Die geplante Bebauung mit 15 Wohntürmen für zirka 200 Appartement-Wohnungen und eines Parkhauses an Stelle des ehemaligen Toom/REWE-Marktes im Herborner Hinterthal gefällt nicht allen Herborner Bürgern. Der Investor, der im Juni 2020 die HELM Wohnpark Herborn GmbH & Co. KG, Aßlar gründete, stellte in der nachfolgend genannten Sitzung den Bauausschuss-Mitgliedern des Herborner Parlaments das Projekt vor. Dabei ergaben sich zahlreiche unbeantwortete Fragen, die in zwei weiteren Sitzungen geklärt werden sollen. Klar war jedoch, dass der Bauherr im Zuge der Baumaßnahmen 8 Nistkästen für heimische Wildvogelarten installieren will. Dies wurde in der Sitzung kommentarlos zur Kenntnis genommen. sig
Der ehemalige REWE/Toom-Markt im Herborner Hinterthal ist abgerissen. An seiner Stelle sollen 15 Wohntürme entstehen. Foto: privat
Die Initiative „Bürger für Herborn“ schickte mir per Mail nachfolgenden Bericht, mit der Bitte diesen in gerdaus-welt.de zu veröffentlichen.
Den Stadtverordneten wurde in der Bauausschusssitzung im Merkenbacher Bürgerhaus am 2. Juni 2021 erstmals die Dimension der geplanten Änderung des Bebauungsplans im Herborner Hinerthal bewusst. Zahlreiche Fragen blieben offen. Unsere Forderungen, nicht im beschleunigten Verfahren zu beschließen, sondern sich ausführlich mit den Festsetzungen im Bebauungsplan und dem geplanten Bauvorhaben auseinanderzusetzen, wurde gefolgt. In der 27. Kalenderwoche, die am 28. Juni beginnt, sind zwei öffentliche Termine des Ausschusses im Herborner Hinterthal und in Gießen „Am alten Schlachthof“ geplant – siehe Artikel von heute (12. 06.) im Herborner Tageblatt. Leider ist in dem Artikel nicht mehr die Rede von der angekündigten Bürgerversammlung.
Wir möchten an dieser Stelle nochmals betonen, dass es nicht das Ziel unserer Initiative ist, jegliche Bebauung zu behindern oder gar zu verhindern. Es geht um einen gerechten Ausgleich von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen. Wir stören uns weiter an der Art und Weise, wie seitens der Stadt und der Investoren versucht wird, in beschleunigten Verfahren und unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Tatsachen zu schaffen, ohne ein ausführlichen Diskurs zuzulassen. Ebenso schädlich für die weitere Stadtentwicklung sehen wir auch bei diesem Vorgang, die Diskussion um einzelne Standorte und Objekte und fordern weiter einen öffentlichen Diskurs um die integrierte Stadtentwicklung. Wir wünschen uns, dass die Stadt Herborn in einem integrierten Stadtentwicklungskonzept für Kernstadt und Stadtteile auch Flächen für Wohnbebauung ausweist und es zu einer Umkehr kommt. Die Stadt bietet Flächen mit Vorgaben für sozial verträglichen Wohnungsbau und nicht Investoren suchen Schwächen in der Bauleitplanung. Ronald Lommel und Hans-Dieter Wieden
Einen Kommentar von Thorben Meier, den ich heute im sozialen Netzwerk fand, hielt ich für so treffend, dass ich ihn nachfolgend auch in gerdaus-welt.de veröffentlichen möchte.
Annalena Baerbock (Grüne) möchte den Benzinpreis noch teurer machen. Kritik daran ist für den grünen Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter eine „populistische Bezinwutkampagne“. Die Grünen haben sich vollkommen von der Lebenswirklichkeit der Deutschen abgekoppelt. Arroganz von Leuten, die jederzeit einen Fahrer zur Verfügung haben und die sich eine Steuererhöhung – durch hohe Diäten etc. – finanziell locker leisten können.
Dabei geht es doch keineswegs um eine „Benzinwutkampagne“. Es geht vielmehr für viele Menschen um nicht weniger als die Frage, ob sie sich das Leben in der Heimat in Zukunft noch leisten können. Wer diese Sorgen niederbrüllt oder verächtlich macht, spielt mit dem sozialen Frieden.
Ein stabiler Handkarren und ein geräumiges Fahrrad für die Masse. Kann so dass Klimaproblem in der Welt nachhaltig gelöst werden? Archivfoto: Gerdau
15% der Deutschen leben in Städten mit weniger als 5.000 Einwohnern. 27% in Städten zwischen 5.000 und 20.000 Einwohner und in Städten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern leben weitere 27%. Insgesamt also fast 70%. Nur etwas über 30% der Deutschen leben in Großstädten. Gleichzeitig ist der Wunsch auf dem Land zu leben ungebrochen: Laut einer Umfrage von Kantar von 2019/2020 wollen 34% der Deutschen in einem Dorf, 27% auf dem Land/Kleinstadt und 26% am Stadtrand leben. Nur 13% wollen in der Stadt leben.
Nun ist es aber so, dass erst ab einer gewissen Stadtgröße der ÖPNV eine echte Alternative zum PKW darstellt. Je nach Einzelfall dürfte dies ab einer Stadtgröße von 70/80.000 Einwohnern überhaupt wirklich relevant sein. Und selbst bei Großstädten sind viele Randbezirke derart schlecht angebunden, dass es für Menschen z.B. im Schichtdienst keine wirkliche Alternative zum eigenen PKW gibt. Das, was die Grünen mit Radschnellwegen und einem „verbesserten ÖPNV“ erreichen wollen, taugt nur für eine Minderheit der Deutschen.
