Wer Krieg führt oder befürwortet versündigt sich

Von Siegfried Gerdau

Mindestens 60 Millionen Menschen verloren im II. Weltkrieg ihr Leben als Zivilisten oder Soldaten. Genau kann das überhaupt niemand sagen. Der erste deutsche Nachkriegskanzler Konrad Adenauer sprach davon, dass ihm eher der Arm abfalle, als dass er wieder eine Waffe in die Hand nehme. Das alles ist lange her und schon wieder gibt es genügend Relativierer, die sich einen III. Weltkrieg vorstellen können. Ist es Dummheit oder menschliche Unzulänglichkeit? Während dieselben von todbringenden Klimaveränderung reden, kalkulieren sie gleichzeitig den Tod unendlich vieler Menschen durch anhaltendes Säbelrasseln und Kriegstreiben samt Waffenlieferung ein.

„Man könne mit einem Menschen wie Putin nicht reden“, sagen sie. Unsere hochbezahlte Chefdiplomatin versucht es erst gar nicht und nimmt dafür den Tod vieler Menschen in der Ukraine und vielleicht auch bald in anderen europäischen Ländern in Kauf. Die Umwelt in der Ukraine ist bereits jetzt schon auf Schwerste geschädigt, von den Kindern und Erwachsenen gar nicht erst zu reden. Was da täglich in die Luft geblasen wird, kann durch Millionen von Elektro-Autos in 50 Jahren nicht wieder gut gemacht werden. Es müsste doch dem letzten Grünen so langsam dämmern, dass in der Artikulation ihrer Anführer irgend etwas nicht stimmt. Den Polizisten und Polizistinnen unseres Landes bringt man seit Jahren die hohe Kunst der Deeskalation bei. Das wird täglich von ihnen eingefordert und Verstöße unnachsichtig geahndet. Deeskalation die Krieg unmöglich macht, lehrt man hingegen auf der Ebene der hohen Politik nicht. Hier darf jeder/jede Ahnungslose hantieren wie er kann oder möchte.

Die Berufsdiplomaten-es gibt sie tatsächlich noch- müssen ihre Arbeit machen und verhandeln. Auch mit einem Menschen, wie Putin, der einen schrecklichen Bruderkrieg vom Zaun gebrochen hat. Es steht viel zu viel auf dem Spiel und die Risiken werden immer unkalkulierbarer.  

Manchmal habe ich das Gefühl, dass Frau Wagenknecht wirklich der einzige Mensch in der politischen Welt ist, der noch in der Lage ist zu denken. Was stellt sich der Normal-Bürger denn vor, wie ein Sieg gegen Russland aussehen wird. Glauben wir wirklich, dass wir eine atomare Auseinandersetzung und sei sie noch so „klein“, unbeschadet überleben werden. Jeder, der versucht sich in dieser Richtung zu artikulieren wird als Putin-Freund, Querdenker oder Nazi tituliert. Wie blöd ist das eigentlich. Wer heute für den totalen Krieg ist, wird Morgen seine Kinder und all das beweinen, was ihm wichtig war. Wenn er es denn noch kann.  Wir werden uns über einen Sieg „freuen“, der alles vernichtet hat, was in den Friedensjahren aufgebaut wurde und uns ausmacht. Krieg war schon immer schrecklich und brachte unendliches Leid über die Menschen. Er war aber und das traf sogar auf den II. Weltkrieg zu, nie so endgültig, wie eine Auseinandersetzung mit der schrecklichsten Waffe, die sich Menschen in ihren kranken Hirnen ausgedacht haben. Wer Übrigens von Krieg spricht und dafür Werbung macht, darf die biologischen und chemischen Waffen nicht vergessen. Alles was im II. Weltkrieg nicht zum Einsatz kam, weil die Erinnerung an den I. Weltkrieg mit zehntausenden Opfern chemischer Waffen noch zu präsent war, ruht immer noch in den Arsenalen von Ost und West.

„Politiker“, die noch vor ein paar Jahren jahrzehntelang gegen Bundeswehr, Aufrüstung und atomare Bewaffnung auf die Straßen gingen, marschieren nun auf einmal an der Spitze der Aufrüstungs- und Kriegsrufer.

Das muss man sich einmal reinziehen. Ja, Putin muss dazu gebracht werden, sein verbrecherisches Treiben einzustellen. Aber mit diplomatischen Mitteln und nicht mit dem totalen Krieg. Man wird sicherlich auch mit einem Menschen wie Putin verhandeln können und wer das verhindert, macht sich mitschuldig.

Das einzig beruhigende an der unseligen Situation ist, dass diesmal und ich meine nach einem atomaren Krieg, auch deren Auslöser in irgendeiner Form auf der Strecke bleiben. Auch die sichersten Bunker muss man einmal verlassen und Geschäfte mit menschlichen Überresten machen auch keinen großen Spaß.

Leider verdienen auch an dem Leid der ukrainischen Bevölkerung, dem sogenannten kleinen Mann, Raffgeier und Plutokraten Unsummen. Das war in anderen Kriegen immer so und wird es auch bleiben. Was nicht bleiben muss, ist die Naivität in großen Teilen der Bevölkerung, die sich nicht vorstellen können, dass sich hinter alldem eine ganz und gar nicht edle Bewegung verbirgt, die nie das Wohl der Masse im Auge hatte.

