinnfreien Ratschlägen Bedürftigen helfen wollen und auch tun.
Heute am Sonntag 16.04.2023
Vielen Dank Matthias Reuter, Chef des Haiger-Langenaubacher Taxi-Unternehmen Reuter. Matthias rief mich heute an, weil er den Artikel über Gregor Maaß gelesen hatte. Seine Frage: „Wie kommt die Familie denn an die See? Wenn es da Probleme gibt, werden sie von mir mit einem speziell ausgebautem Fahrzeug dahin und wieder zurückgebracht.“ Natürlich kostenfrei, fügte er hinzu. Nochmal herzlichen Dank im Namen der Familie Maas.
500.000 Euro Einsparpotenzial, pfiffige Ideen und drei Gewinner
Die Energiekrise setzt die Industrie unter Druck – aber auch Potenziale frei. Das zeigt der Ideenwettbewerb der Friedhelm Loh Group. Unternehmensübergreifend rief die international agierende Gruppe ihre Mitarbeiter dazu auf, den Erfindergeist anzuzapfen und ihre Einfälle zum Energiesparen einzubringen. Das Ergebnis: 500.000 Euro Einsparpotenzial pro Jahr, jede Menge pfiffige Ideen und drei glückliche Gewinner.
Wie kann man jetzt mehr Energie sparen, wie auf hohe Energiepreise reagieren, wie langfristig eine sichere, wirtschaftliche Energieversorgung schaffen? Die Zukunft stellt Fragen, die dringend gute Ideen brauchen. Deshalb hat die Friedhelm Loh Group ihre Mitarbeiter unternehmensübergreifend zum großen Gruppendenken eingeladen. Die Sonderaktion suchte nach den besten Ideen zum Energiesparen.
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen ihren Arbeitsplatz, die Prozesse, Gegebenheiten und das Verbesserungspotenzial am besten“, sagt Philipp Grahn, Projektleiter der Sonderaktion. „Ziel war es, unsere Expertisen, Kreativität und Ideenreichtum mit Blick auf dieses absolute Zukunftsthema zu bündeln.“ Das Ergebnis: Fast 1.000 eingereichte Ideen und damit ein identifiziertes Einsparpotenzial von ca. 500.000 Euro – pro Jahr. Und: Bei der (bereits geplanten) Umsetzung im globalen Verbund könne sich die Einsparung deutlich erhöhen, so Grahn.
Über zwanzig Prozent der eingereichten Konzepte beschäftigen sich mit der Beleuchtung, jeweils zehn Prozent zielten auf das Thema Heizung sowie Stand-by-Betrieb – beispielsweise von Maschinen und PCs – ab, außerdem rückten Maßnahmen zur Gebäudesanierung, Warmwassererzeugung oder etwa Rückgewinnung der Abwärme in den Fokus der Ideengeber.
Die Ideengeber
Die Gesichter hinter den Konzepten sind Mitarbeiter wie Andreas Kirsch, 56, oder Nadine Heinrich, 34, (beide Rittal), die von ihrem Vorgesetzten als „Bessermacher und Tüftler“ beschrieben werden. Die gemeinsame Idee: die Membranpumpen der Lackieranlagen mit einem Frequenzumrichter ausstatten. So wird die Effizienz der Motoren erhöht und jede Menge Energie und Kosten gespart – pro Jahr ein fünfstelliger Betrag. Damit tüftelten sich der Instandhalter und die Fertigungsassistentin auf den ersten Platz und erhielten während der Preisverleihung im Rittal Innovation Center in Haiger von Prof. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group, einen Scheck über 7.500 Euro.
Auch für Gabriele Schmidt, Tim Valentin (beide Rittal) und Nico Dang Xuan (Eplan) zahlte sich das Lösungsdenken aus. Mit Ideen von Beleuchtungsoptimierung über automatisiertes Ausschalten von Anlagenteilen, bis hin zu Einsatz von Regulatoren bei den Wasserhähnen, verdienten auch sie sich eine Prämie von 5.000 Euro bzw. 2.500 Euro. Alle anderen Teilnehmer erhielten Gutscheine oder eine Sachprämie.
Sie hatten die zündenden Ideen und bekamen von Prof. Friedhelm Loh (Mitte) die Preisgelder überreicht: (v.l). Rene Hantke, Andreas Kirsch, der zugeschaltete Nico Dang Xuang und Gabriele Schmidt. Im Bild fehlt aufgrund von Krankheit: Nadine Heinrich.
Eine veränderte Welt bedeutet Chancen:
Die Energiewende ist eine Chance. Darauf wies Prof. Loh während der Preisverleihung hin: „Selten zuvor gab es so viele Möglichkeiten für Innovation, Ideenreichtum, für Optimierung und für Wertschöpfung. Ich danke Ihnen, dass sie zum Potenzialdenker geworden sind“, richtete er sich an die Gewinner. Denn: „Die Fragen, die uns umtreiben, können wir nur gemeinsam lösen. Neue Ideen entwickeln – das lohnt sich für uns alle.“ Ideen, so Prof. Loh, seien es, die Innovationen vorantreiben und nannte die Entwicklung der weltweit effizientesten Kühlgeräte mit durchschnittlich 75 Prozent Energieeinsparung als Beispiel. Sie helfen bei der Reduzierung des CO2 Footprints von Maschinen und Anlagen.