Daran zeigt sich aber die ganze Unsinnigkeit der Erhöhung von Bezinpreisen: Erhöhte Steuern sollen entweder Leute davon abhalten etwas zu tun (z.B. Tabaksteuer, oder damals die „Alkopops“) oder sie sollen die Leute dazu bringen, auf andere Alternativen umzusteigen, die dann steuerlich bevorzugt werden. Bei der Bezinsteuer geht es vor allem um Letzteres. Das Problem: Für die Mehrheit der Deutschen gibt es wie gesagt diese Alternative nicht. Wer in Berlin zentral wohnt, der wird schon heute das Auto nur selten nutzen, wer aber im Speckgürtel von Hannover wohnt, in Ostwestfalen, Niederbayern, der Uckermark oder Ostfriesland, der hat diese Alternative schlichtweg nicht. Für solche Leute kann eine höhere Co2-Bepreisung auf Treibstoff keinerlei Lenkungswirkung entfalten – weil er mangels Alternative trotzdem zum PKW greifen muss. Er zahlt nur viel mehr Geld für das gleiche. Insofern ist die Erhöhung von Benzinpreisen ein vollkommen untauglicher Versuch.
Eigentlich ist das Ergebnis noch schlimmer: Den Leuten auf dem Dorf, in Klein- und Mittelstädten und den Speckgürteln der Metropolen bleibt nichts anderes übrig, als noch mehr für Sprit zu bezahlen. Damit finanzieren dann Leute, die oftmals eher nicht zu den Gutverdienern gehören, irgendwelche Zuschüsse zu Solaranlagen, E-Autos und neuen Heizungen, die wiederum vor allem denen zugute kommen, die sich eh ein e-Auto oder eine Solaranlage leisten können – die paar tausend Euro Prämie aber gerne mitnehmen. Es ist eine unsoziale Umverteilung von unten nach oben. Ohne jede positive Lenkungswirkung für das Klima.
Dörfer und Klein- und Mittelstädte werden massiv leiden. Wer sein Kind zur Musikschule oder zum Sport bringen will, wer am Übungsabend der Feuerwehr teilnehmen oder sich in der Kreispartei engagieren möchte, muss viele Kilometer mit dem Auto zurücklegen. Der Bus ist keine Alternative. Der fährt nämlich nach 18 Uhr nicht mehr. Diese Leute werden es sich in Zukunft doppelt überlegen müssen, ob sie sich das finanziell weiter leisten wollen.
Die Benzinpreisorgie der Grünen bringt rein gar nichts. Es gibt es keine wirkliche Alternative zum PKW. Und auch in Zukunft wird ein 15-Minuten-Takt in Ostwestfalen, dem Allgäu oder im Erzgebirge nicht realisierbar sein. Insofern führen die Pläne der Grünen dazu, dass weite Landstriche veröden, das Dorfleben weiter stirbt und der Druck auf den Wohnraum in bestimmten städtischen Lagen weiter steigt. Und dann rufen dieselben Grünen wieder nach einer Mietpreisbremse. De facto ist die Bezinpreiserhöhung eine Umverteilung von unten nach oben.
Dass den Grünen dies egal ist und man die berechtigte Sorge um die Zukunft in der ländlichen Heimat als „populistische Benzinwutkampagne“ bezeichnet, zeigt, wie wenig diese Partei der Besserverdiener sich um die Belange aller Menschen in unserem Land kümmern.
Die Grünen zu wählen, das muss man sich zuallererst leisten können.
Zur Wahrheit gehört jedoch auch: Die Erhöhung des Benzinpreises um 16 Cent ist schon beschlossen – von der GroKo. Ein sozialer Ausgleich, wie die GRÜNEN ihn planen, wurde allerdings abgelehnt – von der CDU.
An allen Ecken und Enden wird in der schönen Fachwerkstadt gebaut, was das Zeug hält. Wir brauchen Wohnraum, ist von offiziellen Stellen zu vernehmen und das ist richtig. Bezahlbaren Wohnraum vor allem und der ist trotz der anhaltenden Bauwut immer noch Mangelware. Für die Besserverdiener, mit monatlichen Einkommen über 8 000 Euro sind läppische 1 300 Euro Miete ein Klacks. Für den normalen Bürger, die Friseurin, den gewerblichen Mitarbeiter oder die Servicekraft in der Gastronomie hingegen Utopie.
Jetzt steht gerade ein neues Wohnprojekt im Raum. Das Herborner Hinterthal ist bereits seit Beginn des vergangenen Jahres in den Focus von Investoren gerückt. Abgesehen von der Genossenschaft für Bau- & Siedlungswesen Herborn eG (GBS), die sich in ihren Statuten „Versorgung mit Wohnraum zu fairen Preisen“ auf die Fahnen geschrieben hat, tummeln sich auch Gewinnmaximierer auf dem Markt für Betongold. Während die GBS an Stelle des ehemaligen bedra-Geländes drei Wohngebäude mit jeweils 20 Wohnungen errichten will, sollen ein paar Meter weiter 15 sechsstöckige Blöcke mit insgesamt 330 Wohnungen plus 60 bis 70 Boarding-House- Wohnungen entstehen. Schwer vorstellbar, wenn dort bis zu 30 Meter hohe Wohnklötze entstehen, die noch über das Niveau der benachbarten Westerwaldstraße ragen.
