Abschieben aber wie?

Die CDU will im Fall ihres Wahlsiegs bei der Bundestagswahl deutlich härter gegen straffällige Asylbewerber vorgehen. Es sei „unerträglich, dass es Menschen gibt, die zigfach vorbestraft sind – dies aber keinerlei Auswirkungen darauf hat, ob sie das Land verlassen müssen oder nicht“, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann der „Bild“-Zeitung (Montagsausgabe). Nach einem „Warnschuss“ müsse daher künftig „bei der zweiten vorsätzlichen Straftat das Aufenthaltsrecht zwingend erlöschen“.

Bei den vorsätzlichen Straftaten, die zur Ausweisung führen sollten, nannte Linnemann dem Bericht zufolge auch Delikte wie Diebstahl und Einbruch. In Zukunft müsse „klar sein, wer hier Straftaten begeht, hat das Gastrecht verwirkt und muss das Land verlassen“, betonte der CDU-Politiker. Die bisherige Regelung, die den Verwaltungsrichtern einen Ermessensspielraum einräume, werde „damit geändert“, sagte Linnemann mit Blick auf die Paragrafen 53 und 54 im Aufenthaltsgesetz.

Zugleich betonte er: „Wer zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wird, egal wie lange oder ob auf Bewährung, muss in Zukunft zwingend sein Aufenthaltsrecht verlieren.“

Linnemann kündigte überdies an, auch die Ausweisungen für Asylbewerber ohne Aufenthaltstitel müssten künftig „konsequenter und schneller erfolgen“. Außerdem müsse es mehr Abschiebeabkommen mit anderen Staaten geben, um die Straftäter auszuweisen, „wenn nötig auch in Drittstaaten“.

Syrer über den Assad-Sturz“Ich habe immer noch Adrenalin in meinem Blut“

Merz fordert weiterhin Abschiebungen syrischer Straftäter

Gleichzeitig betont CDU-Chef Friedrich Merz, er halte trotz der unklaren politischen Entwicklung in Syrien nach dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad an der Forderung nach Abschiebungen syrischer Straftäter fest. „Das Land ist nach wie vor sehr instabil, das wissen wir“, sagte der Kanzlerkandidat von CDU und CSU der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Aber wir sind in der Union ja schon seit längerer Zeit der Auffassung, dass man nach Afghanistan und nach Syrien grundsätzlich abschieben kann und sollte. Das würden wir machen.“

Zugleich müsse genau darauf geachtet werden, wer derzeit noch aus Syrien nach Deutschland und Europa komme, verlangte Merz. „Ich möchte jedenfalls die Mitglieder der Assad-Milizen, die in Syrien schlimme Verbrechen begangen haben, hier in Deutschland nicht sehen.“ Das seien Mittäter des Assad-Regimes, die in Syrien nun möglicherweise Strafverfahren vor sich hätten, sich aber stattdessen lieber auf die Flucht begeben würden. „Die klare Botschaft muss sein: Wir werden euch hier an den Grenzen sofort zurückweisen.“

Meine Meinung:

Alles wunderbar, aber was macht man mit Straftätern, denen man großzügigerweise die Deutsche Staatsbürgerschaft schenkte. Oder die, von denen man gar nicht weiß wo sie herkommen.  Oder die, die kein Land aufnehmen will-auch ihr Herkunftsland nicht. Oder die, die eine Deutsche geheiratet haben. Oder die, denen im Herkunftsland ein Verfahren droht. Oder die, die ein „Härtefall“ sind? Also alles populistische Sprachhülsen, wie sie vor Wahlen immer unters Volk geschmissen werden.

Vortrag von Gabriele Krone-Schmalz

Der Krieg in der Ukraine fordert täglich auf beiden Seiten immense Opfer von Mensch und Infrastruktur. Anstatt dass Politiker diese riskante Entwicklung einzudämmen versuchen, schütten sie ständig neues Öl ins Feuer. Gewinner dieser Auseinandersetzung ist wie immer die Rüstungsindustrie. Professorin Gabriele Krone-Schmalz, eine langjährige Russland-Korrespondentin macht sich durch ihre dezidierten Meinungsäußerungen schon seit langer Zeit bei ihren ehemaligen Auftraggebern, den Öffentlich-Rechtlichen Medien unbeliebt und man wirft ihr Putin-Interessenvertretung vor.