Verantwortung für Umwelt und Umfeld
„Wir sind uns bewusst über die Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und dem Umfeld, in dem wir leben.“ An diesem weltweit geltenden Unternehmensgrundsatz richte man sich aus und stehe klar zu seiner Verantwortung, so Prof. Loh. So unterstütze die Friedhelm Loh Group ihre Kunden bei der Erreichung ihrer Klimaziele – mit technologischen Innovationen zur Reduktion von CO2-Emissionen oder mit smarten Lösungen zum Energiemonitoring. Außerdem unterstützen die Unternehmen Stahlo als Green-Steel- und LKH als Werkstoffexperte für recycelte Kunststoffe ihre Kunden bereits in ihrer Wertschöpfungskette bei der CO2-Reduktion.
Beitrag für ein grünes Morgen
Beim Energiesparen gehe es nicht nur darum, unabhängiger von Preisschwankungen und geopolitischen Faktoren zu werden, sondern auch um den Beitrag für ein grünes Morgen, so Jörg Kühn, Leiter Sicherheit, Energie, Umwelt und Bauten in der FLG, der während der Veranstaltung einen Überblick über weitere, aktuelle Energiemaßnahmen gab. Bereits 40 Prozent seiner CO2-Emissionen habe die Friedhelm Loh Group seit 2019 reduziert – etwa mit Photovoltaik-Anlagen oder die Versorgung aller Standorte deutschlandweit mit Ökostrom.
Und: Auch mit dem sozialen Engagement der Rittal Foundation leiste man seit vielen Jahren einen Beitrag für „die Bewahrung unserer Umwelt, für die Zukunft unserer Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten sowie der sozialen Gemeinschaft, in der wir leben“, schloss Prof. Loh.
Sie hatten die zündenden Ideen und bekamen von Prof. Friedhelm Loh (Mitte) die Preisgelder überreicht: (v.l). Rene Hantke, Andreas Kirsch, der zugeschaltete Nico Dang Xuang und Gabriele Schmidt. Im Bild fehlt aufgrund von Krankheit: Nadine Heinrich. Quelle und Foto: Friedhelm Loh Group
Während der steuerzahlende Anteil der Bevölkerung Deutschlands unter der Last der Abgaben stöhnt, die Lebensmittel- und Energiepreise durch die Decke schießen und bezahlbare Wohnungen für Otto-Normalverbraucher ein Glücksfall sind, werfen die Vertreter des Volkes in Berlin mit Steuergeldern nur so um sich.
So sei unter anderen der teure Erweiterungsbau des Kanzleramts „Entbehrlich“, sagte Finanzminister Christian Lindner. Die Erweiterung des Kanzleramts ist nur eines von vielen Bauprojekten, die der Bund in Berlin und in Bonn plant.
Die zusätzlichen Mitarbeiter, die von der Regierung in ihren Ministerien und Ämtern eingestellt wurden, brauchen Platz. 25.000 Mitarbeiter arbeiteten bereits für sie. Im ersten Regierungsjahr der Ampelkoalition kamen noch einmal 700 dazu.
Also werden immer mehr Büros gebraucht. Selbst wenn der Bauplatz knapp ist, entstehen in Berlin neue Komplexe für den Regierungsapparat. Die Liste der Bauprojekte ist lang und kostspielig. Mindestens 2,1 Milliarden Euro sind derzeit verplant. Hinzu kommen weitere geplante Großbauten, deren Kosten noch nicht offen kommuniziert werden, schreibt t-online in einem heute erschienenen Artikel.
Der bereits jetzt schon üppige Amtssitz von Kanzler Olaf Scholz soll weiterwachsen und dies ungeachtet der massiven Kritik. Auf der gegenüberliegenden Spreeseite sind 400 Büros, eine Kantine, eine Kita, neun Wintergärten, eine 250 Quadratmeter große neue Wohnung für den Kanzler sowie ein Hubschrauberlandeplatz in 23 Metern Höhe geplant. Eine zusätzliche Fußgängerbrücke stellt dann die Verbindung zum Dienstsitz her. Kostenpunkt: Rund 800 Millionen Euro.
Der Dienstsitz des Bundespräsidenten Schloss Bellevue wird ebenfalls grundlegend saniert. Das gilt auch für das nahegelegene Verwaltungsgebäude. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, will die Kosten für den Ausweichbau, in dem der Präsident und seine Mitarbeiter während der Renovierung unterkommen, sowie die Gesamtkosten für das ganze Projekt demnächst veröffentlichen.
Das Umweltministerium möchte sich für schlappe 240 Millionen erweitern und das Finanzministerium schließt sich mit einem Erweiterungsbau für gerade einmal 600 bis 800 Millionen Euro in der Berliner Wilhelmsstraße an.
