Und Dänemark? Was soll man dazu noch sagen?

Ein heutiger Kommentar in Facebook hat mir sehr gut gefallen, weil er heiße Tipps für unsere Regierungsverantwortliche enthält. Wenn man bedenkt, dass in Dänemark eine Mitte-Links-Koalition am Ruder ist und die Ministerpräsidentin Mette Frederiksen eine Sozialdemokratin ist, um so bemerkenswerter. Unser Bundeskanzler könnte schlagartig 50 Prozent mehr Zustimmung von seinem Wahlvolk bekommen, wenn er sich bei Frederiksen beraten ließe und einiges davon direkt umsetzen würde.

Dänemark scheint den Gordischen Knoten lösen zu können und Deutschland staunt

Die Dänen haben etwas getan, das in weiten Teilen Europas inzwischen als revolutionäre Idee gilt: Sie haben beschlossen, die Probleme nicht endlos zu diskutieren, sondern tatsächlich zu lösen.

Das Ergebnis? Die Nettozuwanderung aus problematischen Herkunftsländern ist massiv zurückgegangen. Und plötzlich ist es nicht mehr besonders bequem, frischgebackener Däne zu sein, wenn man eigentlich gar kein Interesse daran hat, Däne zu werden.

Ghettos? Nicht mehr erwünscht. Überschreitet der Anteil nichtwestlicher Migranten in einem Wohngebiet bestimmte Grenzen, wird umgebaut, aufgelöst oder notfalls abgerissen. Ja, das kostet Geld. Aber die sozialen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Folgekosten paralleler Gesellschaften sind bekanntlich um ein Vielfaches höher.

Man stelle sich vor, Frankreich würde sich daran ein Beispiel nehmen. Vielleicht gäbe es dann weniger Viertel, in denen jugendliche „Aufpasser“ den ganzen Tag auf Plastikstühlen sitzen und Drogendealer vor Polizeikontrollen warnen.

Wer in Dänemark staatliche Leistungen und Rechte beansprucht, muss sich an die Spielregeln des Landes halten. Dazu gehört auch, einem Beamten zur Begrüßung die Hand zu geben. Mit der eigenen Hand. Persönlich. Direkt. Ganz ohne religiöse Sonderregelungen oder kulturelle Ausnahmen.

Die Botschaft ist denkbar einfach:

Europäisches Land. Europäische Regeln.

Und wer als Gast das Gefühl hat, seine eigenen Regeln seien wichtiger als die des Gastlandes, dem wird freundlich, aber bestimmt erklärt, dass die Weltkarte groß ist und niemand zum Bleiben gezwungen wird.

Auch bei Straftätern zeigt Dänemark bemerkenswert wenig romantische Verklärung. Wer schwer straffällig wird, darf sich künftig nicht mehr auf den Komfort skandinavischer Haftanstalten verlassen. Für manche Verurteilte wurden Haftplätze im Kosovo angemietet. Danach gilt das Prinzip: Strafe verbüßt, Rückreise antreten, Thema erledigt.

Man fragt sich unweigerlich:

Moment mal … das geht?

Man kann tatsächlich die Interessen der eigenen Bürger, die öffentliche Sicherheit und die kulturelle Identität eines Landes verteidigen, ohne dafür jeden zweiten Tag einen Expertenrat, einen Krisengipfel oder eine Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Vorbesprechung einzuberufen?

Während andere Länder Milliarden für die Beseitigung der Folgen ihrer verfehlten Politik ausgeben, haben die Dänen offenbar beschlossen, die Ursachen anzugehen.

Deshalb blickt heute ein Teil Europas auf Dänemark wie auf den einen Menschen im Raum, der als Erster auf die Idee gekommen ist, das Fenster zu schließen, statt stundenlang über den Luftzug zu diskutieren. Deutsche Freunde Israels/ Ru Em 

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