Überzeugte Sozialdemokraten lehnten Krieg schon immer ab. Warum gehen sie jetzt Hand in Hand mit Grünen (oftmals ehemalige Wehrdienstverweigerer), einen Weg, der wieder einmal die Arbeiterklasse am schwersten treffen wird und sie bereits jetzt schon belastet? 

Wer jetzt dem totalen Krieg zustimmt oder billigend in Kauf nimmt, dass alles darin endet, wird einen Sieg einfahren, der so schrecklich ist, wie man es sich nicht vorstellen kann.

Wenn Clausewitz die schrecklichen Waffen von heute kennengelernt hätte, würde er seinen Satz, „Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln „, vermutlich nie geschrieben haben.

Glücksurlaub an der Mosel

Von Siegfried Gerdau

Ein leichter Nebel liegt über dem Moseltal und Burg Metternich schaut ein wenig missmutig auf Beilstein herunter. Der Goldene Oktober bleibt auch in diesem Jahr wohl eine immer wiederkehrende Legende. Die Weinbauern haben die Lese zwar zum größten Teil abgeschlossen, aber in den Steillagen hängen noch die Trauben und sie zu ernten ist bei dem nassen Wetter nicht ganz ungefährlich und besonders schwer sowieso. Ein Sch…Wetter schimpft eine Ellenzer Winzerin und hilft ihrem Mann den neuen Verkaufswagen zu verstauen.

Blick auf Ellenz und unten rechts auf Beilstein.

Die meisten Weinberge in dem kleinen Dorf mit vollständigem Namen Ellenz-Poltersdorf sind mit Erntemaschinen gut zu bearbeiten und die Winzer sind schon feste dabei die geernteten Trauben zu mahlen und anschließend zu pressen. Parallel zur aktuellen Traubenernte füllt einer den Wein vom vergangenen Jahr in Flaschen ab. Die Nachfrage sei einfach sehr groß und er müsse sehen, dass er hinterherkomme.

Das Ellenzer Goldbäumchen ist bei Liebhaber des Dessert-Wein von der Mosel sehr begehrt.

Das Ellenzer Goldbäumchen ist schon lange kein Geheimtipp mehr und so schnell wie es abgefüllt ist, verlässt es auch schon die Keller.

Das legendäre Goldbäumchen.

Entgegen dem landläufigen Trend zum „staubtrockenen“ Wein, ist das Goldbäumchen süffig und so wohlschmeckend wie Wein nur sein kann. Natürlich bedient der Winzer in der dritten Generation auch die Liebhaber von trockenem Wein.

Edler Wein und junge Frauen.

Kaum haben wir uns über den fehlenden Goldenen Oktober geärgert, zeigt sich die Sonne in all ihrer Pracht und taucht das Herbstlaub in die schönsten Farben. Aus allen Ecken tauchen Radfahrer auf und wetteifern in ihrem bunte Outfit mit den Herbstfarben. Auch der Verkehr auf der ansonsten mäßig befahrenen Uferstraße hat merklich zugenommen.

Die Beilsteiner Moselfähre pendelt ununterbrochen zwischen den Orten hin und her.

Die kleine Moselfähre, die  von einem hoch über dem Fluss gespannten Seil gehalten wird, pendelt ununterbrochen zwischen Beilstein am rechten Ufer der Mosel und der Bushaltestelle der Linie 711 gleich neben dem Campingplatz Happy Holiday.

Das Dornröschen der Mosel hat einen ganz besonderen Reiz.

Beilstein, dass auch das Dornröschen der Mosel genannt wird, hat gerade einmal  rund 140 Einwohner und gilt als das schönste Örtchen an Deutschlands romantischstem Fluss. Ob das auch der Grund dafür war, dass Heinz Rühmann seinen Film „Wenn wir alle Engel wären“ oder Curd Jürgens seinen „Schinderhannes“, hier drehten, ist stark anzunehmen. Die Treppe zum Karmelitenkloster ist heute noch Zeugnis für diese Zeit.

Ellenz ist besonders in der Zeit der Traubenlese eine Augenweide.

Ellenz,  von Weinbergen eingerahmt, ist für die Beilsteiner und deren Gäste das Tor zur Welt. Ohne die Fähre müsste man einen Umweg von einigen Kilometern fahren. Wer in die Kreisstadt Cochem möchte, kann das per Schiff, mit dem Bus oder dem Taxi tun. Die 5000 Einwohner Stadt ist die kleinste Kreisstadt der Bundesrepublik. Nur Seelow kann größenmäßig mithalten. Eine der schönsten Kreisstädte ist sie gewiss. Dafür sorgt schon die imposante Reichsburg, eine der höchstgelegenen Burgen an der Mosel.

Blick über die Cochemer Moselbrücke auf die Reichsburg.

Wenn man von der Moselpromenade mit den Schiffsanlegern kommt, aund so der alten Stadt ihre Referenzen erweisen. Ein Blickfang ist der Marktplatz mit Martinsbrunnen und dem historischen Rathaus.  Jetzt mal ganz im Ernst. So heißt tatsächlich die Ortschaft zwischen Ellenz und Cochem. Mit ihrer 150 Hektar großen Weinanbaufläche zählt sie zu größten Weinanbaugemeinden der Mosel.

