Optik Gockel wird 50

Von Siegfried Gerdau

Als der junge Optikermeister Rüdiger Gockel im Januar 1972 die Optikabteilung von Uhren-Schmuck-Optik Moritz am Herborner Marktplatz übernahm, ahnte er noch nicht, dass er 2022 das 50-jährige Firmenjubiläum nur hundert Meter weiter feiern würde.

Optikmeisterin Sabine Schnorr mit Vater Rüdiger Gockel. Foto: privat

„Meine einzige Angestellte war meine damalige Verlobte und heutige Ehefrau Marlene“, erinnert sich der 76-Jährige. Er mietete den halben Laden dort, wo heute das Taschengeschäft Bagtown Herborn ist. Sein Entschluss war goldrichtig und das Geschäft mit den hochwertigen Brillen florierte so gut, dass er schon drei Jahre später in das Haus Marktplatz 3 umzog. Eine Familie Bender hatte dort ein Geschäft betrieben. Mit viel Energie, Zeit und Geld wurde der einstige Haushaltswarenladen zu dem modernen Optikunternehmen Optik Gockel umgebaut. Die gesamte Firmengeschichte kann man in einem sauber geordneten Fotoalbum nahezu lückenlos nachlesen. Benders entsorgten drei Generationen lang so gut wie nichts, erinnert sich Rüdiger Gockel. Diese Entrümpelung mussten nun Marlene und er übernehmen und das sei neben dem umfangreichen Um-und Ausbau eine Mammutaufgabe gewesen. Die Kundenparkplätze waren damals noch vor dem Haus. Der komplette Auto- und LKW-Verkehr ging durch die Hauptstraße. Optik Gockel entwickelte sich immer mehr zu einem stadtbekannten Spezialisten für schicke Brillen mit alldem, was dazu gehört. Tochter Sabine Schnorr (45) stieg in das Geschäft ein und leitete die familieneigene Zweigstelle Brillenecke gegenüber Café Zarnitz. Am 1.Januar 2014, Vater Rüdiger hatte mittlerweile das 69. Lebensjahr erreicht, übernahm die Mutter zweier Kinder von ihm das Stammhaus Optik Gockel am Marktplatz 3 mit inzwischen fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der hohe Qualitätsanspruch des Unternehmens wird durch die hauseigene Werkstatt noch einmal unterstrichen. Hier werden spezielle Brillen-Wünsche und Reparaturen, sehr schnell realisiert. „So können Kunden praktisch über Nacht neue Gläser bekommen“, sagt Optikmeisterin Sabine Schnorr. Eine amtlich zugelassene Sehteststelle für Fahrschüler gehört ebenfalls zum Service des Unternehmens. Zum Jubiläum findet noch bis zum 5. März 2022 bei Optik Gockel ein Jubiläumsverkauf statt. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr. Am Samstag von 9 bis 13 Uhr. Kontakt und weitere Infos telefonisch: 02772 3303, Mail: info@gockel-optik.de, Web: www.gockel-optik.de.   

„Herborn steht zusammen“ und „Herborn steht auf“ schaut zu.  

Von Siegfried Gerdau

Die „Fronten“ waren am Montag-Spätnachmittag klar gezogen. Während die nicht angemeldeten Impfzweifler lediglich anwesend waren, „bewachten“ die angemeldeten Pro-Impfung-Aktiven das Herborner Rathaus, „um unsere Demokratie symbolisch zu schützen.“

Während „Herborn steht zusammen“ das Rathaus umstellte, durfte „Herborn steht auf“ lediglich zuschauen.

Unter dem Motto „Wir stellen uns um das Rathaus“ begaben sich die Teilnehmer der Initiative Herborner Bürger und Organisationen „Herborn steht zusammen“ gegen die Corona- Proteste von „Herborn steht auf“, zum Verwaltungsgebäude. So zumindest war es auch vorab einem Flyer zu entnehmen, der seit Tagen in den sozialen Medien kursiert. Klar war auch, dass zumindest bei diesen Veranstaltungen eine gütliche Annäherung beider Seiten ausgeschlossen war. Die „Zusammensteher“ (Herborn steht auf) wollten ein Zeichen setzen und obwohl sie zum Mitmachen („sei dabei“) aufgefordert hatten, schlossen sie „Spaziergänger & Querfühler“ (O-Ton-Flyer) und damit die „Aufsteher“, („Herborn steht auf“), kategorisch aus. 

Auf Plakaten machten Impfbefürworter ihren Standpunkt deutlich.