In einem sehr engagierten, geistig anspruchsvollen Vortrag macht sie ihre Standpunkte deutlich und warnt zugleich vor den Risiken, besonders für die Bundesrepublik Deutschland. Es lohnt sich den Link zu öffnen und die Thesen dieser sehr intelligenten Frau zu erleben. Dass Krone- Schmalz bei der allgemeinen und kräftig geschürten Kriegshysterie eine „Ruferin in der Wüste“ bleiben wird, ist die Tragik unserer Zeit.

Bürgermeisterkandidat im Bürgergespräch

Um Vertrauen in Motivation und für Hoffnung warb der Bewerber um das Herborner Bürgermeisteramt Michael Scheld am vergangenen Samstag erneut und diesmal mit einem Informationsstand im REWE- Einkaufszentrum in der Au.

In zahllosen Gesprächen mit Herborner Bürgerinnen und Bürgern bat er um deren Vertrauen in seine Fähigkeit zu einer erfolgreichen Amtsführung, und wies auf die hohe Motivation hin, die ihn dazu veranlasst habe, sich um dieses verantwortungsvolle Amt zu bewerben. Er ließ keine Zweifel daran, „dass unsere schöne Stadt“ große Hoffnung haben dürfe, dass er sich für deren positive Weiterentwickelung mit all seiner Kraft einsetzen werde.

„Na klar, wählen wir Michael Scheld (Bildmitte)“, das war für Familie Kögel keine Frage.

Nicht wenige seiner Gesprächspartnerinnen und Partner berichteten Scheld von ihren alltäglichen Problemen, mit denen sie sich immer wieder auseinandersetzen müssten und dabei oft vergeblich auf Unterstützung seitens der Stadt hofften.

„Er ist uns sehr sympathisch und bürgernah“, meinten Anna und Claudio Thomas.

Der parteilose Bürgermeisteramts-Bewerber stellte immer wieder klar, dass er für die jeweiligen Situationen volles Verständnis habe, jedoch keinerlei Versprechen zur Abhilfe machen könne. Er versicherte den Menschen sich im Falle seiner Wahl aber dafür einzusetzen.

„Michael Scheld ist ein Mann meines Jahrgangs und hat großes Interesse an Politik“, natürlich werde ich ihn wählen.

Das Interesse der Marktbesucher an dem im Herborner Stadtteil Hörbach Lebenden war groß. Viele hatten ihn bereits bei anderen Aktivitäten erlebt und fanden im Vier- Augen-Gespräch ihr positives Bild bestätigt. Für die meisten von ihnen war klar, dass besonders eine Stadt wie Herborn einen guten und vor allem innovativen Verwaltungschef brauche.

Sazligöl Junior mit Sohn im Gespräch mit Michael Scheld.

Einer der Besucher brachte es auf den Punkt: „Wir brauchen keinen Fachmann für Tief-oder Hochbau. Hochkarätige Fachleute für alle Bereiche haben wir viele im Rathaus. Wir brauchen jemanden an der Spitze der dafür Sorge trägt, dass es rund läuft und die notwendigen Aufgaben zügig erledigt werden.“

In den vielen Gesprächen konnte man deutlich erkennen, dass der 47-Jährige nicht nur zuhören kann, sondern auch sehr gut informiert ist und sich dadurch sehr schnell in die jeweils wechselnden Lagen einfinden kann. Ihm sei sehr wichtig, so konnte man in allen Dialogen heraushören, dass er nicht nur ein Bürgermeister der Kernstadt werden möchte, sondern garantiert die Stadtteile im Fokus behalten werde.

Offene Ohren und den Willen zum Anpacken, zeichnen den Bürgermeisterkandidaten Michael Scheld aus.