Ein schönes Fleckchen Erde.

Die Moselfähre fährt uns und viele ander Gäste am nächsten Tag über den ruhigen Fluss nach Beilstein. Heute soll es hoch zur Burg Metternich gehen. Vom Turm hat man einen wunderschönen Blick über die Moselschleife, Beilstein und Ellenz. Das Wetter ist herbstlich verhalten, aber warm. Immerhin haben wir den 18. Oktober und wir wollen deshalb auch nicht meckern.

Um den Imbiss von Kalle an der Moseluferstraße in Ellenz werden wir heute einen Bogen machen. Seine Curry-Wurst mit Pommes ist einfach zu verführerisch lecker. Dafür müsste der nette Mann  mindestens einen Michelin-Stern bekommen. Immer wieder begegnet uns eine der filigran, aber mächtigen Weinerntemaschinen oder ein Traktor mit Traubenbergen auf den  Anhängern.

Blick auf Beilstein mit Burgruine Metternich.

In Beilstein schieben sich ganze Menschentrauben durch die engen Gassen oder sitzen vor den feinen Restaurants und warten aufs Essen. Es ist schon etwas besonderes in diesem historischen Ensemble von Kirche, Burg und „Altstadt“ zu speisen wie anno dazumal. Ruhig ziehen die Ausflugsschiffe und Kohlefrachter (Richtung Frankreich), lediglich in Griffweite entfernt, ihre Bahn.

Blick von der Burgruine auf Ellenz

Hoch über der Mosel oder auf einem der schönen Uferwege, kann man sich in der frischen Luft bewegen.

Das Moseltal hat seinen ganz besonderen Reiz und der geht weit über die Tatsache des lieblichen Weinlandes hinaus. Hier kann man die Seele baumeln lassen und jedem kulinarischen Anspruch gerecht werden. Für Radler ist die Mosel mit ihren kilometerlangen Radwegen ebenso ein Paradies. wie für Wanderer mit einem gewissen Leistungsanspruch.

Der Herbst ist mit seinen bunten Farben besonders im Moseltal eine Augenweide.

Generell gibt es die richtige Reisezeit nicht. Jede Jahreszeit hat ihre Reize.  Wir finden den Frühherbst und das späte Frühjahr genau auf uns zugeschnitten. Die Sommerzeit ist zwar wunderschön, aber man muss diese Schönheit mit allzu vielen Besuchern teilen. Eine Reise Wert ist jede Moselregion. Wir haben uns schon vor vielen Jahren in die Region Ferienland Cochem verliebt und bleiben ihr treu. Mindestens einmal im Jahr liegt unser Glück der Erde zwischen Calmont und Beilstein im Weingut Ellenz. Fotos: Gerdau

Entfernung von Herborn nach Ellenz-Poltersdorf: 135 Kilometer. Da die gesamte Strecke meist wenig befahren wird, braucht man rund 1 Stunde und 45 Minuten.

Informationen und Unterkunftsnachweis: Moseltouristik, Kordelweg 1, 54470 Bernkastel-Kues Phone: 06531 9733-0. www.mosel.de.

 

Hotel Weinhaus Fuhrmann

 Oh weh, beinah hätte ich einen Genusstempel der besonderen Art vergessen. Durch puren Zufall kamen wir in Ellenz in das Hotel Weinhaus Fuhrmann. „Können wir bei Ihnen essen“, frage ich den Oberkellner. „Selbstverständlich mein Herr, bekam ich freundlich zur Antwort. Wir nahmen das Buffet und trafen ins Schwarze. So lecker aßen wir schon lange nicht mehr. Es war ein kulinarischer Hochgenuss und der leckere Wein „Fantasie“, ein Hochgewächs, eine einmalige Gaumenweide.

Ecke Moselweinstraße/St.Sebastiansstraße in Ellenz gibt es das Café Dehren mit einer traumhaften Eissplitter-Torte und natürlich auch der weltberühmten schwarzwälder Kirschtorte. Einfach Klasse und genau richtig für einen herbstlichen Sonntagnachmittag. Überhaupt sind die Kuchen selbstgebacken, aber probieren konnten wir sie leider nicht alle.

Café Dehren in Ellenz.
Petra schwelgt in Kindheitserinnerungen beim Genuss der Eissplitter-Torte.

Curamenta-digitale Anlaufstelle bei psychischer Erkrankung

Patientenportal Curamenta- Das Portal für die psychische Gesundheit ist bei Vitos gestartet.

