Wie Christen in Europa oder beispielweise in Indonesien ihren christlichen Glauben leben, kann ganz unterschiedlich sein. Ein Gottesdienst im Rahmen eines interkulturellen Gemeindeprojekts „COSMO“ am Sonntag, 18. Oktober 2026 um 11 Uhr beschäftigt sich mit unterschiedlichen Sichtweisen und dennoch verbindenden Elementen des christlichen Glaubens. Der „COSMO Gottesdienst“ findet in der Evangelischen Stadtkirche in Herborn statt. Es ist die zweite von insgesamt drei Veranstaltungen des Gemeindeprojekts „COSMO“.
Das Projekt Cosmo will internationale und interkulturelle Unterschiede aber auch das Verbindende deutlich werden lassen. „Wir eröffnen durch Lesungen verschiedenster globaler theologischer Ansätze Raum für nicht-westliche Weltregionen“, sagt Vikar Mark Philip Stadler, der den Gottesdienst mitgestaltet. Weitere Gäste sind Inke Rondonuwu von der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main und Mawuli Assimadi vom Zentrum Ökumene aus Frankfurt. Auch musikalisch wird der Gottesdienst besonders gestaltet sein von Kantor Johann Lieberknecht.
Die Kriegstrommeln tönen landauf landab. Politiker unterschiedlichster Couleur überbieten sich mit ihren Forderungen nach Kriegstüchtigkeit. Der Russe will scheinbar den Spieß diesmal umdrehen. In der Vergangenheit hatte Deutschland die ersten Schritte getan, um das damalige Reich der Sowjets in die Knie zu zwingen. Wenn sich die einstigen Genossen nun für die 20 Millionen Kriegstoten auf russischem Boden rächen wollen, werden wir ihnen zeigen wo der Hammer hängt. Der russische Angriff auf unsere neuen Verbündeten wird nicht folgenlos bleiben. Wir brauchen aber noch ein wenig Zeit und der Russe wird hoffentlich kein Spielverderber sein und wie geplant bis 2029 warten. Schließlich müssen wir ja noch kriegstüchtig werden und vielleicht auch ein paar Bunker bauen. Da wir ja inzwischen schon groß sind, werden uns unsere Freunde jenseits des Atlantiks alleine agieren lassen und wir dürfen endlich mal zeigen was wir drauf haben. Diplomatie ist nur was für Schwachmaten und das sind wir doch sicher nicht.
Zum Glück haben sich die einstigen Wehr-und Kriegsdienstgegner besonnen und schmieden wieder Pflugscharen zu Schwertern um. So richtig mitmachen werden sie zwar auch zukünftig nicht, aber zum Scharfmachen taugen sie allemal. Unsere stillgelegten dicken Führungsbunker braucht es wohl nicht mehr. Im Falle eines Falles werden sicher ein paar Fluggeräte in der Lage sein, die wichtigsten Frauen und Männer rechtzeitig außer Landes zu fliegen.
Fakt ist: Unser Volk hatte schon zu lange in Frieden gelebt. Jetzt wird es mal wieder Zeit für einen richtigen Krieg. Wenn es unbedingt sein muss, auch nicht erst in vier Jahren. Jeder der anderer Meinung ist, kann nur ein Nazi oder Putin-Versteher sein und die Parteien, die sich dagegen stellen, sollten auf der Stelle verboten werden. Die Omas gegen Rechts müssen ihre Enkel allerdings schnellstens kriegstüchtig machen, sonst verpassen die den aufregendsten Teil. Wenn Putins Schergen die ganz harten Sachen einsetzen sollten, werden wir sie einfach ignorieren, aber keinesfalls kapitulieren. Die Rüstungsindustrie hat schließlich hohe Erwartungen an uns und was soll in einem Friedensfall denn mit den vielen produzierten Waffen geschehen. sig
Das Navi mit dem Namen Hessenpark gefüttert und noch keine Stunde später parkt man (über die A45 und A5 kommend) vor den Toren einer der bekanntesten Hessischen Sehenswürdigkeiten unweit von Neu-Anspachs. Das 1974 dort angesiedelte „Freilichtmuseums Hessenpark“ hat einen Ruf, der weit über die Hessischen Landesgrenzen geht.
Der gepflasterte Marktplatz ist der gesellschaftliche Mittelpunkt des Hessenparks
Das Eintauchen in eine Welt, die es schon lange nicht mehr gibt, hat seinen ganz besonderen Reiz und zieht nicht nur Erwachsene in seinen Bann. Wer jedoch so „leichtsinnig“ ist ausgerechnet am 4. Oktober den Park besuchen will, muss sich auf lange Schlangen und volle Parkplätze einstellen. Am Tag zuvor waren es 6 000 Besucher, erfuhren wir von einem netten alten Herrn und viel weniger waren es sicher ein Tag später auch nicht.
