Kinderärztemangel: Ein ernstes Problem mit weitreichenden Folgen

Michael Scheld im Gespräch mit der Kinderärztin Dr. Maria Trendafilow

Kinder haben ein Recht auf Gesundheit. Doch die Realität sieht anders aus: Der akute Mangel an Kinderärzten in unserer Region stellt Familien, Praxen und medizinische Fachkräfte vor immer größere Herausforderungen. Die Stimmen in den Medien und der Politik werden lauter, Berufsverbände wie der BVKJ (Berufsverband für Kinder- und Jugendmedizin) fordern dringend Maßnahmen. Besonders betroffen sind das nördliche Kreisgebiet und das Marburger Hinterland, wo bereits heute zahlreiche Kinderarztpraxen überlastet oder gar nicht mehr besetzt sind. In Herborn versorgt lediglich noch ein praktizierender Kinderarzt die kleinen Patienten, allerdings auch nur noch auf absehbare Zeit. Eine Lösung muss her!

Symbolfoto

Vor diesem Hintergrund habe ich als Bürgermeisterkandidat das Gespräch mit der Kinderärztin Dr. Maria Trendafilow gesucht. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team von Hebamme Petra Haßler-Luy, Kitaleiterin Anette Müller sowie der Sozialarbeiterin Eva Sträßer , hat sie bereits Lösungsansätze erarbeitet, welche zur Entlastung der Kinderärzte und der Eltern beitragen können, wenn die Kleinsten unserer Gesellschaft auf ärztliche Versorgung angewiesen sind.

Kinderärztin Dr. Maria Trendafilow

„Unser Ziel ist es, den drohenden Engpass aktiv anzugehen und pragmatische, umsetzbare Konzepte zu entwickeln“, erklärt mir die engagierte Ärztin im Gespräch.

Kinderärztemangel: Ein ernstes Problem mit weitreichenden Folgen

Der Mangel an Kinderärzten hat nicht nur gesundheitliche, sondern auch soziale und wirtschaftliche Konsequenzen. Kinderärztliche Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) können nicht mehr fristgerecht durchgeführt werden, akute Erkrankungen bleiben unbehandelt, Eltern geraten in Notlagen, und auch Kitas sowie Schulen stehen vor zusätzlichen Herausforderungen.

„Eines ist klar: Neue Ärzte können nicht von heute auf morgen ausgebildet werden. Doch es gibt alternative Ansätze, die kurzfristig helfen können“, führt die Ärztin aus.

Mit Ihrem Arbeitskreis hat Frau Dr. Trendafilow ein entsprechendes Positionspapier ausgearbeitet und dieses bereits an den BVKJ (Berufsverband für Kinder- und Jugendmedizin) sowie weitere Institutionen auf Landesebene weitergereicht.

„Uns geht es darum, unsere Idee möglichst breit zu verteilen“.

Auch mir als Bürgermeisterkandidat wurde dieses Positionspapier vorgelegt. Inhaltlich habe ich die darin enthalten Punkte auszugsweise für Sie auf einen Blick zusammengefasst:

Pragmatische Lösungen für eine bessere Versorgung

Vorsorgefristen ausweiten

Eltern sollten mehr Flexibilität bei den U-Untersuchungen erhalten, damit sie diese trotz überlasteter Praxen wahrnehmen können. Eine gesetzliche Anpassung könnte verhindern, dass Untersuchungen verfallen.

Kita-Gesundheitsfachkraft

Eine speziell ausgebildete Fachkraft könnte in Kitas Gesundheitschecks durchführen, Impfausweise kontrollieren und mit Ärzten sowie Therapeuten koordinieren.

Zentrale Impforte für Kinder

Kinderimpfungen könnten in Apotheken, Gesundheitsämtern oder durch mobile Impfteams angeboten werden, um die Arztpraxen zu entlasten.

Erweiterte Kompetenzen für Hebammen

Hebammen könnten in die Aufklärung zum Neugeborenen-Screening einbezogen werden und langfristig auch die U2-Untersuchung übernehmen.

Mobile Mütterberatung

Ein mobiles Beratungsteam könnte Mütter in den ersten Wochen nach der Geburt unterstützen und so Engpässe in den Praxen vermeiden.

Bürgerbusse für medizinische Fahrten

Kostenfreie oder kostengünstige Bürgerbusse, gefahren von Studenten oder Senioren, könnten Familien ohne Auto bei Arztbesuchen unterstützen.