Archivbild Herborn. Links hinten steht noch bedra und der alte REWE/Toom-Markt. Foto: Gerdau
Dazu ist bei Wikipedia zu lesen:
Der Begriff Boardinghouse (von engl. boarding = Verpflegung/Beköstigung, house = Haus) oder Serviced Apartment bezeichnet einen Beherbergungsbetrieb, welcher Zimmer oder Apartments mit hotelähnlichen Leistungen in meist städtischer Umgebung vermietet. Im Gegensatz zu einer Pension oder einem Hotel ist in einem Boardinghouse ein längerer Aufenthalt geplant. Daher wird im deutschen Sprachraum auch die Bezeichnung „Zuhause auf Zeit“ genutzt. Die Zimmer und Wohnungen in einem Boardinghouse werden vor allem von Firmen genutzt, die über längere Zeit Mitarbeiter für bestimmte Projekte in andere Städte entsenden. Deren Unterbringung in einem Boardinghouse ist wesentlich günstiger als in einem Hotel. Eine Alternative auf einfacherem Niveau bieten auch Monteurzimmer.
Der Investor, die HELM Wohnpark Herborn GmbH & Co. KG mit Sitz in Aßlar will angrenzend an die Wohnblöcke ein Parkhaus errichten, um die dann entstehende Nachfrage nach Parkraum zu befriedigen. Die Zufahrt zu dem Wohnkomplex soll über die Westerwaldstraße, über besagtes Parkhaus erfolgen.
So weit so gut oder schlecht. Die Stadt Herborn entledigt sich auf jeden Fall ihrer letzten Möglichkeit für eine repräsentative Stadthalle. Sie befindet sich damit in bester Gesellschaft mit den Nachbarkommunen Dillenburg und Sinn, die ebenfalls auf eine solch kulturelle Einrichtung verzichten müssen. Wenn die Konferenzhalle am Herborner Haus des Lebens einer geplanten Erweiterung des Seniorenheims weichen muss, ist weitgehend „Ende Gelände“. Der Vitos-Festsaal war bisher noch der letzte Rettungsanker für größere Veranstaltungen in der Stadt, aber auch sicher nicht die perfekte und immer verfügbare Ultima Ratio.
Jetzt soll sich im Hinterthal an Stelle des ehemaligen Toom-Marktes ein „Pertuis-Platz II“ entwickeln, aber die Mitglieder des Herborner Bauausschusses unter dem Vorsitz von Lukas Winkler im Beisein des 1. Stadtrates Claus Krimmel vernahmen erstmals am Mittwoch konkretes oder besser weniger Konkretes zu den geplanten Maßnahmen. Sie lehnten denn auch eine definitive Aussage mit Abstimmung zu dem Projekt ab und wollen sich doch lieber einmal ein Bild vor Ort machen.
Wie schon gesagt, die Stadt braucht bezahlbaren Wohnraum und das sicher nicht um jeden Preis. Schon einmal standen die Entscheider vor einer ähnlichen Situation. Daraus entwickelte sich eine immer noch unansehnliche Hochhausburg-Bebauung auf dem Schießberg. Viele Kommunalpolitiker sagten später, „das würden wir so nicht wieder machen.“
Auch die Bebauung des Pertuis-Platzes ist eine ähnliche Bausünde in der Mitte der Stadt und egal wen man heute fragt, es will niemand dafür gewesen sein. Wenn die Baugruben erst einmal ausgehoben sind, ist der Käse gegessen, wie der Volksmund sagt.
Ob die Wohnblocks auf dem ehemaligen Gutshof-Gelände auch wirklich dorthin passen, hinterfragte ebenfalls niemand. Jetzt stehen sie da- Herborn braucht Wohnraum- und bieten sich für knapp 1 000 Euro Wohnungs-Kaltmiete an.
Die Volksbank hat ihren Gebäude-Block direkt gegenüber der Tiefgarageneinfahrt des Dill-Center stehen. Schön ist auch hier etwas anderes. Es hat ein wenig Plattenbau-Charakter. Aber, Herborn braucht Wohnungen, auch wenn die Penthouse-Preise in Richtung der 1-Millionen Grenze ziehen.
Die Herborner Geschäftswelt und die Gastronomie dürfte der Zuzug vieler finanzpotenter Menschen in die Stadt freuen. Mich freut es auch, wenn unsere schöne Kommune prosperiert. Aber bitte immer mit dem Blick für das Ganze. Die Menschen ziehen nicht zuletzt wegen des schönen Ambientes an die Dill. Sicher aber nicht wegen der „vielen“ Arbeitsplätze. Die werden nämlich immer weniger und wenn sich Herborn peu à peu zu einer Kaffeehausstadt entwickelt, ist das eine wunderschöne, idyllische Angelegenheit, aber es fehlen dann irgendwann die Gewerbesteuereinnahmen.
Auch am Kornmarkt bewegt sich etwas. Schon seit Jahrzehnten spricht man davon den Schmalen Weg für den Durchgangsverkehr zu sperren und den Kornmarkt ebenso. Jetzt sollen auf dem Kornmarkt erst einmal nur an Wochenenden die parkenden PKW verschwinden und den Gastronomen mehr Raum für die Außenbewirtschaftung verschafft werden. Gut so, aber: Auch hier muss man mit sehr viel Gefühl vorgehen. Wie man eine Stadt weitgehend autofrei und damit tot machen kann, lässt sich leicht ein paar Kilometer weiter beobachten. Man kann natürlich auf das Fahrrad als Fortbewegungsmittel verweisen, aber dann hat man auch die Stadtteilbevölkerung von Schönbach oder beispielsweise Hirschberg ausgegrenzt. Ebenfalls die Dillenburger, Siegener oder die Menschen aus dem Hinterland, werden kaum mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur des Kaffees wegen in die Bärenstadt kommen.