Symbolfoto: Gerdau

Unter der Adresse www.curamenta.de finden
Erkrankte, Angehörige, Fachleute und Interessierte ein digitales Angebot mit Informationen zu
Krankheitsbildern, Selbsttests, Blog-Beiträgen, Foren sowie Möglichkeiten zur Vernetzung und
Therapiebegleitung. Träger von Curamenta sind vier öffentlich-rechtliche Krankenhausverbünde:
Vitos (Hessen), LVR (Landschaftsverband Rheinland), LWL (Landschaftsverband WestfalenLippe) und kbo (Kliniken des Bezirks Oberbayern).
Über Curamenta
Curamenta ist ein digitales Portal für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Interessierte.
Das Internetangebot unter www.curamenta.de soll Menschen mit psychischen Erkrankungen den
Zugang zum psychiatrischen Versorgungssystem erleichtern und die Qualität der Behandlung
optimieren.
Das Portal begleitet über den gesamten Weg der Patientenversorgung, vom ersten Interesse bis
hin zur Therapie und Nachsorge und bietet dabei eine Vielzahl an digitalen Angeboten und
Informationen.
Aufgebaut ist Curamenta in drei Ebenen:
 Die erste Ebene bietet umfangreiche Informationen rund um die psychische Gesundheit –
auch in Leichter Sprache1.
 Nach einer Anmeldung sind die Diskussion und der Austausch innerhalb der Foren möglich.
 Nach einer Registrierung der Patientinnen und Patienten im personalisierten Bereich haben
sie vollen Zugriff auf alle Funktionen der Plattform. Im persönlichen Dashboard können sie
zum Beispiel Dateien mit Behandelnden teilen, Nachrichten austauschen, Termine planen,
Angehörige an ihrer Behandlung teilhaben lassen und weitere individuelle Angebote, wie die
Videosprechstunde, nutzen.
Die Plattform ist intuitiv aufgebaut. Zudem erklärt ein Video alle Funktionen:
https://curamenta.de/de/curamenta-erklaerfilm
Auf- und Ausbau
Ans Netz gegangen ist Curamenta unter www.curamenta.de im September 2022. Seither stehen
allen Interessierten bereits umfangreiche Informationen rund um die psychische Gesundheit,
Foren zum Austausch und wichtige Kontaktadressen zur Verfügung. Zum Tag der psychischen
Gesundheit bieten zwei Vitos Pilot-Kliniken ihren Patientinnen und Patienten nach einer
Registrierung zusätzlich digitale Gesundheitsanwendungen und den direkten Kontakt zu ihren
Behandelnden an. Die weiteren Kliniken der vier Trägerverbünde folgen schrittweise mit dem
Ziel, das volle Angebot von Curamenta flächendeckend in allen Regionen anbieten zu können.


Die Initiatoren
Das Portal Curamenta wird von vier öffentlich-rechtlichen Klinikverbünden betrieben: Vitos
(Hessen), LVR (Landschaftsverband Rheinland), LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe)
und kbo (Kliniken des Bezirks Oberbayern). Die Träger des Portals verfolgen dabei kein
kommerzielles Interesse, sondern wollen die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit dem
digitalen Angebot patientenorientiert ergänzen und kontinuierlich weiterentwickeln.
Hintergrund zu Curamenta
Das Online-Angebot Curamenta erfüllt mehrere Funktionen:
Es ist Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige rund um das Thema psychische
Erkrankungen. Das Portal unterstützt Patientinnen und Patienten sowie Behandelnde vor,
während und nach dem Klinikaufenthalt. Patientinnen und Patienten können schon zu
Hause nötige Daten eingeben oder therapiebegleitende Materialien erhalten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Vernetzung der verschiedenen Akteure im
Gesundheitswesen – von den Einweiserinnen und Einweisern über Reha-Einrichtungen
bis hin zu Selbsthilfegruppen und lokalen Beratungsstellen.

Quelle: Vitos

Gemeinnützige Gesellschaft für digitale Gesundheit GDG (GDG)
Unter dem gemeinsamen Dach der Gemeinnützigen Gesellschaft für digitale Gesundheit
GDG mbH (GDG) fördern die öffentlich-rechtlichen Träger kbo, LVR, LWL und Vitos das
Gesundheitswesen und die Gesundheitspflege. Sie unterstützen mit ihren gemeinsamen
Angeboten Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes
auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Dafür entwickelt und betreibt die GDG
sektorenübergreifende digitale Anwendungen für Kranke und Menschen mit Behinderung.
Insgesamt versorgen ca. 36.000 fachlich qualifizierte, multiprofessionelle Mitarbeitende
jährlich über 650.000 Patientinnen und Patienten an den zahlreichen Standorten von kbo,
LVR, LWL und Vitos.
Vitos
Die Kernaufgabe von Vitos ist die Diagnostik und Behandlung von Erwachsenen, Kindern
und Jugendlichen in psychiatrischen, psychosomatischen und forensisch-psychiatrischen
Kliniken. Mit 3.700 Betten/Plätzen ist das Unternehmen in Hessen größter Anbieter für die
ambulante, teil- und vollstationäre Behandlung psychisch kranker Menschen.
In den Fachkliniken für Neurologie und Orthopädie behandelt Vitos 47.200 Patient/-innen
ambulant und stationär. Für Menschen mit geistiger bzw. seelischer Behinderung, für die
psychiatrische Reha und in der Jugendhilfe bietet Vitos 2.500 Plätze.
11.000 Mitarbeiter/-innen erwirtschaften an 114 Standorten in 76 Orten einen jährlichen
Gesamtertrag von 700 Mio. Euro. Sie behandeln insgesamt 43.000 Patient/-innen
stationär/teilstationär und 175.000 ambulant.
Vitos, das sind in Hessen 18 verbundene gemeinnützige Unternehmen. Sitz der
Unternehmenszentrale ist Kassel. Alleingesellschafter ist der Landeswohlfahrtsverband
Hessen.

