Was hätte Jesus zu Spaltung und Abgrenzung gesagt.

Jesu Grundprinzip in einem Satz

Menschen sind wertvoll, gerade wenn sie nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen.

Jesu Botschaft und moderne Gesellschaft

Jesu Umgang mit Menschen, die nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprachen, ist einer der radikalsten und modernsten Aspekte seiner Botschaft. Jesus stellt Menschen, die nicht „ins Bild passen“, in die Mitte — nicht an den Rand.  Er bricht soziale, religiöse und moralische Kategorien und ersetzt sie durch Würde, Nähe und Verantwortung füreinander.

1. Würde statt Bewertung

Jesus begegnet Menschen nicht nach ihrer „Kategorie“ — Herkunft, Status, Fehler, Krankheit, Lebensstil — sondern nach ihrer unverlierbaren Würde.

In einer modernen Gesellschaft heißt das: Menschen sind mehr als ihre Rolle, mehr als ihre Fehler, mehr als ihre Zugehörigkeit, mehr als ihre Leistung.

Das widerspricht direkt dem heutigen Trend zu Schubladen, Labels, Canceln, sozialen Medienurteilen.

 Nähe statt Ausgrenzung
Jesus geht aktiv auf Menschen zu, die andere meiden: Aussätzige, Sünder, Fremde, Frauen mit gebrochener Biografie, Kinder, Menschen mit Behinderungen. In der heutigen Welt bedeutet das: Nähe zu Menschen, die „anders“ sind, Kontakt statt Distanz, Gespräch statt Abwertung, Beziehung statt moralischer Überlegenheit.

Das ist hochmodern — und gleichzeitig extrem herausfordernd.

2. Schutz statt Verurteilung

Die berühmte Szene mit der Frau, die gesteinigt werden soll, zeigt Jesu Haltung klar:

Er stellt sich zwischen die verletzliche Person und die Menge.

Moderne Bedeutung: Schutz vor öffentlicher Demütigung, Schutz vor digitaler Hetze, Schutz vor moralischer Gewalt,Schutz vor gesellschaftlicher Überforderung.

Jesus kritisiert nicht die Schwachen — sondern die, die sich in ihrem Streben nach „Gutheit“ stark fühlen, indem sie andere verurteilen.

3. Liebe statt Normdruck

Jesus löst die Frage „Wer ist richtig?“ durch die Frage „Wer braucht dich?“ Das ist ein direkter Gegenentwurf zu: Leistungsdruck, Perfektionskultur, Schönheitsnormen, sozialer Vergleich, aber auch politisch-moralischer Selbstüberhöhung.

Seine Botschaft ist:

Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, ob er Erwartungen erfüllt.

4. Einladung statt Ausschluss

Jesus lädt Menschen ein, die andere ausschließen würden:

Samariter, Fremde, Menschen mit „schlechter Herkunft“, Menschen mit komplizierten Lebensgeschichten.

Moderne Bedeutung:

Integration statt Abgrenzung, Dialog statt Polarisierung, Gemeinschaft statt Identitätskampf, Hoffnung statt Resignation.

Warum ist Jesus Haltung heute so herausfordernd: Weil sie uns zwingt, die Frage zu stellen: „Wen halte ich selbst für ‚nicht passend‘ — und warum?“

Und dann:

„Was würde Jesus tun?“
Seine Antwort ist fast immer dieselbe: Er würde hingehen. Er würde zuhören. Er würde schützen. Er würde aufwerten. Das ist keine naive Romantik — es ist eine radikale Ethik der Menschlichkeit.
Jesu Botschaft für die moderne Gesellschaft in einem Satz:
Die Würde des Menschen ist wichtiger als jede gesellschaftliche Erwartung. sig

Reformen versus Ausgabenpolitik

Meine Meinung

Das Ringen der schwarz/roten Koalition um ein Reformpaket als Befreiungsschlag für den angeschlagenen Haushalt der Bundesrepublik Deutschland ist in vollem Gange. Besonders die weniger Betuchten werden Federn lassen. Das steht jetzt schon fest. Wirklich notwendige Punkte, die in die Sparpläne gehörten, werden hingegen gar nicht erst genannt. Zwei Punkte von vielen ungenannten habe ich mir einmal herausgepickt und sie als Beispiel für Unverfrorenheit und Ignoranz zur Diskussion gestellt.
Es geht um das Bundespräsidialamt sowie die Sanierung von Schloss Bellevue . Für diese Arbeiten stehen Summen im Raum, die Angesichts der massiven Einschränkungsabsichten für das Wählervolk kaum vorstellbar sind. Hier eine oder ein paar Milliarden und da ein paar mehr, summieren sich mit den derzeitigen Riesenschulden so stark, dass unsere Kindes und Kindeskinder kaum mit deren Abzahlungen hinterherkommen werden. sig

Die Renovierung des Bundespräsidialamt bzw. der gesamte Amtssitz des Bundespräsidenten (Schloss Bellevue + Verwaltungsgebäude + Hauptwache + Infrastruktur) wird nach offiziellen Angaben mindestens 601 Millionen Euro kosten. Mit Risikoreserven und Baupreissteigerungen steigt der Gesamtansatz auf bis zu 860 Millionen Euro.

Detaillierte Kostenaufstellung (offizielle Zahlen)

BereichKosten
Sanierung Schloss Bellevue146 Mio. €
Sanierung Verwaltungsgebäude (Bundespräsidialamt)120 Mio. €
Neubau Hauptwache + Technikzentrale173 Mio. €
Außenanlagen & Infrastruktur162 Mio. €
Summe Bau + Planung601 Mio. €

Risikoreserve

  • 188 Mio. € (systematisches Risikoregister, 250 Einzelrisiken)

Vorsorge für Baupreissteigerungen

  • 71 Mio. €

Gesamtkostenrahmen

≈ 860 Millionen Euro (601 Mio. + 188 Mio. + 71 Mio.)

Die Erweiterung des Kanzleramtes ist schon im vollen Gange

Was der Bundespräsident uns Wert ist, ist der Kanzler allemal. Auch das Bundeskanzleramt wird erweitert zum Beispiel mit 400 neuen Büros. Hier sind die Kosten vergleichsweise günstig. Man redet von 777 Millionen Euro, bei denen es erfahrungsgemäß nicht bleiben wird. Die Schätzungen basieren auf dem aktuellen Planungsstand. Alles kein Problem. Man gönnt sich ja sonst nicht viel. sig

Während Otto Normalverbraucher Angesicht der steigenden Lebenshaltungskosten und/oder durch Entlassungen mit drastisch sinkenden Einkommen zu kämpfen hat, sind der staatlich angeordneten Gigantomanie keine Grenzen gesetzt. Foto: Gerdau