Im Wirtshaus zum Adler lässt sich gut tafeln
Nach dem Passieren des Haupteingangs und dem Erwerb einer Eintrittskarte (14 Euro) verliert man sich in Fachwerkbauten, die einst zur baulichen Normalität gehörten. Ein riesiger gepflasterter Marktplatz mit Brunnen ist der Ausgangspunkt für eine Besichtigungstour ohnegleichen. Neben zahlreichen Einzelhandelsgeschäften, einem Hotel und einem Restaurant mit leckerer Speisekarte, reihen sich alte Häuser, die ehemals in hessischen Kleinstädten und Dörfer standen.
Das alte Haus aus Mademühlen spiegelt die damalige Zeit wider.
Wenn man sich vorstellt mit welch großem Aufwand und Sachverstand die abgebaut, an ihren neuen Standort Hessenpark gebracht und wiederaufgebaut wurden, steigt der Respekt für diese Leistung unaufhörlich. Unter den rund 350 überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeitern gibt es Spezialisten für alle Gewerke und das ist für den substanziellen Erhalt und den originalgetreuen Aufbau der Häuser elementar wichtig.
Scheune aus Driedorf-Münchhausen.
Wer glaubt, er könne sich die gesamte Parkanlage in ein paar Stunden „reinziehen“, ist schief gewickelt. Alleine die Tatsache, dass es fast in jedem Gebäude etwas zu erleben gibt, verschlingt Zeit, die man gerne aufbringen möchte. Auch Außenveranstaltungen wie Bauernmarkt oder aktuell ein Erntefest, faszinieren durch ihre Vielfältigkeit und diverse Mitmachaktionen. Auffällig ist, dass auch Kleinkinder in den Besucherreihen zu finden sind. Viele Menschen suchen ganz gezielt nach Häusern aus ihren Kommunen, die im Hessenpark einen Platz gefunden haben. So entdeckt man zum Beispiel ein Haus aus Driedorf- Mademühlen, dass die Armut der damaligen Zeit widerspiegelt. Auch aus Driedorf-Münchhausen haben ein Haus und eine Scheune ihren Weg nach Neu-Anspach gefunden.
In der alten Schmiede scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
Sogar drei Kirchen, eine Schmiede, eine Stellmacherei und viele alte Handwerke gilt es in Augenschein zu nehmen und es ist erstaunlich zu sehen, mit welchen, nach heutigen Maßstäben primitiven Werkzeugen gearbeitet wurde. Ein Fotogeschäft mit unzähligen Apparaten, die schon lange nicht mehr „in“ sind, fasziniert den Fotografen ebenso wie den Technik Interessierten. Mit zahlreichen Original-Exponaten wird in einem anderen Haus auf die Entwicklung des Drucks eingegangen. Unter den Spezialisten führt ein mittlerweile 91 Jahre alter Schriftsetzer sehr eloquent in die Geheimnisse des Buch- und Zeitungdrucks. Der Sachverstand der einzelnen Fachleute und die Möglichkeit sich mit ihnen ausführlich über die einstigen, teilweise bahnbrechenden Erfindungen unterhalten zu können, ist bereits das Eintrittsgeld Wert.
Der Lageplan des Parks vermittelt seine Größe sehr gut
Unbedingt muss man sich auch im „Schawellsche“ umsehen und gegebenfalls einkaufen. Dieser einzigartige Laden hat sich auf den Verkauf von Produkten aus der Holzmanufaktur „Oberurseler Werkstätten“ spezialisiert. Eine Vielzahl von Holz- und Stoffspielzeugen, traditionellen und neuen Spielen sowie hochwertigen Dekorationsartikeln werden dort von Behinderten hergestellt und nur die werden im „Schawellsche“ verkauft.
Ein Hinweis auf die Landesgartenschau 2027, in die auch der Hessenpark eingebunden ist, wirft seine Schatten voraus.
Die Menschenschlange vor der Bäckerei am Marktplatz riss stundenlang nicht ab und wer das Geheimnis des Andrangs erkunden wollte musste sich einreihen. Ein wunderschönes Haus mit Hof, der durch einen Sandsteintorbogen erreicht werden kann, liegt gegenüber einer Schule die noch von einer anderen alten Bildungseinrichtung bautechnisch getoppt wird. Wer erst zu Mittag im Park erscheint, hat bis zu Schließungszeit viel zu wenig gesehen und muss wiederkommen. Die beste Gelegenheit ist sicher der Weihnachtsmarkt 2026. Er findet im Hessenpark“ 2026 vom 28. November bis 13. Dezember jeweils samstags und sonntags von 11:00 bis 16:00 Uhr statt.
Der Hessenpark ist von März bis Oktober täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, von November bis Februar an Wochenenden und Feiertagen von 10:00 bis 17:00 Uhr. Freilichtmuseum Hessenpark,Laubweg 5, 61267 Neu-Anspach 06081 588-0* oder 06081 588-127, www.hessenpark.de, service@hessenpark.de
Attribute wie Fantasie- und Entschlusslos, gepaart mit Empathielosigkeit und Starrsinn sind nicht unbedingt die besten Vorrausetzungen für eine Führungsposition. Menschen, denen es trotz dieser negativen Eigenschaften gelingt Macht über andere auszuüben, sind leider keine Ausnahme.