Die Impfzweifler hingegen wollten am Montag ebenfalls ihre grundsätzlich verbrieften Versammlungs-Rechte in Anspruch nehmen, aber die Stadt verweigerte ihnen dies im Interesse der öffentlichen Ordnung. So durften rund 200, oft in gelben Westen gekleidete Frauen und Männer, lediglich zuschauen.

Entlang der Rathausmauer nahmen rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Herborn steht zusammen“ Aufstellung und machten mit Plakaten und Banner deutlich, was sie von der Impfverweigerung halten. Die Beamten der Herborner Polizeistation sowie einige Bereitschaftspolizisten schauten sich das Treiben auf dem Marktplatz und in der Bahnhofstraße an. Eingreifen mussten sie so gut wie nicht. Lediglich als ein Redner der nicht angemeldeten Fraktion das Wort ergreifen wollte, wurde er entsprechend von den Beamten belehrt.

Der Einsatz von Bannern durch die „Beobachter“ wurde von der anderen Seite sehr kritisch gesehen.

Der Maskenpflicht kamen alle nach, nur mit den Abständen haperte es auf beiden Seiten. Der Lärm hielt sich in Grenzen und auch sonst benahmen sich Demonstranten und deren Beobachter, wie in Herborn gewohnt sehr zivilisiert. Fotos: Gerdau

Merkels Erbe ist sprachlos

Broder hat es mit seinem messerscharfen Verstand wieder auf den Punkt gebracht. Auch ich frage mich: Was wir denn jetzt mit einer Regierung machen, in der der Schwanz immer stärker mit dem Hund wackelt.

Die zweite Garnitur in Berlin verordnet, verbietet und schaut zu, wie die „Menschen da unten im Land“ immer unzufriedener werden. Der Kanzler, den seine Partei schon als Parteivorsitzenden nicht haben wollte, schaut weg oder gar nicht erst hin. Die Leistungsträger in der Gesellschaft hoffen auf Merz und hoffentlich überfordern den die Erwartungen von Millionen Menschen nicht. Friedrich Merz ist kein Kanzler und vermutlich wird er es auch (leider) nicht werden.

Wer bringt das einstmals so seetüchtige Schiff Deutschland wieder auf Kurs? Die Navigation ist defekt und es fehlen die Fachleute, die sie repariert. Auch sind die Treibstofftanks leer und was noch da ist, genügt den Anforderungen nicht mehr. Die Leuchttürme stellen bald den Betrieb ein, weil der Strom für ihren Einsatz kaum noch zu bezahlen ist. Nur bei schönem Wetter und wenn der Wind bläst, leuchten die Lampen. Was aber wenn die Sonne untergeht und auch der Wind einschläft? Wir könnten auf Gas umschalten, aber da ist es wie mit dem ganzen Schiff. Die Tanks sind leer und der Gasmann ist so verärgert, dass er lieber die freundlichen Kunden bedient.

Schimpfen und mit Konsequenzen drohen? David und Goliath sind schon lange tot und Zwerg bleibt Zwerg, auch wenn er noch so viel zetert. sig

Corona-News in Hessen

2G-Regel für Hessen wird gekippt

Große Erleichterung für den Einzelhandel. Schon ab der kommenden Woche (7. Februar 2022) soll die 2-G-Regel für Kunden von Einzelhandelsgeschäften aufgehoben werden. Es müsse jedoch auch weiterhin vorsichtig mit der Corona-Pandemie umgegangen werden, sagte der hessische Ministerpräsident Bouffier. Sie sei noch nicht vorbei und deshalb bleibt die Maskenpflicht mit der FFP2-Maske im Einzel-und im Lebensmittelhandel. Die Entscheidung wurde vom hessischen Handelsverband begrüßt.

Die 2G-Regel bedeutet, dass nur Geimpfte oder Genesene Zutritt haben. Davon ausgenommen waren bisher lediglich die Geschäfte des Grundbedarfs wie zum Beispiel Supermärkte.

Die 4. Impfung kommt

Die Ständige Impfkommission (Stiko) schlägt eine zweite Booster-Impfung für gesundheitlich besonders gefährdete Gruppen vor. Menschen ab 70 Jahren, Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche sowie Beschäftigte in medizinischen Bereichen und Pflegeeinrichtungen sollten sich erneut „boostern“ lassen.