Dass ihm besonders die Bewohner der Stadt am Herzen lägen, die auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen seien, kann man unschwer erkennen. Zahlreiche Besuche in den entsprechenden Herborner Einrichtungen haben seine Sinne für deren Bedürfnisse geschärft. Ihm ist es viel wichtiger mit Gehandikapten Plätzchen zu backen, als Personen, die sowieso im Rampenlicht stehen, zu hofieren. sig/Fotos: Gerdau   

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten für alle Menschen dieser Welt, besonders denen, die sich gegenseitig bekämpfen müssen und besonders auch die, die darunter zu leiden haben.
Ich wünsche ALLEN Müttern, Frauen und Kindern, dass sie ihre Liebsten schon bald wieder gesund und unversehrt in ihre Arme schließen können.
Frohe Weihnachten wünsche ich ganz besonders meinen Freunden die mich auf meinem Weg begleiten oder begleitet haben. Auch denen, die mich enttäuscht haben oder die ich enttäuschen musste, wünsche ich ein Frohes Fest.


Ich wünsche, dass die Politiker dieser Welt spätestens zu Weihnachten 2024 ihre Vernunft entdecken und nicht dazu beitragen Leben auszurotten, sondern zu erhalten.
Ich wünsche allen Religionsgemeinschaften, dass sie Toleranz gegenüber anderen Glaubensrichtungen erlernen und sich daran erinnern, dass alle Menschen dieser Welt nur einen Himmel über sich haben.
Frohe Weihnachten und viele besinnliche Stunden. Euer Siggi Gerdau

Qual der Wahl

Kommentar

Von Siegfried Gerdau

Kurz nach der Driedorfer Bürgermeisterwahl findet die vorgezogene Bundestagswahl (23. Februar 2025) statt. So harmonisch oder vereinfacht wie in der hessischen Höhengemeinde wird dies aber nicht ablaufen. Der zu wählende Bundestag ist der 21. in der Geschichte der Bundesrepublik.

Es treten die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, die Union aus CDU und CSU mit Friedrich Merz, sowie die Grünen mit Robert Habeck, die AfD mit Alice Weidel und das BSW mit Namensgeberin Sahra Wagenknecht in den Wahlkampf. Dies aber unter Vorbehalt, weil einige Parteigremien darüber noch nicht abgestimmt haben.

Das eine der genannten Parteien die absolute Mehrheit erreicht ist unwahrscheinlich. Daher muss sich das Wahlvolk erneut auf Koalitionen einstellen, die es möglicherweise gar nicht haben möchte. Aus der fast durchweg schlechten Erfahrung mit der gescheiterten Koalition von SPD, Grüne und FDP, möchten die meisten Menschen im Land keine Fortsetzung der Ampel ohne F und mit einem C an der Spitze, sondern definitive einen Neuanfang.

Das kann jedoch nur klappen, wenn alle zur Wahl gehen und ihre Stimmen abgeben. Koalitionen sind nämlich kein Naturgesetz, sondern Notwendigkeiten, die sich durch mangelndes Wählerinteresse oder schwache Beteiligung im Sinne eines eindeutigen Wahlergebnisses ergeben.

Wechselwähler sind zwar für die Wahlprognostiker unbequem, aber immer noch besser, als die geborenen Parteigänger mit ihren ideologischen Scheuklappen. Wer seine Parteizugehörigkeit hündisch ergeben vor das Wohl unseres Landes stellt, muss sich nicht wundern, wenn es zu einer „Regierungsarbeit“ wie der derzeitigen kommt.

Nichtwähler sind die Gleichen die auch andernorts unentschieden stimmen. Wir die Wähler (der Souverän) haben es in der Hand wie weit wir gegängelt und in allen Bereichen des täglichen Lebens bevormundet werden wollen. Dazu braucht es eindeutige Mehrheiten und die erzielt man nur durch die Stimmen vieler.

Wir können tatsächlich durch unser Stimmverhalten etwas ändern oder es so lassen wie es ist und alles noch mehr an die Wand fahren. NICHTWÄHLEN ist daher keine Option, sondern einfach nur Dummheit.

Ja oder Nein, das ist die Frage

Kommentar

Von Siegfried Gerdau

Wenn die Driedorfer Bürgerinnen und Bürger am 9. Februar (Sonntag) 2025 an die Wahlurnen gehen wählen sie ihren neuen Bürgermeister für die kommenden sechs Jahre in Direktwahl, wie es seit 1993 in Hessen üblich ist.