Kindernotrufnummer

Eine spezielle Hotline für Kindernotfälle könnte Eltern eine schnelle Einschätzung bieten und unnötige Krankenhausbesuche vermeiden helfen.

Multilinguale Videosprechstunden

Eine digitale Beratungsmöglichkeit außerhalb der regulären Sprechzeiten könnte eine erste Orientierung bieten, insbesondere für Familien mit Sprachbarrieren.

Kindermobil, mobile Ärzte auf Abruf

Ein mobiles Ärzteteam könnte auf Honorarbasis Hausbesuche durchführen oder an wechselnden Standorten Beratungen anbieten.

Dolmetscherpool und Übersetzungs-Apps

Ein kostenfreier Pool an Dolmetschern sowie eine speziell für medizinische Anliegen entwickelte Übersetzungs-App mit Bildunterstützung könnten Sprachbarrieren abbauen.

Medizinlotsen

In Kitas, Schulen und interkulturellen Treffpunkten könnten geschulte Ansprechpartner Familien bei der Suche nach Ärztlicher Hilfe unterstützen.

Mehrsprachige Webseiten für Kinderarztpraxen

Arzt-Webseiten sollten in mehreren Sprachen verfügbar sein. Die IT-Förderung für Übersetzungen könnte durch den Staat finanziert werden.

Fazit

Ein Bürgermeister kann zwar nicht allein das Problem lösen, aber er kann entscheidende Rahmenbedingungen verbessern, damit sich Kinderärzte eher in der Region niederlassen und die Versorgung langfristig gesichert wird.

Michael Scheld im Gespräch mit Dr. Maria Trendafilow

Das Gespräch mit Dr. Trendafilow hat deutlich gemacht: Der Kinderärztemangel ist ein ernstes Problem, aber auch, dass es Lösungen gibt. Es geht nicht nur um Gesundheitsversorgung es geht um die Zukunft unserer Kinder. Deshalb möchte ich mich für eine bessere medizinische Infrastruktur einsetzen.

Tourismus zum starken Wirtschaftsfaktor ausbauen

Michael Scheld im Gespräch mit der Geschäftsführerin des Naturparks Lahn-Dill-Bergland, Julia Hilpisch

Als Bürgermeisterkandidat ist es mir ein zentrales Anliegen, den Tourismus in unserer Region weiter auszubauen und als wirtschaftliches Standbein zu stärken. Der Naturpark Lahn-Dill-Bergland spielt dabei eine Schlüsselrolle, weshalb ich das Gespräch mit Julia Hilpisch, der Geschäftsführerin des Naturparks, gesucht habe.

Julia Hilpisch und Michael Scheld entdeckten im Gespräch viele Übereinstimmungen

Tourismus als Motor für die Region

Frau Hilpisch und ich waren uns einig, dass der Naturpark mit seiner einzigartigen Landschaft aus Wäldern, Flüssen und artenreichen Biotopen enormes Potenzial für nachhaltigen Tourismus bietet. Mit 83.090 Hektar Fläche erstreckt er sich über 18 Kommunen und zieht bereits jetzt Naturfreunde, Wanderer und Radfahrer an. Doch das Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft. Gemeinsam haben wir über Strategien gesprochen, um den Naturpark als attraktive Tourismusdestination weiter zu stärken.

Ein besonderer Fokus lag auf der besseren Sichtbarmachung der Angebote. Es gilt, regionale Gastgeber, Unterkünfte und Erlebnisangebote besser zu vernetzen, um den Gästen einen Rundum-Service zu bieten. Hierbei könnte eine digitale Plattform helfen, auf der alle relevanten Informationen gebündelt werden.

Nachhaltige Erholung und Erlebnisangebote

Der Naturpark verfolgt bereits verschiedene Projekte, um Erholung und Naturerlebnis in Einklang mit dem Naturschutz zu bringen. Besonders spannend ist die geplante Einrichtung naturnaher Übernachtungsplätze, auf denen Gäste minimalistisch und umweltfreundlich in der Natur Übernachten können. Solche Konzepte liegen im Trend und werden den Tourismus in der Region beleben, ohne die Natur zu belasten.