Zum Schluss noch ein paar Worte mehr zur Parksituation in Herborn. Das Parkhaus am Hintersand will, so wie man vernehmen kann, niemand haben. Wer parken möchte oder muss soll in die Littau fahren. Dort gibt es aber gar nicht so viel Parkplätze, wie immer behauptet wird. Dann bitte schön der Schießplatz. Das nächtliche Testgelände für testosterongesteuerte Jugendliche ist aber an Werktagen mit den PKW der in der Stadt Beschäftigten schon per se gut gefüllt. Dort passte auch ein Parkhaus gut ins Bild. Es wird also eng mit den Plätzen für die ungeliebten CO2-Produzenten. Die Situation bessert sich auch nicht, indem man mehr Knöllchen verteilt. Übrigens, der Wohnmobil-Stellplatz auf dem Schießplatz ist eine Schande. In allen einschlägigen Führern wird er total abgewertet und das zu Recht.
Das soll auch so bleiben. Archiv-Foto: Gerdau
Augenmaß ist auch hier gefragt. Auf keinen Fall sollte man hinnehmen, dass Einkaufswillige die Stadt meiden, weil das Katzenstreu einfach zu schwer ist, um es hunderte von Metern weit zu schleppen.
Gewürze wurden schon von alters her mit Gold aufgewogen, weil sie die Speisen der Menschen erheblich aufwerten oder sogar manches Mal erst genießbar machen. Immer jedoch gaben und geben Pfeffer und Salz, Chili, Paprika, Kümmel und Co den jeweiligen Gerichten den letzten Pfiff. Einzige Voraussetzung: Sie müssen verfügbar sein und zu den Speisen passen.
Genau hier setzen Britta und Steffen Nies aus Herborn-Schönbach an. Das Ehepaar hat sich dem guten Geschmack verschrieben und was als Hobby begann, entwickelt sich immer mehr zu einem bedeutenden kleinen Familienunternehmen. Die „Herborner Gewürzküche“ in der Schönbacher Hauptstraße 61 feiert am 1. Juni ihr einjähriges Jubiläum und die Jahre davor, in denen sie ihrer Leidenschaft als Experimentierphase nachgingen, müsste man genau genommen noch einmal draufrechnen.
Wie kommen ein QS-Mann bei einem heimischen Autozulieferer und eine Frau, die im sozial-diakonischen Dienst tätig ist, dazu, sich so akribisch mit der Welt der Gewürze zu befassen. Ganz einfach, erklärt der 51-jährige. Ein Ausflug vor Jahren auf die Wasserkuppe in der Rhön, verbunden mit dem Besuch eines Regionalladens war die Initialzündung. Die beiden gebürtigen Herborner vom Kornmarkt goutierten den dort angebotenen handgemachten Senf und beschlossen, „das können wir auch und mindestens genau so gut“. Die ersten Schritte, in dem noch weitgehend unbekannten Metier, waren erfolgversprechend. In der historischen Senfmühle in Monschau schauten sie ebenfalls über den Zaun und holten sich Anregungen für ihr Hobby.
Die Dinge entwickelten sich und im Juni des vergangenen Jahres beschlossen Britta und Steffen Nies den Schritt in die Selbstständigkeit. Gleichzeitig gründeten sie den Online-Shop www.herborner-gewuerzkueche.de und sind seitdem noch intensiver auf Facebook unterwegs. Aus dem Hobby ihres Herzens entstand eine professionelle Gewürz-Manufaktur, die mittlerweile ein 72-teiliges Sortiment umfasst.
Die 53-jährige Britta möchte jedoch ihr kleines Unternehmen auf dem derzeitigen Niveau halten. Auch Steffen kann sich ebenfalls noch nicht vorstellen seinen eigentlichen Beruf aufzugeben. In Anbetracht der Tatsache, dass „der Laden“ brummt, ein hartes Brot. Da sie ihre Produkte, die zum großen Teil biologisch hergestellt werden, allesamt mit eigenen Händen verarbeiten, abfüllen, etikettieren und vermarkten, geht es in der „Herborner Gewürzküche“ ganz schön rund und an anderweitige Freizeitvergnügen ist schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu denken. Halt, das stimmt nicht ganz. Steffen Nies leitet in seiner knappen Freizeit sehr erfolgreich den Chor „Spirit & Joy“ der evangelischen Kirchengemeinde Haiger.
Genauso wollen sie es und ihre Leidenschaft wird eher noch größer. Mittlerweile haben zahlreiche heimische Unternehmer wie Bäckereien, Hof- und Dorfläden die leckeren Produkte der „Herborner Gewürzküche“ entdeckt und schätzen gelernt. Der Online-Shop macht schon lange vor den deutschen Grenzen nicht mehr halt und so kommen Anfragen und Kaufwünsche mittlerweile aus vielen Herren Ländern.
Der Name Gewürzküche kommt Übrigens nicht von ungefähr. Wer das Nies‘sche Unternehmen lediglich auf Gewürzmischungen reduziert, greift viel zu kurz.
Die edlen Mischungen in speziellen biologisch abbaubaren Tüten für die unterschiedlichsten Vorhaben mit sehr viel Sachverstand zusammengestellt, sind ja nur ein Teil des Unternehmens.