Driedorfer Rathaus

 

Es gibt mit Simon Rompf (tritt als parteiloser Kandidat an) aber nur einen Bewerber für den Bürgermeister-Posten und somit kann man auch nur Ja oder Nein auf den Stimmzetteln ankreuzen. Enthaltung gibt es nicht. Damit macht Driedorf wieder einmal Schlagzeilen, weil dies nicht die Regel, aber trotzdem nach dem Hessischen Wahlgesetz rechtmäßig ist.

Hat die Großgemeinde mit ihren neun Ortsteilen und rund 5 000 Einwohnern nicht mehr geeignete Kandidaten oder ist der Bürgermeister-Job derart unattraktiv, dass sich niemand anders als Simon Rompf darauf bewerben wollte.

Nicht auszuschließen ist, dass die Driedorfer Parteien CDU, SPD, und FBL (außer der FWG) einen Ersatz für den Erfolgreichen, zum Landrat gewählten Bürgermeister Carsten Braun (CDU) nicht rechtzeitig auf dem Schirm hatte oder einfach nur „Postenmüde“ sind. Das bleibt aber deren Geheimnis.

Es besteht aber auch die Möglichkeit einer absolut harmonischen Zusammenarbeit zwischen den Parteien, so dass ein Wahlkampf zwischen mehreren Kandidaten nicht gewünscht war.

Fakt ist, dass die Aufstellung nur eines Kandidaten nicht gerade für ein gesundes Demokratieverständnis spricht. Obwohl alles mit rechten Dingen zugeht, bleibt doch ein gewisser Nachgeschmack. Simon Rompf wird sicher seinen Mann stehen und ein guter Bürgermeister werden. Wenn er denn gewählt wird. Immerhin muss er die absolute Mehrheit aller abgegebener, gültiger Stimmen auf sich vereinen. Es müssen also über 50 Prozent der abgegebenen Stimmen sein und damit hatte Driedorf in der Vergangenheit so gewisse Erfahrungen.

Adventsgesang in Eibach

Volltönende Männerstimmen füllten am 4. Advent die kleine aber feine evangelische Kirche in Dillenburg-Eibach. Das Dillenburger Oranienquartett unter der Leitung von Matthias Fischer hatte zu einem Adventskonzert eingeladen und dementsprechend war das Kirchlein gefüllt.

Chorleiter Matthias Fischer begrüßte die Konzertgäste mit einem Orgelspiel von Alexandre Guilmant „Weihnachtsspiel zur Adventszeit“ und der Männerchor antwortete mit „Hosianna“. In einem sehr abwechslungsreichen Wechselspiel von Klavier (Fischer) und Chor ging es mit der Händel-Fuge B-Dur und dem „Es ist ein Ros entsprungen“ von Michael Prätorius weiter.

In Vertretung des Gemeindepfarrers Jonas Schmidt übernahm Pfarrerin i.R. Ingelore Hofmann-Rose den geistlichen Part mit einer eindrucksvollen Lesung. Ein gesangliches Highlight war sicher das unter die Haut gehende Weihnachtsspiritual „Whisper, Whisper“ des bekannten Komponisten Jay Althouse aus Raleigh in North Carolina, USA. Das eigentlich für einen gemischten Chor geschriebene Stück intonierten die Sänger in beeindruckender Perfektion.

Mit dem „Jingle Bells“ auf dem Klavier gespielt und anschließend vom Chor gesungen, bewiesen die Virtuosen erneut was sie draufhaben und anschließend beschrieb  das Eibacher Kirchenvorstandsmitglied Marianne Seibert die Berührungsängste einer Frau, die sich bei einem Kirchenbesuch plötzlich in Luft auflösten.

Gemeinsames Singen mit dem Chor. Vorne links: Die 1. Vorsitzende des Dill-Sängerbund Erika Ghyra

Gemeinsam sangen Konzertbesucher und Chor das bekannte „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und versetzten sich damit in die Winterzeit, die nicht zu allen Zeiten nur romantisch war. Das Stück „Des deutschen Seemanns Weihnachten“ hatte der zu Lebenszeiten sehr geschätzte und heute fast in Vergessenheit geratene Dirigent und Männerchor- Komponist Ludwig Baumann den Seeleuten gewidmet, die ihre Weihnacht auf See verbringen müssen.