Auch das Radwegenetz soll ausgebaut werden. Die Mittelgebirgslandschaft des Lahn-Dill-Berglandes bietet ideale Bedingungen für Mountainbiker und Radtouristen. Eine offizielle touristische Ausweisung von Mountainbike-Strecken könnte neue Zielgruppen ansprechen.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Barrierefreiheit. Es sollen mehr Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geschaffen werden, sodass wirklich jeder die Schönheit des Naturparks erleben kann.

Bildung und Sensibilisierung

Der Naturpark leistet auch wertvolle Arbeit im Bildungsbereich. Die Naturparkschulen und außerschulischen Lernorte vermitteln Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für Naturschutz und Nachhaltigkeit. Sieben Schulen tragen bereits das Siegel „Naturparkschule“, eine weitere ist in der Zertifizierung. Ich sehe großes Potenzial darin, dieses Konzept weiter auszubauen, um junge Menschen frühzeitig für unsere Region und ihre Natur zu begeistern.

Stärkung der regionalen Wirtschaft

Tourismus ist nicht nur eine Freizeitangelegenheit er schafft Arbeitsplätze und stärkt die regionale Wirtschaft. Deshalb ist es wichtig, dass auch heimische Betriebe und Produzenten stärker in das touristische Angebot eingebunden werden. Regional erzeugte Produkte sollten ein fester Bestandteil des Naturparkerlebnisses sein. Kurze Wege schonen das Klima und bringen Wertschöpfung in die Region.

Fazit und nächste Schritte

Das Gespräch mit der Geschäftsführerin hat bestätigt, dass der Naturpark Lahn-Dill-Bergland eine entscheidende Rolle für die touristische Zukunft unserer Region spielt. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, ihn noch bekannter zu machen und die Angebote konsequent weiterzuentwickeln.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass unsere Kommunen stärker mit dem Naturpark zusammenarbeiten, um die touristische Infrastruktur auszubauen. Der Tourismus kann nachhaltig gestaltet ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für unsere Heimat werden. Ich freue mich auf den weiteren Austausch mit Julia Hilpisch und allen Akteuren, die unsere Region voranbringen wollen.

Information, Häppchen und professionelle Weisen.

Zu einem obligatorischen Neujahrsempfang im Rahmen einer sicherheitspolitischen Informationsveranstaltung hatte der Kommandeur Sanitätsregiment 2 „Westerwald“, Oberstarzt Dr. Sven Funke gemeinsam mit Stadtbürgermeister Raimund Scharwat am vergangenen Donnerstag in die Renneroder Westerwaldhalle eingeladen.

Oberstarzt Dr. Sven Funke

Die gute Organisation war bereits an der Zufahrt zur Stadthalle erkennbar. Viele Soldaten wiesen den zahlreichen Fahrzeugen ihre Parkplätze zu. Der Fußweg führte anschließend durch ein Spalier von Fackelträgerinnen und Trägern und im Foyer wurden die Gäste vom Kommandeur und dem Stadtbürgermeister persönlich begrüßt. Vor der Halle konnte man sich über die aktuellen Dienstfahrzeuge informieren und im Eingangsbereich war eine kleine Auswahl an medizinischen Geräten zur Ansicht ausgestellt.

Generalarzt Dr. Bruno Most nahm zu vielen Sicherheitspolitischen Themen Stellung

Zahlreiche Dienstgrade sowie zivile geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Hilfsorganisationen der Umgebung nahmen an der repräsentativen Veranstaltung teil, so dass die große Halle schon bald restlos gefüllt war. Oberstarzt Funke konnte auch eine Abordnung der US-Amerikanischen Streitkräfte in Deutschland begrüßen.

Während sich ein großer Teil der Gäste schon am Buffett labte, nutzten viele die Wartezeit mit Gesprächen.

Als Redner hatte das Regiment den stellvertretenden Kommandeur Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung Generalarzt Dr. Bruno Most verpflichten können. Der Ein-Sterne-General schlug in seinem Vortrag einen weiten Bogen zum Thema Sicherheitspolitik und ging insbesondere auch intensiv auf die Aspekte der Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit ein. Er lobte darüber hinaus die Entscheidung, mit einem 100 Milliarden Sondervermögen die Bundeswehr verteidigungsfähiger zu machen. Most sprach auch davon, dass die Armee auf die Unterstützung ziviler Kräfte wie Polizei, Rettungsdienste, Feuerwehr und andere Hilfsdienste besonders im Verteidigungsfalle dringend angewiesen sei.