In direkter Nähe zu Lindners geplantem Neubau soll laut Ausschreibung für die Architekten bis 2030 ein weiteres Ministerialgebäude mit rund 26.000 Quadratmetern Nutzfläche für rund 200 Millionen Euro Steuergeld entstehen. Wer dort allerdings einziehen soll, wissen die Verantwortlichen bisher noch nicht.
Das Gebäude des Bundesarbeitsministeriums in der Berliner Taubenstraße wird derzeit für 98 Millionen saniert und Bundesbauministerin Klara Geywitz lässt ihren Amtssitz grundlegend energetisch auf den aktuellsten Stand bringen.
Die Menschen im Land sollen und müssen vor allem sparen. Die Inflation galoppiert und die Masse der Erwerbstätigen weiß manchmal nicht wie sie über die monatlichen Runden kommt. Das alles ficht die Regierenden wenig an. Kritik aus den Reihen der Plebejer ist nicht erwünscht und wird nachhaltig ignoriert.
Frei nach dem Motto: „Wenn es den Herrschenden gut geht, können sie von ihren Untergebenen auch etwas verlangen“. Der Fortschritt ist zum Greifen nahe, aber er muss auch angemessen verwaltet werden. Also: „Lernt leiden ohne zu klagen.“ Frohe Ostern.
„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte…“, textete Eduard Mörike 1829. Wenn es auch für die diesjährigen Ostertage nicht so aussieht, der Heißersehnte ist unterwegs.
„Süße wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land. Veilchen träumen schon, wollen balde kommen. Horch, von fern ein leiser Harfenton. Frühling ja du bist’s! Dich hab ich vernommen„, so geht der wunderschöne Text weiter.
Das Wunder der Erweckung und Auferstehung feiern Christen auf aller Welt nicht zufällig genau in dieser Zeit. Die Religion hat sich der wiederbelebten Natur mit dem Osterfest angepasst und durch die Auferstehung Jesu ein Zeichen der Hoffnung für die Gläubigen gesetzt.
Wir wünschen uns „Frohe Ostern“ und dabei strahlen die meisten unserer Gesichter eine starke innere Zuversicht aus. Jesus, der von seinen Gegnern und Feinden nur wegen seinen offenherzigen Verkündigungen mit dem Tod am Kreuz bestraft wurde, ist auferstanden.
Er war den damals Regierenden suspekt, würde man heute sagen. Sein Glauben, seine Haltung und seine friedliebenden Botschaften passten nicht in die Zeit. Wie immer in der Menschheitsgeschichte reagierten die Mächtigen mit Drohungen, Ausgrenzungen und schließlich mit dem Tod.
Jesus war offensichtlich ein Menschenfreund, der das Wohl aller Menschen im Auge hatte. Aber auch zu seiner Zeit gab es die Bessergestellten, die „Guten“ und die sogenannten Plebejer, die Angehörigen des gewöhnlichen Volkes. Die hatten zu spuren, wurden geknechtet und nicht selten verachtet.
Jesus machte keine Unterschiede. Für ihn waren alle Menschen gleich und genau dies hat ihn letzten Endes das Leben gekostet.
Die Plebs, also die, für die er sich am meisten einsetzte, konnten nicht ertragen, dass ihr Erlöser ihnen auf solch grauenhafte Weise genommen wurde. Mit der Auferstehung, seiner mystischen, körperlosen Wiedergeburt, konnten die Menschen wieder Hoffnung schöpfen.
Die Natur, die in jedem Jahr einmal stirbt, um danach zu neuem Leben zu erwachen, verschafft denen, die es sehen wollen, ebenfalls Hoffnung. Hoffnung auf die Vernunft der Mächtigen, den Weltfrieden und die eigene Gesundheit. So unrealistisch das ist, die Hoffnung stirbt zuletzt. sig/Fotos Gerdau
Herborn ist nicht nur ein geschichtliches und architektonisches Kleinod, die Altstadt lädt geradezu zum Einkaufen und Bummeln ein. Cafés und andere Gastlichkeiten verwöhnen die Besucher von Innenstadt und Peripherie.
Die Auswahl an Gaststätten und Restaurants aller Couleur ist ebenfalls ausreichend. Wer jedoch das besondere Geschmackserlebnis sucht wird in der Turmstraße 2 fündig.
Das „Hotel zum Löwen“ im Herzen der Herborner Altstadt gelegen mit seinem Restaurant „1577“ ist ein Garant für die gepflegte Gastlichkeit in einem gemütlichen Ambiente.
Der Inhaber und Küchenchef Achim Betz ist weit über die Grenzen des heimischen Raums für seine hohe Kochkunst bekannt. Die Gaumenfreuden, die seine hochmoderne Küche verlassen, werden jedem Anspruch gerecht.
Es muss nicht immer Fleisch sein. Auf besonderen Wunsch: Gnocchi mit Pilzen nach Art des Hauses-ein Gericht nicht nur für Vegetarier.
Neben dem Hotelbereich mit hochmodernen, einladenden Zimmern, gibt es auch noch einen romantischen Gewölbekeller, in dem man es sich wohl sein lassen kann. Zur eigenen Terminsicherheit und besserer Planbarkeit für das Hotel-Restaurant-Team, bittet der Chef de Cuisine um rechtzeitige Reservierung.