Ein beträchtlicher Teil des umfangreichen Angebotes ist der Senf in den vielfältigsten Ausprägungsarten. Da gibt es den Messerstecher-Senf aus Aprikosen-Chili, den Höhlensenf mit grünem Pfeffer und Pflaume (ein absolutes Geheimrezept von Britta), Senf mit Meerrettich, Knoblauch oder Mango. Insgesamt sind es 17 Varianten und eine ist leckerer als die andere.
Alles was die Beiden auf den Markt bringen ist von ihnen selber getestet und wurde in der Regel von vielen unabhängigen Testessern für gut befunden. Immer wieder schreiben Britta und Steffen Tasting- Runden aus und der Zuspruch ist immens.
Auch bei der Herstellung ganz besonderer Essige hat die „Herborner Gewürzküche“ die Nase vorn. Essig mit Erdbeeren, Holunder, Apfel, Orangen, Feige, oder Mango sind ein absoluter Genuss. Für die Herstellung der 12 Sorten zeichnet Steffen höchstpersönlich verantwortlich, lacht Britta. So hat in dem Familienunternehmen jeder auch sein Spezialgebiet.
Ganz speziell sind auch die Gewürzmischungen nicht nur für Dips. Ich konnte mich bei einem kleinen Testessen selber davon überzeugen wie aus Butter, Quark oder Jogurt und vielen anderen Grundsubstanzen erlesene Brotaufstriche werden. Man will gar nicht mehr aufhören zu essen und könnte das alles ohne Fleisch und Wurst, ganz vegetarisch, einen ganzen Abend durchziehen. Kräuter-Dip und das Gewürz für originalen, bayerische Herbatzda, Dilldapp oder Café de Schönbach sind Namen, die lukullische Erlebnisse leicht erahnen lassen. Die 12 Gewürzkreationen für Dips und vieles andere im Angebot der „Herborner Gewürzküche“ lassen keine Wünsche offen. Für Anregungen oder ausgefallene Eigennamen haben die Schönbacher Küchenmeister stehts ein offenes Ohr.
Natürlich kommen die Grillexperten in der Manufaktur ebenfalls voll auf ihre Kosten. Alleine die 16 völlig unterschiedlichen Salze und Gewürze geben dem Grillsteak und der Wurst ihren ganz eigenen Geschmack. Wer schon einmal seinen „Gewürzprüfer“ in eines der Curry-Gläschen gesteckt hat, weiß wovon ich spreche.
Auch als individuelle Geschenke eignen sich die Angebote aus der „Herborner Gewürzküche“. Da gibt es Geschenkboxen in den unterschiedlichsten Größen und sogar „die kleine Gewürzküche“ mit acht verschiedenen Dip-Gewürzen und Salzen in einer Holztruhe.
Alle Produkte sind ohne Farbstoffe, Konservierungsmittel, Aromastoffe und Geschmacksverstärker. Für diese Garantieversprechen stehen Britta und Steffen Nies mit ihren guten Namen.
Auch die sehr moderaten Preise entsprechen ihrer Unternehmens-Philosophie. „Wir produzieren nicht für eine bestimmte Käuferschicht, sondern wollen, dass alle unsere Kunden mit unserem Preis-Leistungsangebot zufrieden sind und sich unsere Produkte leisten können“, sagt Britta. Weitere Informationen per Mail: herborner.gewuerzkueche@yahoo.com und telefonisch: 02777 911 8830. Fotos: Gerdau
Lediglich ein paar Stahlpfeiler, viele Betonbrocken und jede Menge Bauschutt deuten noch daraufhin, dass an dieser Stelle einmal die Hallen eines florierenden Vollsortimenters standen. Der ehemalige Toom und spätere REWE Einkaufs-und Getränkemarkt im Herborner Hinterthal gehören endgültig in das Geschichtsbuch der Stadt. Die schweren Baumaschinen des Licher Unternehmens Gerhard Klingelhöfer Abbruch & Baustoffaufbereitung haben ganze Arbeit geleistet und die Getränkehalle für eine andere Verwendung rückgebaut und die eigentliche Verkaufshalle bis auf die Bodenplatte platt gemacht.
Der Eingangsbereich mit seiner charakteristischen Drehtür, sowie die Stirnwand, hinter der sich einst die Büros des Marktes befanden, stehen noch und sehen aus wie die ramponierten Kulissen einer modernen Westernstadt. Seit zwei Tagen perforiert ein Bagger mit einem gewaltigen Presslufthammer die Bodenplatte, damit das Wasser in den Boden abfließen kann, erklärt Chef Gerhard Klingelhöfer (29). Die Platte bleibt bis auf weiteres erhalten. Er gehe davon aus, dass sein Unternehmen noch 14 Tage zu tun habe, um alle Baureste darauf endgültig zu beseitigen.
Der regionale Bauträger (Helm-Gruppe Aßlar) hat von der INTERRA Immobilien AG Düsseldorf, Alexander Dold ein mit dem ehemaligen toom-Baumarkt (Hinterthal 2-4) bebautes Grundstück im mittelhessischen Herborn erworben, um darauf Wohnquartiere zu entwickeln. Soweit bekannt ist, sollen das Eigentumswohnungen werden.
Nur wenige Meter davon entfernt, haben die Bagger schon vor längerer Zeit ganze Arbeit geleistet. Nur noch ein großer Haufen zerkleinerter Ziegelsteine sind von dem flachen Fabrikgebäude übriggeblieben.