Der Einsatz des sogenannten Corona-„Totimpfstoff“ Novavax wird bei Erwachsenen empfohlen. Zwei Dosen im Abstand von mindestens drei Wochen sollten für eine erweiterte Grundimmunisierung reichen. red/Fotos: Gerdau

Vitos integriert Apotheker/-innen in forensische Psychiatrie

Seit April 2020 beschäftigt Vitos in seinen Kliniken für forensische Psychiatrie zwei Pharmakologinnen (Apothekerinnen), die hessenweit für alle hessischen Maßregelvollzugskliniken tätig sind. Sie tragen dazu bei, die Arzneimittelsicherheit für die Patientinnen und Patienten zu erhöhen. Gleichzeitig unterstützen sie mit ihrem Wissen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte bei der medikamentösen Therapie.

„Arzneimitteltherapiesicherheit ist eine der wichtigsten Qualitätsmerkmale einer guten psychiatrischen Versorgung“, auf diese einfache Formel bringt Vitos Konzerngeschäftsführer Reinhard Belling das Anliegen, das Vitos verfolgt und ergänzt: „Nach knapp zwei Jahren ziehen wir eine durchweg positive Bilanz. Mit der Etablierung von Pharmakologen in den Klinikalltag ist der hessische Maßregelvollzug zukunftsorientiert und hochqualifiziert aufgestellt”.

Die Arbeit der beiden Pharmakologinnen in der forensischen Psychiatrie unterscheidet sich von der Arbeit auf einer regulären psychiatrischen Station. Oft sind die Erkrankungen der Patientinnen und Patienten chronisch und nicht heilbar. Das primäre Behandlungsziel im Maßregelvollzug ist es, sie so zu therapieren, dass ein straffreies Leben zukünftig wahrscheinlich ist. Die Bevölkerung soll vor erneuten Straftaten geschützt und die Patienten dauerhaft stabilisiert werden. „Ohne eine medikamentöse Begleitung ist eine Linderung der Symptome und damit einhergehend auch die Senkung der Gewaltausbrüche jedoch häufig nicht zu bewältigen“, erläutert Walter Schmidbauer, Ärztlicher Direktor der Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie Eltville und Riedstadt. „Mit der Einbindung der Apothekerinnen in den Klinikalltag können wir die Therapie von schweren psychiatrischen Erkrankungen deutlich verbessern. Im optimalen Fall führt das sogar zu kürzeren Verweildauern“.

Mögliche Unverträglichkeiten und Wechselwirkungen schneller erkennen Dr. Gudrun Hefner ist eine der beiden Pharmakologinnen und arbeitet seit Anfang 2017 bei Vitos. Seit April 2020 betreut sie als Apothekerin die Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie Riedstadt, Hadamar und Eltville. Als solche führt sie bei allen Patient/-innen eine gründliche Medikamenten- und Patientenanamnese durch, schätzt mögliche Wechselwirkungen zwischen den eingenommenen Medikamenten oder zwischen Medikamenten und Erkrankungen ein und berücksichtigt genetisch bedingte Unverträglichkeiten bezüglich bestimmter Wirkstoffe. Gleichzeitig berät sie auf dieser Grundlage sowohl die Patient/-innen als auch ihre ärztlichen Kolleg/-innen.

„Eine der vielen Herausforderungen liegt darin, dass viele Patienten nicht mit einer einzigen Erkrankung zu uns kommen, sondern zusätzlich zu ihrer schweren Grunderkrankung noch verschiedene weitere Krankheitsbilder aufweisen. Das können körperliche Erkrankungen wie etwa Bluthochdruck, aber auch eine Alkohol- oder Drogenabhängigkeit sein“, erklärt die Pharmakologin Dr. Hefner.

Dr. Gudrun Hefner im Patientengespräch

Leitliniengerechte Behandlung

Den im öffentlichen Diskurs mitunter geäußerten Vorwürfen, in den forensischen Kliniken würden Medikamente grundsätzlich zu hoch dosiert und Patienten nicht eingebunden, setzt Dr. Hefner entgegen, dass niemand daran ein Interesse habe. Denn für den Krankheitsverlauf und die Resozialisierung ist es elementar, dass die Patient/-innen mit der Arzneimitteleinnahme einverstanden sind.

Eine Zwangsmedikation gibt es in Ausnahmen nur dann, wenn ein Patient für sich selbst oder für Mitarbeitende eine akute Gefahr ist. Dann steht der Schutz an erster Stelle und kann meist nur mithilfe von Medikamenten sichergestellt werden. Dies sind jedoch nur kurzfristige Maßnahmen, die schnellstmöglich wieder zurückgenommen werden. Sie bedürfen einer sehr guten Begründung und werden mehrfach und eingehend von mehreren Stellen geprüft. red/Foto: Vitos.