Blumen für die Damen

Dillenburgs Erster Stadtrat und leidenschaftlicher Chorsänger Gerhard Anders verlas mit „Ausländer raus“ eine Geschichte zum Nachdenken.  Mit einem weiteren „Gänsehaut-Lied“ „O Holy Night“ und dem Adventssegen von Pfarrerin Hofmann-Rose näherte sich das stimmungsvolle Konzert dem Ende zu.

Ein wunderschöner und weihnachtlich geschmückter Altar

Chor und Konzertgäste sangen gemeinsam die „Stille Nacht“ und bekamen vom Dirigenten ein Lob dafür- „jetzt haben sie gemeinsam mit dem Chor gesungen und vielleicht hat sie das inspiriert an den wöchentlichen Chorproben teil zu nehmen.“  sig/Fotos: Gerdau

AWO-Erzähl-Café feiert 10-Jähriges

Mit einer kleinen Feier beging das Erzähl-Café im Arbeiterwohlfahrt (AWO)- Mehrgenerationenhaus Herborn am Donnerstag bei Kaffee, Weihnachtsplätzchen und Kuchen sein 10-jähriges Jubiläum.

Die Ehrenamtlichen mit Eva Halfmann-Gräb und René Neutzner (ganz rechts).

An der Veranstaltung nahmen neben vielen Seniorinnen und Senioren auch AWO-Geschäftsführer und Vorstand René Neutzner sowie seine Stellvertreterin Eva Halfmann-Gräb teil. Sie hatte den Herborner Bürgermeisterkandidaten Michael Scheld (parteilos) als Gast eingeladen.

Scheld nutzte die Gelegenheit sich von den segensreichen Aktivitäten der sechs ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ein Bild zu machen. Seit 2014 koordiniert Regina Lüsch jeweils an den Donnerstagen diese gemeinsamen Stunden.

Was ist ein Mehrgenerationenhaus? 
Ein Mehrgenerationenhaus bietet Menschen aller Altersgruppen Raum für Begegnungen, Austausch und Unterstützung im Alltag. Es stärkt die soziale Infrastruktur, entlastet Familien und pflegende Angehörige und bietet Hilfe zu Pflege, Demenzbetreuung sowie flexible Kinderbetreuung. Freiwillig Engagierte sind zentraler Bestandteil der Arbeit, wodurch bürgerschaftliches Engagement gefördert wird.
AWO Mehrgenerationenhaus Herborn 
Im Rahmen eines bundesweiten Projekts wurde die Familienbildungsstätte der AWO Lahn-Dill e.V. für den Lahn-Dill-Kreis ausgezeichnet. Das Haus überträgt das generationsübergreifende Miteinander in den öffentlichen Raum und fungiert als „Großfamilie“ ohne Verwandtschaftsverhältnisse. Herzstück ist der „Offene Treff“ mit Bistro, der Besucherinnen und Besuchern aus Kursen, Beratungen und Vereinsarbeit zum Verweilen einlädt.
Welche Angebote hat das Mehrgenerationenhaus im Programm 
– Erzählcafé (auch für Menschen mit Demenz) 
– Treff für Jung und Alt 
– Burnout-Selbsthilfegruppe 
– Tischfußball-AG für Erwachsene und Kinder 
– Internet-AG für Senioren 
– Sprachkurse mit Kinderbetreuung 
– Drop In (klusive)-Wochentreff für Eltern mit Kleinkindern 
– Rollator-Führerschein 
– Bildungspatenschaften und Lesepatenschaften 
– Polizeiliche Beratungen (z.B. „Kriminalprävention für Senioren“) 
– Handarbeitskreis und Frühstück für Frauen 
 Seit April 2024 gibt es auch einen Bastel- und Vorlesekreis für Seniorinnen und Senioren 
In Zusammenarbeit mit rund 45 Kooperationspartnern bietet das Mehrgenerationenhaus darüber hinaus jährlich etwa 50 verschiedene Angebote für die Gemeinschaft in Herborn.

Am Rande des gemütlichen Zusammenseins erfuhr Michael Scheld auch woher oder besser warum Herborn einen Bären als „Wappentier“ hat.