Auf dem freigewordenen Gelände sollen Wohngebäude entstehen. Die Genossenschaft für Bau- und Siedlungswesen (GBS) will damit 60 Miet-Wohnungen schaffen. Erste Entwürfe für drei Gebäude mit jeweils 20 Wohnungen auf dem ehemaligen Gelände der Berkenhoff GmbH im Hinterthal sind schon entstanden. sig/Fotos: Gerdau
Oma Frieda Auguste hat sie gebacken, Mutter Gisela nahm das Rezept in ihren Fundus und Tochter Petra hatte die goldgelben Eierkuchen wieder einmal auf den Tisch gebracht. Pfannenfrisch mit Zucker und Zimt überstreut und mit gemischtem Obst serviert, ein Genuss. Auch die Lieblingsnachbarin Maria partipizierte an dem kulinarischen Erlebnis. Zum Abschluss gab es Cappuccino mit einem Häubchen Sahne.
Wer’s kann, hat die leckeren Scheiben schnell produziert. Genauso schnell verschwinden sie aber auch in den Mündern der Gourmets und so muss man in der Küche schon die Finger fliegen lassen.
Der einzige Unterschied zwischen Pfannen-und Eierkuchen ist die unterschiedliche Zutatenmenge. Während beim Eierkuchen die Eier dominieren, ist es bei den Pfannekuchen das Mehl.
So schnell wie die Eierkuchen gebacken wurden, waren sie auch gegessen.
Während im deutschen Sprachraum die Bezeichnung Pfannenkuchen weit verbreitet ist, sind auch regional Eierküche, Plinse, Palatschinken und Omelett bekannt. Es gibt zahlreiche Varianten in neutral, süß oder salzig. Je nach Vorlieben werden dem Teig also Salz, Zucker, Kräuter und Gewürze zugegeben. Statt Milch lassen sich auch andere Flüssigkeiten wie Buttermilch, Sahne, Bier, Soda-oder Mineralwasser verwenden. Vieles mehr kann, nicht muss.
Die Kalorien wollen wir in diesem Zusammenhang gar nicht zählen. Nur so viel sei verraten: Es sind schon ein paar mehr als eine Portion Salatgurken hat. sig/Fotos: Gerdau
Nachdem die „großen Grünen“ die Deutsche Bevölkerung mit Steuererhöhungen- und Restriktionsplanungen aller Art so richtig aufgemischt haben, macht sich jetzt der Grüne Nachwuchs auf den Weg und setzt noch richtig einen drauf. Mit Blick auf die kommende Bundestagswahl im September 2021 nehmen sie sich die Polizistinnen und Polizisten zur Brust und erklären denen in unverhüllter Deutlichkeit, wo es mit ihnen hingehen sollte.
Die Väter unseres Grundgesetzes schufen den Artikel 20, Abs. 3 zur Erhaltung der inneren Sicherheit und Ordnung.
„Militärähnliche Bewaffnung, gepanzerte Fahrzeuge und noch mehr Polizeipräsenz auf der Straße stärken weder subjektive Sicherheitsgefühle, noch die objektive Sicherheitslage.“
Was das heißt, erklären die dunkelroten, jungen Grünen sehr deutlich, nur ein paar Sätze weiter.
„Das bedeutet: Dass nicht jede Polizeistreife standardmäßig mit Schusswaffen ausgerüstet sein muss. Dafür ist privater Waffenbesitz mit Ausnahmen von Jäger*innen und Förster*innen zu verbieten.“
Auch der Einsatz von Pfefferspray soll nach Ansicht der Nachfolger der einstigen Chaoten und Pflastersteinewerfer der Polizei verboten werden.
Dazu ist in ihrem Programm vom 21.Mai 2021 unter „Polizei neu aufstellen“ zu lesen: „….die standardmäßige Bewaffnung der Polizei mit Pfefferspray ist deshalb zu beenden.“
Der Hass auf den Staat, in dem sie leben und von dem so manche auch gut von leben, muss sehr groß sein, wenn man liest, dass diese Wirrköpfe so gerne die Axt an die Wurzeln unserer freien demokratischen Grundordnung legen würden.
Ur-Vater und Mitbegründer der ehemaligen Grünen Umweltpartei Joschka Fischer hat für die folgenden Sätze bestimmt großes Verständnis. Er hat ja wie einst Mahatma Gandhi die „Gewaltfreiheit“ in seiner Glanzzeit drastisch vorgelebt.
„Ziel von Polizeiarbeit muss sein, den Einsatz von Gewalt und Waffen gar nicht erst nötig werden zu lassen. Deeskalation muss in den Mittelpunkt der polizeilichen Arbeit gestellt werden.“
„Für Versammlungen bedeutet das: Pferde und Hunde sind auf Demonstrationen grundsätzlich fehl am Platz. Das Vermummungsverbot muss abgeschafft werden.“
Auch die bisherige Ausbildung junger Polizisten (ich erspare mir hier ganz bewusst das blödsinnige innen) ist in den Augen der jungen „MöchtegernePolitiker“ nichts Wert.