Die Renneroder Stadtkapelle begeisterte mit einem bunten Strauß bekannter Melodien

Die musikalische Begleitung der Veranstaltung hatte die Renneroder Stadtkapelle übernommen. Bei Gulaschsuppe, Häppchen und vielen guten Gesprächen endete ein sehr informativer Abend. sig/Fotos: Gerdau   

Info Abend mit Michael Scheld

Von Michael Scheld (parteilos)

Mein siebter Infoabend fand im Stadtteil Schönbach statt. Das Gemeindehaus der Evangelischen Gemeinde diente mir dabei als Veranstaltungsort und war gut besucht– ein klares Zeichen dafür, wie groß das Interesse an der Zukunft unserer Stadt ist.

In einem offenen und angeregten Austausch konnte ich den Bürgerinnen und Bürgern vermitteln, dass es in Zukunft vor allem auf eine starke Gemeinschaft ankommt. Wir müssen das Wir-Gefühl in unserer Gesellschaft stärken und die Stadtteile besser miteinander und der Stadt vernetzen. Besonders in Zeiten großer Herausforderungen ist es wichtig, dass unsere Bürgerinnen und Bürger eng zueinander finden und zusammenrücken, um die Aufgaben der Zukunft gemeinsam zu meistern. Herborn steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen, die wir nur bewältigen können, wenn wir die nötige Akzeptanz schaffen und den Zusammenhalt stärken. Es geht nur mit- und nicht gegeneinander.

Ein wichtiges Thema des Abends war das wunderschöne Schwimmbad in Schönbach. Viele Bürgerinnen und Bürger betonten, wie wichtig dieses Freizeitbad für Familien und den Tourismus in unserer Region ist. Ich habe klar Stellung bezogen: Als Bürgermeister würde ich mich mit voller Kraft für den Erhalt des Bades einsetzen und das Ehrenamt bestmöglich fördern und unterstützen.

Der Abend war geprägt von vielen wertvollen Gesprächen und spannenden Anregungen. Genau dieser enge Austausch ist mir wichtig.

Ich danke allen, die gekommen sind, für ihr Interesse und ihr Vertrauen. Es zeigt mir einmal mehr, wie wichtig es ist, nah an den Menschen zu sein – genau das werde ich auch in Zukunft als Bürgermeister umsetzen wollen.

Crêpes Suzette im Estia

Mit einem Nachtisch der Extraklasse verzauberten Vasileios Chatzimanolis und Michel im Estia am Herborner Kornmarkt am Montagabend ihre Gäste. Nach einem leckeren, original griechischen Menü erfüllte sich die Luft in dem Feinkostgeschäft mit einem unnachahmlichen Duft von Crêpe. Noch ahnten die Besucher nicht, was da auf sie zukommen würde.

Eine der bekanntesten französischen Süßspeisen sind Crêpes Suzette. Die dünnen Crêpes werden in einer Soße aus Orangensaft und Orangenlikör flambiert und heiß serviert

Als die beiden Köche dann servierten erhellte sich die Szenerie im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bekam einen Höllenschreck, als plötzlich eine brennende Pfanne in meinem Blickfeld auftauchte. Es war der brennende Orangenlikör, ein i-Punkt bei der Zubereitung, einfach dazu gehört. Der Verzehr dieser engelsgleichen Speise war ein Genuss, der am liebsten nie aufgehört hätte.  sig

Nach dem Schreck kam der Genuss. Die Köche Vasili (links) und Michel servierten die einzigartige Leckerei persönlich.

Crêpe Suzette ist eine französische Süßspeise. Es handelt sich um einen dünnen Crêpe in einer Orangenlikör-Orangensaft-Sauce, der flambiert wird. Außer Curaçao werden auch Grand Marnier oder ähnliche Orangenliköre verwendet.
Das Rezept wurde angeblich durch einen Zufall erfunden. Die bekannteste Anekdote beschreibt, dass am 31. Januar 1896 der britische Kronprinz, der spätere König Edward VII., im legendären Café de Paris in Monte Carlo zu Gast war. Der 14-jährige Kochlehrling Henri Charpentier machte dort seine Ausbildung und sollte ihm und 18 Gästen anlässlich einer Silvesterfeierlichkeit am Tisch Pfannkuchen machen. Doch während Charpentier die Soße zubereitete, fing ein Likör plötzlich Feuer. Der Lehrling verzog keine Miene, probierte unauffällig, ob es gut schmeckte, tunkte die Crêpes in die entflammte Marinade, gab noch mehr Likör und Zucker hinzu und erklärte dem erstaunten Prinzen, dass dies ein neues Rezept sei. Edward kostete und war begeistert. Quelle: Wikipedia.