Quelle: Vitos


Liebe Mitglieder und Flora-Freunde,

ich möchte mit diesem Schreiben auf eine Aktion der Stadt Herborn
aufmerksam machen. Die Stadt bittet die Herborner Vereine sich an der
Aktion „Saubere Innenstadt“, am 15. Oktober um 10 Uhr, auf dem
Marktplatz zu beteiligen.

Die Fora Herbornensis wird daran teilnehmen und ich bitte um rege
Teilnahme Eurer/Ihrerseits, da der Verein pro Teilnehmer eine Zuwendung
von 5 Euro erhält.

Das es in unserer Stadt nicht zum Besten aussieht, wenn man genauer
hinschaut muss ich keinem erzählen. Am allerschlimmsten empfinde ich den
Bahnhof, wenn man auf Gleis 2 ankommt und durch die Unterführung muss.
Hier schäme ich mich für unsere Stadt. Das fällt aber in die
Zuständigkeit der DB und deshalb bleibt der Kippenmüll dort liegen.

Dreckiger Bahnhof-keine Visitenkarte für Herborn. Foto: Gerdau

Erinnern möchte ich auch noch einmal an unsere nächsten Veranstaltungen:
1. Die Vielfalt der heimischen Schmetterlinge am 12.10.2022 / 19 Uhr
Hohe Schule
2. Pilzwanderung 30.10.2022 um 14 Uhr / Wanderparkplatz
Merkenbach/Fleisbach
s. Anlage

Ein schönes sonniges Wochenende wünsche ich Euch/Ihnen allen.
Bis nächsten Samstag 😉

Eure/Ihre
Anne Krüger-Zechlin
f. den Vorstand
Freunde der Flora Herbornensis e.V.

Erst sterben die Geschäfte, dann die Stadt

Von Siegfried Gerdau

Das Gespenst der Ladenschließungen geht auch in Herborn um. Lange hatte man gedacht, dass der Fachwerkstadt zwischen Dillenburg und Sinn die politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen nichts anhaben könnten. Die kommenden Wochen und Tage werden uns eines Besseren belehren. Unbeweglichkeit und Fehlfokussierungen wirken in diesem Zusammenhang verstärkend. Die Bürger warten geradezu täglich und fast paralysiert, auf die aktuellen, negativen Schlagzeilen aus Medien und offiziellen Verlautbarungen.

Ob sich Herborn diese schöne Beleuchtung auch in der kommenden Weihnachtszeit noch leisten kann, ist die große Frage. Foto Archiv: Gerdau

Alles wird teurer und denen die bis dahin schon auf Kante genäht waren, ist der Einkaufsspaß mittlerweile restlos vergangen. Geschäftsleute, Einzelhändler und Gastronomen dachten, schlimmer, als während der Pandemie, könnte es nicht werden. Weit gefehlt.

Während gut alimentierte Volksvertreter mit Durchhalteparolen und Spartipps nur so um sich werfen, macht sich im Mittelstand die nackte Verzweiflung breit. Suizidgedanken und der Griff nach der Flasche sind für manch fleißigen Unternehmer die Ultima Ratio.

Nicht nur, dass der entsetzliche Russische Angriffskrieg gegen das Bruderland Ukraine alles in Angst und Schrecken versetzte, er bereitet auch den Boden für das Schlimmste, was sich der Normalbürger kaum vorstellen kann.

Allein der Gedanke an die Machbarkeit einer atomaren Auseinandersetzung ist hochgradig pervers.

Und dennoch es gibt sie, die „Strategen“ die lieber atomare Waffen einsetzen, als nur einen Millimeter „Gesichtsverlust“ hinzunehmen.

Es wird der Tag kommen, an dem fähige Diplomaten wieder verhandeln dürfen. Leider erst dann, wenn Menschen in Massen abgeschlachtet und verkohlt sind. Dabei fallen mir nur Hiroshima und Nagasaki ein.

Unter diesen Aspekten erscheinen Geschäftsschließungen hinnehmbar. Nein, verdammt das sind sie nicht. Es ist überhaupt nicht hinnehmbar, dass die Unfähigkeit und Überheblichkeit einzelner Individuen ganze Länder und deren Menschen in Tod und Elend stürzt.

Das sollten Menschen weder hinnehmen noch unterstützen. Geistliche gleich welcher Couleur dürfen weder Waffen, noch deren Einsatz segnen. Fromme Menschen können niemals das Aufeinanderhetzen von Bewaffneten widerspruchslos in Kauf nehmen. Lediglich mit Betkreisen, Gesängen und rezitieren von Bibelversen ist es jedoch nicht getan.

Es ist höchste Zeit, aktiv den Frieden nicht nur zu beschwören, sondern ihn mit Verstand und Menschenwürde zu erreichen. Wer mich jetzt nach meiner Lösung oder einem Friedensrezept fragt, den muss ich enttäuschen. Wüsste ich es, wäre ich der Heilsbringer, den die Menschheit bitter nötig hätte. Fest steht für mich auf jeden Fall, dass Krieg kein Mittel der Politik ist und auch nicht mehr sein darf. Ich habe in fast 50 Jahre meines Lebens begreifen gelernt, dass bewaffnete Auseinandersetzungen wenig intelligent sind und der Frieden unter den Menschen eine ständige Herausforderung und Aufgabe darstellt.