In der freien Wirtschaft wird Führungsschwäche jedoch schnell erkannt und man trennt sich früh genug, bevor Schäden entstehen. Sobald es jedoch in den Bereich von Ämtern geht, ist eine schmerzlose, schnelle Trennung sehr schwer oder in der Regel fast unmöglich. Je höher das Amt und je größer die Zahl der Nutznießer, die diese Schwächen nutzen, um sich unkontrolliert die Taschen voll zu machen, desto fataler erweist sich Führungsschwäche dort, wo Stärke ein unbedingtes Muss sein sollte. Entschlusslosigkeit in Verbindung mit der Priorisierung ganz persönlicher Interessen kostet Geld, schadet dem System und letztlich allen Beteiligten. Dass in einem Vakuum von Energie- und Antriebslosigkeit „Berater“ aller Couleur leichtes Spiel haben mindestens Teile der Macht zu übernehmen, ist nicht besonders schwierig. Eingebaute Kontrollmechanismen funktionieren folglich nicht mehr oder werden weitgehend außer Betrieb gesetzt.
Menschen, die darauf angewiesen sind ordentlich und gekonnt geführt zu werden, sind die ersten, die unter den genannten Missständen zu leiden haben. Sehr rasch stellen zumindest die meisten von ihnen fest, dass nichts mehr so läuft, wie es eigentlich sollte. Führungslosigkeit macht sich besonders an den „Rändern“ bemerkbar und es bilden sich in homogenen Gesellschaften teils gefährliche Vakuen. Halbherzige Versuche dieser negativen Entwicklung Herr zu werden und ihr mit unkontrollierbaren Verboten zu begegnen, scheitern meist schon im Ansatz.
Obwohl die Spielregeln in demokratischen Systemen grundsätzlich auf Volkssouveränität, Gewaltenteilung und Chancengleichheit für alle Parteien basieren, kommt es hier besonders durch Machtaneignung und Negierung von Gesetzesvorlagen zu Entgleisungen, die dramatische Folgen haben können. Wenn ideologische Exzesse zum Maß der Dinge erhoben werden, verschiebt sich der Fokus ins Negative.
Gehorchen leitet sich von dem Verb „horchen“ ab. Im Mitteldeutschen war mit gehorchen „aufmerksam zuhören“ gemeint und daran hapert es im Allgemeinen wie auch im speziellen bei den sogenannten Führungskräften. Aufmerksam zuhören empfiehlt sich ganz besonders für „Führer“ in einem demokratischen System. Schließlich gilt es die Souveränität des Volkes zu beherzigen und daher ist es Pflicht zu hören, was die Volksmeinung ist.
Führen heißt Dienen oder wie mein Vater oft sagte: Wer führen will, muss dienen lernen.“ Das ist nicht nur ein humanistischer Ansatz, sondern auch eine Philosophie, die den langfristigen Erfolg der Gesellschaft fördert. Indem politische Führungskräfte sich auf das Wohl der ihnen anvertrauten Menschen konzentrieren, schaffen sie ein Umfeld, welches von Vertrauen, Respekt und Zusammenarbeit geprägt ist.
Wie geht ein Volk von Geführten mit einer schwachen Führung um. Ganz einfach. Es nimmt sie mit Masse hin und fügt sich in die scheinbare Alternativlosigkeit. Das kann sich jedoch mit kontinuierlicher Abnahme des sozialen Gleichgewichts ändern. Wenn die Lebensumstände sich drastisch verschlechtern und der individuelle Spielraum für „Leben“ sich immer mehr verkleinert, kommen Fragen auf. Die werden dringlicher und je mehr sie unbeantwortet bleiben, desto größer wird der Unfrieden.
Das äußert sich anfänglich durch individuelle Vergrößerung der Ellenbogenfreiheit, gesellschaftliche Spaltungstendenzen und nicht zuletzt durch die Suche nach Alternativen. Jetzt wird es für Führungspersonen höchste Zeit ganz genau hinzuhören, also „dem Volk aufs Maul zu sehen“, wie einst Martin Luther empfahl.
Die Führungskraft, die jetzt aber lediglich den Machterhalt im Blick hat wird scheitern. Sie selbst muss Fehler bei sich suchen und je nach Fähigkeit korrigieren. Da sie aber genau diese Fähigkeit nicht besitzt, ist eine Trennung unumgänglich.
Tragisch ist, wenn sich die Dinge so weit verschlechtern, dass sogar kriminelle Strukturen „hoffähig“ werden und gemeinsam mit sogenannten „etablierten“ politischen Organisationen nach Macht streben, dann ist der Kollaps vorprogrammiert.
Traurig ist, dass dies auch einem Land wie Deutschland widerfahren kann und durch anhaltende Führungsschwäche auch wird.
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