Fotos: Dirk Henrich

Welche Koalition wird das Ruder übernehmen

KI Ergebnis vom 17.Februar 2025

Friedrich Merz, der Kanzlerkandidat der CDU, hat sowohl die SPD als auch die Grünen als mögliche Koalitionspartner nach der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 in Betracht gezogen. In einer TV-Debatte betonte er, dass die Entscheidung über Koalitionspartner letztlich von den Wählerinnen und Wählern abhängt.

Sehr schwammige Aussage

Bezüglich einer möglichen Regierungsbeteiligung von Robert Habeck, dem Kanzlerkandidaten der Grünen, gibt es innerhalb der Union unterschiedliche Meinungen. Merz hat angedeutet, dass ein Politikwechsel in der Wirtschaftspolitik notwendig sei, unabhängig davon, ob Habeck Teil der Regierung ist oder nicht. Im Gegensatz dazu hat CSU-Chef Markus Söder eine Zusammenarbeit mit den Grünen kategorisch ausgeschlossen und betont, dass es keine Wirtschaftspolitik wie unter Habeck geben werde.

KI

Das wird Merz aber wenig interessieren

Angesichts dieser unterschiedlichen Positionen innerhalb der Union bleibt unklar, ob Robert Habeck in einer möglichen Regierung unter Friedrich Merz ein Ministeramt übernehmen würde. Die endgültige Entscheidung hängt von den Wahlergebnissen und den anschließenden Koalitionsverhandlungen ab.

KI

Also: Alles offen, der Souverän wird zur Wahlurne gehen, aber das Ergebnis kann nicht zufriedenstellend sein. sig

Es geht weiter

Erst gestern kam die schreckliche Meldung, dass eine 37-jährige Mutter mit ihrem Kind dem Messerangriff einer Kreatur erlegen ist. Über 30 Menschen wurden bei dieser Amokfahrt in München im Namen eines Gottes teils schwer verletzt. Es ist nicht mehr zu ertragen. Was haben wir nur falsch gemacht.

In NRW – Messerattacke in Herten: Zwei Menschen schwer verletzt – Mann festgenommen

Artikel von FOCUS Online

 

Polizei im Einsatz (Symbolbild) Marijan Murat/dpa

Polizei im Einsatz (Symbolbild) Marijan Murat/dpa© Marijan Murat/dpa

In der nordrhein-westfälischen Stadt Herten hat sich am Samstagnachmittag ein Messerangriff ereignet. Zwei Personen sollen schwer verletzt sein. Die Polizei hat einen Bereich in der Hertener Innenstadt abgeriegelt und ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

Die Tat soll sich um kurz nach 16 Uhr vor dem Europa Café auf der Ewaldstraße ereignet haben, wie die Polizei Recklinghausen auf Anfrage von „Der Westen“ bestätigte.

Zwei Menschen sollen bei der Attacke in der Innenstadt von Herten schwer verletzt worden sein. Ein Mann wurde nach Polizeiangaben festgenommen. Ob es sich bei dem Festgenommenen um den mutmaßlichen Täter handelt, ist bisher nicht bekannt.

Whisky, Gemälde und Dudelsack-Musik

Mit einem Whisky-Tasting am Valentinstag hat der Herborner Galerist Tom Fischer nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch ins Schwarze getroffen. Die Galerie Tom Fischer in der Herborner Hauptstraße 16-18 war schon kurz nach Eröffnung um 18 Uhr gut gefüllt und mit 35 Besuchern so gut wie ausgebucht.

Der Duft und Geschmack des schottischen Hochlandes

Neben edlen Whisky-Sorten aus dem schottischen Hochland gab es Live-Dudelsack-Musik aus den Pfeifen des „Whisky Piper“ Marco Kreisel, der im Original schottischen Outfit die Vorstellung von Schottland und seiner Traumlandschaft bei den Gästen zum Klingen brachte.