Die echte Herwersche Brigitte Lehnhard geborene Schuster erinnert sich an die Erzählungen über ihren Urgroßvater, der so um 1905 mit einem Zirkusbären ringen wollte. Das spielte sich wohl so oder ähnlich ab: Ein Dompteur stand mit dem furchterregenden Tier auf der Kreuzung Westerwaldstraße/Hauptstraße und bot jedem, der mit seinem Bären ringen würde, 5 Reichsmark an. Das sei damals viel Geld gewesen. Ihr Urgroßvater, der die Geselligkeit liebte, war in einer der drei Wirtschaften, die es damals an der Ecke gab.

Brigitte Lehnhard

Als er von dem Schnäppchen hörte, gedachte er sich diese 5 Reichsmark zu verdienen. Vielleicht wollte er seiner Frau dafür etwas Schönes kaufen, vermutete Urenkelin Brigitte. Gesagt getan. Er verließ die Wirtschaft und stellte sich, möglicherweise etwas beschwipst, mit den Worten „ich mach das“ der Herausforderung.

Als er dem Bären gegenübertrat holte dieser aus und verpasste seinem „Gegner“ eine so gewaltige Maulschelle, dass der rückwärts auf den Boden fiel. Der Bär wollte sein Werk offensichtlich beenden und sich den am Boden liegenden Mann so richtig vornehmen.

In seiner Not schrie der „Gewirrer noch mo, schafft mir dos Dierr vom Leib“. Wie das dann ausging und ob der Urgroßvater das Geld bekam, weiß Brigitte Lehnhard nicht. Dass diese Niederlage wie ein Lauffeuer in Herborn herumging war klar. Eine Großtante berichtete, dass die Kinder ihnen oft hinterherriefen „Schuster- Bär, Schuster-Bär.

Der Zirkusbär ist zwar sicher nicht mehr unter den Lebenden und die Brauerei Herborner Bärenbräu gibt es auch nicht mehr. Das „Bärenwappen“ ist jedoch nach wie vor präsent.

All das habe letztendlich zu dem Herwersche Bär geführt, der schließlich Herborn den Beinamen Bärenstadt gab. sig/Fotos: Gerdau 

Prof. Friedhelm Loh ehrt 288 Jubilare

288 Erfolgsstorys – trotz bewegter Wirtschaftszeiten

Gemeinsam Geschichte geschrieben und Zukunft gestaltet: Prof. Friedhelm Loh ehrte jüngst 288 Jubilare für ihre Treue zur Unternehmensgruppe. 10, 25, 40 und sogar 50 Jahre sind sie Teil der Friedhelm Loh Group und arbeiten im Werk, im Vertrieb oder im Marketing an den Erfolgsgeschichten „ihrer“ Unternehmen mit. Auch die besten Nachwuchskräfte wurden feierlich im Nationalen Automuseum in Ewersbach ausgezeichnet. Warum das gemeinsame Feiern in bewegten Wirtschaftszeiten für Prof. Friedhelm Loh ein Privileg ist, wie er die deutsche Wirtschaftslage einschätzt und wie die Unternehmensgruppe in die Zukunft blickt.

Auf einem Bild: die 25er, 40er und 50er Jubilare der Friedhelm Loh Group. Im Rahmen der Jubilarfeier im Nationalen Automuseum wurden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für ihre Treue zur Unternehmensgruppe geehrt.

Es war ein Tag der großen Zahlen. 288 Jubilare, die seit 10, 25, 40 oder sogar 50 Jahren Teil der Geschichte und Zukunft „ihrer“ Unternehmen und der gesamten Unternehmensgruppe, der Friedhelm Loh Group, sind. Und ein Unternehmer, der sich, neben Manfred Schüler, selbst in die Reihe der 50-Jahre-Jubilare einreihte: 1974 übernahm Prof. Friedhelm Loh die Geschäftsführung von Rittal, im selben Jahr begann Manfred Schüler dort seine Schweißer-Ausbildung und blieb – bis heute. Gemeinsam auf der Bühne des Veranstaltungsort der diesjährigen Jubilarfeier, dem Nationalen Automuseum im Dietzhölztal-Ewersbach, erinnerte sich das Duo an bewegte Zeiten. Als Prof. Loh damals übernahm, zählte Rittal, das größte Unternehmen der Friedhelm Loh Group, knapp 200 Mitarbeiter. Heute sind es über 12.500 – weltweit.