Was macht Vitos

Die Kernaufgabe von Vitos ist die Diagnostik und Behandlung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen in psychiatrischen, psychosomatischen und forensisch-psychiatrischen Kliniken. Mit 3.700 Betten/Plätzen ist das Unternehmen in Hessen größter Anbieter für die ambulante, teil- und vollstationäre Behandlung psychisch kranker Menschen. In den Fachkliniken für Neurologie und Orthopädie behandelt Vitos 47.200 Patient/-innen ambulant und stationär. Für Menschen mit geistiger bzw. seelischer Behinderung, für die psychiatrische Reha und in der Jugendhilfe bietet Vitos 2.500 Plätze. 10.000 Mitarbeiter/-innen erwirtschaften an 114 Standorten in 75 Orten einen jährlichen Gesamtertrag von 700 Mio. Euro. Sie behandeln insgesamt 43.000 Patient/-innen stationär/teilstationär und 175.000 ambulant. Vitos, das sind in Hessen 19 verbundene Unternehmen, davon 18 gemeinnützig. Sitz der Unternehmenszentrale ist Kassel. Alleingesellschafter ist der Landeswohlfahrtsverband Hessen.

Kontakt: Martina Garg (Konzernkommunikation und Marketing) Vitos gGmbH, Akazienweg 10, 34117 Kassel, martina.garg@vitos.de, www.vitos.de Tel. 05 61 – 50 60 – 07 05, Mobil 0170 – 5 79 77 90

„Caffè sospeso“ – Der Kaffee der Nächstenliebe

Caffè Sospeso kommt aus dem italienischen und heißt auf Deutsch suspendierter oder anhängig Kaffee. Es ist eine im Voraus bezahlte Tasse Kaffee als anonyme Wohltätigkeitsaktion. Der soziale Trend entwickelte sich um die Jahrhundertwende in Arbeitercafés von Neapel und kommt Menschen zugute, die sich nicht mal eben einen Kaffee außer Haus leisten können.

Das könnte ein Caffè Sospeso aus dem Bistro von Anja Reuter sein.

Mittlerweile gibt es auf der ganzen Welt Cafés, die sich daran beteiligen. In Herborn war Anja Reuter, Betreiberin von Anjas Bistro in der Bahnhofstraße am Leonardsturm, von der Idee so begeistert, dass sie sich entschloss, ebenfalls bei Caffè Sospeso mitzumachen.

Wie geht das? Ganz einfach. Gäste die mitmachen wollen, bestellen und trinken einen Kaffee und bezahlen zwei. Anja Reuter schreibt den zweiten Kaffee auf und schenkt ihn an eine oder einen Bedürftigen aus.

Ist das überhaupt notwendig? Ja, ganz sicher!Es gibt viele Menschen unter uns, die sich diese Tasse Kaffee in einem gemütlichen Café wie in Anjas Bistro nicht leisten können. Oftmals sieht man ihnen nicht an, dass es bei ihnen finanziell nicht zum Besten steht und es werden immer mehr.

Caffè Sospeso wird ausgesprochen [kafˈfɛ ssoˈspeːso; -eːzo] ; Italienisch für ‚“suspendierter Kaffee“ oder anhängig Kaffee.

sig/Foto: Gerdau

Deutsche Einheit feiert 150.

Von Siegfried Gerdau

150 Jahre wird der Gesangverein „Deutsche Einheit“ 1872 Fleisbach in diesem Jahr alt. Ein denkwürdiges Ereignis und das wollen die aktiven Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit ihren passiven Vereinsmitgliedern und zahlreichen Freunden feiern. Am 21. Mai 2022, einem Samstag, beginnen die Feierlichkeiten mit einem Jubiläums-Konzert der Mainzer Hofsänger im Fleisbacher Bürgerhaus, berichtet die 1. Vorsitzende Marita Martin. Der Gesangverein wird das Konzert mit Liedvorträgen umrahmen. Ursprünglich war für die gesamte Veranstaltung die Kirche geplant, das habe sich aber zerschlagen. Je nachdem wie sich die Corona-Lage entwickele, habe man auch ein OpenAir-Konzert ins Auge gefasst. Der Sonntag beginnt mit einem Gottesdienst und sich anschließenden Ehrungen und Gratulationen. Am Nachmittag bitten die Egerländer 6 zum Tanz.

Die aktiven Sängerinnen und Sänger im Jubiläumsjahr

Der Gesangverein hat im Jubiläumsjahr 220 Mitglieder. Davon sind 30 Frauen und Männer aktiv. Das sind auch im Kern die Protagonisten, die jährlich den Fleisbacher Karneval Extrem Helau mit Fremdensitzung, Frauensitzung und Kinderkarneval ausrichten.  Leider ist das Karnevalsvergnügen im vergangenen Jahr und auch in dieser Saison der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen, sagt die aktive Karnevalistin mit Bedauern in der Stimme. Auch die Gesangtätigkeit des GV Deutsche Einheit leide sehr unter der Pandemie.