Tolle musikalische Umrahmung

Umrahmt von der unvergleichlichen Fachwerk-Atmosphäre des Hauses wehte der betörende Duft in Holzfässer gereifter Spirituosen. Zusammen mit den eindrucksvollen, abstrakten Werken von Tom Fischer ergab sich so eine gelungene Symbiose von Historie und Moderne. Zeitweilig hatte man das Gefühl, dass das alte Gestühl des Hauses auf die wunderbare musikalische Untermalung des historischen Instruments antworten würde.

Whisky und Kunst kamen gut an

Mit kurzen Einlagen vor dem Haus in der Herborner Hauptstraße faszinierte der Dudelsack-Spieler so ganz nebenbei zahlreiche Passanten. Die Menschen, die den Event besucht hatten, gefiel der Abend mit Kunst, Whisky und vielen interessanten Gesprächen ausgesprochen gut.

Man war sich darüber einig, dass die Veranstaltung das kulturelle und gesellige Gesicht der Stadt bereichert hat und unbedingt wiederholt werden muss. sig/Fotos: privat

Mathis Ortmann rockt die Orgel.

Melodien aus „Herr der Ringe“ und von „Metallica“

Filmmelodien und Popsongs auf der Orgel? Für Mathis Ortmann (27) kein Problem. Der leidenschaftliche Orgelspieler hat sich ein entsprechendes Repertoire angeeignet. In der evangelischen Margarethenkirche Ewersbach spielt er am Sonntag, 23. Februar um 18 Uhr auch Songs von „Metallica“ auf der Orgel.

Mathis Ortmann. Foto: privat

Es war vor vielen Jahren: Da hat sein Grundschullehrer den Schülern an der Orgel in der Kirche etwas vorgespielt. Da war der junge Mathis Ortmann sicher, das Instrument will ich auch einmal spielen, wenn ich größer bin. „Ich bin zu meinen Eltern gegangen und habe ihnen gesagt, das will ich lernen!“

Später in der 7. Klasse ist es dann soweit: Mathis nimmt Orgelunterricht bei Kantor Joachim Dreher in der Katholischen Kirche in Dillenburg und übt eifrig an der Kirchenorgel in Eibelshausen. Später begleitet er die Gemeinde und spielt auch heute noch regelmäßig in den Gottesdiensten an der Orgel. Das Instrument fasziniert ihn nach wie vor: „Die Orgel ist wie ein Orchester, es lässt sich nahezu fast alles spielen“, sagt er. Irgendwann sieht er im Internet einen Organisten Filmmusik auf der Orgel spielen. Es sind Melodien aus „Fluch der Karibik“. Das wollte er dann mal ausprobieren. 

Er fragt den Organisten an und erhält gegen Spende die Noten. Er sucht weitere Notensätze zu bekannten Filmmelodien – und spielt sie auf der Orgel nach. Heute ist sein Repertoire an Filmmusiken und bekannten Songs recht vielseitig. In Ewersbach spielt er Songs von der britischen Rock-Pop-Band „Coldplay“ bis zur schwedischen Power-Metal-Band „Sabaton“ und sogar von der US-amerikanischen Metalband „Metallica“.

Orgel beeindruckt mit Bass-Klang

„Die Orgel hier in der Margarethenkirche ist sehr ähnlich zu meiner Orgel in der Heimatgemeinde“, sagt Mathis, „was man hier deutlicher spürt, ist der Bass, das zaubert mir bei manchen Stücken ein Lächeln aufs Gesicht“. Man kann die Orgel beliebig laut spielen, man spürt den Ton. Die Freude am Orgelspiel ist deutlich bei dem 27-Jährigen zu spüren. Die Evangelische Kirchengemeinde Ewersbach lädt am Sonntag, 23. Februar 2025 um 18 Uhr zu dem „mal anderen Orgelkonzert“ mit Matis Ortmann in die Evangelische Margarethenkirche ein.    

Eine Hälfte des Konzerts besteht aus Filmmusik mit Melodien aus „Herr der Ringe“, „Gladiator“ oder aus „Transformers“. Die andere Hälfte spielt er bekannte Lieder von Bands wie „Coldplay“, „Sabaton“ oder Metallica. Zwischendrin gibt es noch einen Impuls von Joshua Huber, dem CVJM-Jugendreferenten aus Eibelshausen.

Das Konzert wird etwa eine Stunde dauern. Es richtet sich besonders an Jugendliche und junge Erwachsene. Und: Vielleicht finden wieder junge Menschen Interesse an der Orgel. 

Foto und Text: Holger J. Becker-von Wolff