Wenn es der Menschheit jetzt nicht gelingt, die Hirne zum Denken zu benutzen, braucht man sich um Einzelhandel und Fachwerk in Herborn und dem Rest der Welt keine Gedanken mehr zu machen.

Es lebe der Verstand und die Menschlichkeit.

Nachfolgend ein SPIEGEL-Beitrag, der in dieser Zeit die schreckliche Geschehnisse aus der Vergangenheit ins Bewusstsein holt.

Strategische Atomwaffen: Einsatz über weite Distanz

Strategische Atomwaffen werden über weite Distanz eingesetzt. Sie können mehr als 5.500 Kilometer Strecke zurücklegen, also zum Beispiel die Strecke von Moskau nach Washington. Die Atommächte sind mit diesen Waffen in der Lage, innerhalb kurzer Zeit jeden Ort auf der Welt zu treffen. So können sie ganze Regionen zerstören.

Zu den strategischen Atomwaffen gehören Langstreckenraketen, die mehrere Atombomben abwerfen können, ballistische Raketen auf U-Booten, die sich nahezu unbemerkt annähern, und Interkontinentalraketen.

Taktische Atomwaffen: Große Zerstörungskraft im Gefecht

Taktische Atomwaffen können nicht so weit fliegen und haben eine geringere Sprengkraft als strategische Atomwaffen (zwischen 0,3 und weniger als 10 KT). Sie werden in Gefechten eingesetzt und haben eine viel größere Zerstörungskraft haben als „gewöhnliche“ Waffen.

Eine Kilotonne entspricht der Sprengkraft von 1000 Kilogramm herkömmlichem TNT. Die Hiroshima- Atom-Bombe „Little Boy, die 1945 über der japanischen Stadt abgeworfen wurde und sie völlig auslöschte, besaß eine Sprengkraft von 13 000 Tonnen TNT (13 KT). Dabei wurden 70 000 Menschen direkt getötet.

Bei all den Darstellungen wurde die großflächige Verseuchung durch atomare Verstrahlung unberücksichtigt gelassen. sig

23.48 Uhr: Freitag, 7. Oktober

Atomare Bedrohung: Joe Biden sieht die Gefahr einer atomaren Konfrontation mit katastrophalen Folgen nach Drohungen aus dem Kreml so gross wie seit 60 Jahren nicht mehr. Die Welt habe seit der Kuba-Krise im Jahr 1962 nicht vor der Aussicht auf ein «Armageddon» gestanden, sagte Biden laut mitreisenden Journalisten bei einem Auftritt in New York. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat Russland vor dem Einsatz von Atomwaffen gewarnt. «Der Einsatz von Atomwaffen ist inakzeptabel», sagte er nach einem informellen EU-Gipfel in Prag. Es sei wichtig, eine klare Antwort auf die Drohungen zu geben.

Philipp Guth ist neuer CTO bei Rittal

Philipp Guth verantwortet seit dem 1. Oktober 2022 den Bereich Forschung & Entwicklung beim Schaltschrank- und Systemspezialisten Rittal mit Sitz im mittelhessischen Herborn. Damit treibt er künftig die Innovationen insbesondere in der Verbindung von mechanischer Produkt- und Software-Entwicklung sowie digital gestützten Prozessen voran.

Philipp Guth ist CTO bei Rittal, weltweit führender Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software & Service. Seit dem 01. Oktober 2022 übernimmt der 45-Jährige die Verantwortung für die unternehmensweite und internationale Produkt-Systementwicklung. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Philipp Guth einen erfahrenen Top-Manager gewonnen haben“, sagt Markus Asch, CEO Rittal International und Rittal Software Systems: „Er verfügt über herausragende Fachexpertise und Erfahrung im Ausbau von Innovationsführerschaft durch Digitalisierung sowie im Aufbau internationaler Entwicklungsverbünde.“

Philipp Guth ist CTO bei Rittal

In den vergangenen 10 Jahren war Guth in Top Management-Positionen bei der Bosch Rexroth AG und der Wittenstein AG tätig, zuletzt als Projektleiter Digitalisierung im Zentralbereich von Bosch Rexroth und bis 2021 als CEO der Business Unit Automation & Electrification Solutions. Aufgewachsen in Brüssel, schloss der Manager sein Studium des Maschinenwesens an der Universität Stuttgart ab.

„Philipp Guth übernimmt eine große Zukunftsaufgabe bei Rittal International“, sagt Asch. Vor allem die Verbindung von mechanischer Produktentwicklung mit Software-Entwicklung und digital gestützten Prozessen auf allen Ebenen bei Rittal werde er weiter vorantreiben.

„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit in diesem innovativen und global agierenden Familienunternehmen“, so Philipp Guth: „Ich danke Professor Loh und dem Top Management von Rittal für das in mich gesetzte Vertrauen.“

Quelle: Rittal

Glücksorte an der Lahn

Lesung von und mit Nicole Steffens

Das Leben ist ein Fluss, und die Lahn ist ein Glück. An ihren Ufern geht das Leben einen gemütlichen Gang und hält eine Vielzahl an zauberhaften Erlebnissen bereit. Vom Gießkannenmuseum über Betonkunst und Wildkräutergarten bis hin zum Kaffeetrinken unterm Zirkuszelt – zwischen Marburg, Gießen, Limburg und Bad Ems gibt es jede Menge zu entdecken. Hier kann man waldbaden und flusswandern, Burgfräulein werden oder schwedische Köstlichkeiten genießen. Welch ein Glück!