Eine Festschrift, wie zum 100-jährigen Vereins-Geburtstag, wird es nicht geben. Diese hingegen liest sich wie das „who is who“ aus einer Zeit, in der Fleisbach noch seine wirtschaftliche und politische Selbstständigkeit besaß.

Die Gründung des Fleisbacher Gesangvereins am 1. März 1872 auf den Namen Deutsche Einheit hing ursächlich mit dem Ende des Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) und der Wiederbegründung des Deutschen Reiches 1871 zusammen. Die schrecklichen vier Jahre des Weltkriegs I waren eine Zäsur für den Verein und erst mit seinem Ende 1918 und dem Zusammenbruch des Kaiserreiches ging es wieder aufwärts. Die Zeit zwischen den Weltkriegen I und II war trügerisch. Die Vereinstätigkeit lief auf vollen Touren und es ahnte kaum jemand, welch drohende Schatten über Deutschland und der Welt hingen.

Ende der 1950er Jahre hob der GV Deutsche Einheit den Fleisbacher Karneval aus der Taufe. Mittlerweile ist der weit über die regionalen Grenzen bekannt und beliebt. Vielen seiner närrischen Anhänger ist gar nicht so recht bewusst, dass Extrem Helau ein legitimes Kind des Fleisbacher Gesangverein Deutsche Einheit ist.

Der damalige Landrat Rehrmann sagte in seinem Grußwort zum 100-jährigen Geburtstag des Gesangvereins: „In der heutigen Zeit haben es unsere Gesangvereine schwer, sich zu behaupten. Das Vordringen von Rundfunk, Fernsehen und mechanischen Musikübertragungsmitteln macht es notwendig, moderne Formen für die Pflege des Chorgesangs zu finden.“ Die gleichen Sätze haben leicht abgewandelt heute noch ihre Gültigkeit. Foto: privat

Ein langer Weg ist zu Ende gegangen

Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen.

Hab ich dort eine Bleibe gefunden, bin ich für immer bei euch.

(Antoine de Saint-Exupéry)

Gisela Zimmermann

geb. Funke

* 05.07.1928      + 31.01.2022

                 Du warst immer für uns alle da, hast uns unterstützt, unsere Probleme für uns mitgedacht. Auf Dich konnten wir immer zählen.

Wir vermissen Dich sehr!

  • Petra Zimmermann-Reuter
  • Daniel Reuter
  • Siegfried Gerdau
  • Jörg Zimmermann
  • Simone Bartl-Zimmermann
  • Jonas Zimmermann
  • Sina Zimmermann
  • Hannelore Gerlach mit Familie

Wir nehmen im Familienkreis Abschied.

Für alle Beweise der Anteilnahme und des Mitgefühls danken wir ganz herzlich.

Corona-Test jetzt in der Herborner Westerwaldstraße

Ein Corona-Testzentrum hat sich vor drei Wochen in der Herborner Westerwaldstraße 36 F (gegenüber von Natur pur) niedergelassen.

SMAS Geschäftsführerin Heike Weyl verspricht den Antigen-Schnelltest ohne Wartezeit, das Ergebnis-Zertifikat wird direkt ausgehändigt oder per Mail geschickt.

Jörg Oppermann lässt sich von Heike Weyl persönlich testen.

Das Kerngeschäft des Unternehmens sei die antibakterielle Oberflächenbeschichtung von Büromöbeln und daher habe die Geschäftssparte Antigentest gut zum Portfolio ihrer Firma gepasst, sagte Heike Weyl. Die Anmeldung zum Corona-Test verläuft sehr einfach. Ein Anruf genügt, aber es besteht auch die Möglichkeit sich online, mittels Barcodes, einzubuchen.

Der Barcodes (links auf dieser Visitenkarte) macht den Weg für die Anmeldung zum Test frei. sig/Fotos: Gerdau

Die Öffnungszeiten sind täglich von 7.30 bis 18.30 Uhr, Sonntag von 13 bis 16 Uhr. Es bestehe jedoch immer die Möglichkeit sporadisch „anzuklopfen“. Dann müsse man sich jedoch möglicherweise auf eine kurze Wartezeit einstellen, sagt die Geschäftsführerin. Kontakt und Anmeldung, telefonisch: 02772 92 41 520. Web: https://apo-schnelltest.de/testzentrum-herborn.