Zwei Mal 50-Jahre-Jubilare: Manfred Schüler (links) und Inhaber Prof. Friedhelm Loh sind zusammen seit 100 Jahren bei Rittal dabei.

Das Erfolgsrezept

„Wir haben mit Mut begonnen und jeden Tag den Kunden im Kopf gehabt“, kommentiert Prof. Loh die Erfolgsgeschichte. In Zahlen heißt das: In den 1970er Jahren die erste Tochtergesellschaft in Schweden, darauf folgte eine schnelle Internationalisierung. Erst England, dann USA, die Niederlande und so weiter. Heute zählt die Unternehmensgruppe 95 Tochtergesellschaften und 12 Produktionsstandorte. Viele der Anwesenden haben diese Zeit des Wachstums hautnah miterlebt. Sie kommen von Rittal, Eplan, Cideon, Stahlo, LKH oder Loh Services und „ihre persönlichen Lebenswege sind“, wie es Prof. Friedhelm Loh sichtlich bewegt formuliert, „teilweise über Jahrzehnte verbunden mit den Unternehmen und geprägt von Leidenschaft und Begeisterung.“ Dass man etwa mit Rittal Weltmarktführer geworden sei oder mit der Idee einer PC basierten Software des Unternehmens Eplan das Elektro-Engineering revolutionierte und mittlerweile Europas Nummer eins ist, dieser Erfolg, „ist auch Ihnen zu verdanken.“

Gemeinsam feiern: ein Privileg

Es sind Arbeitsleben, hinter denen sich Geschichten verbergen, die von Mut zur Veränderung, von Innovationswillen und Ideenreichtum, aber auch vom großen Willen zur Gemeinschaft und zu sozialem Engagement erzählen – wie bei Dirk Heupel. Der 40-Jahre-Jubilar, der bereits mit 15 Jahren bei Rittal in die Lehre ging und jetzt mittlerweile bei Loh Services im Facility Management arbeitet, hat seinen blassen Erstausweis von 1969 dabei und antwortet auf die Frage, warum er seit 40 Jahren der gleichen Gruppe die Treue schwört, mit: „weil es einfach Familie ist.“ Heupel, der damals während der Flutkatastrophe im Ahrtal etwa mit Spendenwanderungen selbst stark angepackt hat, schätzt das soziale Engagement der Gruppe, die jährlich sechsstellige Beträge an Menschen in Not spendet oder mit ihren Stiftungen, der Rittal Foundation sowie der Debora Foundation India, den Bau einer Schule in Indien plant, sehr.

Wohlstand und Erfolg keine Selbstverständlichkeit

Für Inhaber Prof. Loh ein Grund mehr, dankbar zu sein. Denn, so der Unternehmer, in schwierigen Wirtschaftszeiten mit geopolitischen Multikrisen und nicht absehbaren Marktveränderungen – wie etwa der Einführung massiver Zölle im US-Markt – sei er für die Möglichkeit des sozialen Engagements „oder auch für das gemeinsame Feiern heute“, umso dankbarer – da brauche es nur den Blick auf gebeutelte Industrien wie die Automobilbranche. „Ich glaube, dort feiert gerade niemand“ und weiter: „Die Lage der Wirtschaft ist herausfordernd. Wir hören täglich von Werksschließungen, lesen von Kurzarbeit und von Unternehmen, die ins Ausland abwandern.“ Deutschland sei „von einem der führenden Länder zum Schlusslicht geworden.“ Auch, aufgrund politischer Rahmenbedingungen. Als Beispiel nannte er das Maß an Bürokratie und die schwierigen Standortbedingungen für Unternehmen in Deutschland. Das kommende Jahr werde demnach herausfordernd und müsse deshalb umso mehr zum Anlass genommen werden, die Erfolgsgeschichten weiterzutreiben, die man bis hierhin gemeinsam geschrieben habe. „Damit übernehmen wir auch Verantwortung für die Region, in der wir leben und für den Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Chancen nutzen