Zum Thema Aus-und Weiterbildung sagen die jungen, grünen Fachleute :
„Die Grundsteine dafür müssen bereits in einer völlig neu ausgerichteten Ausbildung gelegt werden. Kommunikationskompetenzen, ein deeskalativer Umgang mit Konfliktsituationen und diskriminierungsfreie Polizeiarbeit müssen deutlich mehr Raum erhalten. Dass angehende Polizist*innen von Tag eins ihrer Ausbildung in Polizeikasernen abgeschirmt unter ihresgleichen sind, nützt niemandem. Wie in anderen Ländern selbstverständlich, muss das Studium so weit wie möglich an regulären Universitäten stattfinden.“
Und es geht feste weiter. Was muss unsere Polizei doch ein verwahrloster Haufen in einem rechtsfreien Raum sein. Das muss man spätestens dann glauben, wenn man folgendes liest:
„Staatliches Handeln bedarf Kontrolle. Der Einsatz staatlich legitimierter Gewalt muss umso strenger kontrolliert werden, doch das Gegenteil ist die Realität; eine Aufklärungs- und Verurteilungsquote bei Polizeigewalt von nicht einmal 1% spricht eine deutliche Sprache: Gewaltexzesse in Uniform werden de facto nicht geahndet.“
Die Grünen Verfasser dieser Thesen scheuen sich nicht, die Beamtinnen und Beamten als Täter in Uniform zu bezeichnen. Hammerhart was da alles in diesen wirren Gehirnen ausgekocht wurde.
Täter in Uniform haben in Deutschland kaum Konsequenzen zu befürchten: Trotz mehreren tausend Übergriffen im Jahr kommt es nur in Ausnahmefällen überhaupt zum Verfahren – und noch seltener zu einer Verurteilung. Größtes Problem bei nicht geahndeter Polizeigewalt sind die fehlenden unabhängigen Ermittlungsstellen und die fehlende Identifizierbarkeit von Beamt*innen. Es braucht daher umgehend eine anonymisierte Kennzeichnungspflicht für alle Einheiten, um Gesetzesverstöße überhaupt ahnden zu können. Außerdem sind unverzüglich unabhängige Ermittlungsstellen mit Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften einzuführen, die bei Fehlverhalten von Polizeibeamt*innen tätig werden. Diese Anlaufstellen sind mit weitreichenden Kompetenzen und Ressourcen auszustatten. Um zudem mehr Transparenz der juristischen Aufarbeitung von Polizeigewalt zu ermöglichen, sollen alle Einsatzprotokolle und Polizeivideos bei einer unabhängigen Treuhandstelle aufbewahrt werden. Somit sollen Polizei, Justiz, unabhängige Ermittlungsstellen, aber auch von Polizeigewalt Betroffene gleichermaßen Zugriff auf diese möglichen Beweismittel erlangen.
Vergessen wir doch bitte beim Lesen dieses Pamphlets nicht, dass es um nichts weniger als die Exekutive unserer Bundesrepublik geht. Die fußt bekanntermaßen auf den Säulen des Grundgesetzes.
Nun maßt sich die „Grüne Jugend“, eine Formation der Partei, die im Herbst sogar den Bundeskanzler stellen und damit unser Land regieren möchte an, solche staatsfeindlichen Thesen öffentlich zu machen und damit brutale Hetze gegen die Polizei zu betreiben. Ein Fall für den Staatsschutz?
Im folgenden Absatz reden diese Staatsfeinde von einer „befreiten Gesellschaft“.
„Mit diesem Papier wollen wir die Debatte voranbringen, um die eklatanten Missstände in der Polizei endlich anzugehen. Uns ist bewusst, dass all diese Maßnahmen – so heftig sie auch von Polizeigewerkschaften und Innenministerien bekämpft werden – doch nur ein erster Schritt sein können auf dem langen Weg zu einer befreiten Gesellschaft, die Gewalt und Repression als Mittel der gesellschaftlichen Problemlösung Stück für Stück überwindet.“
Hoffentlich wird der bald von solchen „Erneuerern“ befreiten Gesellschaft bewusst, was es bedeutet denen die Macht zu überlassen.
Wehret den Anfängen kann ich nur sagen und immer schön wachsam bleiben.
Fast hätte ich es vergessen: Wo bleibt eigentlich Pro Polizei ? Es wäre gut, wenn dieser Verein sich zu solchen verachtenswerten Angriffen gegen unsere Beamtinnen und Beamten äußern würde.
Diese Frage bekomme ich des Öfteren gestellt und versuche hier eine Antwort zu geben.
Eine Herborner Geschäftsfrau rief mich heute Morgen an und bat darum, den Menschen doch bitte schön zu erklären, wie denn derzeit ein Einkauf in Herborn möglich sei.
Auch Hartmut Pritschke, in der Herborner Hauptstraße, freut es, wenn sich die Innenstadt wieder belebt.
Die Inzidenz hat die 100er Grenze seit ein paar Tagen unterschritten und die Tendenz zeigt weiter nach unten. Das heißt, die Geschäftsleute dürfen wieder Kunden empfangen (Click & Meet. Die Voraussetzung ist jedoch ein aktueller offizieller Corona-Schnelltest oder die Vorlage eines Impfausweises mit Bestätigung der zweiten Impfung. (Doch Achtung: Die zweite Impfung muss mindestens 15 Tage zurückliegen). Eine weitere Möglichkeit ist der amtliche Nachweis einer Genesung. Es müssen die persönlichen Daten zur Nachverfolgung angegeben und gegebenenfalls der Personalausweis vorgelegt werden.
Im Klartext: Man möchte einkaufen. Ein Anruf im Geschäft der Wahl und man bekommt einen Einkaufstermin. Dann geht es zum Testzentrum (Bärenapotheke oder Schießplatz) und man lässt sich mit einem Stäbchen testen. Auch dafür braucht es fast immer einen Termin. Mit dem negativen Nachweis geht es es zum Einkauf. Claus Krimmel Herborns Erster Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister, der auch gleichzeitig Vorsitzender des Herborner Werbering ist, kann sich gut vorstellen, dass die Geschäftsleute Kunden, wenn Platz ist, auch ohne Termin einlassen. Voraussetzung ist jedoch unbedingt ein aktueller, negativer Test.