Nicole Steffens wohnt idyllisch auf dem Land in der Nähe von Limburg. Sie arbeitet im Marketing, ist Lese- und Literaturpädagogin und schreibt witzige Ratgeber, intelligente Kinderbücher und spannende Biografien. Besonders intensive Glücksmomente erlebte sie beim Schnupper-Gesangskurs und während der Alpakawanderung.

Ihr Buch Glücksorte an der Lahn ist im Droste-Verlag Düsseldorf erschienen. Daneben hat die ausgewiesene Lahn-Expertin ein Quiz zur Lahn veröffentlicht. Derzeit arbeitet sie an einem Buch in welchem sie wundersame Geheimnisse Limburgs entdeckt und aufzeigt.

Ihre Lesung in Greifenstein findet statt im Rahmen des Leselandes Hessen und wird gefördert vom Land Hessen (Hess. Ministerium für Wissenschaft und Kunst), hr 2 und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

14.Okt. 2022 – 16:00

Burgcafé Burg Greifenstein

Lustgarten 2

35753 Greifenstein

Eintritt gegen Spende.

Eine Veranstaltung des Greifenstein-Vereins e.V.

Corona, die Spiele und das Impfen

Jetzt habe ich den Salat. Die kleinen, bösen Sputniks haben auch mir ihre Krone aufgesetzt. Ein Test hat es bestätigt. Es ist keine Erkältung, sondern ich habe mich mit Corona angesteckt. Dabei hatte ich brav alle Impfungen über mich ergehen lassen. Bin nach der dritten meinem Grab näher gewesen als jemals zuvor-zumindest war das gefühlt so. Ich habe, so gut es ging, Abstand gehalten und oft die Maske getragen, obwohl es gar nicht mehr angesagt war.

Impfgegner haben mir ihre Ablehnungsgründe genannt und Befürworter mit und ohne Vollbärte haben mich deshalb niedergemacht. Um mir ein Bild von dem zu machen, was richtig und gut, falsch und schlecht ist, trieb es mich auf die Straße. Es galt genau zuzuhören, Abstand zu halten und für meine Leser alles zu protokollieren. All das habe ich getan und für mich das Resümee gezogen, dass beide Seiten irgendwie recht oder auch nicht recht haben.

Eine belastbare Wahrheit konnte ich bei allem nicht finden. Aber feststellen konnte ich wieder einmal, dass sich Galileo Galilei mit seiner Erkenntnis: „Zwei Wahrheiten können sich nie widersprechen“, geirrt haben muss. So gibt es offensichtlich drei Wahrheiten: „Meine, Deine, und die Wahrheit“ und die stehen besonders beim Thema Impfprophylaxe ja oder nein, unversöhnlich und diametral gegenüber.

Während sich die Einen dafür entschieden haben nur die Impfwilligen als die Guten anzuerkennen, verdammen sie die Verweigerer als Nazis, Querdenker und Demokratiefeinde. Diese wiederum, also die Anderen, wehren sich und verweisen auf ihre Persönlichkeitsrechte.

Wer in diesen Tagen mit dem Zug nach München aufs Oktoberfest möchte, erlebt den Galileo‘schen Widerspruch in Reinkultur. Wenn man sich im Zug der Maskenpflicht widersetzt, muss man ihn verlassen. Beim Betreten des Oktoberfestgeländes wird er mit Maske wahrscheinlich als ewig Gestriger verhöhnt. Hier vergnügen sich Zehnausende dicht gedrängt und ohne Masken. Also zurück besser mit dem Flieger, dort gibt es keine Maskenpflicht mehr. Aber auf dem Weg vom Flughafen mit dem Zug ist die Filtertüte, wenn es eine Fernreise ist, wieder Pflicht.

Die bevorstehenden heimischen Oktoberfestivitäten sind zum Glück auch maskenfrei, freuen sich die Trachtenliebhaber. Wenn man aber am Tag darauf in einer Arztpraxis den dicken Kopf untersuchen lassen möchte, geht das ausnahmslos nur mit Maske. Muss man das alles verstehen?

Ich gebe zu, dass auch ich in Sachen Querdenken gesündigt habe. Ich habe mich spätestens nach der dritten Impfung gefragt, ob meine Impfbereitschaft ein Fehler oder einfach nur Kadavergehorsam war, wie ich es gewöhnt bin. Hoffentlich hat niemand meine queeren Gedanken mitgelesen.