Chancen, so Prof. Loh, gebe es, wenn man nah am Kunden und den Märkten stehe. Sichtbar wird dies bei Rittal etwa an der Entwicklung von Zukunftstechnologien, wie einer KI-Megawatt-Kühlung, mit der ein indisch-deutsches Entwicklerteam am Markt durchgestartet ist. Ebenso wie ein revolutionärer Aufschlag im Bereich der Stromverteilung. Mit „RiLine X“ lassen sich Sammelschienensysteme effizienter planen und deutlich schneller aufbauen. Die Potenziale, so Prof. Loh, die die Kombination aus Software und Hardware von Eplan, Rittal und RAS biete, sei nach wie vor einzigartig im weltweiten Markt. „Um diese Chancen zu nutzen und voranzutreiben, setzte ich auf jeden und jede Einzelne von Ihnen. Sie haben die Expertise, den Mut, die Kreativität, die Erfahrung.“

Nachwuchskräfte geehrt

Und damit, so Prof. Loh, seien die Jubilare auch Botschafter für junge Nachwuchskräfte, die im Rahmen der Jubilarfeier ebenfalls für ihre Leistungen geehrt wurden. Industriekauffrau Maja Stenger, technischer Produktdesigner Tarek Dakak, Fachinformatiker Jannis Heimansfeld und Maschinen- und Anlagenführer Denis Goleshi standen für herausragende Leistungen in ihrer Ausbildung auf der Bühne – genauso wie die besten Studierenden des Jahres. Wirtschaftsingenieurin Tamara Kraus sowie Bachelorabsolventin Fiona Klein, die im Studiengang Ingenieurwesen/Informatik abräumte, gehörten zu den Besten – und Kommilitone Paul Ole Strack war sogar der bester Betriebswirtschaftsabsolvent seit der Gründung von StudiumPlus, zu dessen Gründungsvätern Prof. Friedhelm Loh gehört. „Wichtig war und ist uns immer die neue Generation.“ Und dafür stehe auch das Nationale Automuseum als Veranstaltungsort. Seit November vergangenen Jahres ist das Museum nämlich auch Hochschulstandort. Mit erklärtem Ziel, junge Menschen für Technik und Design – und damit auch für Branchen wie z. B. Maschinenbau oder Elektrotechnik – ja, man könnte sagen, wenn man Prof. Dr. Friedhelm Loh zuhört, für das Mitgestalten der Zukunft, zu begeistern.
Quelle: Friedhelm Loh Group

Stellungnahme des Vereins der Jäger des Dillkreises e.V.

1. Vorsitzender Dr. Rudolf Schönhofen

Grundstraße 4, 35745 Herborn – Geschäftsstelle: Sabine Henrich, Kühlhausstr. 27, 35708 Haiger.  info@dillkreisjaeger.com

Stellungnahme!

Beschwerden der Bevölkerung nach einer staatlichen Drückjagd im Bereich des Forstamtes Herborn!

Nach einer im Verantwortungsbereich des Forstamtes Herborn durchgeführten staatlichen Drückjagd auf staatlichen Liegenschaften im Raum Wissenbach hat das Verbleiben von abgetrennten Rotwildhäuptern zu öffentlicher Empörung geführt, insbesondere durch das Belassen der Schädel über mehrere Tage unmittelbar am Rande eines hochfrequentierten Wanderweges.

In der Folge kam es zu massiven Beschimpfungen der dafür nicht verantwortlichen ortsansässigen Jägerschaft und des Jagdausübungsberechtigten/Revierpächters der Gemeinde Wissenbach!

Der Unmut und die Beschwerden der Bevölkerung sind absolut nachvollziehbar, es darf jedoch nicht die dafür nicht verantwortliche, private Jägerschaft diskreditiert werden.

Die Verantwortung für den Vorfall liegt allein im Zuständigkeitsbereich des Forstamtes Herborn, respektive beim (staatlichen) Jagdleiter/Förster. Der Vorfall zeigt, dass diese ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sind und lässt ein Mindestmaß an Sensibilität und Verantwortung aber auch den Respekt vor den von ihnen bejagten und erlegten Kreaturen vermissen.

Der Verein der Jäger des Dillkreises und die private Jägerschaft zeigen Verständnis für die Beschwerden der Bevölkerung und distanzieren sich ausdrücklich von den vorgenannten Vorkommnissen!

Dr. Rudolf Schönhofen

Vorsitzender

Verein der Jäger des Dillkreises