Die FFP 2 oder medizinische Maskenpflicht besteht nach wie vor und auch die Abstände (empfohlen sind mindestens 1,50 Meter) gelten weiterhin.
Wie geht es weiter? Krimmel räumt ein, dass es spekulativ sei, für die Zeit nach Pfingsten eine definitive Prognose abzugeben. Er hofft jedoch, dass noch weitere Lockerungen möglich seien. Voraussetzung sei allerding ein weiterer Abstieg der Inzidenzwerte.
Das trifft auch für die Gastronomie im heimischen Raum zu. Marktcafé- Chef Marco Schmidt kann sich gut vorstellen, am Wochenende nach Pfingsten sein Café wieder zu öffnen. Da die Restriktionen besonders in Hessen richtig streng seien, habe er wenig bis gar keinen Spielraum und müsse sich sehr präzise an die aktuellen Vorgaben halten.
Schnellteststellen in Herborn
Bären-Apotheke
Herborn
Bahnhofstraße 8
35745 Herborn
02772/2322
info@baerenapotheke-herborn.de
Testcenter am Schießplatz
Herborn
Am Schießplatz
35745 Herborn
www.15minutentest.de
* bietet Sonntagstermine an
Alle Klarheiten beseitigt? Dann frohes und unbeschwertes Eingaufen. sig/Foto: Gerdau
Diese Stellungnahme bekam ich heute auf den Tisch und bin froh, dass aus dieser Ecke überhaupt etwas zu dem unseligen Treiben in deutschen Städten gesagt wird. Zum ABER sage ich am Ende ein paar Worte.
Deutsche Evangelische Allianz(DEA) – Beauftragter beim Deutschen Bundestag.
Die Evangelische Allianz in Deutschland nimmt Stellung:
Jesus Christus war Jude. Das verpflichtet Christen in besonderer Weise sich an die Seite unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu stellen. Als Evangelische Allianz in Deutschland verurteilen wir jede Form von Antisemitismus, insbesondere auch die antisemitischen Vorkommnisse und einseitige Israelkritik der letzten Tage. Wir verurteilen jede Form von verbaler, symbolischer oder tatsächlicher Gewalt. Nie wieder dürfen in Deutschland jüdische Menschen, ihre Gotteshäuser und andere Einrichtungen Ziele von Gewalttaten werden.
Als souveräner Staat hat Israel das Recht, sich und seine Bürger gegen Angriffe zu schützen.
Wir fordern die Bundesregierung auf, alles zu tun, um unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen und wir wollen als verantwortungsbewusste Staatbürger uns auch persönlich hierfür einsetzen. In den vergangenen Monaten seit Beginn der Pandemie gab es eine Reihe von Verschwörungstheorien, die die alte und weit verbreitete Stereotype einer jüdischen Weltverschwörung aufgegriffen haben. Diese aberwitzigen Mythen stellen nicht selten die geistige Grundlage für Antisemitismus dar. Wir fordern Christen auf, der Verbreitung solcher Inhalte entschieden entgegen zu treten. Auch wenden wir uns gegen ideologisch begründeten Antisemitismus, der sehr häufig von der Neuen Rechten, aber auch islamistischen oder linksextremen Gruppen ausgeht.
Wir werden nicht aufhören, all denen zu widersprechen, die versuchen, Hass zu säen und ein friedevolles Miteinander in unserer Gesellschaft zu bekämpfen. Vielmehr rufen wir zum Gebet auf – für alle Menschen im Nahen Osten.
Gezeichnet:
Reinhardt Schink, Generalsekretär
Ekkehart Vetter, 1. Vorsitzender
Siegfried Winkler, 2. Vorsitzender
Uwe Heimowski, politischer Beauftragter
DEA
Gut, dass sich die DEA zu Wort meldet. Die Aussagen sind jedoch dürftig und nicht mehr als notgedrungen. Nicht nur weil Jesus Jude war, sind wir Christen verpflichtet. Vielmehr sollte der millionenfache Mord am jüdischen Volk für alle Deutsche Grund genug sein, sich schützend vor Juden, ihre Gotteshäuser und ihr Land zu stellen. Die immer wieder kursierenden Verschwörungstheorien sind derzeit aber nicht das Thema, sondern die verbale Gewalt („Scheiß Juden“) und Angriffe gegen Einrichtungen in vielen deutschen Städten. Hier sind einmal „ausnahmsweise“ nicht die Neuen Rechten beteiligt, sondern fast ausnahmslos Menschen, die in Deutschland Schutz vor der Gewalt in ihren Herkunftsländern oder ein menschenwürdiges Leben suchen. Das sollte deutlich angesprochen und nicht in einem halben Nebensatz erwähnt werden. Wer das jüdische Volk schützen will, muss auch sagen vor wem. Die Raketen, die auf israelischem Territorium niedergehen sind keine Verschwörungstheorien oder Fake News, sondern brutale Tatsachen.
Info zur DEA:
Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA), ist ein eingetragener Verein, dem etwa 60 Mitglieder angehören und dem sich ein evangelikales Netzwerk von evangelisch-reformatorisch gesinnten Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften ideell zugehörig fühlt. Sie ist Mitglied der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA)…..
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