Die kleinen, bösen Tierchen Namens Corona-Viren haben es aber mitbekommen, dass ich zumindest in einem Fall gedanklich „Verfassungsschutz relevante Delegitimierung des Staates“ betrieben habe und mich bestraft. Jetzt habe ich den Salat und eine fette Infektion. Mir bleibt jetzt Zeit mit tropfender Nase und unterkühltem Körper über meine Verfehlung nachzudenken. Die Heizung bleibt auf jeden Fall aus. Wegen angedachtem Ungehorsam bestrafen mich die kleinen Biester nicht noch einmal. sig/Bild: Gerdau

PS: In München und Umgebung steigen augenblicklich (Stand: 03.10.2022) die Corona-Fallzahlen um das Vierfache. „Wenn schon das Brot knapp wird, sollten wenigstens die Spiele nicht gefährdet werden.“ Zitat: Gerdau

Herborner Balkonkraftwerke helfen Stromkosten zu senken.

Die Prognosen für bezahlbare Energien für Privathäuser und Wohnungen, sehen eher düster aus. Dazu kommt das Gespenst drohender Blackouts bei der Stromversorgung. Viele Menschen suchen nach Alternativen, aber da sieht es mau aus. Als Ausweg scheint sich die Solarenergie anzubieten. Vielerorts sieht man ganze Dachflächen, die mit Paneelen vollbepackt sind. Das ist nicht der Königsweg, sagt Björn Busch. „Wer mehr Strom erzeugt, als er selber verbraucht, erfreut die Energieversorger. Im Juli 2022 lag die Einspeisevergütung im Mittel bei 8 Cent pro Kilowattstunde nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Der Durchschnittspreis, den ein privater Verbraucher für eine Kilowattstunde bezahlen muss, liegt mittlerweile bei über 37 Cent“, sagt der Fachmann, der gemeinsam mit dem Herborn-Merkenbacher Rüdiger Schaub das Unternehmen „einfachmachen.energy GmbH“ betreibt.

Björn Busch weiß wovon er redet. Die Solaranlage auf dem Dach seines eigenen Hauses sei nach heutigen Gesichtspunkten, viel zu groß dimensioniert. Alles was er mit seiner Anlage über den eigenen Bedarf produziert, verschleudert Busch praktisch zu einem vergleichsweise viel zu niedrigen Preis an den Energieversorger. Dazu kommen die hohen Investitionskosten für ein Solardach. Man muss mit Summen bis 40 000 Euro rechnen und die sollen sich in einem überschaubaren Zeitraum auch noch amortisieren. „Die Speicherung des überschüssigen Stroms mittels Batterien ist zwar grundsätzlich möglich, aber die Anschaffungskosten sind noch viel zu hoch“, meint der 37-Jährige Herborner.

Der Idealfall sei daher gegeben, wenn man den selbst produzierten Strom komplett selber verbraucht und keinen mehr aus dem Netz beziehen müsste. Dieses Ideal lasse sich natürlich nur sehr eingeschränkt erreichen, da Solaranlagen nun mal auf Sonnenlicht angewiesen sind.

Einen gangbaren Mittelweg, der mit selbsterzeugtem Strom die horrenden Kosten für elektrische Energie zumindest ein wenig dämpfen hilft, gibt es jetzt bei dem Herborner Unternehmen „einfachmachen.energy. GmbH“. Entweder als Bausatz, mit Anbauteilen zum Selbermachen oder sogar mit der steckerfertigen Endmontage durch Mitarbeiter des Unternehmens.  

Das Zauberwort heißt umgangssprachlich Balkonkraftwerk. Fachleute reden von einer steckerfertigen Erzeugungsanlage. Die Anlage besteht aus zwei Solarmodulen, einem Wechselrichter, um die von den Modulen abgegebene Spannung in Wechselstrom umzuwandeln und spannungsmäßig auf das Netzniveau zu bringen. Gegebenenfalls kommt noch ein ECU-B dazu, welches die Systemleistungsdaten per WLAN in Echtzeit erfasst und übermittelt. So behält der Betreiber die Kontrolle über jedes Paneel. Diverse Kabel und Befestigungsmaterial je nach Aufbauort, komplettieren die Anlage.

Bei richtiger Ausrichtung und Sonneneinstrahlung können mit den beiden Modulen 600 Watt erzeugt und per normalem Schuko-Stecker ins Hausnetz eingespeist werden. Da käme im Jahr ganz schön was beisammen und schlage sich in der Stromrechnung positiv nieder. einfachmachen.energy garantiert einen hohen Qualitätsstandard für die verwendeten Produkte und eine, wenn gewünscht, fachmännische Installation. Wer jedoch über ein wenig handwerkliches Basiswissen verfügt, installiert einfach alles selber und spart auch dabei noch einmal.  

Wie so oft, kommt das Beste zum Schluss: Der komplette Bausatz kostet bei einfachmachen.energy hoch gerechnet einen Tausender. Mit Anbaumaterial je nach Aufbauort rund 1200 Euro und wer alles lieber „schlüsselfertig“ haben will, ist mit unter 2000 Euro dabei. Busch geht davon aus, dass sich die Anlage zwischen zwei und vier Jahren je nach den aktuellen Stromtarifen bezahlt gemacht hat. Ein tolles, erschwingliches Angebot. Informationen gibt es per Mail: info@einfachmachen.energyund telefonisch 02772 5088 405 (täglich zwischen 9 und 12.30 Uhr), sowie per Web www.einfachmachen.energy. sig

Wie man auf diesen Beispielfotos unschwer erkennen kann, gibt es viele Möglichkeiten ein „Balkonkraftwerk“ zu installieren